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Benutzername: IceLadyx
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Danksagungen: 2 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 7 Bewertungen
Bewertung vom 06.05.2015
Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel
Somer, Bradley

Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel


sehr gut

Inhalt
Goldfisch Ian fällt aus dem 27. Stock und nimmt uns dabei mit. Auf dem Weg nach unten, kommt er an den 27 Etagen des Wohnhauses "The Seville on Roxy" vorbei und stellt uns einige der Bewohner genauer vor. Hermann lebt mit seinem Großvater zusammen und fällt in regelmäßigen Abständen in Ohnmacht. Connor erhält Besuch von seiner Freundin Katie, die eine ganz bestimmte Frage beantwortet bekommen möchte. Petunia ist hochschwanger und alleine zu Hause, als die Wehen einsetzen. Claire ist eine Einsiedlerin, die sich schon seit Jahren nicht mehr aus ihrer Wohnung heraus getraut hat. Garth erhält ein kleines Päckchen, welches ihn selig vor Freude macht. Und Jimenez ist der Hausmeister und die gute Seele, die nicht nur den Aufzug oder Wasserhahn repariert, sondern auch mit seiner großen Menschlichkeit zu überzeugen weiß. Ein buntes Kaleidoskop an Menschenleben zieht an Ian vorbei – doch was wird geschehen, wenn er unten ankommt?

Meine Meinung
Eins vorweg: bei diesem Buch sollte man sich nicht täuschen lassen. Auch wenn Titel und Cover leichte Kost vermuten lassen, ist dieser Roman so viel mehr. Sprachlich durchaus anspruchsvoll, mit leicht philosophischen Elementen und einem klugen Witz, hat es mich nicht nur zu überzeugen gewusst, sondern auch bestens unterhalten.

Schon bei der Beschreibung von Ian musste ich Schmunzeln. Die Kapazität seines Fischhirns ist nur wenig ausgeprägt, wie der Autor auf Seite 13 passend formuliert

Ians Welt ist eine Reproduktion von Ereignissen ohne logische Abfolge, ohne Vergangenheit, ohne Zukunft

Er taumelt in der Luft auf seinem Weg die 27. Stockwerke hinunter und hat ein Kurzzeitgedächtnis, dass ihn immer wieder innehalten und fragen lässt "Also ... Was habe ich gerade gemacht? Ach herrje ..." Ian hat bisher sein Leben neben der Schnecke Troy gefristet und war eigentlich ganz zufrieden in seinem Fischglas. Auf dem Weg das Wohnhaus hinunter erleben wir jedoch einen Ian, dem der Fall zunächst gut gefällt, was auf Seite 63 wunderbar beschrieben ist:

Aber hat es sich gelohnt, das Fischglas aus Angst vor dem Unbekannten nie zu verlassen? Dieser Meinung ist Ian nicht. Ein ganzes Leben in einem Fischglas führt dazu, dass man als alter Fisch stirbt, ohne auch nur ein einziges Abenteuer erlebt zu haben.

Und Ian ist sowas von bereit für das Abenteuer. Doch wie bei jedem Abenteuer erlebt er nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen und so ist es nicht verwunderlich, dass Ian sich – zumindest kurz, weil bei seinem Fischgehirn ja lang gar nicht möglich ist – fragt, was wohl passieren mag, wenn er am Boden ankommt. Man spürt sein Unwohlsein, je tiefer er fällt und hofft mit ihm, dass nicht das schlimmste geschieht.

Bradley Somer erzählt jedoch nicht nur die Geschichte von Ian, sondern auch von einigen der Bewohner des Wohnhauses. Und wie er das tut, hat mir ganz besonders gut gefallen. Jeder Protagonist findet in einem kurzen Kapitel Erwähnung, dann wird der nächste vorgestellt, sodass der Leser nach und nach die einzelnen Charaktere kennenlernt bis der Autor dann wieder einen Bogen spannt, um die zuvor genannten erneut ins Geschehen zu ziehen. Die Kapitel sind so gestaltet, dass sie mit wenigen Worten eine kleine Einführung zum jeweiligen Inhalt geben und gleichzeitig anzeigen, aus welcher Sicht erzählt wird. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle Kapitel 49 und 50, die mich ganz besonders berührt haben.

Kapitel 49 - In dem Jiménez erkennt, das Einsamkeit ebenso eine Entscheidung ist, wie mit einem tropfenden Wasserhahn zu Leben

Kapitel 50 - In dem Garth einen Blick auf die wahre Liebe erhascht und sich das Glück in seinem Bauch ausbreitet wie

Bewertung vom 02.01.2015
Ein Mann namens Ove
Backman, Fredrik

Ein Mann namens Ove


ausgezeichnet

Inhalt:
Die Geschichte erzählt von Ove, einem 59jährigen Zwangsrentner, der seine Nachbarschaft mit seiner Rechthaberischen Art und seinen Forderungen nach Einhaltung der Regeln in seiner Wohnsiedlung in den Wahnsinn treibt. Der Einzug neuer Nachbarn, zwingt ihn sein Verhalten nach und nach zu überdenken. Und vor allem
Meine Meinung:
Im Klappentext wird Ove als *Nachbar aus der Hölle* beschrieben, dem muss ich vehement widersprechen , natürlich Ove kontrolliert die Mülltrennung und schreibt Falschparker auf, aber je mehr man sich mit Ove und seinem Leben beschäftigt um so mehr erkennt man in ihm einen vom Schicksal schwer getroffenen Mann, der nie gelernt hat auch mal fünfe gerade sein zu lassen sondern, das Recht immer Recht bleiben muss, Vorschriften dazu da sind eingehalten zu werden, ob sie nun sinnvoll sind oder nicht und der nach dem Tod seiner Frau jeglichen Lebensmut verloren hat, mit ihrem Tod ist jede Farbe aus seinem Leben gewichen wie er selbst sagt, jemand der wie Ove so liebevoll seiner verstorbenen Frau gedenkt kann kein schlechter Mensch sein. Und das erkennt auch die neue Nachbarin Parwaneh, die ihm auf herzerfrischende und manchmal übergriffige Art und Weise, das wieder aufzwingt was ihm fehlt. Lebensmut und Freude.
Ich kann gar nicht richtig in Worte fassen, wie sehr mich dieses Buch berührte und zum Nachdenken brachte, der Mann der verbittert und unausstehlich seine Nachbarschaft terrorisiert hat vielleicht ein ähnliches Schicksal die Lästerzippe von Gegenüber ist vielleicht nur einsam.
Ein berührendes Buch dessen Autor es schafft mit einfachen Worten und viel Humor mich sowohl zum Lachen zu bringen sowie mir auch das eine oder andere Tränchen in die Augen zu treiben.
Ein fantastisches Buch.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 11.03.2013
Todeszeichen / Leitner & Grohmann Bd.1
Berwein, Saskia

Todeszeichen / Leitner & Grohmann Bd.1


sehr gut

Kommissarin Jennifer Leitner und Staatsanwalt Oliver Grohmann ermitteln fieberhaft um den „Künstler“ endlich dingfest zu machen. Der „Künstler“ ist ein Serienmörder, der Frauen erst quält und sie danach dann mit einem „Kunstwerk“ auf dem Rücken versieht bevor er sie umbringt.
Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn ich will nicht ausversehen zu viel schreiben.
Daher empfehle ich dieses Buch jedem der gerne Thriller liest, denn mich hat das Buch von der ersten Seite weg an total fasziniert und ich konnte es kaum aus der Hand legen….
Da Todeszeichen das Debut von Saskia Berwein ist, finde ich es sehr gelungen, aber nach oben ist noch ein wenig Luft und ich freue mich auf weitere Bücher von ihr.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.02.2013
Die geheimen Talente des Piet Barol
Mason, Richard

Die geheimen Talente des Piet Barol


ausgezeichnet

In den Buch erfährt man einiges über Piets Eltern und natürlich auch vieles über die Vermeulen-Sickerts. Dadurch sieht man einmal mehr wie groß der Unterschied zwischen arm und reich ist… Durch den genialen Schreibstiel liest sich das Buch fast von selbst und man ist immer gespannt was als nächstes passiert. Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen.
Sehr viel mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, am besten selberlesen.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.01.2013
Milano Criminale
Roversi, Paolo

Milano Criminale


gut

…Ein Tag der eine Ära einleitet. Es beginnt die Zeit der Ligera, der legendären Mailänder Unterwelt.
Zwei Jungen, Roberto und Antonio, sind Zeugen dieser Tat.
Sie wird ihr leben für immer verändern:
Roberto wird einer der meistgesuchten Gangster Italiens.
Antonio wird Polizist.
Am Ende werden sie sich gegenüberstehen. Und nur einer kann als Sieger aus diesem Duell hervorgehen…
Die Geschichte der beiden Männer wird im Buch, durch 4Teile die wiederum in einzelne Episoden unterteilt sind erzählt.

Was mich ein wenig am Lese spaß gehindert hat ist die Tatsache das der Autor viele Personen mal mit Vornamen und dann wieder nur mit Nachnamen angesprochen hat, was doch auf Dauer für ein wenig Verwirrung meinerseits sorgte.
Außerdem ist das Ende ein wenig enttäuschend, die beiden treffen zwar aufeinander aber es wird erst in 4Jahren weitergehen.
An und für sich ein toller Roman der auch tolle Einblicke in die Zweit der 60ger und 70ger Jahre in Mailand gewährt, allerdings keine leichte Kost zu lesen.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.