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odile

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Insgesamt 139 Bewertungen
Bewertung vom 22.11.2025
Neitz, Marika

Das Forsthaus


ausgezeichnet

Spannende Cold Cases im Westerwald - Marika Neitz führt uns in ihrem gelungenen Krimidebüt in ein abgelegenes Dorf im Westerwald. Dort stößt die neu zugezogene Journalistin Katharina Bach auf zwei Cold Cases, bei denen sie sich fragt, ob die wahren Täter verurteilt wurden. Mit ihrer Recherche wirbelt sie gewaltig viel Staub auf und gerät in tödliche Gefahr ...

Im kleinen Wallfahrtsort Mariensicht hat der Berliner Architekt Philip ein heruntergekommenes Forsthaus ohne Wissen seiner Frau gekauft. Katharina wünscht sich sehnlichst ein Kind. Nachdem sie auch die kleine Emma kurz nach der Geburt verloren hat, ist sie psychisch wie physisch schwer angeschlagen. Für einen Streit mit Philip fehlt ihr die Kraft und so akzeptiert sie sein Handeln. Das zukünftige Heim entpuppt sich als Tatort eines Mordes, der vor zehn Jahren geschah. Die damals 75-jährige Flora soll ihren Mann Rudi nach jahrzehntelanger Ehe brutal ermordet haben. Um sich abzulenken, beginnt die Journalistin in dem Altfall zu recherchieren. Dabei stößt sie auf Ungereimtheiten und eine Mordserie, der acht kleine Mädchen zum Opfer fielen. Obwohl ihre Recherchen bei den Einwohnern auf Ablehnung stoßen, lässt sich Katharina nicht beirren. Prompt wird sie persönlich attackiert. Ist sie dem wahren Mörder zu nahe gekommen?

Die Autorin begibt sich mit „Das Forsthaus“ in ein neues Genre. Marika Neitz schreibt flüssig, klar und bildhaft. Mühelos gelingt es ihr eine düstere Atmosphäre zu schaffen, die im Jetzt und noch mehr in den Rückblenden dominiert. Gerade die Vergangenheit wird von häuslicher Gewalt und Verbrechen an Kindern geprägt. Das ist teilweise schwere Kost, die nicht einfach zu verdauen ist. Abseits der Gewalt fand ich die Beschreibung vergangener Jahrzehnte, mit Informationen über die Sprache der Blumen, Riten der katholischen Kirche, Brauchtum oder die Region, leicht lesbar und gut recherchiert.

Mit der Journalistin Katharina hat der Krimi einen spannenden Hauptcharakter. Sie war mir zunächst fremd, wie sie waidwund alle Übergriffigkeiten ihres unsympathischen Manns erduldete und beflissen jeden Streit vermied. Doch mit der Zeit gelingt es ihr, zu ihrer inneren Stärke zurückzufinden. Darin ähnelt sie Flora, die noch ganz anderes erdulden musste. Denn Rudi war ein grausamer Tyrann, dem es Spaß machte, seine Frau zu quälen und zu erniedrigen. Dagegen wirkt der manipulative, egoistische Philip fast harmlos. Auch die übrigen Protagonisten konnten mich überzeugen.

Schließlich werden beide Cold Cases gelöst und alle offenen Fragen beantwortet. Vorher nimmt die Erzählung einige Wendungen und präsentiert verschiedene Verdächtige, bis ganz am Schluss noch eine dicke Überraschung wartet. Die Spannung wird durchgehend gehalten und der Leser zum Mitraten veranlasst. Da Krimis zu meinen Lieblingsgenres zählen, habe ich auch gegrübelt und lag mit einigen Vermutungen richtig. Dadurch wurde mein Lesevergnügen nicht geschmälert. Ich habe mich nur zu Beginn der Geschichte mit Katharina und ihrem Verhalten etwas schwergetan. Trotzdem habe ich weitergelesen. Der Krimi zog mich bald in seinen Bann und die weitere Handlung hat mir die Journalistin näher gebracht. Jetzt hoffe ich, dass „Das Forsthaus“ den Auftakt zu einer Reihe mit Katharina als Ermittlerin bildet.
4,5 Sterne

Bewertung vom 20.11.2025
Tewes, Bernhard

Glimmer


ausgezeichnet

So wird der Alltag harmonischer - Mittlerweile kennt jeder den Begriff Trigger. Die Psychologie benennt damit einen Auslöser, der Menschen nach einem Traumaerlebnis, erneut in diesen schrecklichen Gefühlszustand zurückversetzen kann bis hin zu einer Panikattacke. Inzwischen wird der Begriff Trigger auch in der Alltagssprache verwendet. Hier bezeichnet er negative Reize, die bei uns unangenehme Gefühle wie Angst, Wut oder Stress auslösen. Um diese Art von Trigger bzw. deren Gegenspieler geht es im Buch „Glimmer“.
Der Autor Bernhard Tewes arbeitet als Hypnosetherapeut und Heilpraktiker für Psychotherapie. Seine eigene Geschichte mit Burnout, Depression und Abhängigkeiten veranlassten ihn, diesen Berufsweg zu wählen.
In seinem Ratgeber erläutert uns der Autor, was Trigger sind, wie sie wirken und was wir ihnen entgegensetzen können. Mittels Fallbeispielen und anhand seiner eigenen Geschichte beschreibt er die Vielfalt an Triggern und ihre teilweise verheerenden Folgen. Wir erfahren auch, warum wir für negative Reize anfälliger sind als für positive. Glücklicherweise gibt es Methoden und Werkzeuge, mit denen die Triggerfalle erkannt, vermieden oder überwunden werden kann.
Dafür setzt Bernhard Tewes auf die sogenannte 3 E-Formel:
Erkenntnis „Ich mache das jeden Tag“
Einsicht „Ich habe ein Problem“
Entschluss „Ich will es abstellen“
Der Weg aus der Falle erfordert mehrere Maßnahmen. Wir müssen lernen, unangenehme Gefühle auszuhalten und mit ihnen umzugehen, anstatt sie zu betäuben. Dann gilt es, den eigenen Glimmer-Typ zu entdecken. Welche positiven Trigger gibt es für uns persönlich? Danach können wir beginnen, diese in unser Leben zu bringen und dort zu verankern.
Der Autor gibt uns Werkzeuge, um unser Ziel zu erreichen und dauerhaft zu halten. Hilfsmittel sind u.a. per QR-Code abrufbare Erklärvideos, praktische Übungen an den Kapitelenden oder Sätze für Selbstsuggestion.
Die Sprache ist gut verständlich, flüssig, lesbar und praxisnah. "Glimmer" unterscheidet sich angenehm von marktschreierischen Selbsthilfebücher, die das „Blaue vom Himmel“ versprechen. Seinen Lesern begegnet der Autor auf Augenhöhe. Bei schwerwiegenden psychischen oder körperlichen Problemen empfiehlt Bernhard Tewes verantwortungsbewusst professionelle medizinische oder psychotherapeutische Hilfe.
Mich haben vor allem die Stichworte Revivifikation und Low-stake-Kreativität mit dem entsprechenden Content angesprochen, da ich diese noch nicht kannte. Damit komme ich zu einer weiteren Stärke des Buchs. Es hat mich zur Eigenrecherche angeregt.
Naturgemäß entdecken Menschen, die sich bereits mit persönlichem Wachstum und ähnlichen Themen beschäftigen, bei der Lektüre weniger Neues als Einsteiger in diese Materie. Doch ich denke, für beide Gruppen ist „Glimmer“ ein lesenswertes Sachbuch.
4,5 von 5 Sternen.

Bewertung vom 10.11.2025
Thynne, Molly

Eingeschneit mit einem Mörder (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Mörderische Weihnacht - Die Autorin Molly Thynne hat ihren Kriminalroman „Eingeschneit mit einem Mörder“ 1931 geschrieben. Als großer Fan des Goldenen Zeitalters dieses Genres war ich sehr gespannt auf ihr Buch und wurde nicht enttäuscht.

Kurz vor Weihnachten herrscht ein ungewohntes Schneechaos in England. Der junge Angus Stuart startet trotz bedrohlicher Unwetterwarnungen in seinen Winterurlaub, wird aber von unpassierbaren Straßen zum Stopp in einem alten Dorfgasthaus, der „Arche Noah“ gezwungen. Da es anderen Reisenden ähnlich ergeht, befindet sich dort bald eine bunt zusammengewürfelte Gesellschaft. Und es schneit weiter. Schon in der zweiten Nacht geschehen zwei Verbrechen. Ein kostbarer Gürtel aus Smaragden wird gestohlen und der unangenehmste Gast, ein ehemaliger Major, erschlagen. Der örtliche Constable Bates muss auf sich gestellt ermitteln, da die Schneemassen die Anreise der Spezialisten von Scotland Yard verhindern.

Der vorliegende ist der erste von drei Fällen, in denen Dr. Luke Constantine, ein bekannter Schachexperte, als Amateurdetektiv der Polizei unter die Arme greift. Er ist zwar kein Belgier, aber Halb-Grieche, distinguiert, höflich und sehr intelligent. Die Fähigkeit, durch seine angenehme, sympathische Art, Menschen zum Reden zu veranlassen, verhilft ihm neben seiner ausgezeichneten Beobachtungsgabe zu nützlichen Informationen. Der bodenständige Handlungsreisende Soames und Angus Stuart, ein junger Autor, fungieren als seine Watsons.

Die übrigen Reisenden sind Vertreter der verschiedenen Gesellschaftsschichten. Der snobistische, ziemlich tumbe Lord, die alternde Witwe, die juwelenbehangen jeden Dieb provoziert, die ältlichen Schwestern, die sich vor ihrem eigenen Schatten fürchten, die mondäne Alleinreisende, die ein Geheimnis umgibt, der trunksüchtige ehemalige Offizier, der sich jeder alleinstehenden Frau aufdrängt und andere mehr. Diese Protagonisten verfügen über wenig psychologische Tiefe und bedienen auch einige Klischees, doch das hat mich nicht gestört.
Die Atmosphäre ist herrlich nostalgisch, mit knisternden Kaminfeuern, Telefonieren beim Postamt, limitiertem heißem Badewasser, mit Bridge und Billard als angemessenen Mitteln der Zerstreuung. Wie erwartet ist die Sprache etwas antiquiert, aber sehr gut lesbar, flüssig und mit britischem Humor versehen. Die Autorin versteht es hervorragend, eine Reihe von Motiven und Verdächtigen zu generieren. So entsteht Spannung und der Leser wird zum Miträtseln veranlasst.

Molly Thynne hat einen klassischen Whodunit-Krimi geschrieben, worauf schon der Originaltitel „The Crime at the Noah’s Ark“ hinweist. Nur dass diese Arche sehr weitläufig ist, ein alter Landgasthof mit vielen Winkeln, mehreren Stockwerken, Treppen und Abstellkammern. Dazu noch Scheunen im Außenbereich. Ein in sich zwar geschlossenes, aber weitläufiges Terrain, das unseren Amateurdetektiven mehrere schlaflose Nächte beschert.

Letztlich werden die Fälle dank Dr. Constantine, seiner Watsons und der späten Unterstützung des Yards gelöst, die Täter ermittelt und der wahre Mörder zum Tod am Galgen verurteilt.

Molly Thynne hat zwischen 1928 und 1933 sechs erfolgreiche Kriminalromane geschrieben. Sie war finanziell unabhängig, ist viel gereist und hat nie geheiratet. Es ist bedauerlich, dass eine Autorin wie sie in völlige Vergessenheit geraten ist. Ihre Kritiker haben Molly Thynne seinerzeit in derselben Liga wie Agatha Christie gesehen. Obwohl ich diese Meinung nicht ganz teile, finde ich es erfreulich, dass der Dörlemann Verlag dieses „Schätzchen“ der Kriminalliteratur jetzt herausgebracht hat.

Bewertung vom 07.11.2025
September, Wolf

Hunter B. Holmes - Mord unter dem Weihnachtsbaum (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Wer ermordete den Weihnachtsmann? - Mit „Hunter B. Holmes – Mord unterm Weihnachtsbaum“ ist Autor Wolf September ein sehr unterhaltsamer Cosy Crime mit viel weihnachtlicher Atmosphäre gelungen. Die Tätersuche war spannend und lud zum Mitraten ein. Und die anheimelnde Stimmung macht bereits Anfang November Lust auf Weihnachtsdeko.

Inspektor Hunter Holmes und sein Partner Steven lieben beide Weihnachten und bewundern gemeinsam die stimmungsvolle Dekoration im Londoner Kaufhaus Bradleys. Das Christmas Wonderland ist genau der richtige Ort, um sich den schönsten Weihnachtsbaumschmuck zu besorgen. Hunter entdeckt dort auch den Kaufhausweihnachtsmann, dem die Kinder ihre Wünsche ins Ohr flüstern. Nichts weist darauf hin, dass der Inspektor diesen Santa wenige Stunden später als grotesk arrangiertes Mordopfer wiedersehen wird …

Wer ermordet den Weihnachtsmann? Diese Frage stellen sich Hunter und sein Kollege David als sie im Bradleys vor der Leiche von Tom Carter stehen. Wie sich bald herausstellt, hatte dieser Santa nicht nur Fans. Ein Eklat bei der Weihnachtsfeier des Kaufhauspersonals am Vorabend könnte die Gewalttat provoziert haben. Doch die Mörderjagd erweist sich als schwierig. Und privat sucht Hunter immer noch das passende Weihnachtsgeschenk für Steven.

Wolf September schreibt flüssig, direkt und humorvoll. Die Geplänkel zwischen Rechtsmediziner „Dr. Doolittle“ Lee und Hunter haben mich schmunzeln lassen. Ebenso Godrics weise Sprüche. Holmes und die anderen Charaktere überzeugen und ergänzen sich sowohl bei der Arbeit wie im Privatleben.

„Hunter B. Holmes – Mord unterm Weihnachtsbaum“ ist der 5. Teil der Reihe und lässt sich unabhängig von seinen Vorgängern lesen. Für mich war es der erste Band und ich habe mich problemlos zurechtgefunden.

Der Mord wird am Ende logisch aufgeklärt und alle offenen Fragen beantwortet. Trotz eifrigen Kombinierens habe ich den Täter und sein Motiv dieses Mal nicht erraten. Doch auch ohne meine Hilfe schnappen Hunter und David den Weihnachtsmannkiller. Wenigstens lag ich richtig mit meiner Ahnung bezüglich des Geschenks für Steven. Der Krimi endet am heimeligen Weihnachtsabend mit geladenen und überraschenden Gästen. Ich konnte förmlich den Duft der Weihnachtsplätzchen riechen und die leckere Schokolade mit Vanille schmecken.

„Hunter B. Holmes – Mord unterm Weihnachtsbaum“ ist ein gelungener, unterhaltsamer Cosy Crime mit stimmungsvollem Weihnachtsflair und britischem Humor.

Bewertung vom 06.11.2025
Griffiths, Elly

Manche Schuld vergeht nie (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Zeitreisen im Dienst polizeilicher Ermittlungen? - Der britische Justizminister Isaac Templeton wünscht, dass der Ruf seines Ururgroßvaters Cain reingewaschen wird. Dafür beauftragt er eine Spezialabteilung der Polizei, die für Cold Cases zuständig ist. Erst seit kurzem hat deren Geheimprojekt Erfolg. Dank einer Zeitreise konnten sie einen Altfall aus den 1970ern lösen. Für Templeton soll DS Alison Dawson ins Jahr 1850 reisen. Ali schafft es ins viktorianische London. Doch dann geht etwas schief …

Elly Griffiths ist mir von ihrer Reihe um die forensische Archäologin Ruth Galloway bekannt. Jetzt startet sie eine neue Serie, die meine bevorzugten Genres verbindet: Krimi, Fantasy und Historisches. Ich war sehr gespannt. Der Auftaktband hat meine Erwartungen voll erfüllt.

Was wäre für die Aufklärung ungelöster Altfälle hilfreicher als Zeitreisen? Das sehen Ali, ihr Chef Geoff und vor allem die leitende Wissenschaftlerin Serafina Pellegrini, genannt Jones, genauso. Als Alison durch die „Pforte“ geht und sich dann tatsächlich im London von 1850 befindet, ist sie doch überrascht. Trotz akribischer Vorbereitung erweist es sich für eine moderne Frau als schwierig, sich in die viktorianische Welt einzufügen. Als die geplante „Rückreise“ misslingt, macht sich Ali auf einen längeren Aufenthalt im fremden Zeitalter gefasst. Dabei benötigt ihr Sohn Finn dringend ihre Unterstützung in der Gegenwart. Steht er doch plötzlich unter Mordverdacht.

Der Hauptcharakter, Detective Sergeant Ali Dawson ist eine bemerkenswerte 50-jährige Frau. Mit 19 schwanger, hat sie für Sohn Finns und ihren Unterhalt als Putzfrau gearbeitet, nebenher das Abitur nachgeholt und Geschichte studiert. Jetzt arbeitet sie seit 20 Jahren bei der Polizei. Ihre drei Ehen sind ebenfalls abgehakt. Mittlerweile verzichtet sie darauf, ihre Lover gleich zu heiraten. Einige der Nebencharaktere wie John oder Finn lernt der Leser gut kennen, über andere wie Jones hätte ich gern mehr erfahren. Das ist wohl der Tatsache geschuldet, dass es sich um einen Serienauftakt handelt und die Protagonisten eingeführt werden. Griffiths Sprache ist flüssig, direkt und humorvoll. Wie in der Dr. Galloway-Reihe schreibt sie im Präsens.

Das Phänomen Zeitreisen hat mich schon immer fasziniert, genau wie Charles Dickens. Wie sich herausstellen wird, waren andere auf diesem Gebiet schon früher erfolgreich. Spannend fand ich die Regeln, die bei Zeitreisen zu beachten sind:
1. Wir beobachten
2. Wir bezeugen
3. Wir greifen nicht ein
4. Wir achten auf unsere Sicherheit
Gerade Punkt drei scheint mir in manchen Situationen eine Herausforderung zu sein.

Voraussetzung für den Lesespaß ist natürlich, dass sich der Leser auf die Möglichkeit der Zeitreise einlässt.Wer das kann, wird auf seine Kosten kommen. Was mir dabei wichtig ist und von der Autorin beherzigt wird: Der Lesende weiß stets, ob die Geschichte gerade in der Vergangenheit oder Gegenwart weiter erzählt wird.

Die Kriminalfälle kommen in diesem Buch ein wenig zu kurz, da im Auftaktband alle Protagonisten erst vorgestellt werden und zudem das Thema Zeitreise erklärungsbedürftig ist. Der Mordfall im Jahr 2023 wird aufgeklärt, das Verbrechen in den 1850er Jahren dagegen noch nicht. Außerdem sitzt ein Teammitglied in der Vergangenheit fest. Ich bin schon sehr gespannt, wie es mit Ali und dem Team weitergeht. Werden die Morde im Umfeld von Cain Templeton noch aufgeklärt und alle in ihre Zeit zurückfinden?

Ich freue mich auf die Fortsetzung, die im Original schon vorliegt. 4,5 von 5 Sternen.

Bewertung vom 02.11.2025
Mirow, Benedict

Joshua Jackelby


ausgezeichnet

Eine rasante Abenteuergeschichte im viktorianischen London - 1851. Joshua „Josh“ Jackelby lebt als Straßenkind im viktorianischen London. Ein paar Pence verdient er sich als Zeitungsjunge und mit Hilfsarbeiten für den Arzt Dr. Snow. Eines Abends retten er und seine Freunde das schwer verletzte Opfer eines Überfalls. Infolge dieser guten Tat geraten die Kinder in ein aufregendes Abenteuer, das sie in größte Gefahr bringt und ihr Leben für immer verändern wird.
Benedict Mirow hat mit „Joshua Jackelby“ eine spannende Geschichte geschrieben, die Kinder und Erwachsene gut unterhält und ihnen gleichzeitig historische Fakten jener Zeit vermittelt.

Josh und seine Freunde Charly und Leroy haben einem Erfinder das Leben gerettet. Ihm wurde der Prototyp eines Fluggeräts, des Himmelsseglers, gestohlen. Da die wirtschaftliche Existenz des Professors von dem Erfolg dieser Erfindung bei der gerade stattfindenden Weltausstellung abhängt, heuert er die Straßenkinder an. Sie sollen helfen, die Diebe zu finden. Ein rasantes Abenteuer beginnt, das Josh und seine Freunde auf die Spur eines noch viel gefährlicheren Verbrechens bringt.

Josh und die anderen Straßenkinder führen ein hartes, entbehrungsreiches Leben. Sie sind glücklich, wenn sie etwas zu essen haben und einen trockenen Schlafplatz finden, was nicht immer der Fall ist. Not, Krankheit und Gewalt bestimmen ihr Leben. Die damals herrschenden Verhältnisse werden realistisch beschrieben, wobei manche düstere Szene, die für die Geschichte keine Rolle spielt, entbehrlich wäre. Rassismus, Kinderarbeit, Sklaverei, desolate hygienische Verhältnisse, Gleichgültigkeit gegenüber Schwachen, Seuchen, die Liste der Missstände ist lang und deprimierend.
Die Erzählung ist atmosphärisch dicht geschrieben, meist düster, von nur wenigen kleinen Lichtblicken aufgelockert. Die Charaktere wirken authentisch und überzeugend. Mirows Sprache ist flüssig und anschaulich. Es gelingt ihm hervorragend, Spannung aufzubauen und zu halten. Am Ende kommt es zu einem rasanten Showdown.

Die Geschichte betont die Wichtigkeit von Freundschaft und
Zusammenhalt, die dabei helfen, auch kritische Situationen zu überstehen. Josh ist ein sympathischer Charakter, der über sich hinauswachsen kann und Gleiches nicht zwingend mit Gleichem vergilt. Nein, er vermag seine Handlungsweise zu reflektieren, was ihn davon abhält, in tumber Aggression zu agieren. Gerade diese Einstellung Joshuas, der sich seine Menschlichkeit und Würde bewahrt hat und seine Träume nicht aufgibt, hat mir sehr imponiert. Auch meiner 1o-jährigen Mitleserin hat die Geschichte gefallen, wobei mehrmals Erklärungsbedarf bestand. Zwischendurch war ihr die Atmosphäre etwas zu düster, aber die Neugier, wie es weitergeht, siegte immer. Ihre Favoriten waren neben Josh und Charly, die Hündin Hazel und der Pfauenprinz. Das enge Verhältnis der Kinder zu ihren Tieren hat ihr sehr gefallen.

Schließlich möchte ich auf die hochwertige Ausstattung des Buches, u.a. mit Lesebändchen und historischem Stadtplan hinweisen. Leider weist das Korrektorat Mängel auf.

Insgesamt vergebe ich 4,5 Sterne für diese spannende Geschichte aus einer schwierigen Epoche für alle, die nicht zur Oberschicht gehörten.

Bewertung vom 31.10.2025
Aurel, Anna-Maria

Düstere Abgründe in Saint Rémy (eBook, ePUB)


sehr gut

Grausamer Mord in schöner Umgebung - Zwei Familien wandern in den Hügeln der Alpillen, einem Kalksandsteingebirge im Südwesten der Provence. Als die beiden Söhne in der Höhle eines aufgelassenen Steinbruchs auf Entdeckungsreise gehen, finden sie einen menschlichen Kopf, aufgespießt auf einem Holzpfahl …

Anna-Maria Aurel hat, mit „Düstere Abgründe in Saint Rémy“, bereits den vierten Band ihrer Reihe mit Capitaine Mathieu Dubois als Ermittlungsleiter geschrieben. Für mich war es der erste Band und ich habe mich gut zurechtgefunden.

Wer ist der Tote und wo befindet sich sein Körper? Capitaine Dubois von der Kripo Marseille, kurz PJ, wird mit dem mysteriösen Fall beauftragt. Ihm steht nur ein reduziertes Team zur Seite, denn in Marseille führt ein Kollege gerade eine riesige Ermittlung zu einem Islamisten-Netzwerk durch. Als zusätzliche Unterstützung erhält er den frisch gebackenen Lieutenant Laurent, der vorher als Berufsfeuerwehrmann arbeitete.

Das Mordopfer stellt sich als ehemaliger Polizist heraus, der wegen Korruption und schwerer Misshandlung eines Untersuchungshäftlings entlassen wurde. Eine seiner Ex-Ehefrauen hatte Francis Marchand wegen häuslicher Gewalt angezeigt. Bald rutschte dieser ins kriminelle Milieu ab. Als sich herausstellt, dass eine Frau den brutalen Mord begangen hat, führen die Ermittlungen die Beamten ins psychiatrische Krankenhaus Saint-Paul-de-Mausole, wo sich die Ex-Gattin des Toten aufhält. Dann wird der Sohn des Opfers entführt und die PJ gerät unter Druck ...

Anna-Maria Aurel schreibt flüssig und bildhaft. Ob das malerische Saint Rémy, das schon van Gogh faszinierte, oder das historische Glanum, die Gegend und das Ambiente werden so anschaulich beschrieben, dass man als Leser gleich den Rucksack packen möchte. Die Hauptcharaktere wie Mathieu, Nadia, Martine oder Laurent werden überzeugend beschrieben. Dagegen konnte ich die Handlungsweise einiger Nebencharaktere kaum nachvollziehen.

Die Ermittlungen kommen nur zäh voran. Die Identität des Toten ist zwar bald geklärt, aber dann stagniert die Untersuchung. Aus privaten Gründen muss Mathieu die Ermittlungen vorübergehend abgeben und die Wahl seiner Stellvertretung dezimiert das Team erneut. Überhaupt spielen private Themen eine (zu) große Rolle. Mathieu muss sich um seine Familie kümmern, ein Teammitglied verliebt sich in eine Verdächtige, zwei verhalten sich aus Neid und Frauenfeindlichkeit unprofessionell. Das ist zwar gut geschrieben, geht aber zu Lasten der Spannung.

Die Gelbwesten blockieren das ganze Land und behindern die Ermittlungen zusätzlich. Trotzdem werden beide Fälle, der Mord und die Entführung, letztlich aufgeklärt.

Obwohl mir das Privatleben der Ermittler zu großen Raum einnahm und es mir dadurch an Spannung zeitweise mangelte, hat mich der Krimi gut unterhalten.

Bewertung vom 24.10.2025
Masterman, J. C.

Die Oxford-Tragödie (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Der erste Oxford-Krimi - Francis Wheatley Winn, Dozent und Vizepräsident des St. Thomas-College in Oxford genießt das Abendessen zusammen mit den Kollegen. Heute nimmt ein Besucher aus Österreich, Ernst Brendel, Anwalt und Gastdozent, daran teil. Die angenehme Atmosphäre des anschließenden geselligen Beisammenseins wird jäh zerstört, als im Büro des Dekans ein ermordeter Kollege aufgefunden wird.

„Die Oxford-Tragödie“ wurde von John Cecil Masterman 1933 geschrieben und ist jetzt auch auf Deutsch erhältlich. Meine Erwartungen an einen Kriminalroman aus dem „Goldenen Zeitalter“ wurden voll erfüllt.

Der Anwalt Ernst Brendel ist ein begeisterter Amateurdetektiv, der bereits bei einigen Kriminalfällen mitgearbeitet hat. Mit dieser Erfahrung ist er dazu prädestiniert, im vorliegenden Fall zu ermitteln, zumal sich der durchaus fähige Inspektor Cotter in der geschlossenen Gemeinschaft des Colleges schwertut. Francis Winn unterstützt Brendel als eine Art Dr. Watson bei den Ermittlungen. Die Geschichte wird aus seiner Perspektive erzählt. Aufschlussreich sind Finns Gedanken über die geladene Waffe auf dem Schreibtisch des Dekans, die der geselligen Runde nach dem Abendessen als Thema diente. Oder über die Fragen, die Brendel zu seinen Mordermittlungen gestellt wurden. Seine Selbstreflexionen habe ich gern gelesen. Wenn er grübelt, ob er sich angemessen verhalten hat oder sich wegen seiner Entscheidungen, die er (meist nicht) getroffen hat, grämt. Seine Reaktionen auf das Geschehen, das die Welt, in der er seit 40 Jahren lebt, in den Grundfesten erschüttert, und seine Versuche, damit klarzukommen, werden eindrücklich geschildert. Dadurch ist die Atmosphäre nach der Entdeckung des Mordes eher düster.

Masterman hat einen traditionellen Whodunit-Krimi geschrieben, der in einer nahezu geschlossenen Gemeinschaft spielt und einen überschaubaren Kreis an Verdächtigen aufweist. Sein Schreibstil wirkt etwas altmodisch, wie erwartet, aber gut lesbar und passend.
Neben Winn verfügt nur der Charakter Ernst Brendel über Tiefe, die übrigen Protagonisten sind eher als typische Vertreter ihrer Rollen angelegt.

Warum einen Krimi lesen, der bereits 1933 geschrieben wurde? Zunächst hat mich die beeindruckende Biografie des Autors John Cecil Masterman neugierig auf seine Erzählung gemacht. Zudem war ich gespannt auf den Roman, der als erster Oxford-Krimi überhaupt gilt. Viele sollten folgen. Von Autoren wie Michael Innes oder Edmund Crispin bis hin zur aktuellen Oxford-Krimireihe von Simon Mason. Außerdem liebe ich alte Krimis, vor allem britische. Mich interessiert daran vor allem die Zeitgeschichte. Hier das Universitätsleben in den 1930er Jahren. Da Masterman selbst Dozent in Oxford war, beschreibt er das Setting perfekt.

Der Fall wird nach einigem Rätseln und der Erläuterung mehrerer Hypothesen restlos aufgeklärt. Das Ende zieht sich ein wenig, aber das stört nicht besonders. Für Freunde von actionreichen Krimis mag der Roman eher langweilig sein, ich fand ihn dagegen sehr unterhaltsam. Es ist schade, dass der Autor, der auch Mitglied im legendären Detection Club war (wie Agatha Christie, Dorothy L. Sayers u.a.) nur zwei Kriminalromane geschrieben hat.

Bewertung vom 20.10.2025
Meyer, Lars

Legende der Schattenwächter - Kampf um die magischen Schlüssel


ausgezeichnet

Ein sprechender Kater und spannende Abenteuer ... Hamburg, 1897. Der 15-jährige Armin Sturm führt ein schweres Leben. Seit dem Verlust seiner Frau ist der Vater Nodger, ein gebrochener Mann und sein Sohn versucht, mit Gelegenheitsjobs ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Nach der Arbeit am Hafen wird Armin unerwartet von einem Dämon angegriffen. In dieser Nacht verändert sich sein Leben grundsätzlich. Er verliert den Großvater und kommt zum ersten Mal mit Magie in Kontakt.

„Kampf um die magischen Schlüssel“ ist der spannende Auftaktband der neuen Fantasy-Reihe „Legende der Schattenwächter“ von Lars Meyer. Ich hatte großen Spaß beim Lesen.

Bei dem erfolgreichen Versuch, seinen Enkel vor dem Dämon zu beschützen, hat Hagen Sturm einen tödlichen Herzinfarkt erlitten. Sein Enkel ist überrascht, als er das ansehnliche Erbe in Besitz nimmt. Warum hat der Großvater ihn nie kontaktiert und unterstützt? Im Anwesen der Hagens in Greifheim trifft Armin Nari wieder, die ihm in jener schicksalsschweren Nacht geholfen hat. Ihr fällt es schwer, ihn zu akzeptieren, da sie ihm die Schuld an Hagens Tod gibt. Bei einem Streifzug in den naheliegenden Wald helfen Nari und Armin der mysteriösen Viktoria, die von Kobolden attackiert wird. Bald sehen sich die Drei zur Zusammenarbeit gezwungen, den Damasus, der Dämon, kehrt zurück und nimmt Armins Vater, Naris Tante und Viktorias Angestellte als Geiseln. Als Gegenleistung für deren Leben fordert er die Herausgabe von drei Schlüsseln von den Jugendlichen. Diese öffnen das Dunkeltor, das seit Jahrhunderten die Menschheit vor einer tödlichen Bestie beschützt. Seit vielen Generationen hüten die Familie Sturm und andere Schattenwächter dieses Verlies …

Die Geschichte gewinnt schnell an Tempo und hat mich bald in ihren Bann gezogen. Lars Meyer schreibt flüssig und bildhaft. Seine Charaktere wirken authentisch und er beschreibt anschaulich, was sie bewegt und wie schwer es ihnen fällt, einander zu vertrauen. Doch der gemeinsame Feind zwingt sie zum Handeln und bald ist klar, dass sie nur als Team erfolgreich sein werden. Die facettenreiche Jagd nach den magischen Schlüsseln fesselt und verläuft rasant. Dabei kommen die fantastischen Elemente nicht zu kurz, allein das Transportmittel der Drei ist faszinierend.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive der drei Hauptfiguren erzählt, was mir sehr gut gefallen hat und die Spannung erhöht. Ein Kapitel ist aus Sicht des Gegenspielers geschrieben und lässt erkennen, was ihn auf die Seite des Bösen getrieben hat. Die Atmosphäre ist eher düster, die Rätsel und Abenteuer fordernd. Immer, wenn ein Hindernis überwunden scheint, kommt die nächste Herausforderung.

Nach einer handlungsreichen Odyssee, die Abenteuer, Lebensgefahr und schmählichen Verrat mit sich brachte, finden die Drei zu wahrer Freundschaft. Doch der schwerste Kampf steht ihnen noch bevor und ihr einziger Verbündeter, meine Lieblingsfigur, ist ein magischer sprechender Kater …

Ich lese gern Fantasyromane, oft mit meiner bald 14-jährigen Nichte zusammen, und „Kampf um die magischen Schlüssel“ hat uns beiden gefallen. Es blieben einige wichtige Fragen offen, die uns einer Fortsetzung entgegenfiebern lassen.

Bewertung vom 16.10.2025
Safier, David

Mord unterm Weihnachtsbaum / Miss Merkel Bd.5 (1 MP3-CD)


sehr gut

4879 Geschenke für Kleinfreudenstadt - Wer feiert Weihnachten auf Hawaii? Angela und Achim schon mal nicht. Nachdem sich der Urlaub mit den ewig turtelnden Obamas als Flop erweist, kommen die Merkels gerade noch rechtzeitig zurück nach Kleinfreudenstadt, um dort traditionell Weihnachten zu feiern. Der tote Santa Claus im Kamin stört dabei allerdings gewaltig. Autor David Safier lässt Angela in ihrem fünften Fall an Weihnachten ermitteln. Ein unterhaltsames, aber leider kurzes Abenteuer.

Angela, Achim und Mike freuen sich auf ein gemütliches Weihnachtsfest in der Uckermark: Nachdem sich Ferien mit Michelle und Barack samt Gemüse-Protein-Shakes und Jet-Skifahren als wenig prickelnd entpuppt hatten, locken jetzt Glühwein und Gänsebraten. Der Fund eines toten Weihnachtmanns im heimischen Kamin beschert ihnen ein ungewolltes Wiedersehen mit dem selbsternannten Starkommissar Hannemann und Gerichtsmedizinerin Dr. Radzinski. Wie zu erwarten, stuft der laut Angela "Andy Scheuer unter den Kommissaren" den toten Santa Claus als Unfallopfer ein. Weit mehr als dieses Urteil schockiert die Merkels, dass Hannemann und Radzinski, neuerdings ein Paar, die Kosenamen der Merkels, Puffel und Puffeline, gekapert haben. Der Kommissar und sein sprödes Herzblatt haben es eilig, in den gemeinsamen Weihnachts-Wellness-Urlaub zu entschwinden. Also bleibt Angela nichts Anderes übrig, als selbst zu ermitteln.

Das Opfer Egon Kerner war der einzige buchbare Santa Claus in Kleinfreudenstadt. Ein Weihnachtsfreak und leider auch ein Erpresser, der seine ehrenamtliche Konkurrenz so ausschalten wollte. Hauptverdächtige sind also die drei Amateur-Weihnachtsmänner von Kleinfreudenstadt und die Bürgermeisterin, als einzige Weihnachtsfrau. Angela ermittelt unter Hochdruck, denn bis Heiligabend soll der Täter gefasst sein ...

David Safier lässt Miss Merkel in einem neuen Fall ermitteln. Auch dieses Mal nimmt die Amateurdetektivin einiges auf sich, nicht zuletzt ein Wetttrinken. Der Autor schreibt flüssig und humorvoll, wie gewohnt. Speziell die kleinen Spitzen gegenüber Angelas politischen Mitstreitern sorgen für Schmunzeln, bspw. Macrons originelle Weihnachtsgeschenke der letzten 5 Jahre. Auch Achim und Mick sind wieder mit von der Party. Die anderen gewohnten Protagonisten werden nur erwähnt wie Marie und Adrian oder haben nur kurze Auftritte wie Hannemann und Radzinski. Überhaupt ist dieser Fall recht knapp geraten und schnell gelöst. Auch die Spannung kam etwas zu kurz, selbst für einen Cosy Crime. Das können die weihnachtliche Stimmung und die perfekte Nana Spier nicht ganz ausgleichen.

Grandios fand ich erneut die großartige Sprecherin Nana Spier, die die Figuren so vielseitig und treffend interpretiert, dass ich sie mühelos unterscheiden konnte. Auch den Humor transportiert sie wunderbar. Ein wahres Hörvergnügen.

Der Fall wird restlos aufgeklärt und das Buch endet in harmonisch weihnachtlicher Stimmung. Der kleine Adrian spielt mit seinem heißersehnten Bone Crusher Transformer, Mikes Gäste feiern begeistert mit seiner Familie und den Merkels. Puffel überrascht seine Puffeline mit einem kostbaren Geschenk. Und Angela? Schämt sich, weil sie kein Geschenk für ihren Liebsten hat. Doch sie hat die Rechnung ohne den Weihnachtsmann gemacht.

Zwar war die Geschichte dieses Mal recht kurz und nicht besonders spannend, trotzdem hat sie mich gut unterhalten und schmunzeln lassen. Auch die festliche Stimmung passt am Ende. Deshalb werde ich das Hörbuch an Weihnachten wieder anhören.

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