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Archer1

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Insgesamt 53 Bewertungen
Bewertung vom 21.11.2025
Killick, Jennifer

Dread Wood. Tödliches Nachsitzen


ausgezeichnet

An einem Samstag haben vier zwölfjährige Schüler der Dreadwood High so richtig Pech: Sie müssen nachsitzen. Widerwillig lassen sie sich an diesem verregneten Tag von ihrem Lehrer Mister Canton durch das große Tor führen, das hinter ihnen sofort wieder abgeschlossen wird. Als plötzlich nicht nur ihr Lehrer vor ihren Augen verschwindet und krabbelige Gruselviecher Jagd auf sie machen, müssen sie lernen zusammenzuarbeiten - oder sie werden sterben. Dabei ist es von Vorteil, dass die vier so unterschiedliche Charaktere sind: Der Einzelgänger Angelo ist ein Nerd, Callie die Revoluzzerin, Naira die Streberin und Gus der coolste Draufgänger ever.

Ich kann euch nicht sagen, wie sehr ich dieses (Hör)Buch von Anfang an geliebt habe. Der Sprecher macht einen fantastischen Job und die Autorin führt uns in ein Szenario, das man schon als Erwachsener hassen würde, geschweige denn, sie so gut schlagen könnte wie die vier. Die Kids sind trotz ihrer Fehler und Jugend hochsympathisch. Sie reflektieren und arbeiten zusammen auf Augenhöhe. Wie sie mit sowohl der tierischen als auch der menschlichen Bedrohung umgehen, ist so temporeich und einfühlsam und spannend erzählt, dass ich am liebsten auf der Stelle das zweite (Hör)Buch der Reihe haben möchte. Einen Kritikpunkt habe ich: Itsy bitsy spider muss kein Mensch übersetzen und schon gar nicht mit Imse bimse Spinne. Es ist eher ein unfreiwilliger Lacher, aber dafür ziehe ich nicht mal einen halben Punkt ab. Tolles Kinderabenteuer!

Bewertung vom 20.11.2025
Bovalino, V. L.

The Second Death of Locke


sehr gut

Vor sechzehn Jahren verschwand die Insel von Locke spurlos durch eine gewaltige Katastrophe und damit auch fast die gesamte Magie im Reich. Nur, wenn sich jetzt zwei Leute zusammentun - die Quelle und ein Magier - kann Magie gewirkt werden. Viele Kriege zerreißen die Ländereien und jeder versucht, einen Vorteil für sich herauszuholen. Als das Gerücht umgeht, der Erbe von Locke (und damit der Magie) wäre noch am Leben, machen sich mehrere Nationen auf, sich diesen gewaltigen Vorteil zu sichern. Grey Flynn, eine Quelle, und ihr Magier und bester Freund Kier werden auf eine Selbstmordmission geschickt, mit einer kleinen Truppe diesen Erben zu finden und ins eigene Lager zu bringen. Was außer Kier und Grey niemand weiß: Sie sind die Einzigen, denen bewusst ist, dass der Erbe nicht echt ist ... und Lockes Erbe näher ist, als man denkt.

Das ist mal eine einzigartige Geschichte, wie man sie heutzutage nicht mehr oft vorgesetzt bekommt. Sie beinhaltet ein Magiesystem, das mir so noch nicht untergekommen ist und ein düsteres Militärsetting mit Blut, Kampf und Leid. Ich mochte die Charaktere sehr. Grey versucht irgendwie, unter dem Radar zu fliegen (nicht, dass es in dieser Welt eines gäbe) und Kier ist eine wunderbare green flag. Ihr Verhältnis als Friends turned Lovers war schön mitzuerleben, nicht kitschig, sondern immer von Vertrauen und Gleichberechtigung geprägt. Auch die SoldatInnen ihres Trupps war eine coole Mischung interessanter Charaktere, von denen ich jeden einzelnen mochte. Vielleicht sollten sich queerfeindliche Leute von dem Buch fernhalten, denn hier werden beiläufig und als völlig normal angenehm queere Personen vorgestellt.

Ein bisschen neigte das Buch zwischendurch zur Langatmigkeit, aber alles in allem habe ich das Lesen sehr genossen.

Bewertung vom 28.10.2025
Schoder, Sabine

Der Kuss der Muse / Palace of Ink & Illusions Bd.1


sehr gut

Liv hat in letzter Zeit viel Pech gehabt. Ihr Internetwebtoon läuft nicht richtig und dann wird sie auch noch von der Uni geworfen. Da kommt ihr die gewonnene Freikarte für einen Autorenwettbewerb ganz richtig. Es geht ihr gar nicht darum zu gewinnen, aber sie erhofft sich ordentlich Werbung für ihren Webtoon. Schon auf dem Hinflug nach Korfu trifft sie auf Flame, den geheimnisvollen jungen Mann, der unter Radar bleiben möchte. Als der Wettbewerb losgeht, stellen die Teilnehmenden schnell fest, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht - und dass sie direkt in einen gefährlichen, magischen Wettbewerb gelandet sind, den nur einer von ihnen gewinnen kann.

Ich habe an dieser Geschichte tatsächlich um einiges mehr Spaß gehabt als an dem 1. Band der Romeo-and-Juliet-Society. Das liegt daran, dass Liv einfach viel schlagfertiger und durch die Situationskomik witziger ist. Und ich mag auch fast alle Charaktere, die ich mögen soll, das ist schon mal viel wert. Die Geschichte selbst ist originell und kurzweilig und wartet mit einer interessanten Grundidee auf. Was mich tatsächlich gestört hat, sind die spicy Szenen und diese quasi Instalove. Ich bin mir nicht sicher, ob man mit achtzehn schon echt so scharf auf jemanden ist, dass man alles um sich herum vergisst, selbst Todesgefahr. Alles in allem habe ich jedenfalls Spaß gehabt und möchte wissen, wie es weitergeht.

Bewertung vom 23.10.2025
Craig, Erin A.

Das Dreizehnte Kind


sehr gut

Natürlich ist die Hauptperson Hazel alles andere als einfach. Sie ist das dreizehnte Kind törichter Eltern (O-Ton: ein Gott). Als solches wird sie von den Göttern gefordert. Zuerst von der Ersten Göttin, doch Hazels Vater lehnt ab. Dann von den Vielen, doch wieder lehnt Hazels Vater ab. Als dann jedoch Merrick, der Gott des Todes, auftaucht, stimmt er zu. Dennoch sind die ersten zwölf Jahre für Hazel nicht schön, denn ihre Eltern kümmern sich nicht um sie. Als dann endlich Merrick auftaucht und sie zu sich nimmt, ist sie wieder lange allein, aber sie lernt die Kunst des Heilens. Ihre unglaublichen Fähigkeiten sprechen sich herum und schließlich wird sie an den Hof des Königs beordert. Dort lernt Hazel, dass nicht nur Götter Intrigen schmieden, aber auch die Liebe kennen.

Ich habe das Buch wirklich genossen. Es nimmt sich viel Zeit für Hazels Kinder-/Jugendjahre, aber auch die Beschaffenheit der Welt mit ihren ach-so-menschlichen Göttern. Möglicherweise wird es zwischendurch mal ein bisschen langatmig und ich bin mir nicht ganz sicher, warum Merrick bzw. die Erste Hazel zu dem zwingen wollten, was sie tun sollte. Jemand, der heilt, sollte heilen, nicht töten, oder? Auch wenn man das Mündel des Totengottes ist. Es geht viel um Ethik: Ist es vertretbar, ein Leben zu nehmen, um mehrere oder viele zu retten? Und mir gefällt gut, dass das männliche LI sich im Laufe der Handlung zu einer absoluten Green Flag entwickelt. Mir hat das Buch jedenfalls gefallen, aber es ist eine Lektüre für Ausdauersportler, nicht für Sprinter.

Bewertung vom 17.10.2025
Ohlsson, Kristina

Flammenrad / Gänsehaut in Hovenäset Bd.1


sehr gut

Heidi wird gerade von Pech verfolgt, als sie aus dem Urlaub mit Papa und Jennifer, Papas Freundin, nach Hause kommt. Obwohl ihr Zimmer renoviert werden sollte, ist es noch lange nicht fertig. Als wäre das nicht genug, bekommt sie mit, dass Papa und Jennifer Geldsorgen haben. Zum Glück trifft gerade Bill ein. Bill hat ein Riesenrad, das er am Campingplatz aufstellt, dort aber keinen Platz mehr bekommen hat und jetzt zur Untermiete bei ihnen wohnt. Doch je länger Bill bei ihnen ist, desto seltsamere Sachen passieren. Und Heidis Oma wird auch immer seltsamer: Sie verlangt von Heidi, dass das Riesenrad weg muss, denn sonst passiert was Schlimmes. Schnell überschlagen sich jetzt die Ereignisse in Hovenäset ...

Das Buch ist ein Kindergrusel und deshalb habe ich es zusammen mit meinem Vorlesekind gelesen. Es hat wirklich unheimliche Elemente, die sogar Erwachsenen einen Schauder über den Rücken jagen und mit Heidi eine wirklich sympathische Protagonistin. Es liest sich schnell und ist kindgerecht - solange das Kind nicht zu sensibel ist. Was uns gestört hat, war, dass es keine oder nur wenige Wohlfühlmomente für Heidi gegeben hat. Zwar hat sie zwei Freunde, aber diese Freundschaft wird nicht gut ausgearbeitet und dadurch, dass Heidis Vater und Jennifer sich kaum um sie kümmern und ihre Oma dement ist, gibt es eigentlich keinen Moment zum Durchatmen für sie und damit für die LeserInnen. Mein Vorlesekind fand das sehr belastend. Dazu kommt, dass es kein befriedigendes Ende gibt - möglicherweise klärt sich das in den nächsten Bänden, aber für ein Kinderbuch fände ich ein richtig klassisches fröhliches Ende sehr viel angemessener. Ich hatte noch ein paar Dinge, die ich nicht ganz logisch fand, aber das hat mein Vorlesekind nicht gestört, deshalb runde ich meine 3.5 auf 4 Punkte auf, denn bei diesem Buch ist sie die Chefin. Ihr hat es größtenteils gefallen und sie wäre auch an den Nachfolgern interessiert.

Bewertung vom 15.10.2025
Osman, Richard

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code / Die Mordclub-Serie Bd.5


sehr gut

Morde? Kriminelle Machenschaften? Intrigen, die aufgeklärt werden müssen? Fehlanzeige. Dieses Jahr ging es bei Joyce, Elizabeth, Ron und Ibrahim äußerst gelassen zu. Das ändert sich erst, als die Hochzeit von Joyces Tochter Joanna stattfindet. Einer der besten Freunde des Bräutigams, Nick, wendet sich an Elizabeth. Er kennt ihren Ruf und er möchte, dass sie ihm hilft. Jemand wollte ihn umbringen und da er demnächst an ein riesiges Vermögen kommt, hat er Angst, dass es demjenigen auch gelingen könnte. Doch dann verschwindet Nick spurlos und ausgerechnet seine Partnerin Holly, die eben noch vom Donnerstagsmordclub befragt wurde, stirbt durch die Explosion einer Autobombe. Die vier samt ihrem mittlerweile äußerst weitem Kreis an Freunden und Unterstützern müssen einen Code knacken und einen Mörder finden.

Im Donnerstagsmordclub reinzulesen, ist inzwischen ein bisschen wie nach Hause zu kommen. Dieses Mal war die Freude jedoch ein bisschen verhaltener. Elizabeth kommt nur schwer aus ihrer Trauer um Stephen heraus, Joyce hat den Kopf voll mit der Hochzeit, Ron hat mörderische Familienprobleme und Ibrahim ... nun. Der hat Connie. Wer Connie kennt, weiß, dass er damit voll ausgelastet ist. Und so baut sich zwar wieder ein interessanter Fall auf, der mit vielen Irrwegen gepflastert ist, aber ein bisschen kommt mir der DMC ein bisschen zu kurz. Es werden so viele Charaktere noch zwischenzeitlich abgehandelt, dafür aber einige ganz schön außen vorgelassen. Zu wenig Donna und Chris, selbst Bogdan war hier eher Schoßhündchen als der Mann für alles. Die Auflösung war zwar clever, aber auch ein bisschen antiklimaktisch, wenn man mich fragt. Alles in allem war es zwar schön, aber insgesamt ein etwas schwächeres Buch als die Vorgänger.

Bewertung vom 06.10.2025
Welliver, Melissa

Soulmates and Other Ways to Die


ausgezeichnet

Stell dir vor, seit einiger Zeit ist es klar, dass jeder Mensch einen Soulmate hat und eine App informiert dich auch darüber, solltet ihr euch in der Nähe befinden. Die Crux an der Sache: Wenn einer der beiden Soulmates stirbt, stirbst auch du. Tja. Dumm gelaufen. Findet zumindest Zoey. Zoey ist auf alles vorbereitet, trägt immer einen Notfallbeutel bei sich und weiß sich auch bei Flugzeugabstürzen zu helfen. Als sich ausgerechnet Milo - der wilde, unberechenbare Milo - als ihr Seelenpartner entpuppt, ist sie entsetzt. Sie macht ihm den Vorschlag zu versuchen, ihr Seelenband irgendwie zu lösen. Milo ist einverstanden und die beiden machen sich auf eine rasante Irrfahrt, wobei sie nicht nur die Hintergründe der Seelenverwandtschaft aufdecken, sondern auch in Lebensgefahr geraten.

Oh, ich habe dieses Buch wirklich von Anfang an gefeiert. Es ist einfach so locker-flockig geschrieben, obwohl sofort klar ist, dass man sich in einer Art Dystopie befindet. Und es ist eine Dystopie, die wir eigentlich schon in Amerika und in Ansätzen selbst hier in Deutschland erleben. Ein Multimiliardär kontrolliert quasi den ganzen Staat (und man brauchte wirklich einen Zaunpfahl, um zu erkennen, auf wen damit angespielt wird) und er bzw diejenigen, die er kontrolliert, schrecken auch vor Gewalt und Mord nicht zurück. Die Charaktere sind wirklich liebenswert (zumindest, die, die es sein sollen) und natürlich gibt es ein paar übertriebene Actionszenen, aber mir hat's gefallen. Auf die Thematik "eine Wahl haben" wird starker Fokus gelegt, aber auch auf Freundschaft und Liebe und alles, was dazu gehört. Ich würde dieses Buch wirklich gern verfilmt sehen, empfehle es auch an alle, die einfach locker lassen und eine Dystopie genießen können. 4.5/5 Punkten.

Bewertung vom 22.09.2025
Wills, S.J.

Kein Entkommen / Bite Risk Bd.1


ausgezeichnet

Jede Vollmondnacht läuft in Tremorglade gleich ab: Alle Personen ab etwa 14 Jahre begeben sich in Hochsicherheitskäfige, während die Kinder aufpassen, dass diese verschlossen sind, sie Alarmanlagen überprüfen und ihre Betäubungsgewehre bereitlegen. Denn ab einem bestimmten Alter wird man zu einem Werwolf - wenn auch nur eine Nacht, kann es dennoch gefährlich werden. Sel und seine beste Freundin Elena nutzen diese Nächte meistens, um mit Harold Karten zu spielen. Harold ist der einzige Erwachsene, der immun ist gegen das Werwolfvirus. Doch dann passieren immer mehr mysteriöse Dinge: Ein Summen liegt in der Luft, Tauben greifen einen Teenager an, und Sel und Elena kommen Dingen auf die Spur, die für sie gefährlicher werden als die Werwölfe. Plötzlich ist nichts mehr so, wie es scheint ...

Das war mal ein echt spannendes Kinderabenteuer! Anfangs glaubt man sich in einer originellen Werwolfgeschichte, doch daraus entwickelt sich so viel mehr, dass ich völlig begeistert bin. Obwohl es auf jugendgerechte Art geschrieben ist, werden richtig viele, gute, auch politische Sachen angesprochen, die der Story eine überraschende Tiefe verleihen, obwohl der Schreibstil sehr locker und lässig bleibt. Sel als Ich-Erzähler ist ein mega sympathischer, tollpatschiger Bursche und seine Freundin Elena ein cleveres, starkes Mädchen. Es wird teilweise gruselig, trotzdem immer humorvoll, weil Sel eine hübsch selbstironische Ader hat und selbst die Wendungen haben schließlich Wendungen. Einzig der etwas übereilte Schluss hätte gern ein bisschen ausgearbeitet werden dürfen. Ansonsten kann ich das Buch nur weiterempfehlen und ich freue mich auf das nächste Abenteuer von Sel und seinen Freunden. 4.5/5 Punkten.

Bewertung vom 20.09.2025
Weaks, Charissa

The Witch Collector / Witch Walker Bd.1


sehr gut

Raina hat sich schon vor langer Zeit geschworen, den Frost King und seinen wichtigsten Mann, den Witch Collector, zu bekämpfen. Immerhin hat der Witch Collector ihre Schwester vor acht Jahren mitgenommen, die sie seitdem nicht mehr gesehen hat. Doch dann überfällt der Prinz des Ostens mit seinen Armeen ihre Heimat; fast alle Dorfbewohner werden abgeschlachtet. Wenn Raina überleben und ihre Schwester wiedersehen will, muss sie sich mit dem Witch Collector Alexus zusammenschließen. Doch ihr Weg ist weit und sie sind von allen Seiten von tödlichen Gefahren umgeben und Raina muss erkennen, wer ihre wahren Feinde sind.

Um ehrlich zu sein, habe ich nicht verstanden, warum Raina anfangs so sehr Hass auf den Frost King und den Witch Collector geschoben hat. Es klang nicht so, als wären die Hexen, die er mitnahm, mit Gewalt von ihm gezwungen worden. Von daher kam sie schon mal ein wenig obsessiv rüber. Andererseits lässt das Worldbuilding auch wirklich ein bisschen zu wünschen übrig; vieles wird später mit Götterkriegen und unsterblichen oder langlebigen Zauberern erklärt, aber es kommt ein bisschen spät und ein bisschen lahm daher. Auch stand ich manchmal da und verstand nicht, was passierte. Als Helena wieder in der Höhle auftauchte, in der Raina auf den Witch Collector wartete. hieß es, sie würde von Ostländern begleitet. Das stimmte aber überhaupt nicht, das wurde nie wieder erwähnt und es war auch eindeutig, dass sie allein war. Keine Ahnung, wo da das Lektorat gepennt hat. Was mir jedoch gut gefallen hat, mal davon abgesehen, dass sich Raina gut selbst verteidigen konnte und keine Damsel in distress war, ist, dass sie stumm war und sich mit Gebärdensprache verständigen musste. Außerdem ist Alexus eine mega green flag als Loveinterest, davon könnnen sich einige Romantasy-Bücher eine Scheibe abschneiden. Von daher gibt es für die Geschichte noch einen halben Punkt mehr, somit kommen wir hier auf 3.5/5 Punkten.

Bewertung vom 23.08.2025
Johnson, Maureen

Death at Morning House


sehr gut

Marlowe Wexler trägt einen Namen, der zu einem düsteren Privatdetektiv passen würde, ist aber eine junge Frau von etwa 17 Jahren, die unsterblich in Akilah verliebt ist. Bei ihrem ersten Date schafft sie es, durch eine explodierende Kerze ein Haus abzufackeln. Um auf andere Gedanken zu kommen, nimmt sie einen Sommerjob auf einem riesigen Anwesen an, auf dem Führungen gegeben werden, und das mit einer tragischen Geschichte aus den 30iger Jahren dienen kann. Sie und die anderen Ferienjobber werden von Dr. Henson beaufsichtigt, die das mit dem Beaufsichtigen allerdings nicht sehr genau nimmt. Während Marlowe sich einlebt, erfährt sie von Morden in der Vergangenheit. Doch auch in jüngster Zeit gab es einen Todesfall unter ihren neuen MitbewohnerInnen - und dann verschwindet auch noch Dr. Henson, während ein gewaltiger Sturm aufzieht ...

Ich mochte die Story von Marlowe, die zwar manchmal recht tolpatschig ist, aber doch irgendwie doch ziemlich cool. Was auch cool ist, dass hier quasi drei verschiedene Verbrechen miteinander verwoben werden. Wobei ganz zu Anfang, bei den Zeitungsausschnitten, mit den Daten der Todesfälle geschlampt wurde, das hat mich anfangs sehr irritiert. Weiß nicht, ob das ein Fehler durch die Übersetzung ist oder schon im Original vorkommt. Sobald die Story, nach einem etwas zähen Einstieg, Fahrt aufnimmt, breitet sich das gesamte dramatische Geschehen recht logisch aus, vielleicht ein bisschen bis auf den Schluss. Ist es wirklich logisch, dass alle Marlowe glauben, obwohl sich die anderen schon so lange kennen? So oder so, es war eine kurzweilige, interessante Geschichte, die mir gut gefallen hat.