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Birgit E

Bewertungen

Insgesamt 34 Bewertungen
Bewertung vom 30.09.2025
Schöniger, Swantje

Viel Wirbel um Stjarna


ausgezeichnet

Der Einband des Buches und der Titel verraten, um was es in diesem zweiten Band der „Isländer im Illertal“-Reihe geht: sehr viel um Pferde, genauer um Isländer Ponys.
Er ist mit der Wiese und dem Isländer Pony im Vordergrund ein Hingucker und macht Lust, dieses Buch in die Hand zu nehmen.
Obwohl „Viel Wirbel um Stjarna“ der zweite Band dieser Reihe ist, kam ich gut in dieser Geschichte mit, da in Rückblenden immer wieder angedeutet wird, was zuvor passiert sein muss.
Es geht wieder um Lina, die frisch verliebt ihre neue Freundschaft zu Jonas und die Zeit mit ihrer liebsten Ponystute Stjarna vom Zieglerhof genießt. Die Ruhe bleibt nicht bestehen, denn mit einem Geheimnis, das mit einer früheren Beziehung von Zieglerhofbesitzerin Kathe zusammenhängt, und Linas ungeliebter Rivalin Emma tauchen dunkle Wolken am Horizont auf, die Linas Leben gehörig durcheinander-wirbeln. Je mehr Lina über dieses Geheimnis erfährt, desto mehr muss sie lernen loszulassen und Gott zu vertrauen. Dieses Gottvertrauen benötigt sie im Laufe der Zeit ebenso im Umgang mit Emma, die nun regelmäßig auf dem Zieglerhof auftaucht.
Neben Gottvertrauen und Loslassen nimmt auch das Thema Versöhnung und Vergebung einen großen Raum ein und der Leser wird mithineingenommen in Linas Kämpfe im Umgang mit Emma und den Verletzungen, die diese ihr früher zugefügt hatte.
Die Autorin versteht es sehr gut, diese Themen altersgerecht in die Gespräche zwischen Lina und ihren Bezugspersonen aufzugreifen.
Beim Lesen des Buches fühlte ich mich in meine Teeniezeit zurückversetzt. Gerade bei den Themen rund um Freundschaften mit Jungs, mit Gleichaltrigen und manchen Unsicherheiten die auftauchen. Lina wirkte auf mich wie ein normaler Teenager mit seinen Fragen und Problemen, die viele Mädchen in diesem Alter beschäftigen. Es ist schön zu lesen, wie sie sowohl Gleichaltrige Bezugspersonen hat, aber auch Erwachsene, wie z. B. ihre Oma oder Kathe, die Zuhörer und Ratgeber in ihren Lebens- und Glaubensfragen sind.
Mir gefielen die Szenen ohne Jonas, ihrem Freund, besser als die, in denen diese Freundschaft behandelt wurden. Doch ich kann mir gut vorstellen, dass es für die gedachte Altersgruppe genau richtig dosiert ist, mit etwas fester Freundschaft rund um diese anderen größeren Themen herum, die Lina beschäftigen.
Ich fand es sehr natürlich, wie der Glaube, der für Lina wichtig ist, in diese Geschichte hineingenommen wird; nicht zu aufdringlich und mit erhobenem Zeigefinger, sondern so wie es jedem Teenagermädchen ergehen könnte. Dabei werden diese Themen einfach und leicht verständlich für jeden aufgegriffen.
“ Viel Wirbel um Stjarna“ ist ein angenehm zu lesendes Teenie-Pferdebuch für Pferdeliebende Mädchen ab 12 Jahren.

Bewertung vom 15.09.2025
Feuchtmüller de Ramírez, Christina

Das Alle-über-Gott-Projekt


ausgezeichnet

Der Buchtitel verrät, um was es in diesem Buch geht: um Gott, den Glauben an ihn, wie geht glauben und eine Beziehung mit ihm zu leben?
Mia ist aus Venezuela nach Deutschland gekommen, um mit ihrer Familie, die dort leben soll, wieder zu sehen. Von Anfang an merkt der Leser, dass sie traumatisches erlebt haben muss. Sie kommt an die Telefonnummer des Theologiestunden Kalle und löchert ihn mit Fragen zu Gott und dem Glauben an ihn. So beginnt eine lange Reise, bei der beide Neues über Gott und Glauben lernen, über den Umgang mit unbequemen Personen sowie traumatischen Erlebnissen.
Mich hat dieses Buch sofort gepackt, da von Anfang an eine gewisse Spannung vorhanden ist. Mit dem Fortschreiten der Handlung wurde ich immer mehr von der Geschichte gefesselt und konnte das Buch kaum weglegen. Ungewöhnlich, aber erfrischend anders empfand ich auch die Zeit, in der die Geschichte angesiedelt ist: Mitte der 90er Jahre, eine Zeit ohne Handys und andere technische Geräte der heutigen Zeit. Dadurch wirkte die Handlung nochmals intensiver und natürlicher auf mich.
Mia ist eine anfangs rätselhafte Person, die mich, je mehr ich aus ihrer Vergangenheit erfuhr, sehr berührte. Manche ihrer Handlungen und Fragen sind für westlich geprägte Menschen und diejenigen, die schon länger glauben, vielleicht unverständlich und komisch. Doch sie brachten mich ins Nachdenken über meinen eigenen Glauben, wie kann ich davon natürlich weitererzählen, welche Worte verwende ich?
Mir gefielen die weiteren Hauptpersonen sehr gut; Kalle ist ein sympathischer junger Mann, der Theologie studiert und manchmal selbst nach den Antworten für Mia suchen muss bzw. selbst seine Lernbereiche im Leben hat.
Die Geschwister Fritzi und Joni bringen eine gewisse Leichtigkeit in die Geschichte hinein. Kalles verständnisvolle Eltern waren mir auf Anhieb sympathisch und ich mochte auch Kalles Freund Tobias auf seine hinterfragende Art und Weise.
Die negativen Charaktere fand ich glaubwürdig wie alle anderen Personen im Buch auch.
Das „Alles-über-Gott-Projekt“ ist ein Buch, das mir noch länger nachging und über meinen Glauben nachdenken ließ.
Es ist ein Buch, das Menschen, die noch wenig über Gott und den Glauben wissen, aber mehr darüber erfahren möchten, viele Grundantworten geben.

Bewertung vom 22.08.2025
Giglio, Louie

Gestärkt am Tisch des guten Hirten


ausgezeichnet

Allein der Einband ist ein Hingucker mit dem Muster aus unterschiedlichen Stühlen und dem Wort Tisch, das sinnbildlich einen Tisch mit zwei Stühlen rechts und links daneben darstellt. Er ist schon allein eine Einladung dazu, sich zu Jesus an den Tisch zu setzen. Der Begriff mit „Jesus am Tisch sitzen“ taucht in den einzelnen Tagesandachten immer wieder auf und zieht sich als roter Faden durch dieses Andachtsbuch.
Der Aufbau des Buches ist gut strukturiert mit 11 Themengebieten, die an jeweils 6 Tagen behandelt werden. Die Grundlage jeder Andacht ist ein passender Bibeltext meist aus dem neuen Testament, ca. 2 Seiten Erläuterungen dazu, zwei Reflexionsfragen und dem zum Abschnittsthema passenden Merkvers der Woche, was mir besonders gut gefiel. So kann jeder, der will, sich den Merkvers einprägen und lernen.
Der Sprachstil ist gut verständlich und erinnerte mich etwas an John Ortberg. Louie Giglio gelang es gut, mich in jeden Themenblock mit hineinzunehmen und ich konnte seinen Gedankengängen leicht folgen. Manche neue, andere Sichtweise über Jesus habe ich durch dieses Buch dazu gelernt.
Der Autor stellte mir Jesus u. a. als Gott und Mensch, Retter, Lehrer, Herr über alles, unseren Freund, Erlöser, Weg zum Vater, König über alle Könige und Jesus, wie er sich in den „Ich-bin-Worten“ vorstellte, vor.
Wer auf der Such nach einem leicht zu lesendem, thematisch aufgebautem Andachtsbuch ist, dem kann ich „Gestärkt am Tisch des guten Hirten“ absolut empfehlen.

Bewertung vom 18.08.2025
Büchle, Elisabeth

Tage wie Buchstabensuppe (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Wenn ich mir den Einband des Buches anschaue, kommt dieser schlicht und leicht verspielt daher ohne große Grafikbilder. Diese Schnörkellosigkeit setzt sich im Geschriebenen fort; entspannend zu lesen, schlicht und doch tiefgehend die Hauptthemen behandelnd.
Die Geschichte wird hauptsächlich aus Sicht von Kayla, der Hauptperson, erzählt, ergänzt wird diese mit der Sichtweise der männlichen Hauptperson, was ich sehr bereichernd finde.
Elisabeth Büchle zeichnet jede der verschiedenen Hauptpersonen liebenswert, relativ normal und doch mit ihren einzelnen Problemen, die zwischendrin kurz beleuchtet werden. Keiner ist problemlos und jeder hat hier zu lernen, dass Freundschaft auch heißt, sich gegenseitig zu unterstützen, zuzuhören oder auch auszuhalten, wie z. B. die fortschreitende Demenz von Lio.
Trotz der Schwere der Themen Demenz, Grenzen überschreitende Beziehung, Abschied nehmen und loslassen kommt Elisabeth Büchles Roman mit einer spielerischen Leichtigkeit daher. Zwischendrin gab es humorvolle Szenen, die mich Schmunzeln ließen und die die Geschichte auflockerten. Ich saß manches Mal mit den sieben Freunden und Lio am Küchentisch und fühlte mich hineingenommen in den Austausch der Freunde. Ich war etwas wehmütig als ich das Buch zu Ende gelesen hatte, weil mir der Freundeskreis etwas ans Herz gewachsen war. Gerne hätte ich noch mehr darüber gelesen, was dieser Freundeskreis noch Weiteres erlebt.
Tage wie Buchstabensuppe kann ich absolut weiterempfehlen als ein sehr lesenswertes Buch.

Bewertung vom 14.08.2025
Geiß, Christian

Vollbracht


sehr gut

Allein das Titelbild mit dem Angler auf dem Gewässer im Sonnenauf- oder -untergangslicht und der scheinbar endlosen Weite macht neugierig auf den Buchinhalt.
Der Untertitel „Eine Reise des Glaubens“ fasst den Inhalt treffend zusammen: Es geht um eine Glaubensreise, die Abid, die Hauptperson der einzelnen Kapitel, in seinen Gedanken und Notizen unternimmt, und in die der Leser mit hineingenommen wird.
Ich finde das Buch schön klar strukturiert: 4 Hauptteile, angefangen beim Gott suchenden Mensch, zu Gott, Jesus und dem Heiligen Geist mit jeweils 4 Kapitel; jedes Kapitel beginnt mit der Suche Abids nach einer bestimmten Frage des Glaubens, danach gibt es eine 2–3-seitige Erläuterung des Kapitelthemas auf Grundlage eines Bibeltextes und daran anschließend einen Fragenteil bei dem man für sich oder gemeinsam mit einer Kleingruppe über das vorher gelesene austauscht; es gibt Platz in jedem Kapitel für eigene Notizen. Mir gefällt es gut, dass die jeweiligen Fragen thematisch geordnet sind: „was glaubst du?“; „Fragen, die unser Leben berühren“ und „Praktisch glauben – wie der Glaube sich im Leben und Handeln zeigt“.
Die Erzählung sowie die Erklärungen in jedem Kapitel sind gut verständlich formuliert. Wobei ich die Erzählung und Abids Gedanken als sehr tiefgründig und an mancher Stelle leicht philosophisch empfand. Nach Meinem Empfinden könnte nicht jeder diese Gedankengänge nachvollziehen können.
„Vollbracht“ ist ein anderer, besonderer Glaubenskurs, für Menschen, die tiefer gehenden Gedankengängen gegenüber aufgeschlossen sind, sich den Fragen nach Gott, Glaube und Jesus nicht nur auf der sachlichen Ebene stellen bzw. nähern wollen.

Bewertung vom 25.07.2025
Zukic, Teresa

Lebe, lache, liebe


ausgezeichnet

Schön bunt und heiter lacht bereits der Einband den Betrachter an und lädt dazu ein, dieses Buch mit Textzitaten aus Teresa Zukic‘ Büchern aufzuschlagen und zu lesen.
Der Inhalt übertrifft das, was der Einband verspricht: schöne, ansprechende und ermutigende Texte und Gebete mit passenden Fotos auf der gegenüberliegenden Seite.
Zwischendrin eine doppelseitige Fotografie mit einem kurzen zum Buchthema passenden Bibelzitat.
Die Texte nahmen meinen Ist-Zustand des „sich-Sorgens“ auf und führten mich zum Schluss dahin, meine Sorgen abzugeben an den einen Gott, der größer ist als meine Sorgen. Jeder dieser meist auf einer Seite abgedruckten Texte, ermutigte und hinterfragte meine Haltung zum Thema Sorgen. So einfach und leicht jeder einzelne Text auf den ersten Blick klingt so regte er mich auf den zweiten Blick zum Nachdenken an. Jeder Gedankengang lädt zum längeren Verweilen und Meditieren ein, ermutigt mit einer schönen weiten Perspektive. Manches Foto in diesem kleinen Buch entlockte mir ein lächeln.
Lebe, lache, liebe – Lichtblicke gegen Sorgenfalten ist ein locker-leichter Bildband, der sich gut verschenken lässt.

Bewertung vom 25.07.2025
Thomas A. Seidel, Sebastian Kleinschmidt

Angst, Glaube, Zivilcourage


gut

Buchtitel und Buchillustration zeigen auf, um was es in diesem Buch geht:
um eine teilweise differenzierte, kritische Betrachtung der politischen, medizinischen, kirchlichen aber auch der eigenen Entscheidungen und Handlungen während der Coronakrise von unterschiedlichen Autoren beschrieben.
Sie beschreiben aus theologisch-kirchlicher, politischer oder medizinischer Sicht welche Entscheidungen und Handlungen während der Pandemie positiv bzw. negativ zu bewerten sind. Dabei ist zu betonen, dass jede vertretene Meinung aus persönlicher Sicht und Betroffenheit geschrieben wurde.

Ehrlich eine herausfordernde Aufgabenstellung für dieses Buch. Herausfordernd, etwas neues, noch nicht allgemein Bekanntes zu schreiben und herausfordernd es zu lesen.
Einerseits sich auf dieses Thema einzulassen und andererseits diese Texte zu verstehen. Mit letzterem hatte ich sehr häufig zu kämpfen, da anhand des Schreibstils festzustellen ist, dass hier von Medizinern, rechtskundigen Personen, wie z. B. Hans-Jürgen Papier (ehem. Bundesverfassungsrichter), diese Erläuterungen geschrieben wurden und für mich als Laiin so mancher Gedankengang schwer zugänglich war. Hier hätte ich mir gerne eine etwas einfachere Ausdrucksweise gewünscht.
Sehr oft taucht die Frage auf, ob Angst gerade bei uns Christen ein guter Ratgeber für unsere Entscheidungen in solchen Pandemien ist.
Oder die Beschreibung, wie zu Luthers Zeiten die Theologen mit der Pest und dem Selbstschutz umgegangen sind im Vergleich zu den Kirchen heute. Das sind Fragen, die mich zum Nachdenken brachten. Es gibt einige andere Fragen, die den Leser zum Be- und Neudenken der eigenen Meinung bewegen können.
Wer für sich und/oder seine Gemeinde kritische Anregungen mit diesem Thema lesen möchte und offen ist für andere Meinungen als der gängigen, sollte dieses Buch gerne lesen und sich und seine Meinung hinterfragen lassen.

Bewertung vom 15.07.2025

Einfach Bibel - Die Bibel für junge Menschen


sehr gut

Allein das Cover mit seiner kräftigen Farbe ist ein Hingucker, der einen dieses Buch mit ausgewählten biblischen Texten gerne in die Hand nehmen lässt.
Genauso farbig bunt geht es im Buch weiter. Jedes einzelne zusammengehörende biblische Kapitel ist mit einer einheitlichen Hintergrundfarbe hinterlegt, so dass jeder Leser dies leicht erkennen und unterscheiden kann. Was mir auch sehr gut gefällt, ist dass es zu jedem biblischen Text eine gut passende, aussagekräftige Illustration gibt, die die Hauptaussage des Textes unterstreicht.
Die einzelnen Texte gehen meist über zwei bis drei Seiten, sind schön übersichtlich und in einer leicht zu lesenden Schriftart und -größe gedruckt. Überwiegend wurde hier die „leichten Sprache“ verwendet, zwischendrin gibt es jedoch andere Übersetzungen wie z. B. „die Einsteigerbibel“, „Basisbibel“ oder in einer Übertragung von Hellmut Haug. Ich finde es gut, dass allgemeinbekannte Texte wie z. B. der Schöpfungsbericht oder die Geburt von Jesus, auch in der Lutherübersetzung von 2017 abgedruckt wurden. Was eine gute Verbindung zu den im Gottesdienst verwendeten Textlesungen schafft. Einige Texte wurden zum besseren Vergleich auch in zwei unterschiedlichen Übersetzungen nacheinander abgedruckt. Wörter, die heutzutage kaum mehr verwendet werden, werden hervorgehoben und erklärt. Das alles macht es Menschen, denen das Lesen schwerfällt oder die gerade erst Deutsch lernen, einfacher Zugang zu den biblischen Texten zu bekommen.
Die Auswahl der Texte finde ich im Großen und Ganzen gelungen, da auch Auszüge aus den prophetischen Büchern, den Briefen an die Gemeinden und sogar der Offenbarung abgedruckt wurden. Ich hätte gerne noch mehr Texte aus dem Johannesevangelium oder der Apostelgeschichte vor dem Paulusteil mit drin gehabt, da hier auch noch sehr schöne und bekannte Stellen dabei sind.
Mein Fazit: diese Texte können Lust machen, mehr in der Bibel zu lesen, ist gut für alle, die Probleme mit dem Lesen schwierigerer (deutscher) Bibeltexte haben. Für Jugendliche nur eingeschränkt von mir empfohlen, da ich mir vorstellen kann, dass auf sie diese sehr einfache Sprache etwas „kindisch“ wirkt.

Bewertung vom 14.07.2025
Josiah, Mae

Wenn alles zerfällt


ausgezeichnet

Der Titel klingt vielversprechend und trifft es auf den Punkt: Auseinanderbrechen und -fallen von unterschiedlichsten Dingen zieht sich als Thema durch den ganzen Roman. Nicht nur bei Jenna der Hauptperson, sondern auch bei Matt und Shera, ihren neuen Freunden, sowie unterschwellig durchschimmernd in der gesamten Gesellschaft.
Jeder der drei Hauptprotagonisten muss etwas Prägendes loslassen und sich auf Neues einlassen. Jenna muss ihre Schuldgefühle loslassen, sich vergeben können und sich wieder öffnen für tiefere Beziehungen, Matt musste seine Vergangenheit bewältigen und Shera ähnlich wie Jenna es lernen, sich wieder verletzlich zu machen und für eine Beziehung zu öffnen.
Mir gefiel es gut, dass immer wieder aus Sicht einer anderen Person erzählt wurde und ich so die weiteren Personen besser kennenlernen sowie andere Facetten von Jenna entdecken konnte.
Jede Person wirkte auf unterschiedliche Art sympathisch: die leicht introvertierte Jenna, die quirlige Shera und Matt, der ernst und doch geerdet auf mich wirkte. Auch die Nebencharaktere passten hier gut in diese Geschichte hinein. Diese sind es, die den Glauben an Gott immer wieder mit einbringen, was ich gut und natürlich empfand.
Die Geschichte spielt zwar in der gegenwärtigen Zeit, aber manches, was Mae Josiah beschreibt, gibt es in unserer Zeit so noch nicht. Diese Vermischung von Realität und Zukunftsdenken gibt dem ganzen Buch einen leichten Hauch von Science-Fiction. Wer sich in der Bibel auskennt, wird hier Anklänge an die Offenbarung des Johannes und den Endzeitreden Jesu entdecken können. Aber das ist für das Verständnis des ganzen Romans nicht unbedingt wichtig, macht es für den Leser spannender.
Die Erzähldichte ist hoch, trotz der nur ca. 240 Seiten. Je weiter ich in diesen Roman vorankam, umso spannender wurde das Ganze für mich. Ich konnte im letzten Drittel des Buches kaum aufhören zu lesen, weil in der Handlung so viel geschah. Spätestens das Ende des Buches zeigt, dass die Handlung auf eine Fortsetzung angelegt ist.
Ich kann „GenC – Wenn alles zerfällt“ wärmstens empfehlen, vor allem für Leser, die gerne eine Geschichte lesen, in der die „Liebesgeschichte“ nicht das alles bestimmende Thema ist. Ich kann es kaum erwarten bis die Fortsetzung erscheint.

Bewertung vom 08.07.2025
Holzhäuer, Samuel

Holy Mountain


ausgezeichnet

Allein das Cover mit den Bergspitzen, die aus der Wolkendecke herausschauen, und dem Autor in der vordergründigen Ecke des Bildes, mit Rucksack bepackt die Berggipfel betrachtend, ist sehr ansprechend gestaltet. Es zeigt meiner Meinung nach gut, um was es in diesem Buch geht: Unterwegssein in den Bergen und im Glauben.
Am jeweiligen Kapitelanfang und inmitten einzelner Kapitel lockern thematisch passende Fotos von Bergtouren und vereinzelte Grafiken das Ganze auf.
Anhand von eigenen Tourenerlebnissen zeigt Samuel Holzhäuer dem Leser auf, was wichtig ist im Glauben und im Unterwegssein mit Jesus. Es gelingt dem Autor ausgesprochen gut in sehr verständlichen Worten anhand der unterschiedlichen Bergerlebnisse und der notwendigen Erfordernisse bei Bergtouren, die einzelnen Glaubensbasics nahezubringen. Angefangen bei der Tourenplanung, welchem Führer vertraue ich mich an, Pausen- und Ruhezeiten, warum Seilgemeinschaften bei Touren und im Glauben wichtig sind bis zum Ankommen am Ziel. Mir gefiel, wie Samuel Holzhäuer in jedem Kapitel einen dazu passenden biblischen Text mit einbezieht, der die Thematik auch von biblischer Seite beleuchtet. Sehr schön fand ich auch, dass jedes Kapitel mit einem blau hervorgehobenen Reflexionsteil, mit 2 bis 3 Fragen, einem biblischen Kurzimpuls sowie einem Kurzgebet, abschließt.
Ich bekam in diesem Buch einige neue Sichtweisen vermittelt, die ich so noch nicht gesehen hatte:
wie z. B. das Thema Bibellesen, wie kann ich an die Bibeltexte herangehen, Gott möchte durch die Bibel hauptsächlich mein „Beziehungsohr“ ansprechen und nicht, dass ich jede Bibelstelle mit meinem „Appellohr“ höre.
Oder: „Ob wir es ernst meinen (Anm: unser Leben mit Jesus) sieht man nicht an unseren großen Entschlüssen, sondern an der täglichen Arbeit und den vielen kleinen Entscheidungen, die wir tagaus, tagein treffen.“
Wer Daniel Zillers Buch „Hüttenzeit“ kennt, wird eine gewisse Ähnlichkeit in manchen Gedanken und der Herangehensweise an die Thematik feststellen können; es werden auch einige Texte aus diesem Buch zitiert. Trotz der Ähnlichkeit hat der Autor dem Buch seinen eigenen Stil gegeben.
Ich empfehle dieses Buch gerne bergbegeisterten Christen, Menschen, die gerade erst ihr Leben mit Jesus begonnen haben oder schon länger mit Jesus leben. Auf alle Fälle wird jeder Leser etwas Neues entdecken.