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Sternzauber
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Düren

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Insgesamt 205 Bewertungen
Bewertung vom 06.07.2025
Bruno, Natalie;Bruno, Marisa

Italia a casa


ausgezeichnet

Authentisch italienische Küche mit viel Genuss und Alltagstauglichkeit!

Das Cover von „Italia a casa“ von Natalie und Marisa Bruno mag ich sehr. Es wirkt hochwertig und unterstreicht mit den drei ansprechenden Fotos die Liebe der Autorinnen zum italienischen Essen. Schön finde ich zudem die dezente Farbgestaltung sowie die Tatsache, dass wir die beiden Köchinnen bereits auf dem Cover kennen lernen dürfen. Auch die gelungene Haptik mit glatten und raueren Bereichen sagt mir sehr zu, genau wie der feste Einband des Buches.

Im Inneren dieses wunderschönen Kochbuches erwarten uns LeserInnen die beiden Schwestern Natalie und Marisa Bruno mit einer herzlichen Begrüßung sowie mit einer sympathisch offenen Vorstellung ihrer Beweggründe, Ansichten und Prägungen. Die Vielzahl an italienischen Familienrezepten lässt uns dann eintauchen in ihre Welt der Genüsse und hochwertigen Produkte. Besonders gut gefällt mir, dass die Autorinnen uns quasi an ihrem kulinarischen Familienleben teilhaben lassen und dabei Gerichte präsentieren, die auch für ein normales Leben alltagstauglich sind. Sie sind im besten Sinne einfach, aber sehr schmackhaft und können genauso gut zum schnellen Mittagessen, als auch (gut kombiniert) für ein aufwendigeres Menü oder eine Feier genutzt werden.

Unterteilt sind die Rezepte in 5 Kategorien: Antipasti (Vorspeisen), Primi (Pasta, Gnocchi und Risotti), Secondi (Fleischgerichte), Contorini (Beilagen und Salate) und Dolci (Kuchen und Desserts). Vorweg stellen die beiden zudem Organisatorisches und erläutern Zutaten sowie Utensilien zum Kochen. Sehr gelungen finde ich, dass die Herstellung von selbstgemachten Nudeln und auch Gnocchi und Risotti sehr detailliert beschrieben wird und ein ganzes Kapitel einnimmt – so werde ich mich endlich daran wagen dies teilweise auch selber auszuprobieren. Bisher habe ich aus diesem Buch Linguine mit Pistazienpesto, Zucchiniküchlein, Erdbeertiramisu, gebackene Kartoffeln auf mediterrane Art und süßsaure Paprika zubereitet. Alles ist einwandfrei laut Rezept gelungen (nur ggf. leicht an den individuellen Geschmack angepasst) und jede Kreation hat uns bisher wirklich sehr gut geschmeckt. Das Pistazienpesto ist sogar zu einem meiner neuen Lieblingsrezepte geworden!

Und auch die Gestaltung des Buches ist meiner Meinung nach sehr gelungen. Die Farben des Covers finden sich als Leitfaden in der Innengestaltung wieder, was einen guten und ruhigen Rahmen bildet, die einzelnen Abschnitte aber auch wunderbar miteinander vereint. Die Fotos von Oliver Brachat ergänzen Text und grafische Gestaltung sehr ansprechend und machen bei mir große Lust darauf selber zu kochen und zu genießen. Ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis hilft zudem bei der Orientierung und dabei das gewünschte Rezept schnell zu finden.

Mir bringt dieses Kochbuch eine meiner favorisierten Küchen auf sehr angenehme, sympathische und alltagstaugliche Art und Weise näher. Es schenkt mir neue Inspirationen, gute Rezepte für Klassiker und ganz viel Genuss, weshalb ich es sicherlich weiterhin nutzen und noch viele Rezepte ausprobieren werde. Von mir gibt es eine herzliche Leseempfehlung für alle, die „das Rad nicht neu erfinden“, die aber gerne authentisch-italienische Küche nachkochen möchten – viel Spaß beim Entdecken und guten Appetit!

Bewertung vom 06.07.2025
Shattuck, Ben

Die Geschichte des Klangs


ausgezeichnet

Außergewöhnlich!

„Die Geschichte des Klangs“ von Ben Shattuck wird von einem Cover geschmückt, dem man Teile des Inhalts bereits ansieht und das gefällt mir sehr. Das Cover ist in seiner Klarheit sehr ansprechend und auch die Farben sind für meinen Geschmack gut gewählt, denn sie vereinen Nostalgie und Moderne.

Gleiches gelingt dem Autor auch in der Geschichte, denn er vereint zwei Zeitstränge miteinander, die gemeinsam eine runde Erzählung ergeben: So lernen wir auf der einen Seite Lionel kennen, der in David seine große Liebe findet und einen Sommer lang mit ihm gemeinsam Lieder auf Wachswalzen sammelt. Und wir begegnen Annie, die sich in ihrem ereignislosen Leben gefangen fühlt, bis sie in einem geheimen Versteck des neuen Hauses seltsame Gegenstände findet, die sie eine andere Lebenswelt erahnen lassen.

Ben Shattuck ist es mit dieser kleinen Erzählung von rund 100 Seiten gelungen einen ganz eigenen Kosmos zu schaffen und mir von Menschen zu erzählen, die mich berührt haben. Seine ProtagonistInnen wirken äußerst authentisch und haben nachvollziehbare, weil „alltägliche“ bzw. lebensnahe Probleme und Gefühle.

Ganz besonders gut gefallen hat mir die sprachliche bzw. strukturelle Gestaltung des Textes, denn sie ist vielfältig (mal in Form einer Art therapeutischer Aufzeichnung vom Erzähler selber verfasst, mal wie eine Geschichte von außen) und einnehmend. Irgendwie gelingt es dem Auto, dass ich mich den Charakteren in den Worten sehr nah fühle und seine Art des Schreibens enthält zudem teilweise sehr poetische und schöne Zeilen (z. B. „In den Bäumen zirpten die Zikaden und nähten die Nacht zusammen.“). Dabei liest sich die Geschichte sehr flüssig und angenehm leicht, enthält für mich aber eine eindringliche Substanz, die mich auch nach der Lektüre noch immer wieder beschäftigt hat.

„Die Geschichte des Klangs“ greift verschiedene Themen aus der menschlichen Lebenswelt auf und zeigt, wie groß und einflussreich eine Liebe sein kann, auch, wenn deren Erleben nicht lange bestehen bleiben konnte. Für mich ist es ein wunderbares Buch mit federleichter Tiefe, gelungen gesetzten Worten sowie ganz viel Sehnsucht nach dem prallen Leben und der großen Liebe – unbedingt empfehlenswert!

Bewertung vom 06.07.2025
Herzog, Katharina

Eine Prise Liebe / A Taste of Cornwall Bd.1


ausgezeichnet

Ein Wohlfühlroman von einem ganz besonderen Ort an der Küste Cornwalls

Ich mag das Cover von „A taste of Cornwall” von Katharina Herzog sehr, denn der blaue Farbverlauf harmoniert hervorragend mit den rot-orangen Elementen und das Teekannenhaus ist einfach nur zauberhaft! Dieses Cover spiegelt den Wohlfühlcharakter des Buches und zeigt den LeserInnen von Anfang an, was sie erwartet.

Die Geschichte erzählt von der erfolgreichen Restaurantkritikerin Sophie, die auf Grund persönlicher Hintergründe eine Kritik an dem Restaurant eines berühmten Models veröffentlicht, die ihr einen ausgewachsenen Shitstorm einbringt. Daraufhin legt ihr Chef ihr eine Auszeit mit Bedingungen für einen Wiedereinstieg nahe, der Sophie samt ihrer Tochter und Mutter nach Cornwall verschlägt, wo sie einen alten Pub übernimmt, den sie zu einem gehobenen Gourmettempel umwandeln soll. Doch die Einheimischen sind von Veränderungen gar nicht begeistert und der Neustart gestaltet sich alles andere als einfach…

Ich habe bereits andere Bücher der Autorin gelesen und mag ihren angenehmen Schreibstil sehr gerne. Sie versteht es sehr gut ihrer Geschichte eine Umgebung „auf die Seiten“ zu schreiben, die mich in ihren Bann ziehen: ich hatte oft das Gefühl mit den Charakteren in der kleinen Bucht direkt am Meer zu stehen und auf die schäumenden Wellen zu schauen! Das liebe ich sehr! Aber auch die ProtagonistInnen dieser Geschichte sind mir schnell ans Herz gewachsen. Ihre ungewöhnlichen und teils skurrilen Eigenschaften machen sie zu etwas Besonderem und jede Figur hat einen eigenen individuellen Hintergrund, der für menschliche Vielfalt sorgt.

Außerdem greift das Buch verschiedene Themen auf und spiegelt – trotz des Haupterzählstranges rund um Sophie - auch unterschiedliche Erlebenswelten (z. B. erfahren wir einiges aus dem Leben und Erleben ihrer Tochter). Diese Geschichte würde ich auf jeden Fall in die Kategorie der Wohlfühlromane einordnen, doch neben allen genretypischen Attributen wartet diese Geschichte auch mit Themen, wie Trauer und Verlust, Schein und Sein, Neuanfängen, dem goldenen Käfig, negativen Lebensentscheidungen, dem verzweifelten Wunsch nach der Liebe der eigenen Eltern und weiteren Themen auf. Trotzdem gelingt es der Autorin, dass diese Inhalte die Lektüre nicht schwer werden lassen, sondern dass sie dem Geschehen einfach eine Substanz verleihen, die die Geschichte gut ausbalanciert wirken lässt.

„A taste of Cornwall“ ist für mich eine Geschichte, die im Alltag eine kleine Wohlfühl-Auszeit schenkt und die Lust macht auf die angekündigten Folgebände. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle, die Lust auf einen ganz besonderen Pub am Meer, auf außergewöhnliche Charaktere, leckeres Essen und einen vielverspechenden Neuanfang haben – gute Reise!

Bewertung vom 20.06.2025
Willbrand, Klaus;Razumovych, Daria

Einfach Literatur


ausgezeichnet

Eine gelungene Kombination aus literarischem Sachwissen und persönlichen Ansichten

Das Cover von „Einfach Literatur – Eine Einladung“ von Klaus Willbrand und Daria Razumovych gefällt mir sehr. Es wirkt edel und ein wenig nostalgisch und ein besonderes Highlight ist dabei die Banderole, die mit dem Bild und der Aussage des Autors noch einen sehr persönlichen Einblick gewährt. Auch die Gesamtgestaltung mit Lesebändchen und hervorgehobenen Einschüben im Fließtext sagt mir sehr zu.

Das Buch versteht sich - wie der Untertitel bereits sagt – als Einladung zur Beschäftigung mit Literatur und gibt Anregungen ohne Belehrung oder erhobenen Zeigefinger. Die beiden AutorInnen möchten zum Lesen anregen und mir ist ihre eigene Leidenschaft zu guten Büchern regelrecht aus dem Text entgegen gesprungen, was ich sehr mag. Es gibt Leselisten, Beschreibungen einzelner Titel oder Erklärungen zu besonderen Autoren und Autorinnen.

Ergänzt wird viel geballtes Wissen rund um die Literaturwelt mit den individuellen Erlebnissen und Ansichten von Klaus Willbrand und Daria Razumovych, was die Lektüre davor bewahrt unpersönlich oder gar trocken zu werden. Mir gefallen diese Einblicke sehr gut und es hat mir Freude gemacht ein wenig in das außergewöhnliche Leben des Klaus Willbrand hineinschauen zu dürfen.

Der Text liest sich leicht und angenehm flüssig und meiner Meinung nach ist dieses Buch außerdem besonders dafür geeignet immer wieder zur Hand genommen und in einzelnen Abschnitten gelesen zu werden. Besonders berührt haben mich am Ende einige eingefügte Kommentare von Mitgliedern der Community des Antiquariats auf den sozialen Kanälen zu Klaus Willbrands Tod.

Für mich ist das Buch eine sehr gelungene Mischung aus persönlichen Anekdoten und Empfindungen mit Einblicken in die Welt der Literatur und Sachwissen, weshalb ich es allen Literaturbegeisterten gerne empfehle!

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.06.2025
Lachmann, Käthe

Der Feind in meinem Beet


sehr gut

Gartenglück und Turbulenzen in der Liebe

Das Wortspiel des Buchtitels finde ich einfach herrlich und auch das Cover von „Der Feind in meinem Beet“ passt hervorragend zu einem leichten Sommer-Garten-Roman. Das Bild zeigt einen Mann und eine Frau im Garten und auch der Kater Kollege ist bereits zu sehen, so dass es wunderbar mit dem Inhalt der Geschichte harmoniert.

Diese erzählt von Maren, die es endlich geschafft hat, sich aus ihrer langjährigen und langweiligen Ehe mit Lars zu befreien und sich ihren Wunsch nach einem Schrebergarten erfüllt. Doch ausgerechnet ihr fast-Exmann Lars, der überhaupt kein Interesse an Natur hat, wird ihr Gartennachbar und das bringt einige Reibereien mit sich. Vor allem als Maren Tammaro kennen lernt, der sie von Anfang an fasziniert. Aber eigentlich möchte sie nur ihre neu gewonnene Freiheit und ihren Garten genießen, doch Lars kämpft um sie und auch Tammaro hat ganz eindeutig Interesse an ihr. Aber was möchte sie selber?

Käthe Lachmann hat mit „Der Feind in meinem Beet“ einen sommer-leichten Unterhaltungsroman geschrieben, der mich in einen Kleingartenverein in Hamburg entführt hat. Ich mochte ihre Art der Gartenbeschreibung und auch die Tatsache, dass sich der Text so flüssig und angenehm lesen lässt. Auch die ProtagonistInnen haben in meiner Wahrnehmung ihre Aufgaben in der Geschichte gut erfüllt und Maren ist mir grundsätzlich sehr sympathisch. Einzig etwas gestört hat mich die sehr lange Phase ihrer Unentschlossenheit, die die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu sehr in die Länge gezogen hat. Außerdem gab es gleich mehrere Nebenschauplätze mit anderen Liebesgeschichten und auch, wenn ich jede für sich eigentlich gelungen und interessant fand, war es mir insgesamt etwas zu viel.

Nichts desto trotz habe ich die Geschichte gerne gelesen und sie hat mich gut unterhalten, so dass ich sie als leichte Lektüre für die Hängematte guten Gewissens empfehlen kann – viel Freude!

Bewertung vom 17.06.2025
Gosling, Sharon

Der alte Apfelgarten


ausgezeichnet

Ein ganz besonderer Apfelgarten und ein Neuanfang

Das Cover von „Der alte Apfelgarten“ von Sharon Gosling begeistert mich! Es fängt die besondere Mischung aus dem nahen Meer und den alten Apfelgarten wunderbar ein und auch, wenn die mystisch-märchenhafte Ausstrahlung aus der Geschichte im Bild nicht zu erahnen ist, so spricht mich das Klare, Weite und Naturverbundene der Darstellung ungemein an. Besonders gelungen ist für mich zudem die Farbgestaltung und ich bin begeistert von der matt-natürlichen Papierwahl.

Und so sehr ich auch von der Optik schwärme: die Geschichte hat für mein Empfinden noch mehr Lob verdient!
Sie erzählt von Nina und Bette Crowdie, die gemeinsam auf der Familienfarm aufgewachsen sind, sich jedoch nie nahe standen. Als sie unerwartet gemeinsam die Farm erben und vor einem riesigen Schuldenberg stehen, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich zusammenzuraufen und der Herausforderung im Team zu stellen. Das ist gar nicht so einfach, es bringt viele Schwierigkeiten und Konflikte mit sich, doch als die Schwestern am Rande der Steilklippen einen alten Apfelgarten mit ganz besonderen Früchten entdecken, gibt es vielleicht doch Hoffnung….

Ich habe bereits 2 andere Bücher der Autorin gelesen und mochte beide sehr, keine dieser Geschichten hat mich jedoch so in ihren Bann gezogen wie „der alte Apfelgarten“. Meiner Meinung nach ist der Autorin in diesem Roman eine wunderbar runde und ausgewogene Geschichte gelungen, die Familienthemen, Liebe, Freundschaft, Natur, Neuanfänge, Lebensgestaltung, den Umgang mit Krisen und Trauer, sowie weitere Themen verbindet. Dabei finden sowohl Konfliktszenen als auch romantische Stimmungen ihren Platz und es gibt viel Spannung mit einem fulminanten Ende – wirklich eine tolle Mischung!

Sharon Gosling schreibt angenehm flüssig und leicht, so dass das Lesen völlig mühelos ist und ihre Beschreibungen nehmen mich mit zu den besonderen Orten. Besonders angetan bin ich von der Entdeckung des mystisch und märchenhaft beschriebenen Gartens mit den uralten, knorrigen und vernachlässigten Bäumen. Wie gerne hätte ich diesen Ort selber besucht! Nina und Bette sind vollkommen verschiedene Charaktere und ich mag es sehr, wie authentisch die Autorin ihre Persönlichkeiten beschreibt. Beiden konnte ich während der Geschichte zunehmend näher kommen und auch die anderen Figuren mochte ich größtenteils sehr bzw. gefiel mir ihre Rolle in der Handlung.

Mich hat das Geschehen wirklich gepackt und es fiel mir immer schwerer das Buch aus der Hand zu legen, weil ich einfach ganz eingetaucht war und wissen wollte, wie es den Schwestern weiter erging – ich liebe es sehr, wenn mir das beim Lesen passiert! „Der alte Apfelgarten“ ist eine wunderbare Lektüre für alle LeserInnen, die Lust auf eine fesselnde Geschichte mit vielfältigen Themen und einem ganz besonderen Ort sowie einem eindrucksvollen Neuanfang haben. Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn es eine Fortsetzung zu diesem Roman gäbe, wünsche euch aber zunächst ganz viel Freude mit dieser Geschichte über den alten Apfelgarten!

Bewertung vom 17.06.2025
Kessel, Carola von

Die Roboter / Wieso? Weshalb? Warum? Junior Bd.78


ausgezeichnet

Die spannende Welt der Roboter für junge LeserInnen

Dem Cover von „Die Roboter“ sieht man auf den ersten Blick an, dass dieses Buch zur Wieso?Weshalb?Warum?-Reihe gehört und das mag ich sehr. Diese Bücher haben eine ganz besondere und wiedererkennbare Bild- und Gestaltungssprache, was ich, was aber auch viele Kinder sehr schätzen und was unmittelbar ein „heimeliges“ Gefühl erzeugt. Außerdem macht das Coverbild mit dem fröhlich agilen Roboter große Lust darauf das Buch zu entdecken und die Welt der Roboter kennen zu lernen!

Auch im Inneren ist das Buch durchweg bebildert und zusätzlich mit spannenden interaktiven Klappen versehen. Diese laden die Kinder ein noch mehr wissenswertes und spannendes zu entdecken und geben Einblicke z. B. in das Innere eines Roboters. Die Bilder von Marion Kreimeyer-Visse sind bunt und kindgerecht gestaltet, bieten viele Details und wirken trotzdem nicht überfrachtet oder erschlagend.

Die Texte von Carola von Kessel sind ebenfalls gelungen auf den kognitiven Stand der Zielgruppe von 2-4 Jahren angepasst und bieten den jungen LeserInnen inhaltliches Wissen zum Thema. Besonders schön finde ich es, dass die Kinder auch aktiv angesprochen werden und z. B. Dinos zählen oder sich selber in einen Roboter verwandeln können.

Das Buch ist im Rahmen des Themas sehr vielfältig gestaltet und breit aufgestellt. So werden Roboter gezeigt, die im Haushalt und Alltag eingesetzt werden können (Lebenswelt der Kinder), Roboter in Fabriken, Geschäften und im Museum sowie im Altenheim oder auf einem Bauernhof präsentiert oder erläutert, wo Roboter uns Menschen schützen können (z. B. bei Polizei und Feuerwehr). Außerdem wird die Funktionsweise kindgerecht vermittelt und ein Ausblick in die Zukunft angeboten.

Für mich ist dieser Titel eine gelungene Fortsetzung der Themenreihe für junge Kinder und ich kann ihn wärmstens allen jungen LeserInnen und Familien empfehlen, die sich für Roboter interessieren – viel Freude beim Entdecken!

Bewertung vom 10.06.2025
Koelle-Wolken, Patricia

Der Garten der kleinen Wunder


ausgezeichnet

Leise, zart und voller Lebensweisheit, Sommerglück und Gartenzauber

Das Cover von „Der Garten der kleinen Wunder“ gefällt mir sehr! Es strahlt eine Ahnung von dem Paradies aus, das mein Garten für mich ist und das auch im Roman eine zentrale Rolle spielt. Die weiche und warme Abendstimmung erzeugt zudem ein wohliges Gefühl, das so gut zur Geschichte passt.

Diese erzählt von Toja, die in einer Wohngemeinschaft mit Bär in einem farbenfrohen Haus lebt und die gemeinsam mit diesem den Garten und die Erinnerungen an Wille – eine ganz besondere Frau – aufrecht erhält. Dieser Garten ist Tojas Zufluchtsort und sicherer Hafen, wenn ihr die Welt um sie herum mal wieder zu laut wird und wo sie in Ruhe die Umschläge für ihre Notizbücher gestalten kann. Als sie drüben am Nachbarzaum Vica entdeckt, der es genauso zu gehen scheint wie ihr, da nimmt sie sich der Jugendlichen an und gemeinsam erleben sie einen unvergesslichen Sommer. Doch wie viel Mut braucht es um man selber zu sein? Und welche Kompromisse sind in Ordnung?

Patricia Koelle-Wolken hat mit diesem Roman eine unglaublich leise, zarte und lebenskluge sowie inspirierende Geschichte geschrieben. LeserInnen, die Action und starke Handlungen suchen, werden hier nicht glücklich werden, aber all jene, die sich an die leisen Töne herantrauen, die beim Lesen mitfühlen und verstehen wollen, die einen Einblick in andere Lebenswelten erhalten oder vielleicht auch sich selber wieder finden wollen, wenn sie selber eine eher leise Person sind, für die ist diese Geschichte in echter Gewinn! Ich habe mich beim Lesen unglaublich wohl gefühlt, denn die ProtagonistInnen sind für meinen Geschmack sehr authentisch und verletzlich, aber auch stark und mutig beschrieben, was mir sehr gefällt.

Die Autorin schreibt in sehr angenehm flüssiger Art und Weise, spickt ihren Text aber zusätzlich mit wunderschönen sprachlichen Bildern und sehr anschaulichen Erklärungen von besonderen Situationen. Mir hat das richtig gut gefallen und ich habe die zarten Dialoge und die wunderschönen Beschreibungen des Gartens in vollen Zügen genossen! Oft war ich wirklich mitten drin und habe gemerkt, dass ich selber langsamer gelesen habe und zunehmend ruhiger geworden bin – der besondere Garten dieser Geschichte hat mich geerdet. Und wunderschön fand ich außerdem, wie sehr ich mitfühlen und mich einfühlen durfte – ein tolles Geschenk!

„Der Garten der kleinen Wunder“ ist für mich ein Roman, der Mut macht. Mut dazu, dass jeder Mensch sein können sollte, wie er ist und das jeder Mensch richtig ist, so wie er ist. Mut hinzuschauen, hinzufühlen und offen zu sein für diverse Ansichten, Gefühle und Vorlieben. Mut dazu, sich selber treu zu bleiben und seinen eigenen Herzensort oder Herzensmenschen zu finden. Mut dazu, glücklich zu sein.

Ich habe die Lektüre sehr genossen und neue Einblicke für mich gewonnen, aber auch einfach eine sehr angenehme Lesezeit voller Sommerlust und Gartenzauber gehabt – einfach toll! Ich wünsche auch euch viel Freude beim Lesen und empfehle diese Geschichte von Herzen!

Bewertung vom 08.06.2025
Kuhlmann, Stefan

Umweg zum Sommer


ausgezeichnet

Musikalischer Roadtrip mit Hindernissen

Das Cover von „Umweg zum Sommer“ hat mich bereits auf den ersten Blick sehr angesprochen und fasziniert. Es strahlt eine so unbändige Lebensfreude und ein sehr angenehm belebendes Gefühl eines Sommerabends aus, dass ich mich sehr auf die Geschichte gefreut habe und mich gleich darin verlieren wollte. Zudem mag ich auch die verwaschene Darstellung der beiden Hauptfiguren vor dem Sonnenuntergangshintergrund in den starken Farben als Bild. Ein zusätzliches Highlight ist für mich außerdem die Karte im Buchumschlag, die die Reiseroute der beiden Hauptcharaktere zeigt.

Die Geschichte erzählt von Martin, der mit Ende 40 erfolgloser Lebenskünstler ist und von einem großen Comeback seiner Musik träumt. Der Plan für den Sommer steht fest, denn er will zu einem Festival in Portugal, das seiner Musikerkariere einen neuen Anschub geben soll. Deshalb „parkt“ er seinen Neffen Karl, auf den er für ein paar Wochen achten soll, während sich seine Schwester einer Therapie unterzieht, auch kurzerhand bei dessen Oma und macht sich auf den Weg. Doch kurze Zeit später entdeckt Martin Karl als blinden Passagier in seinem Kofferraum und wohl oder übel stürzen sich die beiden ungleichen Reisegefährten gemeinsam in dieses turbulente Sommerabenteuer mit vielen unvorhergesehenen Erfahrungen.

Stefan Kuhlmann ist mit diesem Buch ein abwechslungsreicher und vielfältiger Roadtrip-Roman gelungen, der erstaunlich viele ernsthafte Themen mit einer wunderbaren Sommerleichtigkeit verbindet. Der Text lässt sich angenehm flüssig und leicht lesen und er hat mich mit den sehr gelungenen Beschreibungen der Umgebung zunehmend in den Süden Europas entführt. Ich habe es sehr genossen auf sonnenwarmen Stadt-Plätzen zu frühstücken und die grünen Hügel sowie kleinen Dörfer am Autofenster vorbeiziehen zu sehen! Untermalt wurde die ganze Geschichte zudem wunderbar von ganz viel Musik.

Aber auch die Charaktere sind meiner Meinung nach stimmig gezeichnet, so dass ich sowohl den Lebemann Martin, als auch den altklugen und herzerfrischenden Karl sehr schnell in mein Herz geschlossen habe – mit all ihren Stärken und Schwächen. Und besonders schön war es für mich zu erlesen, wie sich die beiden ungleichen Charaktere immer mehr zusammenraufen und annähern. Irgendwann beim Lesen ist mir aufgefallen, dass dieser Roman eine ganz besondere Atmosphäre und einen deutlich maskulin geprägten Ton aufweist. In letzter Zeit hatte ich hauptsächlich Romane von Frauen über Frauen gelesen (was mir überhaupt nicht bewusst war) und so war es für mich eine erfrischende Abwechslung diese Geschichte aus Männerhand und aus der Sicht von Martin und Karl zu erleben.

Für mich ist „Umweg zum Sommer“ ein herrlich sommerleichter Roman mit vielen interessanten Wendungen und unvorhergesehenen Elementen, zwischenmenschlicher Entwicklung und dem verlockenden Potential zu einer Fortsetzung… Ich wünsche euch ganz viel Freude auf diesem Roadtrip!

Bewertung vom 01.06.2025
Cowie, Vicky

Geschichten aus dem Muckligwald - Geschenkbuch mit Zeichnungen von Bestseller-Illustrator Charlie Mackesy


ausgezeichnet

Ein zauberhafter Märchenwald - 5 Reim-Geschichten

Ich finde das Vorlesebuch „Geschichten aus dem Muckligwald“ wunderschön und berührend nostalgisch!

Vicky Cowie erzählt in diesem aufwendig und wunderschön gestalteten Band 5 Geschichten aus dem sagenumwobenen Muckligwald, die alle dadurch eingerahmt werden, dass die Oma diese den Kindern vorm Schlafengehen erzählt. Da geht es um eine Reise in den Muckligwald, um einen magischen Maikäfer, um das Geheimnis der Villa Snittington, um Melvin den Maulwurf und Kevin, den Kelpie.

Eine große Besonderheit dieses Buches ist die Reimform, im der es verfasst wurde. Ich persönlich bin nicht wirklich eine Freundin von Gedichten, doch ich habe oft erlebt, wie sehr Kinder sich von gereimten Texten begeistern lassen und wie sehr ihnen der besondere Wortrhythmus gefällt. Und in dem vorliegenden Buch habe auch ich mich ganz davon gefangen nehmen lassen können! Der Autorin und der Übersetzerin (Kathrin Köller) ist es wunderbar gelungen mit den Versen eine ganz besonders zauberhafte Stimmung und Atmosphäre zu kreieren, die mich in den Muckligwald entführt und die mir ganz tolle Lesemomente geschenkt hat. In den Geschichten verschmilzt die reale Welt mit einer magischen Ebene und bietet die Möglichkeit ganz unterschiedliche Themen zu entdecken.

Die Bilder von Charlie Mackesy bilden eine wunderbare Ergänzung dazu, denn auch sie strahlen eine ganz zauberhafte Magie aus. In ihrer Zartheit und der leichten Strichführung lassen sie viel Raum für die eigene Fantasie der Kinder und sie passen einfach hervorragend zu einem Märchenwald und deren Bewohnern! Außerdem gefällt mir sehr, dass sie zwar bunt, aber sehr zurückhaltend und in zarten Farben ausgearbeitet sind.

Das Hardcover-Buch ist insgesamt sehr hochwertig und liebevoll sowie durchgehend farbig gestaltet, strahlt eine wundervolle Nostalgie und einen ganz eigenen Zauber aus, der bestimmt viele junge und ältere LeserInnen in seinen Bann ziehen wird. Ich wünsche euch allen ganz viel Freude beim Eintauchen in die Welt des märchenhaften Muckligwaldes!