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Benutzername: Tomki08
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Bewertungen

Insgesamt 36 Bewertungen
Bewertung vom 29.07.2017
Dinner for one, Murder for two / Pippa Bolle Bd.2
Auerbach & Keller

Dinner for one, Murder for two / Pippa Bolle Bd.2


sehr gut

Mord - Humor - Traurigkeit - Spannung .. sind die ersten Stichworte, die mir zu der Leseprobe "Dinner for one, Murder for two" von Auerbach & Keller einfallen. Und gerade diese schon viel gefallenen Beschreibungen sollten den Leser in erster Linie ziemlich verwirren, da Krimis selten humorvoll erscheinen - aber dem Autorenduo gelingt gerade dieses!

Schon von der ersten Seite befindet man sich im Geschehen: Nach der Prologeinführung in die Szene des Theaterspiels, einer Vorstellung Pippa Bolles und der Kreuzung dieser beiden Protagonisten hört die Leseprobe auf und man fragt sich was passieren wird. Auch mich überkam die Neugier und sobald mein Buch da war, habe ich mich ans lesen gemacht und konnte nicht mehr aufhören.

Dies ist kein Krimi, wie man ihn normalerweise kennt, da der Mord ( bzw. die Morde) und dessen Aufklärung (en) auf humorvolle Weise verbunden werden. Man hat als Leser eine ziemlich lange "Einführungsphase" in die Geschichte, bevor es richtig losgeht, und in der man sich buchstäblich in diesen englischen Ort verliebt. Pippa Bolle geht in ihrer Rolle als Aufklärerin, ja vielleicht auch Detektivin, richtig auf und es bietet eine Abwechslung von ihrem Leben: Als arbeitslose Übersetzerin und nach überstandener Trennung kommt ihr der Aufenthalt bei ihrer geliebten Oma, währenddessen sie sich um ihre Tiere kümmert, gerade recht. Nach und nach kommt alles zusammen und das Puzzle fügt sich zusammen. Von der Geschichte möchte ich nicht allzuviel verraten, da es sicherlich auch Leser gibt, die sich für die Rezensionen interessieren und nicht gleich das Ende wissen wollen.

Meiner Meinung nach fühlt man sich dank toller Beschreibungen gleich heimisch in Stratford-Upon-Avon, identifiziert sich gut mit der Figur Pippa Bolles und mit Hilfe von Humor, aber auch Spannung wird eine amüsante Geschichte konstruiert und bis zum Ende kann sich der Leser nicht ausmachen, wer der Schuldige ist.

Auf jedenfall lesens- und uneingeschränkt empfehlenswert für einen schönen Lesetag! Mein Fazit: Ich gebe für dieses Buch 4 Sterne! Es ist kein Krimi, der einen atemlos macht, jedoch ist er unterhaltsam und wirklich humorvoll gestaltet (nicht zuletzt finde ich die Verbindung von Krimi und Shakespeare(-Zitaten) außerordentlich gelungen.

Mein einziger Kritikpunkt ist das Cover und auch der Titel, den ich nicht allzu passend finde. Das Buch wirkt auf den ersten Blick keineswegs wie ein Krimi, man denkt eher an einen Roman ohne tiefgründige Geschichte, ohne Anreiz dieses Buch wirklich lesen zu wollen. Mir ging es auch so und da mir das Autorenduo noch nichts gesagt hat, ich dementsprechend Pippa Bolle auch noch nicht kannte, denke ich, dass ich dieses Buch nicht angerührt hätte.

Bewertung vom 28.07.2017
Als die Träume in den Himmel stiegen
McVeigh, Laura

Als die Träume in den Himmel stiegen


gut

Cover: Das Cover des Buches ist wirklich schön gestaltet. Es würde mich auch im Buchladen reizen den Klappentext zu lesen. Nachdem ich die Geschichte gelesen habe, soll es wohl vor allem die Hoffnung ausdrücken, die ein junges Mädchen antreibt – immer und immer. Dabei geht es um Träume („Alles ist möglich“ – wie ihre Mutter sagt) und darum nie allein zu sein.

Geschichte: In dem Buch begleiten wir das Mädchen Samar, die zunächst aus Kabul flüchtet und mit ihren Eltern und Geschwistern bei den Großeltern in einem Bergdorf im Hindukusch Unterschlupf findet. Doch auch hier überfallen die Taliban das Dorf, eine schwere Naturkatastrophe bricht herein und Samar ist von nun an auf der Flucht – sie begibt sich von Grenze zu Grenze, lernt auf ihrer Reise viele Menschen kennen, verliert ihre Familienmitglieder und ist dennoch von einer Hoffnung angetrieben, der Hoffnung, dass alles besser wird.

Schreibstil: Der Schreibstil ist klar und flüssig. Ich habe es als schwierig empfunden, die Namen der Charaktere (die für mich sehr fremd sind) auseinander zu halten. Auch war es schwierig den Überblick zu behalten. Während Samar als Protagonistin gut dargestellt wurde und man sich ein Bild von ihr machen konnte, sind mir einige Charaktere nicht ganz so griffig gewesen.

Gesamteindruck: Ich muss gestehen, dass ich eine Weile gebraucht habe, um in dieses Buch zu finden. Nach lesen des Klappentextes wurde mir ziemlich schnell bewusst, dass es sich um eine Geschichte handelt, die ich sehr selten lese. Nicht, weil mich das Thema nicht interessiert, sondern einfach, weil ich andere Genre gewöhnt bin. Es handelt sich bei dem Buch natürlich nicht um einen schönen netten Roman, den man so runterliest, es ist mehr eine traurige Geschichte, die dem Leser das Leben von Samar beschreibt. Ständig auf der Flucht und die ständige Angst sind ihr Begleiter und dies wird dem Leser auch deutlich. Es ist eine Geschichte, die einen bewegt und die einen auch nach dem Lesen noch beschäftigt. Ich kann mich nun besser in die Lage derer versetzen, die fliehen, die nichts mehr haben und die zu der damaligen Zeit gelebt haben. Zum Schluss wurde die Geschichte noch spannend, der Spannungsbogen hat sich jedoch sehr langsam aufgebaut. Gleichzeitig wird den Lesern schonungslos erzählt, wie das Leben für Flüchtlinge aussieht/aussah. Eine Thematik, die gerade auch in die aktuellen Geschehnisse passt.

Alles in allem würde ich dem Buch drei Sterne vergeben. Der Roman versteht es, die Handlung in den geschichtlichen Hintergrund von Afghanistan einzuordnen und fokussiert sich auf die Taliban, den Krieg und die Flüchtlingssituation. Ich hätte mir persönlich noch ein paar mehr Seiten am Ende gewünscht, da es nun doch sehr offen ist.

Bewertung vom 15.06.2017
Frag nicht nach Sonnenschein
Kinsella, Sophie

Frag nicht nach Sonnenschein


sehr gut

Dies war mein erstes Buch, was ich von Sophie Kinsella gelesen habe und ich muss gestehen, dass ich es innerhalb von ein paar Tagen förmlich verschlungen habe. Ob im Zug oder auf der Sonnenliege, ich habe es wirklich genossen in das Leben von Katie einzutauchen. Doch zunächst zu ein paar weiteren Aspekten:

Cover: Das Cover dieses Buches finde ich unglaublich gelungen und liebevoll gestaltet, das Aussehen würde mich im Laden dazu aufforden den Buchrücken zu lesen. Die Farbgebung ist auffällig und in Kombination mit dem Titel einen Griff wert.

Geschichte: Man taucht gleich zu Beginn in das Leben von Katie Brenner ein - Katie, die aus dem öden Somerset weggegangen ist, um sich nach dem Studium ihren Traum zu erfüllen und in London zu leben und zu arbeiten. Ihren ersten Job tritt sie be Cooper Clemmow an und trifft dort auf ihre neue Chefin Demeter. Ihren Traum vom Großstadtleben hat sie sich anders vorgestellt, denn tatsächlich muss sie sich den Umständen beugen, wird bei ihrer Arbeit nicht richtig wahrgenommen, lebt in einem winzigen Zimmer und muss jeden Tag einen langen Weg zur Arbeit hinlegen. Sie kämpft jedoch weiter und verfolgt ein Ziel: sie will ein so perfektes Leben führen wie ihre Chefin. Dann wird ihr jedoch gekündigt und sie geht kurzerhand wieder zurück in ihre Heimat, verrät ihrem Vater sowie ihrer Stiefmutter nichts von ihrer Kündigung und hilft den beiden eine Glamping-Anlage auf dem Hof aufzubauen. Hierfür übernimmt sie das komplette Marketing und stürzt sich nahezu in dieses Projekt. Plötzlich taucht Demeter, die sie über alles verabscheut nachdem sie hinausgeworfen wurde, und verbringt einen Aufenthalt mit ihrer Familie in Somerset. Nun fügt sich eines zum anderen und Katie erkennt, dass auch Demeters Leben nicht perfekt verläuft...und dann ist da auch noch Alex, in den sie sich Hals über Kopf verliebt hat..... Allzu viel möchte ich an dieser Stelle gar nicht weiter verraten.

Schreibstil: Der Schreibstil von Kinsella ist wirklich super - man kann sich in die Hauptcharaktere hineinversetzen und ihr Stil liest sich wirklich leicht weg. Daher habe ich das Buch auch hauptsächlich im Zug gelesen.

Gesamtfazit: Toller Frauenroman, der sich so runterliest. Ich denke ich werde mir nun auch nochmal die anderen Beststeller von ihr zu Gemüte führen. Abschließend würde ich vier Sterne vergeben!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.02.2017
Und jetzt lass uns tanzen
Lambert, Karine

Und jetzt lass uns tanzen


sehr gut

Karine Lambert beschreibt in ihrem Roman "Und jetzt lass uns tanzen" wie das Leben und die Liebe im Alter aussehen können. Obwohl der Roman nicht sehr lang ist, gelingt es der Autorin die Geschichte rund um Marguerite und Marcel rührend zu beschreiben. Beide wirken echt und werden in ihrem Alltag mit ihren Routinen ausführlich beschrieben. Sie haben eine Vergangenheit, die sie geprägt hat und fühlen sich in ihrem Leben eingesperrt, sodass sie vom Negativen geblendet werden und das Wundervolle, das sich ergibt, zunächst nicht erkennen.

Geschichte: Schon der Beginn des Romans regt zum Nachdenken an, beide Protagonisten haben ihre langjährigen Ehepartner verloren und fühlen sich umgeben von Einsamkeit und Trauer. Lediglich die Routine hält sie am Leben. Während einer Thermalkur lernen sie sich kennen, kommen sich schließlich näher und können mit diesem neuen Gefühl zunächst nicht richtig umgehen. Sie erkennen, dass das Leben mehr für die Beiden bereithält und aus der innigen Liebe entwickelt sich neuer Lebensmut. Sie träumen von einer (restlichen) gemeinsamen Zukunft, zum Trotz der Meinungen ihrer Familien oder anderer Menschen, brechen zu neuen Ufern auf und genießen ihr Leben und die gewonnene Zweisamkeit in vollen Zügen.

Gesamteindruck: Der Roman verdeutlicht, dass es sich immer lohnt zu kämpfen und dass das Leben manchmal unvorhersehbares bereithält, dem man sich nur öffnen muss. Es handelt sich um eine wirklich schöne Geschichte, die die gemeinsam durchlebte Vergangenheit einfühlsam darstellt, sodass man sich als Teil der Geschichte fühlt. Meine abschließende Bewertung lautet 4 Sterne.