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Benutzername: Lexa
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Bewertungen

Insgesamt 56 Bewertungen
Bewertung vom 22.08.2019
Verhext / Die Chronik des Eisernen Druiden Bd.2
Hearne, Kevin

Verhext / Die Chronik des Eisernen Druiden Bd.2


sehr gut

Mir gefallen die Cover der Chroniken des Eisernen Druiden-Reihe allesamt sehr gut. Der Titel wie immer kurz und knackig auf den Punkt gebracht. Bei "Verhext" handelt es sich um den Zweiten Band der mehrteiligen Reihe um den Druiden Atticus und seinen treuen Gefährten Oberon.
Der Schreibstil von Kevin Hearne ist wie gewohnt flott, locker, humorvoll und man kommt schnell durch die Seiten. Auch in diesem Band begegnet man wieder allerlei skurrilen Figuren wie Coyoten, Hexen, wildgewordenen Schönheiten und aufreizenden Göttinnen. Der Schlagabtausch zwischen den einzelnen Figuren, ist auch in "Verhext" absolut lesenswert. Im Gegensatz zum Ersten Band bringt dieser wesentlich mehr Spannung mit und auch Atticus erscheint mir hier nicht mehr ganz als "Überheld" der unverwundbar ist. Das hat mir sehr gut gefallen, denn es macht ihn als Hauptcharakter mehr greifbar. Geliebt habe ich wie immer seinen Wolfshund Oberon, der mitunter anfängt über die Botschaft und den Sinn des Filmes "Einer flog über das Kuckucksnest" zu philosophieren. Einfach köstlich. Die Actionszenen sind spannend gestaltet und gleichzeitig so unglaublich skurril. Aber genau das macht den Charme dieser Reihe in meinen Augen aus. Es hebt sich durch seinen Humor und seine Andersartigkeit im Vergleich zu anderen Exemplaren dieses Genres deutlich hab.

Es war ein großer Spaß mehr von den Abenteuern des Eisernen Druiden zu lesen. Die Reihe gehört nach diesem Band, definitiv zu meinen Liebsten Fantasyreihen. Herrlich erfrischend und wunderbar geeignet nach einem stressigen Tag abzuschalten und laut zu lachen. Ich freue mich auf den dritten Band der Reihe!

Bewertung vom 22.08.2019
Gehetzt / Die Chronik des Eisernen Druiden Bd.1
Hearne, Kevin

Gehetzt / Die Chronik des Eisernen Druiden Bd.1


sehr gut

Kevin Hearne legt einen lockeren, humorvollen und leichten Schreibstil an den Tag. Selten habe ich bei einem Buch so schmunzeln und teilweise richtig loslachen müssen. Einer der großen Pluspunkte die dieses Buch von anderen Fantasygeschichten abhebt.
Man kommt leicht in die Geschichte und lernt im raschen Tempo einige skurrile Gestalten wie die alte irische Nachbarin mit einer Abneigung gegen Briten, Morrigan oder Flidais kennen. Der Protagonist der hier unter seinem Decknamen Atticus O’Sullivan auftritt, versprüht Charme und seinen treuen Wolfshund Oberon habe ich mit seiner frechen Schnauze direkt ins Herz geschlossen. Ich bin von Seite zu Seite geflogen und war begeistert mit welcher Leichtigkeit der Autor die keltischen Gottheiten auf geniale Weise zu Papier bringt. Ich hatte auf keiner Seite Langeweile. Sehr hilfreich fand ich dabei, dass die Eigenenamen der keltischen Mythologie in Versalien gesetzt waren, so dass sie im Lesefluss nicht untergingen. Die Geschichte nimmt sehr schnell Tempo auf und die Ereignisse folgen Schlag auf Schlag. Dabei bekommt man es nicht nur mit keltischen Gottheiten zu tun, man macht auch die Bekanntschaft mit Vampiren, Werwölfen, Feen und Hexen. Für manch einen könnte, dass zu viel des Guten sein, doch ich fand es überaus abwechslungsreich und unterhaltsam. Fantasy die sich einfach von der klassischen abhebt und die Wesen nicht unbedingt den bekannten Klischees nachgehen, so liebt der Vampir hier beispielsweise Knoblauch anstatt vor ihm davon zu rennen. Dennoch waren für mich manche Ereignisse etwas zu einfach konstruiert und mir haben dann doch komplexere Zusammenhänge gefehlt, so war es manchmal leider etwas zu vorhersehbar. Atticus ist als über 2000 Jahre alter Druide natürlich überaus mächtig, jedoch hätte es nicht geschadet ihm dann doch die ein oder andere Schwäche zu verpassen. Durch alle heiklen Situationen ist er mir etwas zu aalglatt hindurchgeschlängelt.
Alles in allem ein wirklich klasse Auftakt der Reihe, die ich zu 100 Prozent weiterverfolgen werde. Mich hat das Setting überzeugt, das Unterhaltsame, der Humor des Autors und vor allem seinen Mut in einem Fantasybuch etwas über die Klischeestränge zu schlagen. Bis auf ein paar kleine Schwächen, beide Daumen nach oben!

Bewertung vom 22.08.2019
Aller Anfang
Sullivan, J. Courtney

Aller Anfang


ausgezeichnet

Zunächst mir gefällt das Cover recht gut, es ist sehr schlicht gehalten und passt im Prinzip zu den vier Freundinnen (eine Szene am Strand gibt es nicht) und deren Geschichte die das Buch erzählt.
Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich weich, flüssig und ausführlich. Sie zeichnet ihre Figuren mit einer solchen Tiefe und Liebe zu den kleinen Eigenheiten der jeweiligen Freundin, dass man denken könnte sie wäre ebenfalls eine gute Kameradin der Vier. Man ist dadurch sehr nah an allen vier Protagonistinnen und die vielen liebevollen Details die J.Courtney Sullivan über Celia, Bree, Sally und April schreibt, lassen einen immer wieder schmunzeln. Die Kapitel werden jeweils aus der Sicht einer der vier Freundinnen erzählt, was sehr gut die verschiedenen Charaktere und Sichtweisen beleuchtet. Das hat mir gut gefallen. Wir erfahren in Rückblenden viel über die Collegezeit (und gerade hier kann es zu Irritationen bezüglich der verrückten amerikanischen Rituale am Smith-College kommen wie zum Beispiel bestimmte ziemlich abgehobene Dresscodes zu gewissen Veranstaltungen…) - den Beginn ihrer Freundschaft - und sind hautnah an der Entwicklung der Vier beteiligt. Durch den Erzählstil und die Ausführlichkeit wie das Leben der Freundinnen beschrieben wird, erfahren wir unglaublich viel über deren Seelenleben und Beweggründe. Das Buch bringt daher eine enorme Vielschichtigkeit und Tiefe mit, die mich an manchen Stellen wirklich ins Herz getroffen hat. Dadurch dass die Autorin sowohl Stärken und Schwächen der Charaktere beleuchtet, wird die Authentizität der Figuren noch einmal unterstrichen. Denn gerade, dass die Figuren sich manchmal egoistisch oder arrogant verhalten, Fehler machen und falsche Entscheidungen treffen bringt sie dem Leser so nah. Es sind vier unterschiedliche Lebenswege die mit all ihren Höhen und Tiefen erzählt werden und jeder bringt seine eigene wichtige Botschaft mit. Vier ganz verschiedene junge Frauen, die eine tiefe Freundschaft verbindet. Ein wunderbarer Stoff für eine wunderbare Geschichte.
Es ist eine großartige Erzählung über Freundschaft, Liebe, Verrat, Verlust, Streit, Loyalität und Versöhnung, die einen Seite für Seite mitreißt. J.Courtney Sullivan hat mit diesem Werk ein tiefgründiges, liebevolles und wichtiges Buch geschaffen. Die Geschichte wird mich auch nach dem Zuklappen des Buchdeckels, lange begleiten.

Bewertung vom 22.08.2019
Die Lotosblüte
Sok-Yong, Hwang

Die Lotosblüte


sehr gut

Da ich ein großer Fan „Der Geisha“ von Arthur Golden war und generell sehr gerne Bücher lese, die die asiatische Kultur aufgreifen, war „Die Lotosblüte“ ein absolutes Must-Have-Buch.
Der Autor legt einen sehr detailreichen und manchmal auch sehr ausschweifenden Schreibstil an den Tag. Ich habe einige Zeit gebraucht um in die Geschichte hinein zu tauchen. Am Anfang war ich etwas irritiert das Kwang Sok-Yong seine Charaktere ohne viel Schnickschnack und Tiefe präsentiert. Je mehr ich aber von der Geschichte gelesen habe desto mehr wurde mir klar, dass das die Figuren nicht unbedingt brauchen um das Buch mitreißend und spannend zu gestalten. An manchen Stellen holt er weit aus und man bekommt einiges an Hintergrundinformationen über die asiatische Kultur. Das hat mir einerseits sehr gut gefallen, andererseits fand ich es an manchen Stellen sehr anstrengend zu lesen. Denn durch die vielen Nebeninformationen die er einfließen lässt, haben manche Szenen für mich ein wenig an Farbe verloren. Auch waren mir dadurch manche Zusammenhänge von Handlungen und Ereignissen nicht ganz klar. Mit Chong als Hauptcharakter konnte ich mich anfangs nicht unbedingt anfreunden, im Laufe der Geschichte jedoch habe ich sie für ihren Mut ihr Leben endlich selbst in die Hand zu nehmen sehr bewundert. Was sie teilweise erleben und erleiden muss, hat mich oft tief ins Herz getroffen. Eine wunderschöne und doch grausame Geschichte einer jungen Frau.
Ich bin mit sehr hohen Erwartungen an das Buch herangegangen. Und wurde weitgehend nicht enttäuscht. Der Autor schafft einen wunderbaren Einblick in die Kulturen und Traditionen der damaligen Zeit, bei dem Asienfans, wie ich es einer bin, definitiv auf ihre Kosten kommen. Bis auf ein paar kleine Kritikpunkte die ich oben genannt habe, ein ganz wundervolles Buch, welches mich durch seine Erzählgewalt begeistern konnte.

Bewertung vom 22.08.2019
Dschungel
Karig, Friedemann

Dschungel


ausgezeichnet

Ich kann es nicht leugnen – das Cover war einer der Hauptgründe warum ich zu diesem Buch gegriffen habe. Es ist anders, es ist speziell. Und gerade, das hat mich durch und durch angesprochen.
Die Sprache mit der Friedemann Karig erzählt ist bildgewaltig, anspruchsvoll und absolut mitreißend. Von der ersten Seite an hatte er mich damit gefangen genommen. Die Charaktere sind einfach skizziert und benötigen keine Schnörkel und Extras um wirkliche Tiefe mitzubringen. Man begleitet den Protagonisten auf der Suche nach seinem Kindheitsfreund Felix in das exotische Land Kambodscha. Währenddessen werden immer wieder Anekdoten aus der Kindheit der beiden zwischengeschoben. So lernt man die beiden besser kennen und bekommt mehr und mehr ein Bild über die Freundschaft der beiden. Die Geschichte schafft Fernweh – und Ohrwürmer. Die eingebrachten Songzitate konnte ich fast alle im Kopf mitsingen und bekam sie danach nicht mehr aus dem Kopf. Das Buch ist wie das wilde Meer, in das man eintaucht und dass einen mit der Strömung immer und immer weiter mitzieht. Bilder rauschen vorbei. Bilder von wahrer Freundschaft, was Reisen bedeutet und was es heißt den Mut zu haben alles hinter sich zu lassen. Die Botschaften die die Geschichte mitbringt haben mich berührt und auch nachhaltig noch beschäftigt. Während des Lesens haben sich menschliche Abgründe aufgetan und es wird einem bewusst, dass gerade Fehlentscheidungen und Dinge die man falsch macht uns so ungemein menschlich machen. Ich konnte das Buch so gut wie keine Minute aus der Hand legen, weil es mich so fasziniert und gefesselt hat.
Der Autor hat ein Werk geschaffen, dass zu meinen absoluten Jahreshighlights zählt. Durch seine mitreißenden Bilder und seine Botschaften die er dem Leser mit auf den Weg gibt eine absolute Empfehlung. Wie gern möchte ich jetzt einfach in den Flieger steigen und alles hinter mir lassen!

Bewertung vom 22.08.2019
Wo man im Meer nicht mehr stehen kann
Genovesi, Fabio

Wo man im Meer nicht mehr stehen kann


ausgezeichnet

Ich hatte Lust auf ein locker leichtes, sommerlich angehauchtes Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht. Das Cover verspricht nicht zu viel und nicht zu wenig. Fabio Genovesi vermittelt mit seinem Schreibstil einen locker, flüssig zu lesendem, italienischem Flair. Toll!
Man begleitet Fabio über etwa sechs Jahre hinweg, wie er mit seinen schrulligen Onkeln und als einziges Kind der Familie aufwächst. Man begleitet ihn über kleinere Eskapaden, über mittelgroße Katastrophen bis hin zu dem Unfall seines Vaters und der Zeit danach. Man erfährt hautnah mit, dass es nicht immer einfach ist ohne großartigen Kontakt zu Gleichaltrigen aufzuwachsen, aber dass man damit durchaus auch seinen eigenen Weg finden kann. Es hat mir das Herz erwärmt, wie viel Kraft und Hoffnung er in die Texte legt, die er seinem Vater vorliest. Es zeigt wie viel Kraft und Liebe in Geschichten und Erzählungen stecken können. Einfach wunderbar! Das Buch enthält zahlreiche liebevolle Anekdoten über das Leben. Fabio erzählt zwar aus Kindersicht, doch verliert die Sprache dabei nicht an Ernsthaftigkeit. Sie behält lediglich ihre kindliche Leichtigkeit. Und das hat es so zu einem Genuss gemacht, Seite um Seite zu lesen. Fabio ist ein Kind, von dem wir viel lernen können. Und die wichtigste Botschaft die er uns dabei mitgibt ist, dass es genau richtig ist, wie man ist. Und nicht anders. Dabei spielt es keine Rolle, was die anderen denken. Die Geschichte steckt voller solcher Botschaften über das was Glück ist, Liebe und Familie bedeutet, über Zusammenhalt und Wärme, über Vorurteile und Selbstakzeptanz, über das Überwinden von Grenzen und neue Horizonte, über die Hoffnung und den Glauben, über Freundschaft und Toleranz. Und dass man manche Dinge nur aus dem Herzen lernen kann und nicht aus Büchern.
Ein herzerwärmendes und erfrischendes Buch! Mir hat es großen Spaß gemacht, Fabios Geschichte zu folgen. Der Autor hat ein wundervolles Werk geschaffen, was einerseits durch seine italienische Leichtigkeit besticht, als auch mit seinen Werten die es vermittelt. Klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 22.08.2019
Weil es Liebe ist
Lauren, Christina

Weil es Liebe ist


gut

Für mich persönlich ist das Cover recht schön und der Geschichte dahinter entsprechend. Die Kapitellänge mit vielen Absätzen habe ich als sehr angenehm empfunden. Der Schreibstil ist sehr angenehm locker, leicht und warmherzig.
Frau trifft Mann, sie verlieben sich, es kommen Komplikationen auf und doch finden sie schlussendlich zueinander. Diesem Schema folgt auch dieses Buch. Eine süße und bezaubernde Geschichte. Die Charaktere Holland und Calvin sind sehr menschlich und liebenswert gestaltet. Auch die Nebencharaktere wie Hollands Onkel Robert und Jeff habe ich direkt ins Herz geschlossen. Im Laufe der Geschichte verhält sich Holland für mich aber manchmal zu naiv und scheint mir an manchen Stellen mit ihrer Schwärmerei für Calvin etwas zu versessen. Mir wurden ihre wirklichen Beweggründe für manche ihrer Taten nicht ganz klar, obwohl durch die Ich-Perspektive einige von Hollands Gedanken und Gefühlen transportiert werden. Die Annäherungen der Beiden sind wie auch der Rest der Geschichte sehr amüsant mitzuverfolgen. Durch Hollands Onkel Jeff gibt das Buch eine wichtige Botschaft mit: dass es Zeit und Geduld mit sich selbst braucht um seinen Platz im Leben zu finden. Das fand ich tatsächlich sehr schön. Jeff war auch mit Abstand mein liebster Charakter der Geschichte. Das Ende ist relativ vorhersehbar, wie meistens bei solchen Büchern. Dennoch kommt am Schluss noch einmal Spannung hinein und die Ereignisse erfolgen Schlag auf Schlag. Allerdings bleiben hier ein paar ungeklärte Dinge, die für mich auch nicht richtig aufgelöst wurden. Da hätte ich mir noch ein Ticken mehr gewünscht.
Insgesamt habe ich die Charaktere sehr liebgewonnen, jedoch hat mich die Liebesgeschichte von Holland und Calvin nicht so richtig berühren und mitreißen können. Bereits nach der Hälfte habe ich leider feststellen müssen, dass es keine Geschichte ist die mir nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird. Dennoch für eingefleischte Fans von Liebesgeschichten sicherlich herzerwärmend und lesenswert.

Bewertung vom 22.08.2019
Silent Victim
Mitchell, Caroline

Silent Victim


sehr gut

Eine Tat aus der Verzweiflung heraus droht dein gesamtes Leben zu zerstören.
Dieses Buch hatte Spannung von der ersten Seite weg. Die Kapitel kurz und knackig, der Schreibstil der Autorin bildhaft, authentisch und mitreißend. Man begleitet Emma und ihren Mann Alex, bei einem psychisch, packenden Spießrutenlauf um die Rettung ihrer Familie. Dabei verschwimmen Lüge und Wahrheit immer mehr und als Leser ist man sich irgendwann nicht mehr sicher, wer in diesem Buch nun tatsächlich der/die Böse ist. Ungeahnte Drehungen und Wendungen geben der Geschichte ein unglaubliches Tempo. Man wird immer wieder überrascht. Allerdings wirken manche Szenen ein Ticken zu unglaubwürdig. Zusätzlich bringt Caroline Mitchell jedoch auch das brisante Thema der Verführung von Jugendlichen aufs Tablett. Sie setzt es höchst sensibel um und das ist großartig. Die Charaktere wirken authentisch in ihren Entscheidungen und Taten, was die Geschichte noch nervenaufreibender gestaltet.
Man fiebert mit, man zittert und zweifelt irgendwann am eigenen Verstand. Ein überaus mitreißendes, kurzweiliges Buch das vor allem die psychologische Ebene anspricht. Alles in allem ein großartiger Thriller, der mich trotz seines Tempos und seiner ausgeklüngelten Erzählweise nicht zu 100 % mitreißen konnte.

Bewertung vom 22.08.2019
Verführt / Calendar Girl Bd.1
Carlan, Audrey

Verführt / Calendar Girl Bd.1


weniger gut

Doch die Geschichte war für mich nicht glaubwürdig genug. Generell war sie sehr oberflächlich gehalten, was sich auch in der Hauptprotagonistin Mia widerspiegelte. Bereits im Januar verliebt sie sich Hals über Kopf in ihren Kunden. Was für mich schon gänzlich die Spannung aus der gesamten Reihe nimmt. Denn wir wissen alle, für wen sie sich am Ende entscheiden wird (ich habe die Folgebände noch nicht gelesen, deshalb kann sich, dass vielleicht überraschend noch ändern). Generell empfand ich die Geschichte nach einer Weile als sehr langatmig und teilweise langweilig. Auch die Darstellung ihrer Kunden, ist schlichtweg zu schön um wahr zu sein. Alles absolute Hingucker und Asse im Bett. Was mich auch gleich zum nächsten Kritikpunkt bringt. Sie verliebt sich in Mr. Januar und schläft dann direkt mit Mr. Februar. Ein Charakter einer Frau, der leider sehr wenig Tiefe und Authentizität mitbringt. Ihre Handlungen waren für mich absolut nicht nachvollziehbar und vermittelten mir ein Bild eines sehr leicht zu habenden Mädchens. Mia wird im Lauf der Geschichte immer als absolut perfekt dargestellt, genau wie ihre Kunden. Und das reicht mir für einen Charakter einfach nicht. Die Protagonistin hatte für mich zu wenig Ecken und Kanten. Auch der Geschlechtsverkehr wird bei jedem Mal als absolut bahnbrechend und berauschend dargestellt. Keine Frage die Autorin versteht etwas davon erotische Szenen zu schreiben. Aber auch diese Darstellung, war abgesehen davon, dass es mir teilweise fast schon zu viel war, einfach zu schön um wahr zu sein. Ja, Mia hat ihre Beweggründe für das alles, dennoch konnte sie mich mit ihrer Geschichte nicht überzeugen.
Alles in allem eine Idee die ihr Potential leider nicht genutzt hat. Jedoch habe ich mir jetzt schon mehrere Rezensionen dazu durch gelesen in denen zum durchbeißen geraten wurde. Anscheinend soll die Reihe zum Ende hin besser werden. Also werde ich mir wohl auch die nächsten Bände vornehmen. Mal sehen ob mich die Autorin noch überzeugen kann.

Bewertung vom 22.08.2019
Ersehnt / Calendar Girl Bd.4
Carlan, Audrey

Ersehnt / Calendar Girl Bd.4


gut

Wie immer ist die Aufmachung des Buches wie seine drei Vorgänger bezaubernd und gelungen. Der Schreibstil der Autorin ist auch in diesem Band wie gewohnt flüssig und schnell zu lesen. Die Kapitellänge empfand ich auch im letzten Buch der Calendar Girl Reihe als sehr angenehm.
In diesem Teil steht vor allem die Bewältigung von Wes schlimmen Erlebnissen und der Weg in ihre gemeinsame Zukunft im Fokus. Kunden wie aus den vorherigen Bänden gibt es in diesem Band nur einen (der ihr aber natürlich direkt zu einem neuen Job verhilft…). Das war mal etwas Anderes und hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Mia versucht mit all ihren Kräften ihrem geliebten Wes zu helfen. Zunächst passiert alles Schlag auf Schlag, dann plätschert es vor sich hin, dann wieder Schlag auf Schlag. Manche Wendungen haben mich tatsächlich überrascht. Aber alle anderen Ereignisse waren für mich wieder zu weit von der normalen Realität entfernt und schlichtweg zu unglaubhaft. Die Protagonistin scheint immer noch nichts falsch zu machen und jeder ist begeistert von ihr. So hat sie leider auch in diesem Band keine Ecken und Kanten entwickelt. Schade! Denn gerade in diesem Band war sie mir eigentlich recht sympathisch geworden. Von manchen Einschüben in der Handlung hatte ich mir mehr erhofft, beispielsweise von Wes Eifersüchteleien. Ein richtig großer Knall wie es bei jedem Paar einmal vorkommt bleibt hier leider aus. Das Ganze wird wieder sehr schnell und einfach abgewickelt. In diesem Band gibt es vergleichsweise wieder mehr erotische Szenen. Audrey Carlan schafft es wie immer, diese wirklich erotisch wirken zu lassen und nicht anstößig oder billig. Aber leider ist auch hier die Perfektion dieser Szenen jedweder Realität. Jedoch fand ich das Zusammenspiel von ihr und Wes als Paar außerhalb des Bettes wirklich süß. Auch das Beisammensein mit ihrer Familie hatte etwas Herzerwärmendes.
Dieser finale Teil schließt fast lückenlos von der Bewertung an seine Vorgänger an. Jedoch muss ich sagen, dass er mir tatsächlich dadurch, dass er das bisherige Schema etwas durchbricht, ein Ticken besser gefallen. Ein solider Abschluss dieser vierteiligen Reihe. Jedoch weiß ich in Zukunft, dass die Art von Audrey Carlan, Geschichten zu erzählen nicht meinen Geschmack trifft.