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danshi

Bewertungen

Insgesamt 190 Bewertungen
Bewertung vom 02.12.2025
Sohst, Kathrin

Dein Glück kommt von Herzen


sehr gut

Ein Buch, das sanft das Herz berührt
Das Leben von Mina erfährt eine unerwartete Wendung, als sie nach dem Tod ihrer Großmutter ein vergessenes Ahnenbuch entdeckt, das ihr vergangene Familiengeheimnisse offenbart. Die Handlung ist an die vier Jahreszeiten angelehnt und schenkt der Erzählung so eine klare und zugleich poetische Struktur. Das liebevoll gestaltete Cover mit den filigranen Illustrationen harmoniert perfekt mit der warmherzigen Atmosphäre der Geschichte. Der Schreibstil ist elegant und einfühlsam, begleitet den Leser behutsam von Schmerz über Erkenntnis bis hin zu Versöhnung. Besonders gelungen finde ich, wie die Verbindung von Natur, Familie und Dankbarkeit im Buch miteinander verflochten wird. Am Ende lädt das integrierte Dankbarkeitstagebuch zur eigenen Reflexion ein und macht das Leseerlebnis nachhaltig. Für mich war das Buch wie eine stille Umarmung, die viel Wärme hinterlässt.
Fazit: Ein Werk, das Mut macht, die Vergangenheit anzunehmen und das Glück im Hier und Jetzt zu finden.

Bewertung vom 01.12.2025
Borrmann, Mechtild

Lebensbande


ausgezeichnet

Ein Buch, das berührt
Mechtild Borrmann erzählt in diesem Werk die verflochtenen Lebenswege dreier Frauen, deren Begegnungen vom Zweiten Weltkrieg bis zum Beginn der neunziger Jahre reichen. Die Geschichte führt durch Erfahrungen von Angst, Mut und unerwarteter Nähe und zeigt, wie fragil und zugleich tragfähig menschliche Bindungen sein können. Besonders eindrucksvoll ist der Blick auf Noras Einsatz für den kleinen Leo, der von den Nationalsozialisten als nicht lebenswert eingestuft wird. Ebenso bewegend wirkt der spätere gemeinsame Weg von Nora und Lieselotte, der sie bis in ein sowjetisches Arbeitslager führt und ihre Grenzen auf dramatische Weise auslotet. Das Cover passt wunderbar zur historischen Atmosphäre des Romans und vermittelt bereits eine leise, ernste Grundstimmung. Borrmanns Sprache ist klar, zurückhaltend und zugleich voller Resonanz. Mit wenigen, präzisen Bildern zeichnet sie Emotionen und Räume nach, die sich mühelos zu einem dichten Erzählgewebe verbinden. Die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart wirken harmonisch und tragen entscheidend zur Spannung und zur Vielschichtigkeit des Romans bei.
Fazit: Ein bewegendes Buch, das durch leise Töne und fein beobachtete Schicksale überzeugt und lange nachhallt.

Bewertung vom 01.12.2025
Specht, Heike

Die Frau der Stunde


sehr gut

Eine Frau im Sturm der Weltpolitik
Beim ersten Blick auf das Cover fällt sofort seine stille Eleganz auf, die hervorragend zur Atmosphäre des Romans passt. Die Geschichte führt direkt in die späten siebziger Jahre, in denen die liberale Politikerin Catharina Cornelius überraschend zur Außenministerin aufsteigt und sich in einer Welt behaupten muss, die von selbstbewussten Männern geprägt ist. Besonders eindrucksvoll wirkt, wie feinfühlig die politischen Räume dieser Zeit nachgezeichnet werden und wie Catharina darin ihren Platz sucht. Die Freundschaft zu Suzanne und Azadeh verleiht der Handlung emotionalen Tiefgang und schenkt dem politischen Geschehen eine menschliche Dimension. Azadehs Erlebnisse im revolutionären Teheran erscheinen besonders eindringlich und bedrückend, denn sie spiegeln die Gefahren wider, denen Frauen weltweit ausgesetzt sind. Der Schreibstil von Heike Specht ist klar, lebendig und zugleich angenehm leicht, sodass selbst komplexe politische Themen mühelos zugänglich bleiben. Manche Entscheidungen von Catharina wirken bewusst uneindeutig, was ihre Figur zugleich realistischer und vielschichtiger erscheinen lässt. Die Autorin setzt ihre Dialoge so, dass jeder Satz die Stimmung der Zeit trägt und die Szenen lebendig entfaltet. Insgesamt entsteht ein vielschichtiges und atmosphärisches Buch, das Fakten und Fiktion harmonisch miteinander verwebt.
Im Fazit bleibt für mich ein mutiges Porträt einer Frau, die ihren Weg geht und dabei nicht immer leicht zu fassen ist, aber als Figur lange nachhallt.

Bewertung vom 16.11.2025
Gabriele, Rittig

Das Feuer der Magie


ausgezeichnet

Wenn Lava zu Eis wird
Obwohl ich den ersten Band der Reihe nicht kannte, fand ich doch schnell Zugang zu Kelvins Welt. Der plötzliche Frost, der vom Feuerberg ausgeht, entfaltet sofort eine beklemmende Atmosphäre und schafft eine dichte Spannung. Gemeinsam mit Jarven und Tatinja begibt sich Kelvin auf eine Reise, die sein Leben und das Schicksal seiner Heimat verändern wird.
Das Cover greift mit seinem glühenden Feuer und den bedrohlichen Frostkobolden genau die Gegensätze auf, die im Buch aufeinander treffen. Es wirkt lebendig und lädt sofort zum Eintauchen ein. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und leicht zugänglich, sodass ich die Geschichte mühelos verfolgen konnte. Besonders schön fand ich die vielen stimmungsvollen Illustrationen, die Zwischentöne von Gefahr und Freundschaft greifbar machen.
Auch wenn manches vielleicht für Kenner des ersten Teils vertrauter wirkt, konnte ich der Handlung gut folgen. Nur das plötzliche Ende ließ mich etwas unbefriedigt zurück, da ich mir einen runderen Abschluss gewünscht hätte.
Fazit: Ein fantasievolles und warmherzig erzähltes Jugendabenteuer, das Lust auf mehr macht und die Kraft der Freundschaft feiert.

Bewertung vom 15.11.2025
Kingsley, Felicia

The Heat is on - Something's Cooking Between Us


ausgezeichnet

Knistern über dem Herd
Ich liebe es, wenn ein Roman mich schon mit dem ersten Blick fesselt und genau das ist bei diesem farbenfrohen Cover geschehen, das Dwight und Julia so lebendig einfängt und perfekt auf die Mischung aus Romantik und Spannung einstimmt. Der Einstieg in die Handlung fiel mir erstaunlich leicht, denn ich war sofort mitten im Undercoverauftrag, der Dwight ins Restaurant der Familie Villa führt und sein kontrolliertes Agentenleben völlig auf den Kopf stellt. Besonders reizvoll fand ich das stetige Kräftemessen zwischen ihm und Julia, die sich mit ihrer leidenschaftlichen Art nicht einordnen lässt und sein Herz schneller berührt, als ihm lieb ist.
Der Schreibstil ist beschwingt, humorvoll und dennoch voller Gefühl, sodass ich Seite um Seite einfach weiterlesen musste. Besonders die Dialoge haben mich oft schmunzeln lassen, denn sie zeigen die Chemie zwischen den beiden glasklar. Trotz kleiner Längen im Mittelteil blieb die Spannung erhalten, da die Kombination aus Liebesgeschichte und FBI Auftrag für eine ungewöhnliche Erzählatmosphäre sorgt.
Mich haben vor allem die warmen Funken zwischen den Figuren begeistert, denn ihre Entwicklung wirkte authentisch und gab der Geschichte eine schöne Tiefe.
Ein warmherziger, humorvoller und spannender Roman, der mich vollkommen überzeugt hat und sicher nicht mein letzter Titel der Autorin sein wird.

Bewertung vom 15.11.2025
Ahern, Cecelia

Ein Herz aus Papier und Sternen


ausgezeichnet

Wenn der Himmel sich öffnet
Schon beim ersten Blick auf das Cover spürte ich eine sanfte Magie. Die schimmernden Sterne und die Papierherzen erzeugen eine Atmosphäre, die sowohl still als auch hoffnungsvoll wirkt. Genau dieses Gefühl begleitet auch die Geschichte von Pip, deren Leben seit Jahren in viel zu engen Bahnen verläuft. Sie funktioniert, ohne zu leben, und ihre Träume bleiben in ihrem kleinen Zimmer gefaltet wie ihre zarten Origamikunstwerke.
Während ich las, wurde mir immer deutlicher, wie sehr Pip unter den Erwartungen anderer steht und wie wenig Raum sie sich selbst zugesteht. Die Begegnung mit Io aus der Sternwarte verändert nichts schlagartig, aber sie öffnet in ihr ein Fenster, durch das plötzlich Licht fällt. Io schenkt ihr keinen neuen Weg, sondern den Mut, ihren eigenen endlich wahrzunehmen, und gerade das hat mich tief berührt.
Der Schreibstil von Cecelia Ahern wirkt fein, warm und voller leiser Poesie. Gefühle und Zwischentöne schimmern wie Sternenpunkte zwischen den Seiten und lassen Pips innere Welt lebendig werden. Besonders angenehm fand ich die ruhige Verbindung zwischen Realität und Symbolik, denn weder die Sterne noch das Origami wirken wie Schmuck, sondern wie zarte Spiegel von Pips Entwicklung.
Fazit:
Ein Herz aus Papier und Sternen hat mich mit seiner stillen Stärke überzeugt. Es ist eine berührende Geschichte über Selbstentdeckung, Mut und die Schönheit neuer Blickwinkel. Ein Roman, der sanft nachklingt und den eigenen Horizont ein wenig weiter werden lässt.

Bewertung vom 12.11.2025
Varga, Anne-Marie

Happy Ending


sehr gut

Zwischen Schmerz und Neuanfang
Als ich Happy Ending von Anne-Marie Varga zu lesen begann, dachte ich zunächst an eine leichte Liebesgeschichte zum Wohlfühlen. Doch schon bald wurde klar, dass hier viel mehr Tiefe verborgen liegt. Rosie, die nach einer schmerzhaften Trennung New York hinter sich lässt, um in London einen Neuanfang zu wagen und endlich wieder schreiben zu können, hat mich mit ihrer Verletzlichkeit und Ehrlichkeit sofort für sich eingenommen. Ihre neuen Freundinnen und vor allem der geheimnisvolle Gamble bringen Licht und Bewegung in ihr Leben sowie in die Geschichte.
Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut, es vermittelt sofort ein Gefühl von Leichtigkeit und Neubeginn, das den Ton des Romans wunderbar trifft. Der Schreibstil ist lebendig, fließend und von einer feinen Emotionalität durchzogen, die mich stellenweise sehr berührt hat. Besonders mochte ich, dass die Autorin ernste Themen wie Depression und Selbstzweifel mit so viel Feingefühl behandelt, ohne dabei die Leichtigkeit der Geschichte zu verlieren.
Ein paar Szenen wirkten für mich etwas zu vorhersehbar, und manche Nebenfiguren hätten mehr Raum verdient. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen und mochte besonders den Ton zwischen Nachdenklichkeit und Lebensfreude.
Mein Fazit: Eine feinfühlige Geschichte über Neuanfänge, Freundschaft und die Kraft der Liebe – berührend und voller Hoffnung.

Bewertung vom 12.11.2025
Khalil, Taufig

Bock auf Biathlon


ausgezeichnet

Ein Blick hinter die Kulissen des Biathlons
Schon das Cover hat mich sofort angesprochen, es wirkt sportlich, lebendig und verspricht echte Leidenschaft für den Wintersport. Beim Aufschlagen des Buches fühlte ich mich gleich mitten in der Biathlon-Welt zu Hause. Taufig Khalil versammelt hier viele vertraute Namen, und jede einzelne Geschichte öffnet ein kleines Fenster in das Leben dieser großartigen Athletinnen und Athleten.
Ich mochte besonders, dass die Geschichten nicht nur von Erfolgen und Medaillen erzählen, sondern auch von Zweifeln, Teamgeist und kleinen Alltagsmomenten. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, und die kurzen Kapitel machen das Lesen leicht und abwechslungsreich – perfekt für zwischendurch.
Mein Fazit: Bock auf Biathlon ist ein Buch voller Herzblut und Leidenschaft für den Sport. Für Fans wie mich ein Muss und ein echtes Lesehighlight, das man immer wieder gerne zur Hand nimmt.

Bewertung vom 09.11.2025
MacIver, Kristin

Limerick Love. Break the Rules


ausgezeichnet

Wenn Mut auf Herzklopfen trifft
Schon das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Das tiefe Blau, die verspielten Ornamente und die goldenen Schriftzüge wirken edel und geheimnisvoll, als würde sich darin bereits das Versprechen einer außergewöhnlichen Geschichte verbergen.
Wir befinden uns im Irland des Jahres 1461. Lady Vivienne FitzGerald, von allen Viv genannt, lebt auf Limerick Castle, schön, klug und gefangen in den starren Erwartungen ihrer adligen Welt. Ihr Schicksal scheint besiegelt, als ihr Vater ihre Heirat mit dem hochnäsigen Sir Liam verkündet. Doch Viv will nicht nur das schmückende Beiwerk eines Mannes sein. In einer mutigen Entscheidung verkleidet sie sich als Junge und schließt sich heimlich einem Hurlingteam an. Diese Szenen voller Dynamik, Staub, Schweiß und Aufbruch haben mich besonders berührt, man spürt das Herzklopfen, den Wind, den Mut, etwas Unmögliches zu wagen.
Dort begegnet sie Ruairí, dem besten Spieler der Mannschaft. Zwischen ihnen wächst ein zartes Band. Ich mochte, wie natürlich sich ihre Gefühle entwickeln, ohne überstürzt zu wirken. Es ist kein Liebesrausch, sondern ein leises, gefährliches Knistern, das sich zu einer echten Verbundenheit formt. Gleichzeitig schwingt immer die Frage mit, was passiert, wenn ihre Maskerade auffliegt, und das sorgt für spürbare Spannung.
Kristin MacIver schreibt bildhaft, sinnlich und zugleich leicht. Sie versteht es, historische Atmosphäre mit lebendiger Emotion zu verbinden. Ich habe das mittelalterliche Irland mit all seinen Gegensätzen deutlich gespürt, das raue Leben der einfachen Leute, den Prunk der Burg, die Zwänge einer Gesellschaft, die Frauen kaum Raum ließ. Besonders schön finde ich, dass Hurling hier nicht nur Sport ist, sondern Symbol für Freiheit, Leidenschaft und Selbstbestimmung.
Break the Rules ist mehr als eine historische Liebesgeschichte. Es ist ein Plädoyer für Mut, Eigenständigkeit und das Recht, seinen eigenen Weg zu gehen. Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Band der Reihe, denn Viv und Ruairí haben mich nicht nur berührt, sondern begeistert.

Bewertung vom 09.11.2025
Rainer, Andreas

Der Flügelschlag des Paarfalters


ausgezeichnet

Wenn ein verpasster Flug zur Chance wird
Schon das Cover hat mich mit seiner Schlichtheit und Eleganz angesprochen. Es vermittelt eine zarte Stimmung, die perfekt zur leisen Atmosphäre der Geschichte passt. Jonas entscheidet sich gegen den Flug und für das Bleiben. Auf seinen Wegen durch Wien entdeckt er kleine Details des Alltags und begegnet Menschen, die die Sicht auf das Leben bereichern und zum Nachdenken anregen. Der Erzählton ist ruhig und feinfühlig. Andreas Rainer schafft es, Alltägliches mit leichter Poesie zu füllen, ohne die Geschichte zu überladen. Wien wird dabei fast wie eine eigene Figur spürbar, lebendig, melancholisch und voller Poesie. Der Aufbau ist klar und ruhig, was der sanften Erzählung sehr entgegenkommt. Es ist kein Buch, das man hastig liest, sondern eines, das man wirken lässt und in dem man verweilt.
Ein zartes, nachdenkliches Buch, das den Blick auf das Wesentliche lenkt. Wer Ruhe zwischen den Zeilen sucht, wird sie hier finden.