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Julz
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Hildesheim

Bewertungen

Insgesamt 71 Bewertungen
Bewertung vom 28.12.2025
Elfgren, Sara B.

Die Insel meiner Schwester


ausgezeichnet

Sara B. Elfgrens Roman "Die Insel meiner Schwester" ist ein gelungenes Porträt über die komplexen Beziehungen zwischen Halbschwestern, zwei Frauen, deren einst enge Bindung durch das Leben auseinandergerissen wurde. Die Protagonistinnen, Nia und Mirjam, wachsen dem Leser im Laufe der Geschichte ans Herz. Sie müssen sich mit ihren gemeinsamen Erinnerungen und den schmerzhaften Erfahrungen der Vergangenheit auseinandersetzen und werden dabei von den Lesern begleitet.

Der Plot entfaltet sich, als Nia Mirjam nach einem Jahr des Schweigens an den Ort ihrer Kindheit einlädt. Diese Einladung wird für Mirjam, die gerade eine schmerzhafte Trennung von Juan erlebt hat, zu einer Art Wendepunkt. Der Rückblick auf ihre Kindheit und die damit verbundenen Erinnerungen sind geschickt in die Erzählung eingeflochten, was dem Leser ermöglicht, die emotionale Tiefe und die Verwobenheit ihrer Geschichten nachzuvollziehen.

Elfgren gelingt es, durch einen flüssigen Schreibstil und lebendige Dialoge das Interesse des Lesers zu fesseln. Es ist besonders beeindruckend, wie die Autorin Erinnerungen und wörtliche Rede nutzt, um die Charaktere zum Leben zu erwecken. Trotz der oft düsteren Thematik – Verlust, Trauer und Enttäuschung – schimmert immer wieder ein Funke der Hoffnung durch. Diese duale Natur der Erzählung macht das Buch zu einer fordernden, aber auch bereichernden Lektüre.

Bewertung vom 28.12.2025
Ridzén, Lisa

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen


ausgezeichnet

In dem Roman "Wenn die Kraniche nach Süden ziehen" von Lisa Ridzén geht es um den 89-jährigen Bo, der nicht mehr im Schlafzimmer seines Hauses schlafen möchte, seitdem seine an Demenz erkrankte Frau Fredrika in ein Pflegeheim gezogen ist.
Seiner Meinung nach ist ihm nur noch Sixten, sein treuer Hundefreund, geblieben, den ihm jedoch sein Sohn Hans wegnehmen möchte.

Bo richtet seine Erinnerungen und seine täglichen Gefühle direkt an Fredrika. Die Autorin verwendet hierfür das Personalpronomen Du und zeigt auf, wie wichtig Fredrika für Bo ist; so wichtig, dass er ihren getragenen Schal, der ihren Geruch trägt, in einem abschließbaren Glas aufbewahrt.
Ein zentrales Thema seiner Erinnerungen ist seine Beziehung zu seinem Vater, der ihm gegenüber kalt, distanziert und gewalttätig war. Ich denke, dass Bo aus diesem Grund versuchte, seinem Sohn Hans gegenüber liebevoller zu sein, aber durch die Erziehung des "Alten", wie er seinen Vater nennt, möchte ihm das nicht gelingen. Oft kommt Wut in seinen Gefühlen hoch, die er zu unterdrücken versucht. Die Beziehung zu Hans ist aufgrund seiner Beziehung zum Alten gestört: Bo weiß in seinem Inneren, dass er Hans liebevolle Worte sagen könnte, schafft es aber schließlich nie, sie auszusprechen.

Es ist sehr interessant und beeindruckend wie Ridzén aus der Perspektive eines 89-jährigen Mannes erzählen kann, sodass sich der Leser problemlos in seine Gefühls- und Gedankenwelt hineinversetzen kann.
In diesem Roman gibt es nicht so viel Handlung, aber die Autorin wechselt die Handlungen im Jetzt mit Erinnerungen der Vergangenheit und den Pflegebucheinträgen ab. Dadurch kommt Abwechslung in das Geschehen rein und der Leser gewinnt einen Eindruck, wie sich Bos Alltag abspielt.
Von Tag zu Tag verschlechtert sich Bos Zustand, er schafft immer weniger Dinge allein und muss sich auf die Besuche des Pflegepersonals einlassen, die ihm das Essen erwärmen, ihn waschen und sogar mit Sixten Gassi gehen. Als Hans den Hund in eine andere Familie weggibt, geht es mit Bo weiter bergab, er hört auf zu essen, um gegen seinen Sohn zu rebellieren, weil er es nicht in Worten schafft. Die einzige Freude in seinem ruhigen Leben, wird ihm weggenommen, Bo ist nicht nur traurig, sondern wütend.

Zu keiner Zeit habe ich beim Lesen den Eindruck gehabt, dass ich nicht mitkomme oder durch den Alltag und die Erinnerungsstränge verwirrt werde. Sprachlich wird man als Leser von Ridzén gut begleitet und sie schafft es, dass man sich in Bo hineinversetzt und die Dinge aus seiner Sicht sieht.
Es ist ein stiller Roman und er verändert tatsächlich die Sicht auf das Leben bzw. auf das Alter. Ein sehr empfehlenswertes Buch!

Bewertung vom 28.12.2025
Schirach, Ferdinand von

Alexander


ausgezeichnet

In „Alexander“ führt uns Ferdinand von Schirach in die fiktive Stadt Kaliste, wo der junge Alexander einen Auftrag ausführen soll: Er soll „gute Gesetze“ finden, die das Zusammenleben der Menschen nachhaltig sichern und jede Form von Tyrannei verhindern sollen. Diese spannende Prämisse eröffnet nicht nur einen Lernprozess für Alexander, sondern regt auch die jungen Leser dazu an, über Gerechtigkeit und Moral nachzudenken.

Die Erzählweise ist kindgerecht und leicht verständlich, wodurch das Buch sowohl für vorlesende Eltern als auch für selbstständige junge Leser geeignet ist. Mit einem feinen Gespür für die Gedankenwelt von Kindern vermittelt Schirach tiefgründige Themen auf verständliche Weise. Alexander trifft auf eine Vielzahl von Charakteren, die ihm unterschiedliche Perspektiven zu dem Thema Gesetze und Gerechtigkeit anbieten. Diese Begegnungen sind nicht nur lehrreich, sondern auch spannend und abwechslungsreich.

Die liebevollen Illustrationen des Autors verleihen dem Buch zusätzlich einen besonderen Charme. Sie fördern die Vorstellungskraft der Kinder und machen die Geschichte lebendig.

Was ist persönlich nicht gut finde, ist das Autorenfoto auf der Onlineseite zu diesem Buch. Da es sich um ein Kinderbuch handelt, hätte man ein Foto ohne Zigarette wählen sollen.

Bewertung vom 28.12.2025
Xander, Iliana

Der Boss - Ist er ein Monster oder ein Genie?


sehr gut

"Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?" von Iliana Xander ist ein fesselnder Thriller, der den Leser gleich zu Beginn mit einem packenden Plot in seinen Bann zieht. Die Geschichte beginnt mit Natalie Olsen und ihrer besten Freundin Cara, die eine Partynacht in einem Club verbringen. Als Cara jedoch mit einem gutaussehenden Mann verschwindet und am nächsten Morgen im Koma aufgefunden wird, setzt bei Natalie ein verzweifelter Überlebensinstinkt ein.

Das Besondere an diesem Thriller ist die geschickte Verwebung von Spannung und emotionalen Konflikten. Natalies Entscheidung, einen Job bei Geoffrey Rosenberg, dem mysteriösen Unternehmer und vor allem dem Mann, mit dem Cara die Nacht verbracht hatte, anzunehmen, sorgt für innere Konflikte und jede Menge Fragen. Ist Rosenberg nur ein charmanter Geschäftsmann oder weiß er, wer Natalie ist und welchen Plan sie verfolgt? Xander gelingt es, den Leser an Natalies Seite zu ziehen und die düstere Atmosphäre der Ungewissheit zu verstärken.

Bewertung vom 28.12.2025
Kessel, Carola von

Mein erstes Fahrrad / Wieso? Weshalb? Warum? Junior Bd.80


sehr gut

„Mein erstes Fahrrad“, ist ein toll illustriertes Kinderbuch aus dem Ravensburger Verlag und der ideale Begleiter für kleine Radfahrer und solche, die es noch werden wollen. Carola von Kessel verwandelt das Lernen des Radfahrens in eine spannende Entdeckungsreise. Das Buch richtet sich sowohl an Kinder, die bereits mit dem Laufrad vertraut sind, als auch an absolute Neulinge.

Die kindgerechte Sprache und die liebevollen Illustrationen ziehen sofort in ihren Bann. Auf jeder Seite gibt es nicht nur etwas zu lesen, sondern auch allerlei Wissensklappen zu entdecken. So wird den Kindern auf spielerische Art und Weise erklärt, wie man richtig bremst, sicher auf dem Rad sitzt und was beim Üben zu beachten ist. Diese interaktive Gestaltung fördert nicht nur das Lesevergnügen, sondern regt auch zum Nachdenken und Ausprobieren an.

Besonders hervorzuheben sind die klaren Anleitungen und Tipps, die Eltern und Kindern helfen, gemeinsam das Radfahren zu erlernen.

Bewertung vom 28.12.2025
Schröder, Alena

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel


ausgezeichnet

Alena Schröders Roman „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ entführt die Leser in eine Welt, die auf zwei Zeitebenen spielt. Während Marlen, ein 14-jähriges Mädchen nach Ende des Zweiten Weltkrieges, mit den Nachwirkungen ihrer Zeit kämpft, erleben wir gleichzeitig die Geschichte von Hannah, eine 34-jährige Frau, die nach der Pandemie versucht, ihren Platz in einer veränderten Welt zu finden, nachdem ihre beste Freundin nach sieben gemeinsamen WG-Jahren auszieht und beginnt, ein Erwachsenenleben zu führen: schwanger, mit Partner. Das bringt Hannah vollends aus dem Konzept und sie muss aus eigener Kraft versuchen, "klar zu kommen".
So wird die Verbindung von Marlen und Hannah durch eine kleine Leinwand im Verlauf der Erzählung immer greifbarer, während sich ihre Leben und Gedanken miteinander verweben.

Die Autorin versteht es meisterhaft, das Innenleben beider Protagonistinnen darzustellen und lässt den Leser tief in deren Emotionen eintauchen. Schröders Sprache ist dabei lebendig und fesselnd; sie schafft Bilder, die den Leser zum Schmunzeln bringen und zum Nachdenken anregen. Besonders in der aktuelleren Ebene gelingt es der Autorin, humorvolle und gleichzeitig nachdenkliche Momente einzufangen, die das Leseerlebnis bereichern.
Schröder lässt uns nicht nur die Herausforderungen beider Frauen miterleben, sondern regt auch zur Reflexion über die eigene Lebenssituation an. Man fühlt sich eng mit Marlen und Hannah verbunden, was die Geschichte umso eindringlicher macht.

Bewertung vom 24.11.2025
Hewlett, Rosie

Medea


ausgezeichnet

In ihrem neuen Roman "Medea – Die Hexe von Kolchis" erweckt Rosie Hewlett eine der stärksten weiblichen Figuren der griechischen Mythologie zum Leben. Medea, die Tochter des Königs von Kolchis, ist nicht nur durch ihre Zauberkräfte bemerkenswert, sondern auch durch ihre emotionale Stärke. Von ihrer Tante Circe in der Kunst der Magie unterrichtet, weiß Medea um ihre Fähigkeiten und die Macht, die sie ausstrahlt.

Die Darstellung von Medeas Beziehung zu ihrer Familie stimmt mich als Leserin nachdenklich, traurig und auch wütend. Ihre Schwester wird von ihr ferngehalten, während ihre Mutter sie meidet. Der Vater und der Bruder schlagen sie, sind jedoch gleichzeitig von einer gewissen Furcht vor ihr erfüllt. Diese Dynamik verdeutlicht die oft komplexe Beziehung zwischen starken Frauen und der patriarchalen Gesellschaft, in der sie leben. Männer empfinden häufig Angst vor Frauen, die sich ihrer eigenen Stärke bewusst sind, und Medea ist da keine Ausnahme. Sie zeigt keine Tränen, um jenen, die sie demütigen, keine Genugtuung zu verschaffen – ein Zeichen ihres unerschütterlichen Stolzes und ihrer Entschlossenheit.
Der entscheidende Wendepunkt in Medeas Geschichte tritt ein, als Jason, der Anführer der Argonauten, in ihr Leben tritt und das Goldene Vlies, welches Medea nach Anweisung ihres Vaters mit einem Zauber schützen soll, erobern will. Das ist Medeas Chance, aus ihrem "Gefängnis" zu entkommen.

Hewlett gelingt es, die griechische Mythologie auf zauberhafte Weise wiederzugeben: die Geschichte ist bildhaft und verständlich erzählt, sowie sprachlich fließend, was den Roman zu einem wahren Pageturner macht.
Der Roman ist eine starke Botschaft über weibliche Selbstbestimmung und Rosie Hewlett hat damit einen bedeutenden Beitrag zur literarischen Auseinandersetzung mit mythologischen Figuren geleistet. Medea, eine der umstrittensten Figuren dieser Mythologie, erstrahlt in neuem Licht.

Bewertung vom 10.11.2025
Reddy, Swapna

Reggie Rabbit und der große Karottenraub


ausgezeichnet

Swapna Reddys „Reggie Rabbit und der große Karottenraub“ ist ein fesselndes Kinderbuch, das die jungen Leser mit auf ein lustiges und spannendes Abenteuer nimmt. Die Geschichte dreht sich um Reggie, einen neugierigen Hasen, der sich wünscht, wie sein großes Vorbild, der schlaue Fuchs, der beste Detektiv der Welt zu werden. Das inspiriert auch Kinder, ihren eigenen Mut und ihre Neugier zu entdecken.

Die Handlung entfaltet sich, als plötzlich eine große Menge Karotten verschwindet. Dieser mysteriöse Vorfall bietet Reggie die perfekte Gelegenheit, seine detektivischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Mit viel Witz und einer Prise Spannung begibt sich der kleine Hase auf die Suche nach den verschwundenen Karotten und macht dabei einige amüsante Entdeckungen. Reddys einfache Sprache macht es Kindern leicht, die Geschichte selbstständig zu lesen, wobei die humorvollen Dialoge und einfallsreichen Wendungen das Interesse bis zur letzten Seite fesseln.

Besonders hervorzuheben sind die lebendigen und einladenden Illustrationen, die den Text perfekt ergänzen. Die bunten Bilder ziehen die jungen Leser förmlich in die Geschichte hinein und regen die Fantasie an. Sie animieren dazu, weiterzulesen und die Abenteuer von Reggie und seinen Freunden mitzuerleben.

Bewertung vom 10.11.2025
Schäfer, Stephan

Jetzt gerade ist alles gut


ausgezeichnet

In einer Welt, die oft von Hektik und Stress geprägt ist, bietet Stephan Schäfer mit seinem Roman „Jetzt gerade ist alles gut“ eine willkommene Auszeit für die Seele. Mit einem liebevollen Blick auf die kleinen, stillen Momente des Lebens gelingt es ihm, dem Leser vor Augen zu führen, dass das große Glück oft in den unscheinbaren Augenblicken verborgen liegen kann.

Schäfer erzählt die Geschichte von einem Protagonisten, der aufgrund eines kleinen Schnitts an einer Sepsis erkrankt und eine zweite Chance erhält: er lernt innezuhalten und die Schönheit des Hier und Jetzt zu entdecken. Ob es ein guter Espresso am Morgen ist oder eine Nachricht seiner Kinder ist - diese kleinen Erlebnisse, die oft in der Schnelligkeit des Lebens übersehen werden, rücken bei Schäfer ins Zentrum.

Der Schreibstil von Schäfer ist angenehm leicht und einladend, was dazu beiträgt, dass man beim Lesen das Gefühl hat, einen alten Freund zu treffen. Seine Sprache ist liebevoll und skizziert mit wenigen Worten die Atmosphäre, die jeder Moment transportieren kann. Es wird deutlich, dass er ein feines Gespür für die leisen Töne des Lebens hat und diese eindrucksvoll zum Ausdruck bringt. Schäfer ermutigt uns, die kleinen Freuden zu feiern und dankbar für die einfachen Dinge zu sein. Der Roman wird sicherlich viele Leser ansprechen, die auf der Suche nach Inspiration und einem neuen Blickwinkel auf ihr eigenes Leben sind. Es ist ein wunderbares Buch, das dazu anregt, das eigene Glück neu zu definieren und die kleinen Wunder des Alltags zu würdigen!

Bewertung vom 10.11.2025
Bjergfeldt, Annette

Mr. Saitos reisendes Kino


ausgezeichnet

Annette Bjergfeldts Roman "Mr. Saitos reisendes Kino" entführt uns in eine fantasievolle Welt, die gleichermaßen bezaubernd wie bewegend ist. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die kleine Lita, ein Mädchen voller Sehnsucht nach der Liebe und Aufmerksamkeit ihrer Mutter, Fabiola. Diese ist nicht nur eine schöne Frau mit einer Leidenschaft für Tango und extravagante Schuhe, sondern auch die Quelle von Litas inneren Konflikten.
Schon auf den ersten Seiten wird deutlich, wie liebevoll die Charaktere von der Autorin gestaltet sind. Lita, mit ihrem unschuldigen Wunsch nach Nähe, weckt sofort Mitgefühl und Sympathie bei uns Lesern.

Die flüssige Schreibweise von Bjergfeldt trägt dazu bei, dass die Geschichte mühelos lesbar ist. Der Leser wird in eine Welt voller wundersamer Momente gezogen, die oft an Magie grenzt. So erinnert die Erzählweise gelegentlich an den Stil des berühmten kolumbianischen Autors Gabriel García Márquez, dessen Werke ebenfalls von einem Hauch des Übernatürlichen durchzogen sind. Diese mystischen Elemente schaffen eine faszinierende Atmosphäre, die das Lesen zu einem Erlebnis macht.

Trotz der Vielzahl an Seiten verliert das Buch nie an Spannung oder Interesse. Bjergfeldt versteht es, die Leser bei der Stange zu halten. Jede Wendung in der Handlung, sei es eine unerwartete Begegnung oder ein magischer Moment, zieht den Leser tiefer in Litas Abenteuer hinein. Man möchte unbedingt wissen, wie sich die Beziehung zwischen Mutter und Tochter entwickeln wird und ob Lita letztendlich die Aufmerksamkeit erhält, die sie so sehr ersehnt.

Der Roman lädt dazu ein, an Litas wundersamer Reise teilzuhaben, sie in ihrer Freundschaft zu der taubstummen Oona zu begleiten und über die Grenzen der Realität hinauszugehen. Annette Bjergfeldt gelingt es, eine tiefgründige und zugleich unterhaltsame Geschichte zu erzählen, die noch lange nach dem Lesen im Gedächtnis bleibt. Ein sehr empfehlenswerter Roman, der in Dänemark nicht grundlos ein Bestseller ist.