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Benutzername: Lexa
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Bewertungen

Insgesamt 57 Bewertungen
Bewertung vom 07.09.2019
Die Verschwörung von Brigant / Kingdoms of Smoke Bd.1
Green, Sally

Die Verschwörung von Brigant / Kingdoms of Smoke Bd.1


ausgezeichnet

Wow – die Aufmachung des Buches hat mich direkt überzeugt. Und der Inhalt noch viel mehr.

Man taucht direkt in die Welt rund um Brigant, Pritoria und die umliegenden Länder ein. Das Setting ist fesselnd, authentisch und die Karte im Einband des Buches ist wie bei jedem Fantasybuch natürlich ein Muss. Die Autorin verfällt einerseits nicht in unnötige Beschreibungen, sondern lässt dem Leser viel Spielraum für die eigene Fantasie. Andererseits bringt sie an anderen Stellen liebevolle kleine Details ein. Das ergibt eine gesunde Mischung und ein für mich anschauliches Weltkonstrukt. Der Einstieg ist spannend gestaltet und nach und nach lernt man die fünf verschiedenen Charaktere Ambrose, Catherine, Tash, March und Edyon kennen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Catherine die Prinzessin, Ambrose ihr Leibgardist, Tash eine freche, schnelle Dämonenjägerin, March mit den eisblauen Augen und Edyon aus Pitoria. Dabei lässt Sally Green ihre Hauptpersonen gerne mal aus dem üblichen Raster fallen. Jeder Protagonist bringt seine Ecken und Kanten mit, was sie absolut menschlich und authentisch macht. Man verfolgt die Geschichte der Fünf, von Seite zu Seite steigt die Spannung und man kommt dem Geheimnis des ominösen Rauches auf die Spur. Es kommt zu Wendungen und Erkenntnissen die einen immer wieder überraschen. Der Schreibstil ist fesselnd und die Kapitel kurzweilig, so dass ich das Buch teilweise nicht aus der Hand legen konnte. Die Aufmachung der Kapitel war mit den verschiedenen Symbolen sehr liebevoll und durchdacht. Gerade die Buchzitate zu Beginn von Catherines Abschnitten haben mir sehr gut gefallen. Das Ende lässt einen neugierig auf die Folgebände zurück.
Ein wirklich solider Fantasyroman der mich hervorragend in eine wunderbare Welt entführt hat. Dabei ist er zwar einer von vielen, zeichnet sich aber für mich vor allem durch seine authentischen und charakterstarken Protagonisten und einen konsequenten Spannungsbogen aus. Ich bin sehr gespannt wie sich die Geschichte der Fünf in den nächsten Bänden weiterentwickeln wird. Für mich eine klare Empfehlung für jeden Fantasyfan.

Bewertung vom 07.09.2019
Hardline - verfallen / Hard Bd.3 (Mängelexemplar)
Wild, Meredith

Hardline - verfallen / Hard Bd.3 (Mängelexemplar)


gut

Die ersten beiden Teile der Reihe haben mir schon sehr gut gefallen. Der dritte bildet hier eine kleine Ausnahme – mit einem Stern Abzug. Das hat folgende Gründe:
Die Beziehung zwischen Erica und Blake entwickelt sich in eine Richtung die mir bei beiden nicht zusagt. Vor allem Blake zeigt Seiten die mir so überhaupt nicht an ihm gefallen und Erica lässt viele ihrer positiven, starken Charaktereigenschaften zurück. Diese Tatsache hat es mir manchmal schwer gemacht weiter zu lesen, weil mich einige Szenen tatsächlich irgendwann genervt haben. Jedoch hat auch dieses Buch richtig schöne und süße Momente zwischen den beiden, die mir gut gefallen haben. Die Spannung ist wie in den vorherigen Bänden durchweg da und man bekommt auch hier leichte, lockere Unterhaltung geboten. Die Sexszenen werden etwas rüder und hier fand ich Erica in manchen Momenten in ihren Handlungen ein wenig unglaubwürdig. Der Schreibstil der Autorin ist auch hier wie gewohnt fesselnd und man kommt gut durch die Seiten, erotische Szenen übernehmen nicht die Überhand und wechseln sich mit der eigentlichen Handlung in einem guten Verhältnis ab.
Insgesamt ein solider dritter Teil, der aber nicht ganz so viel Freude gemacht hat wie die Vorherigen. Auch greife ich mit etwas getrübter Begeisterung zum vierten Band der Reihe. Ich hoffe sehr, dass es sich hier wieder einpendelt. Hardline ist locker, leichte und prickelnde Unterhaltung. Zu mehr hat es dieser Band leider nicht bei mir gebracht.

Bewertung vom 27.08.2019
Schöner als überall
Höller, Kristin

Schöner als überall


gut

Der Schritt vom Jungsein ins Erwachsenwerden ist einer der Schwierigsten. Doch wir müssen ihn alle gehen.
Kristin Höller lässt uns Martin auf diesem Weg begleiten. In einer Nacht und mit seinem besten Freund Noah kehren sie von München zurück in ihre Heimat. Dort wird Martin von vielen Fragen und Eindrücken zu seiner Freundschaft mit Noah oder auch seiner alten Liebe Mugo überwältigt, die ihn vor wichtige Entscheidungen stellen. Martin als Hauptcharakter war angenehm, sehr sympathisch und bodenständig. Im Gegensatz zu Noah der in seiner Welt fern des Bodens schwebte und Mugo die doch recht eigensinnig war. Ich habe ein paar Seiten gebraucht um in die Geschichte einzutauchen. Die Autorin schreibt ohne erkennbare mündliche Rede und die Kapitel sind sehr lang und ohne Absätze. Dass hat es für mich manchmal unglaublich anstrengend gemacht der Geschichte zu 100 % zu folgen. Jedoch greift Kristin Höller viele Dinge auf die einem als Leser bekannt vorkommen. Denn wer kennt nicht das allwöchentliche Montagsgefühl oder wird wehmütig, wenn er in seine alte Heimat zurückkehrt. Das war ein sehr schöner Aspekt. Die Grundstimmung war insgesamt sehr ruhig, melancholisch und sehr nachdenklich gehalten, was jedoch zum Erzählten ganz gut gepasst hat. Die Gedanken von Martin waren auch immer sehr poetisch und ansprechend.
Leider wurde mir nie vollständig klar was den jetzt der rote Faden der Geschichte war, was war die eigentliche Haupthandlung, wo sollte es hingehen? Es wurden immer wieder Gespräche geführt, Szenen kreiert mit denen ich nichts recht anzufangen wusste und es kam irgendwie auch nie mehr. Das fand ich ein wenig schade. Denn das Thema hatte unglaublich Potential und wurde natürlich auch weitgehend gut umgesetzt, nur hat es für mich definitiv noch Luft nach oben gehabt und es hat auch ein wenig der Pfeffer gefehlt. Es war mir dann insgesamt doch ein wenig zu unaufgeregt.
Es geht um Freundschaft, Erwachsenwerden und die Vergangenheit hinter sich zu lassen. „Der Trick ist keine Angst zu haben“, wie Mugo so schön sagt. Ein schöner Roman mit wunderbarem poetischem Einschlag, dennoch für mich leider manchmal etwas zu fad, zu ermüdend und die Thematik wäre in meinen Augen noch ausbaufähig gewesen.

Bewertung vom 22.08.2019
Mittwoch also
Elstad, Lotta

Mittwoch also


sehr gut

Ein Cover das verrückt machen kann, wenn man zu lange darauf schaut und eine Story die überaus kontrovers daher kommt. Eine Mischung die nicht zusammenpasst? Ganz im Gegenteil.
Hedda/33 wird von einem One Night Stand (ONS) ungewollt schwanger und möchte abtreiben. Der Arzt gibt ihr jedoch, wie es in Norwegen Gesetz ist, noch einmal drei Tage Bedenkzeit vor ihrer endgültigen Entscheidung. Und Hedda kommt wider Willen mit ihren Gedanken ins Schleudern. Ihr Lebensstil der sowieso schon aus den Fugen gerät – passt da ein Baby überhaupt hinein? Und das von Milo – ihrem Wohnwagenfahrenden, Kaninchenliebenden ONS aus Berlin? Oder doch von ihrem Ex-Freund? Und so nimmt die Geschichte Fahrt auf. Kurze knackige Kapitel und eine herrlich freche, bissige Protagonistin sorgen für ein rasantes Tempo. So kommt man rasch durch die Seiten und die politischen Themen die nebenher eingestreut werden, geben dem frechen Werk noch mal eine besondere Würze. Das Thema ist heutzutage sehr heikel – doch die Autorin schafft es auf ernste aber auch humorvolle Weise dieses umzusetzen und gleichzeitig ein feministisches Statement zu setzen. Die Geschichte kommt teilweise unglaublich komisch und skurril daher und bringt den Leser nicht nur einmal zum Schmunzeln. Wie sich Hedda durchschlägt und versucht die rechte Entscheidung für sich zu treffen macht unglaublich Spaß. Das Ende kommt für manchen vielleicht nicht unbedingt wie gedacht. Ich jedoch war nur sehr traurig darüber, dass ich die letzten Seiten dieses wunderbaren Büchleins erreicht hatte.
Ein hervorragender Unterhaltungsroman voller Witz und Brisanz. Das Thema Recht auf Abtreibung ist grandios aber auch sehr umsichtig umgesetzt. Ein Roman der Spaß macht und bildet. Eine großartige Mischung! Es braucht mehr davon!

Bewertung vom 22.08.2019
Aquila
Poznanski, Ursula

Aquila


gut

Ein Blackout. Keine Erinnerungen mehr an die letzten drei Tage. Vor der wunderbaren Kulisse Sienas.
Ursula Poznanski schreibt wie gewohnt mitreißend, spannend und packend. Die Kapitel haben eine angenehme Länge.
Mit der Protagonistin Nika begibt man sich auf die nervenaufreibende Spurensuche durch das italienische Siena. Das Flair dieser wunderschönen Stadt wird gut transportiert und man bekommt Lust nach Italien zu reisen. Man kann das Buch nicht aus der Hand legen, da man erfahren möchte was zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen geschehen ist. Allerdings hat man wenig Zugang zu Nika und den anderen Charakteren. Zwar blättert man vor Spannung, Seite um Seite weiter, dennoch entwickelt sich weder Sympathie noch Antipathie zu den Charakteren. Schade! Denn dass, hätte das Buch noch mal ein Ticken besser gemacht. Spannung ja – aber mitunter schleichen sich kleine Längen ein. Man liest trotzdem weiter, da es so gestaltet ist, dass man unbedingt wissen will wie es weiter geht, dennoch ist es manchmal sehr anstrengend. Auch das Ende, war mitunter ein wenig vorhersehbar und etwas zu konstruiert, kann enttäuschen und man hat eventuell andere Erwartungen.
Ein solider, spannender Roman wie man es von der Autorin kennt, dennoch aber nicht ihr Stärkster.

Bewertung vom 22.08.2019
Frost und Mondlicht / Das Reich der sieben Höfe Bd.4
Maas, Sarah J.

Frost und Mondlicht / Das Reich der sieben Höfe Bd.4


sehr gut

Das Cover wie auch bei den vorherigen drei Bänden der „Reich der Sieben Höfe“-Reihe wunderschön. Der Schreibstil von Sarah J. Maas war auch in diesem Buch fließend, farbenfroh und bildhaft.
Schnell habe ich gemerkt, dass man mit den richtigen Erwartungen an diesen Teil der Reihe herangehen muss. Sollte man mit der Annahme ans Lesen gehen, hier handle es sich um einen vierten Band, der wird rasch enttäuscht sein. Geht man jedoch mit dem Wissen heran, dass es sich hier lediglich um eine Art „Spinn-Off“ handelt, kommt man als Fan trotzdem auf seine Kosten. Denn dieses Buch bietet keinen spannenden Kampf oder ähnliches, wie man es von einem Folgeband erwarten würde. Vielmehr zeigt er die verschiedenen Gedanken und Gefühle der liebgewonnen Charaktere Feyre, Rhys, Cassian und Morrigan. Man folgt Ihnen auf dem Weg in den Frieden, denn nach der Schlacht ist noch lange nicht alles im Lot. Die Geschichte fließt vor sich hin, ohne große Wellen zu schlagen. Und ich muss zugeben, dass ich mir ein klitzekleines bisschen mehr Spannung gewünscht hätte. Ein wenig hat dann doch der Pfeffer gefehlt. Nichtsdestotrotz war es spannend die unterschiedlichen Perspektiven der Charaktere beleuchtet zu bekommen. Besonders Mor habe ich direkt ins Herz geschlossen.
Ich kann verstehen, dass viele von diesem Buch enttäuscht waren, denn man erwartet im ersten Moment mehr. Jedoch war es für mich ein warmes Wiedersehen mit den Protagonisten. Sarah J. Maas lässt den Leser wieder in die wundervolle Welt eintauchen, die ich persönlich, nach den letzten Büchern, sehr vermisst hatte. Trotz kleiner Längen, ein wunderbares Werk über den Hof der Nacht und seiner Bewohner.

Bewertung vom 22.08.2019
Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens
Bottini, Oliver

Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens


sehr gut

Rumänien. Ein Land geprägt von Landwirtschaft. Ein Mord, der sich zu einem verstrickten Fall entwickelt.
Dieses Buch habe ich aufgrund der Empfehlung meiner Kollegin von ihr ausgeliehen. Sie selbst ist im Schauplatz Temeswar in Rumänien aufgewachsen und hat mir die Geschichte ans Herz gelegt. Normalerweise sind Kriminalromane nicht ganz mein Genre, dachte mir aber auf Grund des Themas, dass ich es einmal versuche. Und ich habe es nicht bereut.
Der Autor schreibt in einer sehr dichten und zugleich nüchternen Sprache. Die Dinge werden nicht beschönigt, sondern, manchmal auch ein wenig auf Umwegen, auf den Punkt gebracht. Grundstimmung des Buches ist durchweg tiefsinnig, melancholisch und gedrückt. Dennoch ist es von äußerster Spannung geprägt. Der Kommissar Cozma ist, wie man es in Krimis häufiger hat, von seiner schattenhaften Vergangenheit getrieben. Und auch sein Kollege hat einiges auf dem Kerbholz. Der Fall entwickelt sich in langsamen, aber stetigen Tempo. Die Schauplätze wechseln von Rumänien nach Deutschland und man fiebert darauf hin, dass sich die Handlungsstränge berühren. Die Auflösung ist nicht ganz unerwartet aber auch nicht ganz vorhersehbar. Diese Geschichte ist wesentlich mehr als ein Kriminalroman. Sie bietet einen tiefen Einblick in die rumänische Gesellschaft und einzelner Schicksale durch die Auswirkungen des ehemaligen Diktators Ceausescu. Der Autor beschreibt komplexe Zusammenhänge, die wenn man nicht jede Zeile aufmerksam liest, gegen später für Verwirrung sorgen können. Neben dem Buch habe ich mich lange mit meiner Kollegin unterhalten und einige interessante Fakten über Rumänien und die Leidensgeschichte der dort lebenden Menschen, denn das ist es definitiv, erfahren. Allein deswegen hat sich dieser Krimi durchweg gelohnt.

Bewertung vom 22.08.2019
Hardpressed - verloren / Hard Bd.2
Wild, Meredith

Hardpressed - verloren / Hard Bd.2


sehr gut

Die Geschichte von Erica und Blake geht in die zweite Runde. Nach dem ich schon durch den ersten Teil geflogen bin, kam ich dementsprechend auch rasch durch den zweiten. Der Schreibstil der Autorin ist nach wie vor fesselnd, leicht und sehr flüssig zu lesen.
Hier möchte ich zunächst erwähnen, dass mir Boston als Handlungsort ausgesprochen gut gefällt, da meiner Meinung nach, Schauplätze wie New York oder andere berühmte amerikanische Großstädte schon ein wenig abgegriffen sind. Im zweiten Band der Hard-Reihe droht Ericas Vergangenheit sie einzuholen. Wem aus ihrem Umfeld kann sie tatsächlich vertrauen? Und wird sie, trotz der Schlag auf Schlag folgenden Ereignisse ihre Beziehung zu Blake aufrechterhalten können? Dieser Band ist vollgepackt mit Dramatik, Spannung und Sex der sich langsam auf die Spuren von Shades of Grey begibt. Dabei wirken die Sexszenen nicht billig und nehmen nicht unnötig viel Platz ein. Handlungsstränge aus dem Vorgängerband werden aufgegriffen und fortgeführt und neue, spannende entstehen. Mir hat sehr gut gefallen, dass sowohl die Charakter, als auch die Beziehungen sich merklich weiterentwickeln. Wie auch schon beim ersten Band darf man hier keine tief geschliffenen Protagonisten und eine Story mit Tiefgang erwarten. So ist auch der zweite Teil eine leichte Lektüre für Zwischendurch.
Hard Pressed ist meiner Meinung nach, eine gelungene Fortsetzung der Reihe, bei der ich durch die Seiten geflogen bin und viel Spaß beim Lesen hatte. Wie auch schon beim ersten ist es auch bei diesem zweiten Band wichtig, mit den richtigen Erwartungen heranzugehen. Tut man das, so kann man definitiv angenehme Lesestunden mit diesem Buch verbringen.

Bewertung vom 22.08.2019
Hardwired - verführt / Hard Bd.1
Wild, Meredith

Hardwired - verführt / Hard Bd.1


sehr gut

Wer schon mehr aus dem Erotikgenre gelesen hat, weiß dass es wichtig ist mit den richtigen Erwartungen an ein solches Buch heranzugehen. Der erste Teil der „Hard“-Reihe von Meredith Wild macht dabei keine Ausnahme. Wer Lust auf ein leichtes, nicht besonders tiefsinniges, spannendes Buch mit der gewissen Prise Erotik hat wird hier bestens bedient.
Der Schreibstil der Autorin ist von Anfang an leicht, flüssig und mitreißend. Durch die Seiten kommt man deswegen sehr schnell. Die Charaktere Erica und Blake, sowie alle anderen Nebenprotagonisten kommen authentisch aber nicht zwingend mit viel Tiefe daher – was dem Lesefluss allerdings keinen Abbruch tut. Wie in vielen solcher Romane werden auch hier einige Klischees aufgegriffen – Sie die junge, angeblich toughe Harvadstudentin, die ihren Willen dann doch viel zu oft und zu leicht aufgibt und er der sexy, geheimnisvolle, stinkreiche und sehr kontrollsüchtige Badboy dessen Charme man einfach nicht widerstehen kann. Auch hier gibt es natürlich das typische Hin und Her, dennoch macht es Spaß der Geschichte der beiden zu folgen. Die Erotikszenen treten zum zweiten Teil des Buches etwas gehäuft auf (sie scheinen wirklich jedes Problem mit Sex lösen zu wollen…), sind aber keinesfalls störend und wirken zum Glück auch nicht billig. Viele Handlungsstränge werden von der Autorin bewusst offengehalten, da klar ist, dass es sich hier um einen Reihenauftakt handelt.
Wie gesagt, wer mit den richtigen Erwartungen an dieses Buch heran geht wird keines Falls enttäuscht werden. Es hat gut unterhalten und war etwas Leichtes, prickelndes für Zwischendurch. Die Reihe wird deswegen weitergelesen.

Bewertung vom 22.08.2019
Die Zarin und der Philosoph / Sankt-Petersburg-Roman Bd.2
Sahler, Martina

Die Zarin und der Philosoph / Sankt-Petersburg-Roman Bd.2


sehr gut

Das Cover und die Aufmachung des Buches haben mich direkt angesprochen. Der Schreibstil der Autorin mich direkt in den Bann gezogen.
Man taucht ein in die Welt des russischen St.Petersburg im 18 Jahrhundert. Und diese Zeit bietet mit Zarin Katharina der Großen wahrlich eine herrliche Grundlage und Kulisse für einen spannenden und fesselnden, historischen Roman. Martina Sahler hat mich vor allem durch die authentische Zeichnung ihrer Charaktere und die Kunst, die Geschichte auf jeder Seite spannender werden zu lassen, überzeugt. Es braucht ein bisschen bis das Buch Fahrt auf nimmt, ist aber an keiner Stelle auch nur annähernd langweilig. Die Charaktere entfalten sich wunderbar facettenreich und es ist überaus spannend die Richtung der Charakterentwicklungen zu beobachten. Geschickt führt sich verschiedene Standpunkte zu einem schlüssigen Ganzen zusammen. Gerade dass man verschiedene Sichtweisen aus verschiedenen Schichten der damaligen Zeit bekommt, macht es noch interessanter. Die Beziehungen die zwischen den vielseitigen Protagonisten entstehen, haben mich teilweise zu tiefst berühren können, andererseits wirkten manche für mich ein wenig zu weit hergeholt. Diverse Handlungen kamen für mich deshalb sehr überstürzt und nicht ganz glaubwürdig vor und mir fehlte ein wenig die Hinführung dazu. Vor allem Philosoph Stephan konnte mich nicht von sich überzeugen. Nach einem wirklich packenden Roman, empfand ich auch das Ende leider eher als etwas unbefriedigend und nicht ganz dem Rest des Buches würdig.
Dennoch hat Martina Sahler einen großartigen Roman über eine gütige und zugleich grausame Frau wie Katharina die Große geschaffen, der mich sehr beeindruckt hat und den ich mit großer Neugierde gelesen habe. Das Buch hat in mir das Interesse geweckt, noch mehr über die faszinierende Welt von St.Petersburg und seiner Zaren zu erfahren.