Benutzer
Benutzername: 
Everett
Wohnort: 
Barsinghausen

Bewertungen

Insgesamt 703 Bewertungen
Bewertung vom 09.01.2026
Wirths, Nina

Autumn Creek


gut

Nach einer gescheiterten Beziehung verlässt Willow Chicago um auf der Mountain View Ranch in Montana zu arbeiten, ein Praktikum zu machen. Sie wird herzlich willkommen ge-heißen und Willow lebt sich schnell ein. Die Natur, der Ort Autumn Creek und die Tiere ziehen Willow schnell in ihren Bann. Aber auch Aidan weckt bei Willow ein besonderes Interesse.
Die Geschichte wird in einer ruhigen Art erzählt, die besonders bei den Naturbeschreibungen sehr angenehm ist. Jedenfalls konnte ich dieses Gefühl in der Natur nachvollziehen. Da hätte ich gerne noch mehr von gelesen.
Das sich da eine Beziehung anbahnt ist schnell klar, doch beide müssen erst zu ihrer Vergan-genheit stehen.
Ohne großartige Höhen und Tiefen entwickelt sich die Geschichte und verbreitet ein positi-ves Gefühl.
Da kann ich wirklich, ich sage mal Druckfehler drüber weg sehen. Was ich aber ganz be-fremdlich fand war, dass ein Fohlen im Herbst geboren wird. Als ob man eine romantische Szene im Stall unbedingt mit einer Fohlengeburt verbinden muss. Die Natur steuert es bis heute so, dass Fohlen im Frühjahr zur Welt kommen. Dann werden Rinder im Frühherbst auf eine nördliche Bergweide getrieben, wo am nächsten Morgen bereits Schnee liegt, und sich dann dort selbst überlassen? Hätte man dieses Setting nicht so aufbauen können, dass es zur Jahreszeit passt? Dann trifft Willow auf eine ältere Frau in der Buchhandlung von Autumn Creek, die Cowboyklamotten trägt und Willow sie deshalb als Cowgirl erkennt. Das ist dann einfach zu simpel in der Beschreibung.
Vielleicht bin ich nicht mehr das richtige Alter für solche Romane. Wobei ich die bombastische Natur Nordamerikas liebe, Reiterin war.
Das Cover ist einfach toll und der dazu passende Farbschnitt sieht sehr gut aus.

Bewertung vom 02.01.2026
Hannah, Kristin

Die vier Winde


sehr gut

Elsa Familie hat es zu Wohlstand in einem kleinen Ort in Texas gebracht. Allerdings wird Elsa von allen als hässlich und schwach abgestempelt und als Leser litt ich schon mit ihr. Dann trifft sie auf Raf und landet auf der Farm seiner Eltern. Dort wird sie angenommen und arbeitet hart. Doch dann trifft die große Dürre die in den dreißiger Jahren die Great Plains erfasste auch die Farm von Elsas Schwiegereltern. Furchtbare Staubstürme kommen dazu und zwingen sie, sich nach Westen, Kalifornien, auf zu machen. Es ist auch die Zeit der gro-ßen Depression, wo die Menschen keine Arbeit mehr hatten und so findet Elsa auch in Kali-fornien keine bessere Zukunft.
Ein großes Thema wurde in diesem Roman angesprochen und Elsas Leid konnte ich während des Lesens gut mitempfinden. Es ist heute nur noch schwer vorstellbar was die Menschen in der Zeit ertragen mussten und der Roman stellt das gut dar.
Trotzdem hat mir etwas gefehlt, die Hauptfiguren konnten mich nicht richtig packen. Aber es ist eine eindringliche Schilderung der damaligen Zeit und mit was die Menschen konfrontiert waren. Dabei sind die Themen Gier, kurzfristiger Gewinn und Ausbeutung weiterhin sehr aktuell.
Der damalige Präsident F.D. Roosevelt hat mit zahlreichen Programmen versucht, dass das Land wieder auf die Beine kommt. Die Ergebnisse des CCC und WPA Programms sieht man auch heute noch reichlich in den USA.

Bewertung vom 04.12.2025
Thompson, Ella

Eine Chance für die Liebe / Ocean View Avenue Bd.2


sehr gut

Der zweite Band der Reihe Ocean View Avenue. Auch ohne Kenntnis des ersten Bandes war ich gleich in der Geschichte von Owen und Brooke drin.
Owen zieht nach dem Tod seiner Frau mit seinem Sohn zurück an die Ostküste der USA, nach Jamestown. Brooke hat in in dem Ort gerade eine Schreinerei übernommen. So treffen die Beiden zusammen und haben erst etwas Schwierigkeiten im Umgang miteinander. Doch ihre Kinder gehen zusammen zur Schule und da entwickelt sich schon mal eine Freundschaft. So treffen sie immer wieder aufeinander, auch aufgrund ihrer jeweiligen Arbeit, und kommen sich immer näher.
Natürlich weiß man, dass Brooke und Owen zusammen finden. Doch der Weg dahin ist schon beschrieben. Dazu kommt noch die schöne Umgebung, die zum Träumen einlädt.
Die Geschichten von Brooke und Owen sind allein schon sehr intensiv und machen mehr von der Geschichte.
Mir hat die Geschichte gut gefallen, sie war durchaus vielschichtig und der Schreibstil ist auch angenehm.
Macht auf jeden Fall Lust mehr von der Autorin zu lesen.

Bewertung vom 17.11.2025
Gablé, Rebecca

Rabenthron / Helmsby Bd.3


ausgezeichnet

Im Herbst 1013 will der junge Aelfric of Helmsby einen dänischen Gefangenen beim Hof in London abliefern. Das Land wird seit Jahren von Dänen überfallen und verwüstet und Aelfrics Vater wurde in einer der vielen Schlachten getötet und sein Onkel wurde Thane von Helmsby. Keine guten Aussichten für Aelfric.
Und der derzeitige König von England, Ethelred, ist schwach, im Gegensatz zu seiner jungen Frau Emma, die sehr viel Stärke und Geschickt entwickelt.
Der Roman entwickelt sich für mich sehr angenehm. Anhand der persönlichen Geschichten der einzelnen Charaktere und den geschichtlichen Hintergründen entsteht ein gutes Bild der damaligen Zeit. Die Lebensumstände, die Politik und die Verflechtungen durch Intrigen und Bündnisse werden hier in Romanform richtig gut dargestellt.
Dazu kommt der wirklich gut zu lesende Schreibstil der Autorin. Auch ohne Vorkenntnisse über geschichtliche Hintergründe fand ich sehr gut in den Roman rein. Durch die eingeflochtenen persönlichen Erzählungen bekommt Historie ein Gesicht und wird erlebbarer.
Ein sehr schöner, guter historischer Roman.

Bewertung vom 06.08.2025
Dorries, Nadine

Die Schwestern von St. Angelus - Der Beginn unserer Träume / Lovely Lane Bd.1


gut

Vier ganz verschiedene junge Frauen beginnen 1953 im Liverpooler St Angelus ihre Schwes-ternausbildung. Jede hat ihre eigene Geschichte, die den Roman neben den Erlebnissen in der Schwesternausbildung lesenswert machen.
Die Geschichten um die Schwestern von St Angelus ähneln schon sehr der Reihe um die Nightingale Schwester. Doch gerade das wollte ich mal wieder lesen.
Bei einigen Protagonisten wird deren Vergangenheit mit geschildert und es geht nicht nur um die Lernschwestern, auch um weiteres Krankenhauspersonal.
Durch die guten Schilderungen konnte ich mir die Gegebenheiten zur damaligen Zeit recht gut vorstellen. Bis auf ein paar Längen eher zu Beginn des Buches, hat mir der Schreibstil gut gefallen und der gesamte Roman hat sich gut lesen lassen.
Der zweite Band ist auf meine Wunschliste gekommen.

Bewertung vom 28.07.2025
Weinberg, Juliana

Elizabeth Taylor / Ikonen ihrer Zeit Bd. 11


sehr gut

Wieder eine Romanbiographie, dieses Mal über Elizabeth Taylor. Ich mag diese Form von Biographien, die Hauptperson kommt durch die Romanform auch gut selber zu Wort und trotzdem kann man sich als Leser ein eigenes Bild machen.
Der Roman beginnt mit Elizabeths Kindheit, die reglementiert verlief und ihre Mutter arbei-tete extrem darauf hin, dass Elizabeth Schauspielerin wird. Das war für sie sicherlich nicht einfach und der Wunsch nach Ausbruch aus dem Elternhaus trieb sie wohl in ihre erste Ehe.
Ihre vielen Ehen starteten alles mit viel Leidenschaft, die mal schnell verflog oder länger an-hielt. Generell konnte sie erst im Alter alleine sein und die Leidenschaft für einen Mann musste bei ihr immer in einer Ehe enden. Die letzten Ehen wurden im Roman weniger inten-siv behandelt. Die Schilderungen von den Filmsets fand ich interessant, die Umstände waren nicht immer wirklich angenehm. Der Schmerz von Elizabeth beim Tod von Mike Todd war greifbar.
Die Schilderungen von Elizabeth Freundschaft und Zusammensein mit Montgomerey Clift empfand ich als sehr intensiv und dieser tat mir durchaus leid.
Elizabeth Taylor war sicherlich eine Diva, aber eine mit einem großen Herz, die, wie jeder Mensch, mit ihren sog. Dämonen zu kämpfen hat.
Dieser biographische Roman hat mir gut gefallen, vom Schreibstil her hat er sich gut lesen lassen.

Bewertung vom 05.07.2025
Etzold, Veit

Der Konzern / Laura Jacobs Bd.3


sehr gut

Band drei um Laura Jacobs. Allerdings konnte ich das Buch auch sehr gut ohne Vorkennt-nisse lesen.
Bereits in den voran gegangenen Romanen hat sich Laura mit dem sog. Konsortium kon-frontiert gesehen und hatte viel bewegen müssen um ihr Haus zu behalten und ihren Mann aus dem Gefängnis zu bekommen.
Nun kommt es zu Anschlägen auf die Bank für die sie arbeitet und die von einer großen französischen Bank übernommen werden soll. Die Hintergründe zeigen sich nach und nach und die erahnen lassen was teilweise hinter den Kulissen passiert, halt auch in der realen Welt.
Auch vor Morden schreckt dieses Konsortium nicht zurück und Laura geht für die Aufklä-rung ein gefährliches Spiel ein. Aber wenigstens mit Unterstützung vom BKA.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, die Aufteilung und Länge der Kapitel. Etwas irritiert hat mich das Verhältnis von Laura zur ihrem Ehemann, das kam mir eher distanziert vor.
Die geschilderten Personen haben jetzt nicht den besonderen Tiefgang, müssen sie mei-ner Meinung nach auch nicht haben, denn es geht um was anderes, die Vorgänge in der Finanz- Wirtschafts- und Politikwelt. Wo man manchmal ganz froh ist nicht alles mitzube-kommen.
Mir hat dieser Thriller gut gefallen, ich habe das Buch gerne und schnell gelesen und habe Lust mehr von Veit Etzold zu lesen.

Bewertung vom 12.06.2025
Litteken, Erin

Denk ich an Kiew


sehr gut

Cassie und ihre kleine Tochter müssen im Jahr 2004 den plötzlichen Unfalltod ihres Man-nes verkraften. Das funktioniert erst besser als sie zu ihrer Großmutter ziehen. Diese hat unter Erinnerungen an ihr früheres Leben zu leiden. Cassie findet ein Tagebuch ihrer Großmutter und darf es lesen, denn sie selber kann über die beschriebene Zeit nicht spre-chen.
So begleitet man parallel zu Cassies Geschichte die von Katja in den Jahren 1929 bis 1934 und ist einfach nur erschüttert. Wie viel kann man ertragen? Und so viele Menschen mussten unter den schlimmsten Umständen sterben.
Der Holodomor wurde lange Zeit verschwiegen und es sehr schwer zu ertragen, wie perfi-de damals Stalin vorgegangen ist. Eine abartige Ideologie und Verfahren um die Menschen willig zu machen bzw. bewusst zu vernichten. Unglaublich, dass das nie ein Thema war. Auch so etwas sollte nie wieder passieren! Und sollte allen eine Warnung sein, Ideologien durchsetzen zu wollen. Das Lesen über die Geschehnisse damals lassen mich sprachlos zurück und so ein unnötig verursachtes Leid ist nur schwer zu ertragen.
Der Roman lässt sich gut lesen und die zwei verschiedenen Zeitebenen sind gut miteinan-der verbunden und führen zusammen zu einer stimmigen Geschichte, die lange im Kopf bleibt.
Wobei mir die plötzliche Veränderung von Cassies Tochter einfach zu schnell ging und es dann ein wenig seltsam wurde mit Botschaften von Katjas Schwester. Die Schilderungen vom Holodomor waren intensiv, ohne übertrieben zu sein. Der Teil um Cassie war da ein wenig banaler, aber ein guter Weg um die Geschichte ihrer Großmutter zu erzählen.
Persönlich hätte ich gerne noch von Katjas Weg in die Vereinigten Staaten gelesen.

Bewertung vom 08.06.2025
Inden, Charlotte

Im Warten sind wir wundervoll


sehr gut

Die Geschichte einer sog. War Bride, die am New Yorker Flughafen ankommt und nicht abgeholt wird. Erzählt von ihrer Enkeltochter in einem Flugzeug auf dem Weg nach New York City.
Die Zeit nach Kriegsende um Marburg herum wird anhand von Luise recht gut geschildert.
Luises Enkelin Elfie fliegt 70 Jahre später ebenfalls nach New York, der Liebe wegen und erlebt eine ähnliche Überraschung bei der Ankunft. Bei Elfie endet es dann doch etwas anders.

Luises Geschichte hat mich gleich gepackt und die Geschehnisse nach Ende des zweiten Weltkrieges sind für uns heute nur noch schlecht vorstellbar. Wie das Leben mit den erst fremden Soldaten war und dann so ein großer Schritt in die USA nachzureisen. Und das war gar nicht so einfach. Dafür erfährt Luise dort dann eine große Hilfsbereitschaft.
Bei Elfie war ich nicht ganz so überzeugt, ihr Handeln empfand ich als schwer nachvoll-ziehbar. Doch wird hier eine interessante Geschichte über die War Brides erzählt und auch die Emotionen sind gut geschildert.
Dass Luises Geschichte auf wahren Begebenheiten basiert finde ich sehr gut.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen und ich habe diesen Roman sehr gerne gelesen.

Bewertung vom 28.05.2025
Moriarty, Liane

Vorsehung


weniger gut

Auf einem Inlandsflug in Australien steht plötzlich eine ältere Frau auf und sagt fast jedem Passagier seinen Todeszeitpunkt und Grund mit den Worten „ich erwarte….“ voraus. Wer-den die Vorhersagen eintreffen und wie gehen die Betroffenen damit um? Ist die Frau wirk-lich eine Hellseherin oder eher mit einer Form gesundheitlichen Problemen unterwegs?
Im Verlauf des Romans liest man abwechselnd über die verschiedenen Personen, denen et-was vorhergesagt wurde und erliest die Geschichte der Vorherseherin.
Je weiter ich gelesen habe desto mehr hat mich die Geschichte allerdings verloren. Zu viele Wechsel zwischen den Personen und Erzählsträngen, und diese empfand ich auch als lang-atmig.
Die Wechsel waren abrupt und wieder musste ich mich mit der nächsten Person befassen.
Der Schreibstil konnte mich leider nicht überzeugen, ich konnte in keinem Bereich emotio-nal mitgehen.
Dabei hat die Geschichte so viel Potential, verliert sich aber in Ausführlichkeiten.