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Benutzername: kockritz
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Danksagungen: 10 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 41 Bewertungen
Bewertung vom 29.01.2011
Im Zauber der Sirenen
Rayburn, Tricia

Im Zauber der Sirenen


gut

Im Zauber der Sirenen ist ein schöner Jugendroman, welcher trotz der vielen Morde wenig Gewalt und trotz der aufkeimenden Liebe wenig Sex enthält. Sozusagen schön puritanisch bereinigt. Da ein Buch ja nicht von Gewalt- und Sexszenen leben sollte, empfand ich dies als angenehmen Pluspunkt....zusätzlich zu den vielen anderen.

Eigentlich ist es nicht nur eine Liebesgeschichte oder Aufdeckungsgeschichte, sondern in vorderster Linie eine Geschichte über ein junges Mädchen, welches sich vor allem fürchtet. Konfrontiert mit dem Tod ihrer Schwester, ihrer Beschützerin, wächst sie über sich hinaus und springt über ihren eigenen Schatten. Auf der Suche nach den wahren Ursachen des seltsamen Todes trifft sie nicht nur auf den mythologischen Grund der vielen Toden, sondern findet auch ihr wahres Ich mit Hilfe ihres neuen Freundes. Zusätzlich lernt sie ihre Vergangenheit und ihren Ursprung kennen - auch sie ist eine Sirene. Mit all dieses neuen Erkenntnissen und Eindrücken muss man erst einmal klar kommen - In der Hoffnung, dass Band 2 und 3 die Geschichte weiter erzählen wird warte ich gespannt auf das Erscheinen.

Meiner Meinung nach ist Im Zauber der Sirenen ein schönes Buch über die ersten Schritte zum Erwachsenwerden, vom Durchtrennen der Nabelschnur und dem Finden der eigenen wahren Identität. Und warum nicht die Metapher dafür in der antiken Mythologie suchen - ein schöner Kunstgriff.

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Bewertung vom 19.09.2010
Obsession
Kanehara, Hitomi

Obsession


schlecht

Zu Beginn fand ich das Buch mit seinem roten Cover sehr ansprechend, daher nahm ich es bei einer Freundin aus dem Regal um es anzulesen - und die ersten Seiten fand ich gar nicht so schlecht: Eine krankhaft eifersüchtige frisch Vermählte empfand ich alles gelungenen Start und guten Aufhänger für das Buch. Selbst das erste Kapitel in welchem die Protagonistin sich von zwei Seiten präsentiert. als sebstsbewusste erfolgreiche Schriftstellerin und als von Selbstzweifeln zerrüttete, in ihrer Beziehung unglückliche und von Wahnvorstellungen heimgesuchte Frau, die von den Gefühlen ihres Partners abhängig ist. Da ich nie die Klappentexte lese (empfinde ich als Spoiler) saß ich immer noch dem Irrtum auf, dass sich so etwas wie eine Handlung entwickeln würde.

Durch den Beginn des zweiten Kapitels war ich etwas irritiert, erkannte jetzt aber endlich den Aufbau des Buches. Die Idee ähnliche Situationen in verschiedenen Lebensabschnitten zu erzählen finde ich recht gut. Leider gibt es in Obsession keine Varianz. Lins Monologe werden mit abnehmenden Alter nervtötender mit jedem Wort. Die Ausdrucksweise wirkte zu vulgär und aufgesetzt. Ihr gesamtes Verhalten schien mir unecht und selbstinszeniert. Und ihre Fantastereien waren eine Zumutung. Der Dialog mit Geschlechtsteilen kann ja ganzs amüsant sein - hier war er es nicht, sondern nur eine Ansammlung von Zoten.

Die Absicht der Autorin ist klar zu erkennen: Abhängigkeiten der Gefühle und das Selbstaufgeben einer Frau innerhalb der Beziehung und die selbst gewählte Unterwürfigkeit zum Mann. Und ich debke immer noch, dass das ein gutes Motiv ist, so aber bitte nicht umsetzen. Bei Obsession fehlte mir jeglicher Tiefgang, Entwicklung und Lösungsansatz.

Leider war das Buch für mich eine Entäuschung und ich habe mich durchgequält.Werde es kommentarlos in den Bücherschrank meiner Freundin zurückstellen und hoffen, dass es dort verstaubt und niemanden anderes auffällt: zwei Opfer sind ausreichend.

Bewertung vom 13.09.2010
Der Vogel im Wind
Osho

Der Vogel im Wind


sehr gut

Das Buch ist eine Aneinanderreihung von verschieden Vorträgen, welche 1974 gehalten wurden. Die Vorträge sind alle sehr spirituell und lebensbejahend gehalten. Gut fand ich, dass sie nicht zu verwissenschaftlicht sind, denoch aber einen Sprachstil aufweisen, der das Mitdenken anregt. Trtzallem ist die Kernidee leicht zu ergründen und für jeden fassbar. Durch die Fragen an den Leser fühlt man sich automatisch zum Mitmachen animiert. Der Vogel im Wind wird dadurch zu einem interaktiven Buch, dass für jedem etwas brauchbares enthält.

Auf jeden Fall ein Buch was in den Bücherschrank eines Jeden gehört, wenn nicht sogar auf den Nachttisch: Zum Aufschlagen, Weglegen ud Nachdenken - wann immer man sich danach fühlt.

Bewertung vom 13.09.2010
Der Ruf der Schlange
Gößling, Andreas

Der Ruf der Schlange


gut

Der Roman von Andreas Gößling lies sich recht gut lesen, aber trotz der sehr brutalen Morde und Schlangenkreationen ist es wohl eher ein Jugendbuch, denn ein Krimi oder Thriller für Erwachsene. Ohne die Handlung noch mals detailliert wiedergeben zu wollen, nur kurz ein kleiner Abriss: Bisher im Alleingang ermittelnd, muss sich jetzt Samu Rabov mit einem ihn bespitzelden Assistenten - Port - herumschlagen. Und das zu einem für das grosse Reich und seiner Hauptstadt Phora kritischen Stunde. Mysteriöse Todesfälle treten vermehrt auf, genau wie die Schlangenkulte, welche bis vor kurzen noch verboten waren. Und Rabov scheint der Einzige zu sein, der die wahren Gründe hinter allem erkennt, obwohl ihm mmer wieder Fakten vorenthalten werden. Kann er das Reich retten?

Auch wenn Gößling eine eigene Welt mit sonderbaren Schlangenkulten schafft, ist sie doch anderen Fantasiewelten ähnlich: Ein Land hat die Macht über die anderen. Während die meisten Länder friedlich zusammenleben, versucht einer aus dem Hinterhalt das Machtgefüge zu sprengen. Als Grundidee ganz nett, aber man hätte sicher mehr daraus machen können. Vertiefender auf einige Schicksale eingehen...

Dafür finden sich detaillierte Beschreibungen der Schlangen, des Zusammenlebens mit Schlangen, der Schlangenkulte und das sich den Schlangen opfern. Ich verstehe ja, dass dieses Tier das Hauptelement des Buches ist, aber für meinen Geschmack war da ein wenig zu viel Schlange enthalten. Gut fand ich den Gegensatz von guter und schlechter Magie (Lakori), wobei ein vermehrtet Gebrauch das Dunkeldu wachsen lässt bis es irgendwann über das Lichtich siegt, die Idee der alles zum Erstarren bringenden Silbersichel und all die tollen Eigenschaften und Fähigkeiten, die mit dem Lakori kommen.

Die Angst vor Fortschritt und Wissenschaft und das gleichzeitige Nutzen dieser neuen Errungenschaften bringt die Bewohner dieser bizarren Welt in einen Konflikt mit ihrer Religion. So wurden sie doch alle viele hundert Jahre zuvor mit einer grossen Flut für den übermässigen Gebrauch von Technologie gestraft. Die Parallelen zur biblischen Sintflut sind nicht zu übersehen, genau wie auch der Erretter aus dieser Flut seine eigene Religion erhält. Gleichzeitig finden sich mehr und mehr Anhänger der alten Schlangenkulte. Selbst die Regierung ist in diese zwei Lager geteilt. Fortschritt vs. Tradition: eine hervorragene Idee.

Vom Schreibstil fand ich das Buch eher für Jugendliche geschrieben. Etwas iritierend waren die nicht sehr originellen Kommentare in den Klammern.

Schlussfolgernd lässt sich sagen: alles in allem kein schlechtes Buch für Teenies. Man muss nur seinen ersten Ekel vor den stets präsenten Schlangen und den damit verbundenen Morden ablegen.

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Bewertung vom 27.07.2010
Meister der Wünsche
Sethi, Ali

Meister der Wünsche


weniger gut

Der Roman "Meister der Wünsche" entführt in andere Länder, Kulturen und zum Teil auch Zeiten. Aufgrund der Hochzeit seiner Cousine (eigentlich Tante) kommt der junge Zaki zurück nach Pakistan, eigentlich studiert er jetzt in Amerika. Dieser Besuch ist der Aufhänger der Erzählung. In vielen - zum Teil unkoordinierten Rückblicken - wird erzählt aus dem Leben der einzelnen Familien - und Hausangehörigen. Ali Sethi geht weder nach einem bestimmten Schema vor, oder chronologisch oder einer bestimmten Familienhierachie folgend. Daher wirken die Beiträge - für mich zumindest - etwas aneinander gereiht und wahllos.

Ziel scheint zu sein aufzuzeigen wie:

1. sehr sich alles in Zakis Abwesenheit verändert hat und er sich nicht mehr zugehörig fühlt - aber hat er das jemals.

2. Seine Familiengeschichte verwoben ist mit den politischen Entwicklungen Pakistans über mehrere Generationen hinweg.

Falls, dies die Ziele sein sollten, wurden sie meines Erachtens nicht erreicht. Man verliert sich in den Beschreibungen und sucht zusammenhönge, wo keine sind. Eine etwas geschlossenere Handlung wäre wünschenswert gewesen.

Bewertung vom 27.07.2010
Die Zeichenkünstlerin von Wien
Maly, Beate

Die Zeichenkünstlerin von Wien


sehr gut

Die Geschichte einer jungen jüdischen Frau, welche sich um ihren dementen Vater kümmern muss und daher eine Ehe eingehen soll, mit jmd., den sie noch nicht einmal mag. Eine Frau, welche versucht, sich gegen ihre Familie und Herkunft zu behaupten und sich selbst treu zu bleiben. Auf ihren Weg trifft sie auf den Christen und Steinmetz Matti, in welchem sie sich verliebt. Er allein versteht ihren Zwang zu zeichen und erkennt ihr Talent.

Bei diesem Roman handelt es sich nicht nur um eine Liebesgeschichte - im Gegenteil, ich war der Meinung, dass diese eher zweitrangig ist - sondern um das Miteinander der Menschen verschiedener sozialer Herkunft und vor allem verschiedener Religionen. Obschon die Geschichte in Wien spielt, ist der Hass der Christen auf die anders lebenden Juden leider nur exemplarisch für all die anderen spätmittelalterlichen Städte. Sehr schön ist in der "Zeichenkünstlerin" demonstriert, wie wenig die einfachen Christen von den Juden wissen, dass sich ihr Hass auf falsche Aussagen, Ammenmärchen und Aberglauben stützt, dass der wahre Beweggrund meist die Gier auf jüdisches Geld ist. Aber er zeigt auch, wie einige wenige bereit sind, die Grenzen der Religion zu überschreiten und sich gegenseitig zu helfen.

Beate Maly ist eine schöne Kombination von Fiktion und Geschichte gelungen. Durch den Leidensweg einiger weniger Individuen ist das grosse Schicksal besser erfahrbar und greifbar gemacht worden.

Bewertung vom 20.07.2010
Adobe Photoshop CS5 für professionelle Einsteiger, m. DVD-ROM
Kommer, Isolde; Mersin, Tilly

Adobe Photoshop CS5 für professionelle Einsteiger, m. DVD-ROM


ausgezeichnet

Super Wegweiser für Einsteiger

Das Buch ist leicht zu verstehen, auch wenn man wie ich nicht so viel Computerpraxis hat. Mit Photoshop bin ich bisher nicht so gut klargekommen, aber mit dieses Buch hat mir in einigen Bereichen endlich die Augen geöffnet! Den Autorinnen gelingt es wirklich sehr gut, die komplexen Zusammenhänge in einfachen Worten zu erklären, und die zahlreichen anschaulichen Beispiele im Buch und auf DVD tun dann noch ihr übriges.

6 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.06.2010
Das Einstein-Mädchen
Sington, Philip

Das Einstein-Mädchen


gut

Zu Beginn trifft der Leser auf Alma, aus gut betuchten Elternhaus, die auf der Suche nach ihrem Verlobten Martin Kirsch ist. Dieser ist Mai 1933 spurlos verschwunden. Nichts deutet auf eine Gewalttat hin und trozdem befürchtet Alma ihn unter den Totenfotos auf dem Polizeirevier zu finden. Während ihrer Suche offenbaren sich dem Leser nützliche Informationen. So war Martin Arzt in einer Nervenheilanstalt, wo auch vor mehr als einem Jahr eine unbekannte Frau eingeliefert worden war. Von ihrem Fall schien er regelrecht besessen zu sein.

Die nächste Zeitebene zeigt Martin 1932 an seiner Arbeitsstelle. Schon hier wird die Verbundenheit mit seine erinnerungslosen Patientin deutlich. Aber auch dieser Handlungsstrang ist durchwebt von Erinnerungen Martins. Kirsch muss sich gegenüber eines Kollegen behaupten, der ohne sein Einverständnis Insulin-Schock-Therapien an seinen Patienten durchführt. Nach einem eigenmächtigen Abbruch eines solchen Experiments steht Kirsch der Kündigung nah. Zur gleichen Zeit wird eine Frau bewusstlos eingeliefert, die auch später an Amnesie leidet: Das Einstein-Mädchen, welches Martin zuvor schon getroffen hat und in welche er sich verliebt hat - dennoch weiß er nicht mehr von ihr als sie selbst: nichts. Er versucht ihre Erinnerungen zu reaktivieren, wobei er sich mehr und mehr in die mysteriöse Vergangenheit des Mädchens verstrickt.

Gemeinsam mit Martin Kirsch begibt sich der Leser auf eine Reise in die Vegangenheit, wobei schnell klar wird, dass nicht nur "Maria" (wie sich das Einstein-Mädchen von nun an selbst nennt) voller Geheimnisse ist. Und immer wieder stellt sich die Frage nach dem geistigen Zustand dr Protagonisten. Besonders lobenswert fand ich, dass die Entwicklungen im frühen Nazideutschland die Handlung zwar berühren, aber nicht zum Haupthandlung werden.

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