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Büchermoni

Bewertungen

Insgesamt 38 Bewertungen
Bewertung vom 19.08.2025
Lühmann, Hannah

Heimat


ausgezeichnet

Jana scheint in einer Lebenskrise zu sein, als sie mit ihrem Mann Noah und den zwei kleinen Kindern aufs Land zieht. Leichtfertig hat sie ihre Arbeitsstelle gekündigt und sie ist mit ihrem dritten Kind schwanger. So langsam zeigt sich, dass Noah mit diesen Veränderungen immer unzufriedener wird. Ein Lichtblick ist Karolin, die sie quasi in dieser Situation auffängt. Und Karolin lebt Jana ein anderes Leben vor. Als Mutter von fünf Kindern scheint sie als GanztagsHausfrau ihren Alltag quasi mühelos und zufrieden zu meistern. Jana ist beeindruckt von dieser Lebensform, auch wenn sie sich langsam einer rechten Gesinnung nähert. Ihr gemeinsames Leben mit Noah wird auf eine harte Probe gestellt.
Die Autorin hat es gut verstanden zu beschreiben, wie sich das Leben von Jana ganz schleichend verändert. Die Charaktere sind treffend beschrieben. Der Leser steht zu jeder Zeit daneben und verfolgt, wie Jana in den Sog der neuen Freundin gerät.

Bewertung vom 19.08.2025
Myst, Magnus

Das kleine Böse Buch 8: Interaktiver Lesespaß ab 8 Jahren vom Spiegel-Bestseller-Autor (Das kleine Böse Buch, Bd. 8)


ausgezeichnet

Spooky ist bereits der achte Band aus der Reihe um das kleine Böse Buch. Und auch hier geht es wieder ganz schön schaurig zu. Das Konzept ist sich treu geblieben. Der junge Leser ist Teil der Geschichte, muss Rätsel lösen um auf der richtigen Seite dann weiterblättern zu können. Das kann manchmal ganz schön knifflig sein. Magnus Myst ( der Schreiber) und Thomas Hassung ( der Illustrator) haben wieder den Nerv getroffen, um Kinder ab 8 Jahre für das Lesen zu be-Geist-ern. Durch das Interaktive wird die Geschichte richtig abwechslungsreich und nach der Auflösung der Rätsel und dem Blättern werden die neugierigen Kids natürlich weiterlesen. Schließlich will man ja auch wissen, ob das kleine böse Buch mithilfe von Geisterdetektiv Edgar endlich zum echten Geisterbuch wird. Aber beinahe geht etwas schief. Vielleicht spielt Edgar doch ein falsches Spiel?

Bewertung vom 19.08.2025
Allende, Isabel

Mein Name ist Emilia del Valle


sehr gut

Isabel Allendes starke Protagonistin Emilia del Valle wächst wohlbehütet in San Francisco auf. Schon in jungen Jahren beginnt sie, das Schreiben zu lieben, allerdings unter dem männlichen Pseudonym Brandon J. Price und bekommt eine Anstellung als Journalistin bei einer Tageszeitung in San Francisco. Zusammen mit ihrem Kollegen Eric reist sie nach Chile um dort über den bestehenden Bürgerkrieg zwischen den Unterstützern des Kongresses und der Regierung unter Präsident Balmaceta zu berichten. Außerdem sucht sie auf Bitte der Mutter ihren leiblichen Vater Gonzalo Andres del Valle. Er ließ 1867 die schwangere, damals noch Novizin, Molly Walsh sitzen und kehrt nach Chile zurück. Emilia findet ihren Vater, erlebt aber auch die furchtbarste Seite des Krieges.
Isabel Allende hat wieder ein ausdrucksstarkes Buch geschrieben. Unter die Haut ging mir die Geschichte des alternden, kranken Vaters und die bedingungslose Liebe zwischen Emilia und Eric.

Bewertung vom 30.07.2025
Dröscher, Daniela

Junge Frau mit Katze


ausgezeichnet

Nach einer Hirn-OP führt Ela kein unbeschwertes Leben mehr. Jetzt, kurz vor ihrem Doktorexamen kämpft sie mit ihren Zivilisationskrankheiten und Neurosen. Allergien, Atemnot, Herzprobleme, Kehlkopfentzündung, fast täglich werfen neue Symptome Ela aus der Bahn. Auch das Verhältnis zu ihrer Mutter ist eigentlich nichts anderes als eine Krankheit. Ela braucht Hilfe. Die sucht sie in der Medizin, bei ihrer Freundin Leo und was toxisch ist, auch bei ihrer Mutter. Zwischen Magenschutz und Hormontabletten, der Angst vor einer Katzenhaarallergie und der noch viel größeren Angst vor der Doktorprüfung, hastet Ela von Untersuchung zu Untersuchung. Ela hat das Schöne am Leben nicht mehr im Blick. Sie hat es schlichtweg vergessen. Ela versteht langsam, das es so nicht mehr weitergehen kann.
Daniela Dröscher hat mit ihrem neuen Buch einen Nerv getroffen. Ruhig und bedacht beschreibt sie Ela und ihr erkranktes Ich. Das Cover bringt sich gut ein in das Leben, das Ela führt. Eingeengt in den Alltag, den sie bewältigen muss.

Bewertung vom 18.07.2025
Claus, Calle

Die drei ??? Kids, Geheimnis um CubeMax


ausgezeichnet

Die jugendlichen Detektive??? Justus Jonas, Peter Shaw und vor allen Dingen Bob Andrews sind begeisterte Gamer. Und so ist es selbsverständlich, dass die Drei auf die Messe des unter Gamern bekannte Dale Dice gehen, der sein neues Spiel CubeMax vorstellen will. Doch schon bald merken die drei Freunde, dass hier doch einiges im Argen liegt. Vor allen Dingen ist Dales Kompagnon Noah spurlos verschwunden. Anscheinend ist er in der Minecraft-Welt gefangen. Diese Welt besteht nur aus Blöcken. Die drei Detektive wittern dort ein Verbrechen und stürzen sich in diese Welt und auch ins nächste Abenteuer.

Wer die drei Fragezeichen, Comics und Minecraft liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Denn in diesem Buch, das zum größten Teil in dieser Minecraft-Welt spielt, wechseln sich Text-und Comicseiten ab. Die Idee um die drei Fragezeichen Kids gefällt mir sehr gut. Geschichte und Illustrationen top.

Bewertung vom 16.07.2025
Hauff, Kristina

Schattengrünes Tal


ausgezeichnet

Wer ist diese unbekannte geheimnisvolles Frau, die sich erst in das Hotel von Lisas Familie einquartiert und dann auch noch ungeniert in ihr Leben einmischt? Stück für Stück manipuliert Daniela Arnold geschickt das Leben der ganzen Familie. Lisas Vater Carl, Hotelbesitzer und eher kränklich, blüht in Danielas Nähe auf. Alles was Lisa im Leben wertvoll und wichtig ist, wird von Daniela manchmal unterschwellig, oft offensichtlich geblockt und niedergemacht, übernommen oder gemobbt. Und auch Lisas Mann Simon verhält sich immer seltsamer und wird von Daniela vereinnahmt. Und schon bald kommen schreckliche Dinge ans Licht, die das Leben der Familie, in dem einst so romantisch gelegenen alten Forsthaus, aus den Bahnen wirft.
Sensationell gut und packend beschreibt Kristina Hauff die Vorgänge und Manipulationen, die im Leser fast kriminelle Gefühle auslösen. Man möchte dieser Daniela die Pest an den Hals wünschen. Und Lisa tut einem nur leid. Mit Abstand für mich die beste Sommerlektüre und ein besonderes Highlight im Bücherregal.

Bewertung vom 07.07.2025
Teige, Trude

Wir sehen uns wieder am Meer


ausgezeichnet

Im Jahr 2023 erhält Juli, die Enkelin von Thekla Bjerke einen Anruf von einer unbekannten Frau. Sie stellt sich als Anna Borch, die Großnichte von Birgit, einer Freundin der Großmutter vor. Sie berichtet, dass Birgit in den Nachkriegsjahren als amerikanische Agentin in Moskau gearbeitet haben soll. Sie erzählt auch von Nadia, einer Freundin Birgits. Zwei ergreifende Frauenschicksale im Weltkrieg.
Mit "wir sehen uns wieder am Meer" hat Trude Teige nun den letzten Teil der "Großmutter -Trilogie" geschrieben. Die Geschichte um Thekla hat mich wieder sofort in ihren Bann gezogen. Enkelin Juni erzählt aus den Leben der Großmutter und den Freundinnen Birgit und Natja am Ende des zweiten Weltkrieges und den Jahren danach.
Ohne diesen fürchterlichen Krieg, könnte alles so unbeschwert sein, wie auf dem Buchcover abgebildet. Kann Großmutter mit ihren Freundinnen jemals wieder im Regen tanzen?

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 07.07.2025
Krügel, Mareike

Inseltage mit Rosa


ausgezeichnet

Seit Rosa nicht mehr da ist, gibt es für Linnea nur noch schwarze Tage. Seit Rosa nicht mehr da ist, geht sie auch nicht mehr zur Schule. Linnea trauert um ihre Freundin. So sehr, dass Rosa und Linnea sich in besonderen Momenten so nahe sind, dass sie beisammen sein können. Lila und Rosa. Auch als Linnea ein Wochenende bei ihrer Oma auf einer Schäreninsel verbringen soll. Ist Rosa dabei. Das Mädchen kennt ihre Oma kaum. Doch Oma ist einfühlsam, bringt Linnea auf andere Gedanken und macht lustige Reime. Doch am nächsten Tag zieht ein Sturm auf und die beiden sind von dem Rest der Welt abgeschieden. Mit zwei Packungen Haferflocken und vier Liter Milch. Ein Glück, dass Oma so viele verschiedene Namen für Haferbrei hat. Und Rosa ist ja auch noch da. Aber langsam gelingt es Linnea zu erkennen, dass sie loslassen kann.
Eine berührende Geschichte über Trauer, Tod und Loslassen ohne zu vergessen. Behutsam und tröstlich erzählt für Kinder und Erwachsene.

Bewertung vom 07.07.2025
Knecht, Doris

Ja, nein, vielleicht


ausgezeichnet

Ein wackelnder Backenzahn bringt sie völlig aus dem Lebenskonzept. Obwohl die "Ich-Erzählerin" erst Mitte Fünfzig ist, wird ihr doch hiermit bewusst, dass das Leben vergänglich ist, genauso wie ihr Backenzahn. Als sie ihre Stadtwohnung ihrer Schwester für einige Zeit überlässt und sie in ihr Häuschen auf dem Land zieht, begegnet sie im Ort ihrer Jugendliebe Friedrich wieder. Apropos Lebenskonzept. Plötzlich scheint es , dass sie doch einiges überdenken kann und vielleicht auch ändern will. Mit Friedrich - Ja, Nein , Vielleicht. Alles wäre denkbar. Auf jeden Fall, das steht fest, verliert sie ihren Zahn. Doch Friedrich verlieren?
Die angenehme und flüssige Schreibweise macht das neue Buch von Doris Knecht "Ja, Nein, Vielleicht" lesenswert. Für mich auf jeden Fall ein eindeutiges JA. Das Cover passt zur Geschichte und gefällt mir genauso gut.

Bewertung vom 23.06.2025
Chapman, Linda;Kessel, Carola von

Sternenschweif, 3, Das Zauber-Zebra


ausgezeichnet

Noch weiß niemand, dass Lauras Pony Sternenschweif durch Magie nachts zu einem wunderschönen Einhorn wird. Außer Laura selbst. Denn dafür braucht sie einen besonderen Zauberspruch. Dann kann sie mit Sternenschweif durch die Nacht reiten und fliegen. Mit ihrer Familie ist sie vor einiger Zeit auf einen Bauernhof gezogen und hat dieses Pony bekommen. Bei einem Kostümreitfest lernt Laura und ihre Freundinnen Mel und Jess das Mädchen Marta und ihr Zebra-Pony Sonnenwind kennen. Schon bald bemerkt Laura die besondere Ausstrahlung, die von beiden ausgeht. Und tatsächlich: Sonnenwind ist voller Magie. Doch Marta traut sich nicht, den Zauberspruch bei Sonnenwind anzuwenden. Bis nach einem Sturm die Hilfe zweier Einhörner doch dringend gebraucht wird.
Am neuen Buch über Laura und ihrem zauberhaften Sternenschweif gefällt mir optisch das schöne Glitzercover und die anderen Illustrationen. Der Text für geübte Erstleser ist spannend und gut verständlich.