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juli_bookworld

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Insgesamt 103 Bewertungen
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Bewertung vom 29.08.2021
Benkau, Jennifer

A Reason To Stay / Liverpool-Reihe Bd.1


sehr gut

Authentisch und bewegend!

Als ich in der Buchhandlung das Cover gesehen habe, hat es mich sofort zum Lesen eingeladen. Die hellen Türkistöne in Kombination mit der weißen Schrift wirkten auf mich frisch und modern. Ich muss zugeben, dass ich allein vom Klappentext her etwas anderes erwartet hatte, jedoch keineswegs von der Geschichte enttäuscht wurde.

Für mich ist es ein Roman mit Tiefgang, wie ich ihn in dieser Form zuvor noch nie gesehen habe. Die Darstellung von Themen wie Depression und psychischen Erkrankungen erfolgte auf eine äußerst echte und zugleich sensible Art. Für mich hat die Autorin dabei die perfekte Balance gefunden, sodass das ernste Thema authentisch wirkt. Nicht unerheblich tragen zu dieser emotionalen Darstellung die handelnden Akteure bei.

Die Protagonisten sind deutlich gezeichnet und heben sich von Figuren anderer Werken ab. Deren Beschreibung kratzt nicht nur an der Oberfläche sondern nimmt vor allem die Gedankenwelt sowie die Hintergründe der Charaktere in den Blick. Die Ich-Perspektive aus Billys und Cedrics Sicht ermöglicht ein Einfühlen in die Figuren. So hatte ich selbst das Gefühl emotional an der Geschichte teilzuhaben.

Die Beziehung der Protagonisten empfinde ich als etwas ganz besonderes. Man konnte sofort spüren, dass beide auf einer Wellenlänge sind, was an den humorvollen Dialogen des Romans zu erkennen ist. Beide weisen eine Stärke auf, wozu im Laufe der Handlung jedoch noch emotionale Tiefen der Charaktere ans Licht treten. Die damit erzeugte Ambiguität finde ich überaus authentisch, da deren Eigenschaften sich in vielfältiger und facettenreicher Weise erstrecken. Eine hohe Charakterkomplexität wird erreicht, welche die ernsten Themen in ihrem Wirken unterstützt.

Der schnelle Einstieg in den Roman hat mir besonders gefallen. Der Beginn war unkompliziert, sodass der Leser sich gleich mitten im Geschehen befand. Auch das erste Aufeinandertreffen der Protagonisten lässt nicht lange auf sich warten und leitet den Roman ein. Dabei ist die Handlungsstruktur so aufgebaut, dass die Spannung aufrecht erhalten wird. Kleine Erinnerungsschnipsel werden gezielt verstreut,  jedoch nicht weiter aufgenommen, bis sie zu einem späteren Zeitpunkt relevant werden. Meine Neugier wurde dadurch enorm gesteigert. Im Verlauf des Romans hat sich die Handlung erst langsam entwickelt und endete in einer regelrechten Achterbahnfahrt der Gefühle. Teilweise kamen viele Aspekte an dieser Stelle zusammen, sodass das Ende des Romans etwas überladen wirkte. Das finde ich sehr schade, da all die Informationen geballt wirkten und sich die Autorin nicht mehr Zeit für gewisse Entwicklungen genommen hat.

Umso gelungener fand ich Jennifer Benkaus Schreibstil. Perfekt zum Genre passend, zieht sich eine einfache und lockere Sprache durch den Roman. Der Text liest sich flüssig, sodass ich das Buch gar nicht mehr weg legen wollte. Die Nutzung von jugendlicher Sprache sowie englischen Formulierungen passt nicht nur sehr gut zum Alter der Protagonisten sondern wirkt auch überaus modern.

Fazit: Eine Leseempfehlung für alle die tiefgründige und moderne Geschichten lieben. Vor dem Lesen sollte jedoch die Triggerwahnung gelesen werden, da die Thematik rund um Depressionen und psychische Erkrankungen äußert nah und authentisch dargestellt wird.

Bewertung vom 25.08.2021
Milán, Greta

Beyond Eternity / Der Schwur der Göttin Bd.1


ausgezeichnet

Einfach göttlich!

Eine atemberaubende Reise zu den übernatürlichen Relikten der römischen Götter.
Bereits das Cover und der Titel haben mich einfach zum Lesen angeregt. Ich bin absolut verliebt in die sanften Creme- und Weißtöne, welche gemeinsam mit dem goldenen Schriftzug wunderbar zur Thematik des Buches passen. Für mich entsteht dadurch ein Dialog zwischen Optik und Inhalt des Werks, was wiederum eine perfekte Einheit bildet. Umso mehr hat mich dieses hochwertig verarbeitete Buch in seinen Bann gezogen und begeistert.

Das Besondere an dem Buch war für mich die Thematisierung der römischen Götter und deren Legenden. Geschickt hat Greta Milán die Zeitebenen der Sagen und der Moderne verwoben, sodass logische Zusammenhänge und in sich schlüssige Handlungsverläufe resultieren. Das Buch sticht mit dem Thema deutlich hervor und beinhaltet nebenbei auch noch sehr viele Informationen über die römischen Göttersagen.

Als Protagonistin tritt Nayla hervor, deren Charakter sich im Verlauf der Geschichte deutlich abzeichnet. Ich mochte die Form der Ich-Erzählung, da man auf diese Weise durchgehend Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhalten konnte. Ein Hineinversetzen in die Protagonistin war problemlos möglich. Ihre Charakterzüge sind besonders, da sie sowohl starke als auch verletzliche Seiten an sich zeigt. Diese Balance lässt die Hauptfigur authentisch wirken und ermöglichte meinerseits eine emotionale Teilhabe an ihrer Geschichte.

Als weitere Protagonisten treten Cyrian und Philemon hinzu. Allein für die Namenswahl würde ich am liebsten schon fünf Sterne vergeben, da diese für mich außergewöhnlich und einfach einzigartig sind. Während Cyrian etwas Geheimnisvolles in die Story bringt, lockert Phil die ganze Szenerie auf. Nicht nur einmal musste ich über Phils charmante und fröhlich Art lachen. Die Protagonisten eröffnen in ihrer gegensätzlichen Art facettenreiche Eigenschaften und erzielen dadurch ein optimales Zusammenspiel zwischen Ernsthaftigkeit, Witz und der nötigen Portion mystischer Elemente.

Vereint werden die Charaktere und deren Darstellung in der Komplexität des Handlungsverlaufs. Mir gefiel es, dass Greta Milán während des Plots immer wieder Hinweise auf zukünftige Ereignisse und Zusammenhänge versteckt hat. Diese waren für mich jedoch undurchsichtig, sodass deren Bedeutung erst im weiteren Verlauf klar wurde. Die Spannung der Geschichte blieb damit durchweg erhalten und hat sich gegen Ende hin nochmals gesteigert, sodass ich jetzt schon wahnsinnig neugierig auf den zweiten Band bin.

Das Setting des Romans fande ich äußerst ansprechend gestaltet. Summertown ist ein Ort, an den ich am liebsten selbst sofort reisen würde. Es wirkt sehr idyllisch und gerade die Verbundenheit zur Natur habe ich absolut geliebt. Die Kleinstadt erscheint auf den ersten Blick verträumt und einfach, bevor die Autorin genau diese Alltäglichkeit geschickt mit dem Übernatürlichen verbindet. Dieses Zusammenspiel macht für mich die besondere Essenz des Romans aus und lässt eine unvergleichliche Harmonie der fiktiven Welten entstehen.

Der Schreibstil ist locker und zum Genre passend. Der Text liest sich leicht, sodass man am liebsten an einem fort lesen möchte. Greta Milán schafft es mit der Sprache konkrete Bilder beim Leser zu erzeugen, was lebendig wirkt und mich geradewegs in die von ihr geschaffene Welt hat eintauchen lassen.

Fazit: Dieses Buch und die darin handelnden Figuren werden mir definitiv im Gedächtnis bleiben. Von mir gibt es daher eine absolute Leseempfehlung für alle Romantasy Fans, denn eine bessere und stimmigere Mischung aus Romance und Fantasy gibt's einfach nicht. Es wartet eine einzigartige und berührende Geschichte, die ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen dürft.

Bewertung vom 21.08.2021
Grove, Olivia

Sternengeflimmer


sehr gut

Ein poetisches Feuerwerk in der düsteren Atmosphäre der Underground-Clubs! Von Beginn an hatte der Titel etwas Geheimnisvolles an sich, was mich neugierig auf das Lesen machte. Mitreißend und emotional war die verbotene und komplexe Leidenschaft zweier Liebenden, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Das Cover des Buches hat mich sofort überzeugt. Es wirkte auf mich ebenso geheimnisvoll wie der Titel und bildet mit diesem eine Einheit. Die Wahl des Motives sowie die dunklen Farbtöne passen perfekt zur Thematik der Kurzgeschichte.

Als Protagonisten agieren Maya und Don, deren Charaktere fein ausgearbeitet wurden und die mir definitiv im Gedächtnis bleiben werden. Beide weisen facettenreichen Eigenschaften auf, welche innere Gegensätze bilden. In dem Spannungsfeld zwischen totaler Überlegenheit bis hin zur naiven Unsicherheit definieren sich die emotionalen Zustände der Figuren. Extreme Wechsel der Gefühle erfolgten an manchen Stellen sehr schnell, was auf mich dann zunächst ein wenig verwirrend wirkte. Ich konnte mich dennoch sehr gut in die Charaktere hineinversetzen, sodass ich das Gefühl hatte, an der Geschichte der beiden teilzuhaben.

Die Beziehung von Maya und Don ist etwas Einzigartiges und eröffnet sich in der Komplexität der Handlung. Andeutungen wurden gestreut und erst zu einem späteren Zeitpunkt als solche enttarnt und relevant. So lernt der Leser nach und nach die Details und Hintergründe zur Geschichte kennen. In dieser Struktur wird die Spannung bis zum Ende der Geschichte aufrechterhalten.

Das Setting bildet die Nachtwelt mit ihren Underground-Clubs. Rauchiger Duft, Laserblitze und Technotempel kreieren eine düstere und energiegeladen Stimmung, in denen sich die Akteure bewegen. Das gewählte Setting passt zur Komplexität der Charaktere und der Handlung und unterstützt diese in ihrem Wirken.

Vereint werden Plot, Figuren und Setting durch den grandiosen und geradezu peotische Schreibstil von Olivia Grove. Perfekte Wortwahl und stimmige Satzkonstruktionen laden zum Weiterlesen ein, sodass man das Buch gar nicht mehr weglegen möchte.

Fazit: Absolute Leseempfehlung für diejenigen, die bewegende und komplexe Liebesgeschichten in einer düsteren Atmosphäre lieben. Eine emotional aufgeladene Geschichte wartet auf euch, die definitiv im Gedächtnis bleiben wird!

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