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Anja

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Insgesamt 173 Bewertungen
Bewertung vom 21.08.2023
Kaiser, Kirsten

Mord in Schwangau / König Ludwig Sammelband (1-2)


weniger gut

Dieser Sammelband KÖNIG LUDWIG – TOD IN SCHWANGAU von Kirsten Kaiser umfasst die ersten beiden Bände aus der Neuschwanstein-Krimiserie.

KÖNIG LUDWIG UND DER TOTE PREUßE handelt von einem Mord am preußischen Abgesandten, der gerade im Schloss von König Ludwig anwesend ist. Schnell beginnen König Ludwig und seine Cousine Herzogin Sophie, mit der er innig verbunden ist, mit den Ermittlungen innerhalb und außerhalb des Hofes. Dabei greifen die beiden auch schon mal zu außergewöhnlichen Mitteln.

KÖNIG LUDWIG UND DER GLÄSERNE DOLCH handelt vom Mord an Ludwigs Finanzminister Funkenberg. Auch hier scheinen die öffentlichen Ermittlungen nicht recht voranzukommen, so dass Ludwig und Sophie wieder die Ermittlungen aufnehmen und zahlreiche Spuren verfolgen.

Insgesamt ist der leicht humorvolle Schreibstil angenehm, aber gleichzeitig fehlt mitunter die Spannung, so dass man nicht recht mitfiebern kann. Das bisweilen kuriose Miteinander der Schlossbewohner ist gut beschrieben, aber wird nach einiger Zeit auch etwas eintönig.

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Bewertung vom 09.08.2023
Haddada, Nora

Nichts in den Pflanzen (eBook, ePUB)


weniger gut

Der Roman NICHTS IN DEN PFLANZEN von Nora Haddada handelt von der Drehbuchautorin Leila und ihrer Schreibblockade sowie ihrem privaten Leben.

Leila hat eigentlich allen Grund, sich zu freuen, denn sie darf ein Drehbuch für eine bekannte Filmproduzentin schreiben. Leider kann sie diese Chance aber nicht nutzen und vertrödelt stattdessen die Zeit. Auch ihr Beziehungsleben ist turbulent und lenkt von ihrer Arbeit ab. Ebenso scheinen weitere Faktoren immer wieder zur Ablenkung aufzutauchen, denen sie auf ungewöhnliche Art und Weise zu Leibe rücken möchte.

Der Titel hatte mich angesprochen, weil er so originell klingt. Und auch die Leseprobe war interessant. Beim Lesen des ganzen Buches war ich allerdings enttäuscht. Zum einen fand ich den Schreibstil merkwürdig - es kann zwar interessant sein, so zu schreiben, als ob man Leila bei ihren Gedankengängen zuhört, aber das wird irgendwann auch anstrengend. Hinzu kommt, dass ich Leilas Verhalten nicht recht nachvollziehen und mich somit auch nicht in sie hineinversetzen konnte. Letztendlich habe ich mich gefragt, was die Autorin eigentlich mit ihrem Buch ausdrücken wollte. Schade!

Bewertung vom 02.08.2023
Yokomizo, Seishi

Mord auf der Insel Gokumon / Kosuke Kindaichi ermittelt Bd.2


weniger gut

Der Kriminalroman MORD AUF DER INSEL GOKUMON von Seishi Yokomizo handelt von Privatdetektiv Kosuke Kindaichi, der auf der abgelegenen Insel Gokumon eine schwierige Mission zu erfüllen hat.

Es ist kurz nach dem Krieg und Kosuke wurde von seinem verstorbenen Kriegskameraden Chimata Kito gebeten, auf die Insel zu reisen, um dort die traurige Nachricht seines Todes zu überbringen. Gleichzeitig soll er seine Schwestern vor dem sicheren Tod bewahren. Eine schwierige Mission.

Der Kriminalroman hat bis zu seinem überraschenden Ende eine ganz eigene Dynamik und Erzählweise, an die man sich erstmal gewöhnen muss. Auch sind viele japanische Begriffe nicht geläufig, so dass man einige Dinge parallel nachlesen muss. Zum Glück ist aber ein Personenverzeichnis und ein Glossar vorhanden.
Insgesamt ein besonderes Buch, das einen aber auch vor eine gewisse Herausforderung stellt.

Bewertung vom 18.07.2023
Jensen, Joost

Leichenblass im Fass / Die Friesenbrauerin ermittelt Bd.2


gut

Der Krimi LEICHENBLASS IM FASS von Joost Jensen handelt von der Friesenbrauerin Gesine Felber, die des Mordes an ihrem Konkurrenten Ulrich Neunaber verdächtigt wird.

Gesine und Ulrich können sich nicht leiden, ein Aufeinandertreffen lässt sich aber leider nicht immer vermeiden. So auch beim Watthumpen-Festival rund ums beste Bier, bei dem Gesine überraschend gewinnt. Das gefällt Ulrich so gar nicht, nachdem er in den letzten 7 Jahren immer gewonnen hatte. Aber ist das ein Grund, dass er gleich kopfüber in einem von Gesines Fässern tot aufgefunden wird? Gesine ist der Rummel zu viel, zumal nun auch zahlreiche Sensationstouristen in das eigentlich verschlafene Dorf Sünnum pilgern. So taucht sie ab und ihre Tochter Wiebke und andere Dorfbewohner machen sich auf die Suche nach dem wahren Mörder.

Dieser Krimi lebt durch seine gute Geschichte, den angenehmen Schreibstil und den Lokalkolorit, der in den teils auf plattdeutsch geschriebenen Sätzen durchschimmert.

Bewertung vom 17.07.2023
Humberg, Christian

Mörderisches Santorin - Zoe und der tote Reeder (eBook, ePUB)


sehr gut

Der Krimi MÖRDERISCHES SANTORIN – ZOE UND DER TOTE REEDER von Christian Humberg handelt von Zoe Dahlmann, die von ihrer verstorbenen Großtante eine Taverne auf Santorin erbt und gleich am ersten Tag in einen Mordfall stolpert.

Zoe ist genervt von ihrem Leben im verregneten Frankfurt – ihr Chef ist gemein, ihr Freund ein Fremdgeher. Da kommt ein Notarschreiben gerade recht, denn ihre Großtante Sofia ist verstorben und hat ihr eine abgelegene Taverne auf Santorin vererbt. Also warum nicht hinfahren und das Erbe annehmen? Vor Ort verliebt sie sich sogleich in Land und Leute, denn die Landschaft ist herrlich und die Nachbarn teils grummelig, aber trotzdem sympathisch und hilfsbereit. Auf der Suche nach Hilfskräften, die ihr bei der Renovierung helfen können, stolpert sie über den getöteten Reeder Nikos Georgious, der aufgrund seiner tyrannischen Art mehr als einen Feind auf der Insel hatte. Doch zunächst steht Zoe selbst unter Mordverdacht. Gemeinsam mit ihren neuen Freunden macht sie sich auf die Suche nach dem tatsächlichen Mörder….

Da ich ohnehin Griechenlandfan bin, hat mich dieses Buch mit dem hübschen Cover gleich begeistert. Sowohl die Beschreibung der Landschaften als auch der Menschen habe ich als sehr gelungen empfunden und fühlte mich in meine eigenen Aufenthalte zurückversetzt. Und auch der Krimi selbst wird unaufgeregt erzählt, so dass man gemeinsam mit Zoe von einer Erkenntnis zur anderen gelangt. Ein gelungener Urlaubskrimi.

Bewertung vom 15.07.2023
Leßmann, Max Richard

Sylter Welle


gut

Der Roman SYLTER WELLE von Max Richard Leßmann handelt von Max, der oft mit seinen Großeltern auf Sylt die Ferien auf dem Campingplatz verbracht hat und diese als Erwachsener nun ein letztes Mal vor Ort besucht.

Ohne es zu wollen, ist Max melancholisch, als er seine letzte Reise nach Sylt antritt. Denn einerseits freut er sich, wieder Zeit mit seinen Großeltern zu verbringen, andererseits hat er auch ein wenig Respekt vor der Situation, denn sein „Oppa“ baut altersbedingt ein wenig ab. Vor Ort angekommen, geht dann alles wieder seinen gewohnten Gang – etliche Situationen sind scheinbar vorprogrammiert und erinnern Max an die vielen früheren Sommer am Meer, aber auch an die zahlreichen anderen Gelegenheiten, zu denen die ganze Familie sich traf. Und da jedes Familienmitglied auf seine Weise besonders ist, werden das oft denkwürdige Treffen. Nach und nach erinnert sich Max an zahllose familiäre Begebenheiten aus seinem 30-jährigen Leben.

Der Roman ist eine gelungene und liebevolle Beschreibung von Max´Familie mit all ihren Besonderheiten, bei der man manchmal schmunzeln, aber auch schon mal schlucken muss. Familie halt…

Bewertung vom 10.07.2023
Steinlechner, Tanja

Das Leben, das uns bleibt (eBook, ePUB)


weniger gut

Der Roman DAS LEBEN, DAS UNS BLEIBT / DIE GOLDSCHMIEDIN von Tanja Steinlechner handelt von Ruth, die zu Kriegszeiten ihre Heimat Breslau verlassen muss und u.a. in Freiburg ein neues Leben aufbaut.

Familie geht Ruth über alles und so ist die gemeinsame Flucht aus Breslau im Januar 1945 beschlossene Sache. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten kommen sie letztendlich in Freiburg unter, wo sich Ruth und ihre Geschwister ein neues Leben aufbauen müssen. Dabei geht jeder unterschiedlich mit der Vergangenheit um, was auch mitunter zu Konflikten führt. Ruth lernt bald Albert kennen, den Sohn einer reichen Juweliersfamilie. Was zu Beginn locker begann, wird nach der Hochzeit zur Belastung für Ruth. Denn da ist ja auch noch Ilan, ihr Breslauer Freund, über dessen Verbleib sie lange Zeit nichts weiß, den sie aber schmerzlich vermisst.
Dann kommt es zu einem Skandal im Hause Seidel, denn Otto Seidel – Ruths Schwiegervater – hat sein Geschäft zu Kriegszeiten mit unlauteren Methoden erworben. Diese Situation schwemmt die ganzen Erinnerungen und Emotionen aus der Vergangenheit wieder an die Oberfläche und führt zu weiteren Aktionen und Reaktionen.

Die Geschichte klang lt. Klappentext wirklich interessant, aber beim Lesen fehlten mir leider oft die nachvollziehbaren Emotionen der Akteure. Auch die Juwelierskunst ist nur lehrbuchmäßig beschrieben und konnte mich leider nicht fesseln. Zum Ende des Buches kam es mir so vor, als ob alle noch losen Fäden aufgenommen und schnell verarbeitet werden wollten. Mich hat das Buch trotz der guten Grundidee ein wenig enttäuscht und ratlos zurückgelassen.

Bewertung vom 07.07.2023
Sandmann, Elisabeth

Porträt auf grüner Wandfarbe (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Der Roman PORTRÄT AUF GRÜNER WANDFARBE von Elisabeth Sandmann handelt von Ella Blau und Ilsabé Isolani, die sich als junge Frauen auf Schloss Elmau im Jahr 1918 kennenlernen und ihr Leben lang in Kontakt bleiben.

Ella und Ilsabé könnten nicht unterschiedlicher sein…Ella ist bodenständig aufgewachsen und ist auf dem Schloss für die Korrespondenz zuständig. Ilsabé ist kapriziös und Tochter aus reichem Haus auf der Suche nach einem adäquaten Ehemann. Trotz aller Unterschiede freunden die beiden sich an und ihre Leben sind fortan miteinander verwoben. So finden sich die beiden immer wieder auf ihren Stationen durch Bayern, Köslin in Pommern, Berlin und in Italien.
Im Jahr 1992 wird Gwen in London von ihrer agilen älteren Tante mit der Bitte überrascht, mit ihr zum früheren Familienanwesen in Pommern zu reisen, um die Vergangenheit aufleben zu lassen. Das veranlasst Gwen dazu, selbst Nachforschungen zu ihrer Familiengeschichte anzustellen, für die sie sich vorher nur mäßig interessiert hat. Je mehr sie nachforscht, um so mehr Familiengeheimnisse scheinen aufzutauchen, aber auch viele überraschende Erkenntnisse. Einen großen Anteil an der Aufklärung hat hierbei auch ihre inzwischen 94-jährige Großmama Ilsabé, die nun auch mit ihren Geheimnissen aufräumen möchte.

Das Buch hat mich zuerst vom Titel her angesprochen, den ich außergewöhnlich und schön fand – und der auch eine Rolle in dem Buch spielt. Und dann wurde ich überrascht mit einer großartigen Familien-Saga, die über nahezu acht Jahrzehnte reicht und auch dunkle Kapitel nicht auslässt. Alles geschrieben in einem angenehmen und mitreißenden Schreibstil. Eine Empfehlung!

Bewertung vom 11.06.2023
Lüding, Kristina

Margarete Steiff / Ikonen ihrer Zeit Bd.8 (eBook, ePUB)


sehr gut

Der Roman GRETA GARBO – DIE EINSAME GÖTTIN von Kristina Lüding handelt von der großen schwedischen Schauspielerin und ihrem künstlerischen Schaffen.

Beschrieben wird der Zeitraum 1921 bis 1941, in dem sich die anfangs zurückhaltende schwedische Greta Gustafsson von der Hutverkäuferin zur gefragten Hollywood-Schauspielerin entwickelt. Auch wenn ihre leicht schüchterne Art zu Beginn manchen Produzenten anstrengt, so gibt es doch genügend Menschen, die das Besondere in ihrem Spiel und ihrer Aura sehen. Und so spielt sie bald in einer Reihe von Stummfilmen mit. Außerdem gelingt ihr der Sprung nach Hollywood zu den MGM-Studios, wo sie ein paar weitere Stummfilme dreht, bevor sie auch Erfolge mit Tonfilmen verzeichnet. Nachdem sie ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr nur Liebesfilme drehen möchte, kann sie auch in anspruchsvollen Rollen wie in Mata Hari glänzen. Den Abschluss ihrer Karriere bilden dann zwei Komödien – eine wird zum Kassenschlager, die andere fällt bei den Kritikern und beim Publikum durch. Da sie nicht länger fremdbestimmt arbeiten möchte, beendet sie ihre Karriere letztendlich im Jahr 1941.
Auch die private Greta Garbo wird treffend beschrieben mit ihren engen Freundschaften, ihrer Liebe zu ihrer schwedischen Familie und guten Beziehungen in der Künstlerwelt.

Diese Beschreibung der Karriere von Greta Garbo hat mir sehr gut gefallen, denn sie ist angenehm zu lesen und man hat die entsprechenden Bilder vor Augen. Eine beeindruckende Frau!