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Israelfreund

Bewertungen

Insgesamt 412 Bewertungen
Bewertung vom 27.01.2009
Mankell, Henning

Der Chinese


ausgezeichnet

Henning Mankell muss man nicht mehr vorstellen. Seine Figuren haben etwas, was viele Menschen bewegt hat. Egal ob der kultige Ermittler Wallander oder seine Tochter Linda, hochachtungsvoll kann man nur sagen, dass Mankell der Krimikönig aus dem hohen Norden ist. Das er auch anders kann, beweisen seine einfühlsamen Romane wie „Tiefe“, seine Afrikaromane und auch wieder dieser Roman, im Reich der Mitte angesiedelt. Nicht nur die Olympischen Spiele fallen einem bei China ein, sondern auch Menschenrechtsverletzungen. Was passieren kann, wenn Menschen verletzt, erniedrigt und gequält werden? Im Roman sind es die Brüder San, Wu und Guo Si. Was sie erlebt haben um 1863 im Wilden Westen, gerade an Vorurteilen, hat sich tief in deren Herzen eingeprägt und hat Auswirkungen bis in unsere heutige Zeit. Zwei der Brüder sterben dort und die Aufzeichnungen des dritten bringen viele Jahrzehnte später eine Lawine ins Rollen. Mankell schreibt in seiner ihm eigenen eindrücklichen Sprache davon. Die Wurzeln eines furchtbaren Massakers in einem kleinen Dorf in Schweden gehen in die Zeit des Eisenbahnbaus im Wilden Westen zurück und finden heute Nährstoffe in der aktuellen Entwicklung Chinas, sowie der Kolonisation Afrikas. Ein Buch, dass man nicht so schnell aus der Hand legt. Es ist eben ein Mankell.

4 von 8 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.01.2009
Kerkeling, Hape

Ich bin dann mal weg


ausgezeichnet

Das Buch war schon lange in aller Munde, aber so richtig interessierte es mich nicht. Warum sollte ich dieses Buch lesen? Ich war kein Hape Kerkeling Fan, da kannte ich zu wenig von ihm. Ich wollte auch nicht auf dem Jakobsweg pilgern, da fehlt mir die Zeit. Also las ich das Buch auch nicht. Bis ich eines Tages einige Stellen aus dem Buch bei einer Andacht vorgelesen bekam. Meine Ohren wurden immer größer und ich wollte mehr davon hören. Dass ich hier schreibe zeigt, dass es nicht nur beim Wollen geblieben ist. Und jetzt muss ich ehrlich eingestehen – ich hätte etwas verpasst. Es ist ein ehrliches Buch. Gerade für einen „Hauptamtlichen“ Christen wie mich (ich gebe Religionsunterricht) eine Herausforderung, über vieles, auch über den Glauben, nachzudenken. Durch die authentisch geschilderten unterschiedlichsten Begegnungen und Erlebnisse hat mich Herr Kerkeling auf seine Pilgerreise mitgenommen. Ich habe gelacht, nachgedacht und hoffe, mal eine solche Pilgerreise machen zu können. Lohnend ist es auf jeden Fall, genau so wie das Buch zu lesen. Es ist ein erster Schritt und vielleicht werden es mehr...

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.