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Benutzername: Kuschelbu
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Bewertungen

Insgesamt 29 Bewertungen
Bewertung vom 21.10.2010
Böse Dinge geschehen / David Logan & Elisabeth Waishkey Bd.1
Dolan, Harry

Böse Dinge geschehen / David Logan & Elisabeth Waishkey Bd.1


ausgezeichnet

"Böse Dinge geschehen" ist eins der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Packend und gut geschrieben von der ersten bis zur letzten Seite. Eine Rezension ist schwierig zu schreiben, da man nicht zu viel verraten will. Aber bis zur letzten Seite hat der Leser zwar Vermutungen, aber am Ende kommt alles anders...

David Loogan arbeitet als Lektor bei einer Zeitschrift in Ann Arbor. Er freundet sich mit dem Chef der Zeitschrift - Tom Kristoll- an und dann nehmen die Dinge auch schon ihren Lauf. Mehrere Morde geschehen an Mitarbeitern aus der Redaktion. Wer ist der Mörder? Bzw ist jede Leiche überhaupt vom gleichen Mörder umgebracht worden? Wie stehen die Personen in Bezug zueinander und wer hat welches Motiv?

Nicht nur die Polizei um die Kommissarin Elizabet Waishkey ermitteln bei dieser Kriminalgeschichte, sondern auch David Loogan selbst. Doch auch über diesen geheimnisvollen Mann weiß man nicht viel und erst Stück für Stück werden die einzelnen Geheimnisse der Opfer, Mörder und Ermittler hervorgebracht. Verschiedene Theorien werden aufgestellt, doch immer wieder kommt es zu Ereignissen, die wieder für Rätsel und Umdenken sorgen.

Eine komplexe Geschichte, die aber durch immer wieder neue Erkläransätze seitens der verschiedenen Protagonisten aufgearbeitet und ins Gedächtnis zurückgerufen werden, so dass man ohne Probleme beim Lesen alle Personen kennenlernt und selbst versucht sie zu durchschauen.

Es macht einfach Spaß Harry Dolans Buch zu lesen und ich hoffe, er wird noch viele weitere Bücher schreiben.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 15.03.2010
Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen
Helgason, Hallgrímur

Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen


gut

Gerade das Buch zu Ende gelesen, habe ich gemischte Gefühle, was man über diese Geschichte denken soll.

Langeweile kam beim Lesen auf jeden Fall nicht auf - eher musste man bei einigen Passagen schmunzeln. Schwarzen Humor hat der Auftragskiller Toxic, der die Frauen danach sortiert, nach wievielen Tagen er mit ihnen schlafen würde, auf jeden Fall.

Nachdem ein Auftragsmord ein FBI Agent war, gerät der kroatische in New York lebende Toxic in Bedrängnis und muss die USA verlassen. Am Flughafen wird er verdächtigt und bringt schließlich den Priester Friendly um und fliegt mit dessen Ticket nach Island. Dort verändert sich das Leben von Toxic schlagartig. Erst als Father Friendly und dann als neuer isländischer Bewohner, der den Glauben näher gebracht bekommt.

Was dieser Geschichte meiner Meinung nach fehlt, ist ein richtiger Spannungsbogen. Im Prinzip könnte sich die Geschichte jahrelang so weiter ziehen, um das Leben von Toxic in Island, seinen Jobs, seinen Freunden und seinen Frauengeschichten. Dass ihn seine Vergangenheit irgendwann wieder einholt, ist für den Leser sicherlich keine Überraschung. Das Ende des Romans kommt dann aber doch ziemlich plötzlich und kaum hat man sich versehen, ist der letzte Satz gelesen und dem Leser bleibt es selbst überlassen, wie es nun weitergehen könnte.

Auf jeden Fall kein langweiliges Buch. Eine Geschichte über Krieg, Liebe, Hass und Glauben. Wer Lust hat, mal etwas anderes zu lesen und mehr über dieses eigentümliche Land Island und seine Bewohner lernen möchte, liegt bei diesem Buch richtig.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.01.2010
Denk an mich in der Nacht
Harris, Joanne

Denk an mich in der Nacht


sehr gut

Ich muss sagen, dies war mein erster Vampirroman und ich war doch etwas skeptisch, ob ich das Buch überhaupt schaffen würde fertig zu lesen oder ob es mir nach einigen Seiten so verrückt und irreal vorkommen würde, dass ich es bei Seite lege.

Nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte, war ich allerdings schon gepackt von der bis zur letzen Seite vorherrschenden Grundspannung, so dass es mir teilweise doch schwer viel, dass Buch überhaupt aus der Hand zu legen.

Vorallem gefallen hat mir der Aufbau des Buches: die Kapitel überschrieben mit jeweils eins oder zwei handeln in zwei verschiedenen Zeitperspektiven in Cambridge. Einmal erfährt der Leser von Daniel Holme nach dem 2. Weltkrieg, der seine Geschichte über die geheimnisvolle Rosemary und seinem Freund Robert als Tagebuch vor seinem Tod niedergelegt hat. Das andere Mal befinden wir uns in der Gegenwart und erleben die Welt der jungen Malerin Alice, die nicht nur das Tagebuch von Daniel Holme in die Finger bekommt, sondern auch mit ihrem Exfreund Joe und dessen geheimnisvollen Freundin Ginny einiges erlebt.

Auch wenn es sich hierbei um eine phantastische Geschichte handelt, kann man doch auch einige Bezüge zum wahren Leben entdecken. "Es geht um Verführung, um verlorene Freundschaft, um Kunst und Wahnsinn, um Liebe und Verrat", wie die Autorin selbst am Ende ihres Romans in den Anmerkungen schreibt.

"Denk an mich in der Nacht" ist Harris Debütroman, den sie bereits mit 23 Jahren schrieb und der nach ihrem Erfolg mit Chocolat, neu verlegt und erneut veröffentlicht wurde. Es wäre auch schade gewesen, wenn dieser Roman untergegangen wäre, mir hat er sehr gut gefallen.

Bewertung vom 25.12.2009
Erbarmen / Carl Mørck. Sonderdezernat Q Bd.1
Adler-Olsen, Jussi

Erbarmen / Carl Mørck. Sonderdezernat Q Bd.1


ausgezeichnet

Kaum hatte ich angefangen mit diesem Krimi, hat es mich auch schon gepackt und ich konnte nicht mehr aufhören, bis ich das Buch zu Ende gelesen hatte.

Der dänische Kommissar Carl Moerk hat es im Leben nicht leicht. In einem Einsatz muss er mit ansehen, wie einer seiner Kollegen getötet und der andere so verletzt wird, dass er vom Hals ab querschnittsgelähmt bleibt. Moerk überlebt seine Schussverletzung hat aber mit seinen Erinnerungen und Schuldgefühlen zu kämpfen. Auch seine Kollegen haben es nicht leicht mit dem posttraumatisierten Moerk und schieben ihn schließlich in den Keller ab, wo er die neugegründete Abteilung Q zusammen mit dem Syrier Assad bestreiten soll. Diese Abteilung soll sich fortan um abgeschlossene, ungelöste Fälle kümmern.

Im ersten Band geht es um die Politikerin Merete Lynggaard, die 2002 auf der Fähre nach Deutschland verschwunden ist. Abwechselnd begleitet der Leser auf der einen Seite die Ermittlungen von Moerk, der Schritt für Schritt die einzelnen Puzzleteile zusammensetzt und auf der anderen Seite die jahrelange Gefangenschaft von Merete. Hatte ich auch nach ca 2/3 des Buches einen Verdacht, um wen es sich bei dem Entführer handelt, bleibt das Buch trotzdem bis zur letzten Seite und über den Epilog hinaus spannend.

Vorallem die enge Beziehung zwischen Merete und ihrem behinderten Bruder Uffe finde ich geradezu rührend am Ende beschrieben und am liebsten hätte ich gleich den nächsten Band gelesen. Ich denke von diesem dänischen Erfolgsautor werden wir noch einiges zu erwarten haben und ich bin jetzt schon ein großer Carl Moerk Fan.

1 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.12.2009
Toter Mann / Erik Winter Bd.9
Edwardson, Åke

Toter Mann / Erik Winter Bd.9


gut

Genauso wie an den Wallander Romanen finde ich bei den Edwardson Romanen die melancholische Hintergrundstimmung sehr angenehm und lesenswert. Im Leben läuft auch nicht immer alles rund und so ergeht es auch Kommissar Erik Winter, der unter Migräneattacken zu leiden hat, den Kollegen Fredrik und Aneta, deren Beziehung an einen glimpflichen Punkt angekommen ist oder auch Lars Bergenhem, der sich von Frau und Kind trennt und mit seinem Partner zusammenzieht.

Abwechslungsreich wirken auch die sehr schnellen Szenewechsel zwischen den einzelnen Personen, die zum Teil nur zwei Seiten lang sind. Dies erfordert zumindets am Anfang, wenn die meißten Personen noch unbekannt sind, volle Aufmerksamkeit beim Lesen, da man sonst nicht mit dem Autor und seiner Geschichte mithalten kann.

Das 9. Buch um Kommissar Erik Winter beginnt mit einem verlassen aufgefundenes Auto mit Einschussloch. Bald ist klar, dass nicht nur sein Besitzer, sondern auch der ermordete Sellberg, sein Nachbar der Autor Ademar, ein Stadtbekannter Gangster names Lejon und der Politiker Richardson und seine Frau dabei eine entscheidende Rolle spielen, die alle zusammen eine gemeinsame Geschichte aus der Vergangenheit verbindet. Auch Erik Winter hat an diesem Ereignis von 1975 auf der Schäreninsel Brännö teilgenommen.

Über das ganze Buch hinweg bekommt der Leser immer kleine Teile aus dieser in der Vergangenheit spielenden Geschichte mitgeteilt und erst am Ende setzt sich das ganze Puzzleteil zusammen, was damals wirklich geschehen ist.

Während des ganzen Buches wird eine gewisse Grundspannung aufrecht erhalten, so dass ich beim Lesen nie das Gefühl hatte, keine Lust mehr zu haben weiterzulesen. Trotzdem kam ich bei diesem Krimi nur langsam voran. Das gewisse Etwas, den zündenden Spannungseffekt, dass man Ende mit offenem Mund das Buch in der Hand hält und denkt, dass hätte ich so nicht erwartet, habe ich in diesem Buch vermisst Trotzdem kann ich dieses Buch nur jedem empfehlen, der Krimis mit der nachdenklichen Note mag, der über die Personen und ihre Handlungen nachdenkt und den wahren Hintergrund ihres Handelns nachvollzieht.

Bewertung vom 05.11.2009
Lauf
Freveletti, Jamie

Lauf


sehr gut

Jamie Freveletti ist mit ihrem Thriller Debut Lauf ein sehr gutes Werk gelungen. Besonders gefallen hat mir die Umgebung, in der die Geschichte stattfindet.

Wir befinden uns mitten im Urwald in Kolumbien, nahe der Grenze zu Venezuela. Nach einem Flugzeugabsturz werden die Passagiere von Guerillas entführt. Emma Caldrige, eine Biochemikerin aus den USA, die zu Forschungszwecken auf dem Weg nach Südamerika war, kann bei der Entführung unentdeckt bleiben. Ihr Vorteil besteht aus ihrer unglaublichen Ausdauer als Langstreckenläuferin, ihrer Überlebenskraft und ihrem Wissen über Pflanzen und ihre Heilkraft. Sie macht sich auf den Weg, den Geiseln hinterher und rettet nicht nur einmal Menschenleben mit ihrem unglaublichen Wissen.

Doch nicht nur die Guerillas sind daran interessiert, die Geiseln wohlbehalten durch den Dschungel zu führen, um Geld von den USA zu erpressen. Wer sind die Amerikaner mit den Suchhunden, die auf der Suche nach Caldrige sind? Was hat das Verteidigungsministerium mit all dem zu tun? Der Leser taucht ein in die Welt der FPLC, Drogenbarone, Guerillas und den amerikanischen Geheimdiensten. Es geht um Hilfsbereitschaft, Freundschaftsdienste, Zuneigung, aber auch um Neid, Missgunst und Geldgier.

Ein wirklich gelungener Thriller, der Spaß macht auf mehr. Ein gelungener Spannungsbogen über das ganze Buch hinweg und viele abwechlungsreiche und auffrischende Szenewechsel, lassen das Lesen zu einem Abenteuer werden.

Bewertung vom 01.10.2009
Leichenblässe / David Hunter Bd.3
Beckett, Simon

Leichenblässe / David Hunter Bd.3


ausgezeichnet

Der 3. Band von Dr Hunter beginnt nach der langwierigen Regeneration der Stichverletzung, mit der der 2. Band "Kalte Asche" so spektakulär geendet hatte. Hunter flüchtet nach Tennesee zu seinem alten Freund Lieberman auf die Body Farm, wo für Hunter die Karriere als forensischer Anthropologe begann. Hier will er wie so oft in seinem Leben Abstand gewinnen und über seine weitere Zukunft nachdenken. Natürlich bleibt aber der nächste Mord nicht lange aus und wie so oft bleibt es auch nicht bei einem Mord. Nachdem der Profiler verschwindet, Lieberman einen Herzanfall erleidet und Hunter eine Drohung auf seiner Windschutzscheibe erhält, ist klar, dass es auch ihn bald (mal wieder) treffen könnte.
Es macht einfach Spaß Simon Becketts Dr Hunter Geschichten zu lesen. Der Erzählstil packend, fließend und gerade heraus wie immer.
Wie bei den anderen 2 Bänden erfährt der Leser zwar schon auf den letzten 50 Seiten wer der Mörder sein soll, doch auch wenn man aus Erfahrung weiß, dass es am Ende doch immer ganz anders kommt als man denkt und den Verdacht daher schon auf die unauffälligeren Personen fokussiert, schafft es Beckett trotzdem wieder zu überraschen und die Geschichte nochmal um 180 Grad zu drehen. Einfach beeindruckend, wie er das immer wieder schafft.
Ich kann es kaum erwarten den nächsten Band zu lesen und denke, wir werden noch viel von Beckett zu lesen und staunen bekommen. Schließlich gibt es immer noch eine frei herumlaufende Mörderin, die Hunter töten möchte. In diesem Band kam sie noch nicht zum Zuge, vielleicht im nächsten?

7 von 9 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.09.2009
Ich bin kein Serienkiller / John Cleaver Bd.1
Wells, Dan

Ich bin kein Serienkiller / John Cleaver Bd.1


sehr gut

Der Klappentext hatte Spannung garantiert: Der fünfzehnjährige Soziopath John Wayne lebt gefangen mit einem Monster in seinem Körper. Durch selbstaufgestellte Regeln und mit Hilfe seines Psychotherapeuten Neblin versucht John seinen Alltag wie ein fast normaler Junge zu meistern. Zumindest so normal wie man sein kann, wenn die Mutter ein Bestattungsunternehmen führt, in dem der junge John schon mithilft seitdem er 6 Jahre alt ist.

Leider wird die kleine Welt von John durch einen Serienmörder durcheinandergebracht, der Einzug in den kleinen Ort Clayton genommen hat. Statt wie alle anderen in Panik zu verfallen, ist John begeistert und dem Mörder dicht auf der Spur.

Bis dahin ist die Geschichte einfach nur perfekt für einen Thriller. Der Schreibstil einfach, fließend und spannend, will der Leser gerne wissen wer der Mörder ist und ob John selbst seinem inneren Monster verfällt und auch zum Mörder wird oder es kontrollieren kann. Der Leser wird in die gefühllose und brutale Gedankenwelt von John hineingeführt und betrachtet die Welt aus einem Blickwinkel der besonderen Art. Nicht nur einmal kam beim Lesen die Frage auf, wie ein Mensch so fühlen kann. Wenn der Autor, wie er sagt und wie ich hoffe wirklich keine autobiographischen Züge mit in den Roman einspielen lässt, dann kann man nur Staunen über seine Einfühlsamkeit John gegenüber.

Nach der Hälfte des Buches bekommt die Geschichte eine überraschende Aufklärung: der vermeintliche normale Thriller offenbart sich zum Fantasy-Thriller, unerwartend, da dies dem Leser im Klappentext vorenthalten wird.

Ich selbst habe noch nicht viel Fantasy gelesen und wusste erst nicht recht, ob ich dem Autor die Geschichte abnehmen sollte oder nicht. Mindestens 100 Seiten wartete ich darauf, dass sich die Dämon Theorie einfach erklären lässt.

Von da an änderte sich meine Sichtweise gegenüber dem Roman komplett und ich war auf alles gefasst, was noch kommen könnte, handelte es sich doch schließlich um keine realistische Handlung mehr. Meiner Meinung nach hat es Dan Wells aber trotz dieser unerwartenden Entwicklung geschafft, den Spannungsbogen bis zum Ende zu halten.

Durch die Nichterwähnung des Dämons spricht Wells eine völlig andere Lesergruppe an. Mutig, riskant, aber durchaus erfolgreicher wird er somit als anders. Mit Wehmut denke ich aber trotzdem an die vielen anderen denkbaren Möglichkeiten, die der Autor zur Geschichtsentfaltung hatte, aber nicht nutzte.