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Kessi

Bewertungen

Insgesamt 59 Bewertungen
Bewertung vom 03.01.2026
Nesbø, Jo

Minnesota


ausgezeichnet

Der norwegische Autor Jo Nesbø hat es mit seinem neuesten Kriminalroman "Minnesota" geschafft, Psychospiele und Spannung in einem zu vereinen. Da ich ein großer Fan der Harry Hole-Serie bin, war es für mich klar, das neueste Werk des Autors zu lesen – und wurde nicht enttäuscht.

Erstmals tritt der doch sehr kaputte Ermittler Bob Oz auf, der dem tragischen Unfalltod seiner kleinen Tochter und der gescheiterten Beziehung nachtrauert.

Anfangs bin ich mit ihm nicht recht warm geworden, doch mit der Zeit versteht man seine inneren Dämonen und entwickelt statt einer Antipathie tiefes Mitgefühl für ihn. So ging es mir teilweise auch mit dem Mörder, den Bob Oz jagt. Die beiden liefern sich ein wahres Katz- und Mausspiel, das an Spannung kaum zu überbieten ist.

Der Kirminalroman spielt sich in zwei Zeiten ab, wobei der Hauptplot im Jahr 2016 und der Nebenstrang im heutigen 2022 stattfindet. Das führt anfangs zu Verwirrung und stört ein wenig den Lesefluss, doch mit der Zeit gewöhnt man sich daran und es bietet den üblichen Jo Nesbø-Kick. Dadurch entstehen natürlich Cliffhanger, die zum Weiterlesen animieren.

Der Autor hat so eine präzise Schreibart, die trotz kurzer Sätze immer wieder fesselnd ist.

Fazit: Ein packender Kriminalroman vom Meister der Psychospiele persönlich!

Bewertung vom 28.12.2025
Streck, Aurelia

Mein großes Magnetbuch - Das machen wir am Abend


ausgezeichnet

Das Mitmachbuch "Das machen wir am Abend" aus dem Ravensburger-Verlagshaus eignet sich perfekt für kleine Kinder ab zwei Jahren, die abends mehr als nur eine Gutenachtgeschichte brauchen. Mit dem schön illustrierten Vorlesebuch lernen die Kleinen, eine abendliche Routine zu entwickeln.
Nicht nur die hochwertigen Seiten, die aus dicker Pappe sind, sind mit schönen Texten und Bildern über das allabendliche Ritual versehen. Ein echter Höhepunkt für die Kinder sind die 21 Magneten, die beliebig eingesetzt werden dürfen. Besonders schön fanden wir die gelb hinterlegten Magnete, die für die eigene Abendroutine infrage kommen. Zähneputzen, Händewaschen nach der Toilette oder den Schlafanzug anzuziehen gehören zum täglichen Ablauf dazu. Ist eine Aufgabe im echten Leben erledigt, kommt ein Magnet auf das Feld.
Die Magnete sind stabil und haben in der Plastikbox auf dem Buchcover viel Platz.
Die Spiralbindung sorgt dafür, dass das Umblättern auch mit kleineren Kinder mehrfach möglich ist und man lange Freude daran hat!
Fazit: Ein schönes Mitmachbuch für Kinder ab 2 Jahren, die eine abendliche Routine mit dem Buch entwickeln.

Bewertung vom 28.12.2025
Fislage, Anja

Smeralda Bohms Bestiarium


ausgezeichnet

In "Smeralda Bohms Bestiarium" von Anja Fislage geht es um die gleichnamige 12-jährige Protagonistin, die die Gabe hat, verborgene Wesen aufzuspüren. Werkskaninchen, Chupacabras und echte Yetis gehören mitunter dazu, die von einer geheimen Organisation entführt und für andere Zwecke missbraucht werden.
Das Buch ist spannend geschrieben und für Kinder ab 11 Jahren, die "Fantastische Tierwesen" lieben, geeignet. Die Ich-Erzählerin bezieht den Leser immer wieder mit ein und gibt mehrmals Warnungen, dass die folgende Geschichte nur für taffe Leser sei. Die Kryptozoologin erstellt sich ein Bestiarium, um die verborgenen Wesen schriftlich zu dokumentieren. Dabei kommt ihr die geheime Organisation gefährlich auf die Spur.

Die einzelnen Kapitel sind mit Zwischenkapitel versehen, die fettgedruckte Überschriften für ein gutes Leseverständnis haben. Die Kapitel sind nicht zu lang und für geübte Leser genau richtig. Am besten haben uns die handschriftlichen Randnotizen von Smeralda und die Fußnoten gefallen, die das Bestiarium zu einem wissenschaftlichen Werk machen.

Das gilt auch für die tollen Illustrationen von Helge Vogt, der die Wesen bestens darstellt. Diese sind ebenfalls mit Smeraldas Notizen gekennzeichnet (im Übrigen auch für Smeraldas Eltern, die ihrem trockenen Humor zum Opfer fallen).

Generell ist das Buch witzig geschrieben und an einigen Stellen mussten wir mehrmals schmunzeln.

Fazit: Ein mystisches Buch, das mehr als nur eine Geschichte für Spürnaren und Fantasyliebhaber ab 11 Jahren geeignet ist. Das Buch lässt sich auch danach noch in die Hand nehmen, um die verborgenen Wesen zu analysieren und kategorisieren.

Bewertung vom 22.12.2025
Cooper, Ava

A Crush on the Boss (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

"A Crush on the Boss" von Ava Cooper handelt von Layla, die.einen Bachelor in Biochemie hat und die für die Wissenschaft brennt. Nach einer unschönen Szene in ihrem alten Job gelangt sie an eine neue Stelle als Assistentin des CEOs Miles - und direkt in seine Arme.

Der Roman ist nicht zu kitschig aufgebaut und eignet sich gut für Wissenschaftsnerds, die sich nach Liebe sehnen. Der Leser lernt einige Charaktere kennen, die zuvor schon eine Rolle gespielt haben.

Die Abschlussszene war mir persönlich etwas zu kitschig und wäre es ein Film gewesen, hätte ich mir die Decke über den Kopf gezogen. Aber im Groben und Ganzen hat es zur Gesamtstimmung des Buches gepasst.

Das Cover deutet auf eine Großstadt, wie Boston es ja nun einmal ist, hin und ist in den Haarfarben Pink und Lila der Protagonistin getaucht. Dazu kommt die graublaue Schrift, die die Augenfarbe aufgreift.

Das Buch ist so flüssig geschrieben, dass man es perfekt an einem Stück herunterlesen kann. Lediglich die chemischen Bezeichnungen, Formeln und Beschreibungen der Experimente haben mich an einigen Stellen aus dem Lesen gebracht. Aber das gehört zum Stil des Buches dazu, denn das Thema Wissenschaft spielt eine große Rolle. Zudem kennt sich die Autorin, die als Pressesprecherin arbeitet, bestens in der Chemiebranche aus und hat ihr erarbeitetes Fachwissen eingebracht.

Fazit: "A Crush on the Boss" ist ein schöner Roman für alle, die sich etwas Herzschmerz mit viel Gefühl und einem Bezug zur Wissenschaft erhoffen.

Bewertung vom 22.12.2025
Wollatz, Marie

Mindmates - Bergflüstern


gut

In "Mindmates – Bergflüstern" geht es um ein Mädchen namens Frieda, die gerne näht und die sich öfter an der alten Berghütte aufhält. Gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder Mike und Lenni, dem Sohn der Hüttenbesitzerin, entdeckt sie ihre Gabe für das Gedankenlesen.

Der Plot ist ziemlich niedlich und die Geschichte wird immer wieder aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Mal nimmt Frieda, mal Lennis Mutter Nina, mal Lenni die Erzählung in die Hand. Das gilt auch für einen Kater, was ich als zu kindisch empfand. Zumal dieser Kater ein "Miau" an fast jeden Satzanfang stellt. Ich bin etwas hin- und hergerissen, wie ich die ganze Geschichte bewerten soll. Literarisch ist es nicht auf dem höchsten Niveau, weil es sich um eine Fantasiegeschichte im Eigenverlag handelt.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut und beschreibt die Szenerie rund um die Berge gut. Unter jedem Kapitel, das nur aus einem der Namen besteht, findet sich immer dieselbe Bleistiftzeichnung für eine bestimmte Person wieder. Man merkt, wie viel Herzblut der Autorin und Zeichnerin darin steckt, doch darauf hätte ich verzichten können.

An manchen Stellen wäre es gut gewesen, wenn jemand das Buch korrigiert hätte. Es tauchen leider häufig Zeiten- und Grammatikfehler auf. Ansonsten lässt sich die Geschichte an einem Stück lesen und ist ein netter Zeitvertreib. Am Ende folgt noch der Hinweis auf ein zweites Buch aus der Reihe.

Fazit: Für Kinder ab 10 Jahren ist dieses Buch bestimmt schön, für mich als Erwachsene war es etwas zu kindisch gestaltet.

Bewertung vom 22.12.2025
Kosert, Olaf

So schmeckt Brandenburg


ausgezeichnet

Olaf Kosert ist ein bekannter Radiomoderator, der für das Magazin "Der Tag" im rbb umliegende Höfe zwischen Prignitz und Spreewald besucht. Der gelernte Koch hat es sich, wie man dem Vorwort des Kochbuchs "So schmeckt Brandenburg" entnimmt, zur Aufgabe gemacht, die regionale Küche hervorzuheben.

Die vorgestellten 80 Rezepte entstammen aus der Feder der vorgestellten Höfe, die saisonal und regional anbauen. Gut finde ich, dass die Höfe am Ende des Buches kurz mit einem Foto und der Adresse vorgestellt werden und dass das jeweilige Rezept noch einmal mit der Seite angegeben wird.

Für jede Jahreszeit gibt es mehrere Klassiker, die neu interessiert sind. Aktuell probiere ich die Glühweinrouladen aus, die sich wirklich köstlich anhören. Im Frühjahr kommen dann Spargelsalat mit Garnelen auf den Tisch, im heißen Sommer gibt es zum Beispiel Melonen-Gazpacho mit Feta und im Herbst ein Weinhuhn mit Feigen aus unserem Garten. Denn das Schöne ist, dass das Kochbuch inspiriert und einen dazu animiert, regionale Produkte zu suchen und zu verwenden.

Der ansprechenden Überschrift folgt ein kurzer Text mit der regionalen Besonderheit. Ein großes Foto bereitet immer Lust, die gut aufgeführten Zutaten zu besorgen und das einfach zu vorstehende Rezept nachzukochen.

Das Hardcover ist kompakt und die Seiten sind sehr stabil. Die Inhaltsangabe ist nach Themen wie Salate, Stulle mit Brot oder Gebäck aufgelistet. Diese Kategorien sind links auf jeder Buchseite dick markiert, um die Kategorie des Rezeptes schneller zu finden.

Fazit: Tolles Kochbuch, das Lust auf die regionale Küche macht. Ich hätte zwar noch gerne mehr Rezepte gefunden, die aus Brandenburg kommen (statt Tiramisu mehr typische Rezepte wie Mohnpielen oder Königsberger Klopse), aber insgesamt freue ich mich auf 80 köstlich klingende Rezepte!

Bewertung vom 19.12.2025
Xander, Iliana

Der Boss - Ist er ein Monster oder ein Genie?


ausgezeichnet

In Iliana Xanders zweitem Thriller "Der Boss – ist er ein Monster oder ein Genie" geht es um Natalie, die mit ihrer Freundin Cala feiern ist. Als diese plötzlich mit einem unbekannten Typen abhaut und später im Koma landet, geht Natalie dem Mysteriösen auf die Spur und heuert bei ihm als Putzfrau an.

Der softe Thriller ist abwechselnd aus der Perspektive von Natalie und dem Unbekannten geschrieben, wobei die Unterkapitel zu den einzelnen Tagen sich deutlich länger mit Natalie befassen. Der Unbekannte beobachtet sie von einem Monitor aus und der Leser erfährt mehr und mehr über seine krankhaften Gedanken. Das Ganze spitzt sich dramatisch zu und es nimmt noch einmal mit anderen Personen mächtig Fahrt an.

Die Autorin verwendet verschiedene Schriftarten und typografische Muster, um einzelne Elemente oder die Gedankenwelt der Protagonisten zu unterstreichen. Textnachrichten sind ebenfalls zu finden, die als Kästchen markiert sind.

Das Cover fällt besonders mit dem orangenen Farbschnitt und dem eingeprägten Satz am Buchboden "Ist er ein Monster oder ein Genie?" auf. Die roten Flecken auf dem Tuch deuten auf Blut hin, doch das fehlte mir etwas in dem Cozy Thriller, der eher mit seinem psychologischen Spielchen brilliert.

Fazit: Wer "Love, Mom" von Iliana Xander geliebt hat, wird mit diesem soften Thriller nicht enttäuscht sein. Es fehlen die typischen Blutspritzer, aber Spannung ist garantiert.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.12.2025

Silber und Gold, Hand und Fuß


ausgezeichnet

Das Kartenset "Silber und Gold, Hand und Fuß" aus dem Don Bosco-Verlag ist eine schöne Vertiefung zur sprachlichen Bildung von Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren. Bei dem Kartenset handelt es sich um liebevoll und detailreich gestaltete Bilderkarten, die ein Substantiv darstellen. Dazu müssen die Kinder die passende Karte finden und kombinieren, wie etwa Sonne - Mond, Sommer - Winter, Pfeil - Bogen.

Dieses Spiel ist mit den 15 Wortpaaren möglich. Dazu gibt es eine Anleitung mit weiteren Spielmöglichkeiten, die jede Menge Abwechslung ins Denk- und Legespiel bringen.

Wie wäre es zum Beispiel mit einer Art Memory, wobei die Karten vermischt und mit der lilafarbenen Seite nach oben verdeckt vor allen Spielern ausgebreitet wird? Die Kinder müssen dann die Paare zuordnen und finden, ganz nach dem klassischen Memory-Prinzip. Dieses Spiel eignet sich für kleine Gruppen im Kindergarten, in der Grundschule oder zu Hause, weil es "nur" 30 Karten gibt.

Das Spiel "Ich sehe was, was du nicht siehst" oder "Die elektrische Karte" sind ebenfalls gut in der Anleitung beschrieben. Der Verwendungszweck idt wirklich größer, als ich dachte. Am Ende gibt es eine Auflösung zu allen Paaren mit schönen Fragen an die Kinder.

Fazit: Die liebevoll gezeichneten Karten eignen sich perfekt, um den Sprachgebrauch von Kindee zwischen 3 und 6 Jahren spielerisch zu erweitern.

Bewertung vom 18.12.2025
Wegner, Katrin

Falterspuren


ausgezeichnet

In Katrin Wegners Debütroman "Falterspuren" geht es um die traurige Familiengeschichte der adoptieren jungen Frau namens Lina, die sich nach dem Tod ihrer leiblichen Mutter auf die Spurensuche ihrer Familie macht.

Die Autorin versteht es, aus mehreren Erzählperspektiven einen emotionalen Tiefgang mit verschiedenen Schichten zu erzeugen. Die präsente Handlung rund um Lina spielt im Jahr 2015, während sie Tagebücher ihrer Mutter aus den 1990er Jahren findet. Neben diesem Erzählstrang erfährt der Leser die Geschichte des Großvaters Ramon Chavéz, der ebenfalls in der Ich-Form aus den 1935er Jahren berichtet. Die Stadt Hadamar spielt eine wesentliche Rolle in diesem Bezug.

Der Leser muss, obwohl die Kapitel mit der jeweiligen Jahreszahl versehen sind, aufpassen, um welches Jahr und somit um welchen Erzählstrang es sich handelt. Anfangs kann es sehr verwirrend sein, doch nach und nach legen sich die Geschichten mehrschichtig frei - eben wie Falterspuren. Die Kapitel könnten für sich alleine stehen und eine eigene Geschichte erzählen. Alles zusammen scheint zunächst verwirrend zu sein, ist aber nach einiger Zeit besser erkennbar und hebt das hohe Erzählniveau der Autorin hervor!

Sowohl das Thema Schmetterlinge als auch das Thema Musik tauchen immer auf und erzeugen eine poetische Sprache. Vor allem eine Szene am zerfallenen Haus der leiblichen Mutter hat mich sehr berührt, wobei ich alle meine Sinne förmlich wahrnehmen konnte.

Fazit: Ein bewegender Roman mit verschiedenen Erzählstrukturen, die nach und nach die Famiientragödie ans Licht bringen. Emotional, packend und einfühlsam geschrieben. Absolute Leseempfehlung!