Der Klappentext des Buches hat stark mein Interesse geweckt und ich hatte eine klare Vorstellung davon, wie sich die Handlung gestalten könnte. Allerdings war ich überrascht, wie anders es dann schlussendlich doch war. Ich habe mir eine detailreiche, romanartige Erzählung vorgestellt. Allerdings las sich das Buch eher wie ein Gedicht. Die Sprache, die der Autor gewählt hat, war unglaublich poetisch und tiefgründig. Viele Zitate werden mir hoffentlich nachhaltig im Gedächtnis bleiben. Die Darstellung war fast schon malerisch. Paradoxerweise wurden allerdings einige Sachverhalte sehr nüchtern und beiläufig dargestellt.
Ich fand insgesamt, dass der Klappentext nicht so ganz zum Inhalt gepasst hat und daher wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Durch die Kürze des Buches sind sehr viele (für mich interessante) Handlungsstränge liegen geblieben. Nichtsdestotrotz würde ich das Buch allen Menschen empfehlen, die poetische Erzählungen genießen.
Das Buch sah sehr ansprechend aus, und ich war gespannt auf den Inhalt. Es handelt von einer Frau, die in ihrer Ehe immer obsessiver wird. Dies war nicht nur sehr gut und nachvollziehbar dargestellt, es hat mich regelrecht in seinen Bann gezogen. Ich habe es praktisch in einem Rutsch durchlesen können, da mir auch der Schreibstil sehr gut gefallen hat. Die Hauptfigur wurde sehr authentisch dargestellt, und ich konnte ihren Gedankengängen gut folgen. Ich bewundere verrückte/besondere Charaktere in Büchern, und genau das hat die Protagonistin verkörpert. Das Ende hat mich sehr überrascht, und ich war traurig, dass es vorbei war. Ich würde einen zweiten Teil (wenn er herauskäme) auf jeden Fall lesen! Ich empfehle das Buch Menschen, die gerne „Crazy-Girl Fiction“ lesen und unvollkommene Charaktere genauso lieben wie ich.
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