Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: JoJoLe
Wohnort: Korschenbroich
Über mich:


Bewertungen

Insgesamt 58 Bewertungen
Bewertung vom 13.10.2017
Durch alle Zeiten
Hammer, Helga

Durch alle Zeiten


ausgezeichnet

Über die Sehnsucht nach der alles erfüllbaren Liebe
Helga Hammer hat in ihrem Buch -Durch alle Zeiten- über das harte und ausgefüllte Leben von Elisabeth geschrieben. In einer armen Familie mit fünf Kindern in den österreichischen Alpen aufgewachsen möchte Elisabeth mehr werden als nur eine Magd. Und sie kann ihre Mutter überzeugen, so dass sie als junges Mädchen eine Hauswirtschaftsschule besuchen darf. Dort lernt sie nähen, Kochen und vieles mehr.
Der Leser begleitet Elisabeth durch ihr hartes Leben welches voller Liebe ist. Liebe zu bestimmten Männern die sie leider nicht ehelichen und fallen lassen, obwohl diese Elisabeth sehr lieben. Doch spielt in dieser Zeit der Stand einer Person eine große Rolle, daher wird aus Liebenden nicht unbedingt immer ein Ehepaar. Doch Elisabeth gibt sich der Liebe hin und findet dann auch Väter für ihre ungeborenen Kinder, welche sie sehr sehr liebt.
Für Elisabeth ist es oft sehr schwer doch sie verliert nie ihre Kraft und durchsteht vielerlei Leid. Und die Liebe zu bestimmten Männern lässt sie auch nicht los, selbst wenn ihr Verstand ihr sagt, dass es hoffnungslos ist.
Die Autorin hat sehr realistisch beschrieben, wie es zu dieser Zeit in einer Welt voll von harter Arbeit und gesellschaftlichen Zwängen zuging. Die Geschichte handelt in der Zeit ab der fünfziger Jahre bis heute und ich konnte mich als Leser gut in die jeweiligen Zeiten und Situationen hineinversetzen. Aus der heutigen Sicht leidet man ganz stark mit Elisabeth denn viele Dinge sind für uns Stand heute unvorstellbar.
Aber eines ist heute wie damals: die Sehnsucht nach der alles erfüllbaren Liebe.
Ein sehr empfehlenswertes Buch!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 26.09.2017
Und du wirst den verborgenen Schatz in dir finden
Gounelle, Laurent

Und du wirst den verborgenen Schatz in dir finden


ausgezeichnet

Eine andere Sichtweise auf die Religion
Die Handlung in diesem Buch spielt in Frankreich. Die Ehefrau und Mutter Alice ist eine erfolgreiche Unternehmungsberaterin, hauptsächlich in dem Bereich Kommunikation. An den Wochenenden besucht sie mit ihrer Familie öfter ihren Vater in Cluny und trifft dort eines Tages auf Jérémie, ihren langjährigen Jugendfreund, der inzwischen Priester des kleinen Städtchens geworden ist. Er berichtet ihr dass er sehr traurig darüber ist das immer weniger Menschen seine Kirche besuchen. Alice selber ist Atheistin, bietet Jérémie jedoch an das sie ihn mit ihren Marketingstrategien unterstützt damit die Gemeindemitglieder zurück in die Kirche finden. Sie beginnt, die Bibel intensiv zu lesen, beschäftigt sich auch mit anderen Religionen und hinterfragt gewisse Übersetzungen in der Bibel. Dadurch bekommt sie nach und nach eine andere Sichtweise auf die Religion. Mit Jérémie geht sie zu einem Seminar für Persönlichkeitsentwicklung damit er an seiner Ausstrahlung arbeiten kann. Über ihre Erkenntnisse und Ideen spricht sie mit ihm und von Woche zu Woche besuchen immer mehr Menschen seinen Gottesdienst. An dem Beichtstuhl kommt es sogar zu Wartezeiten, so viele Menschen wollen bei ihm beichten.
Leider sehen nicht alle diese Veränderung als positiv an und so kommt es, dass der Bischof Jérémie nach Afrika versetzt. Doch das Ende von diesem Buch ist nicht unbedingt traurig, es verursachte in mir ein gewaltiges Gänsehaut-Feeling.
Dem französischen Schriftsteller Laurent Gounelle ist sehr gut gelungen, das Thema Bibel und Religion in eine mitreißende Geschichte über Menschen und ihrem Ego unterzubringen.
Wenn ich mir das Cover anschaue denke ich an unterschiedliche Begriffe aus dieser Geschichte: Sternenstaub, Erleuchtung, sich von seinem Ego lösen und vieles mehr.

Bewertung vom 11.09.2017
Green Bonanza
Frogner, Mia

Green Bonanza


ausgezeichnet

Verlockend, nahrhaft und sehr köstlich
Die Norwegerin Mia Frogner hat ein tolles Kochbuch für alle Liebhaber der Gemüseküche herausgebracht und man muss nicht unbedingt Vegetarier sein um an diesen Rezepten gefallen zu finden. Green Bonanza (die grüne Goldgrube) beinhaltet sehr viele tolle Kartoffel- und Gemüsegerichte und auch Rezepte mit Tofu. Mia hat hier aber nicht nur die Rezepte niedergeschrieben, sie berichtet auch über die „richtige“ Ernährung, nützliche und für sie wichtige Hilfsmittel in der Küche und informiert auch über Zutaten welche für den ein oder anderen erklärungsbedürftig sein könnten. Außerdem hat sie zu fast jedem Rezept eine kleine Geschichte oder diverse Hinweise. Untermalt werden die Rezepte von tollen Fotographien die einem das Wasser im Munde zusammen laufen lassen.
Eingangs findet man eine Inhaltübersicht sortiert nach Kartoffel- und Gemüsearten (normale Kartoffeln, Süßkartoffeln, diverse Kohlsorten, Linsen, grünes Gemüse, Tomaten, Kürbisse etc) und am Ende des Buches gibt es noch eine alphabetische Rezeptübersicht sowie ein Zutatenregister.
Die Zubereitung der Rezepte ist sehr gut beschrieben und leicht sowie ohne großen Aufwand nachzukochen.
Green Bonanza ist ein tolles und weiterzuempfehlendes Kochbuch welches hält was das Cover verspricht.

Bewertung vom 11.09.2017
Underground Railroad, 7 Audio-CDs
Whitehead, Colson

Underground Railroad, 7 Audio-CDs


ausgezeichnet

Großartiges Hörbuch über die grausame Wahrheit der Sklaverei
Der Autor Colson Whitehead schreibt in seinem Buch über die grausame Wahrheit der Sklaverei in Amerika Anfang des neunzehnten Jahrhunderts. Das Hörbuch hierzu, gelesen von Helene Grass, geht unter die Haut. Beim Zuhören musste ich mehr als einmal tief durchatmen und schlucken denn die grausamen und unmenschlichen Behandlungen, welche die Sklaven damals ausgesetzt waren, gehen über jede Vorstellung hinweg. Man kennt die Geschichte der Sklaverei im Allgemeinen doch es ist schon ein Unterschied wenn man diese Grausamkeiten im Detail beschrieben hört.
Zum Handlung: Cora ist nur eine von unzähligen Schwarzen, die auf den Baumwollplantagen Georgias schlimmer als Tiere behandelt werden. Alle träumen von der Flucht – doch wie und wohin? Da hört Cora von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven. Über eine Falltür gelangt sie in den Untergrund und es beginnt eine atemberaubende Reise, auf der sie Leichendieben, Kopfgeldjägern, obskuren Ärzten, aber auch heldenhaften Bahnhofswärtern begegnet. Jeder Staat, den sie durchquert, hat andere Gesetze, andere Gefahren. Wartet am Ende wirklich die Freiheit? Colson Whiteheads Roman ist eine virtuose Abrechnung damit, was es bedeutete und immer noch bedeutet, schwarz zu sein in Amerika.
Die Geschichte der Underground Railroad ist nicht aus der Luft gegriffen. Diese war ein aus Gegnern der Sklaverei (auch Weißen) bestehendes informelles Netzwerk, das Sklaven auf der Flucht aus den Südstaaten der USA nach Norden, z. B. in das sicherere Kanada, Unterstützung gewährte. Mit geheimen Routen, Schutzhäusern, Fluchthelfern und geheimer Kommunikation gelang es, zwischen 1810 und 1850 etwa 100.000 Sklaven zu befreien.
Das Buch erhielt mehrere Auszeichnungen, unter anderem auch den Pulitzer-Preis 2017.
Ein grandioses Buch welches von Helene Grass beeindruckend vorgetragen wird.

Bewertung vom 10.09.2017
Heimkehren
Gyasi, Yaa

Heimkehren


ausgezeichnet

Eindrucksvoll und überwältigend
Eingangs des Buches „Heimkehren“ findet man ein Interview mit der Autorin Yaa Gyasi und schon das hat mich sehr beeindruckt.
Dieses Buch ist aus meiner Sicht sehr eindrucksvoll und überwältigend. Die Autorin hat einen grandiosen Schreibstil, man ist vom Anfang bis zum Ende von dieser Familiengeschichte, welche sich über mehrere Generation hinweg abspielt, gefesselt. Am Ende des Buches ist ein Stammbaum abgedruckt so dass man auch immer noch mal nachsehen kann wer wie und mit wem Verwand war. Für dieses Buch hatte Yaa Gyasi sicherlich einen enormen Aufwand für die Recherchen benötigt denn hier wird dem Leser sehr viel historisches Hintergrundwissen vermittelt.
Absolut empfehlenswert!

Bewertung vom 27.07.2017
Was man von hier aus sehen kann
Leky, Mariana

Was man von hier aus sehen kann


ausgezeichnet

Ein Dorf im Westerwald und seine unterschiedlichsten Menschen
Das Buch „Was man von hier aus sehen kann“ ist der Autorin Mariana Leky aus meiner Sicht voll und ganz gelungen und wird sicherlich ein Bestseller. Es ist das Porträt eines Dorfes und seine Menschen. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Luise. Diese beginnt im April 1983, Luise ist im vierten Schuljahr. Luises Großmutter Selma kann den Tod vorhersehen, es stirbt immer jemand aus dem Dorf innerhalb von 24 Stunden wenn sie von einem Okapi träumt – und das ist in der Nacht zum 18. April 1983 der Fall gewesen. Selma versucht es am Morgen danach erst mal zu überspielen, schafft es aber nicht lange. Luise erfährt es als erster aber nach und nach weiß es jeder aus dem Dorf. Und jeder hat (mehr oder weniger) Angst, denkt über sein Leben nach und versucht das ein oder andere noch richtig zu stellen – man könnte ja betroffen sein. Dass es dann ausgerechnet Luises besten Freund Martin traf, machte mich sehr betroffen. Aber: das Leben geht weiter, auch wenn Luise nach diesem tragischen Unfall gar nicht mehr aufwachen wollte.
Der Leser begleitet Luise über viele Jahre hinweg und die Geschichte wird an keiner Stelle langweilig. Die betroffenen Personen hatte ich bildlich vor Augen, so gut sind diese und ihre Charaktere beschrieben. Selma und ihre verblüffende Ähnlichkeit mit Rudi Carrell, der Optiker und viele Personen mehr.
Das Cover zeigt ein Okapi im schlichten schwarz-weiß, der Buchtitel sticht jedoch mit großen in Rot gedruckten Farben hervor. Das Buch im Ganzen ist sehr edel gestaltet.
Ein lesenswertes Buch voller Gefühle, mit Witz und Ironie sowie ungeschminkter Ernsthaftigkeit

Bewertung vom 27.07.2017
Bea macht blau
Hennig, Tessa

Bea macht blau


ausgezeichnet

Humorvolles Buch mit Urlaubsfeeling
Manchmal kommt es ja wirklich knüppel-dicke, und so auch für Bea. Ihre Tochter zieht aus dem elterlichen Haus aus da sie in Passau studieren will. Dort nimmt sie zusammen mit ihrem Freund (den sie noch gar nicht so lange kennt) eine gemeinsame Wohnung. Dann erfährt Bea dass ihr Mann eine Affäre hat. Und noch nicht genug mit den Hiobsbotschaften: Bea erfährt von Fremden dass ihre Tochter schwanger ist.
Kurzentschlossen flüchtet sie aus dem „trautem Heim“ und macht sich auf den Weg nach San Sebastian ins Baskenland. Dort hat sie zusammen mit ihrer Schwester und den Eltern früher immer den Sommerurlaub verbracht. Ihre Schwester lebt dort in der Gegend auch seit Jahren als „Aussteigerin“. Unterwegs nimmt sie noch einen jungen Mann mit welcher als Anhalter eigentlich nach Bilbao wollte, sich dann aber doch erst mal dazu entscheidet mit nach San Sebastian zu fahren.
Dort angekommen muss Bea leider erfahren dass Maria, die Eigentümerin der alten Pension wo sie früher immer wohnten und sich wie Zuhause fühlten, verstorben ist.
Dann wird es turbulent rund um Bea’s Leben: sie denkt darüber nach die Pension zu kaufen, wie sich dann aber später herausstellt ist das gar nicht notwendig….. Mit ihrer Schwester Karin scheint sie sich auch erst mal wieder vertragen zu haben…. Und mit der Liebe sieht es auch recht gut aus…..
Ein humorvolles Buch mit Witz und Spannung welches einen großen Batzen an Urlaubsfeeling vermittelt.
Ein kurzweiliger Schreibstil und eine bildliche Beschreibung der Personen sowie der Umgebung sorgen dafür dass man am liebsten den Koffer packen und Bea folgen möchte.
Das Cover passt sehr gut zu dieser Geschichte, die hübsche Pension, Bea und das Meer.

Bewertung vom 24.06.2017
Teufelskälte / Kommissar Tommy Bergmann Bd.2 (2 MP3-CDs)
Sveen, Gard

Teufelskälte / Kommissar Tommy Bergmann Bd.2 (2 MP3-CDs)


ausgezeichnet

Tommy Bergmann ist ein Kommissar der Spitzenklasse doch er hat private Probleme. Es ist nicht ganz einfach mit ihm zusammen zu arbeiten doch er ist trotzdem ein symphytischer Typ. Das findet auch seine Kollegin Susanne Bech, die ihm zugeteilt wird damit der neue Fall sowie die alten Mordfälle abschließend aufgeklärt werden. Auch Susannes Privatleben ist nicht ganz unkompliziert doch sie hat den Ehrgeiz diesen Fall mit aufklären zu wollen.
Detlef Bierstedt liest diesen fantastischen Krimi von dem norwegischen Schriftsteller in einer Art welche Gänsehaut pur verbreitet. Bis zum Ende ist man als Zuhörer gefesselt und möchte am liebsten gar nicht unterbrechen. Die Situationen sowie die betroffenen Personen werden so gut beschrieben dass man sie bildlich vor Augen hat.
Das Cover der mp3 CD’s ist identisch mit dem des Buches und vermittelt etwas dunkles, kaltes und Unheimliches.
Ich hoffe dass die am Ende noch offenen Fragen in einer Fortsetzung geklärt werden.

Bewertung vom 30.05.2017
Schluss mit Muss
Mairhofer, Tanja

Schluss mit Muss


ausgezeichnet

Erfrischend anders
Die Schauspielerin und Moderatorin Tanja Mairhofer hat mit ihrem Buch „Schluss mit Muss“ einen „Antiratgeber“ herausgebracht der sehr gut gelungen und erfrischend anders ist. Sie beschreibt die Dinge so wie sie diese aus ihrer Sicht sieht und ist absolut nicht der Meinung dass dies die einzige und richtige Art der Sichtweise ist. Mit sehr viel Humor hat sie in 35 Kapiteln aktuelle und teils auch ernsthafte Themen angesprochen. Da geht es zum Beinspiel um Yoga und wie auch in diesem Geschäft teilweise Missbrauch betrieben wird. Oder der Wahn nach der Modellfigur „like Barbie“, den inneren Schweinehund beziehungsweise das innere Faultier zu bekämpfen (oder es anzunehmen), das man nicht immer alles können muss und vieles mehr.
Der Schreibstil ist leicht und locker, einige Themen werden kritisch mit einer kleinen Spur Sarkasmus ins Visier genommen.
Das Cover zu diesem Buch finde ich ebenfalls erfrischend anders: gelber Text (plus Finger nach oben und nach unten) auf türkisblauen Hintergrund mit gelbem Rahmen.
Dieses empfehlenswerte Buch zu lesen macht sehr viel Spaß und ist absolut keine verplemperte Zeit! Keine von diesen über 200 Seiten erschien mir langweilig oder weckte in mir das Bedürfnis überschlagen zu werden.

Bewertung vom 06.05.2017
Wünsche, die uns tragen
Hughes, Kathryn

Wünsche, die uns tragen


ausgezeichnet

Eine mitreißende und zu Herzen gehende Geschichte
Das Buch „Wünsche, die uns tragen“ ist eine mitreißende und zu Herzen gehende Geschichte. Die Handlung spielt sowohl in der heutigen Zeit als auch in der Vergangenheit.
2016: Der kleine Sohn von Beth und Michael benötigt dringend eine Spenderniere doch Mutter und Vater sind dafür nicht geeignet. Beth Mutter ist kürzlich gestorben und hat ihrer Tochter keinerlei Informationen hinterlassen wer ihr Vater ist. Beth ist verzweifelt doch sie will für Ihren Sohn kämpfen und versuchen ihren Vater ausfindig zu machen.
Dann spielt sich die Geschichte in den 70er Jahren weiter ab. Anfangs kann man als Leser noch nicht die Zusammenhänge erfahren doch es ist nicht minder spannend und ergreifend. Nach und nach erfährt man wie Beth zur Welt kam, wer ihre leibliche Mutter war, wer ihr Vater ist und dass es sich bei dem kleinen Mikey um ihren Ehemann Michael handelt.
Die Autorin Kathryn Hughes hat hier wieder mal ein tolles Buch herausgebracht welches unter die Haut geht. Es ist fesselnd und man möchte es nicht mehr aus der Hand legen wenn man sich einmal in die Geschichte eingelesen hat. Die Personen, die Handlungen und auch die Orte sind so gut beschrieben dass man das Ganze bildlich vor Augen hat.
Auf dem Cover ist eine Abbildung von dem Küstenort Blackpool, vermutlich aus den siebziger Jahren denn es ist noch nicht so voll und überlaufen wie man es aus den heutigen Bildern kennt.
Tolles Buch!!!