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Niko
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Bewertungen

Insgesamt 72 Bewertungen
Bewertung vom 04.01.2026
Gelfuso, Hayley

Das Buch der verlorenen Stunden


ausgezeichnet

"Wer bestimmt, woran wir uns erinnern?"

„Das Buch der verlorenen Stunden“ ist der Debütroman der amerikanischen Autorin Hayley Gelfuso.
Ich möchte da unbedingt die Gestaltung loben. Sowohl die Umschlagfolie als auch das Hardcover sind wunderschön in passenden Farben gestaltet.
Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich gut, berührend, bildhaft und sehr atmosphärisch. Die Autorin legt großen Wert auf kleine Sprüche, die eine große Wirkung haben. Die Geschichte ist emotional und verfolgt zwei Erzählstränge, die sich am Schluss wieder vereinen.
Die 11jährige Lisavet wird im Jahr 1938, in der Kristallnacht, von ihrem Vater, ein jüdischer Uhrmacher, in einer geheimer Bibliothek versteckt. Lisavet wird langsam erkennen, dass das ein Ort außerhalb der Zeit und Raum ist und ist bewahrt von Zeithütern, die entscheiden können, welche Erinnerungen in Bücher aufbewahrt und welche ausgelöscht werden. Diese Idee hat mich sofort fasziniert und gibt dem Buch eine magische Atmosphäre.
Auf einer anderen Ebene kennen wir Amelia, Moira und Ernest im Jahr 1965 und wir bekommen langsam Hinweise, wer die anderen Charaktere sind und was zwischen 1938 und 1965 passiert ist. Dieser Teil hat ein eiliges Tempo, war spannender und hat sich für mich wie ein Thriller angefühlt.
Ich fand die Charaktere in diesem Buch glaubhaft und konnte ihre Entscheidungen gut nachvollziehen. Sehr interessant habe ich gefunden, wie man für die gleiche Figur in unterschiedlichen Situationen unterschiedliche Gefühle entwickeln kann.
Das zentrale Thema des Buches sind die Erinnerungen und rund um dieses Thema wird sehr viel philosophiert: wer entscheidet was wir uns erinnern, gehören die Erinnerungen uns selbst oder sind Teil der Gemeinschaft, wo alle Zugriff haben dürfen, wie ethisch ist es, Erinnerungen zu manipulieren, was passiert mit der Geschichte, wenn die Erinnerungen manipuliert werden, wie stark können wir uns an Erinnerungen verlassen, usw. Ich finde dieser philosophischen Teil, den historischen Hintergrund, den Zweiten Weltkrieg, sehr passend.
Es werden auch andere Themen besprochen, wie Identität, Zeit, Liebe, Familie, Geschichte und die Macht von Geschichten.
Es gibt Zeitsprünge und zwei Erzählstränge, man muss sich zurechtfinden, wo man in Raum und Zeit im Buch ist und dann ist man mit vielen Fragen konfrontiert. All das macht das Buch etwas anspruchsvoll, aber genau deshalb finde ich das Buch lesenswert.

Fazit:
Mir hat das Buch besonders gut gefallen, auch wenn ich von Genre es nicht gut einordnen konnte. Das Buch eignet sich gut für alle, die Fantasy Geschichten mit historischem Hintergrund mögen und für alle, die Geschichten mit Tiefe mögen, die Fragen stellen und nachdenklich machen. Aus meiner Seite bekommt das Buch auf jeden Fall 5*+

Bewertung vom 28.12.2025
Hewlett, Rosie

Medea


ausgezeichnet

Was, wenn Medea nicht das Monster ist?

Rosie Hewlett schafft mit ihrem Buch "Medea" eine kraftvolle, moderne und feministische Neuerzählung der Geschichte einer umstrittenen Figur der griechischen Mythologie.
Das Buch ist aus Medeas Ich-Perspektive geschrieben und man kann leichter ihre Gedanken und Gefühle verstehen. Der Schreibstil ist lebendig, kraftvoll und emotional, was Medea sehr Nahe wirken lässt. Die Sprache ist kraftvoll, damit gibt die Autorin ihrer Protagonistin eine eigene Stimme in einer patriarchalischen Welt und zeigt, wie die Frauen behandelt werden, teilweise leider auch heutzutage noch.
Hewlett stellt nachdenkliche Fragen, wie zum Beispiel "Was, wenn Medea nicht das Monster ist, sondern das Produkt einer patriarchalen Welt, die sie verrät und missbraucht?" und stellt Medeas Image als Kindsmörderin in Frage, wie viel aus dem griechischen Mythos wahr ist?
Eine große Rolle spielt die Magie, aber Hewlett sieht die Magie nicht als Dämonisierung, sondern zeigt sie als Wissensträgerin.
Auch wenn die Sprache sehr modern ist, die Autorin schafft eine stark mythologische Atmosphäre, was mich begeistert hat.

Fazit:
Das Buch ist fesselnd von Anfang an und ich war bis zum Schluss gut unterhalten. Ich würde das Buch vor allem allen weiterempfehlen, die an griechischer Mythologie, neu, in einer modernen Sprache, erzählt und mit starken weiblichen Charakteren interessiert sind. Das Buch ist eine spannende Lektüre auch wenn man wenig oder kein Vorwissen in der griechischen Mythologie hat.

Bewertung vom 15.12.2025
Ganeshananthan, V. V.

Der brennende Garten (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Der brennende Garten

Der Roman „Der brennende Garten“ von V. V. Ganeshananthan wurde 2024 mit dem Women's Prize for Fiction und dem Carol Shields Prize geehrt.
„Der brennende Garten“ erzählt die bewegende Geschichte der jungen Tamilin Sashi, die in den 1980er Jahren in Jaffna, Sri Lanka, lebt und davon träumt, Ärztin zu werden. Der Bürgerkrieg in Sri Lanka bricht aus und reißt ihre Familie auseinander, zwei ihrer Brüder und ihr Jugendfreund schließen sich den Tamil Tigers an. Sashi kämpft auf ihre eigene Weise für Gerechtigkeit und muss schließlich ins Exil nach New York.
V. V. Ganeshananthan schreibt mit einer ruhigen Stimme und mit viel Tiefgang. Man lernt aus dem Buch sehr viel über die Geschichte Sri Lankas, aber gleichzeitig vergießt V. V. Ganeshananthan nicht die Geschichte mit viel Empathie zu erzählen.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Sashi erzählt, was dem Roman eine besondere Intimität und emotionale Tiefe verleiht.

Das Buch behandelt viele ernsten Themen. Es wird thematisiert, wie junge Menschen radikalisiert werden, wie sie in politische Bewegungen geraten und was das für ihre Angehörigen bedeutet. Es wird sehr gut beleuchtet und was Migration bedeutet, wie das Leben zwischen zwei Welten möglich ist.

„Der brennende Garten“ von V. V. Ganeshananthan ist ein meisterhaftes Werk, das keine leichte Lektüre ist. Der Roman ist bewegend, literarisch stark und von großer gesellschaftlicher Relevanz.

Bewertung vom 03.11.2025
Lühmann, Hannah

Heimat


ausgezeichnet

Der Roman "Heimat" von Hannah Lühmann erzählt die Geschichte von Jana und ihrer Familie, die auf Land ziehen und an einer idyllisches Leben hier träumen.
Zum dritten Mal schwanger, kündigt Jana ihr Job in der Stadt und lebt nun nur im Vorstadt, wo sie neue Freundinnen findet. Sie merkt nicht wie, langsam aber sicher, ihre Ideen von den neuen Freundinnen beeinflusst werden. Die Atmosphäre ist am Anfang idyllisch und im Laufe des Buches wird alles bedrückender.
Der Schreibstill ist flüssig und die Geschichte war die ganze Zeit spannend. Die Atmosphäre habe ich ständig zweideutig gefunden, man glaubt man hat Freunden gefunden, man rückt aber sehr leicht in Extremen. Diese Veränderung spürt Jana nicht an sich selber, obwohl sie ist die, die sich verändert hat, sondern sie spürt nur die Entfremdung von Noah, ihr Mann, der im Laufe des Bucher sich gar nicht verändert hat.
Das Buch ist ein gutes Spiegelbild der heutiger Gesellschaft. Wenn man naiv genug ist und die Sachen nicht gut genug hinterfragt, rücks man in Extreme schneller als man glauben kann.
Für mich war "Heimat" von Hannah Lühmann ein tolles Buch, das ich gerne weiterempfehlen kann.

Bewertung vom 30.10.2025
Ryujin, Jang

Bis zum Mond


sehr gut

Eine leise, aber greifbare Geschichte aus Südkorea

"Bis zum Mond" von Jang Ryujin ist die leise Geschichte dreier Freundinnen und Arbeitskolleginnen, die ein besseres Leben träumen.

Der Schreibstil ist locker, flüssig und leicht verständlich. Das Buch ist geschrieben in Ich-Person aus der Ji-song Perspektive, was einen besseren Einblick in ihre Gedanken gibt und die Geschichte persönlicher macht.

Die Protagonistinnen sind authentisch, sie haben echte Sorgen und Träume.

Ji-song und ihre Freundinnen Da-hae und Eun-sang sind jung und haben mittelmäßige Jobs in einem Snacks-Unternehmen in Südkorea, wo sie die Mittagspause zusammen verbringen. Als Eun-song in Kryptowährung investiert, sind Da-hae und Ji-song am Anfang skeptisch, aber sie lassen sich trotzdem überredet. Die Investition kommt mit viel Aufregung, Hoffnung auf eine finanzielle Freiheit und einer Vertiefung ihrer Freundschaft.

Das Buch ist leise, es kommen keine großen Wendungen, deshalb möchte ich auch nicht zu viel verraten. Ich finde aber trotzdem, dass das Buch lesenswert ist, da man viel über die Kryptowährung lernt, ohne es überwältigt zu werden. Außerdem lernt man viel auch über das Leben in Südkorea, vor allem wie es sich für junge Frauen anfühlt.

Bewertung vom 29.09.2025
Wanda, Marco

Dass es uns überhaupt gegeben hat


ausgezeichnet

Dass es uns überhaupt gegeben hat – Ein Lied mit viel mehr Wörtern

Marco Wanda gibt in seinem autobiografischen Roman "Dass es uns überhaupt gegeben hat" Einblicke sowohl in sein Leben als auch in den Alltag seiner Band Wanda.

Wanda schreibt so, wie er seinen Freunden erzählen würde. Wanda schreibt direkt und unverblümt, so wie es war, oder so wie er sich erinnert. Er versuchte, nichts zu verschönern und manchmal musste ich einfach eine Pause beim Lesen machen, damit ich meinen Kopf von so vielen Szenen befreien konnte. Gleichzeitig erinnert die Sprache an die Wanda Lieder. Ich könnte so viele Zitate aus dem Buch nehmen, die passend für Lieder wären. Hier ein besonderes Zitat, das für mich das ganze Buch beschreibt: "Freundschaft ist, wenn du jemanden ansiehst und weißt, dass er dich auch dann noch mag, wenn du gerade gar nichts bist.“

Wanda wollte immer Musik machen und Künstler werden. Als werdender Künstler trinkt er unglaublich viel, und das schon seit er jung war. Und da dachte ich mir, der Titel passt perfekt zum Buch... so ein Wunder und Glück, dass es Wanda überhaupt gegeben hat.

Bis zu diesem Buch kannte ich wenig Lieder von Wanda. Auch die, die ich schon vorher kannte, habe ich während des Lesens mit anderen Augen gesehen.. oder mit anderen Ohren gehört. Ich finde es sehr spannend, die Hintergrundgeschichte eines Liedes zu kennen.

Marco Wanda gibt auch viele Einblicke in die Wiener Musikszene, wo sich Wanda neben Voodoo Jürgens, Der Nino aus Wien oder Kreisky sich einen Namen gemacht hat. Man sieht aus dem Buch, wie sehr Wanda Wien liebt: „Wien war nicht die Bühne, Wien war der Backstagebereich unserer Träume.“

Das Buch ist die Geschichte einer der berühmtesten Bands Wiens, ihren Werdegang und Zusammenhalt, in Zeiten von Aufstieg, Umgang mit Berühmtheit und Krankheit.

Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert, man darf aber nicht aus den Augen verlieren, dass das doch eine Glücksgeschichte ist - so viele andere junge Künstler verlieren sich auf diesen Weg.

Bewertung vom 09.09.2025
Allende, Isabel

Mein Name ist Emilia del Valle


ausgezeichnet

mutige Protagonistin auf der Suche nach ihren Wurzeln

"Mein Name ist Emilia del Valle" ist ein fesselnder historischer Roman, geschrieben von den schon etablierten Autorin Isabel Allende.

Die Geschichte beginnt im Jahr 1866 in San Francisco, wo Emilia del Valle als Tochter einer irischen Nonne und eines chilenischen Aristokraten geboren wurde. Emilia beginnt sehr früh, Groschenromane zu schreiben, mit 17 publiziert sie ihr ersten Roman unter einem männlichen Pseudonym und sie träumt Journalistin zu werden.
Sie bekommt eine Stelle bei Examiner und überredet den Chefredakteur, sie als Berichterstatterin nach Chile zu schicken, zusammen mit ihrem Arbeitskollege Eric. Dort hofft Emilia ihren leiblichen Vater zu finden.
Emilia ist eine starke Protagonistin, die abenteuerlich und sehr mutig ist. Um ihren Artikel noch authentischer schreiben zu können, schließt sich den Cantineras an und erlebt den Krieg hautnah.

Das Buch ist aus Emilias Ich-Perspektive geschrieben. Emilia erzählt ihre Geschichte locker und selbst reflektierend und schafft viel Nähe zu LeserInnen. Die Bürgerkrieg Szenen werden als Emilias Reportage geschrieben. Damit bekommen wir einen guten Einblick, ohne überwältigt zu werden.

Die Themen, die hier angesprochen werden, sind sehr ernst. Die Protagonistin ist auf der Suche nach ihrer eigenen Identität, sie sucht nach ihrem leiblichen Vater. Weil Emilia unter einem männlichen Pseudonym schreibt, wird es besser beleuchtet, welche Rolle die Frauen in der Gesellschaft haben durften. Dazu kommt noch die historische Hintergrund, der Bürgerkrieg in Chile, der eindrucksvoll dargestellt wird. Auch wenn der Kriegsszenen bildhaft und beeindruckend dargestellt, bleiben sie eher eine Kulisse und Emilia bleibt weiterhin im Mittelpunkt des Romans.

Ich habe "Mein Name ist Emilia del Valle" genossen. Durch einer lebendige Sprache erzählt Isabel Allende die Geschichte einer starken Protagonistin in einem historischen Hintergrund. Allende schafft sehr gut Themen wie Liebe, Herkunft, Selbstbestimmung und Krieg miteinander in einer fesselnde Geschichte zu weben.
Sehr zu empfehlen!

Bewertung vom 01.09.2025
Schoeters, Gaea

Das Geschenk (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Eine großartige Gesellschaftskritik

Ich habe das Buch "Das Geschenk“ von Gaea Schoeters in einem Rutsch gelesen. Das Buch ist unglaublich toll geschrieben, so realistisch, wenn man im Hinterkopf behält, dass es hier nicht um Elefanten geht, und gleichzeitig ironisch.
Ich war einfach von Anfang an an das Buch gefesselt und konnte nicht mehr aufhören zu lesen.
In nur knapp über 100 Seiten packt die Autorin Gaea Schoeters hochaktuelle Themen ironisch anzusprechen. Man lacht, stimmt zu, um am Schluss bleibt man doch ratlos zurück.
Das ganze Buch ist ein Gedankenexperiment: Deutschland bekommt über Nacht 20.000 Elefanten von den Präsidenten von Botswana. Die Autorin schafft mit viel Humor zu zeigen, wie politische Entscheidungen getroffen werden und was eine Entscheidung mit sich bringt. Ich habe so oft gelacht und gleichzeitig mir gedacht... es ist so wahr...

"Das Geschenk“ von Gaea Schoeters ist eins der Bücher, die man lesen muss - es wurde geschrieben, um es unbedingt gelesen zu werden.

Bewertung vom 31.08.2025
Johnston, Bret Anthony

We Burn Daylight (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

"We Burn Daylight" von Bret Anthony Johnston basiert auf einer wahren Begebenheit, der Tragödie von Waco im Jahr 1993, bei der das FBI das Anwesen der religiösen Sekte Branch Davidians stürmte. Der Roman verfolgt die wahre Geschichte von Waco, die Charaktere, Lamb, Jaye und Roy, sind aber fiktiv.
Jaye und ihre Mutter machen sich auf nach Waco, Texas, um sich der Glaubensgemeinde des charismatischen und gefährlichen Anführers Lamb anzuschließen. Lamb ist zwar charismatisch, aber gewalttätig und sehr gefährlich und ist schon im Visier des FBIs. Jaye kennt den Sheriffs Sohn, Roy, und zwischen ihnen wächst eine tiefe Verbindung, nur leider geraten sie zwischen zwei Welten, die gegenseitig kämpfen.
Das Buch wird aus mehreren Perspektiven erzählt: Roys, Jayes und eines Podcast-Interviews. Das fand ich sehr gut gemacht, denn so wurden mehrere Sichtweise beleuchtet.
Die Charaktere sind sehr authentisch und man kann ihren internen Konflikte gut verstehen.
"We Burn Daylight" ist ein packender Roman mit historischen Hintergrund, authentischen Charakteren und ernsten Themen, die nachdenklich machen.
Aus meiner Seite eine klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 30.08.2025
Collin, Philippe

Der Barmann des Ritz


ausgezeichnet

Mutige Helden des Zweiten Weltkriegs

„Der Barmann des Ritz“ von Philippe Collin ist ein historischer Roman, der auf wahren Begebenheiten beruht.
Die Hauptfigur ist Frank Meier, der berühmte Barmann vom Hotel Ritz in Paris.

Das Cover finde ich sehr passend für das Buch. Man ist gleich mit dem Gedanken im Hotel, wo alles leuchtet und im Background der Barmann, der sich zwischen zwei Welten befindet: auf einer Seite die Creme de la Creme der Gesellschaft und auf der anderen Seite seine Kollegen, die oft das gleiche Schicksal teilen. Der Barmann hört viel Information, manchmal mehr, als für ihn gut ist.

Das Buch erzählt abwechselnd zwischen Vergangenheit und Gegenwart, wie Paris von Nazis besetzt wird und anhand von Meiers Tagebucheinträge, sein Werdegang. Die Tagebucheinträge sind auch fiktiv, die beleuchten aber sehr gut das Innenleben vom Frank Meier.
Obwohl es keine großen persönlichen Emotionen, sondern durchgehend eine ruhige Erzählweise gibt, habe ich den Roman extrem spannend gefunden. Meier ist ein Beobachter und so bekommen wir auch sehr viel mit, was im Paris des Zweiten Weltkrieges passiert ist. Außer Meier sind viele fiktive Charaktere. Wichtig ist, finde ich, dass man einen guten Eindruck bekommt, wie bedrückend die Atmosphäre in diesen Zeiten war.

Ich habe den historischen Roman „Der Barmann des Ritz“ von Philippe Collin sehr gut gefunden. Wer an Geschichten aus dem Zweiten Weltkrieg, wo die Protagonisten extrem viel Mut beweisen mussten, an Spionage und Widerstand interessiert ist, wird sich über das Buch freuen.
Aus meiner Seite eine große Empfehlung!