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Benutzername: Nina
Danksagungen: 2 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 45 Bewertungen
Bewertung vom 13.12.2020
Meist sonnig
Kiewel, Andrea

Meist sonnig


weniger gut

Dieses Buch beinhaltet viele verschiedene Themen und ist dementsprechend in kurze Abschnitte eingeteilt. Teilweise haben diese gar nichts miteinander zu tun. Jedem Kapitel wird ein (privates) Foto der Autorin zugeordnet. Man hat anfangs den Eindruck dieses Buch würde viel über Andrea Kiewel erzählen, aber es bleibt vom Anfang bis ganz zum Schluss sehr oberflächlich. Beim Lesen stellen sich viele Fragen, die unbeantwortet bleiben. Besonders das Kapitel zum Schwimmen klingt so als würde es die Autorin bis heute negativ beeinflussen. Sie sagt, dass sie alles selbst wollte und bestimmt hat, allerdings hört sich plötzlich im Alter von 18 Jahren mit dem Schwimmen auf. Das klingt etwas unschlüssig und belässt einige Fragen.

Das Buch ist okay, aber lädt nicht wirklich zum Weiterlesen ein. Für echte Fans der Autorin kann ich mir das Buch dennoch gut vorstellen.

Bewertung vom 13.12.2020
Weihnachten in Cornwall (MP3-Download)
Summers, Mila

Weihnachten in Cornwall (MP3-Download)


gut

Amy ist eine sympathische Protagonistin, die mitten im Leben zu stehen scheint. Aufgrund eines Zwischenfalls beschließt sie spontan zu ihrer geliebten und immer fröhlichen Tante zu fahren, um dort auch die Weihnachtszeit zu verbringen. Dort lernt sie auch Colin kennen und schnell kann man in der gesamten Geschichte eins und eins zusammen zählen.



SPOILER:

Sehr schnell weiß man wie die ganze Story ausgehen wird. Der Grund Amy´s Zwangsurlaubs ist klar, sobald man Amy´s Mutter kennenlernt. Ich finde es extrem unrealistisch, dass sowohl Amy als auch Colin sich nahezu SOFORT verlieben ohne wirklich etwas voneinander zu wissen. Zudem kommt noch, dass so viel Trubel um die eigentliche Liebesgeschichte spielt, sodass diese fast ganz verdeckt wird. Amy´s zwei neue Freundinnen finde ich super. Die Frauengruppe klingt nach jede Menge Spaß und Abenteuer. Amy´s Mutter ist der reinste Horror. Auch die Entschuldigung am Ende ist mit dabei viel zu wenig. Nach fast drei Jahrzehnten fehlender Liebe kann man wirklich nicht alles auf Verbitterung schieben. Im Allgemeinen ist die Geschichte eher auf den Buchladen fokussiert als auf die eigentliche Liebesgeschichte. Man darf hier keine komplett neue und spannende Erzählung erhoffen. Eine nette Weihnachtsgeschichte für zwischendurch. Vor allem wenn man es nicht allzu romantisch mag!



Vom Hörbuch rate ich ab, beide Sprecher (Amy und Collin) haben mir für die jeweiligen Rollen überhaupt nicht gefallen.

Bewertung vom 06.12.2020
Bad At Love
Moncomble, Morgane

Bad At Love


gut

SPOILER !!!


Die Protagonistin Azalée ist mir schon von Anfang an ziemlich sympathisch. Man merkt schnell, dass sie viel im Leben durchgemacht hat und trotzdem oder gerade deswegen sehr stark scheint. Natürlich verbirgt sich hinter der Fassade auch einiges an Trauma.
Ihr Nachbar Eden ist ein lustiger und kluger Mann. Dass er schon eine Tochter hat fand ich nicht allzu verwunderlich, weil er in vielen Bereichen recht reif wirkt. Ich fand es dagegen etwas komisch, dass Azalée auch im späteren Verlauf sehr schnell in die Rolle der Stiefmutter gerutscht ist und sich trotz ihres sehr jungen Alters damit wohl zu fühlen schien. Das war ihren Aussagen gegenüber manchmal etwas widersprüchlich. Ich hätte es wesentlich besser gefunden die Protagonistin und auch Eden ein paar Jahre älter zu machen. Dann wäre es stimmiger gewesen.

Das Buch besteht aus sehr entspannten Teilen in denen quasi nichts passiert. Manchmal gerade zu langweilig, manchmal wurde auch etwas über die Vergangenheit berichtet. Ich fand, dass ihre schreckliche Vergangenheit immer und immer wieder erklärt und vertieft wurde.
Ich rate deshalb jedem, der/ die Schwierigkeiten mit diesem Thema hat DRINGEND ab das Buch zu lesen. Denn es kann auch sehr belastend sein. Im Grunde lag um das gesamte Buch eine schwere Stimmung. Das hat sicherlich mit der Thematik an sich zu tun, und diese ist nun mal nicht fröhlich und schön. Aber auch wenn etwas Schönes passiert ist wurde man dieses Gefühl von Schwere nicht los. Es ist definitiv kein Buch, dass Spaß bringt. Die feministischen (oder wie ich gerne sagen würde: logischen) Abschnitte aus Azalée´s Podcast sind sicherlich für den ein oder anderen aufklärend. Tatsächlich denke ich, dass jede Frau all diese Dinge schon weiß, aber vielleicht noch nicht verinnerlicht hat.

Das Buch ist kein typisches New Adult Buch. Es trägt viel Traurigkeit und Schwere mit sich.
Mir persönlich war es an einigen Stellen zu langatmig, obwohl ich die Kernidee der Geschichte gut fand. Einige Stellen waren mit großer Spannung beschrieben nur um dann wieder für einige Seiten völlig abzufallen.

Bewertung vom 05.12.2020
Wunder auf vier Pfoten - Welpenbuch
Griesel, Tanja;Geißler, Heike

Wunder auf vier Pfoten - Welpenbuch


sehr gut

Das Buch beinhaltet ein Rundum-Paket für alle Themen die den Hund bzw. Welpen betreffen. Man kann es sehr gut als absoluter Anfänger lesen, weil auch einige "Basics" angesprochen und erklärt werden.

Das Buch ist in Kapitel eingeteilt, die wiederum in einzelne, kurze Abschnitte gegliedert sind. Hierbei fällt das Lesen besonders leicht, da man zwischendrin auch Pausen einlegen kann. Der Text liest sich flüssig und verständlich, auch wenn man wenig bis gar keine Vorkenntnisse hat.

Bei diesem Buch werden auch Aspekte angesprochen, die die meisten Hundebücher außen vor lassen. So zum Beispiel auch, dass man sich ernsthafte Gedanken machen sollte BEVOR man sich einen Welpen ins Haus holt. Ich denke zwar, dass die Meisten, die dieses Buch lesen ohnehin eine Tendenz zum Hund haben, aber schaden kann es sicher nicht. Somit überdenkt man noch mögliche Pros und Contras.

Zwischendrin finden sich ein paar Kommentare der Züchterin Heike Geißler. Diese gibt Ratschläge oder ihre Meinung zu dem jeweiligen Kapitel.

Aufgrund dessen wurde vermutlich nicht auf das Thema Tierheim eingegangen. Das finde ich persönlich sehr schade. Es ist klar, dass nicht für jeden ein Hund aus dem Tierheim in Frage kommt, allerdings hätte ich mir dazu trotzdem mehr Informationen gewünscht. Schade.

Für absolute Neulinge ist dieses Buch bestens geeignet. Ich habe schon ein paar Bücher gelesen und konnte nicht allzu viel Neues entdecken. Aber das ist in Ordnung, denn bei diesen Informationen handelt es sich um viel Basiswissen, das man bei der Welpenerziehung (und Anschaffung, Vorbereitung) mitbringen sollte. Sicher könnte man auch einfach im Internet recherchieren, aber hiermit hat man kleine Informationshappen in einem Buch.



Zusammenfassend kann man sagen, dass man das Buch schnell in einem Rutsch durchlesen kann. Die Informationen sind für alle Anfänger wichtig.

Bewertung vom 23.11.2020
Dress Vintage Like a Parisian
Guinut, Aloïs

Dress Vintage Like a Parisian


sehr gut

Das Buch ist schon rein äußerlich ein Hingucker. Es wirkt hochwertig und das Layout gefällt mir sehr. Auch die farbigen Fotos sind ein kleines Highlight.

Das Buch ist übersichtlich und die Kapitel sind nochmal aufgeteilt. So findet man sich schnell zurecht und für jeden ist etwas Interessantes dabei. Denn mir ging es manchmal so, dass für mich einige Abschnitte nicht relevant waren. Einiges kannte bzw. wusste ich schon. Da machten es die deutlich abgegrenzten Texte möglich schnell weiterzulesen, ohne dabe den Faden zu verlieren. Das Buch ist sehr umfassend geschrieben, man findet nahezu alles zum Thema. Aufgrund der Menge an Themen und der teilweise doch sehr kurzen Abschnitte liest es sich aber häufig eher wie eine Zeitschrift. Das Grundthema Vintage bzw. Nachhaltigkeit gewinnt immer mehr an Interesse. Beim Lesen werden viele grundlegende Fragen beantwortet und neue Denkansätze für das nachhaltigere Leben gegeben. Für Mode-Liebhaber ist dieses Buch super, auch wenn einige Informationen und Tipps bekannt sind. Es lohnt sich aufgrund der Aufmachung und der Menge an anderer Inhalte dieses Buch zu lesen.

Bewertung vom 04.11.2020
Das letzte Licht des Tages
Harmel, Kristin

Das letzte Licht des Tages


gut

Das Buch erzählt in zwei verschiedenen Zeiten: Heute und damals, wobei damals im Jahr 1940 ist. Die Geschichte von Inès hat mich ziemlich unruhig werden lassen. Ich konnte mit keinem der Protagonisten warm werden und sie sind mir regelrecht unsympathisch geworden. Auch konnte man schon bald erahnen in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Einfach und voraussehbar.

Liv war mir dabei auch nicht viel sympathischer. Natürlich ist das was sie erleben musste hart und man leidet ein Stückchen mit ihr. Aber so richtig interessant wirkt sie nicht auf mich. Ihre Großmutter kann ich nicht leider. Arrogant und distanziert, auch wenn sie etwas anderes vorzugeben scheint. Sie erfüllt das Klischee einer "alten, reichen Frau" und scheint auch gegenüber ihrer Enkeltochter viele Vorurteile zu haben.

In der Geschichte geht es um Liebe und Verrat und um Protagonisten, die alle recht eigen sind. Die Erzählung aus dem 2. Weltkrieg sind natürlich schauderhaft. Umso mehr wünscht man sich beim Lesen einen liebevolleren und auch gefühlvolleren Gegenpart.. Und was bekommt man? Die besserwisserische Oma.

Auch wenn sich das Buch mit der Zeit besser lesen lässt ist es für mich das bisher Schlechteste der Autorin. Man ist besseres von ihr gewohnt.

Bewertung vom 04.11.2020
Behütet und beflügelt
Bittlinger, Clemens

Behütet und beflügelt


weniger gut

Der Autor Clemens Bittlinger versucht mit seinem Buch Engel in der Vergangenheit (insbesondere der Bibel) wiederzufinden. Ich war schon sehr gespannt darauf, denn auf die Schnelle sind mir nur die typischen "Engels-Begegnungen" eingefallen, wie bei der Verkündung von Jesus Geburt. Leider ist der Begriff "Engel" hier wirklich sehr, sehr weit gefasst. Sowohl in in vergangen Geschichte, die in der Bibel wiederzufinden sind, als auch im Alltag heute. Bis zur Hälfte des Buches dachte ich, dass es vermutlich nur eine Art sehr lange Anleitung sein soll. Es wurde die Art und Weise wie die Engel auftreten verglichen. Das bekannte "Fürchtet euch nicht." kam zur Sprache. Der Autor gab an einigen Stellen seine Interpretation an. Manchmal ganz lustig und interessant. Spätestens danach hätte ich aber dann doch einen immensen Wandel erwartet. Dieser kam aber nicht. Wo bleiben die Engelsgeschichten von heute? Daran kann es mit Sicherheit nicht mangeln, denn immer wieder berichten Menschen davon!

Zwar ist es sehr schön unsere Mitmenschen, besonders die die uns helfen, auch als Engel anzusehen... Aber es hat den Buch leider auch einiges an Tiefe genommen. Das Wort Engel bekam somit eine völlig andere Bedeutung und wurde für meinen Geschmack viel zu weit gefasst.

Zwischendrin findet man eigene (Lied-)texte des Autors. Auch diese haben mir gar nicht gefallen. Sie waren an einigen Stellen kitschig und zu plump.



Im Großen und Ganzen ist das Buch in Ordnung.
Besonders die erste Hälfte fand ich vielversprechend und recht schön.

Doch sowohl das Cover (mit Titel) als auch der Text auf der Rückseite haben mich etwas anderes erwarten lassen. Was für eine Enttäuschung!

Bewertung vom 25.10.2020
Schattenblick / Midnight Chronicles Bd.1
Iosivoni, Bianca;Kneidl, Laura

Schattenblick / Midnight Chronicles Bd.1


gut

Midnight Chronicles hat es in sich und ist an einigen Stellen nicht nur gruselig sondern schon explizit beschrieben. Für Zartbesaitete ist das Buch vermutlich schon zu krass. Mich hat das allerdings nicht gestört.

Ich bin völlig ohne Erwartungen beim Lesen gestartet und obwohl das Buch teils schon gehyped war wollte ich mir mein eigenes Bild von der Geschichte machen. Eins ist klar: Die Bücherreihe hat definitiv Potenzial. Doch die ersten 200 Seiten haben sich für mich sehr schleppend gelesen. Auch danach gab es immer wieder Stellen die sehr langatmig waren. Viel wurde erklärt, um die neue Welt in die man beim Lesen eintaucht besser zu verstehen. Man konnte der Geschichte deshalb gut folgen. Allerdings wurden oft auch einige Erklärungen und Sprüche wiederholt. Besonders am Anfang wurde Roxy´s Aufgabe immer und immer wieder erklärt. Dabei wäre das gar nicht nötig gewesen.

Roxy ist mir von Anfang an sehr sympathisch gewesen. Ich finde sie zwar teilweise etwas zu kratzbürstig und taff, aber nach einiger Zeit merkt man, dass sie auch eine weichere Seite hat. Auch die anderen Charaktere sind schön beschrieben und sympathisch.

Einige Teile der Geschichte wirken etwas zusammengewürfelt. Ganz so als ob man möglichst viel Informationen und spannende Elemente reinbringen wollte. Ein bisschen von allen Fantasy-Geschichte etwas.



SPOILER!



Als Maxwell getötet wurde hat mich das gar nicht getroffen. Er ist mir nie allzu wichtig vorgekommen, ich hatte keinen wirklichen Bezug zu ihm. Ein Versuch der Geschichte mehr Drama zu verleihen, der nicht geklappt hat.

Ich hoffe sehr, dass die nächsten Teile spannender werden. Viel war mir zu 08/15 gefolgt von einer extremen Szene.

Bewertung vom 20.10.2020
Dream Big
Nassar, Zeina

Dream Big


schlecht

Zeina Nassar ist ohne Frage eine beeindruckende Sportlerin. Sie erreicht ihre Ziele nahezu mühelos und trainiert hart, um wie sie selbst sagt "die Beste" zu werden.

Zu Anfang wird bereits klar, dass die Autorin sehr viel von sich selber hält. Grundsätzlich unterstütze ich eine solche positive Einstellung gegenüber dem eigenen Können. Aber es sind unglaublich viele Sätze der Art "Ich will gewinnen, ich muss gewinnen, ich kriege was ich will" usw. gefallen. Teilweise musste ich mir ein Augenrollen verkneifen. Das hat den Fokus so stark weg von ihren Fähigkeiten hin zu ihrem großen Ego gelegt.

Man hat beim Lesen den Eindruck, dass die Autorin alles will und alles spielend leicht bekommt. Neben dem Sport scheint kaum noch Zeit für irgendetwas anderes zu bleiben. Einerseits stellt sie sich als absolute Gewinnerin dar, andererseits findet man sie in verschiedenen Situationen in der Opferrolle wieder. Sie sei "auch nur ein Mensch"..

Beim Weiterlesen wird schnell klar: Zeina Nassar hat eine gefährliche Beziehung zu Sport. Es scheint als würde sie sich nur noch dadurch identifizieren. Als sie Verletzungen erleidet und merkt, dass sie nicht aufhören kann Sport zu treiben, egal mit welchen Folgen. Krankhafte Sportsucht ist etwas das mir immer mehr dabei in den Sinn kommt.. Und das erkennt auch die Autorin. Doch sie sagt sie habe alles im Griff. Obwohl auch weitere Kapitel später wieder klar wird, dass das so nicht stimmt. Ihre Sicht und ihr Umgang mit ihrem eigenen Körper mag vielleicht unter Sportlern nicht untypisch sein, ist aber definitiv gefährlich. Gerade für junge Frauen, die sich diese Einstellung als Vorbild nehmen.

An so vielen Stellen muss man den Kopf schütteln. An vielen Stellen war ich einfach nur gelangweilt. Beim Lesen wird klar, dass sie keinen roten Faden in ihrer Geschichte beibehält. Der Text wird sprunghaft und brüchig.

Ich habe mich durch die Erzählung gequetscht, aber Spaß hatte ich dabei keinen. Leider keine Empfehlung von mir.

Bewertung vom 16.10.2020
Vida und der Weihnachtself
Reuter, Bjarne

Vida und der Weihnachtself


weniger gut

Die Illustrationen im Buch sind alle sehr schön. Mir ist aufgefallen, dass der Elf auf zwei Bildern nicht so niedlich wirkt wie auf den restlichen. Er sieht sogar recht alt aus und etwas gruselig. Der Schreibstil ist leicht, manchmal in Dialogen manchmal eine typische Erzählung. Die Schrift ist in einer geeigneten Größe gewählt worden.

Die Geschichte beginnt schon mit jede Menge Schnee und ist somit von der ersten Seite an sehr weihnachtlich angehaucht. Das ältere Kind Karl ist mir schon von Anfang an sehr unsympathisch, da er immer wieder Sprüche raushaut, die sich eher nach einem aufmüpfigen Teenager anhören als nach einem kleinen Jungen. Als es zum Beispiel heißt, dass man nicht zum Opa fahren könne, weil es zu viel geschneit hat, droht er schon damit auszuflippen. Er will unbedingt seinen Willen haben und wirkt ständig trotzig. Man weiß nicht genau wie alt die zwei Kinder sind, aber alleine mit dem Zug zum Opa zu fahren halte ich für bedenklich. Als die Kinder dann alleine in der Dämmerung am Bahnhof stehen konnte ich nur mit dem Kopf schütteln. Letzten Endes kommt der Opa dann doch.
Die Geschichte hat schöne Elemente wie zum Beispiel das „Fernsehen“ mit dem Karton.
Leider überwiegt für mich das Negative, das meiner Meinung nach stark überwiegt.
Bei der Schlittenfahrt geht Vida im Wald verloren, weil sie vom Schlitten fällt. Eine sehr gruselige Situation. Ich habe dann zumindest erwartet, dass der Opa gleich bemerkt was passiert ist. Aber das ist nicht der Fall. Scheinbar fällt das Fehlen von Vida weder Karl noch dem Opa auf und so sitzt Vida alleine im Wald und verliert beim Sturz auch ihr Kuscheltier. Gerade jüngere Kinder haben große Verlustängste (Vergessen werden, nicht gesehen/gehört werden), besonders von ihrer Bezugsperson. Dass es erst so spät auffällt, dass sie fehlt finde ich sehr fragwürdig. Vida findet den Elfen und möchte im helfen. Dabei sagt sie zu ihm, dass „man im Dezember auch mal schwindeln darf“. Ist das denn so? Man hat im ganzen Buch den Eindruck, dass eher an den erwachsenen (Vor-)Leser appelliert wird, anstatt dem Kind eine schöne Geschichte zu erzählen. Ganz nach dem Motto: Kinder werden zur Weihnachtszeit auch ständig angelogen, da dürfen sie das dann wohl auch. Gefällt mir überhaupt nicht.
Vida wird wiedergefunden, die restliche Weihnachtszeit wird damit verbracht dem Elfen bei seinen Aufgaben zu helfen. Karl wird im Verlauf der Geschichte immer unverschämter und sagt sogar Sachen wie: „Vida, das kleine Miststück.“ - Für mich ein absolutes No-Go. Schließlich handelt es sich hierbei um eine Kindergeschichte (ab 5 Jahren). Auch der Opa wird von den Kindern, insbesondere Karl, immer wieder daran erinnert, dass er alt ist, glatzköpfig und faul. Ein respektvoller Umgang mit Menschen? Wer braucht denn das heute noch…
Die Darstellung von Tieren im Buch hat mir auch nicht gefallen. Da war das Vorbereiten und Essen der Weihnachtsgans noch das Harmloseste. Auch die Katze wird wild dargestellt als sie die Maus jagen soll. Besonders vor dem Fuchs sollen die Kinder Angst haben.. Respekt vor Tieren, ja. Aber Angst vor Tieren verbreiten? Nein, danke. Nach weiterem Hin und Her ist es Weihnachten. Nach fast einem ganzen Monat kommen endlich die Eltern zum gemeinsamen Feiern.

Ihr merkt sicherlich, das Buch hat mir nicht gefallen. Die Illustrationen sind sehr schön. Die Geschichte ist allerdings in meinen Augen nicht kindgerecht. Schade, dabei hätte man so viel mit der Elfenidee machen können!

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