Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: JvB
Wohnort: Nordenham
Über mich:
Danksagungen: 39 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 7 Bewertungen
Bewertung vom 11.12.2013
Gefährliche Liebe / Shades of Grey Trilogie Bd.2
James, E L

Gefährliche Liebe / Shades of Grey Trilogie Bd.2


sehr gut

Nachdem der erste Band der Trilogie mich mit dem Virus infiziert hatte, musste ich sogleich "Shades of Grey - Gefährliche Liebe" lesen. Besonders nach dem offenen Ende des ersten Bandes, bei dem ich mir die Augen ausgeweint habe.

Wer allerdings Erotik en masse und viel Sex erwartet, ist meiner Meinung nach generell bei Shades of Grey falsch! Ich sehe diese Bücher eher als Liebesgeschichte mit einigen Sexszenen (die teilweise zu lang sind...) und erotischem Touch.

Ich habe die ganze Trilogie gerne gelesen, doch gefielen mir Band 1 und 3 besser als der zweite. Auch hier gibt es zwar Szenen, die mir sehr gefielen und die mir im Gedächtnis blieben - doch irgendetwas fehlt mir in diesem Buch.

Sehr schade für die Leser der deutschen Übersetzung ist meiner Meinung nach, dass bei Christians Heiratsantrag einfach etwas weggelassen wurde. Als ich diese Szene im deutschen Buch gelesen habe, fand ich sie ok. Als ich dann aber die Szene im Original gelesen habe - war ich begeistert, fasziniert und aus dem Häuschen. Was ein paar kleine Wörter doch mit einem Frauenherz anrichten können ;-)

Nichtdestotrotz hat Band 2 wirklich schöne Szenen, man kann wieder lachen und weinen und ganz in der Liebesgeschichte von Christian und Ana versinken.

Es endet wieder mit einem tollen Cliffhanger, der Lust auf mehr macht, da man rausfinden möchte, was weiter passiert. Das Ende des ersten Bandes gefiel mir trotz allem irgendwie besser, da ich mir dort gemeinsam mit Ana die Augen ausweinen konnte, während mir bei diesem Ende sozusagen ein kalter Schauer über den Rücken lief. Ich mochte diesen Menschen die ganze Zeit über nicht, was sich zum Schluss natürlich nicht geändert hat.

26 von 37 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 11.12.2013
Geheimes Verlangen / Shades of Grey Trilogie Bd.1
James, E L

Geheimes Verlangen / Shades of Grey Trilogie Bd.1


ausgezeichnet

"Nein, so etwas lese ich nicht!"
Dieser Satz sagt aus, was ich lange Zeit dachte... Gegen Ende des letzten Jahres wurde ich jedoch neugierig. Ich lieh mir "Shades of Grey - Geheimes Verlangen" in der Stadtbücherei aus, um rauszufinden, worüber eigentlich alle reden. Die Meinungen gehen ja sehr stark auseinander. Entweder man liebt es oder man hasst es. Aber so war es ja auch bei Harry Potter und Twilight ;-)

Dieses eine Buch war sozusagen mein Untergang ;-) Ich musste mir sogleich die nächsten Bücher besorgen und war auch danach noch nicht befriedigt und tobe mich eifrig in dem Genre aus.

Zu "Shades of Grey - Geheimes Verlangen" speziell bleibt zu sagen:
Ich war sehr begeistert! In Christian könnte ich mich eindeutig verlieben - vielleicht stehe ich einfach auf reiche, gutaussehende Kontrollfreaks mit ihren zig Facetten ;-)
Mein Herz hat er genauso erobert wie Anastasias. Ich gebe es zu.

Wieso ich dieses Buch so liebe, kann ich nicht erklären. Es ist literarisch gewiss keine Meisterleistung. Und auch im Erotik-Genre gibt es doch noch vieles, was doch besser ist. Und was auch den Titeln "Erotik" und "BDSM" gerechter wird. Anastasia erscheint manchmal deutlich ZU unschuldig. Christian ist eigentlich ZU perfekt.

Aber dieses Buch hat mich aus irgendeinem Grund fasziniert und in seinen Bann gezogen. Ich habe gelacht und ich habe geweint.

Ein Manko aus subjektiver Sicht ist das Ende. Aus schreiberischer Sicht ist es natürlich gut gemacht, weil es zum Weiterlesen animiert. Glücklicherweise habe ich das Buch auch erst für mich entdeckt, als bereits alle drei Teile erschienen waren und so konnte ich alles nacheinander lesen.

Sehr schade finde ich, dass die deutsche Übersetzung zeitweise recht mies ist und auch wichtige Teile einfach weggelassen wurden. Daher liegen bei mir auch die englischen Originale bereits zum Lesen bereit!

28 von 33 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 11.12.2013
Zerbrechlich
Picoult, Jodi

Zerbrechlich


ausgezeichnet

Willow ist eigentlich ein glückliches Mädchen. Sie ist fünf Jahre alt, weiß viele unnütze Dinge und liest viel. Und sie hatte schon etliche Knochenbrüche in ihrem kurzen Leben. Willow leidet an Osteogenesis Imperfecta, der Glasknochenkrankheit.
Zwei Anwälte bringen Charlotte O’Keefe, Willows Mutter, darauf, dass ihre Ärztin die Krankheit schon viel früher in utero hätte diagnostizieren können und müssen. Charlotte sieht die Chance, ihrer kranken Tochter das Leben zu ermöglichen, das sie verdient – und klagt auf „Ungewollte Geburt nach einem Kunstfehler“. Doch die Ärztin, die sie verklagt, ist gleichzeitig ihre beste Freundin – Piper Reece. Und außerdem muss sie vor Gericht aussagen, sie hätte ihr Kind abgetrieben, wenn sie früher von der Krankheit gewusst hätte.
Diese Klage bringt viele Probleme mit sich – Willow bekommt zu viel mit und fühlt sich unerwünscht. Sean, Charlottes Mann, weigert sich, sich an der Klage zu beteiligen. Amelia, die ältere Tochter, wird bulimisch und verletzt sich selbst. Piper wendet sich natürlich von Charlotte ab. Genau wie Pipers Tochter Emma sich von Amelia abwendet.
Zwischendurch berichtet die Anwältin Marin von der Suche nach ihrer leiblichen Mutter.

Mal wieder ein klasse Buch von Jodi Picoult. Jodi Picoult versteht es, den Leser in ihren Bann zu ziehen und mitzufühlen. Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt – von Piper, Sean, Charlotte, Amelia und Marin. Alle schreiben an Willow und erzählen ihr die Geschichte. Es ist wieder sehr interessant, die Geschichte aus verschiedenen Richtungen zu hören. Und auch das Ende ist wieder typisch für Jodi Picoult.
Ich kann das Buch nur empfehlen! Es regt zum Nachdenken an, was man selbst machen würde, wenn a) so eine Krankheit in utero diagnostiziert werden würde und b) man die Chance hätte, durch eine Klage genug Geld für die Tochter bekommen zu können.

Bewertung vom 11.12.2013
Mieses Karma
Safier, David

Mieses Karma


ausgezeichnet

Kim Lange gewinnt den Deutschen Fernsehpreis. Doch dafür lässt sie ihre kleine Tochter an ihrem Geburtstag alleine und betrügt sogar ihren Ehemann.
In einem Moment, in dem sie alleine sein möchte, geht sie aufs Dach hinaus und… wird von einem Waschbecken aus einer Raumstation erschlagen.
Wieder geboren wird sie als Ameise und muss mit ansehen, wie ihre Tochter und ihr Mann ohne sie klar kommen müssen. Was aber noch viel schlimmer ist: Sie muss sehen, wie sich eine andere Frau in ihre Familie drängt!
Gemeinsam mit Casanova, der schon viele Leben als Ameise hinter sich hat, beginnt sie, gutes Karma zu sammeln und beginnt eine Reise der Reinkarnationen.

Mit viel Witz und Charme erzählt David Safier eine schöne Geschichte für zwischendurch. Wer dieses Buch liest, wird vermutlich die nächste Zeit ein schlechtes Gewissen haben, wenn er auf eine Ameise tritt oder einen Regenwurm mit dem Rasenmäher überfährt. Und wird natürlich kein Insektengift mehr benutzen!
Es ist interessant, mitzuerleben, wie Kim sich verändert, wie sie immer vernünftiger wird und erkennt, was für ein Glück sie mit ihrer Familie hatte. Die große Frage stellt sich die ganze Zeit über: Wird sie eine zweite Chance mit ihrem Mann und ihrer Tochter erhalten?

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 11.12.2013
Nur 15 Sekunden (eBook, ePUB)
Pepper, Kate

Nur 15 Sekunden (eBook, ePUB)


gut

Vor knapp zwei Jahren verlor Darcy ihren Ehemann und der 13jährige Ben seinen Vater durch einen Autounfall. Darcy und ihr Sohn verlassen die Insel Martha’s Vineyard, um in New York ein neues Leben anzufangen.
Darcy arbeitet bei der New York Times, wo Joe sie eines Tages anspricht. Auch er kommt von Martha’s Vineyard und hat nun seinen ersten Arbeitstag in der Poststelle der Times. Darcy erklärt sich bereit, mit ihm Mittagessen zu gehen – und das Unglück nimmt seinen Lauf.
Joe lässt sie und ihren Sohn nicht mehr in Ruhe. Pausenlos klingelt das Telefon, Geschenke hängen an der Türklinke… eine lebensbedrohliche Wende nimmt das Ganze, als ein Treffen zwischen der Journalistin und einem geheimen Informanten gefilmt und ins Netz gestellt wird.
Nebenbei ist Darcy einer brisanten Mafia-Story auf der Spur.

Alles in Allem ist die Geschichte nicht schlecht. Im Gegensatz zu den meisten anderen Büchern von Kate Pepper fehlt allerdings etwas die Spannung. Man weiß von Anfang an, wer der Stalker ist und man kann sich im Prinzip alles zusammenreimen. Es ist nicht wirklich etwas unklar. Zum Ende hin kommt ein wenig Spannung auf. Es lohnt sich, das Buch zu lesen, aber es ist nicht das Beste von Kate Pepper. Daher nur drei Sterne von mir.

Bewertung vom 11.12.2013
Das Chaos wohnt nebenan / Zwei kunterbunte Freundinnen Bd.1
Holt, Anne

Das Chaos wohnt nebenan / Zwei kunterbunte Freundinnen Bd.1


sehr gut

Der Samstag beginnt für Maibritt alles andere als gut. Ihre kleine Schwester hat sie mal wieder genervt und ihre Eltern schlafen noch. Genervt macht das Mädchen sich selbst Frühstück, schnappt sich ihren Schulrucksack und wartet vor dem Haus auf ihre Mitschüler. Über all dem Stress hat sie ganz vergessen, dass Samstag ist. Schulfrei!
Doch sie muss nicht lange warten - denn vom verwilderten Nachbargrundstück kommt Victoria rüber, die mit ihrer Mutter gerade erst dort eingezogen ist - doch nicht etwa in ein Haus, sondern in einen Wohnwagen! Victoria nennt sich kurzerhand in Märzbritt um und nimmt Maibritt sogleich mit zu ihrem Baumhaus.
Maibritt ist fasziniert von Märzbritt, dem Baumhaus, dem Wohnwagen und irgendwie auch von der großen dänischen Dogge Rambo - auch wenn sie vor dieser ganz schöne Angst hat. Doch am meisten mag sie Anna, Märzbritts Mutter.
Auch Maibritts Familie kommt bald ins Spiel und nun passieren allerlei turbulente Dinge. Stromschläge, Chaos und selbst die Polizei kommt ins Spiel.

Das Buch liest sich schön. Jedes Kapitel beginnt mit einer kurzen Zusammenfassung, was nun passiert und wird untermalt von wunderschönen, bunten Illustrationen. Kinder werden das Buch sicherlich schon allein wegen der bunten Farben lieben! ;-)

Interessant finde ich im Nachhinein den Titel "Das Chaos wohnt nebenan". Denn der Leser fragt sich schon sehr bald: WO wohnt denn nun das Chaos? Im Wohnwagen mit der wilden Märzbritt, die nur Unsinn im Kopf hat? Oder im Haus mit Maibritts verrückter Familie, die für (fast) jeden Spaß zu haben ist?

Die Geschichte hätte sich natürlich über mehrere Tage hinziehen können, doch mich hat es nicht weiter gestört, dass alle Aktionen in einen Tag gepackt wurden. Wer kennt diese Tage nicht, an denen einfach alles auf einmal passiert und schief geht?

Anne Holts Buch stellt auch sehr schön heraus, dass in jeder Familie jemand nötig ist, der einen klaren Kopf behält und die "verrückteren" Familienmitglieder auch mal etwas bremst ;-)

Ein schöner Auftakt einer neuen Kinderbuchserie. Ich freue mich bereits auf den zweiten Teil und bin gespannt, was Maibritt und Märzbritt noch so alles erleben.

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 11.12.2013
»Lieber Matz, Dein Papa hat 'ne Meise«
Schlösser, Sebastian

»Lieber Matz, Dein Papa hat 'ne Meise«


sehr gut

Sebastian Schlösser ist Theaterregisseur. Er schwankt zwischen Höhen- und Tiefflügen. Sein Umfeld kann manches Mal nur noch den Kopf über ihn schütteln - doch niemand kann zu ihm durchdringen. Mit der Diagnose "manisch-depressiv" geht er schließlich in die Psychiatrie.

In seinem Buch "Lieber Matz, dein Papa hat 'ne Meise!" erzählt er in Briefen an seinen Sohn, was er erlebt hat. Er schreibt von der Zeit seines Abiturs, als die bipolare Störung das erste Mal auftrat, von den Zeiten am Theater und der Zeit in der Psychiatrie.
Seinem Sohn Matz erklärt er seine Krankheit anhand des Ausspruchs "Der hat eine Meise!". Er berichtet vom "Wolkenkuckucksheim" (der Psychiatrie), den "Meisendoktoren" und den "Meisensmarties". Anschaulich erklärt er seinem Sohn die Zeiten, in denen die "Meise" kam und in denen sie sich in eine Eule wandelte, die ihren Kopf unters Gefieder steckte.

Das Hauptaugenmerk in Sebastian Schlössers Buch liegt nicht auf der Behandlung der Störung wie es in den meisten anderen Büchern über Erkrankungen ist, sondern darauf, was er erlebt hat, insbesondere während der manischen Phasen. Es wird deutlich, wie viel Kraft ihm sein Sohn gegeben hat.

Das Buch liest sich angenehm und flüssig. Ich empfehle es jedem, der in einfachen Worten erfahren will, wie die bipolare Störung auf den Erkrankten wirkt.