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Benutzername: sueorange
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Bewertungen

Insgesamt 101 Bewertungen
Bewertung vom 29.07.2013
Höllental
Winkelmann, Andreas

Höllental


ausgezeichnet

Roman Jäger kann den letzten Ausdruck nicht vergessen, den das Gesicht der verzweifelten jungen Frau zeigte, bevor sie sich vor seinen Augen in die Tiefe stürzte. Mitten in einem Schneesturm hatte sie sich zu der Eisernen Brücke über der Klamm hinauf geschleppt. In ihrem Blick lag pure Angst. Roman gehört der freiwilligen Bergwacht des Höllentals an, doch auch er konnte sie nicht retten. Da ihn dieser Fall bis in seine Träume verfolgt, beschließt er herauszufinden, was Laura Waider in den Tod getrieben hat.

Auch ihre Angehörigen können sich nur schwer mit der Tatsache abfinden, dass ihre Tochter Selbstmord begangen hat. Etwas muss sie doch zu diesem endgültigen Schritt bewogen haben. Vor irgendwem ist sie in den Tod geflohen. Welche Rolle spielt der Ort, den sie für ihren letzten Weg gewählt hat? Die Höllentalklamm, in der sie mit ihrer Clique vor einigen Monaten zum Bergsteigen war. Auch ihre vier Freunde sind in Aufruhr. Hatte ein Ereignis bei ihrer letzten gemeinsamen Bergtour etwas damit zu tun? Möglicherweise schweben auch sie in Lebensgefahr.

Dieses Mal schürt Andreas Winkelmann die Angst vor einem unbekannten Schatten. Er erschafft eine bedrückende Atmosphäre und lässt den Leser lange im Unklaren, um wen es sich bei dem Stalker handelt. Durch Rückblenden bekommt man einen immer tieferen Einblick in die Seele des Psychopathen gewährt. Die Handlung ist vielschichtig aufgebaut, erst nach und nach kann man die einzelnen Puzzleteile zu einem Ganzen zusammensetzen.
Nach Angaben des Autors basiert der Psychothriller "Höllental" auf einer wahren Begebenheit, mit der er seine Geschichte verwoben hat. Der Schreibstil ist flüssig, die Spannung entwickelt sich nach und nach und nimmt vor allem zum Ende hin zu. Die Charaktere sind plastisch beschrieben, man kann sich gut in sie einfühlen. Der Autor vermag es geschickt, Sympathien und Antipathien für seine unterschiedlichen Akteure zu erwecken.
Zeitweise gibt es auch blutige und brutale Szenen, aber das wirkliche Grauen entsteht durch die untergründige Gefahr.

"Höllental" - ein fesselndes Psychothriller- Vergnügen! Empfehlenswert für alle, die gerne einmal in die Bergwelt mit ihren tiefen Schluchten eintauchen möchten. Die wahren Abgründe offenbaren sich jedoch wie gewohnt in der Psyche des Menschen.

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Bewertung vom 28.07.2013
Frostiges Paradies / Soul Beach Bd.1
Harrison, Kate

Frostiges Paradies / Soul Beach Bd.1


ausgezeichnet

Zuerst hält Alice die E- Mail ihrer toten Schwester für einen schlechten Scherz. Kurz darauf bekommt sie von ihr jedoch auch noch eine Einladung zu einem virtuellen Strand namens Soul Beach. Dort ist ihre Schwester Megan seit ihrer Ermordung in einem Strandparadies gefangen. Um sie herum lauter junge und schöne Menschen. Sie haben eines gemeinsam, sie sind alle bereits tot.

Um ihrer Schwester weiterhin nahe zu sein, verdrängt Alice ihre anfänglichen Zweifel und kaum hat sie sich auf die fremdartige Welt im virtuellen Raum eingelassen, da wird sie auch schon immer mehr in ihren Bann gezogen. Ein endloser Sandstrand, Palmen, immerwährender Sonnenschein und alles wirkt perfekt. Sogar ihr eigenes Äußeres scheint auf wundersame Weise optimiert worden zu sein. Am Soul Beach ist alles und jeder schön. Es ist auch keine normale Spieleplattform, wenn sie die Seite aufruft, hört sie das Meer rauschen, spürt den Sand unter ihren Füßen und nimmt das Strandparadies mit allen Sinnen wahr. Dabei entfernt sie sich selbst immer weiter von der Realität.

Wer steckt hinter dieser Website? Nach wessen strengen Regeln müssen sich alle dort richten? Vor allem, wer hat Meggie getötet und ihr dadurch dieses neuartige Dasein überhaupt eingebrockt? Alice begibt sich auf die Suche nach dem Mörder ihrer Schwester und gerät so selbst in sein Visier.

"Soul Beach I – Frostiges Paradies" ist der Auftakt zu einer Jugendbuch - Trilogie. Der größte Teil des Buches ist aus der Sicht von Alice geschrieben, ab und zu bekommt man auch einen Einblick in die Gedankenwelt des Mörders. In Alice kann man sich als Leser schnell einfühlen, zwar erscheint ihr Verhalten manchmal etwas naiv, aber man ist selbst auch immer mehr dem Sog von Soul Beach ausgeliefert. Die Idee eines virtuellen Ortes, an dem die Toten quasi weiterleben, ist sehr interessant und die Umsetzung erscheint regelrecht mysteriös. Man darf sich von der Strandatmosphäre nicht täuschen lassen - darum wohl der Untertitel "Frostiges Paradies". Auch immerwährendes Glück kann die Hölle sein.

Der Schreibstil ist flüssig, die Geschichte verliert nicht an Geschwindigkeit und bleibt spannend. Kaum denkt man, man wäre dem Mörder auf der Spur, lenkt die Autorin die Gedanken des Lesers wieder in eine andere Richtung. Die Charaktere werden in diesem Teil eher eingeführt, manche erscheinen noch etwas farblos. Aber sowohl die Geschichte als auch die Akteure haben Potential für zukünftige Bände.
Das Jugendbuch endet nicht mit einem Cliffhanger, aber dennoch bleiben einige Fragen unbeantwortet, die auf eine baldige Fortsetzung hoffen lassen.

Von der Aufmachung ist dieses Buch ein absoluter Eyecatcher, ohne Einband ist es durch den schwarzgefärbten Buchschnitt sehr dunkel und düster. Durch den Umschlag, bei dem die Farbe Pink dominiert, scheint das Paradies in Blut getränkt zu sein. Aber Tote bluten ja nicht mehr. Ansonsten wirkt es alt und abgegriffen, schön morbide, aber trotzdem modern.

"Soul Beach I – Frostiges Paradies" - gruselig und hip zugleich - ein exklusives soziales Netzwerk - das süchtig macht.

Wer einmal den Strand besucht hat, der muss dort wieder hin und immer wieder...

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.07.2013
Verflucht seist du / Kommissar Dühnfort Bd.5
Löhnig, Inge

Verflucht seist du / Kommissar Dühnfort Bd.5


ausgezeichnet

München im Hochsommer. Die Hitze liegt drückend über der Stadt. Kommissar Konstantin Dühnfort steht vor einem rätselhaften Mordfall. In einem Rohbau wurde ein junger Mann erschossen und vieles weist auf eine Verbindung ins Drogenmilieu hin. Doch hat Daniel tatsächlich wieder gedealt? Und wie passt der Selbstmord einer Freundin aus Daniels Clique wenige Wochen zuvor in das Bild?

Die Kriminalbeamten versuchen eine Verbindung zwischen den beiden Fällen zu finden und stoßen auf einen mysteriösen Unbekannten, mit dem Isabelle im Internet gechattet hat. Sascha hat er sich bei Facebook genannt und Isa wollte sich mit ihm treffen. Dann hat er ihr jedoch ungesehen vor dem Treffen aufgelauert und ein Foto von ihr mit einem gemeinen Kommentar bei dem sozialen Netzwerk veröffentlicht. Wegen der Demütigung hat Isa sich daraufhin das Leben genommen. Wer ist dieser ominöse Sascha?

Auch neben dem Fall gibt es mal wieder Turbulenzen im Leben von Tino, er ist gerade dabei mit Gina zusammenzuziehen und die Wohnung ist eine Baustelle. Mit seiner neuen Kollegin Kirsten wird Dühnfort auch nicht so richtig warm, zwar ist sie sehr engagiert, aber auch kühl und abweisend. Werden sie es dennoch schaffen, an einem Strang zu ziehen?

In "Verflucht seist du" haben Tino Dühnfort und sein Team nunmehr den fünften Fall zu lösen. Nicht nur Tino hat eine neue Mitarbeiterin bekommen, Gina hat Grund ihres privaten Zusammenseins auch die Abteilung gewechselt. Sie bearbeitet nun ungeklärte Altfälle. Im Gegensatz zu den vorherigen Teilen spielt sie dieses Mal eher eine Nebenrolle, dafür tritt Alois ein wenig mehr in Erscheinung.

Was den Kriminalfall betrifft, so ist es der Autorin gut gelungen interessante, aktuelle Themen aufzugreifen und in die Handlung einzubauen, wie zum Beispiel Cyber- Mobbing und seine unüberschaubaren Folgen. Bei den kriminalistischen Untersuchungsmethoden zeigt sich, dass Inge Löhnig versucht so realitätstreu wie möglich zu bleiben.

Die Charaktere wurden bis zu den Nebenfiguren gut gezeichnet und sie wirken glaubhaft. Bei den bereits bekannten Personen ist eine deutliche Entwicklung über die Dauer der Reihe zu spüren, besonders Tino hat unter dem Einfluss von Gina seiner genießerischen Seite neben der grüblerischen und melancholischen mehr Gewicht verliehen. Unterschiedliche Handlungsstränge wechseln sich ab und sorgen für ein flüssiges Leseerlebnis. Falsche Fährten und überraschende Wendungen erhöhen die Spannung. Die bildhafte Schreibweise der Autorin lässt einen nur so über die Seiten fliegen.

Das Cover fügt sich leider nicht so gut in die Reihe der Vorgänger ein, sieht aber trotzdem sehr schön aus. Das gelbe Weizenfeld fängt den heißen Sommer gut ein, während die Krähen und die grauen Wolken zeigen, dass sich Unheil zusammenbraut.

"Verflucht seist du" - ein nachdenklich stimmender Kriminalroman, der mit unvorhersehbaren Wendungen und Verstrickungen für Nervenkitzel und gute Unterhaltung sorgt.

Bewertung vom 06.05.2012
Retrum
Miralles, Francesc

Retrum


gut

Seit dem Tod seines Zwillingsbruders hat Christian sich von allen sehr zurückgezogen. Seine schwermütigen Streifzüge führen ihn immer häufiger zum Friedhof. Er fühlt sich dort wohl. Dort begegnet er auch das erste Mal Alexia, Lorena und Robert. Die schwarzgekleidete Clique, die sich "Retrum" nennt, trifft sich oft dort. Sie verbringen die Nacht auf dem Friedhof und versuchen Kontakt zu den Toten herzustellen.
Besonders faszinierend findet er Alexia. Er öffnet sich schnell dieser neuen mysteriösen, dunklen Seite des Lebens, dort lauern jedoch auch Gefahren.

Schon die Klappbroschur schafft eine schöne unheimliche Atmosphäre. Der schwarz eingefärbte Buchschnitt unterstützt dies. Die düsteren Zitate, jeweils am Kapitelanfang, vermitteln zusätzlich die passende Stimmung. Im Verlauf der Geschichte werden auch noch Songs erwähnt, die man sich auf der Homepage anhören kann.

"Retrum" ist der Auftakt einer Trilogie, demnach bleiben auch noch viele Fragen offen, gleichzeitig wird jedoch auch das Interesse geweckt, weiter zu lesen. Die etwas schwermütigen Charaktere sind nicht wirklich greifbar. Sie wirken in sich stimmig, aber man findet nur schwerlich einen Zugang zu ihnen. Dennoch finde ich dieses Jugendbuch in sich gelungen. Als Thriller würde ich es jedoch trotz spannender Momente nicht bezeichnen. Der Schreibstil ist ansprechend und mitreißend. Auch wenn ein paar Schwächen vorhanden sind, fühlte ich mich gut unterhalten und bin auf die Fortsetzung gespannt.

Bewertung vom 06.05.2012
Vladimir Tod kämpft verbissen / Vladimir Tod Bd.4
Brewer, Heather

Vladimir Tod kämpft verbissen / Vladimir Tod Bd.4


ausgezeichnet

Auch in seinem neuen Highschool- Jahr kehrt für den Halbvampir Vladimir Tod keine Ruhe in sein Leben ein. Es wird noch turbulenter. Der Tod lauert überall, alte Feinde und Widersacher, ein mysteriöser neuer Vampir - Vladimir hat alle Hände voll zu tun, um am Leben zu bleiben und seine Liebsten zu schützen.

Man merkt diesem vorletzten Band der Vladimir Tod- Reihe an, dass es langsam auf die Zielgerade zum Finale zugeht. Die ganze Geschichte spitzt sich zu. Dieser Band ist noch aufregender als die Bände davor. Zum Inhalt möchte ich gar nicht mehr verraten. Den Schreibstil von Heather Brewer finde ich nach wie vor sehr ansprechend. Humorvoll, spannend und locker. Es gelingt ihr immer wieder neue Aspekte in die Geschichte mit einzuflechten. Je erwachsener der Protagonist wird, desto gefährlicher werden auch die Auseinandersetzungen. Dieses Mal hat es sich die Autorin nicht nehmen lassen zum Ende noch einen Cliffhanger zu setzen, als würde man als Vladimir Tod- Fan nicht sowieso schon händeringend auf den fünften Band warten.

Optisch hat sich das Buch zumindest innen ein wenig verändert. Die schwarzen Seiten an den Kapitelanfängen mit weißer Schrift sind verschwunden und statt Klappenbroschur ist es nun ein normales Taschenbuch. Besonders die schwarzen Seiten habe ich doch etwas vermisst.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.01.2012
Die Alchemie der Unsterblichkeit / Icherios Ceihn Bd.1
Pflieger, Kerstin

Die Alchemie der Unsterblichkeit / Icherios Ceihn Bd.1


ausgezeichnet

Im Jahr 1771 lebt in Karlsruhe der junge Gelehrte Icherios Ceihn. Mutig stellt sich der ehrgeizige Jüngling der Herausforderung sich auf eine lange, beschwerliche Reise zu begeben, um im Schwarzwald in einem entlegenen Dorf eine Mordserie aufzuklären. Doch nicht nur die brutalen Verbrechen lehren einen dort das Fürchten, auch die seltsamen magischen Wesen, denen er dort begegnet, rütteln an seiner wissenschaftlich geprägten Sicht. Bald befindet er sich selbst in großer Gefahr.

Besonders gut gefallen hat mir, dass ein Teil des Buches in Karlsruhe spielt, da ich es immer schön finde, wenn ich mal einen Straßennamen kenne oder andere Kleinigkeiten.

Die Geschichte es schaurig und spannend und von Anfang bis zum Ende fesselnd. Eine tolle Kriminalgeschichte mit mysteriösen Elementen und mystischen Gestalten.
Icherios Ceihn hat es nicht leicht, aber er hat einen treuen Gefährten, die Ratte Maleficium, die einem als Leser schnell ans Herz wächst. Interessante Charaktere bevölkern das Buch, auch Wesen, die sich nicht so häufig in Mystery- Geschichten tummeln.

Ein gelungener Auftakt für eine neue Mystery- Serie, die ich gerne weiter verfolgen werde.

Bewertung vom 20.01.2012
Bleicher Tod
Winkelmann, Andreas

Bleicher Tod


ausgezeichnet

Die Kriminalkommissarin Nele Karminter ist in ihrer Laufbahn schon einmal einem Psychopathen gefährlich nahe gekommen und hatte diesen erst spät als einen solchen identifizieren können. Aus diesem Grund besucht sie nun ein Seminar bei der Psychologin und Fallanalytikerin Dr. Barbara Sternberg und erhofft sich davon, etwas an die Hand zu bekommen, wie sie das nächste Mal schneller die Anzeichen erkennen kann. Diese erwähnt eine Studie, nach der vier von hundert Menschen Soziopathen sind, demnach einer von fünfundzwanzig.

Am selben Abend fährt Miriam Singer durch eine vereiste Moorlandschaft, als sie plötzlich Halluzinationen heimsuchen und zum Anhalten zwingen. Bevor es dunkel um sie wird, ist ihre letzte Wahrnehmung, dass ein Fremder neben ihrem Auto steht und ihr seine Hilfe anbietet. Diese Begegnung ist jedoch erst der Anfang ihres Leidens.

In einer alten Schweinemastanlage findet Neles Kollegin eine auf grausame Weise entstellte Leiche. Ein Fund der Neles Team in Alarmbereitschaft versetzt, zeigt er doch, wozu der Täter fähig ist.

Der Privatdetektiv Alexander Seitz bekommt von Daniela Gersteins Eltern den Auftrag die verschwundene Tochter zu finden. Mit seinen Nachforschungen kreuzt er alsbald die Ermittlungen der Sonderkommission. Der Gesuchte scheint hoch intelligent zu sein und er ist ihnen immer einen Schritt voraus.

Der Autor hat dieses Mal zwei alte Bekannte wieder ins Rennen geschickt. Die beiden Ermittlerinnen Nele Karminter und Anouschka Rossberg, die schon bei "Tief im Wald und unter der Erde" einem Verbrechen auf der Spur waren.
Andreas Winkelmanns Taktik in rascher Folge zwischen den unterschiedlichen Handlungsorten und Perspektiven zu wechseln, fördert die Spannung. Auch dieses Mal ist es ihm wieder gelungen eine Gänsehautatmosphäre zu schaffen. Etwas beruhigend an der doch recht erschütternden These, dass einer von fünfundzwanzig Menschen ein Soziopath ist, ist, dass nicht alle Soziopathen gleich zu Mördern werden. Hier haben wir es aber mit einem solchen zu tun und der Autor lässt den Leser zwar zeitweise dessen Handlungen verfolgen, jedoch bleibt seine Identität und sein Motiv lange im Dunkeln. Auch fehlt bei den Wechseln zwischen den unterschiedlichen Sichtweisen der einzelnen Personen die Perspektive des Täters. Somit kann man miträtseln und sich von Andreas Winkelmann in die Irre führen lassen, auf jeden Fall lässt einen diese Geschichte nicht los, bis man die Fäden entwirrt hat und auch darüber hinaus.

Der Schreibstil ist lebendig und mitreißend. Die Charaktere wirken authentisch und ihre Dialoge natürlich. Der Autor gewährt dem Leser Nähe zu seinen Protagonisten, lässt ihn an ihrem Leben teilhaben, aber es gelingt ihm auch, den aktuellen Fall nicht aus den Augen zu verlieren und dem Privatleben keinen zu großen Raum einzuräumen.

Andreas Winkelmann gibt dem Bösen immer wieder neue Gesichter, eines gruseliger als das Andere. Da freut man sich jetzt schon wieder auf ein neues Eintauchen in seine Welt der Psychopathen.

Bleicher Tod - ein Thriller, der unter die Haut geht und der den Leser auch noch lange Zeit nach der Lektüre in einer größeren Menschenmenge zusammenzucken und seine Augen suchend über diese wandern lässt.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.