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Benutzername: Curin
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Bewertungen

Insgesamt 342 Bewertungen
Bewertung vom 02.04.2019
Der Planet der verbotenen Erinnerungen
Pirling, Sebastian

Der Planet der verbotenen Erinnerungen


gut

Sebastian Pirling hat hier einen sehr sciencefictionlastigen Zukunftsroman geschrieben, indem die Menschheit scheinbar das ganze Universum erschlossen hat und auf verschiedenen Planeten beheimatet ist. Für mich klang der Klappentext sehr spannend, aber als ich anfing zu lesen, konnte mich das Buch nicht so gut unterhalten wie erhofft.
Schon mit dem Protagonisten Benjamin wurde ich einfach nicht warm. Irgendwie war mir seine ganze Tätigkeit suspekt und ich konnte ihn auch als Menschen nicht richtig einschätzen. Während seiner Reise über den Planeten Makoto werden zwar seine wahren Absichten deutlich, aber dennoch blieb er als Figur irgendwie unnahbar. Auch fand ich es ein bisschen schade, dass man Talisin auch nur über dessen Erinnerungsfragmente kennenlernt.
Sebastian Pirling hat aus meiner Sicht hier eine tolle Idee zu einer besonderen Geschichte gehabt, aber diese leider viel zu technisch umgesetzt. Für mich war die Handlung daher manchmal zu verworren und durcheinander. Oft habe ich sogar den Überblick verloren und weiß bis jetzt auch noch nicht, was mir die Geschichte eigentlich sagen will.
Mir persönlich hat im Buch auch der Bezug zum christlichen Glauben gefehlt. Es wird zwar immer wieder erwähnt, dass jede Religion verboten worden ist, aber sonst kommen Aspekte des Glaubens nicht so richtig durch.
Was mir allerdings gefallen hat, ist die besondere Sicht auf Erinnerungen, die hier vermittelt wird. Es wird deutlich, dass Erinnerungen nicht einfach nur technisch gespeichert werden, sondern gerade durch mündliche Übertragung weitergetragen und vermittelt werden können.
Insgesamt hat mich ,,Der Planet der verbotenen Erinnerungen" leider nicht ganz überzeugen können und lässt mich etwas verwirrt und ratlos zurück. Daher empfehle ich das Buch hier nur bedingt weiter.

Bewertung vom 31.03.2019
Nemesis / C.J. Townsend Bd.4
Hoffman, Jilliane

Nemesis / C.J. Townsend Bd.4


ausgezeichnet

Als wieder junge Frauen verschwinden und erst als übel zugerichtete Leichen auftauchen, beginnt die Staatsanwältin C. J. Townsend heimlich gegen einen grausamen Club zu ermitteln. Doch kann sie damit wirklich neue Morde verhindern und die Täter bestrafen?
Dies ist der vierte Band der Cupido-Reihe, in deren Mittelpunkt die Staatsanwältin C. J. Townsend steht.
Auch dieses Mal ist es Jilliane Hoffmann gelungen, eine glaubwürdige und deshalb auch umso erschreckendere Handlung zu entwerfen. Man merkt beim lesen immer wieder, dass die Autorin selbst als Staatsanwältin gearbeitet hat und daher die Vorgehensweise bei Ermittlungen genau kennt.
Dieses Mal stehen besonders grausame Taten eines Clubs im Vordergrund, deren Mitglieder live am Computer für viel Geld dabei zusehen dürfen, wie junge Frauen zu Tode gequält werden. Mir persönlich fiel es oft schwer, diese Teile zu lesen. Es werden zwar nicht allzu viele Details genannt, aber schon die Beschreibungen, was an dem ,,Set" alles aufgebaut ist und was für Anweisungen die Zuschauer geben, reicht schon aus, um einem kalt werden zu lassen. Es ist schon schrecklich zu wissen, dass es auch in der Realität so etwas vermutlich in ähnlicher Weise gibt.
C. J. Townsend läuft in diesem Band zur Höchstform auf. Auch wenn ich ihr Verhalten nicht gutheiße, kann ich doch nachvollziehen, warum sie so handelt und zur Nemesis wird. Während sie nach und nach den Spuren des Clubs nachgeht und die Mitglieder verfolgt, ist es interessant, was ihr dabei durch den Kopf geht. Als Staatsanwältin registriert sie natürlich sofort jeden Gesetzesbruch und beschreibt, wie sie dafür vor Gericht verurteilt werden könnte.
Wie auch in den anderen Bänden schafft es Jilliane Hoffman auch bei diesem sofort Spannung aufzubauen, zu steigern und bis zum Schluss oben zu halten. Doch auch wenn sich das Buch gut liest, möchte ich hier nochmal betonen, dass es nichts für schwache Nerven ist. Was in der Handlung passiert ist einfach nur schrecklich und man fühlt sich auch als Leser dem Geschehen gegenüber hilflos. Ähnlich wie bei einem Horrorfilm will man die ganze Zeit das Mädchen warnen, doch nicht mit dem Fremden mitzugehen und in die Limousine zu steigen.
Für mich persönlich ist dies einer der heftigsten, wenn nicht sogar der heftigste Thriller, den ich je gelesen habe.
Insgesamt ist ,,Nemesis" ein spannender und nervenaufreibender Thriller, der mich allerdings auch ziemlich schockiert zurücklässt. Ich empfehle das Buch daher nur an Leute weiter, die wirklich starke Nerven haben.

Bewertung vom 30.03.2019
Die Schand-Luise
Grunewald, Ulrike

Die Schand-Luise


sehr gut

Luise von Sachsen-Coburg-Saalfeld gehört zu einer der umstrittensten Persönlichkeiten in der Geschichte. Man unterstellte ihr Ehebruch und verbannte sie vom Hof, aber dennoch blieb sie die Mutter von Albert, der später der Ehemann von Queen Victoria wurde.
Ulrike Grunewald hat hier eine sehr wohlwollende und angenehm zu lesende Biographie der skandalträchtigen Luise geschrieben. Sie zeichnet darin einmal ein ganz anderes Bild der oft so schlecht dargestellten Frau und gibt einen guten Einblick in deren Lebensweg.
Für mich war recht erstaunlich zu erfahren, wie ungewöhnlich Luise trotz ihres fürstlichen Standes erzogen wurde. So wundert es nicht, dass sie sich in ihrer Ehe eingeengt fühlte und den einen oder anderen Skandal ungewollt auslöste.
Ulrike Grunewald schreibt gut lesbar und verständlich und gibt dem Leser selbst die Möglichkeit, sich über Luise zu informieren und sich selbst ein Bild von ihr und ihrer Zeit zu machen.
Insgesamt war ,,Die Schandluise" für mich persönlich sehr interessant und auch spannend zu lesen. Gerne empfehle ich das Buch hier weiter.

Bewertung vom 30.03.2019
Bella Ciao
Romagnolo, Raffaella

Bella Ciao


weniger gut

1946: Giulia Masca kehrt aus New York in ihre ehemalige Heimat Piemont zurück. Dort trifft sie nicht nur auf ihre damalige Freundin Anita, die sie schrecklich hintergangen hat, sondern taucht auch wieder in ihre eigene Vergangenheit ein... .
Raffaella Romagnolo hat hier einen literarisch sehr anspruchsvollen Roman geschrieben, der mir persönlich manchmal etwas zu verworren war und mich nicht richtig erreicht hat.
Die Handlung beginnt eigentlich sehr vielversprechend mit Giulia, die in Italien ankommt und mich als Leserin an ihren Erinnerungen teilhaben lässt. Als Figur wirkte sie allerdings auf mich gleich irgendwie verbittert und auch ihre unflätige Sprache hat nicht dazu beigetragen, dass sie mir sympatischer wurde.
Mich hat auch gestört, dass die Geschichte ständig unterbrochen wurde und ich so oft den roten Faden der Handlung wieder suchen musste. Natürlich sind die Unterbrechungen teilweise sehr spannend und noch viel interessanter als der eigentliche Hauptstrang, aber dennoch hatte ich das Gefühl, aus der Handlung immer wieder herausgerissen zu werden.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr anspruchsvoll und auch sehr detailreich. Sie schafft es wirklich, dem Leser ein Bild von den damaligen Verhältnissen in Italien vor Augen zu malen.
Insgesamt konnte mich ,,Bella Ciau" leider nicht ganz erreichen, obwohl das Buch auch gute Momente hat. Ich empfehle es daher nur bedingt hier weiter.

Bewertung vom 28.03.2019
Historische Reisen - rund um den Globus, 2 MP3-CDs

Historische Reisen - rund um den Globus, 2 MP3-CDs


sehr gut

Schon früh in der Geschichte haben sich Forscher, Abenteurer usw. aufgemacht, um bestimmte Gegenden auf der ganzen Welt kennenzulernen. Auf diesem Hörbuch bekommt man einen Einblick in verschiedene historische Reisen, indem Originaltexte vorgelesen werden.
Mir hat gleich gefallen, dass auf dem Hörbuch viele unterschiedliche Personen und ihre Erlebnisse dargestellt werden. So begleitet man beispielsweise Alexander von Humboldt, aber auch unbekanntere Leute wie Annemarie Schwarzenbach, die nur mit einer Begleiterin 1939 alleine nach Afghanistan gereist ist.
Dadurch, dass wirklich nur Originaltexte vertont worden sind, bekommt man einen unverfälschten Einblick in die damalige Zeit aus der Sicht der jeweiligen Person. So erlebt man mit, wie begeistert viele von dem berichten, was sie entdeckt haben oder eben wie enttäuscht sie von einer Sache sind.
Nicht jeder Text hat mir gefallen, aber ich denke, dem Verlag ist eine gute Mischung gelungen. So reist man nicht nur nach mit nach Neuseeland, sondern erlebt auch eine Zugfahrt durch Russland und eine Forschungsreise nach Kapstadt.
Die Sprecher haben allesamt die Texte gut betont und so auch irgendwie wieder die Personen lebendig gemacht. Man hat oft wirklich den Eindruck, dass die betreffenden Leute einem ihre eigene Geschichte erzählen.
Insgesamt ist ,,Historische Reisen rund um den Globus" ein besonderes Hörbuch, welches mich gut unterhalten und mir auch viele unbekannte Namen nahe gebracht hat. Gerne empfehle ich es hier weiter.

Bewertung vom 28.03.2019
Das Haus meiner Eltern hat viele Räume
Ott, Ursula

Das Haus meiner Eltern hat viele Räume


sehr gut

Wenn das Elternhaus verkauft werden soll oder man selbst einen Umzug plant, muss meistens neben vielen anderen Arbeiten entschiedenen werden, was behalten und was weggeben wird. Auch die Journalistin Ursula Ott hat dies erlebt und gibt in diesem Buch ihre Erfahrungen weiter.
Frau Ott hat hier nicht einfach nur einen Ratgeber geschrieben, sondern erzählt ganz persönlich davon, wie sie ihre Mutter dabei unterstützt hat, dass Haus zu verkaufen. Auch wenn man selbst gar nicht zur Zielgruppe des Buches gehört, kann man sich darin ein Stück weit wieder finden.
Ich denke jeder, der schon einmal bei einem Umzug geholfen hat, kennt die Problematiken, die hier geschildert werden. An bestimmten Dingen hängt man einfach und man will sie nicht weggeben oder man will sie wenigstens noch verkaufen oder verschenken, doch oft können selbst Wohltätigkeitsorganisationen nicht mehr alles annehmen.
Mir hat bei diesem Buch gleich sehr gefallen, dass Frau Ott konkrete Erlebnisse erzählt. So berichtet sie zu Beispiel vom Besuch in einem Sozialkaufhaus, wo die Kristallvasen ihrer Mutter abgegeben werden konnten.
Auch schreibt sie gut lesbar und hat nicht einfach einen Schritt für Schritt Ratgeber entworfen, sondern gibt kleine Hilfestellungen und zeigt, wie es bei ihrer Familie war. Am Ende des Buches gibt es noch ein Anhang, wo Frau Ott nochmal auf konkrete Dinge wie alte Münzen, Briefmarken, Bücher usw. eingeht und zeigt, wie und wo man diese noch abgeben kann.
Insgesamt ist ,,Das Haus meiner Eltern hat viele Räume" ein hilfreicher und sehr persönlich geschriebener Ratgeber, der wirklich den einen oder anderen Tipp bereit hält. Ich empfehle das Buch hier sehr gerne weiter.

Bewertung vom 28.03.2019
Ich bin die Rache / Francis Ackerman junior Bd.6 (6 Audio-CDs)
Cross, Ethan

Ich bin die Rache / Francis Ackerman junior Bd.6 (6 Audio-CDs)


sehr gut

Nachdem die Agentin Maggie während einer Ermittlung spurlos verschwindet, machen sich Francis Ackerman und sein Bruder Marcus auf die Suche. Inmitten eines Indianerreservats verfolgen sie eine heiße Spur, die sie in die Nähe des berüchtigten ,,Taker" führt... .
Es handelt sich hier um einen weiteren Teil aus der Reihe um den ehemaligen Serienmörder Francis Ackerman, der nun gemeinsam mit dem FBI schlimme Verbrecher aufspürt. Obwohl ich nicht alle Teile gelesen habe, konnte ich mich doch schnell wieder in die Handlung einfinden.
Ethan Cross schafft es einfach immer wieder, mich mit vielen Wendungen zu überraschen. Manchmal habe ich jedoch die Geschichte als zu spannungsüberladen empfunden. Dem Zuhörer wird kaum eine Pause gelassen und die Ereignisse überschlagen sich förmlich.
Wie immer hat Francis Ackermann einen guten und flotten Spruch auf den Lippen und lässt sich auch von der auswegslosesten Situation nicht bange machen. Er, der scheinbar überhaupt keine Furcht mehr kennt und dem Schmerz nichts mehr ausmacht, war mir manchmal schon etwas unheimlich.Mich hat aber sehr beeindruckt, wie viel Gefühl er gegenüber seinem Bruder und auch einer Polizistin im Reservat zeigen kann.
Gesprochen wird das Hörbuch von Thomas Balou Martin, der mit seiner tiefen Stimme, die er je nach Figur verstellt, alles wunderbar liest.
Für mich war die Geschichte bis zum Ende nicht durchschaubar und wer viel Action liebt und nicht zu zart besaitet ist, wird dieses Hörbuch lieben.
Insgesamt ist ,,Ich bin die Rache" eine spannende, wenn auch etwas zu überladene Geschichte, die mich gut unterhalten hat. Gerne empfehle ich das Hörbuch hier weiter.

Bewertung vom 26.03.2019
Die Welt wird brennen / Ophelia Scale Bd.1
Kiefer, Lena

Die Welt wird brennen / Ophelia Scale Bd.1


ausgezeichnet

Im Jahr 2134: Ophelia Scale gehört einer geheimen Widerstandsgruppe an, die sich vorgenommen hat, den König, der jede Art von Technologie verbietet, zu stürzen. Als der Regent neue Anwärter für sein Sicherheitsteam sucht, kommt Ophelia in die engere Auswahl, doch dann begegnet sie Lucien aus der königlichen Familie, der ihre ganze Welt auf den Kopf stellt... .
Lena Kiefer hat hier eine richtig gut durchdachte und spannende Dystopie entworfen, die ich nach dem Lesen der ersten Seiten gar nicht mehr weglegen wollte. Die Handlung war für mich keineswegs vorhersehbar und ich wollte einfach immer wissen, wie die Geschichte weitergeht.
Man erlebt alles aus der Sicht von Ophelia, die selbst unglaublich technikbegeistert ist und mir von Anfang an sympatisch war. Sie ist auch nicht die typische Heldin, sondern hat auch eine weiche Seite. Genau dadurch wirkt sie auch so echt und menschlich und man fiebert die ganze Zeit mit ihr mit.
Die Welt, in der sie lebt, hat eine sogenannte ,,Abkehr" hinter sich, durch die technische Errungenschaften verboten worden sind. Diese Art von Dystopie war für mich neu, aber einige Elemente in der Handlung haben mich etwas an andere Bücher erinnert.
Lena Kiefer schreibt einfach und verständlich und hat alles gut durchdacht. Mir hat auch gefallen, dass nach und nach im Buch deutlich wird, dass die ganze Technologie nicht nur schwarz-weiß ist. So wird nicht nur Ophelia vermittelt, dass es immer auf die Perspektive, mit der man auf das Geschehen schaut, ankommt und auf das Wissen, welches man über eine Sache hat.
Für mich war diese Geschichte richtig spannend und ich habe auch einige Überraschungen erlebt und freue mich jetzt schon auf den zweiten Band der Reihe.
Insgesamt ist ,,Ophelia Scale- Die Welt wird brennen" ein unterhaltsames Buch, welches ich hier sehr gerne weiterempfehle.

Bewertung vom 26.03.2019
Die große Heuchelei, 2 Audio-CDs, MP3 Format
Todenhöfer, Jürgen

Die große Heuchelei, 2 Audio-CDs, MP3 Format


sehr gut

In der westlichen Politik wird oft davon gesprochen, wie man Menschenrechte auch in anderen Ländern durchsetzen und unsere Werte verteidigen kann. Doch der Journalist Jürgen Todenhöfer erlebt bei seinen Recherchen oft das genaue Gegenteil von dem, was uns hier in den Nachrichten und Debatten vermittelt wird. In seinem neuen Hörbuch stellt er schonungslos und offen seine Sicht auf unsere westliche Zivilisation und deren Handeln dar und zeigt, dass sich dringend etwas ändern muss.
Jürgen Todenhöfer hat viele Krisengebiete auf der ganzen Welt besucht und dabei Schreckliches und Unvorstellbares gesehen und miterlebt. Gemeinsam mit seinem Sohn Frederic ist er zum Beispiel in das ,,befreite" Mossul gereist und berichtet davon, wie die Bevölkerung leidet und wie die ,,Befreier" wissentlich auch viele Tote unter den Zivilisten in Kauf nehmen, um die eigenen Ziele durchzusetzen.
Für mich persönlich war es nicht leicht, dieses Hörbuch zu hören. Viele der Geschichten gehen mir nahe und man kann sich gar nicht vorstellen, was die Menschen dort vor Ort erleben und Grausames durchmachen müssen. Auch wenn ich nicht in allen Dingen mit Jürgen Todenhöfer einer Meinung bin, finde ich es doch sehr wichtig, dass er seine Erlebnisse in die Öffentlichkeit trägt und auf das Leid der Bevölkerung in Kriegsgebieten aufmerksam macht.
Auf jeden Fall tragen seine Recherchen dazu bei, dass man sich mit dem Thema einmal auf eine andere Weise auseinander setzt und sich intensiv Gedanken darüber macht.
Der Sprecher Frank Arnold liest das Buch gut betont und schafft es auch, die Aufmerksamkeit des Hörers zu gewinnen, aber ihn dabei nicht mit Emotionen zu überschütten, was ich sehr angenehm fand.
Insgesamt ist ,,Die grosse Heuchelei" ein aufrüttelndes und auch mahnendes Hörbuch, welches sicherlich niemanden kalt lässt. Gerne empfehle ich es hier weiter.

Bewertung vom 21.03.2019
Ich fühle, was du hörst
Harvey, Mandy

Ich fühle, was du hörst


sehr gut

Als Mandy Harvey mit ihrem Musikstudium beginnt, verliert sie nach und nach ihr Gehör bis sie schließlich taub ist. Doch damit endet ihre Geschichte nicht. Trotz fehlendem Gehörs tritt sie auf die große Bühne und verwirklicht ihren Traum einer Gesangskarriere.
In diesem Buch erzählt Mandy ihre Geschichte und zeigt Wege auf, wie sie trotz schwerer Hindernisse ihr Ziel erreicht hat.
Mir hat gleich gefallen, dass Mandy mich als Leserin ganz persönlich anspricht und mir ganz offen ihre Geschichte erzählt. Dabei hat mich schon sehr bewegt, wie sie, die wirklich ein absolutes Gehör hatte, sich auf einmal in der Welt der Gehörlosen zurecht finden muss.
Aus ihrer eigenen, aber auch aus der Sicht vieler anderer Leute hätte sie wohl ihren Traum aufgeben müssen, doch gemeinsam mit ihrem Vater entdeckt sie, dass sie immer noch Singen kann.
So erzählt Mandy nicht nur ihre Geschichte, sondern zeigt auch, wie man seine Träume verwirklichen kann. Dabei geht sie darauf ein, was man dafür braucht und wie man mit ,,Traumdieben" fertig wird.
Das Buch ist somit nicht nur biographisch, sondern auch ein Ratgeber mit vielen wirklich nützlichen Tipps für das eigene Leben.
Mandy Harvey schreibt sehr gut lesbar und es gelingt ihr auch zu zeigen, wie der Alltag für Gehörlose aussieht und wie sie schafft, neue Lieder zu schreiben und so einzuüben, dass diese auch gut klingen. Sie verschweigt aber Rückschläge nicht und spricht auch über die Zeiten, wo sie einfach nur fertig war.
Insgesamt kann ich sagen, dass mir das Lesen von ,,Ich fühle was du hörst" sehr viel gebracht hat. Gerne empfehle ich das Buch hier weiter.