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Benutzername: Nadja_13
Danksagungen: 78 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 110 Bewertungen
Bewertung vom 31.10.2012
Schloss der Engel / Verliebt in einen Engel Bd.1
Itterheim, Jessica; Itterheim, Diana

Schloss der Engel / Verliebt in einen Engel Bd.1


weniger gut

meine Meinung:
Dieses Buch zu rezensieren fällt mir wirklich schwer und ich muss zugeben ich habe es schon ziemlich lange vor mich hin geschoben. Das Problem ist nämlich dass ich den Roman wirklich mögen wollte. Ich habe mich auf den ersten Blick in das Cover verliebt und das Kleid welches das Mädchen darauf trägt finde ich einfach nur traumhaft. Auch der Titel klang für mich echt gut. Beides zusammen hat etwas Märchenhaftes. Die Tatsache dass die Geschichte von einem sehr sympathisch wirkenden Mutter-Tochter Duo geschrieben wurde hat mich zudem neugierig gemacht. Ausserdem habe ich noch nicht so viele Bücher über Engel gelesen und schon gar keines über ein Engel-Internat. Ich habe mich also auf eine einzigartige und märchenhafte, aber auch leicht düstere Geschichte gefreut. Leider wurde ich aber schwer enttäuscht.

Die Geschichte ist leider alles andere als einzigartig, sondern mit jeder Internat-/Fantasy-/Liebesgeschichte vergleichbar. Leider wurden aus all diesen Bücher die schrecklichsten Klischees zusammengemischt und daraus eine, leider auch noch ziemlich verwirrende, Geschichte gebastelt.
Christopher ist natürlich überirdisch gut aussehend, er ist unglaublich stark und Lynn verliebt sich auf den ersten Blick in ihn. Ausserdem hat er ein dunkles Geheimnis, weshalb er nicht gut für sie ist und sich von ihr fernhalten muss. Doch auch er verliebt sich unsterblich in Lynn, obschon diese eher durchschnittlich und dazu auch noch unglaublich naiv ist. Zudem hat sie ein riesiges Talent in jeder Situation das absolut dümmste zu tun.

Als wäre das nicht genug ist die Geschichte zeitweise auch noch total verwirrend. Dies könnte zwar daran liegen dass man alles aus der Sicht von Lynn erlebt und diese manchmal eine wirklich lange Leitung hat und wirklich gar nichts kapiert. Andererseits liegt es aber auch daran dass man so gut wie keine Hintergrundinformationen über das Schloss der Engel oder die Engel im Allgemeinen erhält. Auch über die Gegner der Engel erfährt man eigentlich nichts. Wohin die Geschichte führen soll wurde mir leider auch nicht wirklich klar. Fast das ganze Buch über läuft es nämlich eigentlich so ab das sich Lynn in irgendeine gefährliche Situation bringt und Christopher sie retten muss. Danach versucht sie alles wieder in Ordnung zu bringen und richtet dabei noch grösseren Schaden an. Ausserdem gibt es auch ein ständiges hin und her zwischen ihr und Christopher, mal sind sie zusammen, dann wieder nicht oder sie ist sich nicht sicher. Sie denkt sie wäre nicht gut genug für ihn und er würde sie nicht lieben, er will sie nicht in Gefahr bringen und so weiter.

Leider konnte auch die Nebencharaktere nichts retten. Für meinen Geschmack gab es viel zu viele kleinere unbedeutende Rollen in der Geschichte, so dass ich oft keine Ahnung hatte wer eine gewisse Person war. Einzig Lynns Freunde in Italien waren mir alle ziemlich sympathisch obschon es auch diesen an Tiefe gefehlt hat.

Nun aber noch zu den Dingen die mir an der Geschichte gefallen haben. Zum einen finde ich die Schauplätze sehr gut gewählt. Das Schloss der Engel wurde wirklich schön beschrieben und auch Lynns Heimat in Italien habe ich mir sehr schön vorgestellt. Die Atmosphäre der beiden Orte war, obschon sie ziemlich unterschiedlich waren, sehr schön. Andererseits hatte das Autorenduos doch ein paar sehr interessante Ideen, zum Beispiel die Totenwächterin, die speziellen Unterrichtsfächer und eigentlich auch das Schloss der Engel selbst, die ein bisschen besser ausgearbeitet wirklich das Potenzial gehabt hätten die Geschichte
einzigartig zu machen.

Fazit:
Es fällt mir wirklich schwer, aber leider kann ich Das Schloss der Engel wirklich nicht weiter empfehlen. Die Geschichte ist schlecht ausgearbeitet, teilweise unlogisch und es fehlt an Erklärungen und Hintergrundgeschichten. Auch die Charaktere können nicht überzeugen und die Liebesgeschichte zwischen Lynn und Christopher ist unglaublich kitschig und übertrieben.

Bewertung vom 26.10.2012
Schwarze Seele, schneeweisses Herz / Dark Queen Bd.1
Derting, Kimberly

Schwarze Seele, schneeweisses Herz / Dark Queen Bd.1


ausgezeichnet

Dark Queen: Schwarze Seele, Schneeweisses Herz - Kimberly Derting

meine Meinung:
Vom Genre her finde ich Dark Queen eher schwer einzuordnen, obschon die Geschichte wohl eine Dystopie sein sollte. Ich meine es jetzt nicht negativ, aber während dem lesen habe ich mich oft eher in der Zeit zurück versetzt gefühlt und nicht in der Zukunft. Dies lag wohl hauptsächlich an dem strickten System mit den verschiedenen Klassen und daran dass Ludania von einer Königin regiert wird. Doch auch Fantasy Element sind im Buch zu finden, was es zu einer sehr interessanten Mischung macht.

Auch die Kurzbeschreibung klang für mich sehr interessant und Charlies Gabe ist echt einzigartig und in der wirklichen Welt wäre sie wohl auch ziemlich cool, doch in Ludania bedeutet sie für Charlie eine grosse Gefahr. Ich konnte mich ziemlich gut mit Charlie identifizieren, was aber nicht etwa an dem Talent für Sprachen lag sondern an ihrer grossen Liebe zu ihrer kleine Schwester Angelina. Doch auch ansonsten ist Charlie eine sympathische Person die nicht auf den Mund gefallen ist und das Herz am richtigen Fleck hat. Einzig etwas mehr Tiefgang hätte ich mir gewünscht.

Wenn man allerdings die anderen Charaktere betrachtet sind diese noch weit aus oberflächlicher und über die meisten erfährt man so gut wie nichts. Besonders über Max hätte ich gerne mehr erfahren denn dadurch wäre die Liebe zwischen ihm und Charlie etwas glaubwürdiger erschienen. So aber ging mir alles viel zu schnell.

Das Tempo war ist eigentlich sowieso das Hauptproblem der Geschichte. Ich hatte das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen denn die Geschichte liest sich wirklich unglaublich schnell. Auch die Spannung ist immer vorhanden, Längen dagegen sucht man vergeblich. Im Grunde wäre diese Tatsache ja gut und während dem Lesen habe ich mich auch keinesfalls daran gestört. Doch nachdem ich das Buch zugeklappt und ein bisschen über das Gelesene nachgedacht habe fielen mir viele Szenen ein die einfach zu schnell und ohne Erklärung abgehandelt wurden. Am Ende blieben mir zu viele Fragen offen zu denen ich keine Antworten finden konnte. Auch kann ich leider jetzt schon sagen, dass mir die Geschichte nicht lange im Gedächtnis bleiben wird.

Dennoch hatte Dark Queen auch einen ganz eigenen Zauber auf mich. Ich wurde sofort in den Bann gezogen und ich hätte gerne noch ein bisschen mehr über Charlie und ihre Welt gelesen. Die Atmosphäre die für mich etwas Zeitloses hatte und gleichzeitig ziemlich düster war hat mir gut gefallen. Genauso ging es mir mit dem Schreibstil auch er hat mir gut gefallen, weshalb könnte ich allerdings nicht einmal mehr sagen.

Was die Gestaltung des Buches angeht finde ich diese zwar wirklich wunderschön, was aber das Mädchen auf dem Cover genau soll weiss ich nicht. Dafür finde ich aber die Farbgebung, die ja schon sehr düster ist, gelungen und passend. Genau wie beim Cover gefällt mir der Titel ziemlich gut und auch er passt sicher nicht schlecht zur Geschichte, allerdings auch nicht wirklich gut.

Fazit:
Eine eigentlich wirklich interessante Geschichte, die sich sehr gut lesen lässt und wirklich spannend ist. Leider ist sie aber auch ein bisschen schlecht ausgearbeitet, die Handlung ist ziemlich einfach gestrickt und manchmal vorhersehbar, der Charaktere fehlt es an Tiefe und es bleiben viele Fragen unbeantwortet. Dennoch bleibt Dark Queen ein grosses Potenzial und ich werde die Fortsetzung sicher lesen, in der Hoffnung dass die Autorin es im zweiten Anlauf schafft dieses auszunutzen.

Bewertung vom 04.10.2012
Geboren um Mitternacht / Shadow Falls Camp Bd.1
Hunter, C. C.

Geboren um Mitternacht / Shadow Falls Camp Bd.1


gut

zum Inhalt:
Kylies Leben ist derzeit einfach nur mies. Ihr Freund hat sie verlassen, ihre Eltern wollen sich scheiden lassen und ihre geliebte Grossmutter ist vor kurzem gestorben. Ausserdem wird sie von einem Mann verfolgt, der ausser ihr niemand sehen kann. Als sie nach einer Party auf dem Polizeirevier landet und ihre Eltern beschliessen sie für den Sommer in ein Camp zu schicken denkt sie schlimmer könne es nicht mehr werden. Doch das Camp entpuppt sich als vollkommen anders als Kylie es sich vorgestellt hat. Die anderen Jugendlichen sind alles Freaks, Vampire, Werwölfe, Hexen, Gestaltwandler und Feen und angeblich soll Kylie selbst auch übernatürlich sein. Sie ist jedoch davon überzeugt das sie normal ist, vielleicht ein bisschen verrückt weil sie Leute sieht die sonst niemand sehen kann, aber ansonsten ist absolut nichts ungewöhnliches an ihr. Leider scheint die Campleiter da anderer Meinung zu sein und während sich Kylie damit abfinden muss dass ihre Welt innert kürzester Zeit auf den Kopf gestellt wurde und sie nun mit einer Vampirin und einer Hexe zusammen wohnt, geschieht etwas womit sie nun wirklich nicht gerechnet hätte, sie verliebt sich. Obschon sie doch eigentlich noch an ihrem Exfreund hängt.

meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte viel mir nicht schwer, Kylies Leben ist Anfangs voll mit Teenagerproblemen, die allerdings nicht zu unterschätzen sind. Man lernt schnell wie Kylie so tickt und dass sie eigentlich nicht der Typ Jungendlicher ist der viele Probleme macht sondern für ihr Alter grösstenteils ziemlich vernünftig ist. Leider nur ziemlich, denn sobald sie im Camp ankommt geht es los, sie scheint sich in jeden gutaussehenden Typen der ihr über den Weg läuft zu verlieben. Nun ja eigentlich sind es nur zwei, wenn man allerdings den Exfreund, den sie auch noch nicht wirklich aus ihrem Herzen verbannt hat, dazu zählt sind es schon drei. Ich fand dieses Liebesdreieck ziemlich nervig und leider auch unglaubwürdig. Wie auch die Tatsache das Kylie so grosse Probleme hat zu akzeptieren dass sie kein normaler Mensch ist, besonders da sie bei allen anderen Campbewohnern nicht daran zweifelt. So war mir Kylie leider nicht wirklich sympathisch obschon sie sich im Verlauf der Geschichte positiv entwickelt, indem sie akzeptiert wer sie ist.

Die Nebencharaktere fand ich relativ gelungen, da alle sehr unterschiedlich aber dennoch alle ziemlich sympathisch sind. Leider blieben jedoch auch alle ziemlich flach. Es wurde zwar bei fast allen kurz auf ihre Vergangenheit, also auf ihr Leben vor beziehungsweise ausserhalb des Camps eingegangen, ich hoffe dennoch dass in den nächsten Teil noch etwas mehr Information kommt. Denn obschon alle sicher spannende Persönlichkeiten sind sie bisher eher blass und ich habe sie schon fast wieder vergessen.

Wenn man von der etwas blassen beziehungsweise nervigen Charaktere und dem grösstenteils unnötigen Liebeschaos absieht hat mich die Geschichte sehr gut unterhalten. Leider dauerte es Anfangs ziemlich lang bis sie in Fahrt kam, da die liebe Kylie damit beschäftigt war sich zu weigern das Offensichtliche wahrzuhaben. Glücklicherweise war diese, etwas lange, Einleitung aber nicht langweilig, da vieles man vieles über die übernatürliche Welt und über die verschiedenen Wesen erfahren hat, ausserdem ist Geboren um Mitternacht der Auftakt einer Reihe und das Ende läst erwarten dass der zweite Teil spannender wird.

Fazit:
Ich bin ein bisschen unschlüssig bei diesem Roman. Ich hatte wirklich viele Kritikpunkte und so richtig gefesselt hat mich die Geschichte nicht. Dennoch werde ich den zweiten Teil sicher lesen, da ich gespannt bin wie es weitergeht und ich finde das die Geschichte noch viel Potenzial hat.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 21.09.2012
Die Suche / Godspeed Bd.2
Revis, Beth

Die Suche / Godspeed Bd.2


ausgezeichnet

Godspeed: Die Suche - Beth Revis

meine Meinung:
Obschon zwischen den Ereignissen des ersten und des zweiten Bandes etwa 2-3 Monate liegen und es schon ziemlich lange her war seit ich den ersten Band gelesen habe, war ich schon nach dem ersten Kapitel wieder gefesselt von der Geschichte. Ich musst mich immer zwingen das Buch zur Seite zu legen, sonst hätte ich es in einem Zug durchgelesen. Gleich zu Beginn wird man durch eine überraschende Wendung gefesselt und so geht es das ganze Buch über weiter. Immer wenn man denkt das Gebilde aus Geheimnissen und Lügen durchschaut zu haben, geschieht etwas was die Theorie wieder komplett über den Haufen wirft. Selbst bei den Dinge die man aus dem ersten Teil zu wissen glaubt kann man sich nicht hundertprozentig sicher sein.

Die Kapitel sind ziemlich kurz und wie im ersten Band abwechselnd aus der Sicht von Amy und Junior erzählt. Das fiese daran ist, dass sie immer so enden das man fast nicht anders kann als weiter zu lesen.

Amy begibt sich dieses Mal auf eine Art Schnitzeljagd nach den Hinweisen von Orion die sie zu einem unglaublichen Geheimnis führen sollen. Dabei ist sie oft von Junior begleitet. Allerdings nicht immer, da er nicht wirklich zu glauben scheint, dass Orions Geheimnis ihnen helfen kann und zudem in seiner Pflicht als Ältester allerhand zu tun hat. Amy hingegen fühlt sich unwichtig und obschon sie Orion hasst folgt sie deshalb seinen Hinweisen und was dadurch zu Tage kommt ist wirklich erschreckend.

Insgesamt war dieser Teil viel actionreicher als der erste. Die Aufstände waren sehr realistisch beschrieben und ich hatte richtig Mitleid mit Junior, da er schlichtweg überfordert ist, dabei tut er sein bestes und ohne die Aufstände sähe die Lage auf dem Schiff auch viel besser aus.
Daneben gibt es auch noch die Hinweise von Orion die die letzten Geheimnisse des Schiffes nach und nach auflösen und die Geschichte unglaublich spannend machen, da man unbedingt wissen möchte, was am Ende das grosse Geheimnis ist vor dem Orion sich selbst so fürchtet.

Dadurch dass die Geschichte so temporeich und spannend ist ergibt sich eine sehr intensive, beinahe beklemmende Atmosphäre und teilweise habe ich mich sogar dabei erwischt dass ich während dem Lesen den Atem angehalten habe weil mich das Geschehen so in den Bann gezogen hat.

Die Charaktere entwickeln sich stark weiter, dennoch sind sie oft von der Situation überfordert, behalten nicht immer einen kühlen Kopf und treffen manchmal auch falsche, unüberlegte Entscheidungen. Diese Schwächen machen sie aber authentisch und Amy und Junior waren mir grösstenteils sympathisch. Die Charaktere sind in diesem Buch wirklich toll und nicht nur die Protagonisten sondern alle für die Geschichte relevanten Personen. Die authentischen Charaktere haben auch die Geschichte erschreckend realistisch gemacht und sehr dazu beigetragen, dass mir das Buch so gut gefallen hat. Auch von der psychologischen und vielleicht auch der politischen Sichtweise her ist die Geschichte sehr interessant, da man vieles gut auf die reale Welt anwenden kann.

Das Cover gefällt mir ein bisschen besser als das des ersten Teils, wirklich gut gefallen tut es mir aber nicht weil die Personen nicht so aussehen wie ich mir Junior und Amy vorstelle. Was ich aber sehr positiv finde ist, dass es im innern wieder einen Plan des Raumschiffes hat, denn dieser hilft wirklich sich zurecht zu finden und man kann sich damit alles viel besser vorstellen.
Der Titel passt wegen der Suche nach dem grossen Geheimnis sehr gut.

Fazit:
Dieser Teil hat mir sogar noch besser gefallen als der erste, da er noch temporeicher und noch spannender war. Ausserdem durchgehen die Charaktere eine tolle Entwicklung. Meine Erwartungen an den dritten Teil sind dementsprechend sehr hoch, aber ich freue mich schon unglaublich darauf zu erfahren wie die Geschichte rund um Amy und Junior endet.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.09.2012
Vollendet Bd.1
Shusterman, Neal

Vollendet Bd.1


ausgezeichnet

Vollendet - Neal Shusterman

meine Meinung:
Ich glaube über diesen Roman könnte ich Stundenlang schwärmen, da dass aber vermutlich niemand lesen möchte versuche ich mich kurz zu halten. Ich habe schon lange kein so tolles Buch mehr gelesen, nicht dass all die anderen Bücher nicht gut gewesen wären, aber Vollendet hat mich wirklich begeistert. Auch nachdem ich die letzte Seite gelesen und das Buch zugeschlagen hatte hat es mich weiter beschäftigt, es hat mich sehr nachdenklich gemacht. Dies lag nicht nur am Thema, obschon dieses echt erschreckend ist, sondern auch das sich die Geschichte während dem lesen unglaublich realistisch angefühlt hat. Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen und auch die Übersetzung ist echt toll. Die Sprache ist eigentlich gar nicht so besonders, sondern ziemlich Umgangssprachlich, aber der Autor findet immer genau die richtigen Worte gefunden, so dass ich immer mitgefiebert habe und mich die Geschichte emotional sehr berührt hat.

Wie oben schon erwähnt war die Geschichte echt erschreckend, ich hoffe wirklich dass die Zukunft nicht so aussehen wird. Ein Grund weshalb mich diese Dystopie mehr zum Nachdenken gebracht hat als die meisten anderen ist, dass sie mir möglich erscheint, vielleicht nicht hundertprozentig so wie im Buch beschrieben, aber doch sehr ähnlich. So weit unterscheidet sich die Welt in Vollendet nämlich gar nicht von unsere und ich war echt erschocken wie viele der schrecklichen Dinge heute schon Realität sind.

Doch nicht nur das erschreckende Zukunftsszenario macht den Roman lesenswert. Auch die Geschichte die der Autor erzählt ist sehr spannend und hat mich sofort gefesselt. Am Anfang wird nicht viel erklärt sondern man wird sofort ins geschehen hinein geworfen und das Tempo wird eigentlich das ganze Buch über gehalten, wenn man ein bisschen Zeit braucht um das Geschehen zu verdauen muss man das Buch schon weglegen, und obschon dies wirklich schwer fällt, ist es manchmal nötig wenn man nicht als nervliches Wrack enden möchte.

Die drei Protagonisten Connor, Risa und Lev sind sehr unterschiedlich und ich muss zugeben sie waren mir nicht alle von Anfang an sympathisch. Aber während man sie durch die Geschichte begleitet kann man eigentlich fast nicht anders als sie ins Herz zu schliessen. Man erfährt viel über ihre Vergangenheit, ihre Gedanken, ihre Gefühle und ihre Wünsche. Sie haben tiefe und sind wirklich glaubwürdige Charaktere, da hat es mich auch nicht gestört, dass ich mich mit niemand von ihnen richtig identifizieren konnte und oft anders gehandelt hätte. Ich hatte das Gefühl alle drei wirklich kennen zu lernen und ihre Entscheidungen und Handlung waren immer glaubwürdig und haben zu ihrer Persönlichkeit gepasst.

Connor, Risa und Lev sind jedoch nicht die einzigen wichtigen Figuren in der Geschichte und obschon die meisten Kapitel aus der Sicht von einem der drei erzählt wird, gibt es auch immer wieder Kapitel die aus der Sicht von anderen, für die Geschichte wichtigen, Personen erzählt werden. Der Autor hat diese Kapitel sehr gut eingesetzt um Spannung zu schaffen. Dadurch das die Persönlichkeiten der Protagonisten und der anderen Personen so unterschiedlich sind und die Welt sehr unterschiedlich betrachten und unterschiedliche Ziele haben, sind ihre Gedanken über gewisse Dinge auch nicht gleich, was die Geschichte noch einmal interessanter gemacht hat und zum Nachdenken angeregt hat.

Fazit:
Man sollte sich am Anfang der Geschichte darauf einstellen, dass es ziemlich hart wird und auch nicht ein perfektes Happy End erwarten. Dafür wird man aber mit einer zwar erschreckenden aber auch super spannenden Geschichte beloht die einem nicht so loslässt.
Ein wirklich unglaublich tolles Buch, welches ich wirklich jedem ans Herz legen möchte!
Ein absolutes Lesehighlight!

Bewertung vom 16.09.2012
Frühlingsnacht / Plötzlich Fee Bd.4
Kagawa, Julie

Frühlingsnacht / Plötzlich Fee Bd.4


ausgezeichnet

Plötzlich Fee: Frühlingsnacht von Julie Kagawa

zum Inhalt:
Meghan wurde zur Königin der Eisernen Feen ernannt und endlich herrscht Frieden im Nimmernie. Doch Meghan musste Ash, ihre grosse Liebe und ihr Ritter, aus ihrem Reich verstossen da dieser dort nicht leben kann, dass viele Eisen würde ihn umbringen. Ash denkt aber nicht daran Meghan aufzugeben und schwört einen Weg zu finden, wie sie wieder vereint sein können. Dafür macht er sich zusammen mit Puck und Grimalkin auf eine lange Reise an den Rand der Feenwelt. Ashs Ziel ist es eine Seele zu erlangen und so ein Mensch zu werden. Doch die Reise ist alles andere als ungefährlich und Ash muss sich in mehr als nur einer Hinsicht seiner Vergangenheit stellen und diese könnte noch einmal alles verändern. Ist Ashs Liebe zu Meghan wirklich stark genug um diese Reise zu überstehen? Und was erwartet ihn am Ziel seiner Reise?

meine Meinung:
Anders als die anderen drei Bänd der Plötzlich Fee Reihe ist dieser Band komplett aus der Sicht von Ash geschrieben und nicht aus der Sicht Meghan. Ash denkt zwar ziemlich oft an Meghan aber ansonsten taucht sie in der Geschichte kaum auf. Dies fand ich ein bisschen schade, ich hätte mich sehr gefreut wenn man es ab und an ein kurzes Kapitel aus der Sicht von Meghan gehabt hätte, in dem man erfahren hätte was sie gerade macht, denn ich habe sie wirklich vermisst. Ansonsten hat mir dieser Blickwinkel aus der Sicht von Ash aber sehr gut gefallen, denn endlich erfährt man mal ein bisschen mehr über den Eisbubi und seine Vergangenheit. Natürlich hat mir Ash schon in der anderen Teil sehr gut gefallen, aber in diesem Teil hat sein Charakter richtig Tiefe erhalten und ich habe ihn endgültig in mein Herz geschlossen.

Neben Ash spielt auch Puck wieder eine wichtige Rolle. Natürlich sorgt er wie gewohnt für jede Menge Lacher und kann selbst in der gefährlichsten Situation nicht ernst bleiben, was wir ja alle an ihm lieben, da diese Momente die Atmosphäre der Geschichte immer etwas auflockern. Aber auch sein Charakter gewinnt in diesem Band noch etwas mehr an Tiefe.
Auch Grimalkin war wieder mit von Partie und ich liebe ihn einfach, ich bin ein totaler Grimalkin Fan und ich weiss echt nicht was Ash und die anderen ohne ihn machen würden.
Zudem gab es auch noch zwei neue Charaktere. Wobei einer der beiden eigentlich gar nicht so neu ist und diese Tatsache der Geschichte noch einmal eine unerwartete Wendung gegeben hat. Mehr sage ich jetzt dazu aber nicht.

In diesem Teil gibt es ein bisschen weniger Action und Kämpfe als in den anderen Teilen. Im Mittelteil hatte das Buch leider auch ein paar Längen und ein- zweimal auch ein kleiner Logikfehler. Langweilig geworden ist mir dennoch nie. Dies liegt besonders an den tollen Orten im Nimmernie an die die Geschichte einem führt. Julie Kagawa beschreibt die Orte immer sehr bildlich und ich weiss nicht woher sie diese ganzen Ideen nimmt. Schade dass ich wohl nie eine Reise ins Nimmernie werde unternehmen können. Ein paar Orte würden mir allerdings auch Angst machen.
Natürlich ist die Atmosphäre wieder wunderschön, märchenhaft, mysteriös und manchmal auch etwas düster und unheimlich. Eigentlich das ganze Buch über aber hauptsächlich am Ende wird das Buch auch ziemlich emotional und manchmal etwas traurig. Das Ende hat mir aber sehr gut gefallen.

Fazit:
Ein schöner Abschluss einer meiner Lieblingsreihen. Ich fand Frühlingsnacht nicht das beste Buch der Reihe aber alle mal lesenswert und wer will schon nicht mehr über den heissesten Eisbubi der Welt erfahren? ;)
Eine Leseempfehlung für alle Fans der Plötzlich Fee Reihe! Alle anderen sollten zuerst die drei anderen Bände in der richtigen Reihenfolge lesen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 02.09.2012
Unendliche Sehnsucht / Dead Beautiful Bd.2
Woon, Yvonne

Unendliche Sehnsucht / Dead Beautiful Bd.2


sehr gut

Nach dem fiesen Cliffhanger des ersten Teiles war ich sehr gespannt wie die Geschichte rund um Renée und Dante weiter geht. Der Anfang war dann auch gleich super spannend. Renée hat einen Traum in der sie eine Lehrerin des Gottfried Instituts verfolgt und am nächsten Tag stellt sich heraus dass die Lehrerin ermordet wurde. Renée ist verständlicherweise geschockt und fragt sich ob sie etwas mit dem Tod der Lehrerin zu tun hat, schliesslich hat sie sie in ihrer Vision verfolgt. Leider wird die Geschichte danach ein bisschen langweilig, da lange nicht wirklich viel geschieht. Renée hat Probleme sich an der neuen Schule einzuleben. Zudem kommt sie langsam dem Geheimnis der neun Schwestern, dem Geheimnis der Unsterblichkeit, auf die Spur und hat noch ein paar Visionen. Leider konnte mich aber nichts von all dem wirklich fesseln. Es gab zwar schon ein paar spannende Szenen, welche von der Suche nach dem Geheimnis der Unsterblichkeit handelten, dazwischen hatte das Buch aber leider ein paar Längen.
Erst der Showdown wurde dann richtig spannend, so das ich dass Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Leider kam danach aber das Ende welches wieder einen fiesen Cliffhanger hatte und mich auch ansonsten ziemlich ratlos und auch ein bisschen traurig zurück gelassen hat.

Renée hat sich verändert seit sie "gestorben" ist. Da wären zum einen die Veränderungen das sich kaum mehr schläft und das ihre Sinne abgestumpft sind, zum andern hat sie sich aber auch von der Persönlichkeit verändert. Sie ist viel ernster als im ersten Teil und ist bei weitem nicht mehr so schlagfertig. Auch ihren Humor hat sie leider eingebüsst. Gleichzeitig wirkt sie aber durch ihre Unsicherheit auch jünger. Zudem war sie mir leider nicht mehr so sympathisch wie im ersten Teil, was zu einem grossen Teil daran lag, dass ich das Gefühl hatte das die Chemie zwischen ihr und Dante irgendwie nicht mehr so gepasst hat.

Dante spielt in diesem Teil sowieso eine viel kleinere Rolle als im ersten Teil, da er als Mörder gilt und sich deshalb vor den Wächtern verstecken muss. Und obschon Renée eigentlich für ihn auf der Suche nach der Unsterblichkeit ist bahnt sich im Verlauf des Buches ein Liebesdreieck an. Renée beginnt Dante zu Misstrauen und je weiter sie sich körperlich voneinander entfernen, desto weiter entfernen sie sich auch emotional. Dafür gibt es einen neuen Charakter der grosses Interesse an Renée zeigt und zu dem sie sich hingezogen fühlt. Diese Entwicklung fand ich wirklich ziemlich unnötig. Ich meine macht sich für Dante auf die Suche nach dem Geheimnis der Unsterblichkeit und flirtet gleichzeitig mit einem anderen? Hm ja sehr glaubwürdig.

Dennoch fand ich aber diesen neuen Charakter, Noah, sehr sympathisch, ich konnte nur beim besten Willen nicht verstehen warum er sich ausgerechnet zu Renée hingezogen fühlt, wo er ja eigentlich eine Freundin hat. Obschon diese ist eine total nervige Zicke. Aber immerhin gab es im Buch eine gute Erklärung warum er mit ihr zusammen ist.
Neben ihm gab es noch einen anderen wichtigen neuen Charakter, nämlich Anya. Sie ist ziemlich verrückt und ich wurde nicht immer ganz schlau aus ihr, aber ich habe sie dennoch ins Herz geschlossen, da sie etwas frischen Wind in die Geschichte gebracht hat. Schade fand ich allerdings dass sie Eleanor sozusagen ersetzt hat, denn diese kommt so gut wie gar nicht mehr vor in der Geschichte und eine wichtige Rolle spielt sie schon gar nicht mehr.

Was glücklicherweise gleich geblieben ist, wie im ersten Teil, ist die tolle Atmosphäre, die Yvonne Woon der Geschichte verpasst hat. Die Atmosphäre ist wieder düster, mysteriös und ein bisschen unheimlich. Zudem ist der Schauplatz der Geschichte, dieses Mal Montreal in Kanada, sehr schön beschrieben. Wahrscheinlich lag es am Schreibstil, der mir auch wieder sehr gut gefallen hat, und der Atmosphäre, dass es mir doch grossen Spass gemacht hat das Buch zu lesen.

Fazit: Ein bisschen schlechter als der erste Teil, aber trotzdem lesenswert.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 02.09.2012
Jackpot - Wer träumt, verliert
Knösel, Stephan

Jackpot - Wer träumt, verliert


sehr gut

Die beiden Brüder Chris und Phil haben es gerade alles andere als leicht im Leben. Ihr Vater hat ein Alkoholproblem und die beiden sind so gut wie auf sich selbst gestellt. Obschon sie in einer schäbigen Wohnung leben können sie die Miete bald nicht mehr bezahlen, sogar Geld für Essen wird langsam knapp. Weihnachten wird für sie dieses Jahr wohl ausfallen, denken sie. Doch dann wird Chris Zeuge eines Autounfalls und das Mädchen welches im Kofferraum des Wagens liegt, bittet ihn eine Tasche voll Geld zu verstecken. Nach kurzem zögern nimmt Chris die Tasche an sich, er denkt jedoch nicht daran dem Mädchen das Geld irgendwann zurück zu geben. Er sieht darin vielmehr die grosse Chance für ihn und seinen Bruder ein neues Leben anzufangen. Doch das Mädchen ist nicht die einzige die hinter dem Geld her ist. Bald sind ihnen auch noch die Polizei, ein paar zwielichtige Typen aus ihrem Quartier und der Fahrer des Wagens auf den Fersen...

meine Meinung:
Die Geschichte beginnt sofort sehr spannend, der Autounfall geschieht bereits nach etwa fünf Seiten und genauso spannend und rasant geht es danach auch weiter, die ganze Geschichte spielt innerhalb von 4 Tagen. Dass die Geschichte aus ziemlich vielen verschiedenen Sichtweisen erzählt wird und diese sich oft ziemlich oft abwechseln hat mich anfangs jedoch ziemlich verwirrt. Mehrmals musste ich Teile zweimal lesen, weil ich anfangs nicht gemerkt hatte dass die Sichtweise gewechselt hatte. Auch hatten diese Wechsel für mich die Folge dass mich die Geschichte nicht wirklich fesseln konnte, ich empfand sie zwar als durchaus spannend, dadurch dass mein Lesefluss ständig unterbrochen wurde konnte ich aber nicht richtig in der Geschichte versinken.

Was mir hingegen gut gefallen hat ist, dass die Geschichte total viele überraschende Wendungen bereithält und ich wirklich bis zu den letzten paar Seiten keine Ahnung hatte wie die Geschichte enden wird. Dazu beigetragen haben besonders die Figuren, die fast alle übertrieben gut darin sind sich die Wahrheit passend zu Recht zu legen. Ich wusste nie wer nun wirklich die Wahrheit sagt und wer lügt. Der Autor hat es so ausgelegt, dass man lange auch nicht wirklich weiss wer der "Bösewicht" der Geschichte ist. Der Fahrer des Autos, Sabrina (das Mädchen welches im Kofferraum des Autos lag) oder gar die Polizei? Eins kann ich euch verraten, niemand der aufgezählten ist wirklich unschuldig.
Die Charaktere ist alles andere als schwarz und weiss, selbst Chris und Phil, welche die Sympathieträger der Geschichte sind, wollen schliesslich das Geld für sich behalten, was ja nicht wirklich das ist was man dem Gesetz nach tun sollte. Dies hat dazu geführt das ich die ganze Geschichte über niemandem wirklich getraut habe, was einerseits anstrengend war, mich aber auch immer zum weiterlesen getrieben hat, weil ich gespannt war wie die Geschichte endet.

Leider fand ich das Ende dann alles andere als befriedigend. Der Showdown war zwar wirklich spannend und es gab einen super tollen Moment zwischen den beiden Brüdern, aber mir blieben einfach zu viele Fragen offen. Die Geschichte wirkte schon abgeschlossen, aber am Ende ging mir alles ein bisschen zu schnell und so blieb für mich ein bitterer Beigeschmack. Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass ich mir ein anderes Ende gewünscht hatte.

Der Schreibstil ist sehr umgangssprachlich, was aber auch super zur Geschichte und der Charaktere passt. Die Dialoge die sich die Figuren untereinander liefern sind wirklich toll. Für mich waren sie das Beste am ganzen Buch. Chris, Phil und die anderen Figuren sind alle super schlagfertig, was zu super Schlagabtauschen geführt hat, mehrmals musste ich mir auch in einer eigentlich ernsten Situation ein Lachen verkneifen.

Fazit:
Ein spannend des Buch, welches für mich mal etwas Neues war. Richtig begeistern konnte es mich aber leider nicht. Ich denke aber das es gerade für Jungen im Teenager Alter, die normalerweise ja nicht so viel lesen, sehr gut geeignet wäre.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 09.08.2012
Das göttliche Mädchen
Carter, Aimee

Das göttliche Mädchen


weniger gut

Die Kurzbeschreibung von Das göttliche Mädchen hat mich sofort angesprochen. Ich bin ein grosser Fan von Geschichten, die die griechische Mythologie in unsere Zeit hineinversetzen, da ich die ganzen Götter und Mythen total interessant finde. Dazu kam die Sache mit den sieben Prüfungen, die mich erwarten liess, dass die Geschichte total actionreich und spannend werden würde. Nun ja ich hatte leider falsch gedacht. Über die griechische Mythologie habe ich eigentlich nichts Neues erfahren, denn das einzige was die Geschichte mit dieser zu tun hat ist, dass sie von Hades und den anderen Göttern handelt, auch wenn diese nicht unbedingt viel mit den Göttern in der Mythologie gemeinsam haben. Was mich aber noch fast mehr enttäuscht hat ist die Tatsache dass es sich bei den sieben Prüfungen nicht um gefährliche Kämpfe oder knifflige Rätsel handelte. Nein, die meisten Prüfungen bemerkt man nicht einmal sondern man wird erst am Schluss über sie aufgeklärt. Kate wird nämlich auf die sieben Todsünden geprüft, die soviel ich weiss eigentlich nichts mit der griechischen Mythologie zu tun haben.

Nun kann man sich auch schon denken, dass Kate natürlich ein total vorbildlicher Mensch ist. Sogar wenn ihr jemand wirklich böse mitspielt ist sie dieser Person gegenüber noch immer fair und denkt gar nicht daran sich zu rächen oder ähnliches. Dass sie von Henry eigentlich so gut wie entführt und auf seinem Anwesen festgehalten wird, obschon sie dort im Luxus lebt, stört sie auch nicht gross. Sie lässt es ruhig über sich ergehen, da sie ja ihrer Mutter helfen möchte. Wobei ihre Mutter eigentlich nur länger am Leben erhalten und nicht gerettet wird. Sie beginnt sogar sich zu Henry hingezogen zu fühlen und ihn toll zu finden. Sie verliebt sich in ihn, anstatt ihn, wie es ein normaler Mensch tun würde, zu hassen. Leider fand ich diese Entwicklung ausgesprochen unglaubwürdig. Hass scheint Kate sowieso nicht zu kennen. Insofern passt der Titel Das göttliche Mädchen eigentlich perfekt, denn irgendwie ist sie zu perfekt um menschlich zu sein. Andererseits könnte man sie wohl auch einfach als unglaublich naiv bezeichnen. Ich konnte ihre Handlungen und Gedanken grösstenteils wirklich nicht nachvollziehen, weshalb es mir auch nicht wirklich Spass gemacht hat die Geschichte aus ihrer Sicht zu erleben.

Auch die anderen Personen die in der Geschichte eine wichtigere Rolle spielen, hierbei handelt es sich hauptsächlich um Götter, konnten mich nicht wirklich überzeugen. Die Figuren waren einfach zu klischeehaft und ihre Persönlichkeiten haben, meinem Gefühl nach, oft nicht wirklich zu den Göttern gepasst die sie darstellen sollten. Da die Götter auch noch andere Namen hatten war ich wirklich froh das es hinten im Buch eine Liste gibt auch der steht welche Figur welchen Gott darstellen sollte. Auch habe ich mich oft gefragt ob die Götter wirklich nichts Besseres zu tun haben als sich auf dem grossen Anwesen, auf dem auch Kate lebt, herumzutreiben.

Wenn man allerdings von meinen Erwartungen an die Geschichte absieht, und es einem nicht stört das die Prüfungen nur so nebenbei ablaufen und die Götter absolut nicht göttlich sind, ist die Geschichte eigentlich nicht schlecht. Dadurch das es jemand auf Kate abgesehen hat und sie ständig in der Angst leben muss vergiftet oder auf eine andere Art getötet zu werden, baut sich eine Spannung auf und man rätselt automatisch mit, wer der Bösewicht sein könnte. Leider musste ich mich bei der Auflösung mal wieder fragen wie blöd die Götter eigentlich sein können.

Fazit:
Ich war wirklich schwer enttäuscht von dem Buch weil es meinen Erwartungen nicht im Geringsten gerecht wurde. Wenn man aber ohne diese Erwartungen an die Geschichte heran geht, könnte sie einem möglicherweise gefallen. Allerdings nur wenn man sich nicht an der zu perfekten Protagonistin und der grösstenteils wenig actionreichen Story stört. Ob ich die Fortsetzung lesen werde ist fraglich.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.