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Benutzername: 
Alex
Wohnort: 
Braunschweig

Bewertungen

Insgesamt 97 Bewertungen
Bewertung vom 08.01.2022
Die Nelsons greifen nach den Sternen
Kelly, Erin Entrada

Die Nelsons greifen nach den Sternen


ausgezeichnet

Zusammenhalt, wenn es darauf ankommt

Wer Geschwister hat kennt, die kleinen und großen Auseinandersetzungen. Doch wenn es darauf ankommt, halten Geschwister meistens zusammen, sogar dann, wenn selbst die beste Freundschaft nicht standhalten könnte.

Fitch, Bird und Cash sind mitten in der Pubertät und eigentlich ist jeder mit seinen eigenen Problemen voll ausgelastet. Sie können sich nicht vorstellen, dass jeder den anderen braucht bzw. mehr als allen anderen vertrauen kann. Doch sobald sie diese Feststellung einmal gemacht haben, wird sich ihr Denken für die Zukunft ändern.

Orte und Situationen werden sehr detailliert beschrieben. Das macht die Geschichte sehr anschaulich. Die Autorin versteht es, die passenden Formulierungen zu finden. Man befindet sich scheinbar mitten in den Schauplätzen der Geschehnisse und fühlt mit den Figuren mit. Wenn ein Kapitel an der spannendsten Stelle endet, will man wissen, wie es damit weitergeht. Doch beim nächsten Kapitel geht es einem genauso. Es kommt also keine Langeweile auf.

Bewertung vom 22.12.2021
Die Brücke der Ewigkeit / Die Baumeister Bd.1
Hector, Wolf

Die Brücke der Ewigkeit / Die Baumeister Bd.1


ausgezeichnet

Für die Ziele im Leben kämpfen

Mit Prag hat der Autor einen historischen Schauplatz für seinen Roman gewählt. Das verdeutlicht auch das Cover. Im ersten Moment zeugt nichts davon, welche Intrigen sich hinter den alten Mauern abspielen. Ein junger Mann versucht sich gegen die etablierten Bauherren der Stadt durchzusetzen und seinen Platz zu behaupten. Dabei werden ihm Steine in den Weg gelegt, die man nicht allein mit Kraft aus dem Weg räumen kann. Hier ist Intelligenz gefragt.

Mit seinem Schreibstil hat es der Autor geschafft, den Leser in den Bann der Geschehnisse zu ziehen. Detailliert Beschreibungen über Personen und Orte lassen alles sehr lebendig erscheinen, sodass es schwerfällt, sich loszureißen. Wenn ein Kapitel an der spannendsten Stelle endet, will man wissen, wie es damit weitergeht. Doch beim nächsten Kapitel geht es einem genauso. Es kommt also keine Langeweile auf.

Bewertung vom 28.10.2021
Die unhöfliche Tote / Die Fälle Ihrer Majestät Bd.2
Bennett, S J

Die unhöfliche Tote / Die Fälle Ihrer Majestät Bd.2


ausgezeichnet

Eine Lady, die man nicht unterschätzen sollte

Auf dem Cover sieht man, weit nach vorne gebeugt, niemand geringeren als die Queen. Mehr braucht es nicht, damit (fast) jeder weiß, von wem die Rede ist. Wie immer trägt sie ein klassisch geschnittenes Kostüm im knalligen türkis, so wie der Hintergrund. Das Ganze wirkt schlicht, aber edel. Rechtsseitig steht einer ihrer geliebten Corgis auf den Hinterbeinen, der sie treuherzig anblickt. Auch wenn man ihr Gesicht nicht sehen kann, spürt man die Zuneigung zu Ihren Hunden.

Jetzt heißt es also nicht, im Namen eurer Majestät, denn die Genannte lässt es sich nicht nehmen, mithilfe ihrer Assistentin, den Fall selbst in die Hand zu nehmen. Und irgendwie fällt es gar nicht schwer, sich vorzustellen, dass die echte Queen im wahren Leben Kriminalfälle löst. Niemals würde sich die Queen die Hände schmutzig machen. Nicht nur wegen ihres Status, sondern weil sie ganz einfach eine Frau ist. Wie jede Frau geht auch die Queen an die Aufklärung des Falls viel subtiler ran. Kein männliches Machogehabe, sondern alles mit Stil und wortgewandt.

Orte und Situationen werden sehr detailliert beschrieben. Das macht die Geschichte sehr anschaulich. Die Autorin versteht es, die passenden Formulierungen zu finden. Man befindet sich scheinbar mitten in den Schauplätzen der Geschehnisse und fühlt mit den Figuren mit.

Bewertung vom 19.10.2021
Morgen, Klufti, wird's was geben
Klüpfel, Volker;Kobr, Michael

Morgen, Klufti, wird's was geben


ausgezeichnet

Eine Frage der Gelassenheit

Wie will man seinem Gast, der aus einem fremden Land stammt und ganz andere Traditionen pflegt, die deutsche Weihnacht nahebringen? Das brauchte wochenlange Planung! Aber Moment... so viel Zeit bleibt nicht. Der Besuch hat sich kurzfristig angekündigt und ahnt nicht, in welche Aufregung er die Gastgeber versetzt. Weihnachten läuft nie wirklich optimal und ausgerechnet wenn alles perfekt sein soll, läuft auch die kleinste Kleinigkeit schief. Aber soll man sich aufregen oder es mit Humor nehmen? Ärgern bringt auch nicht, also wird einfach das Beste aus der Situation gemacht.

Mit seinem Schreibstil gelingt es dem Autor, den Leser an den Geschehnisse teilhaben zulassen. Detailliert Beschreibungen über Personen und Orte lassen alles sehr lebendig erscheinen, sodass es schwerfällt, sich loszureißen. Wenn ein Kapitel an der spannendsten Stelle endet, will man wissen, wie es damit weitergeht. Doch beim nächsten Kapitel geht es einem genauso. Es kommt also keine Langeweile auf.

Bewertung vom 12.10.2021
The Stranger Times Bd.1
McDonnell, C. K.

The Stranger Times Bd.1


ausgezeichnet

Unerwartete Ereignisse

Die Darstellung auf dem Cover erinnert an eine Flasche, die Gift enthält. Bei genauerem Hinsehen scheint sich in dem Glas eine Szene zu spiegeln. Ein Paar geht geht Mondschein auf einer Brücke entlang.

Ich stehe auf den englischen Humor: schwarz, direkt, absurd. Der Titel ist auch der Name der Wochenzeitung - auf deutsch übersetzt bedeutet er "Die fremden Zeiten". Dinge, die uns seltsam erscheinen, kommen uns oft fremd vor. Mit diesem Thema beschäftigt sich die Zeitung, ohne dabei viel Wert auf seriösen Journalismus zu legen. Doch plötzlich ändern sich die Dinge und die Herausgeber müssen in ganz neue Richtungen denken.

Mit seinem Schreibstil hat es der Autor geschafft, den Leser in den Bann der Geschehnisse zu ziehen. Detailliert Beschreibungen über Personen und Orte lassen alles sehr lebendig erscheinen, sodass es schwerfällt, sich loszureißen. Wenn ein Kapitel an der spannendsten Stelle endet, will man wissen, wie es damit weitergeht. Doch beim nächsten Kapitel geht es einem genauso. Es kommt also keine Langeweile auf.

Bewertung vom 25.09.2021
Die Flucht beginnt / Survivors Bd.1
Pfeiffer, Boris

Die Flucht beginnt / Survivors Bd.1


ausgezeichnet

Zerstörung des Planten

Das Cover zeigt eine blaue Unterwasserwelt mit vielen verschiedenen Fischarten. Bei diesem Anblick rechnet man nicht mit einer unerwarteten Katastrophe.

In einem Kinder- und Jugendroman ist verpackt, was nicht nur dem Ozean und seinen Bewohnern, sondern auch der restlichen Erde droht, wenn Klimaveränderungen, Umweltverschmutzung und rücksichtsloses Ausbeuten der Natur weiterhin in dem selben Tempo voranschreiten. Das Buch spricht die Generationen an, die am meisten unter der Rücksichtslosigkeit der Menschheit leiden wird. Es ist niemals zu früh, etwas dagegen zu tun, eher schon fast zu spät.

Der Schreibstil ist leicht verständlich und wird der Zielgruppe gerecht. Alle paar Seiten gibt es eine schwarz-weiß Illustration eines Fisches oder der aktuellen Buchszene. Insgesamt sehr lesens- und empfehlenswert.

Bewertung vom 15.09.2021
Hey, ich bin der kleine Tod ... aber du kannst auch Frida zu mir sagen
Gröger, Anne

Hey, ich bin der kleine Tod ... aber du kannst auch Frida zu mir sagen


ausgezeichnet

Wer hätte das gedacht...
..., dass der Sensenmann Helfer hat?! Allerdings finde ich diese Vorstellung sehr naheliegend. Der Sensenmann ist wahrscheinlich gar nicht der workaholic, für den man ihn halten könnte, wenn man bedenkt, wie viel es in seinem Business zu tun gibt. Zudem sind seine Mitarbeiter keine gefühllosen Miniausgaben des Sensenmannes. Frida ist für die jüngeren Sterbefälle zuständig. Ist das Zufall oder hat der Sensenmann doch ein Herz und ist dies seine Art, den Sterbenden die Angst zu nehmen, indem er seine Helfer, die gewisse Ähnlichkeit mit den Sterbenden haben, schickt? Das Buch ist eine liebevolle Art, den jungen Lesern die Zusammenhänge zwischen Leben und Tod nahezubringen.

Der Schreibstil ist locker-humorig, aber dabei nicht pietätlos; er wird der Zielgruppe gerecht und ist leicht verständlich. Insgesamt sehr lesens- und empfehlenswert.

Bewertung vom 10.09.2021
Das Kreuz des Pilgers / Pilger Bd.1
Schier, Petra

Das Kreuz des Pilgers / Pilger Bd.1


ausgezeichnet

Eine Frau erkämpft sich ihren Weg

Das Cover zeigt die mittelalterliche Darstellung eines eines jungen Paares. Sie berühren sich lediglich zart an den Händen, als würden sie miteinander tanzen wollen.

Egal zu welcher Zeit spielen Liebe und Macht immer eine zentrale Rolle. So ist es zur Hochzeit des Mittelalters nicht anders. Frauen haben die vorherigen und die darauffolgenden Jahrhunderte einen schweren Stand. Reinhild kommt zwar ihre adlige Abstammung teilweise zu Gute, trotzdem hält sich ihr Mitspracherecht in Grenzen. Sie weiß, dass sie nicht mit dem Kopf durch die Wand an, hier sind weibliche Strategien gefragt.

Die Autorin versteht es, den Leser in eine andere Zeit zu versetzen. Auf den vorderen Seiten befindet sich eine Karte mit einer Legende, welche die Koblenzer Innenstadt zur Zeit des späten Mittelalters zeigt. So kann der Leser immer verfolgen, wo sich die Figuren befinden und sich Szenen abspielen.

Bewertung vom 09.09.2021
Barbara stirbt nicht
Bronsky, Alina

Barbara stirbt nicht


ausgezeichnet

Das Leben auf den Kopf gestellt

Nicht selten haben Ehepaare der älteren Generationen nie allein gelebt, bevor sie einen gemeinsamen Haushalt gegründet haben. Traditionell haben die Frauen in ihrem Elternhaus gelernt, ihren eigenen Haushalt zu führen. Über die Jahre hat sich dann nichts an dieser Rollenverteilung geändert. Männer mussten und wollten nichts von diesen Dingen lernen. Nicht selten sind es dann auch die Männer, die zuerst sterben. Aber hier haben wir einen Mann, dessen Frau plötzlich ein Pflegefall wird. Es fehlt nicht viel, dass er alles aufgibt. Doch es kommt zu einem Sinneswandel und er erkennt, dass es jetzt an ihm ist, ihr gemeinsames Leben in die Hand zu nehmen.

Orte und Situationen werden sehr detailliert beschrieben. Das macht die Geschichte sehr anschaulich. Die Autorin versteht es, die passenden Formulierungen zu finden. Man befindet sich scheinbar mitten in den Schauplätzen der Geschehnisse und fühlt mit den Figuren mit.

Bewertung vom 08.09.2021
In allen Punkten
Wlasak, Helmut

In allen Punkten


ausgezeichnet

Das wahre Leben

Das Cover zeigt einen Ort, an dem sich wahrscheinlich niemand gerne wiederfinden will: eine Gefängniszelle mit Blick auf eine Backsteinwand und ein vergittertes Fenster, vom dem die einzige Lichtquelle ausgeht. Dieser Anblick symbolisiert treffend den Inhalt des Buches. Die Stimmung ist gedrückt und versprüht keinerlei Hoffnung. Insgesamt werden 30 Kriminalfälle geschildert, die jeweils circa 10 Seiten lang sind. Dabei spielen ganz unterschiedliche Charaktere mit verschiedenen Lebenswegen die Hauptrollen.

Keiner schreibt spannendere Geschichten als das wahre Leben. So ist es nicht verwunderlich, dass ein Richter mit jahrzehntelanger Berufserfahrung von den unglaublichsten Fällen zu berichten weiß. Kriminalität fasziniert die Menschen von je her, da es sich nicht selten um kaum vorstellbare Taten handelt. Der Leser taucht in eine Schattenwelt voller zwielichtiger Gestalten.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.