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Benutzername: Stanzick
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Bewertungen

Insgesamt 587 Bewertungen
Bewertung vom 24.09.2019
Der Maulwurf und die Sterne
Teckentrup, Britta

Der Maulwurf und die Sterne


ausgezeichnet

Britta Teckentrup, Der Maulwurf und die Sterne, arsedition 32019, ISBN 978-3-8458-3066-7

Die Geschichte, die Britta Teckentrup in ihrem neuen Bilderbuch erzählt, handelt von einem kleinen Maulwurf. Weil es ihm in seiner Höhle zu dunkel ist, setzt er sich jede Nacht auf seinen Lieblingsstein und schaut in den hellen und strahlenden Sternenhimmel. Nachdem er vor sich hin geflüstert hat, er würde so gerne alle Sterne dieser Welt besitzen, passiert etwas Magisches. Auf eine wundersame Weise erscheinen rund um ihn herum helle Leitern, die alle in den Himmel führen. Der Maulwurf überlegt nicht lange und sammelt alle Sterne ein, die er über die Leitern erreichen kann. Er trägt sie alle in seinen Bau, der nun von den Sternen hell erleuchtet ist.
Nun ist es nicht mehr dunkel dort und er will gar nicht raus aus seiner Höhle. Doch als er seinen Lieblingsstein vermisst, streckt er eines Abends den Kopf aus der Höhle um sich auf ihn zu setzen. Doch was er sieht, ist: nichts. Der Himmel ist schwarz. Und die Tiere des Waldes erzählen ihm, wie traurig sie und ihre Kinder darüber sind, dass die Sterne nicht mehr da sind.
Der Maulwurf ist bestürzt, denn er hatte nicht gewusst, dass die anderen Tiere den Sternenhimmel genauso liebten wie er. Und er erzählt den anderen Tieren traurig, dass er alle Sterne genommen hat. Und dann schaffen sie es gemeinsam, alle Sterne wieder an ihren ursprünglichen Ort zu schaffen.
„Von nun an teilten sich alle Tiere des Waldes das zauberhafte Licht des leuchtenden Nachthimmels.“

Eine magische Gutennachtgeschichte über Freundschaft und die Freude des Teilens von Dingen und Erfahrungen. Es hat eine ganz aktuelle Botschaft: die Wunder dieser Welt sind für alle da. Das können schon kleine Kinder ab drei Jahren begreifen, für die dieses schöne und zauberhaft illustrierte Bilderbuch gedacht ist.

Bewertung vom 24.09.2019
Der Sonne nach
Clima, Gabriele

Der Sonne nach


ausgezeichnet

Gabriele Clima, Der Sonne nach, Hanser 2019, ISBN 978-3-446-26260-7

Wer das Buch „Ziemlich beste Freunde“ vor Jahren gelesen oder den Film gesehen hat, wird auch an dem hier vorliegenden, 2017 mit dem Andersen Preis für das beste Jugendbuch ausgezeichnete Roman von Gabriele Clima mögen.

Schon 2016 in Italien erschienen erzählt das Jugendbuch von dem 16-jährigen Dario. Nachdem der Vater die Familie verlassen hat, ist aus Dario ein auffälliger Junge geworden, der voller Wut in der Schule randaliert. Nachdem er zum wiederholten Mal ausgeflippt ist, soll sich Dario als Strafe auf eine unbestimmte Zeit um einen „Menschen mit besonderen Fähigkeiten“ kümmern. Er wird mit der ehrenamtlichen Pflegebegleitung eines geistig und körperlich behinderten Jungen namens Andy beauftragt. Er soll ihn in seinem Rollstuhl spazieren fahren und auf ihn aufpassen. Da Dario noch nicht mal auf sich selbst aufpassen kann, scheint er mit dieser Aufgabe doch überfordert.

Doch Dario hat von seiner Aufgabe seine eigenen Vorstellungen und beschließt Andy auf die Suche nach seinem Vater mitzunehmen, den er in einem Ort am Meer vermutet. Es wir deine abenteuerliche Reise, auf der Dario immer mehr lernt, die feinen Signale zu lesen, die der schwer behinderte Andy ihm sendet. Er lernt diesen „Halbidioten im Rolli“, wie er ihn zunächst genannt hat, mit anderen Augen zu sehen.

Was Gabriele Clima aber vor allem wunderbar beschreibt, ist die Veränderung die in Darios Innerem vor sich geht. Unterwegs mit Andy lernt er, dass es nicht die anderen sind, die für seine Wut und sein Schicksal verantwortlich sind und er spürt zunehmend, dass er trotz seiner verfahrenen Lebenssituation durchaus die eigene Wahl hat, welchen Weg er in seinem Leben gehen will.

Gabriele Clima ist es auf eine sehr poetische und glaubwürdige Weise gelungen, die jeweilige emotionale Innenwelt der beiden Protagonisten darzustellen und zu beschreiben.
Es ist ein witziges und ehrliches Buch, voller Abenteuer und kurioser Szenen, das man nicht aus der Hand legen möchte bis man zu seinem verblüffenden Schluss gekommen ist.

Eine absolut gelungene Coverversion von „Ziemlich beste Freunde.“

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 24.09.2019
Unsere eigene Weihnachtsgeschichte
Langen, Annette; Tolman, Marije

Unsere eigene Weihnachtsgeschichte


ausgezeichnet

Annette Langen, Marije Tolman, Unsere eigene Weihnachtsgeschichte, NordSüd 2019, ISBN 978-3-314-10101-4

Mit diesem wunderbaren Bilderbuch ist es Annette Langen und Marije Tolman in Wort und Bild ganz hervorragend gelungen, Kindern ab etwa 3 Jahren die Weihnachtsgeschichte näher zu bringen.

Mia, die kleine Hauptperson des Buches, weiß ganz genau, wie es Weihnachten gewesen ist. Deshalb, immer wenn es dunkel geworden ist, spielt sie zusammen mit ihrem jüngeren Bruder Jona diese Geschichte nach. Mia ist Maria, Jona muss den Josef spielen. Und sie machen sich auf den langen Weg nach Bethlehem.

Die Phantasie der beiden Kinder ist schier unbegrenzt und so spielen sie alle Stationen durch bis Josef und Maria schlafen müssen.

„Siehst du“, sagt Maria am Ende, „so ist das Weihnachten gewesen“.
Und Jona antwortet: „Und morgen, da gehen wir wieder nach Beet-le-helm.“

Dieses Buch ist ganz hervorragend geeignet, an den Abenden vor der großen Bescherung die Kinder nicht nur zum Schlafen zu bringen, sondern ihnen durch die Wiederholung die Geschichte von Lukas 2 nahe zu bringen.

Hier legt nun die zweite, etwas überarbeitete Auflage vor.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.09.2019
Alles okay
LaCour, Nina

Alles okay


ausgezeichnet

Nina LaCour, Alles okay, Hanser 2019, ISBN 978-3-446-26435-9

Es ist kurz vor Weihnachten. Die Erzählerin des hier anzuzeigenden Jugendromans der in den USA sehr erfolgreichen Jugendbuchautorin Nina LaCour, Marin, hat gerade ihre Mitbewohnerin Hannah in die vierwöchigen Weihnachtsferien verabschiedet. Sie selbst will das College im Staat New York nicht verlassen über die Feiertage, weil sie keinen Ort mehr hat, wo sie hingehen soll. Ihre Vergangenheit scheint zerschmettert, ihre Gegenwart einsam und ihre Zukunft dunkel.
Viele tausend Kilometer ist sie vor einigen Monaten geflohen in dieses kleine Privatcollege. Geflohen aus einem Leben, das sich für sie als eine einzige Lüge darstellt.
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Am Anfang ist es für den Leser noch sehr unverständlich, wieso Marin sich absichtlich in diese Einsamkeit begibt und in ihr verharrt, als würde sie einen Winterschlaf halten, aus dem es kein Erwachen mehr gibt. Doch im Laufe des Buches lüftet Nina LaCour mit vielen Rückblicken aus den Monaten Mai bis September das Geheimnis Marins und das ihres Großvaters, bei dem sie lebt, seit ihre Mutter bei einem Surfunfall ums Leben gekommen ist als Marin gerade mal drei Jahre alt war. Es wird mehr und mehr klar, welche Vorkommnisse und welche lange Geschichte Marin schlussendlich an diesen für sie einsamen Ort im College in New York gebracht hat.

Klar wird mehr und mehr auch die Person und die Rolle ihrer langjährigen Freundin Mabel, die, nachdem das College über Weihnachten seine Pforten geschlossen hat, plötzlich vor der Tür von Mabels Wohnhaus im College steht, und sie auch im Namen ihrer beiden Eltern einlädt, zumindest in den Ferien zu ihnen nach Hause zu kommen.
Hunderte von SMS und Nachrichten ihrer Freundin auf dem Anrufbeantworter hat Marin in ihrer tiefen Trauer unbeantwortet gelassen. Es scheint, als wollte sie mit nichts mehr konfrontiert werden, was sie an ihr anderes Leben erinnert, ein Leben, das sich für sie als eine einzige große Lüge herausgestellt hat.

Doch Mabel lässt nicht locker, auch nicht nachdem Marin ihren Vorschlag abgelehnt hat und ihre Freundin nach drei schweren gemeinsamen Tagen, die angefüllt sind mit langen Phasen des Schweigens und langen Gesprächen über die gemeinsame Vergangenheit und über Marins Schicksal, allein zum Flughafen fahren lässt.

Doch weder Marin noch der erschütterte Leser haben mit Mabels treuer Freundschaft gerechnet und mit der Fürsorge ihrer Eltern. Und Marin wird schlußendlich begreifen, dass sie sich entscheiden muss. Entweder sie verharrt weiter in ihrem Verdrängen ihrer sehr schmerzhaften Lebensgeschichte und der ambivalenten Rolle, die ihr Gramps darin gespielt hat, oder sie stellt sich wieder dem Leben, das sie in den Personen von Mabels Familie wieder zum Mitmachen und Mitleben einlädt.
Kirkus Review in den USA nannte das Buch einen „wunderschönen Lobgesang auf die reinigende Kraft der Wahrheit“. Ja, und es ist auch eine Hymne an die tragende Kraft der Freundschaft.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.09.2019
Warum gibt es uns?
Olsen, Johan

Warum gibt es uns?


ausgezeichnet

Johan Olsen, Warum gibt es uns. Die Entwicklung des Lebens vom Urknall bis zu dir, Beltz & Gelberg 2019, ISBN 978-3-407-75468-4


Irgendwann fangen die meisten Kinder an zu fragen, wo sie herkommen. Die familiären Beziehungen und Ursprüngen sind dabei meist schnell und leicht und verständlich erklärt. Bald werden die Fragen aber grundsätzlicher und weiten sich aus auf die Welt, in der sie leben. Woher kommen wir Menschen und warum gibt es uns eigentlich? Wie ist das alles entstanden?

Noch vor wenigen Jahrzehnten wurde diese Frage sehr oft mit religiösen Erklärungen beantwortet. Gott, der Schöpfer als Ursache und Beweger alles dessen, was lebt. Seit der Urknall in das naturwissenschaftliche Allgemeinwissen weiter Teile der Bevölkerung eingesickert ist, wurde der Schöpfer auch als dessen Anstifter und Begründer identifiziert.

Das vorliegende Buch von Johan Olsen allerdings verzichtet völlig auf solche überkommenen Erklärungen und erklärt mit zum Teil witzigen, aber immer verständlichen Beispielen die Entstehung des Lebens vom Urknall bis zum Menschen und den Molekülen des Lebens.
Da wird die Schwerkraft mit einer Tasse und einer Sahnetorte erklärt und die Relativitätstheorie mit dem Bauch einer dicken Katze. Es sind viele solcher plausiblen Erklärungen, die das Buch für an solchen Fragen interessierte Kinder ab etwa 10 Jahren zu einem Erlebnis machen können.

Olsen behandelt in 11 Kapiteln verständlich und aufeinander aufbauend folgende Themen in einer Sprache, die auch Kinder verstehen können, ohne viel Fachbegriffe und wissenschaftliche Fremdwörter:
• Die Atome
• Der Anfang von allem
• Die Sonne
• Die Erde
• Das Universum
• Quantenmechanik
• Relativitätstheorie
• Das Leben
• Der Mensch
• Die Moleküle des Lebens
• Die Wirklichkeit

Und am Ende schreibt er folgende wichtigen Sätze: „Die Geschichte der Welt, wie sie uns die naturwissenschaftliche Forschung vermittelt, endet nie. Das Ergebnis der naturwissenschaftlichen Forschung ist nämlich nicht die Wahrheit. Es ist nur die einfachste Erklärung für das, was wir beobachten können.“

Ein absolut empfehlenswertes Buch für alle neugierigen und naturwissenschaftlich interessierten Kinder.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.09.2019
Der Tierigent
Boese, Cornelia

Der Tierigent


ausgezeichnet

„ …wenn man etwas wirklich will,
mit Herz und Seele, Kopf und Bauch,
dann, dacht‘ ich störrisch, schafft man’s auch!“
Das ist die Selbstbeschreibung der Autorin des hier vorliegenden Bilderbuches, die man auf Ihrer Homepage nachlesen kann. Dort erfährt man auch etwas über ihre Liebe zur Musik.

Und so findet man in ihren Werken aus den letzten Jahren viele Bücher für Erwachsene und Kinder, die Gereimtes aus der Musik- und Märchenwelt erzählen.

Auch ihr neues Bilderbuch bei Gerstenberg in Hildesheim „Der Tierigent“ verbindet das Reimen und die Musik, gepaart mit großer Leidenschaft für kindliche Traumwelten.

Im Stadtpark gibt das Tierorchester ein Konzert. Alle packen ihre Instrumente aus, man hört schon die ersten Übungstöne.
„Doch einer findet keinen Platz
Am Podium: der kleine Spatz
Wie gerne will er mit den Tieren
Zusammen fröhlich musizieren.“

Da spielt der Affe Cello, die Giraffe Kontrabass, der Bär Fagott, der Tiger Klarinette. Und der Spatz bettelt:
„..darf ich Geiger sein?
Der Affe sagt: Du bist zu klein.“
Für die Tuba reicht seine Puste nicht und fürs Schlagzeug hat er nicht genügend Kraft. Traurig setzt der Spatz sich ins Publikum. Das Konzert beginnt und es ertönt ein ohrenbetäubendes Fiedeln, Tuten und Trällern. Eines ist klar: Die Musiker brauchen jemanden, der den Takt angibt.
Und so wird aus dem Spatzen ein großer Tierigent.
Farbenfrohe Bilder von Manuela Olten, die alle beteiligten Tiere liebevoll und mit großen erwartungsvollen Augen gezeichnet hat und lustige Reime stellen die Instrumente des Orchesters vor und laden ein zu einem fröhlichen Konzert.

Ein schönes Bilderbuch mit zauberhaften Bildern und sprachlich gelungenen Reimen über ein tierisches Orchester, bei dem am Ende jeder seinen Platz findet, auch der kleine Spatz.

Bewertung vom 20.09.2019
Die Goldene Funkelblume
Flouw, Benjamin

Die Goldene Funkelblume


ausgezeichnet

Benjamin Flouw, Die goldene Funkelblume, Kleine Gestalten 2018, ISBN 978-389955-803-6

Das vorliegende Bilderbuch des 1986 bei Avignon in Frankreich geborenen und heute in Paris lebenden Illustrators Benjamin Flouw ist eine gelungene Mischung von einem Bilderbuch mit einer spannenden Geschichte und Handlung und einem Sachbilderbuch zu Phänomenen der Natur.

Mit eindrucksvollen, leicht kubistisch anmutenden Illustrationen erzählt Flouw von Fuchs. Fuchs sitzt abends gerne gemütlich in seinem Sessel und liest in alten Pflanzenbestimmungsbüchern. Er sucht nach einer neuen Pflanze, die sein Haus verschönern soll.

Dann schlägt er eine neue Seite auf, auf der kein Bild oder Zeichnung zu sehen ist nur eine Beschreibung:
„Die goldene Funkelblume ist eine Blume aus der Familie der Gutversteckten. Sie ist sehr selten und wächst nur auf hohen Bergen. Wie sie wirklich aussieht, weiß keiner. Bis heute hat sie noch niemand beschreiben können.“

Nun ist die Neugier des Hobbybotanikers gepackt. Mit entsprechender Ausrüstung macht sich Fuchs nun auf eine Reise, die ihn durch Wälder und Wiesen hinauf in die Berge führt. Er will diese seltene und geheimnisvolle Pflanze finden!

Doch als er sein endlich findet, ist er mit einer schweren Entscheidung konfrontiert. All die Pflanzen, die er auf seinem langen Weg hinauf in die Berge sieht, sind zwischen den Seiten, die die Erzählung voranbringen, extra abgebildet und beschrieben. Auf diese Weise lernen die Kinder viel Pflanzen kennen und benennen.

Benjamin Flouw erzählt in seinem Buch von Entdeckerlust und dem Respekt vor der Natur, während seine liebevollen und reduzierten Illustrationen die Ruhe der unberührten Natur einfangen.

Ein sehr empfehlenswertes Bilderbuch mit kunstvollen Illustrationen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.09.2019
Wenn ich einmal groß bin
Dek, Maria

Wenn ich einmal groß bin


ausgezeichnet

Maria Dek, Wenn ich einmal groß bin. Das Zahlenbuch der großen Träume, Knesebeck 2019, ISBN 978-3-95728-276-7


Dieses schon 2016 in Frankreich erschienene und von Theresa Scholz ins Deutsche übersetzte Bilderbuch von Maria Dek verbindet zwei Themen der frühen Kindheit auf vorbildliche Weise.

Zum einen geht es um die Phantasie kleiner Kinder und die Pläne, die sie sich in ihren geheimen Vorstellungen davon machen, wenn sie einmal groß sind. Und zum anderen geht es darum, was Kinder schon sehr früh lernen wollen: zählen, soweit es geht.

Auf diese Weise werden die kleinen Kinder, die dieses Buch betrachten, eingeladen, ihre Träume zu spinnen und so ganz nebenbei die Zahlen zu lernen, wenn sie wollen sogar bis 25 !
Der Junge träumt zunächst davon, einmal so groß wie 1 Riese zu sein, Er wird ein Fahrrad haben mit 2 Hupen. Zum Mittagessen verputzt er 5 Kugeln Eis, sein Beruf wird Tiersitter sein und er wird 8 Tieren Kunststücke beibringen.

Er wird eine Trompete mit 11 Tasten spielen und seine Band hat 12 Mitglieder. In einem Baumhaus mit 13 Fenster und 14 Ästen wird er mit 15 Bären Unterschlupf finden. Und er wird immer erst um 25 Uhr ins Bett gehen.

Dieses schön illustrierte Bilderbuch nimmt die Kinder nicht nur mit in die Welt der Zahlen, sondern auch auf eine phantasievolle Erzählreise und lädt zum Träumen ein von der magischen Welt der Erwachsenen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 19.09.2019
Mein Papa ist der größte Held der Welt
Remmerts de Vries, Daan

Mein Papa ist der größte Held der Welt


ausgezeichnet

Kate & Jol Temple, Terri Rose Baynton, Kein Platz für uns. Jede Geschichte hat zwei Seiten, Annette Betz Verlag 2019, ISBN 978-3-219-11793-6

Kate und Jol Temple schreiben Bilder- und Kinderbücher, die in Australien bereits mehrfach ausgezeichnet wurden. Das Paar lebt mit seinen Söhnen und seinem Hund in Sydney. Zusammen mit der Illustratorin Terri Rose Baynton haben die beiden ein von der seit Jahren aktuellen Debatte über Flucht und Heimat inspiriertes Bilderbuch gemacht, das Bernd Stratthaus ins Deutsche übersetzt hat und das handelt über das Ausschließen und das Aufnehmen.
Der Clou des Buches ist es, dass die Handlung, je nachdem ob man es von vorne nach hinten oder von hinten nach vorne liest, zwei völlig unterschiedliche Verläufe nimmt.

Da sitzen drei Seehunden auf ihrem Felsen. Wie lange dieser Felsen schon ihr Zuhause ist, wissen wir nicht, klar ist nur, sie betrachten ihn als ihr Eigentum. Als andere Seehunde angeschwommen kommen und sagen, hier sie doch noch viel Platz für andere, sagen die einheimischen Seehunde: das ist unser Platz. Ihr wollt hier nur stören. Ihr seid nicht willkommen. Sie wollen ihren Platz nicht mit anderen teilen.

So geht die Geschichte, wenn man sie von vorne nach hinten anschaut. Doch auf der letzten Seite werden die das Buch betrachtenden Kinder aufgefordert, das Buch noch einmal von hinten nach vorne zu lesen. Und wenn man das tut, nimmt die Geschichte eine ganz andere Wendung.

Jede Geschichte hat also zwei Seiten, immer gibt es auch die andere Möglichkeit. Man kann sich verschließen und man kann sich öffnen.

Ein Bilderbuch, das anregt über Gespräche zu Themen wie Teilen und Mitgefühl, aber auch zu aktuellen Parallelen über Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen müssen und bei uns einen Ort suchen, wo sie und ihre Kinder sicher sind.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 19.09.2019
(K)ein Platz für uns
Temple, Kate; Temple, Jol

(K)ein Platz für uns


ausgezeichnet

Kate & Jol Temple, Terri Rose Baynton, Kein Platz für uns. Jede Geschichte hat zwei Seiten, Annette Betz Verlag 2019, ISBN 978-3-219-11793-6

Kate und Jol Temple schreiben Bilder- und Kinderbücher, die in Australien bereits mehrfach ausgezeichnet wurden. Das Paar lebt mit seinen Söhnen und seinem Hund in Sydney. Zusammen mit der Illustratorin Terri Rose Baynton haben die beiden ein von der seit Jahren aktuellen Debatte über Flucht und Heimat inspiriertes Bilderbuch gemacht, das Bernd Stratthaus ins Deutsche übersetzt hat und das handelt über das Ausschließen und das Aufnehmen.
Der Clou des Buches ist es, dass die Handlung, je nachdem ob man es von vorne nach hinten oder von hinten nach vorne liest, zwei völlig unterschiedliche Verläufe nimmt.

Da sitzen drei Seehunden auf ihrem Felsen. Wie lange dieser Felsen schon ihr Zuhause ist, wissen wir nicht, klar ist nur, sie betrachten ihn als ihr Eigentum. Als andere Seehunde angeschwommen kommen und sagen, hier sie doch noch viel Platz für andere, sagen die einheimischen Seehunde: das ist unser Platz. Ihr wollt hier nur stören. Ihr seid nicht willkommen. Sie wollen ihren Platz nicht mit anderen teilen.

So geht die Geschichte, wenn man sie von vorne nach hinten anschaut. Doch auf der letzten Seite werden die das Buch betrachtenden Kinder aufgefordert, das Buch noch einmal von hinten nach vorne zu lesen. Und wenn man das tut, nimmt die Geschichte eine ganz andere Wendung.

Jede Geschichte hat also zwei Seiten, immer gibt es auch die andere Möglichkeit. Man kann sich verschließen und man kann sich öffnen.

Ein Bilderbuch, das anregt über Gespräche zu Themen wie Teilen und Mitgefühl, aber auch zu aktuellen Parallelen über Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen müssen und bei uns einen Ort suchen, wo sie und ihre Kinder sicher sind.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.