Benutzer
Benutzername: 
Vin
Wohnort: 
X

Bewertungen

Insgesamt 103 Bewertungen
Bewertung vom 12.01.2026
Fleury, Sarah

Lucia 1. Flüsterin der Flammen


gut

Das Konzept, oder die Idee dieses Buches ist toll! Lucia ist eine Elementmagierin, wuchs aber unwissend auf, bis eines Tages ihr Feuer im Herzen sich Bahn bricht. Doch in Catatania sind Menschen wie sie nicht gern gesehen und neigen zu verschwinden. Aber trotz ihres Vorsatzes ihr Talent geheim zu halten kommt es rasch ans Licht. Ein seltsamer Junge taucht auf und auch andere Wesen werden auf sie aufmerksam. Ihre letzte Rettung scheint die Schule zu sein, von der ihr Finn erzählt…
Der Beginn der Geschichte begeisterte mich enorm, leider ließ das aber mit fortschreitender Handlung etwas nach. Dann nämlich beginnt die Geschichte merklich unausgereifter zu werden und kurzzeitig den Plan zu verlieren, der erst mit Lucias Eltern wieder die Kurve bekommt. Zu den Grundlagen der Magie dringt man nicht vor und auch über die Bedrohung des Landes jenseits des Portals erfährt man nur rudimentär. Auch wenn es sich um ein Kinderbuch handelt, hatte ich mir diesbezüglich einfach mehr Informationen erhofft. Auch um der Geschichte besser folgen zu können.

Bewertung vom 08.01.2026
Lutz, Leonie;Brede, Mareike

Verstehen statt verlieren


sehr gut

Unsere Generation von Kindern sind die ersten Digital Natives, was erzieherisch herausfordernd sein kann, da sich die Art des Heranwachsens seither erheblich gewandelt hat.


Dieses Buch baut eine Brücke zwischen den Generationen, verteufelt die neuen Medien nicht und sieht sie stattdessen als Teil der Zukunft an. Aber die Autorinnen sprechen auch Gefahren an und geben zu den ohnehin schon lehrreichen Kapitelinhalten auch noch zahlreiche Tipps um Kinder zu schützen- Sei es in Form von expliziten Einstellungen, die man vornehmen kann, Verhaltensregeln oder auch durch Infos zu zusätzliche Materialien, wie Bücher, Fortbildungsmöglichkeiten, etc.


Besonders gut fand ich in diesem Buch auch, dass die beliebtesten und meist genutzten Apps gesondert betrachtet wurden. Bei WhatsApp, Insta und co half es mir die Vor- und Nachteile abzuwägen und es ließ mich auch teilweise meine vorgefasste Meinung überdenken. Beim Themenbereich Gameing dagegen empfand ich, dass das Gefahrenpotential von z.B. Chatfunktionen zu wenig zur Sprache kam. Und auch sonst schwankte ich bei der hier vertretenen, eher positiv gestimmten Einstellung zu den neuen Medien immer wieder und war mir nicht sicher ob ich diesen aufgezeigten Weg genauso gutheißen sollte. Und auch, dass hier die sexuelle Aufklärung von Jugendlichen so umfangreich thematisiert wird, hatte ich nicht erwartet. Dies empfand ich dann doch als etwas unpassend und, trotz Cybergrooming und co, am Thema vorbei. Der Ton der die Autorinnen anschlagen, ist jedoch sehr wertschätzend, offen und praxisorientiert. Und ihr Fazit, dass alles steht und fällt mit dem Aufrechterhalten von ehrlichem Interesse am Kind, kann ich genauso unterschreiben.

Bewertung vom 25.12.2025
Erne, Andrea

Wieso? Weshalb? Warum? Band 60 - Alles über Wasser


sehr gut

Dass „Wieso Weshalb Warum“- Bücher super sind, ist sicher vielen bereits hinlänglich bekannt. Diese Reihe ist perfekt auf die Bedürfnisse von Kindern abgestimmt, vermittelt immer jede Menge Wissen und die Klappen, die jedes Buch besitzt, laden zusätzlich auch noch wunderbar zum Entdecken ein.
Trotzdem hat das Buch über das Wasser mich mit seiner Themenvielfalt noch überraschen können. Vom Aggregatzustand über das Wetter und wie wir uns das Wasser zu Nutze machen, ist alles dabei. Und werden mal Umweltschutz oder Klimawandel angesprochen, geschieht neutral, aber sachlich richtig und ohne erhobenen Zeigefinger. Manche der Themen sind jedoch für Kinder der unteren Altersgrenze noch schwierig zu verstehen, weil diese oft nicht so greifbar sind (z.B. wie Gezeiten entstehen oder wie das Abschmelzen der Pole das Klima beeinflusst). Andere Inhalte sind dagegen mehr aus dem Alltag gegriffen und vertrauter. Es ist also für jeden etwas dabei. Und jeder kann nach seinem Interessen und Entwicklungsstand eine Menge davon lernen.

Bewertung vom 08.12.2025
BarbaraSofie

Sonne und Regen - So ist unser Leben


ausgezeichnet

Der Papa muss zur Arbeit, doch das Wiedersehen wird durch das Vermissen umso schöner. Und der Regen? Der sperrt uns nicht ins Zimmer, der macht Pfützen, die so schön nach allen Seiten spritzen. Mal zankt man sich und dann ist alles wieder gut. Und mal schlafen wir einfach geborgen ein. Die Gefühle sind bunt wie ein Regenbogen und alle gehören sie zu uns. Die Gegensätze in diesem Buch unterscheiden nicht zwischen gut und schlecht, sie zeigen nur wie verschieden man sich fühlen kann. Und sie laden dazu ein das Leben und die kleinen Dinge wertzuschätzen.
Finns Geschichte ist schön und dem Kind gegenüber sehr zugewandt und liebevoll. Die Verbindung der Eltern zum kleinen Finn ist geprägt von Vertrauen und Zuversicht und auch zu Freundin Marie ist eine große Innigkeit zu spüren. Mit dem Streit zwischen den beiden, aber auch dank der anderen Situationen lernen Kinder ihre Gefühle zu benennen und anzunehmen. Dass keine Emotion negativ besetzt ist, gefällt mir dabei ganz besonders.

Bewertung vom 04.12.2025
Siefert, Silke

Mister O'Lui feiert Weihnachten


ausgezeichnet

Mister O’Lui hat uns wieder richtig gut gefallen. Der Biberbär und sein kleiner Freund Rupert sind aber auch zu knuffig. Dazu noch dieser schöne Zeichenstil- herrlich! Aber was wäre all dies ohne die entsprechende Geschichte? Für Rupert sieht sein erstes Weihnachten an. Aber weil er mit den Traditionen nicht vertraut ist, Zeit O’Lui ihm alles. Auch dass man seine Wünsche auf einen Zettel schreibt. Und Rupert beginnt alle anderen Tiere zu fragen, was sie sich denn wünschen. Tja, nur ist er von deren Wünschen so begeistert, dass er diese übernimmt. Und dann kommt es wie es kommen musste…
Das tolle an den Geschichten vom Biberbären ist, dass sie nicht nur schön sind, sondern auch herzlich und immer eine kleine Lebensweisheit mitliefern. Sie belehren nicht, aber sie zeigen auf. Und das ist einfach nur toll.

Bewertung vom 28.11.2025
Sveistrup, Søren

Der Kuckucksjunge


ausgezeichnet

Ich glaube, das war mein Thrillerhighlight des Jahres! Den ‚Kastanienmann‘ kannte ich bisher noch nicht, aber nachdem mir ‚Kuckucksjunge’ schon so unglaublich gut gefiel, ist mir klar, dass ich diesen jetzt unbedingt auch noch lesen muss.
Aufgebaut ist die Handlung derart, dass sie den Ermittlungen folgt, teilweise das Privatleben von Tulin und Hess wiedergibt und mit dem Auftreten neuer Vorfälle auch die Erlebnisse der Opfer aufzeigt. Ich fand das ungeheuer spannend, da dies die Hintergründe der Taten und auch die Identität und das Motiv des Täters sehr gekonnt verschleiert.
Als die Ermittler den Fall dann grob überblicken können, gibt es eine Zeit in der die Nachforschungen sich sehr auf eine Spur beschränken. Mein Gefühl lief hier in eine andere Richtung, die sich aber auch nicht ganz so bewahrheitete, wie ich es mir dachte- aber ähnlich… An Spannung nahm das aber nichts- ganz im Gegenteil. Man fiebert unentwegt mit und die Seiten fliegen dabei nur so dahin. Bemerkenswert dabei fand ich, wie realistisch sich die Ermittlungen anfühlten, wie geschickt die Ereignisse aufeinander aufbauten und wie gekonnt hier mit dem Gefühlen der Leser gespielt wurde. Kuckucksjunge ist wirklich ein Meisterwerk!

Bewertung vom 28.11.2025
Chadda, Sarwat

Storm Singer. Die schwebende Stadt


ausgezeichnet

„Er musste sein Vertrauen in einen Himmelspiraten, einen Pfau und eine krückenschwingenden Hexe setzen- so fangen selten Heldengeschichten an.“ (Zitat von Seite 129).
Diese jedoch schon! Die Handlung spielt in einer fiktiven, indisch geprägten Welt mit phantastischen Elementen (Elementargeister, geflügelten Menschen, riesigen Vögeln, Himmelsschiffen und einer schwebenden Stadt) und einer recht faszinierenden Herrscherkultur, die im Umbruch ist. Wer hier aber auch welcher Seite steht und wer Gut und Böse verkörpert, kristallisiert sich erst spät heraus. Selbst die Hauptcharaktere reihen sich darin ein. Nargis war mir zu Anfang alles andere als sympathisch, doch mit ihrem erst widerwillig begonnenem Abenteuer wandelt sie sich enorm. Sie beginnt Zusammenhänge zu begreifen und ihren Weg zu gehen, während auch Mistral von ihr und den Abenteuern lernt und seine Vorurteile niederlegt. Auch wenn ihrer beider Abenteuer ein paar kleine, aber unbedeutende Ungereimtheiten auswies, hatte ich mich rasch festgelesen und sie mit Spannung verfolgt. Besonders fasziniert hat mich hier aber auch das Worldbuilding inklusive mehrerer Stämme und einer Vergangenheit, die sogar noch das heute bestimmt.
Ich habe Werbung für dieses Buch gesehen in der es mit ‚Skandar‘ in einem orientalischen Setting verglichen wird. Auch wenn hier keine blutrünstigen Einhörner drin vorkommen, die Stimmung ist ähnlich (vielleicht etwas weniger düster) und die Handlung genauso fesselnd.

Bewertung vom 16.11.2025
Beyer, Martin

Elf ist eine gerade Zahl


gut

„11 ist eine gerade Zahl“ ist ein optisch wunderschönes Buch, in das ich dank seines tragischen Themas große Erwartungen gesetzt habe.
Die Handlung befasst sich mit einer eher kurzen Zeitspanne und beschreibt das Leben von Katja und Paula darin sehr, sehr intensiv. Die Sprache hierbei ist schön und hoch emotional und dicht. Dazwischen begegnet dem Leser aber auch eine Geschichte, die die Mutter ihrer, an Krebs erkrankten Tochter erzählt. Und bei dieser hatte ich leider steht’s das Gefühl sie nicht richtig zu erfassen, nur an ihrer Oberfläche zu kratzen und ihre tiefere Bedeutung nicht verstehen zu können. Ich fand das ungemein schade, da dieser Geschichte in der Handlung doch ein gewisser Stellenwert zugedacht wird. Die realen Begebenheiten fand ich dagegen sehr berührend. Ich hätte aber bestimmt mehr darin aufgehen können, hätte meine Irritation über Katjas Erzählung meine Gefühle nicht überlagert.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.11.2025
Horst, Jørn Lier

CLUE 1. Schiffbruch vor der Felseninsel


ausgezeichnet

Hier geht es zur Sache! Hier finden Kinder einen Toten am Strand, spionieren Hotelgästen hinterher und geraten selbst in Gefahr. Ist äußerst spannend, das Ganze! Worum es aber genau geht, das müsst ihr selbst herausfinden.

Une erinnert mich mit ihrem Hund ja etwas an George von den 5 Freunden, hier sind sie aber nur zu viert- Cecilia, Une und Leo und Egon, der Hund. Ihr Abenteuer ist jedoch deutlich zeitgemäßer gestaltet und trifft dadurch den Geschmack heutiger Kinder besser. Die Handlung schreitet rasch voran, ist spannend und durchdacht. Es ist aber auch eine gute Portion Zufall mit dabei, der die Kinder der Lösung näher bringt und einmal ist ihr Handeln auch ganz schön leichtsinnig! Es hat also alles, was ein gutes Abenteuer so braucht: Geheimnisse, Gefahr und Nervenkitzel, Zusammenhalt und Mut.
Nur die Ausdrucksweise und den Schreibstil fand ich für MEIN Kind manchmal noch etwas anspruchsvoll. Da wir aber das Buch gemeinsam gelesen haben, konnten wir die Hürden dann doch ganz gut meistern.



Hinten im Buch sind übrigens Pläne des Hotels. Die habe ich leider zu spät entdeckt, man hätte damit aber die Lage der Zimmer gut nachvollziehen können.

Und Vorsicht: Das erste Abenteuer endet mit einem Cliffhanger, der irgendwie richtig fies ist. Da hilft auch nicht die daran anschließende Leseprobe. Man will einfach gleich weiterlesen!

Bewertung vom 03.11.2025
Ramcke, Inga Marie

Die Astronautin von nebenan. Eine Reise vom Kinderzimmer ins Weltall


ausgezeichnet

Statt ihre Großeltern in Mumbay zu besuchen muss Maya nun mit Ohrenschmerzen ihre Ferien zu Hause verbringen. Doch die vergehen rasch, als ihre Nachbarin, die angehende Astronautin Josi gemeinsam mit ihr die ‚Mission Masala‘ startet. Sie zeigt Maya spielerisch was es braucht um Astronautin zu werden, erklärt ihr den Ablauf einer Mission und setzt diese kreativ in Mayas eigenem zu Hause um. Dada und Dadi in Mumbai sind bald darauf schon ihre Bodencrew und beteiligen sich rege per Videocall. Und natürlich ist auch Lieblingsstofftier Tönning mit am Start! Die Geschichte wird dabei so schön und interessant erzählt, dass selbst meine 10jährige Tochter noch mit Begeisterung beim Vorlesen zuhört. Die Geschichte wird fortlaufend und Kapitel übergreifend erzählt und enthält immer auch einen einleitenden Teil, der die reale Situation wiedergibt und spannende Informationen zum Weltall liefert und dabei klaren Bezug auf die Handlung nimmt. Es macht so ungeheuer Spaß davon zu lesen, dass man am liebsten selbst auf Mission gehen würde!