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Benutzername: Annutka
Wohnort: Iserlohn
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Danksagungen: 2 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 11 Bewertungen
12
Bewertung vom 29.09.2011
Am Tag und in der Nacht
Macpherson, Camilla

Am Tag und in der Nacht


ausgezeichnet

Noli me tangere-Am Tag und in der Nacht

Claire und Rob führen eine Musterehe voller Liebe, gemeinsamen Glückes und Zärtlichkeit. Einfach ein Traumpaar, die ihr Glück durch ihr erstes gemeinsames Kind vervollständigen wollen. Claire ihren ungeborenen Sohn für den sie eine Liebe empfindet, die nicht mit Worten zu beschreiben ist. Umso mehr trifft sie der Schock als sie ihr Kind verliert, das nie die Gelegenheit erhielt das Licht der Welt zu erblicken und die bedingungslose Liebe seiner Eltern zu erfahren.

Claire gibt Rob die Schuld am Tod von Oliver, sie distanziert und schottet sich immer weiter von ihm ab. Es geht sogar so weit, dass Claire seine Berührungen nicht länger erträgt und glaubt, dass sie nie mehr im Stande sein wird Liebe zu empfinden und Nähe zu ertragen.

Ihr einziger Trost sind die Briefe von Daisy, einer jungen und lebensbejahenden Frau, die diese im 2ten Weltkrieg verfasste. Claire findet in den Briefen Parallelen zu Daisys und ihren Leben und möglicherweise entdeckt sie auch den Weg zu ihren eigenen glücklichen Leben.

Fazit

Obwohl ich keine eigenen Kinder habe, konnte ich durch die Wortwahl und den Sprachstil der Autorin durchaus nachvollziehen welche Gefühle Claire empfand als sie erfuhr, dass sie schwanger ist. Die geschriebenen Zeilen strotzen nur so vor Liebe zu dem Kind und vor Vorfreude auf dieses. Man kann deutlich erkennen welches Ausmaß Claires Liebe zu Oliver, ihren ungeborenen Sohn, angenommen hat. Er wurde zu ihren Lebensinhalt. Eine reine und bedingungslose Liebe empfand sie für ihn. Deshalb ist es auch nicht wunderlich, dass die Nachricht von Olivers Tod ein Schock war, der ihres und Robs Leben unwiderruflich verändert. Claires Schmerz und Verzweiflung sind praktisch mit Händen zu greifen, Man kann einfach nicht anders als mitzutrauen mit dieser gebrochenen und tristessen Frau, die ihr Kind verlor, die ihr Leben verlor. Es passiert einen unweigerlich, dass der Schmerz auf einen selbst übergeht und man gleichzeitig froh ist, dass man nicht ihr Schicksal teilen muss.

Liebe und Nähe scheinen für Claire zwei Begriffe geworden zu sein, die nicht mehr in ihren Wortschatz existieren. Sie kann nicht mal mehr die Nähe zu ihren Ehemann ertragen, dem sie die Schuld am Tod des Kindes gibt. Noli me tangere. Fass mich nicht an. Worte, die ihr jetziges Leben beschreiben, denn Nähe und Berührungen sind für Claire keine Option mehr, da mag sich Rob noch so sehr bemühen, es ist nie genug.

Den einzigen Trost spenden die Briefe von Daisy, die ihrer Freundin von ihren londoner Leben während der Kriegszeit berichtet. Die Highlights dieser Berichte stellen die Beschreibungen von Daisys Museenbesuche dar. Claire begibt sich auf die Spur von Daisy und besichtgt die, in den Briefen, beschriebenen Gemälde. Es ist sozusagen eine Geschichte in der Geschichte, die meiner Meinung nach dem Buch das gewisse Etwas und einen positiven "Touch" in Claires von Trauer gepeinigten Leben verleit.

Die Gemälde sind im Buch als Illustrierte abgebildet, was mich überaus positiv überrascht hat, denn bisweilen ist es unüblich gewesen in den Büchern der modernen Literatur solche abzubilden. Eine kleine Überraschung, die einen die mühselige gedankliche Rekonstruktion der Gemälde anhand der Beschreibungen im Buch erspart.

Alles in allem lässt sich sagen, dass mich das Lesen des Buch zutiefst berüht hat, denn die Autorin weckt Gefühle und Ängste in mir, die ich bis dahin noch nie empfand und erst durch Claires Leid erfahren durfte. Ich sage bewusst DURFTE, denn normalerweise hat man nicht die Gelegenheit solche Gefühle zu erleben ohne hautnah betroffen zu sein. Und doch habe ich dieses Privileg genossen und weiss nun das Glück nicht von Claires Schicksal betroffen zu sein umso mehr zu schätzen

Bewertung vom 04.09.2011
Deine Seele in mir / Dead Beautiful Bd.1
Woon, Yvonne

Deine Seele in mir / Dead Beautiful Bd.1


ausgezeichnet

Dead Beautiful – Deine Seele in mir

Renée hatte niemals Kontakt mit den Tod, bis zu den Tag an dem sie ihre Eltern leblos im Wald fand, umgeben von lauter Münzen.

Fazit

Mit der von der Autorin gewählten nüchternen Wortwahl und den distanzierten Sprachstil wird die Entdeckung der toten Eltern beschrieben, bei der man nicht umhin kommt zu erkennen wie geschockt Renée über ihren Fund ist. Man kann deutlich ausmachen, wie verständnislos sie auf den Tod der Beiden reagiert und wie verzweifelt sie nach Gründen für Erklärung dessen sucht. Trotz der nüchternen Wortwahl versetzt man sich automatisch in Renée und fühlt ihren Schmerz und ihre Verwirrung, die langsam aber sicher ihre Gefühlswelt und ihr Denken zu dominieren versucht. Wie parallisiert bewegt sich sich durch das Leben nach der Beerdigung ihrer Eltern. Nichts ist mehr von Bedeutung, denn mit den Tod ihrer Eltern ist auch ihre Lebensfreude gestorben. Und wie sollte sie je wieder Freude empfinden können?

Renée ist alleine, sie hat keinen mehr auf der Welt. Auch ihr Großvater kann ihre Eltern nicht ersetzten, wobei erwähnt werden sollte, dass er sich nicht mal Mühe macht dies zu tun. Im Grunde wird er schon am Anfang als eine Person dargestellt, die mehr Wert auf das Ansehen der Familie legt als auf Liebe und Nähe innerhalb der Familie. Eine Person mit der man nicht wirklich symphatisiert. Dieser Eindruck steigert sich durch seine Absicht Renée auf das Gottfried-Institut zu schicken. Er verdonnert sie somit nicht nur zur Abgeschiedenheit, sondern entwurzelt sie auch aus ihrer gewohnten Umgebung und sondert sie von den letzten ihr verbliebenen geliebten Menschen ab. Eine grausame Tat, die Renées Leben vollkommen aus den Fugen reisst.

Doch nicht alles scheint an Renées Großvater grausam zu sein, denn durch seine Fragen zu den Tod ihrer Eltern meint man zu erahnen, dass diese eine bestimmte Absicht verfolgen und nicht bloss auf reiner Neugier basieren. Es kommt einen vor alsob er mehr über den Tod seiner Tochter und ihres Ehemannes weiss als er zugeben vermag. Er zeigt ein reges Interesse an der Tatsache, dass Renée ihre Eltern so zielstrebig fand. Das Ganze verleit ihn eine geheimnisvolle Aura und wirft sehr viele Fragen auf, auf deren Antwort man gebannt wartet.

Allerdings haftet nicht nur den Großvater etwas seltsames und mysteriöses an, sondern auch den Tod ihrer Eltern. Alles deutet auf einen natürlichen Tod hin, wären da nicht die Münzen, die um die Körper der Beiden verteilt waren und die vor Dreck beschmutzen Mullbinden in den Mündern der Verstorbenen. Ein Herzinfakt wird als Todesursache angegeben. Eigentlich ein völlig normaler und nachvollziebarer Tod, doch nichts ist daran normal.

Ein mysteriöses Buch. Ein spannendes Buch. Ein fesselndes Buch. Ein Buch, das Lust auf mehr macht. Ein Buch, das einen hypnotisiert. Ein Buch, das ich unbedingt lesen will.

Bewertung vom 02.09.2011
Ruht das Licht / Mercy Falls Bd.2
Stiefvater, Maggie

Ruht das Licht / Mercy Falls Bd.2


ausgezeichnet

Ruht das Licht


Die Problematik der Vergangenheit scheint sich für Grace und Sam in Luft aufgelöst zu haben, denn Sam muss sich nicht länger während der kalten Wintermonate in einen Wolf verwandeln. Doch das Schicksal wirft den Liebespaar abermals "Steine in den Weg", da es ganz danach aussieht, dass die Wölfe nun Grace zu sich rufen und ihre Verwandlung zum Wolf bald bevorsteht.

Fazit

Da ich bereits das vorhergegangene Buch von Maggie Stiefvater gelesen habe, konnte ich einfach nicht anders als auch das neue Buch "Ruht das Licht" sehnsüchtig und mit voller Spannung zu erwarten, denn ich habe große Erwartungen in dieses gelegt, da mich der erste Teil einfach bezaubert und in seinen Bann gezogen hat. Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Ich habe das Buch gerade zu verschlungen und konnte so endlich erfahren, wie das Leben der Protagonisten weiter verlaufen ist und wie diese die neu entstandene Problematik zu klären versuchen.

Eine Besonderheit, die das Lesen noch spannender und abwechslunsreicher gestaltet, ist die Tatsache, dass das Buch aus vier verschiedenen Perspektiven erzählt wird, wodurch man die Möglichkeit erhält unterschiedliche Gefühle und Gedanken der Charaktere miterleben zu können, was ebenfalls dazu beiträgt Eintönigkeit zu vermeiden.

Zudem bringt die Autorin "frischen Wind" in die Handlung, indem sie einen neuen Charakter, besser bekannt als Cole, hinzufügt, dessen Vorleben und Charakter kurz aber detalliert geschildert wird, um so der Langeweile vorzubeugen, den Leser aber die Chance gibt den neuen Protagonisten besser kennen zu lernen und möglicherweise mit diesen zu sympatisieren. Ebenso kann man den Charakter der Isabell, die im vorherigen Roman eine Nebenrolle gespielt hat, besser kennen lernen, da diese nun eine größere Rolle im Buch spielt.

Außerdem spielt die Zukunft der Charaktere eine große Rolle in der Leseprobe, die Ungewissheit darüber wie ihr Leben weiterhin verlaufen wird, verleiht dieser einen melancholischen "Touch", denn das Leben der beiden Liebenden verläuft nicht so glücklich wie sie es sich vorgestellt haben und auch die Zukunft sieht für die Beiden nicht ganz so "rosig" aus, da es scheint, dass sich Grace in einen Wolf verwandeln wird und auch noch als Mensch von den Wölfen berufen wird.

3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.04.2011
Jägerin des Mondlichts
Johnson, Christine

Jägerin des Mondlichts


ausgezeichnet

Die kurze, jedoch ereignisreiche Leseprobe entführt den Leser in eine Welt, in der mysthische Geschöpfe wie Werwölfe an der Tagesordnung sind, denn die Menschheit weiß von ihnen und fürchtet sie. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Menschen in Angst und Schrecken leben, gleichzeitig allerdings auch versuchen ein Heilmittel gegen die Lykantrrophie zu finden.

Der große Tag ist endlich da, Claire hat Geburtstag und feiert diesen mit ihren Mitschülern bei sich zu Hause. So recht wohl fühlt sie sich dabei jedoch nicht, da sie ahnt, dass die Leute nicht wegen ihr da sind, sondern aufgrund des Umstandes, dass es Sommer ist und sie einen Pool besitzt. Hinzu kommt noch der lästige Juckreiz, der sie rund um die Uhr plagt und in einen Ausschlag zu enden scheint. Die, wie bislang gedacht misslungene Party, nimmt allerdings eine positive Wendung, denn Claires heimlicher Schwarm Matthew redet mit ihr und bekundet sein Interesse an ihr. Es kommt sogar so weit, dass er sich mit ihr verabreden will, dies artet letztendlich auch in einen romantischen DVD-Abend bei Matthew zu Hause aus. Der idylische Moment wird jedoch abrupt durch die Nachricht, dass ein Werwolf mitten am Tag am Waldrand gesichtet wurde, unterbrochen. Die Leute flüchten panisch ihr in eigenes Heim. Des Nachts wird Claire von ihrer viel beschäftigten Mutter geweckt, die ihr ein Familiengeheimnis unterbreiten will.

Fazit

Die Leseprobe ist in einer leicht verständlichen und schön zu lesenden Sprache geschrieben, die den Leser hilft sofort einen Anschluss im Geschehen zu finden und dafür sorgt,dass man die Seiten nur so überfliegt, denn der Schreibstil ist recht flüssig geschrieben.

Die, von der Autorin gewählte, Ich-Perspektive ermöglicht es den Leser sich in Claire hineinzuversetzen und einen Überblick über ihr Gefühlsleben zu erhaschen, man erlebt die Geschichte aus Claires Sicht und sieht,was sie sieht, man fühlt, was sie fühlt. So kommt man auch nicht umhin sich in Claire hineinzuversetzen und dabei mit zu fiebern wie sich die Liebesromanze mit Matthew entwickeln wird.

Die Leseprobe wirft unzählige Fragen auf, diejedoch im Verlauf des Buches geklärt werden konnten. Und so bleibt einen nichts anderes übrig als sich vom Buch fesseln zu lassen und die Geschichte voller Spannung mitzuverfolgen.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.04.2011
Septemberblut
Pax, Rebekka

Septemberblut


gut

5

Rebekka Pax

Septemberblut

Der Vampir Julius soll, dem Wunsch seines Meisters folgend, ein magisches Messer stehlen, welches sich im Besitz eines Vampirjägers namens Frederik Connan befindet. Doch Connan ist tot, allen Anschein nach aus dem Fenster seines Wonhauses gesprungen und das Messer ist verschwunden. Julius wird daraufhin vom Fürst Andrassy, den mächtigsten und älten Vampir in Los Angeles, aufgetragen unter allen Umständen, das Messer innerhalb von zehn Tagen zu finden und dem Clan auszuhändigen. Er soll dabei bis aufs Ganze gehen, selbst wenn es bedeutet, dass er seine Einsamkeit dafür opfern muss, indem er einen Diener erschafft.

Gleichzeitig erfährt Amber, die Schwester von Frederik, dass dieser Selbstmord begangen habe und muss ihn in der Leichenschauhalle identifizieren. Wieder zu Hause versucht sie seinen Tod zu realisieren und die Trauer, die dieser mit sich bringt zu vewältigen. In ihrer Trauer versunken, erinnert sie sich an ihre gemeinsame Kindheit und auch an den Brief, den sie von Frederik, kurz vor seinen Tod erhielt. In dieser teilt er ihr mit, dass sie etwas erhalten werde, was nun ihr Besitz sei und überträgt Amber damit die Aufgabe, Jagd auf Vampire zu machen und sein Vermächtnis weiterzuführen.

Auf der Beerdigung ihrer Bruders, lernt Amber Julius kennen, der sich auf der Suche nach den Erben des Messers befindet. Mit Hilfe von ein wenig Magie, überredet er sie, sich mit ihm zu verabreden. Die beiden treffen sich am darauffolgenden Tag in einen Restaurent und es scheint, dass Julius letztendlich doch noch sein Ziel erreicht hat, denn Amber befindet sich im Besitz den Messers. Doch wie soll sich Julius sein Verlangen für Amber erklären und erst recht die Gefühle für sie, denn es steht außer Frage, dass er sich sehr zu ihr hingezögen fühlt.

Fazit:

Ich kannte noch kein Buch von Rebekka Pax. Aber war trotz alledem sehr gespannt auf die Leseprobe, denn schon das Cover an sich hat mein Interesse geweckt und wer kann einen das verübeln, bei den gutaussehenden Mann auf den Bild? Zudem bin ich ein großer Vampirbuch-Fan und setze große Erwartungen in diese. Und ich muss zugeben, meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Das Buch ist sehr spannend geschrieben und hat mich bereits durch die kurze Leseprobe in seinen Bann gezogen, sodass ich umbedingt das Buch haben muss, um zu lesen wie es weiter geht.

Das Buch wurde in einer einfachen Sprache geschrieben, die es dem Leser ermöglicht es schnell und flüßig durchzulesen.

Rebekka Pax hat zudem eine kleine Überraschung perat, denn das Geschichte wird untypischerweise aus der Ich-Perspektive von Julius erzählt, was an und für sich eine kleine Revolution darstellt, denn die bisherigen Vampirromane, die ich kenne, wurden ausschließlich aus der Sicht des weiblichen Protagonisten beschrieben. So gibt uns Pax die Möglichkeit endlich einmal eine Liebesgeschichte aus der Sicht eines Mannes zu erleben, uns in Julius hineinzuversetzten und seine Emotionen zu nach zu empfinden.

Die Passagen zwischen der Ich-Perspektive von Julius und die Passagen, in denen von Amber aus der dritten Person berichtet wird, wechseln sich ab und geben dem Lesen somit keine Gelegenheit sich zu langweilen und bringen etwas Abwechslung in die Story.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 22.03.2011
Der Ruf der Highlands
Cameron, Amy

Der Ruf der Highlands


weniger gut

Die Leseprobe beginnt mit einen kurzen Prolog, in diesem stehen sich zwei Männer gegenüber.Einer -blond,blauäugig und aus ärmlichen Verhältnissen-stammt aus dem Norden und der andere-rothaarige und wohlhabend-aus dem Süden. Der Blonde fordert eine Frau ein, diese scheint jedoch die Ehefrau des Mannes aus dem Süden zu sein.Was mit einen verbalen Schlagaustausch begann, artet in einen Kampf im Fluß des Hasses aus. Der blondhaarige Mann unterliegt und wird von seinen Kontrahenten im Fluß ertränkt.

Anschließend wechselt die Handlung nach Edinburgh des 20. Jahrhunderts. Die Protagonistin dieses Buches ist die junge Lehrerin Lili Campbell, die vaterlos als Tochter einer Köchin aufgewachsen ist. Diese ist sehr ambinioniert, fleißig und blüht in ihren Beruf auf. Sie musste jedoch in ihren kurzen Leben neben den Verlust ihres Vaters mit anderen Schicksalsschlägen aushadern, diese erschienen ihr unteranderem in Form eines Kollegen an der St.-George`s-Mädchenschule, der sich trotz wiederholter Abfuhr in seinen Liebesavancen nicht bremsen ließ, woraufhin Lili zurück zu ihrer Mutter in die Stadt ziehen musste. Anlässlich des St. Andrew`s Day übt sie mit Isobel Munroy, ihrer heimlichen Lieblingsschülerin, den Gillie Callum, einen traditionellen irischen Schwerttanz. Während der Probe erscheint überraschenderweise Sir Niall, der Vater der jungen Isobel, obwohl dieser bereits abgesagt hatte. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen, es scheint als seien sie nicht an einander uninteressiert. Doch kann das Verhältnis zwischen einer armen Lehrerin und einen Adligen ein gutes Ende finden?

Fazit

Eine Liebesromanze a la Romeo und Julia. Eine tödliche Fehde zwischen zwei Familien, die Generationen überdauert und ihren Anfang in einen Kampf um eine wunderschöne Frau nahm. Eine charmant geschriebene Geschichte, die durch und wegen der dramatischen und teilweise leicht übertriebenen Darstellung der einzelnen Charaktere eine Welt voller Romantik und Liebe aufleben lässt, die einen an vergangene Zeitalter erinnert und in Träumen schwelgen lässt. Doch man sollte sich vom Äußeren nicht täuschen lassen, denn nicht alles entspricht den Anschein von Frieden und Harmonie, denn ein dunkles Geheimnis lauert in der Vergangenheit der jeweiligen Charaktere.

Ich muss leider gestehen, dass die zu Anfang vielversprechende Liebesromanze sich doch als übertrieben schnulzige Liebesgeschichte herausstellte. Die anfängliche Begeisterung meinerseits war schnell verflogen als ich mich den Roman intensiver gewitmet habe, denn die Liebesgeschichte hat außer den Konzept der Liebe zwischen Romeo und Julia keine wirkliche Ähnlichkeit mit dieser, was jedoch keine Voraussetzung für mich war, um den Roman für mich attraktiver zu machen. Doch wo die Geschichte zwischen Romeo und Julia romantisch und intensiv war, ist sie hier schnulzig und ja fast schon zäh rüber gekommen. Für mich war das Lesen dieses Buches eine Herausforderung gewesen und ich musste mich immer wieder dazu zwingen dieses weiter zu lesen.

Bewertung vom 07.01.2011
Das Lied der roten Erde
Corbi, Inez

Das Lied der roten Erde


ausgezeichnet

Das Lied der roten Erde

Inez Corbi

Inez Corbi beschreibt in ihren Roman die Geschichte ihrer zwei Protagonisten, der jungen Moira und den zum Kriminellen degradierten O`Sullivan, deren Wege sich in Neu Holland kreuzen werden, wo beide ein neues Leben beginnen.

Der junge Ire O`Sullivan wird ohne ersichtlichen Grund im Gefängnis festgehalten. Am Tag seiner Entlassung erfährt er, dass sein Vater wegen Pferdediebstahl gehängt wurde. Damit bricht für ihn eine Welt zusammen und die letzte Hoffnung auf ein harmonisches Familienleben wird ihm genommen.

Die junge Moira beschämt ihre gesamte Familie, indem sie von ihren eigenen Debüt flieht, um bei der Geburt eines Fohlens dabei zu sein. Freunde und Kunden wenden sich von der Familie ab und so bleibt ihren Eltern keine andere Möglichkeit mehr als ihre letzte Hoffnung, auf eine verheiratet Tochter, zu ergreifen und der Heirat von Moira und einen betagten Arzt zuzustimmen, der nach Neu Holland auswandern will. Und so steht Moira dem Leben mit einen gefühlskalten Ehemann und einer neuen Heimat gegenüber.

Die Wege der beiden Protagonisten kreuzen sich auf den Schiff, das sich auf den Weg nach Australien befindet. Beide empfinden eine unerklärliche Anziehungskraft zueinander und diese wird zudem noch verstärkt, nach dem Duncan Moira vor den Übergriffen eines Gefangenenwärters bewahrt. Als Belohnung wird Duncan aus dem Gefängnis entlassen und darf als Diener und Assistent von Moiras Ehemann auf deren Gut arbeiten. Doch auch dieses neue Arrangement hält die Beiden nicht von ihren Gefühlen ab und so beginnt eine zärtliche und zugleich leidenschaftliche Liebe zwischen ihnen. Wird ihr Geheimnis aufgedeckt werden und sie in ihr eigenes Unglück stürzen? Oder habt das Liebespaar eine reelle Chance auf ihr eigenes persönliches kleines Glück?



Fazit



Der lockere und flüssige Schreibstil von Inez Corbi ermöglicht es einen, dass Buch schnell und ohne weitere sprachliche Hindernisse durchzulesen. Zudem fällt es einen dadurch leichter sich in die Charaktere hinein zu versetzen, was mir auch sehr gut gelang. Moira wurde mir durch diese Möglichkeit richtig sympathisch und so konnte ich nicht umhin mit ihr zu leiden als diese zur Zwangsehe gezwungen wurde. Man konnte ihren Ekel vor ihren Ehemann und die Angst vor der neuen Heimat praktisch spüren. Ihr Schicksal hat mich sehr bewegt und an das Buch gefesselt, ich muss zugeben es hat sich gelohnt auf das Buch zu warten, denn es hat mich nicht enttäuscht und in seinen Bann gezogen. Ich konnte nicht umhin das Buch erst aus den Händen zu lassen, als ich es bereits zu Ende gelesen hab und jede Minute hat sich ausgezahlt, denn die Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten berührt und bewegt einen zugleich, man kann einfach nicht anders als sich in einen der Protagonisten hineinversetzen und einen glücklichen Ende entgegen zu fiebern.

Zudem überrascht das Buch durch weitere Charaktere, unter anderen der kleinen Ningali, die von Moira nur liebevoll July genannt wird, diese scheint sich auf eine unerklärliche Art und Weise zu Duncan hingezogen zu fühlen und unterstützt das Liebespaar in so manch scheinbar aussichtlosen Situation.

Wie schon gesagt, das Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen. Es hat meine Erwartungen vollkommen entsprochen und macht Lust auf weitere ähnliche Liebesromane. Zwar stellt diese Idee an sich nichts neues dar, aber wer einen guten Australienroman mag sollte sich nicht an diesen kleinen Punk festklammern, denn das Buch ist gut geschrieben und verspricht eine fesselnde Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

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