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Turbulenzen.und.so
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Berlin

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Insgesamt 63 Bewertungen
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Bewertung vom 10.03.2024
Adams, Tom

Magie und allerlei Unfug


ausgezeichnet

Das Wort Magie im Titel und dazu ein knallbuntes Cover und schon musste ich dieses Buch haben.
Dabei ist es soviel mehr als ein Buch über Magie. Der Untertitel verrät es. Im Buch finden wir im weitesten Sinne viel über das in die Irre führen.

Es werden berühmte Zaubertricks vorgeführt und manchmal auch erklärt und wir lernen berühmte Magier*innen und Illusionist*innen kennen. Von den meisten habe ich tatsächlich noch nie gehört, dabei waren da spannende Persönlichkeiten darunter, über die ich jetzt gern mehr erfahren möchte. Im Kopf bleiben wird mir wohl vor allem Adelaide Hermann (*1853) mit ihrem Ausspruch, dass sie erst zufrieden sein wird, wenn sie als führend in ihrem Beruf anerkannt wird, ganz unabhängig von ihrem Geschlecht.

Richtig gut gefallen hat mir auch der Abschnitt über Täuschungen. Das Trojanische Pferd kennen wir wohl alle, aber das Paris nachgebaut werden sollte, um Hitlers Truppen fehlzuleiten, war mir neu. Am Ende jedes Kapitels gibt es jeweils eine Anregung, wie man selbst tätig werden kann. Den Text dazu beim Thema Täuschung finde ich mehr als gelungen. Das sollten sich alle Verschwörungstheoretiker einmal durchlesen. Mit dezentem Hinweis endet das Kapitel damit, dass man Nachrichten ruhig auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen sollte.

Weitere Kapitel im Buch befassen sich mit Hochstaplern, Wisschaftsschwindel und faszinierenden Verkleidungen und immer wieder gibt es fantastische kleine Anekdoten.

Als Gimmick wurden falsche Geschichten in das Buch gestreut, so kann man selbst raten was wirklich gewesen ist und was nicht. Die Auflösung gibt es am Ende des Buches.

Das Buch ist rundherum gelungen. Ich habe viele neue Erkenntnisse gewinnen können. Die Texte sind verständlich und ansprechend und die bunten Illustrationen springen ins Auge.
Tolles Buch zum Vorlesen und selbst lesen

Bewertung vom 11.02.2024
Richardson, Steve

Hanni Hases Baumhaus


ausgezeichnet

Die Tierkinder des Waldes sitzen wieder einmal zusammen. Wie immer ist es Jimmy Eichhörnchen der prahlen muss. Er und sein Vater wollen das tollste Baumhaus bauen. Nicht besonders schwer, wenn man bedenkt, dass der Vater Bauunternehmer ist.

Hanni Hase hat die Idee, daraus einen Wettbewerb zu machen. Wer hat die beste Baumhausidee. Alles sind begeistert. Hanni ist hoch motiviert, auch wenn gerade Jimmy der Meinung ist, dass Mädchen sowas gar nicht können.

Und so beginnt ein emsiges Bauen. Nur bei Hanni nicht. Wie soll ein Baumhaus entstehen, wenn sie gar nicht baut? Die anderen Tierkinder wundern sich und belächeln sie teilweise. Aber Hanni hat konkrete Pläne, hinter denen eine ganz besondere Absicht steckt.

Steve Richardson hat eine Bilderbuchgeschichte geschaffen, die intensiv ist und berührt. Es wird mit Rollenklischees gebrochen ubd Hänseleien werden nicht hingenommen, denn andere Tierkinder weisen den hochmütigen Jimmy gern mal in die Schranken und selbiger kann am Ende anerkennen, was Hanni geschaffen hat.
Eine Geschichte über Selbstwirksamkeit, Hilfsbereitschaft, Gemeinschaftssinn und Ideenreichtum. Es macht uns richtig Spaß, das Buch zu lesen.

Die wunderbaren Illustrationen von Chris Dunn sind da nur das i-Tüpfelchen. Wunderbar nostalgische Bildernon einer modernen Erzählung. Von Hanni Hase möchten wir gern mehr lesen.

Bewertung vom 11.11.2023
Bones, Antje

Nebenan ist doch weit weg


sehr gut

Edith kann es immer noch nicht fassen. Sie werden umziehen. Nicht einfach nur in eine andere Wohnung, nein sie verlassen nicht nur Berlin, sondern gleich auch noch Deutschland. Sie werden zukünftig in einem Land wohnen, über dass sich Edith nun ständig blöde Witze anhören müssen. Es geht nach Krakau in Polen.
Edith vermisst ihre Freunde und sucht Trost in ihren Tagebuch.
Trotz einiger Fettnäpfchen findet sie in der Schule Freunde. Und mit ihnen gemeinsam begibt sie sich auf eine spannende Reise in die Geschichte Krakaus, denn das Haus, in das Edith mit ihrer Familie gezogen ist, birgt ein großes Geheimnis.

Antje Bones schafft ein Kinderbuch, dass viele Themen anspricht. Das Verlassen der Heimat, Vorurteile und ein Blick in einen dunklen Teil der Geschichte, der uns eng mit Polen verbindet. Dabei ist die Sprache immer kindgerecht. Besonders gut gefallen hat mir, dass polnische Wörter und Sätze in den Text oder in kleinen Bildern einfließen. So bekam ich gleich Lust, wieder einmal etwas polnisch zu lernen.
Die Geschichte rund um das Geheimnis ist spannend und bewegend, dieser Teil des Buches hat es mir besonders angetan.
Eine Geschichte, die hoffentlich zu weiterem Interesse an unserem Nachbarland führt, denn die Vorurteile sind durchweg Nonsens.

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