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peti
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leipzig

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Insgesamt 3 Bewertungen
Bewertung vom 12.10.2021
Die Berge, der Nebel, die Liebe und ich
Randau, Tessa

Die Berge, der Nebel, die Liebe und ich


ausgezeichnet

Erzählt wird die Geschichte von einem Ehepaar und die Konflikte, die entstehen, wenn man schon einige Jahre verheiratet ist. Die Hauptperson in der Geschichte ist 40 Jahre alt, Mutter von 3 Töchtern und sie sehnt sich nach der Wärme der ersten Jahre ihrer Beziehung zum Ehemann Chris. Darum organisiert sie ein Wochenende in den Bergen nur zu zweit. Doch die Hoffnung dadurch endlich wieder körperliche Nähe zu spüren, wird nicht erfüllt. Sie hatte eine Wanderung geplant, doch ihr Mann will lieber mit dem Bike etwas Abenteuerliches erleben. So ist der erste Streit vorprogrammiert und jeder verbringt den Tag alleine.

Auf ihrer Wanderung begegnet der Frau ein alter Mann, der als Wanderführer oft in den Bergen unterwegs ist. Sie kommen miteinander ins Gespräch und beschließen, die Wanderung gemeinsam fortzusetzen. Mit seiner Lebenserfahrung öffnet er der Frau die Augen, die Probleme ihrer Ehe mal ganz anders zu betrachten. So erfährt sie von den 4 Botschaften und den 4 Ohren. Das heißt, dass man im Gespräch mit dem Partner oft etwas ganz anderes meint zu verstehen, als dieser ausdrücken will. Auch die sogenannte Spiegelfalle führt der alte Mann ihr vor Augen. Langsam erkennt die Frau, was es bedeutet, den Schlüssel der Liebe zu finden und zu gebrauchen.

Diese zauberhafte Geschichte über das Geheimnis der Liebe ist sehr bildhaft und mit viel Empathie geschrieben. Es zieht den Leser in das Geschehen hinein und gibt Denkanstöße für die eigene Partnerschaft. So manchen Ratschlag kann man so für das eigene Leben entnehmen. Der Autorin gelingt es ohne den Zeigefinger zu erheben, Probleme der Partnerschaft, sowohl für Frauen, als auch für Männer zu beleuchten und Lösungswege aufzuzeigen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich werde so manchen Ratschlag für das eigene Leben anwenden können.

Bewertung vom 10.02.2016
Die Liebe meines Vaters
Eichhorst, Sabine

Die Liebe meines Vaters


sehr gut

Der Schriftstellerin gelingt es sehr gut , den Leser in das Leben im damaligen Budapest eintauchen zu lassen. Man spürt den Flair der Stadt, geht mit dem Haupthelden Loris auf Entdeckungen und freut sich mit ihm, als er Freunde gewinnt, die sein ganzes Leben verändern. Die Liebe zu dem ungarischen Mädchen Eva verändert sein ganzes Leben und er reist nun in den Schulferien, denn er arbeitet in Deutschland als Lehrer, nach Ungarn und erlebt dort unvergeßliche Tage mit seiner großen Liebe und seinen ungarischen Freunden. Doch es ist die Zeit des Hitlerfaschismus....Der Krieg beginnt und Loris wird eingezogen. Der Leser erfährt, dass Loris inzwischen mit einer deutschen Frau verheiratet ist und Vater von einem kleinen Mädchen Maria geworden ist...Eindringlich werden nun die Grausamkeiten des Krieges und wie sich dadurch die Menschen verändern in diesem Roman dargestellt. Grundlage bilden dafür Hunderte von Feldpostbriefen, die der Autorin zur Verfügung gestellt worden sind und die dadurch ein lebendiges Bild der damaligen Zeit im Roman widerspiegeln kann.
Sehr gut finde ich die Beschreibung der Hauptfigur Loris, der versucht in seiner Liebe zu seiner jungen Frau und seinem Kind, die Grausamkeiten auf den Schlachtfeldern zu überleben. Doch seine junge Frau ist mit dem Alleinsein und Muttersein völlig überfordert. In den vielen Jahren des Getrenntseins werden sich die beiden immer fremder. So ist es kein Wunder, das Loris sich eines Tages an der Ostfront an sein große Liebe in Budapest erinnert und ihr einen sehnsuchtsvollen Brief schreibt....Die Geschichte schließt sich, als nach dem Krieg Loris Tochter frisch vermählt mit ihrem
ungarischen Ehemann nach Budapest reist. Mit dabei hat sie Fotos von ihrem Vater, der diese Aufnahmen bei seinen Reisen nach Budapest gemacht hat...Auf einer Aufnahme erkennt ihr Ehemann ein ihm sehr bekanntes Gesicht....
Wie wird Marias Spurensuche in Budapest ausgehen? Warum hat Loris seine große Liebe Eva nicht geheiratet? Diese Fragen werden in diesem sehr spannenden und einfühlsamen Roman beantwortet.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es zeichnet eine Lebensspur eines Menschen nach, der sein Leben lang um Liebe gekämpft hat - aber an den Grausamkeiten des Krieges gescheitert ist. Es ist für uns eine Mahnung, Kriege nicht mehr zuzulassen !!!!
Ich kann dieses Buch nur jedem Liebhaber historischer Romane weiter empfehlen.

Bewertung vom 02.10.2012
Die Mission / Department 19 Bd.1
Hill, Will

Die Mission / Department 19 Bd.1


gut

Der Fantasythriller vom britischen Schriftsteller Will Hill ist sein Debütroman.
Die Handlung spielt im Jahr 2009 in England. Jamie Carpenter, 16 Jahre alt, hat vor 2 Jahren miterleben müssen, wie sein Vater Julian Carpenter sich einer Festnahme widersetzte und dabei getötet worden ist. Schnell verbreitet sich die Nachricht, dass Jamies Vater geheime Informationen aus dem Verteidigungsministerium, in dem er arbeitete, an eine britische Terrorzelle verkauft haben soll. Seit dem furchtbaren Abend, an dem Julian Carpenter erschossen wurde, sind Jamie und seine Mutter Marie auf der Suche nach einem neuen Wohnort, wo sie Ruhe vor nachbarlichen Anfeindungen haben und wieder ein normales Leben führen können. Doch ihr weiteres Schicksal wird bestimmt durch die wahre Vergangenheit des Julians Carpenter - der Angehöriger einer Geheimorganisation und im Department 19 stationiert war. Als Jamies Mutter von Vampiren entführt wird, bricht seine bisher behütete Welt zusammen. Er selbst wird von Frankenstein gerettet und ins Department 19 gebracht. Frankenstein, der bereits ein treuer Begleiter der Vorfahren von Jamie war, wird auch ihn beschützen. Im Department 19 bereitet man Jamie darauf vor gegen die Nachfahren von Dracula zu kämpfen. Sein großes Ziel ist es, seine Mutter zu befreien.

Mein Fazit:
Gut gefällt mir, dass der Roman in mehrere Handlungsabläufe eingeteilt ist. Man erfährt neben der Haupthandlung, die im Jahr 2009 spielt, in einer Nebenhandlung, die im Buch durch vergilbt anmutende Seiten optisch ersichtlich sind, die Geschichte der Vorfahren von Jamie Carpenter, die in den Jahren 1892 bis 1902 den Kampf gegen Dracula führen.
Hier begegnen dem Leser Gestalten der klassischen Vampirgeschichten wieder , wie zum Beispiel Prof. Abraham van Helsing, Dracula und seine Brüder und das Monster Frankenstein. Durch diese Rückblenden werden viele Geschehnisse in der Gegenwart verständlicher. Mir gefielen hier besonders die Hintergrundinformationen zu Dracula.
Die Hauptperson der 16 jährige Teenager Jamie Carpenter wird durch den Tod des Vaters und der Entführung seiner Mutter aus seinem Alltag herausgerissen und muss nun innerhalb weniger Tage, die Ausbildung zu einem Vampirjäger erfolgreich absolvieren, wofür andere sonst Jahre brauchen. Die Schilderung der Entwicklung des Teenagers zum Kommandeur einer Gruppe Vampirjäger gegen den mächtigsten Vampir, ist als Leser nicht immer nachzuvollziehen, aber erhöht natürlich auch die Spannung im Geschehen.
Treue Gefährtin im Kampf gegen die Vampire wird ihm das Vampirmädchen Larissa, die bei ihm schon bei der ersten Begegnung noch unbekannte Gefühle erweckt hat. Die Jugendliebe zwischen beiden ist im Thriller ein Ruhepol für den Leser, im Gegensatz zu den seitenlangen blutigen in allen Einzelheiten beschriebenen Gemetzel von Vampiren und Vampirjägern. Die Vampire zerfallen in dieser Geschichte nicht wie sonst zu Staub, sondern zerplatzen und zerfetzen blutüberströmt - für mich zu übertrieben dargestellt. Aus diesem Grund würde ich den Thriller auch nicht als reines Jugendbuch einordnen.

Sehr gut gefällt mir die Darstellung der Person Frankenstein, den man sonst in Romanen nur als Monster kennengelernt hat. Hier ist er ein treuer Freund der Familie Carpenter, der bereit ist, sein eigenes Leben für Jamie zu opfern.
Leider ist dem Schriftsteller nicht immer gelungen im Handlungsablauf der Geschichte alle Geschehnisse glaubhaft darzustellen. Doch als Debütroman finde ich den Fantasythriller gut gelungen, denn die Spannung bleibt trotzdem

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.