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MartinaP

Bewertungen

Insgesamt 53 Bewertungen
Bewertung vom 19.01.2026
Berg, Ellen

Gibt's das auch mit Liebe?


ausgezeichnet

Inhalt:

Liebe ist was für Anfänger, findet Laura. Nachdem ihre angebliche Bilderbuchehe durch ist, hat sie die Nase voll von all den romantischen Klischees, die sie fleißig auf Instagram gepostet hat. Ihr aktueller Beziehungsstatus: geschiedener Single mit Dating-Frust. Doch dann wird die Redakteurin dazu verdonnert, ausgerechnet über »nachhaltige Romantik« zu schreiben. Hä? Noch dazu soll sie auf Anweisung ihres Chefs eine Auszeit auf dem Biohof ihrer Schwester Vivi nehmen. Auch Vivi ist so eine emotionale Baustelle. Doch als Laura den nervigen Nachbarn Finn trifft, entdeckt sie plötzlich eine ganz neue Variante von Romantik

Das Buch war für mich der erste Roman der Schriftstellerin Ellen Berg und hat mich sofort gefesselt. Laura, eine junge, hippe Frau mit dem scheinbar perfekten Leben, ist der Mittelpunkt des Romanes. Nachdem die Ehe kaputt gegangen ist und das "gefakte" Leben auf Social Media mehr schmerzhafte Erinnerungen als Freude bringt, nimmt sie sich auf Anraten ihres Chefs eine Auszeit auf dem Land. Bei Vivi, ihrer Schwester. Die Beziehung der beiden ist ohnehin nicht frei von Konflikten und dann auch noch als typischer Stadtmensch aufs Land? Doch Laura erkennt im Laufe des Buches worauf es wirklich im Leben ankommt: nicht die Bilder und Follower auf Social Media Kanälen zählen, sondern die Menschen im wirklichen Leben, mit all ihren Stärken und Schwächen.

Es macht Spaß Laura dabei zu begleiten, wie sie sich weiterentwickelt, Altes hinter sich lässt und langsam -auch Dank des nervigen Nachbars Finn- erkennt, wie das echte Leben sein kann. Auch die Thematik der beiden Schwestern und deren Konflikte ist empathisch und emotional erzählt. Während des Lesens hatte ich Bilder der Handlungsorte vor Augen, da Ellen Berg dies wunderbar beschreibt. Dass es für beide Schwestern am Ende ein Happy End gibt ist nicht nur schön - es lässt uns die Frage des Titels beantworten: Ja, das gibt es auch mit Liebe.

Und was Vivi betrifft: hier sehe ich durchaus Stoff für ein neues Buch. Ich würde es sofort lesen. Klare Kaufempfehlung und fünf Sterne für diesen wunderbaren Roman, der so sehr die Augen für das Wesentliche öffnet.

Bewertung vom 07.01.2026
Lachmann, Käthe

Vier sind zwei zu viel


sehr gut

Inhalt:

Mit vierundvierzig hat die Psychotherapeutin Evi ihr Leben bestens im Griff. Ihre Praxis läuft erfolgreich, sie liebt ihren Beruf und hat in ihrer Freundin Maren eine Seelenverwandte. In ihrem Singledasein hat sie sich gut eingerichtet. Wie kompliziert Beziehungen sein können, erlebt sie gerade bei ihrem besten Freund Markus aus nächster Nähe mit.

Als sie auf einem Achtsamkeitskongress den charmanten Ben kennenlernt, wirbelt das Evis geordnetes Leben gehörig durcheinander. Er steht nicht nur mitten im Leben, sondern ist auch witzig und sehr verständnisvoll. Aber auch ein bisschen eigen, wie Evi bald feststellen muss: Bens Tagesablauf wird von seinem Fitnesstracker bestimmt und zu jedem Date bringt er seine eigene Gewürzmischung mit. Ist das alles souveräne Lebensroutine oder doch schon ein Problem? Eine betrunkene Nacht und eine spontane Reise nach Paris bringen schließlich alles ins Wanken …



Nach "Der Feind in meinem Beet" ist "Vier sind zwei zu viel" der zweite Roman, den ich von Käthe Lachmann lese. Und gleich begegnet man wieder bekannten Gesichtern wie Maren, Evi und Markus. Wie bereits im Vorgängerroman besticht auch dieses Buch durch viel Humor und witzige Dialoge, es sind aber auch immer wieder Stellen dabei, die nachdenklich machen. Bens Fitnesswahn und die Frage, wie weit kann sich ein Mensch für eine Beziehung verändern? Wo sind die Grenzen, was ist möglich? Und hat eine Verhaltensänderung noch etwas mit ändern zu tun, oder muss man sich dabei schon verbiegen? Ist eine Beziehung das wert?

Und die Frage, kann aus Freundschaft nicht vielleicht doch Liebe werden? Oder ist es nicht vielleicht bereits Liebe - unbemerkt?

Eine wunderbare Geschichte, die durch ihre Herzenswärme besticht und die perfekt für gemütliche Leseabende auf der Couch ist. Klare Kaufempfehlung und fünf Sterne.

Bewertung vom 27.12.2025
Rechl, Christine

Die Stille der Rauhnächte


ausgezeichnet

Mit "Die Stille der Rauhnächte" ist es Christine Reichel gelungen, einen ganz speziellen Begleiter für die Zeit zwischen den Jahren zu schaffen. Neben den anschaulichen Erklärungen zum Thema Rauhnächte - auch im Bezug auf die Vergangenheit besticht das Buch vor allem durch seine unglaublich schönen, liebevollen Illustrationen, welche einem die Natur und die Tiere im Winterwald näher bringen. Man erfährt viel über die verschiedenen Bräuche und Aberglauben im Bezug auf die Rauhnächte. Dazwischen sind immer wieder Tipps gestreut, wie sich Dinge rasch in die Praxis umsetzten lassen, beispielsweise beim Räuchern.

Die Geschichte über die Hütte im Wald lässt innehalten. Ich mache es so, dass ich gerade an jedem Tag der Rauhnächte das Kapitel zum jeweiligen Tag lese. Also ähnlich wie bei einem Adventskalender - und ich freue mich jeden Tag darauf. Ebenso auf die wunderbaren Bilder, die passend zur Gesichte den jeweiligen Tag begleiten.

Im zweiten Teil des Buches erwarten uns Seiten, die wir selbst gestalten können. Zum Beispiel einen Brief an mich selbst oder für jede Rauhnacht Notizseiten, die wie ein Tagebuch zu führen sind. Auch hier lädt das Buch zum Innehalten und sich selbst bewusst werden ein.

Irgendwann sind die Rauhnächte vergangen, das Jahr beginnt, aber auch dann müssen wir das Buch nicht loslassen. "Das Jahr der Wunder", passend zu den zwölf Rauhnächten sind für jeden Monat wieder Notizseiten vorgesehen. Was ist passiert in dem Monat - wo sind vielleicht Parallelen zu der dazu gehörigen Rauhnacht? Das Buch wird auf diese Weise zum Begleiter für das ganze Jahr, es inspiriert und begleitet uns.

Fazit: Klare Kaufempfehlung für alle, die bereit sind, ein Stück innezuhalten und für die Achtsamkeit nicht nur ein Trend ist.

Bewertung vom 17.12.2025
Hinze, Andrea

Zum Glück gibt es Bernstein


ausgezeichnet

Inhalt:

Pauline ist vom Leben nicht gerade begünstigt. Gerade als es schlimmer kaum werden könnte, erhält sie die Nachricht vom Tod ihres Großvaters. Doch sie erfährt auch von der damit einhergehenden Erbschaft. Mit einem Mal befindet sie sich in einem Strudel puren Glücks. Zuversichtlich verlässt sie mit Kind und Kegel die Hauptstadt, um im Heimatort ihrer Mutter ein neues Leben zu beginnen. Auch Sam sucht in der Fremde seine Bestimmung und meint, sie in Form eines Cafés auf Paulines Anwesen gefunden zu haben. Scheinbar vom Schicksal auserkoren, gelingt es beiden, ihre Träume zu verwirklichen. Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein: Anders als Pauline, die im Falle eines Scheiterns nur sich selbst enttäuschen könnte, muss Sam sich beweisen und startet von der ersten Sekunde energisch durch. Beide bemühen sich, trotz ihrer Unterschiede eine Freundschaft zueinander aufzubauen und das Zusammenleben auf dem Anwesen erfolgreich zu gestalten. Doch ihnen kommt immer wieder das Schicksal und das ein oder andere Geheimnis in die Quere und ihr Zusammenleben bleibt nicht ohne Folgen.

Von diesem Buch war ich sehr positiv überrascht. Aufgrund des Klappentextes hatte ich keine konkrete Vorstellung, um welches Genre es sich handelt, habe aber auf eine klassische Lovestory getippt. Was mich dann erwartet hat, war absoluter Hammer!

Andrea Hinze hat mit dem Roman eine spannende Mischung aus Lovestory und Crime geschaffen. Das Ganze in einem bezaubernden, weihnachtlichen Setting, welches einem das Gefühl vermittelt hat, mitten in dem kleinen Dorf im Harz dabei zu sein. Zeitweise hatte ich ganz klare Bilder vor Augen: von der Mettenschicht, dem verschneiten Ort, den Szenen des lebendigen Adventskalenders und natürlich von der Buchhandlung und dem Cafe. Es war, als ob man mit Pauline und Sam mitten drin wäre. Es ist also, auch wenn Titel und Inhaltsbeschreibung nicht unbedingt darauf schließen lassen, eine weihnachtliche Romanze. Und dann kommt eben noch der Crime-Aspekt dazu, der dem Ganzen eine zusätzliche Spannung verleiht. Hätte ich mehr Zeit gehabt, ich hätte das Buch vermutlich in einem Rutsch durchgelesen.

Andrea Hinze kündigt den Roman als Auftakt einer Reihe an, und ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung, die hoffentlich nicht mehr so lange auf sich warten lässt.

Mein Fazit:

Wer Romanzen und Weihnachten liebt und das Ganze gerne mit etwas Spannung kombiniert mag, wird an diesem Buch nicht vorbeikommen. Fünf Sterne!

Bewertung vom 15.12.2025
Ehrensberger, Martin

Kommissar Aiwanger


ausgezeichnet

Da denkt man immer, die Oberpfalz wäre ein gemütlicher, friedlicher Landstrich mit Wald, Wiesen einigen sehr schönen Burgen..........na klar, so kann man sich irren. Denn in Wirklichkeit ist es schon lebensgefährlich, dort ein Volksfest zu besuchen. Jedenfalls als ältere Mann. Klar, dass Kommissar Hubert Aiwanger hier ermitteln muss - gemeinsam mit seiner Kollegin aus dem hohen Norden. Martin Ehrensberger schafft es mit viel Humor, Lokalkolorit und einer gehörigen Portion Augenzwinkern, einen humorvollen und trotzdem spannenden Krimi zu schreiben.

Man ist in kürzester Zeit in der Story drinnen und ich habe sowohl Hubert als auch Frida schnell ins Herz geschlossen, obwohl oder vielleicht gerade weil sie so unterschiedlich sind. Ehrensberger beschreibt die Beiden sehr gut, die Charaktere sind hervorragend herausgearbeitet und es macht Spaß, ihnen bei den Ermittlungen zu folgen.

Fazit: Ein sehr gelungener Regionalkrimi, der mich bestens unterhalten hat. Ich hoffe noch auf viele weitere Fälle mit Wammerl und FKK. Klare Kaufempfehlung und fünf Sterne.

Bewertung vom 12.12.2025
Aden, Hanna

Die Kryptografin (eBook, ePUB)


sehr gut

Inhalt:

München in den frühen 1950er Jahren: Die junge Margot ist stolz, als eine der wenigen Frauen einen Studienplatz für Mathematik an der LMU bekommen zu haben. Bei einer Vorlesung fällt sie durch außergewöhnlich kluge Fragen auf und erregt damit die Aufmerksamkeit eines Gasthörers, der für die Operation Gehlen, den Vorläufer des Bundesnachrichtendienstes, arbeitet. Aufgrund ihrer Begabung bietet er Margot eine Stelle in der Decodierungsabteilung an, welche sie voller Aufregung annimmt. Doch die Freude über die neue Aufgabe weicht bald Ernüchterung, denn in dieser für Margot vollkommen neuen Welt haben immer noch die Männer von früher das Sagen und es fällt ihr schwer, sich zu behaupten. Ihre Hoffnungen auf eine bessere Zukunft scheinen vergebens und sie steht kurz davor, zu kündigen. Einzig ihre Freundin Sue bestärkt sie darin, ihren Weg zu gehen. Sie träumt von einem besseren Leben und davon, eines Tages als Journalistin für die Rechte der Frau zu kämpfen.
Gemeinsam besuchen die beiden jungen Frauen Diskussionsabende im Amerika-Haus, wo Margot auf den einfühlsamen und politisch aktiven Willi trifft. Doch ihre Aufgabe beim Geheimdienst macht es Margot nicht leicht, Privates und Berufliches zu trennen …

Für mich war es der erste Roman von Hanna Aden und so bin ich auch zum ersten Mal mit Margot und ihrer Familie in Berührung gekommen. Obwohl das Buch bereits Vorgänger hat, in denen es um Margots Schwester Lena geht, ist es auch einzeln gut zu lesen. Zunächst habe ich etwas gebraucht, bis ich mich an den Schreibstil gewöhnt habe, obwohl ich nicht mal sagen kann, woran es gelegen hat. Dann aber war ich gefangen in der Geschichte.

Margot und Sue, zwei so unterschiedliche Frauen, die sich miteinander anfreunden und gemeinsam die Nachkriegszeit erleben. Man erfährt viel über die Einstellung der Gesellschaft Frauen gegenüber, ebenso über die Arbeit des BND und über Margots spezielle Fähigkeiten, die sie dort einbringen kann. Das Buch ist also nicht nur ein spannender Gesellschaftsroman sondern gleichzeitig ein Stück weit historisch.

Zum Ende hin bleiben viele Handlungsstränge offen. Im Hinblick auf die geplante Fortsetzung ist das aber vollkommen normal. Nachdem die Figur der Margot im Roman eine gewaltige Wandlung vollzieht, die mir an einigen Stellen etwas zu schnell ging und dadurch etwas unglaubhaft auf mich gewirkt hat, bin ich gespannt, wie es mit ihr und Sue weitergehen wird.

Fazit: Klare Kaufempfehlung und fünf Sterne für diesen informativen und gleichzeitig unterhaltsamen Roman.

Bewertung vom 08.12.2025
Walton, Emily

Die Welt in unseren Händen


ausgezeichnet

Inhalt:

Als die junge Emma ihre Großmutter June in Oxford besucht, ahnt sie zunächst nicht, dass dies ihr letzter Besuch bei ihr sein wird. Und auch nicht, was ihr bevorsteht, als sie ein Gedichtbändchen mit der Widmung eines gewissen Ken aus dem Jahr 1944 entdeckt. Nach und nach enthüllt sich eine abenteuerliche Lebensgeschichte, die Emma nie vermutet hätte. Als June kaum so alt ist wie sie jetzt, stellt sie sich in den Dienst der Royal Air Force. Die Kriegswirren führen sie von London bis in die Wüste Ägyptens. Als sie in Kairo dem südafrikanischen Kameramann Ken gegenübersteht, hat sie zum ersten Mal das Gefühl, eine innere Heimat zu finden. Doch kann sie sich diesen Gefühlen hingeben, während die Welt im Argen liegt und ihre beste Freundin Dotty in London um ihr Leben ringt? Während Emma in die Jugend ihrer Großmutter eintaucht, beginnt sie ihre eigene Zukunft mit anderen Augen zu sehen.

Für mich war das Buch eine unglaublich positive Überraschung. Grundsätzlich lese ich Bücher die in und um die Zeit des ersten und zweiten Weltkrieges spielen sehr gerne. Vor allem, wenn es Familiensagas sind oder das Schicksal der Frauen in der damaligen Zeit beleuchtet wird. Bei diesem Buch kommt dazu, dass die Autorin hier die Geschichte ihrer Großmutter einfließen lässt und somit für den Leser einen persönlichen Bezug herstellt. Junes Schicksal und die Abenteuer, die sie erlebt, werden spannend und beeindruckend beschrieben. Dabei verwendet die Autorin einen Schreibstil der dazu führt, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Man fiebert mit June mit und mehr als einmal habe ich mich beim Lesen gefragt, ob ich ihren Mut und ihren starken Willen gehabt hätte. Ich fürchte eher nein..

Am Ende wird nicht alles gut - aber das ist im Leben leider immer wieder der Fall. Und es hat sich bereits im Prolog abgezeichnet, dass die Geschichte für June und Ken kein glückliches Ende bereit hält. Trotzdem hat mich die Geschichte bis zur letzten Seite gefesselt.

Ergänzt wird das Buch durch zwei private Fotos von der Großmutter der Autorin, die ja den Ausschlag für den Roman gegeben hat. Im Nachwort können wir hier auch nochmal mehr darüber erfahren.

Fazit:

Ich bin total begeistert und empfehle das Buch ohne Einschränkung weiter.

Bewertung vom 05.12.2025
Grabeck, Tobias

Der Dunkelläufer


ausgezeichnet

Inhalt:

Eine Serie brutaler Morde erschüttert die friedliche Idylle eines malerischen Hafenstädtchens. Während sich die Angst durch die Gassen frisst, tauchen immer wieder geheimnisvolle Zettel mit rätselhaften Botschaften auf.
Der prominente Radiomoderator Eric Solberg, die Stimme der Stadt, gerät in den Sog der Ermittlungen und wird zur Schlüsselfigur in einem nervenaufreibenden Spiel um Leben und Tod, in dem dunkle Schatten der Vergangenheit hervorbrechen.
Doch ein letztes grausames Geheimnis bleibt im Nebel verborgen - und es ist schwärzer als die Nacht über dem Meer.

Wow - was für ein tolles Debüt von Tobias Grabeck. Ein Psychothriller vom Feinsten mit unerwarteten Wendungen und einem tiefen Blick in die menschlichen Abgründe. Dabei kommt der Thriller ohne grausame, blutige Szenen aus. Tobias Grabeck setzt eher auf Tiefenpsychologie und lässt den Leser ein ums andre Mal ratlos zurück: ist wirklich alles so wie es scheint? Oder verbirgt sich hinter der Maske des Opfers doch mehr? Aber was genau? Das Ende bringt nochmals einige unerwartete Wendungen mit sich und die Frage: wie sehr dürfen wir auf das Vertrauen, was wir bei anderen wahrnehmen?

Für mich war "Der Dunkelläufer" ein sehr kurzweiliges Lesevergnügen - einmal im Sog, möchte man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Entsprechend schnell war ich damit durch. Atemlos habe ich Seite für Seite gelesen, geschockt, rätselnd und am Ende dann doch überrascht. Ich hoffe, noch mehr von diesem Autor lesen zu dürfen und kann für dieses Buch fünf Sterne und eine klare Kaufempfehlung geben.

Bewertung vom 03.12.2025
Archan, Isabella

Die MörderMitzi und der eiskalte Tod


ausgezeichnet

Inhalt:

Eigentlich wollte Mitzi nur ein bisschen zu sich kommen, doch ein Schneesturm schneidet die Hütte ihrer Retreat-Gruppe im Dachsteingebirge von der Außenwelt ab. Als sie dann auch noch eine Leiche unter einem Schneemann findet, wird klar: Einer der acht Teilnehmer ist ein Mörder. Während sich Misstrauen unter den Eingeschlossenen breitmacht, entdeckt Mitzi erschreckende Verbindungen zwischen den Anwesenden – und befindet sich selbst bald in tödlicher Gefahr.

Obwohl es wohl bereits Band 7 um Mitzi ist, war es für mich der erste Band der Reihe. Es wird aber definitiv nicht der letzte Band gewesen sein. Isabella Archan schafft es schon nach wenigen Seiten, den Leser in den eiskalten Bann der verschneiten Hütte zu ziehen. Eigentlich ist das ja immer mein Weihnachtstraum: eine romantische Hütte verschneit in den Bergen. Auf die Gesellschaft der andern Menschen im Roman könnte ich dann aber doch verzichten....wer findet schon gerne eine Leiche unter einem Schneemann? Noch dazu, wenn schnell klar wird, dass der Mörder wohl mit in der eingeschneiten Hütte sein muss? Die Hauptprotagonistin Mitzi ist wirklich nicht zu beneiden gewesen.

Fazit:

Wer cosy Crime liebt, wird auch diesen Winterkrimi lieben. Das Buch lädt zum Miträtseln bis zum Schluss ein, da der Spannungsbogen durchgehend aufrecht gehalten wird. Zeitweise hatte ich wohl so ziemlich jede Person auf dem Schirm als MöderIn, nur um dann ständig meine Meinung wieder zu ändern. Die Wendung am Schluss war für mich kaum vorhersehbar und solche Krimis liebe ich . Deshalb vergebe ich hier gerne fünf Sterne.

Bewertung vom 01.12.2025
Andeck, Mara

Das Schneeflockenmädchen


sehr gut

Inhalt:

Rothenburg ob der Tauber, Dezember 1925. Marie zieht als Märchenerzählerin mit einem Pferdewagen von Weihnachtsmarkt zu Weihnachtsmarkt. Sie besitzt nur wenig, doch sie gibt viel: Den Bauersleuten, die ihr Kost und Logis gewähren, und den Kindern in den Dörfern schenkt sie mit ihren Geschichten Mut und Hoffnung. Ist das Zauberei? Haben die uralten Märchen heilende Kräfte? Der junge Zuckerwatteverkäufer Carl will mehr über Marie herausfinden. Er folgt ihr durch die tief verschneite Winterlandschaft – und verliert schon bald sein Herz an sie ...

Das Buch besticht zunächst durch sein wunderschönes Cover, welches einem das Gefühl vermittelt, in einer Zauberwelt zu blicken. Ähnlich ist auch die Geschichte von Marie, die auf ihrer Reise über die fränkischen Weihnachtsmärkte Carl kennenlernt und mit ihm gemeinsam ein wunderbares Duo bildet. Beide sind Menschen mit einem Herz aus Gold, die gerade in der Vorweihnachtszeit Freude in die Herzen anderer bringen. Dabei haben beide eine Familiengeschichte, die es in sich hat. Bei Carl kommen dazu noch die Erlebnisse aus dem ersten Weltkrieg. Maries Geschichten sind herzerwärmend und wie viele Märchen manchmal sehr traurig - aber immer mit einem Kern, über den wir nachdenken sollten.

Am Ende wird dann alles gut, so wie man es sich von einem Weihnachtsmärchen auch erhofft und so hinterlässt das Buch ein wohliges Gefühl. Besser kann man sich auf die Weihnachtszeit nicht einstimmen. Die Tatsache, dass die Autorin im Nachwort Bezug nimmt auf wahre Begebenheiten erklärt, warum das Buch so authentisch wirkt, obwohl es eigentlich eher ein Märchen sein soll.