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Benutzername: Nadja_13
Danksagungen: 78 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 110 Bewertungen
Bewertung vom 18.02.2013
Sternenfeuer - Vertraue Niemandem
Ryan, Amy Kathleen

Sternenfeuer - Vertraue Niemandem


sehr gut

meine Meinung:
Wie schon der erste Teil war auch der zweite Teil der Sternenfeuertrilogie wieder ziemlich düster. Die Atmosphäre ist ziemlich bedrückend und während dem Lesen dachte ich oft, die Kinder der Empyrean würden sich in einer aussichtslosen Situation befinden. Was allerdings anders war, als im ersten Teil, war das Gefühl, was dadurch bei mir ausgelöst wurde. Beim Lesen des ersten Teils fand ich die Geschichte durch die düstere Atmosphäre und die schrecklichen Dingen, die die Kinder durchmachen müssen ziemlich deprimierend. Diese Mal war es anders, vielleicht weil ich darauf vorbereitet war, denn es war wohl genau dieser Aspekt, der mir an der Geschichte am besten gefallen hat. Ich fand es total interessant zu sehen wie die verschiedenen Charaktere in scheinbar auswegslosen Situationen reagieren.

Damit komme ich auch direkt zu einem anderen Aspekt, den ich beim ersten Teil nicht mochte und zwar dass es in der Geschichte keinen wirklichen Sympathieträger gibt. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Waverly, Kirean und Seth erzählt. Keiner dieser drei handelt wirklich immer so, wie man es als Leser vielleicht als moralisch richtig ansehen würde und daher gibt es auch nicht wirklich eine Person, mit der man sympathisieren kann. Allerdings sind alle drei Figuren sehr gut ausgearbeitet und man kann ihre Handlungen verstehen, auch wenn man selbst anders gehandelt hätte. Diese Tatsache fand ich wirklich faszinierend, denn sie bringt einem dazu nachzudenken, wie man selbst in so einer Situation handeln würde. Würden wir wirklich immer das tun, was moralisch richtig wäre? Diese Frage kann ich natürlich nicht beantworten, aber ich fand es doch aus psychologischer Sicht sehr interessant wie die Autorin ihre Figuren hat handeln lassen.

Auch wie sich die anderen Kinder auf dem Schiff verhalten haben, fand ich sehr gut dargestellt. Es gibt zwar ein paar Kinder, die Kirean treu ergeben sind, doch viele sind nicht zufrieden, wie er das Schiff führt. Im Verlauf der Geschichte wird die Situation oft ziemlich angespannt und droht teilweise jeden Moment zu kippen und das Schiff wieder komplett in Chaos zu versinken. Dadurch dass die Passagiere alle wirklich noch Kinder sind, sind sie natürlich ziemlich leicht zu beeinflussen. Ich fand es wirklich unglaublich interessant, wie die Autorin, dies gezeigt hat und es hat mich echt zum Nachdenken angeregt.

Nun aber natürlich auch noch zu den Dingen, die mir schon beim ersten Teil gut gefallen haben. Die Geschichte ist wieder sehr fesselnd. Weil man als Leser die Geschichte aus wechselnden Perspektiven miterlebt weiss man meistens ein bisschen mehr als die einzelnen Personen. So denkt Kirean beispielsweise Seht sei für die merkwürdigen Geschehnisse auf dem Schiff verantwortlich, während man als Leser weiss, das jemand anderes dahinter stecken muss. Dieses Wissen hat aber die Geschichte nicht langweilig oder vorhersehbar gemacht, der Autorin ist es sehr gut gelungen auch den Leser nicht immer alles Wissen zu lassen und so für einige Überraschungen zu sorgen. Die Geschichte war zum grössten Teil eigentlich nicht wirklich actionreich, doch gegen Ende überschlugen sich die Geschehnisse dann beinahe und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Wobei das Ende selbst mich dann allerdings ziemlich ratlos zurück gelassen hat. Ich bin mal sehr gespannt was sich Amy Kathleen Ryan für den letzten Teil noch so ausgedacht hat.

Fazit:
Wie schon der erste Teil der Sternenfeuer Trilogie ist auch dieser Teil keine leichte Kost, die Atmosphäre ist ziemlich düster und es gibt auch ein paar schockierende Ereignisse. Die Geschichte hat zudem keinen wirklichen Sympathieträger, dafür aber ein paar sehr interessante und authentische Charaktere. Zudem ist die Geschichte fesselnd und regt zum Nachdenken an. Eine sehr gelungene Fortsetzung, sogar besser als der erste Teil.

Bewertung vom 15.02.2013
Asche und Phönix
Meyer, Kai

Asche und Phönix


ausgezeichnet

meine Meinung:
Wer auf der Suche nach einer Geschichte ist, die einzigartig, originell und dazu auch noch super spannend ist, der ist mit Asche und Phönix eindeutig gut bedient. Von Beginn an ist die Geschichte sehr temporeich und man wird ziemlich schnell mitten in die Handlung hineingeworfen. Anfangs könnte man noch meinen, dass die Geschichte eigentlich auch realistisch sein könnte. Doch Kai Meyer hat noch einiges mehr zu bieten. Denn Parker und Ash treffen auf ein paar weitaus gefährlichere Gegner, als nur Paparazzi und verrückte Fans. Mit Libatique, dem Bösewicht in dieser Geschichte, lässt es sich eindeutig nicht spassen. Wenn ihr die Wahl zwischen ihm und allen Paparazzi auf dieser Welt habt, dann wählt die Paparazzi.

Die Geschichte ist allerdings nicht nur super spannend, temporeich und überraschend, teilweise war sie auch ziemlich brutal. Was ich aber besonders schlimm fand, waren eigentlich nicht einmal die brutalen Szenen sondern vielmehr, dass einfach so gut wie alle Leute die Parker und Ash auf ihrer Flucht helfen umgebracht oder schon fast niedergemetzelt werden. Besonders um einen Charakter hat es mir dabei wirklich unglaublich Leid getan und ich habe ich mich echt gefragt ob dass jetzt nötig gewesen wäre. Für meinen Geschmack war das fast so etwas wie Verschwendung für so einen tollen Charakter.

Um mal weiter von tollen Charakteren zu sprechen, Parker und Ash waren beide auch echt gelungen. Natürlich ist es für den Leser schon ab den ersten Seiten oder eigentlich schon bevor er das Buch beginnt zu lesen klar, dass die beiden zusammen kommen werden. Doch was dabei wirklich interessant ist, ist nicht wie lange es dauert, bis den beiden klar wird, was der Leser schon lange weiss, sondern vielmehr, ob man als Leser diese Anziehung, die die beiden aufeinander ausüben, auch nachempfinden kann. Denn das ist es eigentlich was es für mich wirklich ausmacht, ob ich eine Liebesgeschichte in einem Buch wirklich mag. Ziemlich offensichtlich sind ja sowieso fast alle, deshalb ist für mich viel wichtiger zu sehen, dass die Chemie zwischen zwei Charakteren stimmt. Bei Parker und Ash, war das auf jeden Fall so. Schon allein sind sie beide echt total sympathisch und einzigartig, aber zusammen sind sie ein echt tolles Team, denn sie ergänzen sich echt beinahe perfekt.

Was mich auch überrascht hat war, wie viel Tiefgang die Charaktere haben. Es hat mir echt Spass gemacht Ash und Parker durch die Geschichte hindurch immer besser kennen zu lernen und immer wieder neue Aspekte an ihren Persönlichkeiten zu entdecken, die man ihnen im ersten Moment vielleicht gar nicht zugetraut hätte. Ich finde Kai Meyer hat hier einen tollen Job geleistet seinen Hauptcharakteren eine Persönlichkeit zu geben und sie authentisch zu machen. Auch Libatique (der Bösewicht) fand ich sehr interessant, denn obschon schon er echt skrupellos und unmenschlich ist, hat er mir zu meiner eigenen Überraschung manchmal fast Leid getan, auch wenn er wirklich kein Mitleid verdient hat und durch und durch böse ist.

Der Schreibstil von Kai Meyer hat mir sehr gut gefallen. Die Landschaft wurde echt schön und auch authentisch beschriebe, ich hatte echt das Gefühl in Frankreich zu sein. Auch ansonsten war das Setting sehr gelungen. Doch auch die Dialoge waren sehr gelungen und teilweise gab es ein paar Szenen, die beinahe poetisch waren. Die düstere Atmosphäre der Geschichte hat mich auch eindeutig überzeugt und gefesselt.

Fazit:
Eine wirklich fesselnde, spannende, überraschende und aussergewöhnliche Geschichte. Ash und Parker sind zwei Charaktere, die man so schnell nicht vergisst und tief ins Herz schliesst. Ein kleiner Abzug gibt es für mich nur, weil nach meinem Geschmack ein paar Charaktere zu viel sterben mussten, was ich sehr traurig und ein bisschen eine Verschwendung fand. Ein grosses Plus für die Geschichte ist auch, was ich bisher noch gar nicht erwähnt habe, dass sie in sich abgeschlossen ist, auch wenn eine Fortsetzung möglich wäre.

Bewertung vom 01.02.2013
Anna im blutroten Kleid
Blake, Kendare

Anna im blutroten Kleid


sehr gut

meine Meinung:
Zuerst war ich einmal überrascht, wie brutal die Geschichte ist. Irgendwie hatte ich mir Geister immer als durchsichtige, graue, nebelartige Geschöpfe vorgestellt, durch die man hindurchgehen kann und die höchstens ein bisschen unheimlich, aber keinesfalls wirklich gefährlich sind. Nun auf die Geister hinter denen Cas her ist trifft all dies ganz und gar nicht zu. Die Geister sind wie wir Menschen aus Fleisch und Blut, oder zumindest sehen sie so aus und fühlen sich wohl auch so an, jedenfalls sind sie sehr gut dazu im Stande Menschen mehr als nur Angst einzujagen und sie sogar zu töten. Schon sehr zu beginn der Geschichte bekommt es Cas mit einem besonders brutalen Geist zu tun und ich war ehrlich gesagt ein bisschen geschockt und musste mich erst an die neue Vorstellung gewöhnen, denn ich war echt nicht darauf vorbereitet.
Auch im weiteren Verlauf der Geschichte geht es teilweise alles andere als nett zu und her und es gibt schon mehrere brutale, fast schon blutrünstige Szenen. Dabei sind die Beschreibungen zwar nicht übertrieben detailliert, schliesslich ist Anna im blutroten Kleid immer noch ein Jugendbuch, jedoch habe ich während dem Lesen schon mehrmals das Gesicht verzogen, weil ich gewisse Dinge eigentlich nicht ganz so genau wissen wollte.

Durch den Titel des Buches hatte ich irgendwie erwartet, dass die Geschichte aus der Sicht von Anna erzählt wird, dem ist allerdings nicht so. Die Geschichte ist durchgehend nur aus der Sicht von Cas geschrieben. Ich mochte diese Sichtweise sehr, da Cas durch sein aussergewöhnliches Leben und seine aussergewöhnliche Beziehung zum Thema Tod, eine ganz eigene und einzigartige Sicht auf die Welt hat. Ich fand Cas ein wirklich faszinierender Charakter und er trug wirklich einen grossen Teil dazu bei, dass ich die Geschichte wirklich gerne las, denn er macht sie irgendwie besonders.
Cas war mir auch super sympathisch, auch wenn ich mich nicht wirklich mit ihm identifizieren konnte. Sein Leben ist wirklich alles andere als einfach und ich habe mich sehr für ihn gefreut, dass er in Thomas und Carmel wirklich gute Freunde findet, denn irgendwie war er anfangs schon ziemlich einsam, obschon ihm das selbst gar nicht aufzufallen scheint.

Etwas, dass mir an der Geschichte leider nicht so gefallen hat und leider ein wichtiger Bestandteil der Geschichte ist, war die Liebesgeschichte zwischen Cas und Anna. Ich meine eigentlich weiss man von Beginn an, dass sich die Geschichte in diese Richtung entwickeln wird, allerdings habe ich mich lange ein bisschen dagegen gesträubt. Denn so wie man Anna zu Beginn kennen lernt ist sie wirklich gruselig. Ausserdem hat sie mehrere Jugendliche auf dem Gewissen, die sie skrupellos getötet hat. Sie tötet sogar jemand während Cas anwesend ist. Da mir Anna somit, wohl verständlicherweise, nicht wirklich sympathisch war konnte ich einfach nicht verstehen, weshalb sich Cas dennoch irgendwie zu ihr hingezogen fühlt. Im Verlauf der Geschichte erfährt man mehr über Anna und ich begann mich mehr mit ihr anzufreunden und dennoch kam mir Cas und Annas Beziehung noch immer etwas unglaubwürdig und nicht nachvollziehbar vor. Im Gegenzug konnte ich nämlich auch nicht verstehen, weshalb Anna ausgerechnet Cas aus irgendeinem Grund nicht umbringen konnte. Am Ende habe ich dann aber doch mit den beiden mitgefiebert und ihnen ein Happy End gewünscht.

Die Geschichte hält besonders gegen Ende ein paar wirklich spannende Überraschungen bereit, obschon man sich manches auch denken konnte. Jedenfalls wurde mir während dem Lesen nie langweilig und wenn man im Dunkeln keine Angst hat wäre Anna im blutroten Kleid sicher auch eines dieser Bücher, die man in einer Nacht durchlesen könnte. Das Tempo der Geschichte ist konstant hoch und es gibt wirklich kaum Längen. Leider muss ich aber zugeben, dass mir der Anfang eigentlich am ganzen Buch am besten gefallen hat und das Ende mich leider eher mit etwas gemischten Gefühlen zurück gelassen hat.

Bewertung vom 26.12.2012
Der Feuerstein / Prinzessin Elisa Bd.1
Carson, Rae

Der Feuerstein / Prinzessin Elisa Bd.1


ausgezeichnet

meine Meinung:
Der Feuerstein ist eines dieser Bücher, die einem mit ihrer tollen Atmosphäre sofort fesseln und einen in ihre Welt hinein ziehen. Die Welt in der die Geschichte spielt ist aber auch ausserordentlich schön und bringt einen zum Träumen. Unendliche Wüsten, exotische Städte und kleine Dörfer in den Bergen in denen sich "Rebellen" sammeln, all dies hat die Geschichte zu bieten. Obschon ich das Buch definiitv im Fantasy Genre einordnen würde, auch weil es an fiktiven Orten spielt, gibt es ausser dem Feuerstein und dessen ungewöhnlichen Kräfte eigentlich keine Fantasyelemente.

Zu Beginn der Geschichte wird man direkt ins Geschehen hineingeworfen, man erfährt was es mit dem Feuerstein auf sich hat und erlebt mit wie Elisa mit Alejandro verheiratet wird. Danach nimmt das Tempo der Geschichte ab und es geschieht nicht viel aufregendes. Dies hat mich allerdings kein bisschen gestört, im Gegenteil ich mochte es sehr, dass ich die Welt und die tolle Atmosphäre erst einmal auf mich wirken lassen konnte. Doch dann wird Elisa entführt und die Geschichte wird richtig spannend, ohne jedoch gehetzt zu werden, noch immer blieb mir genug Zeit mich richtig in der Geschichte zu verlieren.

Elisa, aus derer Sicht die Geschichte erzählt wird, macht eine wirklich bemerkenswerte Entwicklung durch. Damit ist nicht nur die äusserlich offensichtliche Entwicklung von einem übergewichtigen Mädchen zu einer wunderschönen jungen Frau gemeint, sondern noch viel mehr entwickelt sich ihre Persönlichkeit. Ich muss zugeben, anfangs mochte ich Elisa nicht, sie war mir zu weinerlich und drohte ständig in Selbstmitleid zu versinken, auch wirkte sie irgendwie kindlich auf mich, was allerdings bei einer gerade mal 16-jährigen verwöhnten Prinzessin nicht erstaunlich ist. Doch schon bald kann man erkennen dass viel mehr ihn ihr steckt. Richtig zum Vorschein kommt ihre Stärke nach der Entführung durch die "Rebellen". Elisa ist eigentlich eine unglaublich intelligente und sympathische Person, ausserdem ist sie die geborene Anführerin und schafft es selbst in brenzligen Situationen einen klaren Kopf zu bewahren. Sie setzt sich für ihre Freunde ein und hat keine Angst die Konsequenzen ihres Handelns zu tragen.
Die Charaktere haben mir allesamt super gefallen. Jeder einzelne ist einzigartig und in jedem steckt viel mehr, als man auf den ersten Blick sieht. Ein paar enttäuschten mich im Verlauf der Geschichte, da ich von ihnen mehr erwartet hätte, andere hingegen, wie beispielsweise Cosmé oder auch Rosario, haben mich auch sehr positiv überrascht. Was sie aber allesamt gemeinsam haben ist, dass sie alles andere als langweilig und stereotypisch sind sondern interessant und sehr authentisch. Viele habe ich in mein Herz geschlossen und ich hoffe schon bald wieder über sie lesen zu dürfen.

Dasselbe lässt sich auch über die Geschichte selbst sagen, denn auch diese ist alles andere als stereotypisch sondern erfrischend anders. Besonders für Leser die einmal etwas ein bisschen anderes ohne eine wirklich im Zentrum stehende Liebesgeschichte lesen wollen ist Der Feuerstein sicher eine gute Option. Der Plot ist wirklich gut durchdacht einzig das Ende wurde für meinen Geschmack etwas sehr schnell abgehandelt und ich hätte mir zeitweise ein bisschen mehr Action gewünscht.

Fazit:
Mir hat Der Feuerstein sehr gut gefallen. Die Geschichte ist wirklich aussergewöhnlich, genau wie auch ihre Charaktere. Gerade für Leute die viel lesen und sich einmal ein bisschen Abwechslung wünschen ist die Geschichte super geeignet da sie alles andere als stereotypisch, dafür aber spannend und unvorhersehbar ist. Da fallen auch ein paar kleine Längen nicht gross ins Gewicht besonders weil man sich währenddessen von der wunderschönen Atmosphäre und den tollen Schauplätzen der Geschichte beeindrucken lassen kann.

Bewertung vom 25.11.2012
Der verschwundene Halbgott / Helden des Olymp Bd.1
Riordan, Rick

Der verschwundene Halbgott / Helden des Olymp Bd.1


ausgezeichnet

Genau wie Jason, Piper und Leo wird man direkt in das Geschehen hineingeworfen und die Geschichte ist von Beginn an sehr tempo- und actionreich. Um die Helden des Olymp Reihe zu verstehen muss man die Percy Jackson Reihe nicht gelesen haben. Allerdings trifft man manchmal auf Personen, die man aus Percy Jackson schon kennt oder auch Ereignisse aus den Büchern werden kurz erwähnt. Für Leute die die Welt der Halbgötter schon länger kennen gibt es einige Überraschungen, denn im Verlauf der Geschichte stellt sich heraus dass diese noch einige Geheimnisse verbringt, darunter sogar eines welches diese ganze Welt auf den Kopf stellen könnte.

Wie von Rick Riordan gewohnt ist der Schreibstill locker und humorvoll, besonders Leo reisst selbst in den gefährlichsten Situationen Witze. Von diesen Situationen gibt es übrigens jede Menge. Wenn die Halbgötter auf ihre Gegner treffen kann man ausserdem ein paar epische Kämpfe miterleben. Auch treffen Jason, Piper und Leo immer wieder auf mythologische Figuren und auch Götter und so lernt man sogar noch etwas. Ausserdem finde ich die Götter und anderen Figuren echt genial dargestellt, besonders mochte ich Aeolus.

Die Geschichte in Der verschwundene Halbgott wird abwechselnd aus der Sicht von Jason, Piper und Leo erzählt. Dabei sind die Kapitel ziemlich fair zwischen den dreien aufgeteilt und niemand wird bevorzugt. Die drei sind allerdings keine Ich-Erzähler sondern die Erzählperspektive ist in der dritten Person.

Jason könnte man als das Oberhaupt der Gruppe betrachten, als Sohn des Himmelsgottes besitzt er natürlich ein paar aussergewöhnliche Fähigkeiten und ist eigentlich der geborene Anführer. Obschon er sein Gedächtnis verloren hat, weiss er noch immer wie man kämpft und ist sich sicher, dass er dieses Wissen schon oft angewandt hat. Die Idee mit seine Schwester ist echt interessant und die Hintergrundgeschichte dazu hat mir sehr gut gefallen. Auch ist er, obschon er fliegen kann, alles andere als Abgehoben und sehr sympathisch.

Piper hat eine unglaublich interessante Fähigkeit. Ihre Stimme hat eine unglaubliche Macht, sie kann Leute nur indem sie es sagt Dinge tun lassen. Früher hat sie diese Fähigkeit hauptsächlich dafür genutzt um Leute dazu zu bringen ihr etwas auszuleihen, einmal sogar ein Auto. Dies hat sie hauptsächlich gemacht um mehr Aufmerksamkeit von ihrem Vater, der ein berühmter Schauspieler ist, zu bekommen. Durch eine der Rollen ihres Vaters weiss Piper ziemlich viel über die griechische Mythologie, was manchmal hilfreich ist. Allerdings hat sie auch ein dunkles Geheimnis, welches sie sehr belastet. Auch Piper war mir sehr sympathisch, da sie sehr natürlich und im Grunde auch ehrlich ist, ausserdem ist sie eine echte Kämpferin.

Leo ist so ein bisschen der Clown der Gruppe. Auch er hat tolle Fähigkeiten er kann nämlich Feuer kontrollieren und ausserdem hat er ein technisches Talent und kann sehr gut mit Maschinen umgehen. Mit Menschen hat er es da ein bisschen schwieriger und er fühlt sich oft sehr unbeholfen und neben Jason und Piper fühlt er sich teilweise wie das fünfte Rad am Wagen. Leo hatte eine sehr schwierige Kindheit, nachdem seine Mutter schon früh gestorben ist, ist er immer wieder abgehauen und hat sich allein durchgeschlagen. Er war mir mit seiner lustigen Art und seiner Liebe zu seinem fliegenden Metalldrachen fast am sympathischsten der drei und ich habe ihn sofort in mein Herz geschlossen.

Fazit:
Eine tolle Geschichte, nicht nur für Percy Jackson Fans. Alle die gerne spannende Geschichten mit tollen Charakteren lesen und sich zumindest ein bisschen für Mythologie interessieren sind mit Der verschwundene Halbgott mehr als gut bedient. Ich freue mich auf die Fortsetzung, besonders weil es in dieser ein Wiedersehen mit Percy geben wird.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.11.2012
Cate / Töchter des Mondes Bd.1
Spotswood, Jessica

Cate / Töchter des Mondes Bd.1


ausgezeichnet

Töchter des Mondes spielt nicht in der heutigen Zeit, sondern im späten 19. Jahrhundert. Es handelt sich also um einen historischen Fantasy-Roman. Die Geschichte hat eine wundervolle Kulisse. Sie spielt in einer eher ländlichen Gegend in der die Leute streng gläubig sind. Frauen haben so gut wie keine Rechte, sie sollen sich den Männern komplett unterordnen und spätestens wenn sie 17 Jahre alt werden müssen sie heiraten oder der Schwesternschaft beitreten. Die Schwesternschaft ist das weibliche Gegenstück zur Bruderschaft. Diese ist eine mächtige, sehr konservative Organisation, die aus mächtigen, sehr gläubigen Männern besteht und über die Gegend "herrscht". Wenn Frauen sich nicht anpassen und gehorchen gelten sie schnell mal als Hexen und werden verbannt oder verschwinden einfach.

Alle drei Schwestern sind sehr unterschiedlich. Cate denkt sehr viel nach, manchmal vielleicht zu viel, und möchte immer die Kontrolle haben. Ausserdem fühlt sie sich verantwortlich für die beiden jüngeren. Maura die mit ihren 15 Jahren gar nicht viel jünger ist als Cate ist sehr emotional. Sie würde alles tun um aus ihrem langweiligen Leben herauszukommen und ein Leben zu führen wie die Figuren ihrer geliebten Romane. Sie kann, wie Cate auch, sehr stur und dickköpfig sein, was oft zu Auseinandersetzungen zwischen den beiden führt. Über Tess, welche erst 12 Jahre alt ist, erfährt man am wenigsten. Sie ist unglaublich intelligent und hat eine sehr gute Menschenkenntnis. Ich denke in ihr steckt noch viel mehr als man in diesem ersten Band erfährt und bin sehr gespannt wie sie sich entwickeln wird.
Doch trotz ihrer Unterschiede sind sie Schwestern und haben somit eine ganz besondere Beziehung zueinander. Diese wurde toll beschrieben und ich denke jeder der Schwestern hat kann sich mit den drei identifizieren, denn auch wenn sie manchmal streiten stehen sie sich doch sehr nahe.

Natürlich darf auch eine Liebesgeschichte in dem Buch nicht fehlen. Darüber möchte ich aber nicht allzu viele Worte verlieren, da diese zwar süss, aber nicht wirklich aussergewöhnlich war. Finn, in den sich Cate verliebt, ist sehr süss und er war mich auch direkt sympathisch, allerdings fehlt es seinem Charakter ein bisschen an Ecken und Kanten und ich hätte gerne mehr über ihn erfahren.

Die Geschichte war durchweg spannend und fesselnd ohne dass wirklich viel geschieht. Es gibt keine epischen Kämpfe sondern viel mehr stehen die drei Schwestern und besonders Cate mit ihren Problemen im Vordergrund. Erst gegen Ende gibt es wirklich ein bisschen Action. Allerdings hatte ich diese vorher gar nicht vermisst. Denn Cates Konflikt wird sehr gut geschildert. Ausserdem entdecken die Schwestern im Verlauf der Geschichte immer mehr wozu sie mit ihrer Magie wirklich fähig sind und entdecken somit auch einen Teil von sich selbst. Ausserdem decken sie auch immer mehr Geheimnisse auf, denn die Magie zieht weit grössere Kreise als Cate und ihre Schwestern dachten.

Die Atmosphäre der Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen. Mit der Kulisse dieses Ortes ende des 19. Jahrhunderts, der Magie und den Geheimnissen war die Atmosphäre einfach bezaubernd. Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen, allerdings war ich mir nicht hundertprozentig sicher, ob die Ausdruckweise wirklich vollständig dem 19. Jahrhundert angepasst ist. Der Schreibstil hat aber natürlich auch viel zu der tollen Atmosphäre beigetragen und hat dafür gesorgt dass ich vollständig in der Geschichte versinken konnte.


Ein Buch welches nicht nur von aussen toll aussieht, sondern im Innern eine tolle und magische Geschichte verbirgt. Diese erzählt von drei sehr unterschiedlichen, aber sehr sympathischen Schwestern, die ihre Kräfte und sich selbst entdecken. Eine Geschichte ohne viel Action, die mich aber dennoch fesseln und verzaubern konnte.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 12.11.2012
Die Besessene
Hayes, S. B.

Die Besessene


gut

meine Meinung:
Das Buch beginnt mit der Szene in der Katy Genevive das erste Mal sieht. Eigentlich fahren die beiden nur in einem Bus aneinander vorbei aber schon da hat Katy ein schlechtes Gefühl. Für meinen Geschmack ist Katy zu schnell davon überzeugt, dass Genevive ihr nur schlechtes will. Das sich die Geschichte in diese Richtung entwickeln wird kann man sich zwar denken, dennoch fand ich es unrealistisch dass Katy schon so einen starken Hass gegen Genevive verspürt bevor diese überhaupt wirklich etwas böses getan hat. Die beiden haben zwar eine etwas spezielle Bindung zueinander dennoch fand ich Katys Anschuldigungen Genevive gegenüber anfangs wirklich nervig.
Was mich allerdings sogar noch mehr gestört hat war Genevive denn diese ist wirklich verrückt, im Verlaufe der Geschichte macht sie Katy das Leben total zur Hölle, aber dann kurz vor Ende ändert sie ihre Meinung und verhält sich komplett gegenteilig.

Die Hauptcharaktere waren für mich das grösste Problem an der Geschichte. Obschon diese teilweise ziemlich vorhersehbar war konnte sie mich nämlich auch immer mal wieder überraschend. Ausserdem haben mir auch der Schreibstil und die Atmosphäre ziemlich gut gefallen. Meiner Meinung nach ist Die Besessene ein richtiges Herbstbuch für düster und regnerische Tag, denn genauso ist auch die Atmosphäre der Geschichte.

Nun aber zurück zum Problem Katy beziehungsweise auch Genevive, keine der beiden war mir sympathisch. Katy benimmt sich oft total kindisch und versinkt beinahe im Selbstmitleid, anstatt Genevive einfach mal zur Rede zu stellen. Ausserdem merkt sie gar nicht, dass es eigentlich lange Zeit mehr sie ist, die von Genevive besessen ist als umgekehrt. Zudem macht sie Genevive einfach für alles verantwortlich obschon sie manchmal genauso Schuld trägt. Beispielsweise findet sie das Genevive ihr ihre Freundinnen "klaut" und obschon das stimmt ist sie mindestens genauso schuldig daran, da sie sich total merkwürdig verhält.

Genevive hätte so ein richtig tolles rücksichtsloses Biest sein können, so hätte ich zwar nicht mit ihr sympathisieren können, aber dann wären ihre Handlungen zumindest nachvollziehbar gewesen. Leider musste aber, wie schon oben erwähnt, im letzten Viertel des Buches noch eine 180 Grad Kehrwende hinlegen, was wiederum total unnachvollziehbar war. Für diesen Meinungswechsel gibt es nämlich keinen ersichtlichen Grund, sie hätte sich eigentlich direkt von Anfang an so verhalten können, oder eben gar nicht.

Schlussendlich führt das ganze dann zu einem zwar schön abgeschlossenen Ende, welches aber für mich, Aufgrund von Genevives merkwürdigem Verhalten, nicht ganz logisch erscheint. Ansonsten hat mir die Auflösung des Rätsels mit der Geschichte die dahinter steckt gut gefallen, obschon ich etwas in dieser Art erwartet hatte. Ausserdem hat es sich die Autorin für mich ganz am Ende ein bisschen zu einfach gemacht.

Das Cover des Buches gefällt mir nicht so gut. Es unterstreicht aber die düstere Atmosphäre der Geschichte. Das Mädchen auf dem Cover passt auch einigermassen gut zu meiner Vorstellung von Katy auch wenn ich das Bild jetzt nicht mit einer Szene im Buch in Verbindung bringen könnte. Der Titel aber ist echt toll gewählt und passt super zur Geschichte, besonders weil man sich während dem Lesen manchmal fragen konnte wer wohl mit Die Besessene gemeint ist, Katy oder Genevive?

Fazit:
Eigentlich hätte Die Besessene eine interessante und spannende, wenn auch nicht allzu actionreiche Geschichte sein können. Leider waren die Hauptcharaktere aber nicht wirklich gelungen, was die Geschichte für mich teilweise eher anstrengend gemacht hat. Für Leute, die sich nicht so schnell von nervigen Charakteren aus dem Konzept bringen lassen, könnte das Buch aber durchaus empfehlenswert sein.

Bewertung vom 03.11.2012
Du darfst keinem trauen / Night School Bd.1
Daugherty, C. J.

Du darfst keinem trauen / Night School Bd.1


sehr gut

meine Meinung:
Das CIMMERIA ist eindeutig kein normales Internat. Es gibt im Internat eine besondere Schule namens Night School, die Schüler scheinen alle etwas zu verbergen zu haben, es geschehen sonderbare Dinge und sogar ein Mord. Obschon ich es schon in diversen Rezensionen gelesen habe konnte ich lange nicht glauben, dass es in diesem Buch wirklich keine Fantasy-Elemente hat. Ich habe mir während dem Lesen ständig den Kopf darüber zerbrochen, was hinter der Night School stecken könnte, aber auf ein befriedigendes Ergebnis bin ich leider nicht gekommen. So habe ich gespannt weiter gelesen und auf eine Auflösung mit einem WOW- oder auch AHA-Effekt gewartet. Tja die Auflösung ich gekommen, allerdings keiner der genannten Effekte. Ich glaube wenn sich herausgestellt hätte, dass die Schüler am Internat alle Vampire währen, wäre mir das logischer erschienen. Da ich euch den Lesespass nicht verderben will, werde ich die hier nicht schreiben, was hinter den merkwürdigen Vorkommnissen steckt. Aber ich hoffe dass die Autorin die Hintergründe im nächsten Band der Serie noch etwas näher beleuchten wird.

Davon abgesehen hat mir Night School aber wirklich gut gefallen. Zusammen mit Allie herauszufinden wer der Mörder ist und was es mit der Night School auf sich hat war spannend und interessant. Ausserdem mochte ich Allie als Protagonistin, ich hätte zwar oft anders gehandelt als sie und auch in Liebesdingen konnte ich ihre Verhaltensweise besonders gegen Ende echt nicht verstehen. Daneben wirkt sie aber sehr authentisch, besonders dadurch dass sie nicht perfekt ist. Die Panikattacken, die sie manchmal bekommt waren ein sehr interessanter und außergewöhnlicher Aspekt an ihrem Charakter. Man hat durch diese auch gesehen wie sie sich weiterentwickelt und es langsam schafft sie zu überwinden.
Allerdings lebt sie sich anfangs ein bisschen schnell auf CIMMERIA ein. Sie findet sofort Freunde und natürlich ist der heißeste Typ sofort an ihre interessiert, obschon sie nicht unbedingt als Schönheitskönigin beschrieben wird und eher verschlossen und abweisend ist.

Was die restlichen Charaktere angeht fand ich diese auch ziemlich gelungen, wobei man aber aus den meisten nicht sofort schlau wird. Da fand ich den Titel Du darfst keinem trauen sehr passend. Denn während dem Lesen habe ich vermutlich so ziemlich jede Person mal verdächtigt ein falsches Spiel zu spielen.

Die aussergewöhnlichen Charaktere haben mir an der Geschichte eigentlich am besten gefallen. Natürlich waren die geheimnisvollen Geschehnisse und ganz besonders der Mord sehr spannend. Allerdings ging es mir etwas lange bis all dies geschah, denn erst danach nimmt die Geschichte richtig an Fahrt auf, wobei mir dann das Finale fast ein bisschen zu schnell ging. Wie schon anfangs erwähnt hoffe ich im nächsten Teil noch ein bisschen mehr Hintergründe zu erfahren.
Schreibstil ist ziemlich normal, die Sprache der Jugendlichen entspricht ihrem Alter und auch ansonsten ist der Schreibstil dem angepasst. Die Atmosphäre des Internat, welches ziemlich abgelegen und neben einem Wald liegt, hat mir gut gefallen. Oftmals geht es ziemlich unheimlich und gruselig zu, was schon ein bisschen die Atmosphäre eines Thrillers aufkommen lies.

Fazit:
Eine spannende Geschichte mit aussergewöhnlichen Charakteren und einem interessanten Hintergrund. Am Anfang hatte ich ein bisschen Probleme in die Geschichte hinein zu finden, aber mit der Zeit war ich echt gefesselt. Nur hätte ich mir gegen Ende noch ein bisschen mehr Informationen gewünscht. Ich bin gespannt wie Allies Geschichte weiter geht und freue mich auch den zweiten Band Der den Zweifel sät.

3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.