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milky
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Hamburg

Bewertungen

Insgesamt 8 Bewertungen
Bewertung vom 26.08.2025
Rupflin, Alexander

Protokoll eines Verschwindens


ausgezeichnet

Tiefe Einblicke
In Hamburg wird Gabriel, ein junger Brasilianer, vermisst. Doch niemand ahnt, dass er sich seit Monaten leblos in einem Gästezimmer befindet.
Obwohl die Fakten bereits auf dem Klappentext des Buches stehen, gelingt es Alexander Rupflin, dass es zu keinem Zeitpunkt im Roman langweilig wird oder sich die Geschichte in die Länge gezogen anfühlt. Die Erzählung wird aufgelockert, indem einerseits über das "Protokoll des Verschwindens" des jungen Brasilianers berichtet wird und andererseits über die Gespräche des Autors, die er mit den Betroffenen geführt hat.
Ich finde es gelungen, wie der Autor den Angehörigen, vor allem der Schwester des Opfers, Raum gibt, ihre Sichtweise und Gefühle darzustellen.
Fazit: Für Fans von True Crime eine absolute Empfehlung. Der Roman ist spannend erzählt, ohne dabei aufgesetzt zu wirken.

Bewertung vom 25.08.2025
Rose, Daniel

WARDA – Die Dornen der Rose


gut

Das Gute und das Böse
Eine Frau wacht nach einem Terroranschlag mit Amnesie im Krankenhaus auf. Da sich keine Angehörigen melden, beschließt der Polizist Tamer die junge Frau bei sich und seinen Eltern aufzunehmen, solange die Unbekannte ihr Zuhause noch nicht gefunden hat. Doch die Unbekannte hat mehr mit dem Anschlg zu tun als ihr und ihrer neuen Familie lieb ist.
Das Thema des Romans ist sehr spannend und leider auch aktuell. Der Umgang der Autorin mit dem Thema ist ihr sehr gut und angemessen gelungen.
Die Mitte des Romans hat sich etwas gezogen und ich konnte vor allem in diesem Abschnitt kein richtiges Verhältnis zu den Charakteren aufbauen und mich in sie hineinfühlen. Meiner Meinung nach war es etwas zu oberflächlich beschrieben. Ab dem zweiten Drittel wurde es jedoch wieder spannend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Die Covergestaltung sowie die Gestaltung der Überschriften im Roman treffen nicht ganz meinen Geschmack, wobei das eine persönliche Bewertung ist.
Eigentlich würde ich das Buch mit 3,5 Sternen bewerten, allerdings wurde das Buch sehr liebevoll verschickt und man merkt, wie viel Herzblut in der Führung dieses Verlags und in dem Roman stecken.

Bewertung vom 16.08.2025
Atkins, Dani

Versprich mir, dass du tanzt


ausgezeichnet

Gefühlvoll und berührend

Lily hat schon jung ihren geliebten Ehemann Adam an Krebs verloren. Zum Schluss musste sie ihm verschiedene Versprechen zusagen - unter anderem ihren früheren besten Freund und ihre Jugendliebe Josh aufzusuchen, um Frieden mit ihm zu schließen und gleichzeitig Adam zu vergeben.
Diese Geschichte von Lily, Adam und Josh ist sehr gefühlvoll und berührend geschrieben, sodass mein Auge an mehreren Stellen in diesem Buch nicht trocken geblieben ist. Dani Atkins zieht den Leser mit ihrem Schreibstil in den Bann, wodurch es mir sehr schwer fiel, das Buch überhaupt wegzulegen.
Ich finde es sehr gelungen, wie die Personen beschrieben werden und wie jede Hauptfigur dadurch einen einzigartigen Charakter mit Tiefe erhält.
Das Cover und den Farbschnitt finde ich total schön, sodass es mich sofort zu diesem Buch gezogen hat.
Fazit: ein rundum gelungener Roman mit viel Tiefgang und eine absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 03.08.2025
Drvenkar, Zoran

Asa


sehr gut

Zerstörung einer Tradition.
Das Buch "ASA" handelt von Asa Kolbert, deren selbsternannte Aufgabe es ist, eine Familientradition zu zerstören, die mehrere Dörfer betrifft.
Mir gefällt gut, dass die Geschichte aus Perspektiven verschiedener Personen erzählt wird sowie dass regelmäßig zwischen dem Jetzt und der Vergangenheit gewechselt wird. So wird nach und nach die Vergangenheit der Familie Kolbert geschildert und damit auch das Entstehen der Tradition. Der Großteil ist wirklich spannend geschrieben, an einigen wenigen Stellen zieht sich die Erzählung jedoch etwas.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist zu Beginn die Du-Erzählweise, wenn aus Sicht von Asa geschrieben wird. Nach einigen Seiten gewöhnt man sich jedoch schnell daran. Außerdem ist besonders, dass die direkte Rede mit Spiegelstrichen begonnen wird und keine Anführungszeichen verwendet werden. Dies stört meiner Ansicht nach jedoch den Lesefluss. Insgesamt ist der Schreibstil sehr einfach und flüssig zu lesen.
Fazit: ASA ist ein spannend geschriebener Roman, den man kaum aus der Hand legen möchte.

Bewertung vom 26.07.2025
Kelly, Julia R.

Das Geschenk des Meeres


ausgezeichnet

Die Geschichte von "Das Geschenk des Meeres" spielt in Schottland, im Jahre 1900. Sie handelt von Dorothy, einer jungen Lehrerin, die von Edinburgh in das kleine Fischerdorf Skerry gezogen ist, und von Joseph, einem dort ansässigen Fischer. Eines Tages rettet Joseph einen Jungen vom Ertrinken, der Dorothys verschwundenem Sohn sehr ähnlich sieht, und bringt ihn ins Dorf...
Mir gefällt sehr gut, dass die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird - vor allem aus Dorothys und Josephs Sichtweise, aber auch aus Sicht einiger Dorfbewohner. Dadurch wird man sofort in die Geschichte gesogen und kann sich in die einzelnen Personen sehr gut hineinversetzen.
Im Buch wird abwechselnd zwischen "Jetzt" (als Joseph den Jungen gerettet hat) und "Damals" (als Dorothys Sohn verschwand) erzählt. Das führt dazu, dass es bis zum Ende spannend bleibt und man die Puzzleteile der Vergangenheit erst zum Schluss zusammensetzen kann.
Fazit: eine rundum gelungene Geschichte, die sich gut lesen lässt und spannend erzählt ist.

Bewertung vom 11.07.2025
Herz, Laura

Two Lives


sehr gut

Laura nimmt den Leser mit auf ihre persönliche Reise Ende der Zwanziger / Anfang der Dreißiger. Sie berichtet sehr ehrlich und authentisch von ihrer Trennung ihres langjährigen Partners, ihres Umzugs und dem Weg zu ihrem "neuen" Selbst.
Das Buch ist so geschrieben, dass man einfach und flüssig durch die Kapitel kommt und viel am Stück lesen kann. Einen richtigen Spannungsbogen gibt es nicht, aber muss es auch nicht, da Laura ihr Leben und ihre Gefühle an einem bestimmten Abschnitt beschreibt. Trotzdem möchte man weiterlesen und es bleibt interessant, welche Dinge als nächstes in ihrem Leben passieren und in welche Richtung sie sich entwickelt. Toll finde ich die Erklär-Kästen im Buch, die unterschiedliche Themen beleuchten.
Das Buchcover finde ich von der Farbgestaltung, dem Bild und den Schriftarten stimmig und ansprechend. Der Titel passt meiner Meinung nach nicht perfekt zu dem Buch, da es sich um eine deutsche Autorin handelt, das Buch auf Deutsch geschrieben ist, aber der Titel in Englisch. Klar macht Laura eine Kehrtwende in ihrem Leben und ihrer Persönlichkeitsentwicklung, jedoch würde ich von "two lives" einen anderen Lebenswandel erwarten.

Bewertung vom 07.07.2025
Rosa, Maya

Moscow Mule


gut

Karina, die Hauptfigur, und Tonya sind beste Freundinnen und teilen sich alles. Beide Studentinnen haben den Traum, Russland zu verlassen und im freien Frankreich oder Deutschland zu leben.
Was sich anhört wie eine fesselnde Geschichte über Freundschaft und die wilde Studienzeit gepaart mit einer differenzierten Betrachtung der politischen Situation in Russland, entpuppt sich für mich leider als Enttäuschung. Die meiste Zeit konnte ich keinen Bezug zu Karina oder Tonya herstellen. Die Geschichte ist eher oberflächlich und es gibt kaum einen Spannungsaufbau. Zeitweise war der einzige Grund, das Buch weiterzulesen derjenige, dass doch noch etwas spannendes kommen müsste oder man näher an Karina herankommt und sich besser in sie hineinversetzen kann.
Leider war das bis zum Schluss für mich nicht so richtig möglich, weshalb ich keine klare Kaufempfehlung aussprechen kann.

Bewertung vom 22.06.2025
Koelle-Wolken, Patricia

Der Garten der kleinen Wunder


ausgezeichnet

Sowohl das Buchcover als auch der Titel "Der Garten der kleinen Wunder" haben mich angesprochen, indem sie eine ruhige Geschichte mit vielen kleinen Wundern versprechen.
Genau das wurde tatsächlich in der Geschichte umgesetz: beinahe die gesamte Erzählung spielt sich im Sommer ab - perfekt passend zum Erscheinen des Buches. Die jugendliche Vica und die Erwachsene Toja sind Nachbarn und lernen sich nach und nach kennen - ebenso wie Vicas Vater und Tojas Freund und Mitbewohner. Es wird erzählt wie alle diese vier Personen eine Veränderung durchmachen und nebenbei werden immer wieder kleinere und größere Lebensweisenheiten geteilt.
Durch das Buch wird man sofort in seine Komfortzone versetzt und es lässt sich so unglaublich leicht lesen. Es gibt keine großen Dramen oder überzogene Spannungskurven, aber dadurch fühlt man sich beim Lesen des Buches so wohl und kann ganz und gar abschalten, indem man sich gedanklich in Tojas wundervollen Garten versetzt.

Eine klare Kaufempfehlung, die entspannt an einem lauen Sommerabend noch den Kopf ausschalten und zur Ruhe kommen möchten.