Susanna kommt als Tochter einer Hure in einem Kloster zur Welt. Alle sind gegen sie, aber Fra Thevet hält seine schützende Hand über sie.
Zur gleichen Zeit wird auch der 5-jährige Daniele von seinem Vater, einem ehemaligen Priester, dort abgegeben, da er nach dem Tod seiner Frau mit dem Leben nicht mehr klarkommt. Dadurch entsteht ein Band zwischen den Kindern, das ein Leben lang bestehen bleibt. Auch wenn Susanna kurz darauf in ein Nonnenkloster kommt, nachdem durch eine Zufall bekannt wird, dass sie ein Mädchen ist. Beide Kinder sind sehr wissbegierig und befassen sich mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen dieser Zeit, die den Lehren der Kirche stark widersprechen.
Durch den grausamen Mord an ihrem Ehemann und der Dienstmagd gerät Susanna in den Fokus des Inquisitors Constantin Tron und steht wegen Mord und Hexerei vor Gericht. Er und sein Gehilfe Paolo Tahler, der gemeinsam mit Daniele im Kloster aufgewachsen ist, setzen alles daran, Susanna auf den Scheiterhaufen zu bringen, sie manipulieren die ungebildete Bevölkerung und schüchtern auch die wenigen Menschen ein, die dank Susanna ein wenig Bildung genießen durften. Nur Daniele steht Susanna als Instructor Daemonii zur Seite und versucht, den grausamen Mord aufzuklären.
Die einzelnen Charaktere sind sehr lebensnah dargestellt, der Autor hat es perfekt verstanden, diese düstere, lebensgefährliche, frauenverachtende Zeit vor meinen Augen entstehen zu lassen. Ich habe mit Susanna und Daniele mitgefiebert, gebangt und gehofft, und habe den Inquisitor und Paolo aus tiefstem Herzen gehasst.
Das Ende des Buches ist schlüssig und realistisch, wenn auch nicht unbedingt so, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber im realen Leben ist es ja auch nicht anders.
Das Buch hat mich von Beginn an mitgerissen, und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Es war bis zum letzten Satz sehr spannend und ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen an jeden, der in diese finstere Epoche eintauchen und mehr Informationen darüber bekommen möchte.
Dies war mein erstes Buch von Luca di Fulvio, aber sicher nicht das letzte, das ich von ihm lesen werde.
Hier handelt es sich um den 5. Band der Reihe, der aber auch problemlos gelesen werden kann, wenn man die vorherigen Bände nicht kennt.
Der Leser/die Leserin fühlt sich sofort mitten in das Leben in Wümmerscheid-Sollensbach hineinversetzt, zwischen all die sympathischen BewohnerInnen mit ihren Ecken und Kanten, und darf ein ganzes Buch lang mit ihnen mitfiebern, mitleiden und vor allen Dingen sehr viel über sie schmunzeln.
Sophie erweitert ihr Bistro um einen Tearoom, was zusätzlich zu der ohnehin schon reichlich vorhandenen Arbeit noch einiges an Arbeitseinsatz mehr erfordert, zumal auch Töchterchen Lisa als eigenwilliges Kleinkind Aufmerksamkeit benötigt. Auf einmal muss ihr Ehemann Peter viele Überstunden machen und kann ausgemachte Termine nicht einhalten, so dass Sophie langsam Zweifel kommen, ob er es mit der ehelichen Treue noch so genau nimmt. Zumindest plagen sie deshalb erhebliche Zweifel.
Im Kontakt mit der englichen Partnerstadt "St.-Nicholas-on-Sea" benutzt der Bürgermeister, da er der englischen Sprache nicht mächtig ist und dies auch nicht zugeben will, da er sonst zum Gespött im ganzen Moseltal werden könnte, ein kostenloses Übersetzungsprogramm, das für jede Menge Missverständnisse und Heiterkeit sorgt, wie jeder, der sowas schon mal ausprobiert hat, sicher gut nachvollziehen kann.
Eine 10-köpfige Reisegruppe möchte die originale "German Weihnacht" hautnah erleben, und welcher Ort ist dafür geeigneter als Wümmerscheid-Sollensbach, der Gewinner der goldenen Weihnachtskerze...
Durch den leichten und flüssigen Schreibstil ist es wie immer ein Genuss, die beiden Dorfvereine, die englischen Besucher und natürlich Sophie und ihre Familie und Freunde durch die Adventszeit zu begleiten. Ich habe das Buch vom ersten bis zum letzten Buchstaben genossen und kann es nur wärmstens weiterempfehlen!
Vielen herzlichen Dank an den Verlag, der mir den Audio-Download zu Rezensionszwecken kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Dies hat keinerlei Auswirkungen auf meine Rezension, diese spiegelt ausschließlich meine eigene objektive Meinung zu diesem Buch wider.
Die Handlung spielt im Hamburg der 20er Jahre, Paula Haydorn ist eine der ersten Frauen bei der Kriminalpolizei, und es handelt sich hier um ihren zweiten Fall.
Die reiche Witwe Signe von Arnsberg erscheint hysterisch auf der Wache und meldet das Verschwinden ihrer Tochter Dorle und deren Kindermädchen. Da dies nicht ihr erster Besuch auf der Wache ist, wird sie von den Männern dort nicht ernst genommen, nur Paula glaubt ihr und nimmt die Ermittlungen auf.
Nach längerem Stochern im Dunkeln nimmt das Buch besonders gegen Ende Fahrt auf und die Ereignisse überstürzen sich. Das Hörbuch eignet sich besonders im letzten Drittel nicht dazu, es nebenbei zu hören!
Der Schreibstil von Helga Glaesener lässt das Hamburg der 20er Jahre vor meinen Augen entstehen, vermittelt auch die dunklen Seiten der damaligen Zeit, die Probleme (z.B. sexuelle Belästigung) werden nicht unter den Teppich gekehrt.
Auch das Menschliche bleibt hier nicht ganz auf der Strecke. Paula und ihr Chef, Martin Broder, kommen sich im Laufe des Buches etwas näher, stehen sich jedoch die ganze Zeit irgendwie selbst im Weg. Da es sich aber um einen Kriminalroman handelt, ist dies nicht so dramatisch.
Christiane Marx versteht es, die Persönlichkeiten der verschiedenen Akteure richtig gut rüberzubringen, ich könnte mir keine bessere Sprecherin vorstellen.
Das Buch hat zu Beginn mehrere Handlungsstränge, von denen man nicht weiß, ob sie nun zusammenhängen oder nicht. Im Laufe der Geschichte gibt es jede Menge Wendungen, die - zumindest für mich - völlig unerwartet kommen, bis sich am Ende alles auflöst. Bis zum Schluss ist die Geschichte spannend, und auch das Ende ist überraschend, aber im Rückblick völlig logisch...
Für Fans spannender historischer Kriminalromane ein absolutes Muss, zum nebenbei Hören allerdings ungeeignet.
Lisa Eckhart ist eine grandiose Kabarettistin, die mit ihrer spitzen Zunge und ihrem Zynismus ihre Zuschauer und Zuhörer in ihren Bann zieht.
Die Beschreibung der Mordopfer und die Auffindesituation, einfach alles war absolut genial und völlig überspitzt erzählt, die Charaktere sind toll ausgearbeitet, typisch Lisa Eckhart halt.
Im ersten Teil dieses Hörbuchs konnte ich der Beschichte noch relativ gut folgen.
Aloisia kommt der Liebe wegen nach Paris, wobei ich nicht den Eindruck hatte, dass das Ziel ihrer Begierde tatsächlich auf sie erwartet hat. Es erleichtert ihre Situation nicht gerade, dass sie nur mit ein paar Brocken Französisch, die sie in der Schule gelernt hat, nicht in der Lage ist, sich mit den Menschen dort zu verständigen.
Als Aloisia dann irgendwann auf Clopin den König der Unterwelt trifft, beginnt alles sehr verwirrend zu werden, verliert sich in Nebensächlichkeiten, und ich habe den roten Faden vollständig verloren und im Rest des Buches nicht mehr wieder gefunden. Es tut mir leid sagen zu müssen, dass ich immer wieder eingeschlafen bin, weil es für mich absolut keine Spannung gab. In Papierform hätte ich es nicht geschafft, das Buch bis zum Ende zu lesen. Einzig und allein die Stimme von Lisa Eckhart hat es geschafft, mich doch noch durchhalten zu lassen.
Dieses Hörbuch hat mich persönlich eines gelehrt: Ich liebe die Bühnenauftritte der Autorin, aber ein weiteres Buch bzw. Hörbuch werde ich mir nicht mehr antun.
In diesem Buch geht es darum, wie Linda Zervakis in der Pandemie von einer bekennenden Nicht-Köchin zu einem Menschen wurde, der inzwischen tatsächlich interessante und wohlschmeckende Gerichte auf den Tisch bringen kann. Dazu holte sie sich Hilfe bei ihren Freunden, die ihr mit Ideen und Tipps zur Seite standen.
Der Rückentext rief bei mir spontan die Reaktion hervor - das wäre absolut perfekt für mich.
Im Lauf des Buches lernt man ihre Familie anhand von Bildern und den dazugehörigen Rückblicken in ihre Jugend kennen, sowie einige ihrer - teilweise internationalen - Freunde. Man erfährt die Essgewohnheiten verschiedener Länder und lernt einige der landestypischen Gerichte kennen, die zum Nachkochen anregen. Auch ein paar Tipps von Köchen sind dabei, die ganz interessant sind.
Das Buch ist sehr interessant gestaltet, es gab etliche Gerichte, die in Zukunft auch ganz sicher auf meinem Speiseplan stehen werden, allen voran die Zimtschnecken, der Kichererbsen-Eintopf, sowie der Apfel- und der Schokoladenkuchen. Auch einige andere Rezepte sind sehr interessant, noch gestaltet es sich für mich allerdings etwas schwierig, an die erforderlichen Zutaten zu kommen. Leider bin ich noch auf der Suche nach dem orientalischen Supermarkt meines Vertrauens...
Das Buch ist nicht ganz so, wie ich es erwartet hatte. Die Erwartung, von einer nicht allzu begabten Köchin plötzlich zu einer begeisterten Hobby-Köchin zu werden, war wohl etwas zu hoch gesteckt. Aber das ist nicht unbedingt der Fehler dieses Buches, sondern es ist eher ein persönliches Problem.
Ist man auf der Suche nach einem Kochbuch, das aus einem leidenschaftslosen Koch einen leidenschaftlichen macht, bin ich mir nicht so sicher - dieses Wunder kann wohl auch das beste Kochbuch der Welt nicht bewirken. Solange man das Buch allerdings als ein Kochbuch mit sehr interessanten griechischen und orientalischen Rezepten sieht, ist man hier genau richtig!
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