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Benutzername: Endlose Seiten


Bewertungen

Insgesamt 59 Bewertungen
Bewertung vom 09.11.2018
The One Best Man
Rayne, Piper

The One Best Man


ausgezeichnet

Worum geht´s?

Nach ihrer Scheidung landet Victoria wieder in ihrer Heimatstadt Chicago, wo sie sich eine Pause von Männern gönnen will. Ihre Pläne werden jedoch von Reed durchkreuzt, den sie aus der Vergangenheit kennt und der versucht, sie mit allen Mitteln zu umwerben. Doch Victoria erstickt jeden Annäherungsversuch im Keim, da Reed Anwalt ist und mit denen will Vic nie wieder etwas zu tun haben. Wird es Reed gelingen, Victoria zu überzeugen oder vergeudet er nur seine Zeit?


Meine Meinung

Was war ich traurig, als die ‚San Francisco Hearts‘-Reihe von Piper Rayne zu Ende war. Mein Leserherz schmerzte, weil ich nicht wusste, wann etwas Neues von dem Autorinnenduo erscheinen wird und war schon so verzweifelt, dass ich mir ihre anderen Bücher auf Englisch holen wollte. Doch vor einiger Zeit erreichte mich die freudige Nachricht, dass Piper Rayne eine brandneue Reihe am Start haben. Der erste Band namens ‚The One Best Man‘ gibt es erst seit einigen Tagen zu kaufen und ich musste ihn natürlich sofort lesen.

„Man muss erst seinen eigenen Weg finden, bevor man ihn mit jemandem teilen kann.“ – Zitat (Pos. 156)

Die Geschichte wird aus der Sicht der Protagonistin Victoria erzählt, die nach ihrer Scheidung zu ihrer Mutter nach Chicago zieht. Da sie sehr jung geheiratet hat, will sie sich nun Zeit für sich selbst nehmen, weshalb Bekanntschaften mit dem männlichen Geschlecht für sie erstmal zweitrangig sind. Victoria mochte ich auf Anhieb, weil sie selbstbewusst, verantwortungsvoll und sehr witzig ist. Außerdem bewundere ich an ihr, dass sie aus ihren Fehlern gelernt hat.

Ihr männlicher Gegenpart Reed ist genauso humorvoll und offen wie Victoria, weshalb sich die beiden besonders am Anfang der Geschichte viele Wortgefechte und Neckereien liefern. Doch wer jetzt einen Bad Boy erwartet, hat sich gewaltig geschnitten. Wenn es sein muss, kann Reed bestimmend und frech sein, denn schließlich ist er Anwalt. Aber alles in einem ist er ein sehr lieber und respektvoller Kerl, der weiß, wie man eine Frau richtig behandelt.

‚The One Best Man‘ ist genauso humorvoll und leidenschaftlich geschrieben, wie man es bereits von den Autorinnen kennt. Ich habe jedes Wort wie ein Schwamm aufgesogen und war traurig, dass die Geschichte schnell vorbei war. Die 350 Seiten habe ich beim Lesen nicht mal gemerkt, weil ich so vertieft in die Geschehnisse war. Besonders gefallen hat mir die Figurenkonstellation. Ich konnte sowohl Reeds als auch Victorias Handlungen nachvollziehen und konnte verstehen, weshalb Vic ihren alten Bekannten zunächst auf Abstand hält.


Fazit

‚The One Best Man‘ ist ein richtig gut gelungener Auftakt und ich kann es wirklich kaum erwarten, bis der zweite Band erscheint. Darin wird es um Victorias Freundin Chelsea gehen, die es den Männern ebenfalls nicht leichtmachen wird. Ich freue mich, dass Piper Rayne wieder zurück sind und hoffe, dass ich noch viele Bücher von den Autorinnen lesen werde. An dieser Stelle gibt es von mir eine klare Leseempfehlung, für alle, die, witzige und leidenschaftliche Liebesgeschichten mit starken Frauen mögen.

Bewertung vom 03.11.2018
Das Leben, das wir begraben
Eskens, Allen

Das Leben, das wir begraben


ausgezeichnet

‚Das Leben, das wir begraben‘ von Allen Eskens ist mein erstes Buch aus dem Festa Verlag. Auch wenn der Thriller mehrere Literaturpreise gewonnen hat und man diese Tatsache nicht unterschätzen sollte, wollte ich Eskens´ Buch vor allem lesen, weil mich der Klappentext sehr angesprochen hat. Das Cover gefällt mir gut, weil die Gestaltung in Kombination mit dem Titel eine düstere Atmosphäre erschafft. Das erste, was mir aufgefallen ist, als ich das Buch in der Hand hielt, ist die angenehme Haptik, die auf den Schutzumschlag zurückzuführen ist. Dieser ist nämlich in der Festa-Lederoptik gestaltet, die das Buch sehr hochwertig aussehen lässt.

„(...) Rätsel, die schwer zu lösen sind, faszinieren mich.“ – Zitat, Seite 165

Joe Talbert studiert an der University of Minnesota und kommt gerade so über die Runden, weil er von seiner Mutter überhaupt nicht unterstützt wird. Im Gegenteil, diese sorgt eigentlich nur für Probleme. Der 21-jährige Student wurde mir sofort sympathisch, weil er verantwortungsvoll und mutig ist. Besonders gut fand ich, dass Wahrheit für Joe eine große Rolle spielt und Gerechtigkeit ihm viel bedeutet.

Carl Iverson war für mich nicht so leicht zu durchschauen wie Joe, was daran liegt, dass die Geschichte aus Joes Sicht erzählt wird. Genau wie Joe, wusste ich nicht, ob man Carl trauen kann, vor allem, weil der Senior sehr rätselhaft sein kann. Aus meiner Sicht ist es dem Autor aber genau deshalb gelungen, die Leserschaft zu fesseln. Eskens sorgt für Verwirrung und wirft so viele Fragen auf, dass man als LeserIn nicht anders kann, als der ganzen Sache auf den Grund zu gehen.

Der Schreibstil des Autors ist nicht nur fesselnd, sondern hat auch etwas in mir berührt. Die Geschichte wird auf eine Weise erzählt, die ehrlich ist und dazu bringt, über das eigene Leben nachzudenken. Darüber hinaus hat mir gefallen, dass es nicht nur ein plumper Thriller ist. Das Buch vermittelt eine ganz wichtige Botschaft, nämlich, dass man nicht einfach alles glauben soll und nie mit der Suche nach Wahrheit aufhören darf, auch wenn der Weg manchmal sehr mühselig sein kann.


Fazit

‚Das Leben, das wir begraben‘ ist ein must-read für alle, die eher ruhige Thriller und das Aufrollen alter Fälle in einer Geschichte mögen. Besonders gelungen sind meiner Meinung nach die Figuren und ihre Geschichten, die niemanden kaltlassen werden.

Bewertung vom 27.10.2018
How to be a girl
Korbik, Julia

How to be a girl


sehr gut

Meine Meinung

Julia Korbiks Buch ‚How to be a girl‘ soll eine Mischung aus Wegweiser und Ratgeber sein. Die freie Journalistin und Autorin richtet ihr Buch vor allem an junge Mädchen, was die Farbe des Covers nochmal sehr deutlich macht. Aus meiner Sicht ist das Exemplar aber auch für Jungen lesenswert. Die Aufmachung des Buches ist ebenfalls wie das Cover in Rosatönen gehalten, was sehr mädchenhaft wirkt.

‚How to be a girl‘ liefert eine grobe Übersicht verschiedener Themen, die nicht nur Mädchen, sondern alle Menschen beschäftigen und zum Nachdenken bringen sollten. Am Anfang des Buches offenbart die Autorin einige persönliche Fakten und wie es für sie war, ein Mädchen zu sein und zu einer Frau heranzuwachsen. Außerdem geht Korbik darauf ein, was sie dazu bewegt hat, dieses Buch zu schreiben. ‚How to be a girl‘ ist in fünf Teile gegliedert, die jeweils eine andere Thematik behandeln.

In dem ersten Teil geht es um Identität, Geschlecht und den Einfluss der Gesellschaft, der nicht unterschätzt werden sollte. Danach wird über Körper, Schönheitsideale, Selbstliebe und Sexualität diskutiert. Im dritten Abschnitt wird ein Blick auf die Geschichte der Emanzipation geworfen und dass man nichts für selbstverständlich halten sollte. Im Anschluss werden verschiedene Ungerechtigkeiten und Diskriminierungsformen wie Rassismus und Sexismus erläutert. Abschließend betont die Autorin, wie wichtig es ist, keine Angst davor zu haben, die eigene Meinung zu sagen. Zwischendurch wird der Fließtext durch Kurzporträts berühmter weiblicher Persönlichkeiten unterbrochen. Darüber hinaus sind in dem Buch Checklisten, Definitionen und einige Tipps zu finden.

„Wenn du dich nicht selbst für deine Interessen einsetzt, wird es eventuell niemand sonst tun.“ – Zitat, Seite 78

Ähnliche Aussagen sind in ‚How to be a girl‘ keine Seltenheit, sodass ich beim Lesen das Gefühl bekommen habe, der Autorin sei es besonders wichtig, Mädchen und Frauen vor allem zum Handeln zu animieren, als darum, detailliertes Wissen zu vermitteln. Da die Lektüre vor allem an die jüngere Zielgruppe gerichtet ist, ist der Schreibstil leicht und locker. Der hohen Anzahl an verschiedenen Themen, die angesprochen werden, ist allerdings geschuldet, dass diese nur oberflächlich behandelt werden. Dieses Manko gleicht die Autorin aber etwas aus, indem sie im Anhang zum Beispiel auf weiterführende Literatur verweist.


Fazit

Meiner Meinung nach dient ‚How to be a girl‘ nur der ganz groben Übersicht. Ich würde es deshalb vor allem Teenagern empfehlen, wie es also vom Verlag eigentlich auch vorgesehen ist. Jemanden wie mich, der schnurstracks auf die dreißig zugeht, war der Inhalt leider etwas mager. Nichtsdestotrotz, finde ich, dass es der Autorin gelungen ist, mit ihrem Buch zu inspirieren und zu motivieren.

Bewertung vom 19.10.2018
Ash Princess
Sebastian, Laura

Ash Princess


ausgezeichnet

Worum geht´s?

Theo lebt bereits zehn Jahre in Unterdrückung, als ihr klar wird, dass es nicht so weitergehen kann. Schließlich ist sie die wahre Königin von Astrea und nicht der kalovaxianische Kaiser, der einfach die Macht an sich riss. Bei dem Vorhaben, ihr Königreich zurückzuerobern wird Theo von ihren Freunden und ihrem Volk unterstützt. Doch kann das junge Mädchen es mit dem brutalen Kaiser aufnehmen?


Meine Meinung

‚Ash Princess‘ ist der Auftakt der neuen Trilogie von Laura Sebastian. Das Cover passt perfekt zum Inhalt und ich wüsste nicht, wie man es hätte besser gestalten können. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Theo, die nach jahrelanger Gefangenschaft sich gegen den Kaiser auflehnt, um sich ihre Macht zurückzuholen. Die Handlung spielt auf einer Insel namens Astrea. Eine Karte am Anfang des Buches hilft dabei, sich die fiktive Welt vorzustellen.

Theo, die Ash Princess genannt wird, hat vor Jahren ihre Mutter verloren und schwört seitdem Rache zu nehmen. Diese Rache ist aber nicht nur dafür, weil Theos Mutter die Königin von Astrea war, sondern auch dafür, was ihrem Volk, den Astreanern seitdem alles angetan wurde. Viele grausame Erlebnisse haben dazu geführt, dass Theo schon lange kein Kind mehr ist. Sie weiß nie, wann es mit ihrem Leben vorbei sein wird, da die Brutalität des Kaisers ständig zunimmt. An Theo fand ich bewundernswert, dass sie einen sehr starken Willen hat. Wenn sie sich etwas in den Kopf setzt, dann ist es wirklich schwer, sie davon abzubringen. Ich hatte dennoch Mitleid mit ihr, weil sie oft unmenschlich behandelt wird.

Was den Kaiser angeht, so fehlen mir wirklich die Worte. Ich verstehe nicht, wie man so herzlos und erbarmungslos sein kann. Er nimmt auf niemanden Rücksicht. Aus meiner Sicht ist es der Autorin gelungen, einen Bösewicht zu erschaffen, den man von Anfang an nicht ausstehen kann. Ich konnte deshalb Theos gemeine Gedanken in Bezug auf den Kaiser wirklich nachvollziehen. Prinz Søren steht seinem Vater in einigen Sachen zwar nicht nach, dennoch ist er nicht ein komplettes Abbild des Kaisers, was es Theo schwer macht, ihn zu hassen.

„Vielleicht müssen ja alle Herrscher zumindest teilweise auch Ungeheuer sein, um zu überleben.“ – Seite 446

Auch wenn der Kaiser der Bösewicht schlechthin in ‚Ash Princess‘ ist, hat trotzdem jede Figur Seiten an sich, auf die er/sie nicht stolz ist. Es gibt niemanden, der nur gut ist. Die Autorin hat es geschafft, mich mit ihrem Schreibstil sogar so einzuwickeln, dass ich Ungerechtigkeiten nachvollziehbar fand. Diese Erkenntnis finde ich sowohl erschreckend als auch lobenswert. Spannung wurde zwar langsam aufgebaut, dennoch konnte ich nicht aufhören zu lesen, weil mich die Figuren sehr fasziniert haben. Überraschend fand ich, dass es in dem Buch einige schaurige Momente gibt, die mir Unbehagen verursachten. Ich muss zugeben, dass ich manches davon in einem Jugendbuch nicht erwartet habe. Dadurch wird aber die dunkle Atmosphäre vervollständigt, die mich ein bisschen an die von ‚Game of Thrones‘ erinnert.


Fazit

‚Ash Princess‘ hat mir sehr gut gefallen, obwohl ich es eigentlich nicht erwartet habe. Ich war skeptisch, ob mich ein Jugendbuch noch verblüffen kann. Vor allem Protagonistin Thora hat es mir mit ihrem unermüdlichen Kampfgeist sehr angetan, weshalb ich sehnsüchtig auf die Fortsetzung warte.

Bewertung vom 10.10.2018
Thug
Saxx, Sarah

Thug


ausgezeichnet

Worum geht´s?

Thug und Jane sind beide in Drogenhandel verwickelt und haben ein Problem. Jane will, dass Thug für sie arbeitet, während Thug alles daransetzt, sein eigener Herr zu sein. Beide sind stur und verfolgen ihre Ziele mit allen Mitteln. Dazu kommt noch die unwiderstehliche Anziehung, die zwischen ihnen herrscht und alles noch komplizierter macht. Wer wird am Ende das letzte Wort haben?


Meine Meinung

‚Thug - In seinen Fängen‘ ist der letzte Teil der ‚Dirty, Rich & Thug‘- Trilogie von Autorin Sarah Saxx. ‚Thug‘ stand bereits auf meiner Wunschliste, als ich den ersten Band ‚Dirty‘ gelesen habe, weil Thug mich mit seiner geheimnisvollen Art am meisten fesseln konnte. Schlussendlich haben mich aber die ersten Kapitel überzeugt, da ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Ich finde, dass das Cover ziemlich gut gelungen ist. Erstens, weil kein Gesicht zu sehen ist, was Freiraum für Fantasie lässt. Zweitens, weil das Cover einheitlich mit den vorigen Bänden der Reihe aussieht. Und drittens, weil das Bild etwas über Thug verrät, obwohl sehr wenig zu sehen ist. Zum Beispiel deutet der Hoodie auf Thugs lässige Art hin und sein durchtrainierter Oberkörper verrät, dass er viel Sport treibt.

David, den die meisten unter dem Spitznamen Thug kennen, hatte keine leichte Kindheit und musste früh für sich selbst sorgen. Seinen besten Freunden Dirty und Rich würde er sein Leben anvertrauen und umgekehrt genauso. Die drei sind zusammen durch dick und dünn gegangen, was sie noch mehr zusammengeschweißt hat. Thug mochte ich, weil er durchsetzungsfähig, aber kein Macho ist. Außerdem hat der 25-jährige keine Angst davor, seine Gefühle zu zeigen.

Im Gegensatz zu Thug hat es bei Jane etwas gedauert, bis sie mich überzeugen konnte. Bei ihr hatte ich manchmal den Eindruck, dass sie nicht weiß, was sie wirklich will. Besonders am Anfang schien es so, als ob sie etwas nur tut, um es jemanden zu beweisen. Doch im Laufe der Handlung konnte ich ihre Beweggründe immer besser nachvollziehen, was dazu führte, dass ich sie ebenfalls in mein Herz geschlossen habe.

Der Schreibstil der Autorin konnte mich von Anfang an fesseln, weshalb ich das Buch in einem Rutsch gelesen habe. Ich habe zwar den zweiten Teil der Reihe nicht gelesen, aber im Vergleich zum ersten Band kommt es mir so vor, als ob die Autorin dieses Mal nicht 100-, sondern 200 % beim Schreiben gegeben hat. Thugs Geschichte empfand ich viel spannender, leidenschaftlicher und aufregender als die von Dirty. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Thug mich bereits von Anfang an in seinen Bann gezogen hat.


Fazit

‚Thug - In seinen Fängen‘ ist ein gelungener Abschluss der ‚Dirty, Rich & Thug‘- Trilogie und ich kann nicht glauben, dass die Reihe nun zu Ende ist. Wer die ersten beiden Teile gut fand, wird Thugs Geschichte sofort verschlingen, weil es viel mehr als ein typischer Liebesroman bietet.

Bewertung vom 08.10.2018
Wie die Erde um die Sonne / Romance Elements Bd.4
Cherry, Brittainy C.

Wie die Erde um die Sonne / Romance Elements Bd.4


ausgezeichnet

Worum geht´s?

Lucy und Graham sind verschieden wie Tag und Nacht. Während sie fröhlich und lebensbejahend ist, ist er abweisend und distanziert. Als die beiden durch einen Schicksalsschlag viel Zeit miteinander verbringen, kommen sie sich näher, obwohl sie wissen, dass sie aus vielen Gründen nicht zusammen sein können. Werden Lucy und Graham einen Weg finden, zusammen zu sein oder sind sie nicht füreinander bestimmt?


Meine Meinung

‚Wie die Erde um die Sonne‘ ist der vierte Band der Romance-Elements-Reihe von Bestseller-Autorin Brittainy C. Cherry. Obwohl ich die ersten drei Bände der Reihe noch nicht gelesen habe, wollte ich das Buch dennoch lesen, weil ich viel Gutes über die Autorin gehört habe. Bezüglich des Covers kann ich nur sagen, dass es wunderschön ist und da ich nicht spoilern will, sage ich einfach, dass das Cover perfekt zu der Geschichte passt. Warum ich so ein Geheimnis an dieser Stelle mache, erfahrt ihr, wenn ihr das Buch lest ;-)

„Wenn Liebe ein Mensch wäre, dann wäre es Lucy.“ – Seite 254

Dieses Zitat beschreibt Lucys Art ziemlich genau. Sie hat ein großes Herz und strahlt immer Hoffnung aus, obwohl sie von Personen, die ihr sehr nahestehen, enttäuscht wurde. Jetzt könnte man denken, dass Lucy naiv ist, wenn sie durch das Leben mit einem Lächeln geht. Dies trifft aber keineswegs auf sie zu. Lucy weiß, wer ihre Güte verdient und wer nicht, auch wenn sie versucht, stets das Gute in Menschen zu sehen.

Bestsellerautor Graham ist besonders zu Beginn des Buches das Gegenteil von Lucy. Er braucht nichts und niemanden und ist froh, wenn er einfach seine Ruhe hat. Da man Graham erst im Laufe der Geschichte besser kennenlernt und versteht, nimmt man ihn zunächst als kaltherzig wahr. Ich mochte Graham aber von Anfang an, da ich schon vermutet habe, dass ganz tief in seinem Inneren sich doch noch etwas Gutes verbirgt.

Ich habe mich sofort in den Schreibstil von Brittainy C. Cherry verliebt und es bereut, dass ich schon nicht früher etwas von ihr gelesen habe. Dies werde ich aber so schnell es geht nachholen, weil ich jetzt süchtig nach ihren Geschichten bin. ‚Wie die Erde um die Sonne‘ hat bei mir verschiedene Emotionen ausgelöst. Ich hatte sowohl Tränen in den Augen als auch ein Lächeln im Gesicht. Ich habe mitgefiebert und mir immer Sorgen um die beiden Protagonisten gemacht. Neben einer herzzerreißenden Liebesgeschichte gibt es in dem Buch überraschende Wendungen, die für reichlich Spannung sorgen. Erzählt wird sowohl aus Lucys als auch aus Grahams Sicht. Dies fand ich gut, da man als LeserIn bei Graham Schwierigkeiten haben könnte, sich mit ihm zu identifizieren, wenn man nicht weiß, was ihn beschäftigt.


Fazit

‚Wie die Erde um die Sonne‘ hat mich sehr berührt und ich empfehle es allen, die tiefgründige und emotionale Liebesgeschichten mögen. Bitte lest dieses Buch, ihr werdet es nicht bereuen! Ich werde nun die vorigen Teile lesen und bin schon auf die anderen Bücher der Autorin gespannt.

Bewertung vom 16.08.2018
Manga Step by Step Übungsbuch
Keck, Gecko

Manga Step by Step Übungsbuch


ausgezeichnet

Habt ihr euch schon immer gefragt, wie man ein Manga zeichnet? Nun, in „Manga - Step by Step Übungsbuch“ von dem berühmten Künstler, Autor und Designer Gecko Keck könnt ihr euren künstlerischen Fähigkeiten freien Lauf lassen. Das Übungsbuch ist ergänzend zum erfolgreichen Buch „Manga – Step by Step“ erschienen. Es beinhaltet nicht nur Hilfestellungen, sondern enthält zahlreiche Übungskästen, sodass ihr direkt mit dem Malen loslegen könnt.

Wie bin ich auf das Buch gestoßen? Da eine meiner Leidenschaften das Malen ist und ich noch nie Manga gezeichnet habe, habe ich geschaut, welche Anleitungen es zu diesem Thema gibt. Dabei bin ich auf Kecks Übungsbuch aufmerksam geworden. Die Tatsache, dass der Autor viel Erfahrung auf dem Gebiet hat und das einladende Cover haben meine Neugier endgültig geweckt.

Am Anfang werden der Leserschaft die Grundlagen erklärt. Danach arbeitet man sich in kleinen Schritten vor, bis man schließlich die Möglichkeit bekommt, selbst ein Manga zu zeichnen. Ihr braucht auch keine Angst zu haben, etwas falsch zu machen, da es Vorzeichnungen gibt, die euch helfen.

„Hin und wieder muss man sich neu herausfordern, um einen Schritt nach vorne zu machen.“ – Keck, Seite 22

Neben der Anatomie eines Mangas, wird außerdem erklärt, worauf man bei der Darstellung von verschiedenen Emotionen achten sollte und welche Möglichkeiten es gibt, wenn man die Kleidung eines Mangas zeichnet. Am Ende wird kurz darauf eingegangen, welche Wesen es noch in der Manga-Kultur gibt.

Obwohl ich lange aus dem Schulalter raus bin, hat mir das Arbeiten mit Gecko Kecks Buch viel Freude bereitet. Man erhält nicht nur zahlreiche Tipps und Tricks, sondern kann direkt mit dem Malen loslegen. Es sind viele Beispiele vorhanden, die nicht nur Inspiration liefern, sondern einfach schön zum Anschauen sind. Besonders herausfordernd war für mich das perspektivische Zeichnen. Dies hat aber nichts mit Mangas an sich zu tun, sondern damit, dass ich das Zeichnen von verschiedenen Perspektiven noch üben muss, damit sie mir keine Schwierigkeiten bereiten.

Fazit

Ich empfehle „Manga - Step by Step Übungsbuch“ allen, die lernen wollen, wie man eine Mangafigur zeichnet. Die einzelnen Schritte werden vom Autor verständlich erläutert, sodass man sofort mit dem Zeichnen beginnen kann. Das Arbeiten mit diesem Übungsbuch macht nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen viel Spaß.

Bewertung vom 12.08.2018
So wird man Influencer!
Ritter, Marie L.

So wird man Influencer!


sehr gut

Habt ihr euch schon immer gefragt, wie man Influencer wird und damit auch noch Geld verdienen kann? Die Antwort auf diese Frage und noch vieles mehr, liefert uns Marie Luise Ritter in ihrem Buch „So wird man Influencer“, das im Redline Verlag veröffentlicht wurde. Darin greift die Autorin auf ihre mehrjährige Erfahrung als Bloggerin zurück und verrät, was beachtet werden muss, wenn man erfolgreich in den Sozialen Medien durchstarten will.

Bevor ihr denkt, dass ich dieses Buch mit der Absicht gelesen habe, ein berühmter Influencer zu werden, muss ich euch leider enttäuschen. Es gibt mehrere Gründe, die mich neugierig gemacht haben. Erfahren habe ich von dem Buch in einem von Luises Youtube-Videos, da ich ihren Kanal seit längerem schaue. Ich wollte es außerdem lesen, weil ich selbst seit fast einem Jahr blogge und mehr über das Thema Social Media wissen wollte. Darüber hinaus habe ich bereits seit einiger Zeit nach einem Buch Ausschau gehalten, in dem es vor allem um persönliche Erfahrungen eines Bloggers geht.

Die Gestaltung des Covers gefällt mir gut, weil es durch die farbenfrohen Bilder Aufmerksamkeit erregt. Sowohl die Anordnung der quadratischen Bilder als auch die Schriftart des Wortes „Influencer“ haben mich stark an die Instagram-App erinnert. Die Auswahl der abgebildeten Bilder finde ich sehr gelungen. Jedes Bild deckt ein anderes Themengebiet ab. Sei es Essen, Fitness, Fotografie, Reisen, Fashion oder Beauty, das Cover vermittelt den Eindruck, dass jede Person in diesem Buch fündig wird, egal, welche Interessen er oder sie vertritt.

Ob alt oder jung wahrscheinlich haben schon alle den Begriff Influencer gehört. Der eine denkt dabei an die meistens jungen Menschen, die ständig Werbung für irgendein Produkt machen. Der andere weiß vielleicht nicht, was dieser Begriff überhaupt bedeutet. Fakt ist, dass es viele Missverständnisse und Unklarheiten gibt, die beseitigt werden sollten. Dies liegt vor allem an der Novität des Diskurses. Auch der Autorin ist aufgefallen, dass es wenig Literatur gibt, in der es um Influencer geht, vor allem im deutschsprachigen Raum. Luises Ziel ist deshalb endlich Licht ins Dunkel zu bringen.

Besonders gut gefällt mir, dass das Buch praxisnah ist. Die Autorin schreibt über ihre Erfahrungen und Erlebnisse, egal ob sie gut oder schlecht waren, da sie aus beidem etwas lernen konnte. Positiv ist auch, dass Luise nicht versucht, das Dasein eines Influencers schön zu reden, sondern auch die Schattenseiten anspricht. Am Anfang des Buches überrumpelt Luise die Leserschaft nicht, sondern erklärt einige wichtige Begriffe und geht allgemein auf das Thema Social Media ein. Danach widmet sie sich unterschiedlichen Punkten, die sie näher erläutert (z.B.: Instagram, Selbstständigkeit). Untermauert werden Luises Aussagen von ihren Instagram-Screenshots, Statistiken und Zitaten berühmter Persönlichkeiten. Für mich persönlich waren die zehn komischsten Anfragen, die Luise je bekommen hat, sehr interessant. Weniger gut haben mir die kurzen Interviews mit verschiedenen Influencern gefallen. Aus meiner Sicht waren sie nicht hilfreich, da sich die Aussagen ähneln, weil alle Interviewten im Prinzip sagen, dass sie das, was sie tun, lieben. Zusätzlich hätte ich einige Bilder weggelassen. Es gibt zum Beispiel ein Bild, das sowohl auf der Umschlagklappe als auch im Buch zu finden ist, was meiner Meinung nach nicht hätte sein müssen.


Fazit

In ihrem Buch „So wird man Influencer“ plaudert Marie Luise Ritter aus dem Nähkästchen und verrät aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung als Bloggerin einige Tipps und Tricks. Das Buch liefert einen guten Einstieg und verschafft einen Überblick rund um das Thema Social Media. Man darf aber nicht erwarten, dass in diesem Buch das ultimative Erfolgsrezept steht. Letztendlich bleibt es dem Leser überlassen, wie er das Gelesene umsetzt und was er daraus macht.

Bewertung vom 08.08.2018
This is War - Travis & Viola (eBook, ePUB)
Fox, Kennedy

This is War - Travis & Viola (eBook, ePUB)


sehr gut

Worum geht´s?

Viola und Travis können sich nicht ausstehen. Doch das war nicht immer so. Vor einigen Jahren haben sie sich sehr gut verstanden und einander ihre Geheimnisse anvertraut. Notgedrungen müssen sie sich nun vorübergehend eine Wohnung teilen, was dazu führt, dass Viola und Travis sich auf einem sehr schmalen Grat zwischen Hass und Leidenschaft bewegen.


Meine Meinung

„This is War - Travis & Viola“ ist der erste Band der „Checkmate“-Reihe von USA-Today-Bestseller-Autorin Kennedy Fox. Da es eine Enemies-to-Lovers-Liebesgeschichte ist und mich die Leseprobe sehr gefesselt hat, musste ich dieses Buch unbedingt lesen. Das Cover finde ich ganz hübsch, weil es schlicht und dennoch auffällig gestaltet ist. Der Mann hat ein Tattoo auf seinem Arm, was einen Bezug zu Travis darstellt, da er ebenfalls ein Tattoo hat.

Viola Fisher studiert leidenschaftlich gern Internationale Wirtschaft im Hauptfach und könnte schon fast als Streber bezeichnet werden, weil sie immer gute Noten bekommt und bereits in der Schule sehr gut war. Dies bewerte ich natürlich nicht negativ, da ich sowohl in der fiktiven als auch in der echten Welt wissbegierige Menschen sehr mag. Die 22-Jährige hat keinen Kontakt zu ihren Eltern, versteht sich aber sehr gut mit ihrem älteren Bruder Drew. Ich mochte Viola sehr, weil sie klug, frech und witzig ist.

Travis King ist ein sehr selbstbewusster Kerl, der genau weiß, was er will. Er ist Mitbewohner und der beste Freund von Violas Bruder Drew. Travis, Drew und Viola kennen sich seit ihrer Kindheit und wissen jedes noch so kleine Detail voneinander. Travis gehört zu der Sorte sexy Bad-Boy mit weichem Herz, da er sowohl arrogant als auch ziemlich charmant sein kann.

Ein Kritikpunkt meinerseits ist, dass ich den Titel des Buches „This is War“ und die Tatsache, dass die beiden sich angeblich hassen, etwas übertrieben fand. Klar, sie liefern besonders in der ersten Hälfte des Buches einen verbalen Schlagabtausch nach dem anderen und lassen keine Gelegenheit aus, sich zu necken. Als Krieg würde ich das, was zwischen ihnen vorgeht, dennoch nicht bezeichnen. Kaum befinden sich Viola und Travis in einem Raum schon sprühen die Funken und man merkt, dass sie sich alles andere als hassen. Deshalb fiel es mir manchmal schwer, ihre Aussagen und Gefühle bezüglich des anderen ernst zu nehmen. Gefallen hat mir dagegen, dass die Geschichte sehr spannend und humorvoll erzählt wird. Ich konnte nicht aufhören zu lesen, weil ich sehr vertieft in die Handlung war. Darüber hinaus gibt es einige Wendungen, die mich sehr überrascht haben.


Fazit

In „This is War - Travis & Viola“ wird an einigen Stellen etwas überdramatisiert, dennoch überzeugt die Geschichte mit Humor und sympathischen Protagonisten. Es bleibt von Anfang bis zum Ende spannend und ich würde am liebsten jetzt schon den zweiten Teil lesen.

Bewertung vom 31.07.2018
Gus (eBook, ePUB)
Holden, Kim

Gus (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Worum geht´s?

Da Gus nie wieder seine beste Freundin Kate alias ‚Bright Side‘ sehen wird, hat das Leben für ihn jeglichen Reiz verloren. Gus begibt sich solange auf die schiefe Bahn, bis er eines Tages jemand ganz besonderen trifft, der ihm helfen könnte. Kann Gus gerettet werden und zu seinem Alltag zurückkehren oder wird er für den Rest seines Lebens unglücklich sein?

Meine Meinung

„Gus“ ist die Fortsetzung meines Lieblingsbuches „Bright Side“ von Kim Holden, weshalb es jetzt wahrscheinlich offensichtlich ist, wieso ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Da Gus einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat, musste ich unbedingt wissen, wie seine Geschichte ausgehen wird. Das Cover finde ich sehr schön. Es ist ähnlich gestaltet wie das Cover von „Bright Side“. Besonders der weiche Farbverlauf gefällt mir sehr gut.

Gustov Hawthorne habe ich bereits in „Bright Side“ in mein Herz geschlossen, weil er ein liebevoller, fürsorglicher und charmanter Kerl ist. Obwohl der 22-jährige Leadsänger der berühmten Band namens ‚Rook‘ ist, hat er dennoch keine Starallüren und ist bodenständig geblieben. Gus braucht nicht viel zum glücklich sein. Für ihn spielt das Materielle im Leben keine Rolle, sondern die Menschen, die ihn umgeben. Gus hat überhaupt kein Problem damit, nett zu sein und Liebe weiterzugeben. Dementsprechend bekommt er auch viel Liebe zurück. Ich habe mich sehr gefreut, dass Gus seinen tollen Charakter beibehalten hat, sich aber auch weiterentwickelt hat.

„Dein Charakter, dein Herz, dein Wesen, das ist es, was wichtig ist, denn das ist das wahre Du.“ – Gus, Pos. 2862

Scout MacKenzie hat schon einiges erlebt, was sie zu einer Kämpferin gemacht hat. Obwohl sie anfangs schüchtern ist und sich gern versteckt, blüht sie im Laufe der Geschichte auf. Genau wie Gus, braucht sie jemanden, der sie so liebt, wie sie ist, damit sie den Glauben an sich wiederfindet. Scout war mir sofort sehr sympathisch, weil ihre Vergangenheit mir sehr nahe ging und ich mir die ganze Zeit gewünscht habe, dass sie am Ende glücklich wird.

Besonders gefreut hat mich, dass nicht nur Kate oft in diesem Buch erwähnt wurde, sondern auch, dass man erfährt, was aus ihren Freunden wurde. Es gibt aber auch neue Figuren, die mindestens genauso fabelhaft sind, wie die bereits Bekannten.

Erzählt wird aus Gus` und Scouts Perspektive und die Kapitel beinhalten immer ein Datum. Der Schreibstil von Kim Holden hat mich wieder total umgehauen, weil sie sehr emotional und feinfühlig erzählt. Ich hatte bei fast jedem Kapitel Tränen in den Augen und habe mit den beiden Protagonisten mitgelitten. Meiner Meinung nach ist es der Autorin sehr gut gelungen, den Blick auf das Wesentliche im Leben zu lenken. Klar, „Gus“ gehört eindeutig zur Unterhaltungsliteratur, aber der Protagonist spricht oft Sachen an, die viele Menschen im realen Leben vergessen oder vernachlässigt haben.


Fazit

Genau wie „Bright Side“ gehört auch „Gus“ nun zu meinen Lieblingsbüchern. Die Autorin weiß, wie man die Leserschaft mit Worten berühren kann, weshalb mich das Buch sehr mitgenommen hat. Ich habe mit den Figuren gelacht, geweint und mich für sie gefreut, als ob sie wirklich existieren würden. Ich werde auf jeden Fall die Fortsetzung lesen und hoffe, sie wird genauso gut, wie die Vorgänger. Bemängeln muss ich allerdings, dass es keine Printausgaben sowohl von „Bright Side“ als auch von „Gus“ auf Deutsch gibt.