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Deidree C.
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Oberösterreich
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Lesesüchtig ;-)

Bewertungen

Insgesamt 195 Bewertungen
Bewertung vom 10.11.2023
Bell, Alisha

Eine Sklavin als Geschenk Erotische SM-Geschichten


gut

Erotik ja, SM nicht wirklich

Es ist nicht mein erstes Buch vom Autorenduo Alisha Bell aber diesesmal bin ich etwas enttäuscht. Vielleicht ging ich aber auch von einer falschen Voraussetzung aus und habe die Ankündigung SM-Geschichten zu wörtlich genommen. Ich finde hier eher nur erotische Geschichten. Nicht einmal die Titelgeschichte „Eine Sklavin als Geschenk“ konnte mich so richtig in ihren Bann ziehen.
Ja, hier geht es um verbale Erniedrigung. Sehr wohl eine SM-Richtung. Doch hier fehlt mir der Zug der mich mitreißt.
Andere Geschichten erzählen wie sich eine Frau aus einer toxischen Beziehung befreit, oder wie ein junger Mann dazu kommt, sich für Sex bezahlen zu lassen, oder ein Paar das erste Mal einen Swinger-Club besucht, und so weiter.
Das Cover zeigt eine junge Frau, die anscheinend so eine Art Lederharness trägt. Das Bild kann für mich in beide Richtungen gehen, in die SM-Richtung, aber auch „nur“ in die erotische.
Als Fazit muss ich leider sagen, dass mich alle sieben Geschichten nicht für sich gewinnen konnten. Die erotischen Szenen sind gekonnt geschrieben, nur sind sie bedauerlicherweise viel zu wenig und zu soft.

Bewertung vom 08.11.2023
Falk, Rita

Steckerlfischfiasko / Franz Eberhofer Bd.12


sehr gut

Bayrisch – eberhoferisch

Das Cover ist wieder auffällig bunt gestaltet, sowie die vorigen Bücher auch. Somit besteht ein klarer Widererkennungswert. Kleine Hinweise, die im „Steckerlfischfiasko“ vorkommen, zeigen sich auch hier schon.
Eberhofer muss trotz seiner Abneigung gegenüber dem Schickimicki-Golfclub genau dort einen Mord aufklären. Sein Charakter ist wieder typisch bayrisch und direkt. Manchmal zu direkt, was den Bürgermeister oft den letzten Nerv raubt.
Rita Falk zieht einen roten Faden durch die Bücher und ermöglicht so ein besseres "Kennenlernen" aller Charaktere. Dies geschieht aus der Ich-Perspektive von Franz Eberhofer.
Die Kapitellängen sind überschaubar angenehm. Besonders gut gefällt mir die Wende, die man so nicht vorhersagen hätte können. Außerdem, finde ich es immer wieder eine liebe Idee, die Rezepte der Gerichte, welche im Buch verspeist werden, hinten zum Nachkochen wieder zu finden.
Das Buch würde ich als Fazit allen Fans von Eberhofer, Rita Falk und Softkrimis empfehlen, aber auch Rätselfans, die den bayrischen Ermittler gerne kennenlernen möchten.

Bewertung vom 04.11.2023
Hume, Victoria

Bis zum Ende der Zeit / Solartopia Bd.2


sehr gut

Spannend, wichtige Zukunftsthemen und erste Liebe harmonieren

Ich habe die Geschichte gerne gelesen. Es ist nicht unbedingt mein Genre, trotzdem hat es mich fasziniert. Die Gedanken von Victoria Hume wie ihr Grundszenario sich weiter entwickeln könnte, fand ich schon spannend. Auch die verschiedenen Möglichkeiten, gerade was „Solartopia“ betrifft, sind einigermaßen durchdacht. Unlogisch finde ich dagegen die Annahme, dass sich Nova alle ihr Wissen in Turris selbst aneignen konnte. Das würde voraussetzen, dass sie zumindest schon lesen konnte, als sie und Finn plötzlich auf sich gestellt waren, und damals war sie sechs Jahre alt. Aber gut.
Schreibstil, Gefühlsbeschreibung und Umgebungsbeschreibung finde ich für die empfohlene Altersklasse sehr angemessen. Besonders gut hat mir die Verbindung zwischen Nova und ihren Pflanzen gefallen. Auch, dass es keine Selbstverständlichkeit ist und sie immer wieder üben und lernen muss.
Das Cover passt in meinen Augen zu halb zur Geschichte. Ja, es ist grün, es tanzen die goldenen, weißen und grünen Partikel, man sieht eine Stadt im Hintergrund. Nicht passend ist die Kleidung von Nova, zumindest habe ich sie im ganzen Buch nicht ansatzweise so gekleidet gesehen. Hoffe nicht, dass ich etwas überlesen habe.
Für Jugendliche ist mein Fazit, dass es sich um ein interessantes, spannendes Buch handelt, wenn der junge Leser futuristisch und pflanzentechnisch interessiert ist.

Bewertung vom 31.10.2023
Hartmann, Silke

Die Superkräfte der Vögel


sehr gut

Kann weiterführendes Interesse an der Vogelwelt wecken

Weder trocken noch verstaubt kommt die Information über „Die Superkräfte der Vögel“ hier geflogen. Ich würde das Buch schon in die Riege der Sachbücher einordnen, aber eher auf der leichten und auch witzigen Schiene.
Silke Hartmann hat hier Wissen zusammengetragen und mit Illustrationen von Véro Mischitz zu einem interessanten Ausflug in die Vogelwelt verbunden.
Der Aufbau ist in Hauptkapitel wie Fliegen, Singen, Heilen, Fünf Sinne, Der 6. Sinn, Aussehen und Innere Werte gegliedert. Hier haben wieder einige Unterkapitel. Das Inhaltsverzeichnis zu Beginn des Buches macht es leicht, schnell auf ein bestimmtes Thema zugreifen zu können. Am Ende findet der Leser noch ein Stichwortregister in alphabetischer Reihung und eine Liste weiterführender Literatur.
Schreibstil und Cover sind völlig in Ordnung. Auch wenn mich persönlich das Cover nicht so überzeugt, so kann ich als Fazit doch sagen, dass es auf jeden Fall schon einen Hinweis gibt, dass es sich hier um keinen herkömmlichen Ratgeber handelt. Empfehlenswert finde ich es für jeden der einen Blick hinter die Kulissen unsere Vögel werfen möchte.

Bewertung vom 28.10.2023
Olderdissen, Bernadette

Zwischen ewigem Sommer und tiefster Nacht


sehr gut

wie ein Dokumentarfilm für das innere Auge

Die acht Jahreszeiten des samischen Kalenders hat Bernadette Olderdissen beobachtet und für den Leser in Worte gefasst. Mir haben die Beschreibungen „Zwischen ewigem Sommer und tiefster Nacht“ sehr gut gefallen. Sie sind Bilder für das innere Auge, fast wie ein Dokumentarfilm. Das Ganze ist nicht in einem Roman verpackt, sondern es wurden eher wie in einem Reisebericht Szenen, Ereignisse, Vorkommnisse, Entwicklungen beschrieben. Weiß, über frisches Grün und Bunt bis wieder zum Weiß. Ich konnte mir alles gut vorstellen, blieb dabei aber irgendwie distanziert.
Natürlich kann man Vergleiche zur hiesigen Natur ziehen. Natürlich wird man Ähnliches finden. Natürlich geht in Lappland der Sommer schneller vorbei und der Winter langsamer. Und diese Differenz gilt es zu erkennen.
Die Autorin lässt immer wieder Wörter aus der Sprache der Samen mit einfließen, erklärt sie aber sofort im Anschluss, sodass ich es eher interessant als hemmend fand. Ebenfalls positiv zu vermerken sind die Hinweise, die Erklärungen zu Lebensweise und Anschauung der Samen.
Im Großen und Ganzen ist mein Fazit überwiegend positiv und ich empfehle es jedem, der ein wenig Interesse an den Abläufen der Natur in fremden Ländern hat.

Bewertung vom 23.10.2023
Marzian, Stephanie

Zimtküsse und Honigduft / Fräulein Gewürzzauber Bd.2


ausgezeichnet

Weihnachtliche Düfte und Gefühle

Zur Weihnachtszeit darf es etwas mehr sein. Mehr Gefühl, mehr Romantik und auch etwas mehr in Richtung Kitsch. Aber nicht zu viel. Hier haben wird den Kitsch in Form von Namen, ob Sonnenschein, Himmelreich, Spitzbub, Gewürzzauber, Backperlen, Schönmut, Großherz, oder Riegel, um nur einige zu nennen, sie alle lassen mich lächeln. Zu einer anderen Jahreszeit, in einer anderen Geschichte hätte ich wohl die Augen verdreht, aber hier passen sie interessanterweise.
Zu all den Gefühlen kommt aber auch eine Portion Spannung, verursacht durch Bella und diesen Backwettbewerb. Wer wird ihn gewinnen? Geht alles mit rechten Dingen zu.
Immer wieder eingeflochten wird das Tagebuch von Lenas Ururgroßmutter Elvi. Ich mochte diese kurzen Passagen in die Vergangenheit ganz besonders.
Stephanie Marzian hat eine Geschichte aus weihnachtlichen Zutaten gebacken und das Fazit daraus lässt mich schmelzen. Ihr Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen, die Figuren sind beinahe alle sympathisch.
Ich für meinen Teil kann „Fräulein Gewürzzauber – Zimtküsse und Honigduft“ nur wärmstens empfehlen. Am besten bei einer Tasse Tee oder Kakao und Zimtstangen genießen.

Bewertung vom 21.10.2023
Kindler, Sonja

Schwarzwaldfrost


ausgezeichnet

Eher ein Softkrimi, aber bis zum Schluss spannend

Die Ermittlerin Ines legt auch in diesem Fall wieder ein gutes Gespür an den Tag und ihr Bauchgefühl weist sie in die richtige Richtung. Trotz Wechsel beziehungsweise Neuzugang im Team bilden die Ermittler eine Einheit.
Der Krimi bewegt sich eher im Bereich eines Softkrimis bleibt aber bis zum Schluss spannend und interessant.
Gut gefällt mir hier die Balance zwischen privatem Strang der Ermittlerin und der Auflösung des Kriminalfalls. Ob es sich dabei um einen Suizid oder einen Mord handelt, darf der Leser selbst herausfinden.
Mit "Schwarzwaldfrost" hat Sonja Kindler ihre Reihe würdig weiter geführt. Schreibstil und Wortwahl sind gewohnt leicht und flüssig lesbar.
Das Cover zeigt einen gewissen Wiedererkennungswert. Für die Reihe der Schwarzwaldkrimis passend in den typischen, eher düster gehaltenen Farben.
Mein Fazit: mir hat auch dieser Fall von Ines Sandner gut gefallen und ich kann das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen. Die Bücher sind in sich abgeschlossen und können durchaus auch einzeln gelesen werden.

Bewertung vom 16.10.2023
Kennedy, Louise

Übertretung


sehr gut

Geht unter die Haut

Nordirland zur damaligen Zeit wie ein Hexenkessel. Louise Kennedy beschreibt das Leben von Cushla, einer jungen, katholischen Lehrerin, sehr klar. Sie kann die Emotionen gut transportieren. Der Leser bekommt Hoffnungslosigkeit, Wut, Verzagen, Ungerechtigkeit, Ohnmacht, Gewalt, aber auch Liebe und Zusammenhalt präsentiert.
Geschichtliches wird in das Leben von Cushla perfekt integriert, oder umgekehrt. Jedenfalls gibt es den privaten Strang der Protagonistin und damit verflochten den öffentlichen, gesellschaftlichen, politischen. Mir ging unter die Haut wie sehr sich die Menschen unter Kontrolle haben mussten. Überlegen was man wann zu wem sagen konnte, wurde immer wieder betont und von der Autorin gekonnt beschrieben. Trotzdem habe ich mich irgendwie als Beobachter gefühlt, konnte nicht ganz in die Geschichte eintreten. Aber vielleicht war es auch ein klein wenig Selbstschutz von mir.
„Übertretung“ gab es in jedem Bereich und jeder Intensität. Der Titel ist für dieses Buch Programm.
Am Ende rundet sich die Geschichte versöhnlich ab. Als Fazit kann ich das Buch guten Gewissens empfehlen. Man muss sich aber darauf einstellen, dass es emotional sehr berührend sein kann.

Bewertung vom 02.10.2023
Winter, Lily

Zur Liebe geht`s dort entlang


gut

Mehr als ein Roadtrip, Protagonistin ohne Selbstwert, entwickelt sich aber

Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch:
Vom Klappentext her hätte ich vermutet, dass sich die gesamte Geschichte während der Reise nach Kos abspielt. Doch das ist nur ein Teil, danach darf der Leser an der beginnende Liebe von Julia und Thomas und ihren Schwierigkeiten weiter teilhaben, bis es am Ende zu einem runden Abschluss kommt.
Erzählt wird ihre Geschichte aus der Sicht von Julia. Das Hörbuch wird von Michaela van de Loo gesprochen. Ich musste mich an ihre Stimme erst gewöhnen, für mich war sie leider etwas zu monoton.
Die Protagonisten Julia und Thomas fand ich in ihrer Entwicklung gegensätzlich. Während Julia zu Beginn für mich viel zu unsicher, naiv und unreif war, konnte ich Thomas mehr Sympathie abgewinnen. Am Ende hat sich das interessanterweise verkehrt. Julia hat sich entwickelt und immer wieder ihre erwachsene Seite gezeigt, während Thomas´ Handlungen für mich nicht wirklich nachvollziehbar waren.
Die Geschichte wird von Lily Winter immer wieder durch humorvolle Szenen aufgelockert und „Zur Liebe geht´s dort entlang“ entpuppte sich als ein leichter Liebesroman mit kurzem Roadtrip-Element.
Als Fazit zum Cover ist nicht viel zu sagen. Die relativ intensive Farbgebung springt ins Auge und die Aufmachung passt für einen Liebesroman.