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Benutzername: AngelaK
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Bewertungen

Insgesamt 48 Bewertungen
Bewertung vom 01.11.2019
Der Himmel über Havanna
Strick, Sabine

Der Himmel über Havanna


ausgezeichnet

Auf dem Sterbebett ihrer Oma Madelin erfährt Lisandra, daß Madlens Mann Salvador gar nicht ihr Opa ist. Die Oma erzählt noch von einem Tagebuch. Nach dem Tod der Oma sucht Lisandra dieses Tagebuch und wird auch fündig. Aus den Aufzeichnungen ergibt sich, daß die Oma eine Affäre mit einem Amerikaner hatte. Aber das Tagebuch endet, bevor klar wird, ob der Amerikaner wirklich der Vater ihrer Mutter ist. Lisandra muß erst durch ganz Kuba reisen, um mehr zu erfahren.

Selbst kämpft sie mit ihren Gefühlen. Sie hat den Deutschen Andy kennengelernt, der auch kubanische Wurzeln hat, aber bald wieder nach Deutschland zurückkehrt.

Die Autorin Sabine Strick erzählt eine unwahrscheinlich berührende Geschichte, die teils im Jahr 2015 spielen, aber auch in Rückblenden ins Kuba des Jahres 1958 geht. Dies war eine Zeit, in der die Revolution eine große Rolle spielt. Salvador hatte sich den Leuten von Fidel und El Che angeschlossen, um für eine bessere Zukunft zu kämpfen.

Ich selber habe 2011 Kuba bereist. So waren mir viele Orte bekannt, die in diesem Buch eine Rolle spielen. Das kubanische Lebensgefühl und die Zeit der Revolution hat die Autorin auch sehr bildhaft beschrieben.

Mein Fazit:
Tolle Story, die ich so nicht erwartet habe. Tolle Protagonisten, daher eine klare Lesempfehlung von mir.

Bewertung vom 21.10.2019
Maschine (eBook, ePUB)
Stiller, Dana; Stiller, Barry

Maschine (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Lisa und ihre Neugierde. Laura, eine Kommilitonin, fällt ihr auf, weil sie auch bei bestem Wetter eine Mütze auf hat. Nach einigem Zögern erzählt diese, daß sie sich damit gegen gefährliche, elektrische Strahlung schützen will. Sie ist davon überzeugt, daß ihr Denken durch diese Strahlung gesteuert würde. Lisa hält das zwar für Unsinn, aber besucht daraufhin eine Veranstaltung eines Schutzbundes gegen Elektro-Smog. Prompt wird sie dort zu einem kostenlosen Seminar in den Alpen eingeladen. Dieses Seminar verläuft allerdings anders, als sie erwartet hat. Nach zwei Mordfällen und einem Vermisstenfall fühlt sie sich verfolgt und sucht Unterschlupf bei Peter Conrad. Der wird erst mal aus ihren wirren Erzählungen gar nicht schlau. Ein Punkt an Lisas Erläuterungen läßt ihn jedoch aufhorchen. Es gibt eine Parallele zu einer Ausgrabung vor 6 Jahren, an der er beteiligt war. Aber hat das was zu bedeuten?

Die Protagonisten haben mir wieder gut gefallen, allen voran Lisa und Peter.

Ich habe bereits ein Buch des Autorenpaares Dana und Barry Stiller gelesen, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. Auch hier ist es ihnen gelungen, mich in kürzester Zeit in den Bann der Geschichte zu ziehen. Es fällt zunehmend schwerer das Buch aus der Hand zu legen. Die Handlung ist nicht vorhersehbar, nimmt immer wieder unerwartete Wendungen. Und das Ende war wieder ein Knaller.

Daher klare Leseempfehlung von mir. Auf das nächste Buch des Autorenpaares bin ich jetzt schon gespannt.

Bewertung vom 21.10.2019
Nordseenebel
Denzau, Heike

Nordseenebel


ausgezeichnet

Raphael ist von Beruf Sohn einer reichen Familie. Bisher hat er nichts Nennenswertes auf die Reihe gekriegt. Als er bei Papa in Ungnade fällt, dreht dieser ihm kurzerhand den Geldhahn zu. Zeitgleich erbt er von seinem Onkel eine Detektei auf der Insel Föhr. Nicht gerade begeistert macht er sich auf den Weg nach Föhr. Da er die Detektei nicht fortführen will, entläßt er bei seiner Ankunft gleich mal die zwei Angestellten seines Onkels. Trotz allem stöbert er in den Akten seines Onkels und bleibt prompt an einem Vermisstenfall hängen. Dieser beschäftigt ihn mehr als ihm lieb ist.

Raphael und sein Zwillingsbruder haben mir gut gefallen, auch die zwei Angestellten, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Dies war mein erstes Buch von Heike Denzau, aber sicher nicht mein letztes. Ihr Schreibstil gefällt mir ausgesprochen gut: niemals langweilig, einen Schuß Humor und etliche unerwartete Wendungen. Die Handlung ist spannend bis zum Schluß. Das Ende war alles andere als vorhersehbar.

Bewertung vom 07.09.2019
Weniger ins Meer - was du tun kannst, um Plastik und Müll zu vermeiden
Wilson, Hannah

Weniger ins Meer - was du tun kannst, um Plastik und Müll zu vermeiden


ausgezeichnet

Ich habe das Buch mit zwei meiner Enkelkinder gelesen, und wir fanden das Buch sehr schön.

Zu Beginn des Buches wird den Kindern erklärt, welche Folgen die Müllmassen für die Erde haben. Selbst Grundschulkindern wird hier sehr schnell klar, daß das nicht gut sein kann.

Es werden in den folgenden Kapitel zu den einzelnen Stoffen Herkunft und Verarbeitung erkärt, wobei bereits hier auf die Folgen für die Umwelt hingewiesen. Desweiteren folgen Tipps zum Recyclen wie etwa Plastikflaschen oder -becher auszuwaschen, damit es bei der Weiterverarbeitung nicht zu Problemen führt. Ergänzend werden Tipps zur Vermeidung bzw. zum Upcyclen gegeben, z.B. Getränke für unterwegs in einer kleinen Thermoskanne mitzunehmen statt irgendwo ein Getränk in einer Plastikflasche zu kaufen.

Mein Fazit:
Das Beste ist es jedoch, den Kindern vorzuleben, wie es richtig geht. Das Buch kann hier aber unterstützen, weil es auf kindgerechte Art die Problematik von zu viel Müll und einen bewußten Umgang mit den vorhandenen Stoffen, was letztlich mehr Umweltbewußtsein schafft.

Bewertung vom 05.09.2019
Lena Halberg - New York '01
Nyborg, Ernest

Lena Halberg - New York '01


ausgezeichnet

Nach „Paris '97“ ist „New York '01“ der zweite Band der Lena-Halberg-Triologie. Es folgt noch im Rahmen der Triologie „London '05“. Das vierte Buch um Lena Halberg ist „Der Cellist“, das ich zuerst gelesen hatte.

11.09.2001, die Zwillingstürme des World Trade Centers stürzen nach einem Terroranschlag brennend zusammen. Ein Nebengebäude wird noch rechtzeitig evakuiert. Was hat das mit den Recherchen von Lena Halberg zu tun? Sie ist einem amerikanischen Rüstungsproduzent auf den Fersen, der bekannt ist für seine skrupellosen Geschäfte und nun den Wohltäter für afrikanische Kindersoldaten gibt. Lena nimmt ihm das nicht ab und wittert unlautere Geschäfte hinter seiner Wohltätigkeit. Entgegen allen Warnungen dringt sie immer weiter in die Geschichte ein. Je näher sie der Lösung kommt, desto größer wird die Gefahr für ihr Leben.

Wieder hat Ernest Nyborg reale Geschehnisse gekonnt in seine Fiktion eingebaut. Mit sehr viel Spannung erzählt er eine Geschichte um den machtgewohnten Rüstungsproduzenten Bronsteen.

Die Handlung hat mir wie im ersten Teil der Triologie sehr gut gefallen. Lena ist eine toughe Journalistin, die sich nicht so leicht abschrecken läßt. Wenn sie erst mal an einer Geschichte dran ist, gibt sie nicht so schnell auf. Jetzt freue ich mich schon auf „London '05“, den letzten Band der Triologie.

Bewertung vom 05.09.2019
Lena Halberg - Paris '97
Nyborg, Ernest

Lena Halberg - Paris '97


ausgezeichnet

Begonnen hatte ich den Lebensweg von Lena Halberg mit dem nachfolgenden „Der Cellist“ zur Triologie. Darin hatte mir Lena sehr gut gefallen: eine gut vernetzte Journalistin, die sich an Geschichten so richtig festbeißen kann. Bei ihren waghalsigen Motorradfahrten habe ich zwischenzeitlich auch mal um ihr Leben gefürchtet. Durch die sehr gute Geschichte und einige Andeutungen auf vorherige Begebenheiten wurde ich neugierig auf die Triologie.

In dem Buch „Paris '97“ verarbeitet der Autor wieder wahre Begebenheiten in den Geschehnissen, hier der Tod von Lady Di in Paris 1997. Der damalige Lebensgefährte von Lena kommt bei einem Unfall ums Leben. Viele Jahre später kommt Lena per Zufall drauf, daß es dabei Ungereimtheiten gibt. Sie meint, den Schlüssel dafür in der Hand zu haben, daß Francos Unfalltod in einem Zusammenhang mit dem Unfallgeschehen von Lady Di steht. Ihr wurde seinerzeit mitgeteilt, daß Franco an einem anderen Ort verunglückt ist. Wie es Ihre Art ist, will sie dies klären und kommt einer ungeheuerlichen Geschichte auf die Spur. Es fiel mir wirklich schwer, das Buch mal aus der Hand zu legen.

Die Handlung hat mir sehr gut gefallen, die Protagonisten ebenfalls, allen voran Lena. Den zweiten und dritten Band der Triologie habe ich bereits hier liegen und freue mich nun auf die weiteren Geschehnisse.

Bewertung vom 13.07.2019
Brot backen mit Christina
Bauer, Christina

Brot backen mit Christina


ausgezeichnet

Das Buch „Brotbacken mit Christina“ ist im österreichischen Löwenzahn-Verlag erschienen. Ich wohne im Grenzgebiet zu Österreich und weiß daher, daß in Österreich andere Mehltypen verkauft werden wie in Deutschland. Daher war ich im Speziellen neugierig, wie in diesem Buch damit umgegangen wird. Eine „Übersetzungstabelle“ im erläuternden Teil des Buches läßt den deutschen Leser beim Mehlkauf schon mal nicht verzweifeln.

Das Buch beginnt mit ein paar Grundlagen zum Thema Getreide, Mehlsorten, deren Eigenschaften und eben der o.a. „Übersetzungstabelle“ der Mehltypen. Desweiteren werden noch Infos zu Brotgewürzen und Salz geliefert. Ebenso erläutert Christina, welche Utensilien fürs Brotbacken nützlich sind. Als Nächstes widmet sie sich der Zubereitung der Grundteige: Sauerteig, Hefeteig und Über-Nacht-Gare. Schritt-für-Schritt-Anleitungen sowie viele Fotos helfen dem Leser, die anfänglichen Hürden zu meistern. Abgerundet wird dieses erste Kapitel mit einigen Tipps fürs gute Gelingen sowie Lösungen für ein paar Probleme.

Und schon geht es in den nächsten Kapiteln ans Werk: Brot ganz klassisch, Alles Vollkorn, Brote mit Sauerteig, Brote mit wenig Hefe und viel Zeit, Brote ohne Kneten, Brot einmal anders und süße Brote. Hier findet jeder etwas für seinen Geschmack, egal, ob Alltagsbrot oder etwas Besonderes für den Frühstückstisch oder die Party.

Neben der Zutatenliste wird die Zubereitungs- und Arbeitszeit genannt, ebenso Backtemperatur und Backzeit. Die Zubereitung wird wieder Schritt für Schritt erklärt. Für besondere Arbeitsschritte wie Falttechniken bei einem besonderen Zopf z.B. werden die einzelnen Schritte wieder mittels Foto gezeigt.

Ich habe einige Rezepte nachgebacken. Mit den guten Anleitungen sind mir auch Rezepte erstaunlich leicht gelungen, an die ich mich bisher nicht so recht rangetraut habe.

Mein Fazit:
Für Anfänger sehr gut geeignet, da neben den Grundlagen fürs Brotbacken vieles Schritt für Schritt erklärt und mittels Fotos gezeigt wird. Und Fortgeschrittene werden das Buch sicher aufgrund der Bandbreite der Rezepte als Ergänzung mögen.
Für die Umwelt- und Klimabewußten: Das Buch ist klimapositiv gedruckt und wird ohne Plastikfolie ausgeliefert.
Ich weiß, dass ich dieses Buch noch oft zum Backen hernehmen werde und hoffe auf Band 2 mit weiteren leckeren Brotrezepten von Christina.

Bewertung vom 13.07.2019
Die Frau aus Oslo
Dahl, Kjell Ola

Die Frau aus Oslo


gut

1942, Nazis in Norwegen, die Jüdin Esther im Widerstand, der Tod von Esthers Eltern, der Mord an ihrer Freundin Äse: hört sich nach einer tollen, spannenden Geschichte an. Leider hat mich die Geschichte nicht so mitgenommen, wie ich es erwartet habe. Man hätte wesentlich mehr daraus machen können.

Die Geschichte beginnt im Jahre 2015 mit einem Armband, das auf einer Auktion versteigert werden soll. Turid erkennt dieses Armband und reklamiert dieses als ihr Eigentum. Es gehörte Turids Mutter, bis es 1967 spurlos verschwand.

Auf zwei weiteren Zeitebenen (1942 und 1967) werden die Ereignisse erzählt, in dessen Verlauf auch dieses Armband eine Rolle spielt.
1942 ist Esther aktives Mitglied im Widerstand, muß jedoch überraschend nach Schweden fliehen, als sie verraten wurde. Gerhard Falkum, der Mann ihrer Freundin Äse, flieht ebenfalls aus Norwegen. Er wird bezichtigt, seine Frau Äse ermordet zu haben. Er bestreitet dies vehement, hat sogar ein Alibi. Sverre, ebenfalls beim Widerstand, bittet Esther, Gerhard in Schweden zu helfen.
1967 taucht der totgeglaubte Gerhard Falkum wieder in Norwegen auf. Er möchte Kontakt zu seiner Tochter Turid aufnehmen, die nach dem Mord an ihrer Mutter und der Flucht ihres Vaters adoptiert wurde. Es läßt sich nicht vermeiden, daß sich Gerhard, Esther und Sverre bei dieser Gelegenheit wiedersehen. Doch keiner scheint erfreut zu sein, den anderen wiederzusehen.

Das Buch wirft im Lauf der Geschichte viele Fragen auf. Leider sind für mich einige wesentliche Fragen offen geblieben. So wird z.B. eine Narbe so oft erwähnt, daß man annimmt, das diese eine besondere Bedeutung hat. Man wartet förmlich drauf, daß man erfährt, woher diese Verletzung stammt und welche Bedeutung sie für die Geschichte hat. Aber das wird leider nicht aufgeklärt. Dafür werden aber bestimmte Wegbeschreibungen derart aufgebauscht, was für die Geschichte überhaupt keine Rolle spielt.

Das Ende der Geschichte wird sehr schnell erzählt, die Auflösung einiger Punkte, die man nun endlich erwartet, bleibt aus.

Mich hat das Buch unbefriedigt zurückgelassen. Man hätte aus der Geschichte mehr machen können. Daß dieses Buch in Norwegen ein Bestseller sein soll, kann ich nicht nachvollziehen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 13.07.2019
Die Hebamme von Sylt / Die Insel-Saga Bd.1
Pauly, Gisa

Die Hebamme von Sylt / Die Insel-Saga Bd.1


sehr gut

„Die Hebamme von Sylt“ ist der Auftakt zu einer Triologie von Gisa Pauly und wird mit den Bänden „Sturm über Sylt“ sowie „Die Kurärztin von Sylt“ fortgesetzt.

In einer stürmischen Nacht im Jahre 1872 holt die Hebamme Geesche Jensen zwei Kinder auf die Welt: die Comtesse Elisa von Zederlitz sowie die Fischerstochter Hannah Boyken. Hannah wird mit einem Hüftschaden geboren. Doch das ist nicht das einzige Unglück. Geesche Jensen hat in dieser unglückseligen Nacht ihren Verlobten beim Bau der Inselbahn verloren. Und während die Fischersfrau Freda Boyken ihre Tochter Hannah geboren hat, ist ihr Mann in dieser stürmischen Nacht nicht mehr vom Fischfang nach Hause gekommen.

Die eigentliche Geschichte spielt 16 Jahre später. Geesche Jensen hadert mit sich und dieser stürmischen Nacht, die sie einfach nicht losläßt. Aber was ist in jener Nacht passiert? Hat sie damals einen Fehler gemacht und fühlt sich schuldig an dem Hüftschaden von Hannah? Im Verlauf der Geschichte beginnt man immer mehr zu ahnen, was damals passiert ist. Und im 1888 passieren auf Sylt einige Dinge, die den Inselvogt auf Trab halten. Hat das was mit der Sturmnacht von 1872 zu tun?

16 Jahre nach dem Tod ihres Verlobten verliebt sich Geesche Jensen ausgerechnet in den Bauingenieur Marinus, der mit dem Bau der Inselbahn beschäftigt ist. Und der ist auch noch der Halbbruder des Grafen von Zederlitz. Standesdenken und seine Arbeit bei der Inselbahn, die ihrem Verlobten das Leben kosteten, machen es Geesche schier unmöglich, diese Liebe zu genießen.

Obwohl man immer mehr eine Ahnung davon bekommt, was 1872 passiert sein könnte, bleibt die Spannung weiter erhalten. Wie wird sich das im Jahre 1888 entwickeln? Das Ende war für mich trotz Allem nicht vorhersehbar.

Die Protagonisten waren gut dargestellt. Das Inselleben, das sich durch den zunehmenden Fremdenverkehr verändert, war ebenfalls gut beschrieben.

Mein Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Obwohl man relativ früh ahnen kann, was in jener Nacht passiert sein könnte, bleibt man bis zum Schluß gespannt, ob und wenn welche Konsequenzen sich daraus im Jahre 1888 ergeben könnten.
Ich bin sehr gespannt, wie es mit Geesche Jensen in der Triologie weitergeht.

Bewertung vom 09.07.2019
Der Mann auf der Hallig / Die Inselkommissarin Bd.4
Johannsen, Anna

Der Mann auf der Hallig / Die Inselkommissarin Bd.4


sehr gut

Der Frieden der idyllischen Hallig Hooge wird urplötzlich durch tragische Ereignisse erschüttert. Klaas Rieckert, ein Halligbewohner, wird auf einer Sandbank tot aufgefunden. Da das Opfer an Armen und Beinen gefesselt war, also ganz offensichtlich ein Mord. Auf der Hallig kennt jeder jeden, und nichts bleibt vor den Halligbewohnern verborgen. Jeder ist erschüttert, aber keiner kann sich einen Grund vorstellen, warum jemand Klaas Rieckert nach dem Leben trachtet.

Bei der Obduktion dann ein überraschendes Ergebnis. Die DNA von Klaas Rieckert passt zu Tatortspuren von 3 Morden in verschiedenen Städten auf dem Festland.

Eine SOKO war vor 10 Jahren zu keinem Ergebnis bei den drei Morden gekommen. Lena Lorenzen, die damals in der SOKO mit ermittelt hat, möchte nun unbedingt den Mord an Klaas Rieckert übernehmen. Sie, als Kind der nordfriesischen Inseln, hat natürlich einen anderen Zugang zu den Halligbewohnern als irgendein fremder Ermittler vom Festland. Das ist aber nicht der einzige Grund, warum ihr spezielles Interesse diesem Fall gilt. Sie hat da noch eine alte Rechnung offen.

Nicht nur die Mordermittlungen sind schwierig. Sie versucht gerade, sich mit ihrem Freund ein Haus einzurichten. Ist die Beziehung wirklich stark genug, dem manchmal überraschenden Arbeitsalltag von Lena auszuhalten?

Lena und ihr Freund Erck waren mir gleich sympathisch, die direkten Arbeitskollegen auch.

Mein Fazit:
Spannende Geschichte, das Halligleben war überzeugend beschrieben, glaubwürdig dargestellte Protagonisten mit einem Ende, das man nicht vorhersehen konnte. Klare Lesempfehlung