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Nursel

Bewertungen

Insgesamt 11 Bewertungen
Bewertung vom 05.01.2024
Ünal, Erol

Der Abtrünnige


ausgezeichnet

Es ist ein ausgezeichnetes Buch, das aufzeigt wieviel in Moschen falsch läuft und wieviel Verbesserungsbedarf mit bestimmten Moschen existieren.

Deutschland muss unbedingt importierte Imame verbieten und gut ausgebildete Imame von hier einsetzen.

Finanzielle Förderungen sollten gestoppt, wenn nicht möglich, bedacht erfolgen.

Ich kann das Buch sehr empfehlen. Liberale Muslime werden sich bestätigt fühlen. Sehr streng Gläubige werden es eher ablehnen. Aber es gibt zu Genüge Punkte, die in Moscheen gepredigt werden, aber sich nicht mit dem Islam vereinbaren lassen.

Bewertung vom 21.11.2023
Wolf, Doris

Wenn Schuldgefühle zur Qual werden


gut

Viele gute Anregungen.

Alle Bücher von der Autorin sind mit Vorsicht zu lesen, wenn man ernsthafte Beziehungsprobleme hat.

Auch dass Gefühle nur kognitiv sein sollen und kognitiv bewältigt werden, ist wissenschaftlich widerlegt.

Die Bücher von Matthew McKay sind viel besser.

Leider kennt die Autorin ihre Grenzen nicht. Sehr oft habe ich den Fehler bei mir und meiner Bewertung gesucht. Teils stimmte es auch. Fakt ist, es gibt sehr toxische Menschen und hier hilft nur tiefes Verständnis der Dynamik und nicht die Änderung der Bewertung.

Bewertung vom 15.11.2023
Sachse, Rainer

Persönlichkeitsstörungen verstehen


gut

Im Grunde ist das Buch sehr gut. Ich habe aber drei Kritiken:

Er geht gar nicht auf die Traumatisierungen ein. Viele Persönlichkeitsgestörte Menschen sind stark traumatisiert und benötigen eine Traumatherapie.

Er entbindet diese Menschen von ihrer Verantwortung, indem er sie hauptsächlich als Opfer der Umstände beschreibt.

Er solidarisiert sich so sehr mit ihnen, dass er nicht auf die Idee zu kommen scheint, dass diese Menschen ihre Familien schwer misshbrauchen und traumatisieren können, statt dessen erwartet er, dass die Familienmitglieder zusammen den Persönlichkeitsgestörten quasi mitheilend behandeln. Das ist im Grunde völlig utopisch, denn kein normaler Mensch würde einen Narzissten oder Paranoiden heiraten und wenn doch, dann braucht diese Person Hilfe um in dieser Ehe zu überleben. Sollte er/sie ein Familienmitglied sein, so ist das noch utopischer, dass alle anderen kerngesund sind und nur der Persönlichkeitsgestörte ein Problem hat.

Sehr guter Einblick, leider zu utopisch in der Lösung.

Bewertung vom 07.11.2023
Schwietring, Thomas

Was ist Gesellschaft?


weniger gut

Kann ich nicht empfehlen. Der Autor scheint zum Nachdenken animieren zu wollen und stellt gewissermaßen alles in Frage.
Leider ist die Darstellung sehr einseitig.

Z.B. Rollen: hier wird nur die Sicht von Dahrendorf übernommen. Die Sichtweise von Mead oder Linton, sowie die soziale Fremdrolle und die Eigenrolle werden gar nicht angesprochen.

Das gleiche mit Wertewandel, wo Grundrechte zwar gleich blieben, aber Werte wie Gehorsamkeit und Selbstverwirklichung ausgetauscht wurden, und neue Probleme mit fremden Kulturen enstanden, werden ausgeblendet. Er beschreibt es linear, um dann zu betonen: Werte seien wandelbar.

Zudem ist mir seine Definition von Macht (wo alle freiwillig gehorchen) sehr eigenartig.

Er wirkt auf mich wie jemand, der eine Art wissenschaftliche Neutralität und einen hinterfragenden Geist etabilieren möchte, aber sich leider in eine Art geschichtlich und wissenschaftlichen Nihilismus verliert.

Die Einführung von Bernhard Schäfers ist viel differenzierter.

Bewertung vom 01.09.2023
McKay, Matthew;Brantley, Jeffrey;Wood, Jeffrey C.

Starke Emotionen meistern


schlecht

Wenn ihr englisch könnt, spart euch das Geld für dieses Buch. Es ist voller Übersetzungsfehler. Z.B. spüren Sie exzessive Wut auf andere vs. Übersetzung: werden Sie ihre Wut an anderen auslassen.
Emotionaler Schmerz vs. Übersetzung: emotionale Probleme.
Andere beschuldigen, die Ursache ihres Schmerzes zu sein (was ja auch stimmen kann, zumindest der Auslöser)
Vs. Übersetzung: wenn sie Leiden, werden sie andere beschuldigen (also Leiden ohne Bezug auf jemanden)
Sie wurden dazu erzogen vs. Sie haben gelernt.

Manches klingt unbedeutend, kann aber vor Selbstbeschuldigung retten. Als ich es im deutschen gelesen habe, habe ich mich gesträubt, weil es klingt, als wäre alles nur meine Einbildung. Im englischen ist aber alles nachvollziebar.


Mittlerweile gibt es im englischen Sprachraum eine erweiterte neue Auflage.

Ich bin wirklich sehr wütend über die häufigen und bedeutsamen Übersetzungsfehler, weil ich mir ständig Vorwürfe gemacht habe oder das Gelesene abgelehnt habe. Dabei schreibt der Autor es sehr nachvollziehbar.

Wäre schön, wenn die Verlage auch auf inhaltliche Korrektur überprüfen würde. Einige wirklich gute Bücher hätten wohl mehr Verkaufsauflagen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 04.08.2023
Kastner, Heidi

Dummheit


weniger gut

Für mich zu einseitig ohne zu differenzieren. Alle werden in den gleichen Topf geworfen. Und Corona.. ein Streitthema. Obwohl ich keine Coronaleugnerin bin, man hätte viel weniger Panik machen müssen und besser aufklären müssen. Spiegelt ihre eigene Meinung wieder.

Wie dem auch sei. Die schlechte Bewertung ist vor allem wegen den um sich geworfenen Beleidigungen, was mir sehr schwer liegt. Ich habe das Buch deadhalb nicht weitergelesen. Nachdem Motto: die Würde des Menschen ist unantastbar. Dummheit zu sagen ist ok,, aber die Menschen so extrem abzuwerten ist nicht mein Ding.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.07.2021
Georgy, Renate

EGOistIN


gut

Das Buch hat gute Gedankengänge, die zum Nachdenken animieren und teilweise Einsicht bringen. Dennoch musste ich mich zwingen es weiterzulesen, denn das Buch ist letztenendes eine Kampfansage an Männer. Ich möchte Gleichberechtigung, also Kooperation, und nicht mein Verhalten an egozentrischen Männern ausrichten und so tun, als seien a) alle Männer so und b) Männer seien von Natur aus egozentrisch.

Was jede Frau zu vergessen scheint, Männer sind das Produkt von Müttern. Ich bin keine Feministin, die den weißen Mann die ganze Schuld zuschiebt. Ich bin und werde immer für Gleichberechtigung sein. Ich will das Frauen UND Männer Glück und Fairness erhalten, statt mich von Natur aus engelhaften Opfer zu sehen. DAS ist für mich Emanzipation.

Auch wenn es anders beschrieben wird, für mich ist dieses Buch es ein Kampf zwischen Mann und Frau, von einer Frau, die sich nicht von einem Mann emanzipieren konnte und sich durch ihn definiert. Ob Rebellion oder Unterwerfung, beides ist eine Anhaftung.

Bewertung vom 08.07.2021
Chödrön, Pema

Vom Glück des Scheiterns (eBook, ePUB)


gut

Ich habe das Buch gerade runtergeladen. Die Autorin und ihre Gedanken finde ich toll, doch leider hat GU ihre Gedanken regelrecht durch Bilder zerstückelt. Jede zweite Seite ist mit einem Bild versehen und hin und wieder gibt es wenige Zeilen auf einer Seite und mitten drin Riesen groß ein Bild, so geht es dann mehrere Seiten lang.

Ich habe das Buch nicht für die Zeichnungen gekauft, ich hätte es auch gekauft, wenn es nur 20 Seiten lang wäre, was wohl ehe der Tatsachen entspricht, wenn man die Bilder weglässt.

Keine Ahnung, was sich GU dabei gedacht hat.

Bewertung vom 04.06.2021
Arnold, Christopher Patrick;Linden, Michael

Ratgeber Verbitterung


gut

teilweise hat es mich zum Nachdenken gebracht, aber zum Teil echt bescheuerte Tipps: Werterelativierung: sie haben nicht das Recht auf Treue. Wie wichtig sind Sie?
Sorry, das sind keine Tipps, das ist für mich Nihilismus. Ich habe kein Recht auf Treue, weil... doch, habe ich, WENN mein Partner es mir mitteilt, dass er treu ist.
Andersherum habe ich auch kein Recht auf Respekt, Liebe, Vertrauen... ja, denn...können wir alle tun und lassen, was wir wollen und keiner regt sich auf. Mehr als Utopie und Chaos bedeuten solche Tipps für mich nicht.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.03.2021
Fischedick, Mathias

Überleben unter Kollegen (eBook, ePUB)


schlecht

Ich hatte zuvor eine Bewertung geschrieben, in dem ich nur zwei Sterne vergeben hatte. Diese habe ich wieder gelöscht, weil ich dem Buch eine zweite Chance geben wollte. Ich hatte zuvor ohne ganz zu Ende zu lesen das Buch für kaum nützlich bewertet. Nun habe ich auch die letzten Seiten gelesen. Was soll ich sagen: Es ist keine einzige Hilfe.
Gerade für die schwierigsten Kollegen werden die letzten paar Seiten (unter "Narzisst, Machiavellist, Psychopath" zusammengefasst) Schnelllösungen präsentiert. Wobei pro Problem die Lösung ca. 1/3 der Seite einnimmt und daher kaum wertvolle Tipps beinhaltet.

Was hier unter schwierige Kollegen gemeint ist, sind einfach Menschen die vielleicht anstrengend, aber doch kompromissbereit sind. Das sind keine schwierigen Kollegen sondern einfach Menschen mit eigenen Macken.
Schwierig sind für mich Kollegen, die keine Einsicht zeigen, die gerne lästern, dies aber verleugnen, die gerne andere dominieren und kaum kompromissbereit sind.

Kurz, es ist nichts weiter als ein weiteres Buch, die auf gewaltfreie Kommunikation basiert. Gewaltfreie Kommunikation habe ich schon bei jemanden sehr schwierigen probiert. Hilft nur bei einsichtigen Menschen, denen die Bedürfnisse des Gegenübers wichtig sind.

Ich frage mich ernsthaft, ob die anderen Bewertungen gekauft sind, denn wie geschrieben, die schwierigsten Kollegen sind eigentlich kaum Thema dieses Buches.
Für mich definitiv nicht empfehlenswert und auch nur ein Stern.