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Bewertungen

Insgesamt 13 Bewertungen
12
Bewertung vom 11.09.2016
Eden / Eden Archer & Frank Bennett Bd.2
Fox, Candice

Eden / Eden Archer & Frank Bennett Bd.2


ausgezeichnet

Nach den Handlungen aus dem ersten Teil, "Hades", ist der Detective Frank Bennett noch traumatisiert und verfällt langsam dem Alkohol und den Drogen. Als sich ein neuer Fall über drei verschwundene Frauen anbahnt, muss er sich jedoch zusammenreißen und die Ermittlungen aufnehmen. Gleichzeitig soll er Hades, dem Vater seiner Kollegin Eden, einen "Gefallen" tun und somit einen zweiten Fall bearbeiten.

In "Eden" gibt es im Gegensatz zu "Hades" drei Hauptstränge, nicht nur zwei. Das sorgt für noch mehr Spannung, die Candice Fox gezielt mit plötzlichen Perspektivwechseln aufbaut und aufrecht erhält. Wie auch im Vorgängerroman wird die Handlung aus der Sicht verschiedener Hauptpersonen beschrieben (POV), was dazu führt, dass man sich in die Personen gut hineinversetzen kann und mitfühlen und mitdenken kann. Fox' Schreibstil ist auch hier wieder sehr flüssig, angenehm zu lesen und mit nicht zu vielen Details versetzt, was den Roman passend eher kurzatmig werden lässt.
Die Handlung des Buches ist sehr spannend, in kursiver Schrift wird diesmal nicht die Vergangenheit von Eden und Eric erzählt, sondern diesmal von Hades, was ich sehr spannend und unterhaltsam fand.
Die Charakterentwicklung der Hauptfiguren ist gut gelungen, man kann ihre Situationen allesamt nachvollziehen. Die neue Figur Dr. Stone gefiel mir ebenfalls sehr. Weiterhin lernt man die verschiedenen Charaktere mit ihren Ecken und Kanten zu lieben, vor allem die von Frank Bennett, der einem ans Herz wächst.

Ich persönlich kann das Buch jedem Krimi- und Thrillerlieber ohne Bedenken empfehlen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe jede einzelne Seite geliebt. Die Handlung aus dem ersten Teil wurde sinnvoll und passend weitergeführt, deswegen würde ich auch empfehlen, vor dem Lesen von Eden auch Hades zu lesen. Der Roman hat mich so gepackt, dass ich jetzt noch den dritten Teil, "Fall", auf Englisch lesen werde, weil ich nicht bis April auf die deutsche Übersetzung warten kann.

Kurzum: Klare Kaufempfehlung!

Bewertung vom 31.08.2016
Die langen Tage von Castellamare
Banner, Catherine

Die langen Tage von Castellamare


ausgezeichnet

Der Anfang des Buches besteht aus einer brisanten Situation. Der Arzt Amedeo wird zu einer Niederkunft gerufen, obwohl seine Frau auch gleichzeitig in den Wehen liegt. Bei der Niederkunft, die Amedeo begleiten soll und zu der er nur gerufen wurde, weil eine sehr schwierige Entbindung droht, handelt es sich um seine Geliebte und sein Kind. Amedeo gelingt es, das Kind seiner Geliebten (also sein eigenes Kind) durch einen Kaiserschnitt zu retten. Er ist erleichtert, dass alles gut gegangen ist und alle wohlauf sind. Als er sich schließlich auf den Heimweg begibt, wird ihm durch einen Boten mitgeteilt, dass in der Zwischenzeit auch sein eheliches Kind auf die Welt gekommen ist. So sind in einer Nacht also zwei Kinder des Arztes Amedeo auf die Welt gekommen. Diese verzwickte Situation führt zu einem Skandal in seiner Umgebung und beeinflusst so sein weiteres Leben in drastischer Weise.
Es wird gut geschildert, wie sich das Leben seiner Familie und auch der nachkommenden Generation dadurch verändert.
Ich finde, die Sprache ist sehr schön gehalten, in einer etwas altmodischen Weise, wobei dies natürlich der Zeit, in der das Buch handelt, geschuldet ist.
Es ist ein schönes Buch zum Entspannen und wunderbar geeignet, zum Lesen in den Ferien oder auch an einem kalten Winterabend. Ich habe diese Familiensaga sehr genossen und kann es nur weiterempfehlen.

Bewertung vom 25.08.2016
Schwestern bleiben wir immer
Kunrath, Barbara

Schwestern bleiben wir immer


ausgezeichnet

Um es gleich zu sagen, mir hat das Buch sehr sehr gut gefallen. Es beginnt schon mit interessanten Einsichten in das Familienleben und das Seelenleben der Hauptfigur. Eingeflochten wird auch das Fehlen des Vater, er hat die Familie verlassen, als die Kinder (zwei Schwestern) noch klein waren und man hat nie mehr was von ihm gehört. Man fragt sich, ob der Vater in der Geschichte wohl nochmals auftaucht und welche Rolle er in der Handlung bzw. dem Beziehungsgeflecht der Familie noch spielen wird. Obwohl die Handlung viele negative Ereignisse aufweist, der Tod einer schwerkranken Tochter,der Tod der krebskranken Großmutter, hängt doch über allem die Hoffnung, das Ganze durch Reflexion oder Nachforschen der Familiengeschichte zu entwirren und die Zukunft besser zu machen. Ich fand das Buch äußerst lesewürdig, mit einer sehr schönen Sprache.

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