Benutzer
Top-Rezensenten Übersicht

Benutzername: 
Markus
Wohnort: 
Bayern

Bewertungen

Insgesamt 8 Bewertungen
Bewertung vom 13.06.2015
The Bounty
Alexander, Caroline

The Bounty


sehr gut

Der Roman von Nordhoff und Hall zur Meuterei auf der Bounty war eines meiner
Lieblingsbücher als Jugendlicher.
Wer sich für die Fakten interessiert, dem sei dieses Buch von Caroline Alexander
wärmstens ans Herz gelegt. Es räumt auf mit dem Mythos vom zynischen
und sadistischen Kapitän Bligh, so wie ihn Hollywood in mehreren Verfilmungen dargestellt hat.
Der Rädelsführer Fletcher Christian wird nicht verklärt bzw. als romantische Heldenfigur
dargestellt. Ich hätte mir gewünscht, dass der Fokus noch etwas mehr auf seine Persönlichkeit
und seine Motive gerichtet gewesen wäre.

Bewertung vom 13.06.2015
Terror
Simmons, Dan

Terror


gut

1845 bricht Sir John Franklin mit 134 Mann und den 2 modernsten Schiffen seiner
Zeit Richtung Arktis auf, um die sagenumwobenen Nordwestpassage zu finden.
Die Namen der Schiffe "Terror" und "Erebus" (Gott der Finsternis) sollen zum schlechten
Omen für die Expedition werden: Alle Besatzungsmitglieder kommen unter bis heute
teilweise ungeklärten Umständen ums Leben bzw. werden vermisst.
Dan Simmons erzählt kurzweilig und spannend seine Version der Geschichte,
hauptsächlich aus der Sicht Kapitän Croziers, dem Befehlshaber der "Terror". Allerdings
übertreibt er es für meinen Geschmack zu sehr mit dem mythischen Wesen aus dem
Eis. Völlig unnötig, da die Dramaturgie dieses Desasters und die offenen Fragen genügend Raum
für Spekulationen im Rahmen realistischer Szenarien bieten.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 06.06.2015
635 Tage im Eis
Lansing, Alfred

635 Tage im Eis


ausgezeichnet

Obwohl ich schon viel über Shackleton und seine Expeditionen wusste, hat mich
Lansings Bericht von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Schade, es hätten
statt 319 auch 1000 Seiten sein dürfen. Ein grösseres Kompliment kann man einem
Buch kaum machen, deswegen 5 Sterne, absolut empfehlenswert!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.12.2014
Vier Tage im November
Clair, Johannes

Vier Tage im November


ausgezeichnet

Jedem zu empfehlen, der sich ein Bild vom Alltag deutscher Soldaten im Kampfeinsatz in
Afghanistan machen möchte.
Ehrlich, ungeschönt und differenziert. Eine Frage kann aber auch dieses Buch nicht beant-
worten: Ist es wirklich notwendig, dass junge Mensche ihre Gesundheit und ihr Leben in diesem
Krieg riskieren?
Der Autor äussert sich nicht groß zu politischen Dingen. Er beschreibt detailliert seine
Erlebnisse, aber auch seinen inneren Konflikt, seine Ängste und Hoffnungen.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 22.10.2011
Radetzkymarsch New Edition

Radetzkymarsch New Edition


ausgezeichnet

Besser kann man sich eine Literaturverfilmung kaum vorstellen. Besonders die Protagonisten Max von Sydow, Charlotte Rampling und Claude Rich scheinem dem Roman direkt entsprungen zu sein... Teilweise
werden aus dem Off Szenen mit Zitaten aus dem Werk begleitet - was anhand der wunderschönen Sprache Roths nur eine Bereicherung sein kann.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 22.10.2011
Radetzkymarsch
Roth, Joseph

Radetzkymarsch


ausgezeichnet

Obwohl ich die hervorragende Verfilmung des Werkes von 1995 schon zweimal gesehen habe und die
Handlung sowie teilweise auch die Dialoge noch gut im Gedächtnis hatte, konnte ich das Buch kaum aus
den Händen legen. Roths Sprache in seinem melancholischem Abgesang auf die k. u. k.-Monarchie ist einfach wunderbar. Neben "Im Westen nichts Neues" und "Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk"
unverzichtbar, wenn man sich literarisch mit der Epoche um den 1. Weltkrieg beschäftigen möchte.

Bewertung vom 20.10.2011
Friedrich der Große
Kunisch, Johannes

Friedrich der Große


sehr gut

Umfangreiches und sehr sachlich geschriebenes Buch eines Experten dieser Epoche.
Für eine populärwissenschaftliche Publikation erscheint mir das Werk ein wenig trocken,
anekdotisches findet man kaum. Bestimmte Aspekte des privaten Lebens des Preußenkönigs wie z.B.
die Beweggründe der kaum möglich erscheinenden Versöhnung mit dem Vater oder der zu vielen
Spekulationen Raum bietenden Sexualität Friedrichs werden nur wenig beleuchtet.
Während politische und militärische Vorgänge gut vermittelt werden, vermisst man eine Beschreibung
der Lebensumstände der "einfachen Leute", die natürlich am meisten an den Folgen der Schlesischen Kriege zu leiden hatten. Das Buch trägt schließlich den Untertitel "Der König und seine Zeit".
Insgesamt ist das Buch aber ein guter Einstieg in die Epoche, da auch die komplexen Machtkämpfe zwischen den grossen Herrscherhäusern des 18. Jahrhunderts übersichtlich dargestellt werden.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.