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Glueckskinderbuch.de

Bewertungen

Insgesamt 144 Bewertungen
Bewertung vom 08.01.2023
Weninger, Brigitte

Pauli. Der große Schnee


ausgezeichnet

Es ist Winter, Schnee bedeckt den Waldboden und glitzert und funkelt. Die Kaninchengeschwister Mia und Pauli machen sich auf den Weg, um ihren Großeltern den köstlichen Rüblikuchen ihrer Mutti vorbeizubringen. Dort angekommen, haben sie viel Freude zusammen und Opa erzählt Pauli ein winterliches Schneeabenteuer, das er in seiner Kindheit mit seinem Bruder erlebt hat. Auf dem Rückweg nach Hause geraten die beiden Kaninchenkinder in eine unvorhergesehene Situation und verlieren den Rückweg aus den Augen. Nun kann der große Bruder Pauli zeigen, wie gut er sich um seine jüngere Schwester Mia kümmern kann. Auch die Geschichte von Opa hilft ihm dabei. Gemeinsam bauen sie ein sicheres und warmes Lager für die Nacht und haben es ganz gemütlich. Das Ende verrate ich noch nicht, doch es geht natürlich alles gut aus. :)

Dieses liebevolle Bilderbuch richtet sich an jüngere Kinder und wurde von der Autorin Brigitte Weninger zwar recht spannend geschrieben, doch die Grundstimmung ist immer optimistisch und entspannt.
Durch Paulis ruhige und besonnene Art wird kein Kind Angst während des Zuhörens bekommen. Es ist toll, einen so fürsorglichen, liebevollen und umsichtigen großen Bruder zu haben. Rund um den Kaninchenjungen Pauli sind übrigens bereits einige Bände erschienen.

Die freundlichen und hell wirkenden Illustrationen von Eve Tharlet bereichern die Geschichte ungemein und erfreuen den Betrachter. Es gibt auf jeder Seite vieles auf den niedlichen Bildern zu entdecken.

"Pauli – Der große Schnee" ist ein liebevolles Kinderbuch über den Zusammenhalt von Geschwistern, eingebettet in eine wunderschöne Wintergeschichte voller Glitzerschnee und Abenteuer.

Bewertung vom 22.12.2022
Godden, Margaret Rumer;Briswalter, Maren

Holly und Ivy


ausgezeichnet

Das Waisenmädchen Ivy, die einsame Puppe Holly im Schaufenster eines Spielzeugladens und das kinderlose Ehepaar Mr und Mrs Jones haben alle einen ganz besonderen Weihnachtswunsch. Die Waise Ivy wünscht sich ein echtes Zuhause und reißt aus dem Kinderheim aus, um eine imaginäre Großmutter zu finden. Die Puppe Holly wünscht sich, dass ein Kind mit ihr spielt und sie zum Leben erweckt. Und vor allem Mrs Jones wünscht sich sehnlichst ein kleines Mädchen oder gar eine Tochter, mit der sie das Weihnachtsfest als Familie verleben können.
Was meint ihr, können all diese inniglichen Wünsche wahr werden? :) Wie das Schicksal die drei Wünsche miteinander verwebt und welche Widrigkeiten vorher jedoch noch im Weg stehen, das könnt ihr in "Holly und Ivy – Eine Weihnachtsgeschichte" selbst nachlesen.

Falls ihr noch nicht in Weihnachtsstimmung seid, wird diese wundervolle Geschichte von Margret Rumer Godden auf jeden Fall eine gute Prise an Weihnachtsmagie in euer Leben zaubern. Die britische Autorin schrieb neben Gedichten und Romanen für Erwachsene auch unzählige Kinderbücher. "The Story of Holly and Ivy" erschien erstmalig 1958 in Großbritannien und wurde 1963 von Ursula von Wiese ins Deutsche übersetzt. Der Text des Kinderbuchs wurde etwas gekürzt und verwendet die ursprüngliche Übersetzung.

Ich liebe solche Geschichten, in denen die Fäden auf magische und synchronistische Weise zusammenlaufen. Es gibt mir einfach ein warmes Gefühl beim Lesen und erinnert mich daran, dass alles immer gut ausgeht, vor allem wenn man die Hoffnung und den Glauben daran nicht aufgibt – ganz so wie das Waisenmädchen Ivy, die fest davon überzeugt ist, eine Großmutter zu finden, die es gar nicht wirklich gibt. Dieses zeitlose Kinderbuch beinhaltet den wahren Kern der Weihnacht und berührt nachhaltig.

Maren Briswalter vervollkommnet die Weihnachtserzählung wunderbar mit ihren liebevollen und nostalgisch anmutenden Illustrationen, die einen hervorragend in das britische Städtchen Aylesbury in den 50er Jahren transportieren.

"Holly und Ivy – Eine Weihnachtsgeschichte" ist eine ganz zauberhafte, warmherzige Erzählung über die Liebe, über die große Kraft des Wünschens und über den Zauber, der besonders zu Weihnachten in der Luft liegt.

Bewertung vom 21.12.2022
Collet, Emilie

So klingt Weihnachten mit Jazz


ausgezeichnet

New York zur Weihnachtszeit – hach, das stelle ich mir wirklich wunderschön vor! Einen kleinen Einblick gibt uns das Pappbilderbuch "So klingt Weihnachten mit Jazz", von dem ich SEHR begeistert bin. In diesem toll gemachten Soundbuch geht es auf eine musikalisch-weihnachtliche Reise durch das winterliche New York. Begleitet werden wir dabei von jazzigen Klängen bekannter Weihnachtslieder.

In wirklich hervorragender Klangqualität werden in diesem Buch bereits kleine Kinder ab etwa zwölf Monaten an die Musikrichtung Jazz herangeführt. Per Knopfdruck gibt es auf jeder der insgesamt sechs Doppelseiten ein Lied zum Lauschen. Zur Auswahl stehen "Noël Jazz", "Deck the Halls", "Jingle Bells", "Good King Wenceslas", "We wish you a merry Christmas" und "Ding Dong Merrily on High".

Die fröhlich-farbenfrohen, kindgerecht sowie liebevoll gestalteten Illustrationen von Aurélie Guillerey werden durch kurze Texte von Émilie Collet begleitet (Übersetzung: Nadine Püschel). Gemeinsam mit den Kindern im Buch schnipsen wir zum Jazzkonzert auf dem Weihnachtsmarkt mit den Fingern, schmücken zu Saxophonklängen den Weihnachtsbaum, fahren Schlitten und noch vieles mehr.

"So klingt Weihnachten mit Jazz" ist ein ganz zauberhaftes und gute Laune verbreitendes Pappbilderbuch mit groovigen Liedern und einem jazzigen Weihnachtsflair, das nicht nur kleine Kinder begeistern wird.

Bewertung vom 20.12.2022
Törnqvist-Verschuur, Rita

Der Weihnachtskarpfen


ausgezeichnet

Thomas ist in Prag bei seinem Großvater zu Besuch. Dessen Frau, die Oma von Thomas, ist vor kurzem gestorben und der Junge möchte das Weihnachtsfest mit ihm verbringen, damit sein Opa sich nicht so allein fühlt. Einen Tag vor Heiligabend machen die beiden sich auf den Weg zum Weihnachtsmarkt in die Prager Innenstadt, um einen Tannenbaum und einen Karpfen für das traditionelle Weihnachtsessen zu kaufen. Thomas bemerkt, dass sein Opa nicht mehr schnell laufen kann und schlägt vor, den Karpfen zu besorgen und der Großvater möge den Weihnachtsbaum kaufen. Und so trennen sich die Wege der zwei. Als Thomas am Fischstand den Fischmann mit einem ganz blutigen Messer sieht, bekommt er einen großen Schreck, legt viel zu viel Geld für seinen Karpfen hin und rennt schnell mit dem noch lebenden Tier in einer Tüte davon. Zuhause lässt er Peppo, wie er den Fisch getauft hat, in einer Badewanne voll Wasser schwimmen und spielt mit ihm. Ihm wird erst kurze Zeit später bewusst, dass sein Karpfen bald sterben soll, um Teil des Weihnachtsmenüs zu werden...

Als jemand, der sich seit mehr als einem Jahrzehnt rein pflanzlich ernährt, hat mich diese zarte Weihnachtsgeschichte der Schwedin Rita Törnqvist-Verschuur sehr berührt. Vor allem das Ende, welches ihr euch bestimmt schon annähernd denken könnt, hat mein Herz geöffnet und ich habe vor allem für den klugen und weisen Großvater viel Liebe empfunden. Auch hat mir das innige Band zwischen Enkel und Opa sehr gefallen.

Das Buch erschien erstmalig vor über dreißig Jahren im Jahr 1989 und wurde von Angelika Kutsch ins Deutsche übersetzt.

Die begleitenden Bilder wirken sehr stimmungsvoll, auch nostalgisch, und geben den Charakter der Geschichte perfekt wieder. Sie wurden von Marit Törnqvist – der Tochter der Autorin – illustriert. Wer schon einmal in Prag war, wird viele Orte wiedererkennen. Und auch sonst kann man sich in den Bildern verlieren und einiges entdecken.

"Der Weihnachtskarpfen" ist ein liebevolles, herzöffnendes Buch, das uns daran erinnert, dass wir keine Tiere töten (lassen) müssen, um ein schönes und friedliches Weihnachtsfest zu haben.

Bewertung vom 17.12.2022
Conradi, Heike

Die kleine Glocke, die nicht läuten wollte


ausgezeichnet

Die kleine Glocke hängt ganz neu im Kirchturm. Neben ihr üben drei weitere, alteingesessene Kirchenglocken das Läuten für den Heiligen Abend. Doch sie bleibt still und gibt keinen Mucks von sich, nicht einmal einen kleinen Gong.
Eine Taube mit dem schönen Namen Felidia möchte der kleinen Glocke helfen, aber sie weiß nicht wie. Die Krähe Carol gibt ihr den Rat, es mit guten Worten zu versuchen. Dies tut Felidia dann auch und sammelt gemeinsam mit ihren Taubenfreunden und den Mäusen fleißig gute Wörter wie "Morgensonne", "Lebkuchenkrümel" oder "Silberschnee", die sie der kleinen Glocke erzählt. Jedoch vergebens. Die kleine Glocke hört zwar ganz genau zu, aber sie läutet einfach nicht. Da will die Taube Felidia schon aufgeben. Wird die kleine Glocke rechtzeitig zu Weihnachten vielleicht doch noch ihren ganz eigenen Klang erklingen lassen?


Dieses schöne Kinderbuch wärmt das Herz und gibt die wahre Bedeutung von Weihnachten wunderbar wieder. Die ruhig erzählte Geschichte von Heike Conradi erinnert zusätzlich etwas schüchterne oder in ihrer Entwicklung "langsame" Kinder (und auch deren Eltern) daran, Geduld zu haben. Der richtige Moment, in dem sie die eigene Stimme finden, wird kommen!
Eine weitere Botschaft, die im Buch mitschwingt, ist, dass es sich immer lohnt und niemals vergebens ist, jemandem helfen zu wollen und sich um ihn zu bemühen.

Die Illustrationen von Maja Dusíková sind einfach zauberhaft. Ich habe mich richtig in ihnen verloren. Bereits das Titelbild lässt eine warme, winterlich-weihnachtliche Stimmung aufkommen. Ein zarter Glitzerschimmer wurde über den Schnee gelegt. Einfach schön! Und auch im Inneren des Buches gibt es auf jeder Seite so viel zu entdecken auf den liebevollen Bildern.

"Die kleine Glocke, die nicht läuten wollte" ist eine herzliche und berührende Weihnachtsgeschichte, die eine warme Weihnachtsstimmung hervorruft und den Leser oder Zuhörer mit einem ganz beseelten Gefühl zurücklässt.

Bewertung vom 09.12.2022
Naoura, Salah

Das Schloss der Smartphone-Waisen / Die Smartphone-Waisen Bd.1


ausgezeichnet

Kalli, Leo, Tara, Bodhi und Bhavani haben alle etwas gemeinsam. Ihre Eltern starben alle bei Unfällen, die durch Smartphones verursacht wurden bzw. durch die Unvorsichtigkeit ihrer Eltern während sie an ihrem Handy hingen und sich von ihm haben ablenken lassen.
Und nun leben die Kinder zusammen in einem Waisenhaus nur für Smartphone-Waisen. Dieses soll allerdings abgerissen werden! Doch dann lernen sie die alte Hermine und ihr schönes Schloss kennen. Ach, wie wunderbar wäre es, wenn dies ihr neues Heim werden könnte. Doch leider haben die Kinder und die Heimleiterin Marla die Rechnung nicht mit Hermines bösartigem Sohn gemacht. Der will nämlich aus dem alten Schloss ein nigelnagelneues Luxushotel zaubern. Ein Plan muss her! Eine Entführung und ein Gemälderaub spielen in ihm auf jeden Fall eine Rolle. Und dann ist da noch Hermines Enkel Artschie, der sich auf unverhoffte Weise zu der Truppe gesellt. Wird es den Kindern gelingen, Hermines Schloss zu retten und gleichzeitig ein neues Zuhause zu finden?

Einer meiner liebsten Kinderbuchautoren, Salah Naoura, hat es wieder geschafft und einen großartigen Kinderroman geschrieben. Sein Kinderkrimi, der voller Sprachwitz, Situationskomik, Warmherzigkeit und auch teilweise schwarzem Humor steckt, hat mir wieder einmal sehr gefallen. Der Berliner Autor spricht die Leser an vielen Stellen direkt an. So wird man wunderbar in die Handlung eingebunden.

Die Charaktere sind alle auf ihre Art sehr liebenswürdig. Die Kinder entwickeln sich dabei im Laufe der Handlung am meisten – sie lernen, sich selbst so anzunehmen wie sie sind, nutzen ihre Talente, um das gemeinschaftliche Ziel zu erreichen und kommen in ihre Kraft. Das fand ich am allerschönsten! Auch wird sich jeder Leser in mindestens einem der sechs Kinder wiedererkennen können.

Da das Buch für bereits ältere Kinder ausgelegt ist, gibt es nicht allzu viele Illustrationen, doch die schwarz-weiß Bilder, die Kai Schüttler anfertigte, sind eine wahre Bereicherung für die Geschichte. Vor allem die Mimik seiner Figuren ist zum Wegschmeißen und wirklich gut gelungen! :)

"Das Schloss der Smartphone-Waisen" ist ein spannender Kinderroman, der mit einer großen Prise an Humor, Abenteuer, Freundschaft und auch etwas Berlin Flair glänzt. Wie alle Bücher von Salah Naoura kann ich euch auch diesen Kinderkrimi uneingeschränkt ans Herz legen.

Bewertung vom 06.12.2022

Lasst uns froh und munter sein


ausgezeichnet

Nikolaustag – ein Tag, der Kinderaugen zum Leuchten bringt! Emsig suchen sie am Morgen nach kleinen Gaben in ihren am Abend zuvor geputzten Schuhen und Stiefeln oder auf dem bereitgestellten Teller. Die Spannung ist dabei groß, ob sie auch artig waren und der gute Nikolaus ein paar kleine Geschenke dagelassen hat. Und schließlich ist es auch wichtig, dem Nikolaus für die Süßigkeiten und kleinen Mitbringsel zu danken.
Ein deutsches Volkslied ist dabei eng mit dem heutigen Nikolaustag verbunden und fängt die Stimmung der kindlichen Vorfreude und den Ablauf des Tages sehr schön ein. Es heißt "Lasst uns froh und munter sein" und ihr kennt es bestimmt alle. :) Hier ist die erste Strophe:

Lasst uns froh und munter sein
und uns recht von Herzen freun!
Lustig, lustig, tralalalala,
bald ist Nikolausabend da,
bald ist Nikolausabend da!

Der wunderbare Eulenspiegel Kinderbuchverlag brachte nun vor einem Jahr ein wahrlich schönes und sehr stabiles Pappbilderbuch zu diesem Lied, das im 19. Jahrhundert entstand, heraus. Auf jeder Seite finden wir darin je eine oder auch zwei der insgesamt sieben Strophen.

Auf der Rückseite des Kinderbuchs sind zusätzlich die Noten des Liedes abgebildet. Dies macht es leicht, die eingängige Melodie zu singen oder mit einem Instrument zu spielen.

Unterstützt wird der Text von den kindgerechten und liebenswert-niedlichen Illustrationen von Martina Burghart-Vollhardt. Die Illustratorin sorgte bereits im Pappbilderbuch "In meinem kleinen Apfel" für schöne Momente beim Betrachten des Buches. So schafft sie auch hier eine ganz warmherzige Stimmung mit ihren liebevollen Bildern und es gibt einiges auf jeder Seite zu entdecken und erkunden.

"Lasst uns froh und munter sein" ist ein wundervolles Bilderbuch zu dem bekannten, fröhlichen Weihnachtslied, welches mindestens genauso viel Freude, Fröhlichkeit und Weihnachtsstimmung verbreitet wie das Lied.

Bewertung vom 05.12.2022
Fombelle, Timothée de

Hinter dem Schnee


ausgezeichnet

An einem einsamen Weihnachtsabend ist der mindestens genauso einsame Eiswagenfahrer Freddy d'Angelo mit seinem Kühllaster von Italien über Frankreich nach England unterwegs. Zur selben Zeit fliegt die Schwalbe Gloria aus der Hitze Afrikas in die Kälte des Nordens. Und dann ist da noch jemand Drittes, der sich unbemerkt auf den Weg macht. Diese drei Lebewesen wissen nichts voneinander und sind doch eng miteinander verbunden.

Ich sage es gleich vorweg: Dieses Buch ist so wunderbar und so berührend, dass ich mir für jeden von euch lieben Lesern meines Blogs wünsche, dass ihr es auch einmal lesen könnt, und dass die Geschichte von Timothée de Fombelle auch euer Herz berühren kann.

Die Handlung ist so einfach und doch so tiefgehend und poetisch. Es geht im Großen um das Miteinander (aller Lebewesen) und auch darum, dass wir zusammen weniger allein sind. Zusätzlich sind noch so viele weitere feine Nuancen und Themen in der Geschichte zu finden, die ich hier nicht vorwegnehmen kann und will.

Ein großes Lob geht an die Übersetzer Sabine Grebing und Tobias Scheffel, die mich mit ihrer wundervollen Übertragung des Textes vom Französischen ins Deutsche sehr erfreut haben. Wenn man nicht merkt, dass der Text übersetzt wurde, und wenn die Poesie und Schönheit der Sprache einen berührt, dann weiß man, dies ist eine hervorragende Übersetzung.

Auch die perfekt die Stimmung unterstreichenden Illustrationen von Thomas Campi möchte ich hervorheben. Sie berühren auf ihre Art ebenso.

Für jüngere Kinder ist das Buch noch nichts, doch Leser ab etwa 10 Jahren werden den Inhalt bereits verstehen und fühlen. Auch kann man mit ihnen sehr schön über die Handlung reden, philosophieren oder einfach nur gemeinsam nachspüren.

Das Ende dieser poetischen, leisen Geschichte hat mich sehr berührt und kam unverhofft, so dass ich erst einmal einige Momente innehalten und meinen aufkommenden Tränen Raum geben wollte, bevor ich die allerletzten Sätze las.

"Hinter dem Schnee" ist eine leise und keineswegs gewöhnliche Weihnachtsgeschichte, die tief ins Herz geht und noch lange nachhallt. Ich empfehle sie euch von ganzem Herzen!

Bewertung vom 30.11.2022
Stern, Emma

Bastel dieses Adventskalenderbuch fertig - 24 Ideen zum Schnippeln, Kritzeln und Kreativ-Sein


sehr gut

Ich möchte euch diesen schönen Adventskalender in Buchform mit wunderbaren und hilfreichen Bastelideen für jeden Tag vorstellen.
Ob eine Weihnachtskarte mit Pop-up-Tannenbaum, ein handgeletterter Wunschzettel, ein funkelndes Weihnachtslicht, ein Wäscheklammer-Rudolph mit der roten Nase oder selbst bedrucktes Geschenkpapier – in diesem Buch finden sich tolle Ideen für jeden Tag des Advents, die alle Bastel- und Weihnachtsfreunde erfreuen werden!

Die Autorinnen Emma Stern und Sabine Kranz haben in ihrem Adventskalenderbuch Ideen zum Schnippeln, Kritzeln und Kreativ-Sein zusammengetragen, die nicht unbedingt neu sind und bereits in der ein oder anderen Form schon woanders zu sehen waren, die sich aber genau deshalb bewährt haben und hier in einem schönen Kompendium zusammengefasst wurden.

Das Beste an dem Mitmachbuch ist die Tatsache, dass nur sehr wenig Material benötigt wird, um die vorgeschlagenen Basteleien umsetzen zu können. Die meisten, wenn nicht gar alle, Dinge werden viele von euch bereits zu Hause haben. So benötigt man Schere, Lineal, Pinsel, Wasserfarben, Bleistift und Radiergummi, Fineliner, Bunt-, Filz- oder Glitzerstifte, Flüssigkleber, Klebestift und Klebeband und Ton- und Transparentpapier.

Vervollständigt wird das adventliche Kinderbuch mit den modern wirkenden und farbenfroh-fröhlichen Illustrationen von Sabine Kranz.

Ein schönes Mitmach-Adventskalenderbuch für alle Kinder (und Erwachsenen), die gerne kreativ sind und Selbstgemachtes malen, basteln und verschenken wollen.

Bewertung vom 22.11.2022
Coelho, Joseph

Wenn die ganze Welt ...


ausgezeichnet

"Wenn die ganze Welt aus Erinnerungen bestünde, könnte ich in sie eintreten wie in Zimmer, und in jedem würde ich meinen Großvater finden."

Ein kleines Mädchen erinnert sich an ihren Großvater – an die gemeinsamen Erkundungen der Natur im Frühling, an das Spielen mit Spielzeugautos auf Opas Autorennbahn im Sommer, an das Buch mit braun-orangen Blättern, dass Opa selbst gebastelt hat und ihr im Herbst schenkte und an all seine Geschichten aus seiner Kindheit in Indien, die er im Winter erzählte. Dann stirbt der Großvater und das kleine Mädchen ist sehr traurig. Doch eines Tages entdeckt sie ein allerletztes Geschenk von ihrem Opa – ein selbstgebundenes Heft für sie. In dieses Notizbuch schreibt sie nun alle Erinnerungen an ihren geliebten Großvater hinein. Und Stück für Stück fühlt sie, wie ihr Opa auf eine Art wieder ganz nah bei ihr ist.

Dieses Bilderbuch berührt tief. Die Sprache des Autors Joseph Coelho, der u.a. Dichter ist, ist wunderbar poetisch und ebenso tiefgehend, gleichzeitig jedoch stets kindgerecht. Ein großes Lob in diesem Zusammenhang auch an die fabelhafte Übersetzung von Kathrin Köller!

Die zauberhaften Illustrationen von Allison Colpoys sprühen vor bunten Farben und unterstützen den poetisch-erinnerungshaften Charakter des Kinderbuches.
Die Illustratorin und der Autor sind übrigens ein gutes Team und haben noch ein anderes, ganz wundervolles Bilderbuch zusammen gestaltet: "My Beautiful Voice". Leider ist dieses Buch bis jetzt nicht auf Deutsch erschienen.

Ein liebevolles, herzerwärmendes Bilderbuch mit Tiefgang für alle, die jemanden vermissen und für alle, die einen schönen Umgang mit Sprache, welche direkt ins Herz geht, lieben.