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Benutzername: Buecherliebe99
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Bewertungen

Insgesamt 24 Bewertungen
Bewertung vom 02.10.2017
Sieben Tage voller Wunder
Atkins, Dani

Sieben Tage voller Wunder


ausgezeichnet

Hannah hat einige Wochen bei ihrer Schwester Kate in Kanada verbracht um von ihrem Freund William ein wenig Abstand zu gewinnen. Denn William hat Hannah nach Strich und Faden betrogen und wollte sich im Klaren darüber sein, ob sie ihr Leben weiter mit ihm verbringen möchte. Am Flughafen lernt Hannah einen anderen, sehr attraktiven Mann kennen. Die beiden begegnen sich mehrmals, ohne jedoch ein Wort miteinander gewechselt zu haben. Durch Zufall erfährt sie, dass sein Name Logan ist und er auf den gleichen Flieger wartet wie Hannah. Doch dann passiert etwas, das man niemandem wünscht: Das Flugzeug in dem Hannah und Logan sitzen stürzt mitten in einem Bergmassiv ab. Die beiden einzigen Überlebenden sind Hannah und Logan. Zum Glück verstehen sich die beiden gut und Logan entpuppt sich als ein geduliger, schlauer und liebenswerter Zeitgenosse. Die beiden finden sich nach dem Absturz am Ufer eines Sees wieder und müssen nun in Eiseskälte und zwischen wilden Wölfen und Bären um das Überleben kämpfen. Das ist aber gar nicht so einfach, denn Hannah ist ein Stadtmensch durch und durch und hat keine Ahnung vom Überleben in der Wildnis. Logan und Hannah bemerken auch bald, dass sie mehr Gemeinsamkeiten haben, als nur Überlebende eines Flugzeugabsturzes zu sein. Doch Hannahs Hirn spielt ihr einen Streich und man steht als Leser vor den Fragen: Was ist real und was ist nicht wahr?

Der Schreibstil von Dani Atkins war, wie bei allen anderen Büchern, die ich schon gelesen habe, wirklich unglaublich toll. Sie schafft es, Geschichten spannend, lustig und unterhaltsam zu gestalten. Mir war auf keiner einzigen Seite dieses Buches langweilig und ständig habe ich darüber nachgedacht, wie das Ende dieses Buches aussehen mag. Dani Atkins ist nämlich dafür bekannt, ihre Bücher mit einem unglaublichen Paukenschlag enden zu lassen, der einen noch Tage nachdem man das Buch gelesen hat beschäftigt. Dieses Ende hat mich vom Hocker gerissen und war überhaupt nicht das was ich erwartet habe.

Mir hat dieses Buch mehr als nur gefallen. Es war wirklich unfassbar toll und ich kann es wirklich nur jedem empfehlen. Es hat auch nur knapp 230 Seiten, doch die Geschichte ist perfekt auf den Punkt gebracht. Man braucht nicht lange um es zu lesen, wobei die geringe Seitenzahl nur ein Grund ist, weshalb. Man fliegt förmlich durch die Seiten und kann das Buch auch nur schweren Herzens aus der Hand legen.

Jetzt hab ich aber genug geschwärmt!

Bewertung vom 02.09.2017
Die Geschichte der getrennten Wege / Neapolitanische Saga Bd.3
Ferrante, Elena

Die Geschichte der getrennten Wege / Neapolitanische Saga Bd.3


ausgezeichnet

Ein unglaubliches Portrait über eine Freundschaft

Nachdem wir im ersten Teil der Neapolitanischen Saga, „Meine geniale Freundin“, die Kindheit von Elena und Lila und im zweiten Teil „Die Geschichte eines neuen Namens“ die Jugendjahre erfahren haben, geht es im dritten Teil „Die Geschichte der getrennten Wege“ um das Erwachsenenalter der beiden Frauen. Wer die anderen Teile noch nicht gelesen hat, sollte die Rezension hierzu auch noch nicht lesen, denn sie wäre nur ein Spoiler!!

Lila hat ihren Mann verlassen und lebt mit Enzo und ihrem Sohn zusammen. Lange haben Elena und Lila den Kontakt zueinander verloren, da Elena zum studieren umgezogen ist. Nach langen Jahren des Lernens und Studierens macht Elena ihren Doktor und die Leute aus dem Rione sind stolz auf sie. Auch ihre Mutter, die ja scheinbar immer etwas an Elena auszusetzten hat, ist stolz auf sie. Elena veröffentlicht ihren ersten Roman, der aufgrund freizügigen Passagen viel Aufsehen erregt. Doch Elena verdient gutes Geld mit dem Roman, er wird sogar in andere Sprachen übersetzt. Während dieser Zeit haben die beiden Freundinnen kaum Kontakt zueinander. Lila arbeitet in einer Wurstfabrik und muss täglich Schikanen von männlichen Mitarbeitern auf sich nehmen. Elena reist in ganz Italien herum um Werbung für ihr Buch zu machen. Während ihres Studiums trifft Elena auch auf ihren zukünftigen Mann Pietro. Die beiden wollen nur standesamtlich heiraten und nicht kirchlich, weswegen sich Elenas Mutter quer stellt und die Fassung verliert. Mit den Jahren wird es in Italien auch politisch immer aufregender, denn Teile der Bevölkerung wollen eine Revolution. Auch Elena und einige ihrer Freunde lassen sich in diesen Umsturz hinein ziehen. Wird Elenas Ehe genauso scheitern wie die von Lila oder wird sie es schaffen? Kann sie dem Druck der Öffentlichkeit durch ihre erlangte Berühmtheit als Autorin stand halten? Und was wird aus der geplanten Revolution?

Elena ist noch immer sehr ehrgeizig. Sie lernt viel und lernt, sich der Elite Italiens einen Namen zu machen, wodurch sie dann schließlich auch Pietro kennen lernt. Elena liebt zwar einen anderen für immer, doch sie denkt, dass sie Pietro auch lieben kann, nur halt nicht so intensiv. Bei der Heirat steht ihr nicht Pietros Vermögen im Vordergrund, da sie als erfolgreiche Autorin selbst genügend Geld hat.

Von Lila bekommt man in diesem Teil des Buches nur stückweise etwas mit, da die örtliche Entfernung der beiden einfach zu groß ist. Doch sie hat große Probleme, kämpft sich aber wie immer tapfer durch.

Mir hat das Buch gut gefallen, besser als der zweite Teil. Der Schreibstil von Elena Ferrante ist einzigartig, sie schreibt wirklich sehr gut und man kann sich die Schauplätze wirklich gut vorstellen. Auch die Generation vor Elena und Lila stellt sie meiner Meinung nach sehr gut und eindrucksvoll dar. Mir hat der Stil schon in den ersten beiden Teilen sehr gut gefallen und es macht einfach Spaß Elena Ferrante zu lesen. Ich freue mich auch schon sehr auf den vierten Teil, denn auch der dritte Teil hat wieder so aufgehört, dass man die Geschichte unbedingt weiter lesen muss.

Bewertung vom 01.09.2017
Dann schlaf auch du
Slimani, Leïla

Dann schlaf auch du


ausgezeichnet

Die jungen Eltern Myriam und Paul sind sehr zufrieden mit ihrer Nanny Louise. Das Paar hat zwei Kinder, Mila und Adam, möchte aber nicht auf die Berufstätigkeit verzichten. Also beschließe sie sich, Louise als Kindermädchen einzustellen. Am Anfang sind die beiden sehr zufrieden mit ihrer Angestellten, da Louise sich nicht nur um die Kinder kümmert, sondern auch den Haushalt der Familie schmeißt. Nach und nach beginnt Louise, sich immer mehr bei der Familie einzunisten und versucht, die Familie abhängig von ihr zu machen. Dabei rückt immer mehr Louises Einsamkeit in den Vordergrund, denn außer die Kinder hat sie niemanden. Doch schließlich geschah etwas, vor dem Myriam schon immer Angst hatte: Ihre Kinder sterben. Wie es so weit kommen konnte und in wie weit Louise an den beiden Todesfällen beteiligt ist, erfährt man im Laufe des Buches.

Myriam ist eine sehr ehrgeizige Anwältin, der es sichtlich schlecht dabei geht, ihre Freunde und ehemaligen Kollegen beim Karriere machen zu beobachten und selbst sitzt sie nur zu Hause herum und kümmert sich um ihre Kinder. Sie ist mehr als erleichter, als Paul und sie sich dazu entschließen, ein Kindermädchen zu engagieren, da sie es oft auch nicht leicht mit ihrer Tochter Mila hat, die in vielen Sachen ihren ganz eigenen Kopf hat.

Paul arbeitet in der Musikbranche und wäre gerne an Myriams stelle, die am Anfang die Kinder Tag und Nacht um sich hat, während er auf die Arbeit geht. Während Myriam sich gegen Louise stellt, verteidigt Paul das Kindermädchen. Wenn Paul etwas gegen Louis hat, verteidigt Myriam die Frau. Trotzdem finden die beiden einen Weg, sich gut und harmonisch abzusprechen.

Louise ist von allen verlassen. Ihr Mann, Jaques, ist tod. Ihre Tochter Stephanie ist abgehauen. Und sonst hat sie niemanden. Ihr Mann hat ihr nur Schulden hinterlassen und sie führt ein tristes Leben ohne viel aufregendes. Als sie feststellt, dass Myriam und Paul vorhaben, sie zu entlassen, hält sie dem Druck nicht mehr stand.

Die Geschichte, die in „Dann schlaf auch du“ beschrieben wird, wird eher gemächlich beschrieben. Es gibt nicht viele aufregende Szenen und das meiste passiert auf psychologischer Ebene. So merkt man Kapitel für Kapitel, dass mit Louise etwas schlief läuft, doch da man das Ende schon weiß, ist die Verzweiflung, das Geschehen aufhalten zu wollen, riesengroß.

Das Buch hat mir gut gefallen und ich habe es in einem Rutsch gelesen. Für knapp 230 Seiten ist der Preis für das Buch etwas hoch, aber man bekommt eine interessante Geschichte, die ich sonst noch nirgends entdecken konnte. Auch der Schreibstil der Autorin war gut und verständlich. Slimani kann Dinge schön umschreiben und umschmücken, kommt aber trotzdem gut zum Punkt. Aber ich fand es schade, dass man nicht genau etwas zum Tod der Kinder erfahren hat. Es wurde einfach nur gesagt, dass sie Tod sind und weiter nichts. Auch über Paul und Myriam wurde danach kein Wort mehr verloren, als würde es die beiden gar nichts angehen, was den Kindern zugestoßen ist. Ich habe das Buch zwar gemocht, allerdings hat mich das Ende wirklich nicht zufrieden gestellt.

Meine Bewertung: 3/5

Bewertung vom 06.08.2017
Und Marx stand still in Darwins Garten
Jerger, Ilona

Und Marx stand still in Darwins Garten


ausgezeichnet

Bei "Und Marx stand still in Darwins Garten" handelt es sich um einen historischen Roman, der im Jahr 1881 und weiter führt.
Marx versucht einen Roman zu schreiben, aber schafft nicht mehr, als das erste Kapitel, was ihm sehr zu schaffen macht.
Darwin scheint in einem Tief zu sein, nachdem er die Evuotionstheorie aufgestellt hat und somit die Existenz Gottes in seinen Augen nicht mehr belegbar ist.
Eines Tages treffen die beiden aufeinander und ihre Leben ändern sich für immer...
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich habe es ruck zuck durchgelesen. Ich bin mir nicht sicher, ob die Geschichte realistisch ist, aber ich finde sie war wunderbar umgesetzt und hatte einen tollen Schreibstil!