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Benutzername: Katjuschka
Wohnort: Gießen
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Bewertungen

Insgesamt 43 Bewertungen
Bewertung vom 02.03.2017
Das Haus in der Nebelgasse
Goga, Susanne

Das Haus in der Nebelgasse


sehr gut

London 1900: Die junge alleinstehende Lehrerin Matilda Gray ist Lehrerin an einer Mädchenschule.
Als die junge Vollwaise Laura Ancroft von Charles Easterbrook, ihrem Vormund, aus der Schule geholt wird um mit ihr auf Reisen zu gehen, findet sie dies, leider als einzige, etwas merkwürdig.
Als sie einige Zeit später eine mehr als kryptische Postkarte von Laura bekommt, findet die clevere Matilda ein mysteriöses Kästchen, dessen Inhalt auf ein Geheimnis aus der Zeit der großen Pest hindeutet.
Mit der Hilfe des Universitätsprofessors Stephen Fleming kommt sie der Lösung des Rätsels um die Familie Ancroft langsam auf die Spur.
Matilda setzt dabei ihre berufliche Zukunft aufs Spiel und auch die drohende Gefahr, die über der jungen Laura schwebt, kommt immer näher...

"Das Haus in der Nebelgasse" ist wieder ein sehr spannender, hervorragend recherchierter Roman von Susanne Goga.
Die Beschreibungen des historischen London sind unglaublich bildhaft und vermitteln ein glaubhaft authentisches Bild der damaligen Zeit.
Die Protagonisten sind wunderbar beschrieben. Matilda ist sehr fortschrittlich für 1900 und wirkt sehr sympathisch.
Der Leser hat immer nur die Informationen, die Matilda und Fleming nach und nach zutage fördern und kann so die ganze Zeit miträtseln, was das Buch sehr spannend macht.
Zum schmunzeln hat mich übrigens immer wieder Mrs. Westlake, Matildas Vermieterin gebracht!
Natürlich gibt es ein Happy-End, wenn auch nicht so, wie.....
...wird nicht verraten ; -)

Bewertung vom 02.03.2017
Das Geheimnis jener Tage
Miller, Zoë

Das Geheimnis jener Tage


sehr gut

Carrie Cassidy hat durch einen Flugzugabsturz ihre Eltern verloren.
5 Jahre später taucht eine Frau aus der Schweiz auf und erzählt ihr, ihr Ehemann Luis sei todkrank und wolle unbedingt die Tochter der Frau treffen, die ihm vor 30 Jahren das Leben gerettet habe.
Carrie, die voller Schuldgefühle steckt, beschließt sich mit den unglaublichen Aussagen von Luis auseinanderzusetzen und fliegt spontan in die Schweiz.
Das ist umso erstaunlicher, da sie seit dem Unglück Angst vorm fliegen hat.
Was Carrie von Luis erfährt, hat so gar nichts mit ihrem Bild von den sich liebenden Eltern gemeinsam.

1980 Sylvie und John Cassidy sind frisch verheiratet und leben in Willow Hill an der Küste in der Nähe von Cork.
Dort lebt auch Luis Meyer mit seinem Vater für einen Sommer...


Cover und Titel haben auf mich zuerst den Anschein erweckt ein typisches Buch auf 2 Zeitebenen mit einem Familiengeheimnis zu bekommen.
Dem ist aber nicht so!
Die Geschichte ist wahnsinnig spannend und hat durchgängig immer wieder neue Fragen aufgeworfen.
Die Wendung am Ende war sehr überraschend, aber in sich logisch und hervorragend aufgebaut.
Der Schreibstil ist unglaublich fesselnd und hat mich von der ersten Seite an gepackt.
Die Hauptpersonen sind wunderbar beschrieben und man ist jederzeit Teil der Handlung.
Einzig die Liebesgeschichte zwischen Carrie und ihrem Ex-Verlobten hätte es für mich so nicht gebraucht.

Bewertung vom 02.03.2017
Ein Sommer im Rosenhaus
Jacobsen, Nele

Ein Sommer im Rosenhaus


sehr gut

Sandra ist seit kurzem Witwe, die Kinder sind weg auf weit entfernten Universitäten. Bei einer Internetauktion sieht sie zufällig, dass genau jenes Haus auf Usedom verkauft werden soll, an dem sie mit ihrem verstorbenen Ehemann während der gemeinsamen Urlaube so oft vorbeigegangen ist.
Soll sie den gemeinsamen Traum allein wahr machen, das Haus mit dem wunderschönen Rosengarten kaufen und auf Usedom ein neues Leben beginnen?
Kurz entschlossen bietet Sandra für das Rosenhaus und startet in ihre neue Heimat und in eine neue Zukunft.
Für die Rettung der uralten Rosen holt sie sich die Hilfe eines englischen Rosenexperten.
Als sie bei den Renovierungen des Häuschens auf alte Unterlagen stößt, forscht Sandra in der Vergangenheit des Rosenhauses und des früheren Besitzers und macht eine überraschende Entdeckung.
Denn Rosenexperte Julian und sie verbindet mehr als beide ahnten.
Als ihre Zukunftspläne plötzlich bedroht werden, muss Sandra handeln, wenn sie nicht alles verlieren will.

"Ein Sommer im Rosenhaus" ist ein absolutes Wohlfühlbuch. Sandra ist einem sofort mehr als sympathisch - man muss sie einfach lieben. Ihr Zaudern und die Zweifel werden sehr realistisch dargestellt.
Die Beschreibungen des Rosenhauses und des Gartens sind so bildhaft, man möchte direkt hinfahren.
Aus Julian wird man nicht sofort schlau, aber das habe ich als sehr angenehm empfunden. Es muss ja nicht immer alles gleich zu glatt sein. Das zu erwartende Ende kam mir dann aber leider etwas zu schnell und war mir auch leider deutlich zu viel rosarotes "Herzkino". Gut gefallen hat mir Sandra Freundin Ulli (auch wenn es einen Moment gedauert hat, bis ich mit ihr warm geworden bin).
Der Schreibstil ist klasse. Und durch die kurzen Kapitel fliegen die Seiten nur so dahin.
Ganz nebenbei erfährt man einiges über Rosen, ihre Pflege und Rosenzucht.
Die Rezepte im Anhang klingen übrigens sehr lecker!