Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Gudrun
Wohnort: München
Über mich: Ich sage ehrlich meine Meinung
Danksagungen: 4 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 201 Bewertungen
Bewertung vom 16.06.2018
Das Jahrhundertversprechen / Jahrhundertsturm Trilogie Bd.3
Dübell, Richard

Das Jahrhundertversprechen / Jahrhundertsturm Trilogie Bd.3


ausgezeichnet

Das schöne und auf Details achtende Cover reiht sich wunderbar in die vorhergehenden Bände ein. Bereits an der Farbgebung und den Abbildungen lässt sich die Zusammengehörigkeit erkennen. Auch an den Klappeninnenseiten mit den Bildern aus damaliger Zeit kann man die Detailgenauigkeit erkennen.



Habe zwar die vorherigen Bände "Der Jahrhundertsturm" und "Der Jahrhunderttraum" dieser Deutschland-Saga gelesen, traue mich jedoch zu behaupten, dass dieser Band auch ohne diese Vorkenntnisse unabhängig davon gelesen werden kann, denn der Autor flicht die wichtigen Details, um das Geschehen vollends begreifen zu können, gelungen ein. Jedoch möchte ich hier auch anmerken, dass es schade wäre, einen dieser drei Bände nicht gelesen zu haben.



Der Schreibstil ist super eingängig und lässt sich trotz der immensen Flut an historischer Daten und Fakten flüssig lesen. Daran kann man erkennen, dass eine umfängliche Recherchearbeit vorangegangen sein muss, denn die historischen Gegebenheiten wurden sehr detailreich und äusserst interessant in die fiktive Geschichte verwoben. Der Autor versäumt nicht, die laufende Geschichte rund um die Protagonisten von den vorhergehenden Bänden weiterzu"spinnen", so dass man auch nach längerer Lesepause zwischen den Büchern sofort wieder Zugang zur Geschichte findet und man das Gefühl hat, alte Bekannte wieder zu treffen und deren Leben weiter erleben zu können.



Auch bei diesem Band ist es dem Autor wieder gelungen, Geschichtswissen von hoher Brisanz mit enormer Spannung und kurzweiliger Unterhaltung zu verknüpfen. Die Spannungsmomente werden durch gekonnt gesetzte Cliffhanger immer und immer wieder aufgenommen und angestachelt und die Auflösung wird niemals enttäuscht. So wird dem Leser enormes Geschichtswissen mit spannungsreichem Unterhaltungswert geliefert.



Die Informationen, die sich in den zwanziger Jahren in politischer aber auch in wirtschaftlicher Hinsicht zugetragen haben, sind vielfältig und authentisch über die kompletten 3 Bände dargestellt.



Mein Fazit: enormes Geschichtswissen mit spannungsreichem Unterhaltungswert

Bewertung vom 07.06.2018
Miss Gladys und ihr Astronaut
Barnett, David M.

Miss Gladys und ihr Astronaut


ausgezeichnet

Das Cover ist einfach hervorragend. Dies umfasst sowohl die Vorder-/Rückseite wie auch die Klappeninnenseiten. In diesen sind Zitate in Sprechblasen eingebunden, die neugierig auf den Inhalt machen.

Dies ist der erste Unterhaltungsroman des Autors und ich kann nur sagen: klasse Unterhaltungswert, da will ich bitte mehr davon.

Der Schreibstil ist super kurzweilig und lässt sich flott lesen. Diese originelle Erzählweise schafft es, dass die vielen Unwägbarkeiten des Lebens, die hier aufgeführt werden, trotzdem immer so verpackt sind, dass man ab und an innehalten muss, um den Tiefgang vollends zu begreifen und durch den charmanten Humor, der in den Szenerien durchweg auftaucht, Hoffnung schöpft und sieht, dass "jeder zwar sein Päckchen zu tragen hat", aber eben durch Zusammenhalt und Nächstenliebe alle Probleme gemeinsam gemeistert werden können.

Ich habe länger darüber nachgedacht, wie ich denn diesen außergewöhnlichen Schreibstil am besten umschreiben sollte und dabei ist mir der Begriff: schräg-witzig eingefallen. Dies soll durchaus positiv sein, denn der Humor ist charmant und immer über der Gürtellinie. Hier findet man keinen Sarkasmus oder dergleichen und das macht einfach Spaß.

Der Autor schreibt authentisch und lebhaft und bedient sich dazu realer Details, die er mit einbindet und in den Szenerien gekonnt zu Slapsticks verarbeitet.



Die Charaktere wirken vielmals verschroben und auch als Aussenseiter, die trotzdem - oder vielleicht auch gerade deswegen - liebenswert rüberkommen.



Genauso verhält es sich mit dem Schreibstil der immer wieder zwischen den Zeiten und den Erzählern hin- und herspringt. Obwohl dies so gehandhabt ist, verliert man jedoch dennoch nicht den roten Faden....es macht alles Sinn und ergänzt sich immer weiter und weiter zur kompletten Geschichte. Dies alles zusammen macht das Bild komplett.



Ich möchte hier Zitate aufgreifen, die den vorab von mir beschriebenen Schreibstil etwas verdeutlichen: (Zitat) "Wie machen Sie das eigentlich? Dass Sie gleichzeitig griesgrämig und lustig rüberkommen?"

und die Antwort darauf: (Zitat) "Das ist ein Talent. ...."

So zieht es sich durch das ganze Buch, das eben die Licht- und Schattenseiten des Lebens authentisch darstellt.

Hier wechseln sich Traurigkeit, Schrulligkeit mit Humor und Intelligenz ab - oder eher gesagt, werden gekonnt miteinander verknüpft und machen gute Leseunterhaltung daraus. Dies ist aussergewöhnlich, aber super gemacht. Ich nenne das jetzt einfach mal trockener Humor, der charmant und gut rüberkommt.



Viele Unwägbarkeiten des Lebens werden authentisch geschildert und mit dem schräg-witzigen Humor gut in Szene gesetzt.

Jetzt möchte man vielleicht denken, dass dies doch garnicht zusammenpassen kann, aber nein, der Autor versteht es, dies stimmig, abwechslungsreich und unterhaltsam zu gestalten.



Mein Fazit: mit gut gemachtem Humor versteht es der Autor, aufzuzeigen, dass jeder Mensch so sein "Päckchen zu tragen hat", jedoch nicht daran verzweifeln sollte

Bewertung vom 31.05.2018
Goldener Zorn / Children of Blood and Bone Bd.1
Adeyemi, Tomi

Goldener Zorn / Children of Blood and Bone Bd.1


gut

Das Cover hat mich, bevor ich die Leseprobe gelesen habe, etwas zweigeteilt, denn einerseits empfinde ich den Blick der dargestellten Frau äusserst gelungen, weil er eben genau diesen Zorn und die Entschlossenheit ausdrückt, die der Titel ja schon beschreibt. Auch die Zeichnungen auf der Stirn und der Kopfschmuck sind vortrefflich gewählt und wunderschön. Jetzt komme ich zu den weiß/silbern schimmernden "Strahlen", mit denen ich vor dem Lesen nicht so recht etwas anzufangen wusste und dies hat mir auch den Eindruck des Covers etwas vermiest. Jetzt, nachdem ich weiß, dass dies die Haare sind und was dies auf sich hat, sehe ich das Cover mit anderen Augen. Ich will hier nicht spoilern, deshalb sage ich zu der Bewandtnis nicht mehr dazu, nur, dass ich das Cover, nunmehr vollends passend und wunderschön finde.



Aufgrund der Rückseite des Covers, auf dem Leser- und Pressestimmen aus den USA abgedruckt sind, habe ich enorm viel von dem Buch erwartet, aber leider wurden diese nur ansatzweise erfüllt.

Der Schreibstil wirkt chaotisch. Ich hatte hier immer wieder das Gefühl, dass die Autorin immens viele Details ins Buch packen will, jedoch wurde dabei nur selten Tiefgang erreicht. Die vielen Informationen wurden platziert, jedoch nicht gut ausgearbeitet. Entweder werden sie nur am Rande bearbeitet oder aber durch unlogische Schlussfolgerungen zunichte gemacht.

Hier möchte ich etwas auf den Schluss vorgreifen, denn die Autorin hat eine Anmerkung angehängt, in der sie ihre teilweisen Beweggründe für dieses Buch beschreibt. Zuerst wäre die Anmerkung zu Beginn des Buches besser platziert, da man dann als Leser dies besser verstehen könnte und den Zorn und die Wut, die aus vielen Zeilen erkennbar sind, erklärbarer wären. Natürlich lautet der Untertitel "Goldener Zorn", aber, den oben genannten Zorn beziehe ich eher auf die Schreibart, die dieses Gefühl der Autorin noch zusätzlich heraufbeschwört.

Die Idee der Thematik ist aufgrund der vorgenannten Anmerkung auch logisch und verständlich, jedoch wurde durch die Anhäufung der eingeworfenen Sequenzen das Ganze nicht gut ausgearbeitet. So kann man alles nur am Rande miterleben, jedoch nicht mit dabeisein, was ich bei einem guten Buch jedoch erwarte.

Die Charaktere werden mitunter gut beschrieben und man kann sich deren Verhalten und Beweggründe durchaus vorstellen und nachvollziehen. Jedoch hat es hier auch etwas an der Ausarbeitung gehapert, denn gerade bei Charakteren, die Potential für Tiefgang und intensiveren Einblick ins Geschehen liefern hätten können, hat dies nicht stattgefunden. Diese Personen wurden entweder kaum berücksichtigt oder eben aus dem Geschehen getilgt.

Die Spannung konnte aufgrund vorheriger mittelmäßiger Ausarbeitung leider nur wenig aufkommen, denn sie wurde meist durch geringe Detailtiefe oder auch durch unlogische Zusammenhänge zunichte gemacht.



Dies ist der 1. Teil einer Trilogie, die auch mit einem sogenannten Cliffhanger endet, der Lust und Neugier auf die weiteren Bücher machen soll. Da jedoch die Spannung, die ich immer mal wieder erwartet hätte, nicht aufgekommen ist, bin ich wenig gespannt auf die nächsten Bücher.



Mein Fazit: meine hohen Erwartungen wurden leider nur mittelmäßig erfüllt

Bewertung vom 16.05.2018
Agnetas Erbe / Die Frauen vom Löwenhof Bd.1
Bomann, Corina

Agnetas Erbe / Die Frauen vom Löwenhof Bd.1


ausgezeichnet

Das Cover finde ich super gelungen und wenn ich hier schon auf die beiden Folgebände dieser dreiteiligen Löwenhof-Saga vorausschauen darf, ergeben sie ein Ganzes. Man erkennt auf den ersten Blick, dass jedes Cover ein vortrefflicher Teil dieser Saga ist.

Die Stimmung, die die jeweilige Frau mit dem Blick aus der Tür schafft, sowie die der Landschaft, die sich dementsprechend verändert, nimmt gefangen und macht Lust auf´s Lesen und erkunden, ob denn der jeweilige Inhalt den Covers gerecht werden.



Da ich hier den 1. Band - "Agnetas Erbe" - bewerte, kann ich auch jetzt nur für diesen Band sprechen und der wird dem Cover allemal gerecht. Deshalb warte ich auch sehnsüchtig auf die Erscheinung der beiden folgenden Bücher mit den Untertiteln: "Mathildas Geheimnis" und "Solveigs Versprechen"



Der Schreibstil fesselt und obwohl dieses Buch 728 Seiten umfasst, habe ich es in kürzester Zeit gelesen, weil ich es kaum mehr aus der Hand legen wollte.



Der Sprachstil und manche Geschehnisse wirken etwas zu modern für die im Buch dargestellte Zeit in den Jahren 1913 bis 1915. Dies wirkt dann etwas unauthentisch.

Was mich ebenfalls etwas "aus der Zeit geworfen hat" sind die eingeflochtenen Vorausschauen, die Ereignisse erwähnen, die sich nach 1915 bis heute entwickelt haben.

Obwohl ich dies etwas störend empfunden habe, vergebe ich für dieses Buch die volle Punktzahl, weil mich das Geschehen trotzdem fasziniert hat und ich diese "Voraussagen" als wertvolle Hintergrundinformationen zur Geschichte an sich betrachte.



Hier bin ich dann an dem Punkt über die realen Vorkommnisse angelangt, denn man erkennt, dass intensive und ausführliche Recherchearbeit geleistet wurde. Die Geschehnisse der damaligen Zeit sind detailreich und äusserst aufschlussreich komplett im Buch verankert.



Die Mitwirkenden haben allesamt Charakter, der einnimmt. Egal ob "gute" oder "böse", jeder für sich hat seinen angestammten Platz und macht die Geschichte vollständig.



Die Autorin versteht es, mit unterschiedlichsten Erzählformen zu hantieren. So flicht sie beispielsweise Briefe oder Notizen mit ein, die das Ganze auflockern und zudem auch als Zeitraffer dienen, um keine Langeweile aufkommen zu lassen.

Der Spannungsbogen hält sich von Anfang bis Ende. Diese wird u.a. durch gekonnt gesetzte "Unterbrechungen" erzielt.



Mein Fazit: das Buch fesselt und ich kann es kaum erwarten, die beiden Folgebände in Händen zu halten

Bewertung vom 07.05.2018
Ein halbes Jahr zum Glück
Timmer, Julie Lawson

Ein halbes Jahr zum Glück


weniger gut

Das Cover finde ich von der Farbgebung und den Abbildungen in Ordnung, jedoch auch nicht mehr. Es würde im Regal nicht sonderlich auffallen. Die Schriftart des Titels hingegen gefällt mir sehr gut und ist ansprechend gestaltet.



Der Schreibstil hat mich nicht gefangen genommen. Es war eher ein Beobachten als ein Dabeisein für mich. Daher war mir auch ein flüssiges Lesen kaum möglich.



Zu Beginn haben mich die Thematik und die Ausarbeitung interessiert, aber so, wie dies hier vonstatten ging, war es mir einfach zu bieder und langweilig. Es hat sich sehr in die Länge gezogen. Zwischendurch hat es zwar Abschnitte gegeben, bei denen ich gedacht habe, dass die öde Einlesephase beendet wäre und mich das Buch dann doch noch etwas beeindrucken könnte, aber dies hat sich schnell wieder verflüchtigt und das chaotische Ende hat mich vollauf bestätigt, dass dieses Buch einfach nichts für mich ist.



Bei den Charakteren hat es sich ähnlich verhalten. Hier war ich eine sehr starke Protagonistin, die sozusagen den Ton angegeben hat. Das wurde auch sehr gut von der Autorin umgesetzt, so dass ich mir oft gedacht habe, dass so eine nervige Person echt höchst lästig wäre und genau das wollte Julie Lawson Timmer sicherlich mit der Darstellung auch erreichen.

Die anderen Charaktere waren allgemein eher schwammig und nichtssagend geschildert. Klar, ist das sicherlich auch teilweise so gewollt, jedoch sollte sich das Ganze mit Veränderung der Situationen auch anpassen, aber, das ist leider nicht geschehen.



Insofern kann ich zu dem Buch nur sagen, dass es einen guten Ansatz von der Idee an sich und ebenfalls von der Darstellung einer Protagonistin hatte, jedoch ist die Umsetzung zum Großteil nicht gut gelungen.



Mein Fazit: die Umsetzung der Idee und der Charaktere haben leider größtenteils viel Luft nach oben gelassen

Bewertung vom 07.05.2018
Schwestern für einen Sommer
Lyra, Cecilia

Schwestern für einen Sommer


ausgezeichnet

Das Cover verweist auf Inhalte des Buches und gibt auch die etwas geheimnisvolle Stimmung wider. Die Farbgebung sowie die Abbildungen finde ich super gelungen und so verhält es sich auch mit der ersten Klappeninnenseite, die die Protagonistinnen sozusagen mit einem kleinen Auszug "vorstellt". Das macht alles insgesamt gesehen super neugierig auf den Inhalt, von dem ich mir viel erwartet habe.



Diese Erwartung wurde auch voll und ganz erfüllt. Nein, ich muss mich berichtigen, die Erwartungen wurden noch um einiges übertroffen.



Der Schreibstil ist super eingängig und auch hier muss ich mich korrigieren, denn es handelt sich nicht nur um einen Schreibstil sondern um mehrere und alle diese sind flüssig und nachvollziehbar zu lesen. Dass es mehrere Schreibstile beinhaltet, liegt daran, dass die Autorin es gelungen versteht, den Protagonisten, die abwechselnd die Geschichte aus eigener Sicht aufbauen und erzählen, die eigene Stimme zu geben. Außerdem flicht sie auch noch aufschlussreiche und auflockernde Details, wie beispielsweise Briefe oder SMS-Nachrichten ein, die dem Leser eine Lebendigkeit vermitteln, die mitten ins Geschehen katapultieren.

Die Charaktere sind durch die verschiedenen Stile auch äusserst lebendig und ich hatte das Gefühl, auf Du-und-Du mittendrin zu sein.



In die Geschichte konnte ich mich von Beginn an hineinversetzen und somit sagen, dass es ein guter Anfang war. Aber, Cecilia Lyra hat es mit ihrem Debütroman geschafft, nicht nur einen guten Anfang zu kreieren, sondern die Geschehnissen immer weiter zu steigern und den krönenden Abschluss am Ende gelungen einzusetzen.

Das Rezept, dass dann noch angehängt ist, setzt nochmal ein i-Tüpfelchen drauf und lässt einem nochmal die Szenerie, in der dieses Gericht im Buch eine Rolle spielt, Revue passieren.



Mein Fazit: Ich hoffe, dass ich bald wieder ein Buch von Cecilia Lyra in Händen halten kann, denn nach diesem Debütroman bin ich Fan des Tiefgangs, der Empathie und Spannung ohne Kitsch oder dergleichen

Bewertung vom 22.04.2018
Die Magnolienfrau
De Stefani, Sabrina

Die Magnolienfrau


ausgezeichnet

Das buntschillernde Cover fällt einem sofort ins Auge und erinnert an Indien. Das freche Lächeln der Autorin zeigt, dass hier enorme Willens- und Lebenskraft vorherrschen. Da wird man neugierig auf die wahre Geschichte, die hier preis gegeben wird.



Der Schreibstil ist super eingängig und man kann sich die Vorgänge und Beweggründe bildhaft vorstellen. Die Autorin schafft ein umfängliches Bild aus Teilen ihres bewegten Lebens, das sich mitunter entweder in ihrem Kopf oder aber auch in der Realität abspielen. Die enorme Lebenskraft kann man bei den Schilderungen schier spüren. Das schwappt direkt auf den Leser über.



Mein Fazit: die Autorin lässt intensive Einblicke in ihr bewegtes Leben zu

Bewertung vom 21.04.2018
Ess-Medizin für dich
Überall, Florian; Überall, Andrea

Ess-Medizin für dich


schlecht

Das Cover finde ich sehr gut gewählt, da es hinweisend auf den Inhalt wirkt. Außerdem sind die Farbgebung und auch die Abbildung stimmig. Macht neugierig.

Befasse mich seit längerer Zeit intensiv mit dem Thema: "Du bist, was du isst" und durch die Erläuterungen zum Buch hatte ich dementsprechend sehr hohe Erwartungen daran.

Leider wurden die zum Großteil aus folgenden Gründen enttäuscht.

Der Schreibstil ist durch die Sprunghaftigkeit nicht sehr eingängig. Hier verliert man oftmals den roten Faden. Ich denke, dass die Autoren damit eine gewisse Auflockerung erzielen wollten, damit das "trockene Thema" gut rübergebracht wird. Aber, in meinen Augen haben sie das nicht richtig umgesetzt. Es fällt schwer, das Buch zu lesen.

Die Ansätze, die hier gegeben werden, sind teilweise okay, aber, ich habe hier viele Fehler entdeckt, die in einem sogenannten "Sachbuch" zu bösen Folgen führen könnten. Da sollte doch nochmal intensiv nachgearbeitet werden.

Die angesprochenen Themen sind breit gefächert und sollen sicherlich Vielfältiges aufzeigen. Jedoch fehlt mir hier die Detailtiefe.

Die Tests sind meiner Meinung nach auch etwas "von Vorgestern" und unausgereift, denn mittlerweile hat man doch erkannt, dass sich Menschen nicht in ein bestimmtes Schema pressen lassen. Hier sollte auch nochmal "Hand angelegt" werden.

Zu guter Letzt kommt noch hinzu, dass dieses Buch als Werbung für die eigenen Produkte dient. Das macht mir den Inhalt dann gänzlich made.

Mein Fazit: bin total enttäuscht - soll wohl als Werbung in eigener Sache dienen

Bewertung vom 16.04.2018
Das Lied des Nordwinds
Kabus, Christine

Das Lied des Nordwinds


ausgezeichnet

Das Cover ist wunderschön gestaltet und zeigt auf eindrückliche Weise die Umgebung in der sich die Geschichte abspielt. Dabei werden auch die Licht- und Schattenseiten gelungen dargestellt, die ebenfalls im Inhalt gekonnt in Szene gesetzt werden.



Der Schreibstil ist eingängig und lässt sich flüssig lesen. Die Spannung wird unter anderem durch Zusammenfassungen in Form von Briefen, die längere Erzählstränge abdecken, und auch durch sich immer wieder abwechselnde Erzählungen von zwei Geschichten, die sich Stück für Stück annähern, aufgebaut. Durch gekonnt gesetzte Cliffhanger wird diese zusätzlich hoch gehalten.



Die umfangreichen Hintergrundinformationen zu Land und Leuten, die die Autorin hervorragend in die fiktive Geschichte verwebt, machen dem Leser das Land schmackhaft und durch die detailreichen Schilderungen wird man an Ort und Stelle versetzt.



Die dargestellten Charaktere wirken lebhaft und vollkommen authentisch. Hier kann man die Emotionen begreifen und mitfühlen. Insofern erlebt man das Geschehen voll und ganz mit.



Ein Teil ist zwar vorhersehbar. Dies wirkt sich jedoch nicht negativ auf den Gesamteindruck aus, da die Schilderungen der Szenerien trotzdem das Ganze auf einem hohen Spannungsbogen halten. Zudem versteht es Christine Kabus, den Leser auf falsche Fährten zu schicken.

Sehr gut werden auch die Intrigen und Machtspiele herausgehoben, in denen jedes Familienmitglied seinen Platz durch Lug und Trug einnehmen und behaupten soll.



Was mir ebenfalls sehr gut gefällt, sind die Tiefgründigkeiten, die sich durch´s komplette Buch ziehen.



Mein Fazit: detailreiche und umfangreiche Hintergrundinformationen sind gelungen in eine tiefgründige und spannende Geschichte verwoben

Bewertung vom 09.04.2018
Die letzte Reise der Meerjungfrau
Gowar, Imogen Hermes

Die letzte Reise der Meerjungfrau


gut

Das Cover wirkt auf mich eher eigenartig und nachdem ich nun das Buch gelesen habe, finde ich es sehr stimmig zum Inhalt. Besser hätte man das Cover hierfür nicht auswählen können. Die Farben wirken alles in allem düster, obwohl es zwar mit den hell gehaltenen Muscheln auf den ersten Blick nicht so den Anschein haben mag. Diese düstere Grundstimmung passt ebenso hervorragend zum Inhalt.



Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Erzählungen ja oftmals eher zäh und langatmig daherkommen. Genauso verhält es sich auch mit dieser. Das Debüt der Autorin gliedert sich gelungen in diese Sparte ein.

Ich musste mich sehr lange in die Geschichte einlesen und konnte auch zum Schluss hin nicht "richtig warm werden" mit dem Ganzen. Das Lesen hat sich für mich jedoch dahingehend gelohnt, weil in dem Buch die gesellschaftspolitischen Themen äusserst gelungen und detailreich offenbart werden und sich dem Leser die Sicht auf die Dinge gut erklären.



Die Charaktere werden eher trist und auch düster rübergebracht und gliedern sich gut in die Szenerien und Handlungsstränge mit ein. Das meinte ich eben auch zu Beginn meiner Rezension mit der düsteren Grundstimmung.



Es werden interessante Themen angesprochen und auch durch detailreiche Darstellungen genauestens unter die Lupe genommen und so dem Leser genauestens geschildert. Das führt aber auch oft dazu, dass man dabei den roten Faden verliert und zudem die Spannung, die ohnehin nur mäßig verläuft, zunichte gemacht wird.



Ich kann mir gut vorstellen, dass es zu damaligen Zeiten so oder so ähnlich abgelaufen sein könnte. Das Buch zeigt detailliert auf, wie der harte Überlebenskampf in London vonstatten gegangen sein könnte.



Mein Fazit: oftmals sehr drastische Darstellungen, die ab und an Verschnaufpausen aufzwingen....nichts für Zartbesaitete