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Benutzername: Tamaru
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Bewertungen

Insgesamt 123 Bewertungen
Bewertung vom 29.05.2018
Krokodilwächter
Engberg, Katrine

Krokodilwächter


sehr gut

Sympathisches Ermittlerteam


Der erste Fall, in dem Jeppe Kørner und Anette Werner gemeinsam ermitteln hat es in sich. Eine junge Studentin, die gerade erst nach Kopenhagen gezogen war, wird in ihrer Wohnung ermordet aufgefunden. Zudem ist das Gesicht der Leiche mit Schnitten verunstaltet. Ein Zeichen? Als Jeppe und Anette die Ermittlungen aufnehmen stellt sich heraus, dass der Mord genau der Romanvorlage von Julies Vermieterin ähnelt. Aber wer hatte Zugang zu dem bisher unveröffentlichten Manuskript. Und vor allem, wer hatte einen Grund Julie zu ermorden? Diese Fragen sind für die beiden Polizisten gar nicht so einfach zu lösen, denn es gibt weitere Tote die ihre Ermittlungen immer wieder auf Null setzen.

Ein spannender Fall mit vielen Verstrickungen und unvorhersehbaren Wendungen. Das Ermittlerteam war mir von Anfang an sympathisch. Ich finde die beiden sehr interessant und glaube die werden sich in den Folgebänden noch gut weiter entwickeln.

Spannender Krimi den ich gerne gelesen habe.

Bewertung vom 01.05.2018
Sommernachtstod
Motte, Anders de la

Sommernachtstod


gut

Was geschah mit Billy?

Als vor zwanzig Jahren der kleine Billy spurlos verschwand, versetzte das ein ganzes Dorf in Aufruhr. Es gab viele Spekulationen und Gerüchte, doch nichts davon brachte eine wirkliche Spur zu dem verschwundenen Kind.
Als seine Schwester Vera in ihre Heimat zurückkehrt beschließt sie endlich hinter das Geheimnis um Billys Verschwinden zu kommen. Mittlerweile ist sie fest davon überzeugt dass er noch lebt, und beginnt die alten Hinweise zu hinterfragen. Doch das gefällt nicht jedem in dem Dorf, denn schnell wird klar, es gibt Geheimnisse, die alle Beteiligten nur zu gerne unter Verschluss halten würden.

„Sommernachtstod“ ist ein solider Krimi mit einer stimmigen Story, der mich aber trotzdem nicht unbedingt begeistert hat. Das liegt hauptsächlich an der Hauptprotagonistin Vera, die mir weder sympathisch noch überzeugend genug dargestellt war. Der Funke ist einfach nicht übergesprungen, was teilweise auch an mangelnder Spannung lag.

Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht.

Bewertung vom 05.02.2018
Schlüssel 17 / Tom Babylon Bd.1
Raabe, Marc

Schlüssel 17 / Tom Babylon Bd.1


ausgezeichnet

Tom Babylon



Mit Tom Babylon lernen wir einen neuen Ermittler kennen. Seit 20 Jahren auf der Suche nach seiner Schwester die angeblich ertrunken ist. Daran glaubt Tom aber nicht und deshalb ist er ständig auf der Suche nach Spuren von ihr. Und die scheint es in seinem ersten Fall zu geben. Eine Dompfarrerin wird grausam ermordet und zur Schau gestellt. Um den Hals trägt sie einen Schlüssel mit der Nummer 17. Genauso einen Schlüssel hatte Viola, Toms Schwester, bei sich als sie verschwand. Überzeugt davon, endlich das Rätsel um Viola lösen zu können, stürzt Tom sich wie besessen in die Ermittlungen. An seiner Seite Sita Johnson, eine Psychologin, die ihn eigentlich im Zaum halten soll. Doch die beiden entwickeln sich nach anfänglichen Startschwierigkeiten zu einem guten Team, dass endlich die Geister der Vergangenheit besiegen will. Nichtsahnend welche Kreise ihre Ermittlungen ziehen, geraten sie in einen Sumpf aus Gewalt, Lügen und alten Stasi Machenschaften.

Am Ende gibt es eine überraschende Auflösung bei der aber noch einige Fragen offen bleiben. Die werden wohl erst im nächsten Band gelöst.

Das neue Ermittlerteam gefällt mir sehr gut. Nachdem Tom und Sita sich zusammengerauft haben und erkennen, dass jeder von ihnen mit seinen eigenen Dämonen kämpft, werden sie ein tolles Team das mir sehr sympathisch ist.

Ich freue mich auf die Fortsetzung.

Bewertung vom 03.02.2018
Das Lied der toten Mädchen / Jan Römer Bd.3
Geschke, Linus

Das Lied der toten Mädchen / Jan Römer Bd.3


ausgezeichnet

Spannender Krimi


Ich hab mich sehr gefreut auf dieses Buch, denn ich mag die Krimis um den Journalisten Jan Römer und seine Kollegin Mütze. Die beiden arbeiten für eine Zeitung und ihr Ressort sind ungelöste Kriminalfälle. Mittlerweile ist es schon der dritte Band mit den beiden, aber immer eigenständige Geschichten. Es ist also nicht zwingend notwendig die vorherigen zu kennen um dieses Buch zu lesen. Diesmal haben sie sich den Mord an Sonja Risse vorgenommen der 1997 geschah und nie aufgeklärt wurde. Schnell entdecken sie, dass eine Menge Fragen damals unbeantwortet blieben und machen sich mit Feuereifer daran, Licht ins Dunkel zu bringen. Doch noch während ihren Recherchen wird erneut eine Frau ermordet, genau nach dem gleichen Muster wie vor 20 Jahren. Obwohl es nicht ganz ungefährlich für Jan und Mütze ist, bleiben sie an dem Fall dran und versuchen Zusammenhänge mit dem Mord an Sonja herzustellen. Sie ahnen nicht welche Folgen das für sie hat und schlittern direkt in eine Katastrophe. Da es schon der dritte Band mit den beiden ist erfährt man auch ein wenig mehr vom Privatleben von Jan und Mütze, aber genau im richtigen Maß. Ich mag es nicht, wenn das Privatleben der Protagonisten soviel Raum einnimmt, dass man die eigentliche Handlung aus den Augen verliert. Das ist hier nicht der Fall, und deshalb ist es für mich ein klasse Krimi, der mich gut unterhalten hat, und neugierig auf die Fortsetzung macht.«

Bewertung vom 26.01.2018
Hangman. Das Spiel des Mörders / New-Scotland-Yard-Thriller Bd.2
Cole, Daniel

Hangman. Das Spiel des Mörders / New-Scotland-Yard-Thriller Bd.2


ausgezeichnet

Baxter ist zurück

„Hangman“ ist eine spannende Fortsetzung von „RagDoll“ und es ist ratsam den ersten Teil zuerst zu lesen, damit man die vorhergegangenen Ereignisse besser versteht.

Emily Baxter wird in die USA beordert, da sich dort Morde ereignet haben, die n den RagDoll Fall erinnern. Zusammen mit Elliot Curtis vom FBI und Damian Rouche vom CIA soll sie an dem Fall arbeiten. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Sowohl in den USA sowie in England werden weitere Leichen gefunden, die entweder „Puppe“ oder „Köder“ in die Brust geritzt haben. Es scheint also jemanden zu geben, der diese Aktion steuert. Das Team um Baxter versucht in alle erdenkliche Richtungen zu ermitteln, als eine erneute, unfassbar grausame Tat sie endlich auf die Spur des Strippenziehers bringt. Aber werden sie es schaffen diesen Wahnsinnigen rechtzeitig zu stoppen?

Eine unfassbar rasante, spannende Story die einen sofort in ihren Bann zieht und kaum Zeit zum Luft holen läßt.
Die Kleinen Szenen aus dem Privatleben der Protagonisten fügen sich nahtlos in die Geschichte ein und zeichnen ein sehr gutes Bild von Baxter, Rouche und Curtis. Am meisten fasziniert hat mich diesmal Rouche, den eine Aura des Unnahbaren umgibt obwohl er manchmal sehr herzlich wirkt. Aber man wird das Gefühl nicht los, dass mit ihm irgendwas nicht stimmt.

Das Ende war spektakulär und mit einem Cliffhanger versehen, der auf einen dritten Teil hoffen läßt.
Ich freue mich drauf.

Bewertung vom 26.01.2018
The Woman in Cabin 10
Ware, Ruth

The Woman in Cabin 10


sehr gut

Alles nur Illusion?

Die Journalistin Lo gehört zu einem exklusiven Kreis , die an der Jungfernfahrt eines Luxuskreuzfahrtschiffs teilnehmen dürfen. Sie freut sich auf die Reise, denn sie hofft dort die nötige Ruhe und Entspannung zu finden, die sie zu Hause gerade nicht hat. Denn sie ist Opfer eines Einbruchs geworden und hat den Täter auf frischer Tat ertappt. Seitdem kann sie keine Nacht mehr schlafen und hofft, dass sich das auf dem Schiff ändern wird. Doch gleich in der ersten Nacht wird sie von einem Schrei aus dem Schlaf gerissen, kurz darauf hört sie, wie jemand vom Balkon der Nachbarkabine etwas über Bord wirft. Überzeugt davon, Zeugin eines Mordes geworden zu sein, informiert sie den Sicherheitsoffizier des Schiffes. Als dieser mit ihr die Nebenkabine inspiziert traut Lo ihren Augen nicht. Die Kabine ist unbewohnt und es gibt keine Anzeichen eines Kampfes oder gar Mordes. Die Frau, die Lo noch Stunden vorher gesehen hat, scheint nicht zu existieren. Und so wird sie schnell als durchgeknallte Irre abgestempelt, die gerne auch mal ein Gläschen Zuviel trinkt. Doch Lo ist überzeugt davon, dass ein Mörder an Bord ist und beginnt auf eigene Faust Beweise zu sammeln, um im nächsten Hafen damit zur Polizei zu gehen. Doch dorthin muss sie erstmal kommen.

Eine spannende Story die sich gut lesen lässt und einen gut unterhält. Nur mit der Protagonistin bin ich absolut nicht warm geworden. Ständig kurz vor einem Nervenzusammenbruch läßt sie es sich trotzdem nicht nehmen munter Alkohol in sich hineinzuschütten. Es scheint mir sehr unwahrscheinlich, wenn man einen Mörder an Bord vermutet vor dem man ständig auf der Hut ist, sich andauernd zu betrinken.

Mit dem Ausgang der Geschichte hätte ich so nicht gerechnet, hat mich total überrascht und ich wußte bis zuletzt nicht ob die ganze Geschichte sich nicht als Illusion entpuppt oder doch was wahres dran ist.

Klare Leseempfehlung trotz der nervigen Journalistin Lo.

Bewertung vom 17.01.2018
Die Vergessenen
Sandberg, Ellen

Die Vergessenen


ausgezeichnet

Starke Story

Dieser Roman erzählt eine Geschichte die einen so schnell nicht mehr loslässt.
1944 arbeitet Kathrin als Krankenschwester in der Heil- und Pflegeanstalt Winkelberg. Sie ist angetan von dem Arzt Karl Landmann und beginnt ein Verhältnis mit ihm, bis sie entdeckt was er wirklich in dieser Anstalt tut. Sie verbündet sich mit dem Medizinstudenten Matthias Cramer und sammelt Beweise für diese abscheulichen Verbrechen.

Zeitsprung ins Jahr 2013. Kathrin hat einen Schlaganfall erlitten und liegt im Krankenhaus. Ihre Nichte Vera, von Beruf Journalistin, muss sich nun um die anfallende Bürokratie kümmern. Dabei entdeckt sie ein Foto das sie stutzig macht. Sie beschließt der Sache auf den Grund zu gehen, um zu erfahren was für ein Geheimnis ihre Tante verbirgt. Doch mittlerweile sind noch mehr Personen dran interessiert.
Vera trifft bei ihren Recherchen immer wieder auf den geheimnisvollen Manolis, einen Mann für besondere Aufträge. Als er entdeckt, für wen er diesen Auftrag erledigen soll, melden sich seine eigenen Dämonen gegen die er schon viel zu lange ankämpft. Und er beschließt, diesmal soll die Gerechtigkeit siegen.

Ein toller Roman der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Was nicht zuletzt an Manolis, Vera und Kathrin lag. Ihre Geschichten sind so glaubhaft beschrieben, dass ich mich in jeden von ihnen hineinversetzen konnte.
Gekonnt verwebt die Autorin eine grausame Thematik in einen spannenden Krimi.
Absolute Leseempfehlung

Bewertung vom 11.01.2018
Wolfswut
Gößling, Andreas

Wolfswut


sehr gut

Nichts für schwache Nerven

Als Lotte Soltau den Nachlass ihres Vaters ordnet, macht sie eine grauenvolle Entdeckung. In einer leeren Lagerhalle stehen 5 Fässer mit verstümmelten Frauenleichen. Lotte kann nicht glauben, dass ihr Vater, den alle nur als hilfsbereiten und netten Menschen kennen, dafür verantwortlich sein soll. Sie ruft sofort die Polizei und Kira Hallstein und Max Lohmeyer beginnen mit den Ermittlungen. Für sie steht schnell fest, dass Alex Soltau hinter den Morden steckt, auch wenn das heißt, dass er ein Doppelleben geführt haben muss. Als dann aber ein toter Junge aufgefunden wird, dessen Verstümmelungen die Handschrift von Soltau tragen, ist schnell klar, dass dieser einen Komplizen gehabt haben muss, der nun alleine weitermacht. Aber wer soll das sein? Kira und Max finden zunächst keinen Anhaltspunkt, ermitteln aber in alle Richtungen und geraten immer tiefer in einen Sumpf aus Gewalt und Grauen.

Ein Buch das einem alles abverlangt, da die einzelnen Taten sehr detailliert und schonungslos beschrieben sind. Hält man sich dann noch vor Augen dass es sich teilweise um wahre Begebenheiten handelt und nicht alles der Phantasie des Autors entsprungen ist, wird das ganze noch ein bißchen grauenhafter.

Kira und Max sind ein ungewöhnliches Ermittlerteam, sie cool und eigensinnig, er voller Empathie und Einfühlungsvermögen. Max gefiel mir auch eindeutig besser, Kira war mir zu unnahbar, teilweise auch etwas farblos, hat nicht unbedingt meine volle Sympathie.

Die Story ist gut, teilweise aber mit einigen Längen, bei denen man das Gefühl hat, es geht nichts recht voran. Das Ende war dann sehr überraschend und für mich so nicht vorhersehbar.

Gelungener Thriller mit einigen Schwächen, nichtsdestotrotz freue ich mich auf den nächsten Teil der Reihe.

Bewertung vom 05.01.2018
Die Eishexe / Erica Falck & Patrik Hedström Bd.10
Läckberg, Camilla

Die Eishexe / Erica Falck & Patrik Hedström Bd.10


sehr gut

Lesenswerter Krimi

In dem kleinen Örtchen Fjällbacka verschwindet ein 4jähriges Mädchen. Sofort werden bei den Einwohnern Erinnerungen an einen Fall vor 30 Jahren wach. Auch damals verschwand ein 4jähriges Mädchen vom selben Hof wie diesmal und wurde ermordet aufgefunden. Zwei 13jährige Mädchen, Helen und Marie, hatten die Tat zuerst gestanden, ihr Geständnis dann aber widerrufen. Trotzdem gelten sie bis heute als Täterinnen und geraten auch diesmal wieder in Verdacht, zumal sich beide wieder in dem kleinen Ort aufhalten. Doch wo liegt ihr Motiv? Oder waren sie doch unschuldig und der Täter von damals hat wieder zugeschlagen?

Das Buch war spannend aber mit einigen Längen. Es dauert eine Weile bis man in der Story drin ist, da sie in 3 verschiedenen Zeitebenen spielt und man viele Personen auseinander halten muss. Damals als Stella verschwand, heute als wieder ein Kind verschwunden ist und im 17. Jahrhundert, als der Hexe Elin der Prozess gemacht wird.

Als am Ende alle Erzählstränge zu einem zusammenlaufen und man die Zusammenhänge versteht kommt es zu einem Ende das mich etwas enttäuscht hat, da es arg konstruiert ist.

Meiner Meinung nach wäre das Buch mit weniger Seiten ausgekommen, da ich die ausführlichen Beschreibungen des Privatlebens aller Beteiligten nicht gebraucht hätte.
Dennoch ein lesenswerter Krimi der gut unterhält.

Bewertung vom 01.01.2018
Böses Kind
Krist, Martin

Böses Kind


ausgezeichnet

Neuer sympathischer Kommissar
Suse, Mutter von drei Kindern, ist total überfordert seit ihr Mann sie verlassen hat und sie alleine für sich und die Kinder sorgen muss. Als dann auch noch die älteste Tochter Jacqueline verschwindet und die Polizei ihr nicht glaubt, dass was passiert sein muss, ist sie kurz vorm Durchdrehen. Doch dann wird Jacquelines Rucksack neben einer Leiche gefunden und Kommissar Henry Frei übernimmt die Ermittlungen. Und das soll nicht die letzte Leiche in diesem rasanten Fall bleiben, der überraschende Wendungen nimmt.

Ein spannender Thriller mit neuen Ermittlern, die ein tolles sympathisches Team bilden. Henry Frei, ein Pedant und Ordnungsfanatiker wie er im Buche steht und seine Kollegin Albers, eine junge Mutter mit chronischem Schlafmangel. Es macht Spaß diesen beiden durch einen Fall zu folgen, der nie langweilig wird und einen immer wieder auf neue Fährten lockt. Das Ende hat mich dann überrascht und läßt einen neugierig auf die Fortsetzung zurück.
Gerne mehr davon.«