In kurzer Zeit werden mehrere junge Mädchen ermordet. Sie werden im Partykleid durch den Wald gejagt und erschossen. Schnell hat Laura Kern eine Vermutung, wer dahinter steckt. Nur fehlen ihr die Beweise. Rückblicke 20 Jahre zuvor lassen den Leser zwar erahnen, was für Gründe der Täter hat, aber nicht, um wen es sich dabei handelt.
Dieser Roman ist nicht nur spannend und packend sondern auch sehr clever. Als Leser ist man immer fast dem Täter auf der Spur und weiß doch gar nichts. Ich liebe den Schreibstil und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Das ist Nervenkitzel pur!
Judith Kellermann wird festgenommen, weil sie ihren Freund, der sie betrogen hat, in die Luft gesprengt haben soll. Tatsächlich sprechen alle Indizien gegen sie und die Polizei sucht nicht weiter nach anderen Verdächtigen. Nur ihre Anwältin Rachel Eisenberg glaubt nicht daran. Gemeinsam mit dem Privatdedektiv Baum versucht sie herauszufinden, was an der abenteuerlichen Erklärung von Judith wirklich dran ist. Und gerät dabei selbst in Gefahr.
„Eifersucht“ ist spannend und aufregend. Es ist ein packend geschriebener Roman mit einem sehr sympathischen Ermittler-Duo. Im Roman wird zwischen 2 Zeiträumen gewechselt, was das Geheimnis um die Protagonistin noch verstärkt. Ich liebe den Schreibstil und habe an keiner Stelle geahnt, wie es weitergeht oder wer der tatsächliche Täter ist. Das nenne ich ein richtig tolles Buch!
Eric Marchand ist ausgebrannt. Er möchte seinen Roman fertig schreiben, doch er tritt auf der Stelle. Das ist genau der richtige Zeitpunkt für einen Urlaub. Er beschließt, seine Wurzeln zu suchen. Aus dem Nachlass seiner Mutter weiß er, die liegen auf Korsika. Seltsam nur, dass sie ihm nie davon erzählt hat. Doch schon bald erkennt er, dass sie dafür Gründe hatte, denn sein wahrer Name bringt ihn auf Korsika in große Gefahr.
„Das korsische Begräbnis“ ist sehr spannend und bildlich geschrieben. Es macht Lust auf die Natur der Insel und man kann sich beim Lesen alles super vorstellen. Die Geschichte selber ist dramatisch und fesselnd. Es ist eine ganz andere Kultur beschrieben, die unserer so überhaupt nicht gleicht, aber bestimmt gibt es Ecken der Erde, wo es tatsächlich genau so passiert.
Ich habe den Roman verschlungen und kann ihn ganz klar weiter empfehlen.
Ein kleines verschlafenes Dörfchen wird plötzlich aus seinem Trott geweckt, als bei Bauarbeiten Knochenreste gefunden werden. Handelt es sich um den vor Jahren verschwundenen Tommy? Besonders 2 Frauen, die Tommy damals sehr geliebt haben, sind sehr aufgeregt. Und auch PJ, der Polizist des Dorfes, fühlt sich plötzlich gebraucht.
Wir lernen die Geschichten der beiden Frauen kennen, deren Leben beim Verschwinden von Tommy irgendwie stehen geblieben scheint. Nur was ist damals wirklich geschehen?
Das Dörfchen der Geschichte kann es so sicher überall auf der Welt geben. Es ist spannend, zu sehen, wie es samt seinen Bewohnern erwacht. Für mich war es das erste Hörbuch, das ich gehört habe und es steht fest, ich möchte mehr! Lediglich der Sprecher war an der einen oder anderen Stelle nicht wirklich mein Fall. Die Stimme ist angenehm, aber die Betonung beim Lesen. fand ich nicht immer passend.
Die Reisejournalistin Felicia reist nach Schottland, um eine Serie über tolle Insidertipps für Schottland-Urlauber zu schreiben. Und findet dort so viel mehr.
Alte Briefe lassen sie in eine längst vergangene Zeit reisen und erzählen von einer wunderschönen Liebesgeschichte. Doch auch über ihre eigene Vergangenheit erfährt sie mehr, als sie jemals zu finden gehofft hätte.
"Das Geheimnis von Chaleran Castle" ist eine spannende Reise, es entführt nach Schottland und erzählt von einer traumhaften Landschaft und wunderbaren Menschen. Es ist alles so natürlich geschrieben, dass ich es genau vor meinem inneren Auge gesehen habe. Egal, ob Landschaft oder Menschen - ich war dabei, wenn Felicia unterwegs war.
Elaine Winter ist eine wunderbare Geschichte gelungen, sie erzählt liebevoll und detailgetreu und man will einfach gar nicht mehr aufhören zu lesen. Gleichzeitig hat sie Charaktere entworfen, die man einfach sympathisch findet und selbst gerne zum Freund hätte. Mein Fazit: Ein bezauberndes Buch!
Anjali, geboren als Teepflückerin in einer namenlosen Kaste, sucht zu ihrem 16. Geburtstag einen Tempel auf, um die Götter um ein besseres Leben zu bitten. Dass dieses gleich am nächsten Tag startet, hätte sie auch nie gedacht. Man schließt die Protagonistin von Anfang an ins Herz und begleitet sie auf ihrem Weg. Sie scheint wirklich immer Glück zu haben in dem einen Moment, der dann allerdings wieder von Schatten getrübt wird. Trotz allem hat sie einen Traum und hat einen unwahrscheinlichen Willen, darum zu kämpfen. Es ist nicht immer einfach, ihr Leben zu verfolgen, aber ihre Erlebnisse scheinen sie zu dem zu machen, was sie letztendlich ist. Es ist ein Vergnügen zu lesen, wie sie sich im Laufe des Buches entwickelt hat. Außerdem bekommt man einen tollen Einblick in das Gebiet Ceylon, den indischen Riten und Sitten und den Kasten. Es ist nur erschreckend, dass es teilweise heute noch so ist und die Menschen so leben müssen.
Elsa und Andres sind als Kinder Nachbarn, doch nach dem Tod der Väter verlieren sie sich aus den Augen. Andres studiert in Wittenberg unter Martin Luther und unterstützt ihn im Kampf gegen die Kirche. Als er zurückkommt, begegnet er zwangsläufig Elsa wieder, denn sie arbeitet inzwischen als Magd im Haus seiner Mutter und seines Stiefvaters. Allmählich bringt Andres auch Elsa die Thesen Luthers näher und gewinnt sie für ihren Kampf. Ein gefährliches Abenteuer für beide, das sie gleichzeitig einander näher bringt.
Dieses Buch ist fantastisch geschrieben, es hat mich in die Zeit des 16. Jahrhunderts versetzt und mich spüren lassen, wie schwer es die Leute damals hatten. Harte Arbeit und Krankheiten haben ihr Leben bestimmt, die habgierige Kirche hat es ihnen zusätzlich erschwert. Das Thema Reformation ist interessant und informativ in eine wunderschöne Liebesgeschichte gepackt. Ich wurde gepackt und in eine andere Welt geführt, dabei stand die Theorie nie im Vordergrund, es war an keiner Stelle lehrmeisterlich. Es war einfach nur wahnsinnig interessant und spannend. Es fiel mir sehr schwer, das Buch zwischendurch aus den Händen zu legen. Gerade im Jubiläumsjahr der Reformation muss man dieses Buch unbedingt gelesen haben!
Ein Nele Neuhaus-Roman, wie ich ihn liebe
„Im Wald“ ist persönlicher und verworrener als irgendein Fall zuvor, aber mindestens ebenso spannend.
Erst ein Toter bei einem Wohnwagenbrand, kurz darauf wird dessen Mutter getötet und dann auch noch ein Pfarrer – gleich 3 Morde sind aufzuklären, die alle miteinander zusammen hängen. Und die alle zu einem 42 Jahre zurückliegenden Fall führen, der nach wie vor ungeklärt ist.
Doch bei diesem alten Fall handelt es sich nicht um irgendwen, sondern ausgerechnet um einen vermissten Jungen, der damals der beste Freund von Oliver von Bodenstein war. So nimmt ihn dieser Fall persönlich sehr mit. Oliver sieht viele seiner alten Bekannten wieder und erfährt Dinge über sie, die er nie für möglich gehalten hätte.
Auch dieser Roman ist wieder fesselnd und spannend von der ersten Seite bis zum Ende. Der Roman ist eine Reise in die Vergangenheit, bei der ich Oliver von Bodenstein aus einer anderen Sicht kennengelernt habe. Ich habe mit ihm mitgefühlt und war über viele Wendungen des Buches sehr überrascht. Für mich wieder ein tolles Buch und ich freue mich schon auf den nächsten Teil.
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