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Benutzername: Manuela Hahn
Danksagungen: 8 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 11 Bewertungen
12
Bewertung vom 19.09.2018
Puppenmutter
Korten, Astrid

Puppenmutter


ausgezeichnet

Inhalt:
Tessa wird in ihrem Haus überfallen, die Einbrecher verlangen Geld, Geld von dem Tessa sicher ist, dass sie es nicht im Haus hat. Als Tessas Nichte die Einbrecher stört und die Polizei ruft, ergreifen sie die Flucht nicht ohne die Warnung das sie zurückkommen. Nach dem Überfall kümmern sich ihr Schwager und ihre beste Freundin Amelia rührend um sie, nur Jules taucht nicht auf. Tessa ahnt nicht das der Albtraum soeben erst beginnt.

Meine Meinung:
Von Astrid Korten ist man so einiges gewöhnt, ihre Thriller sind verstörend und knallhart und so wusste ich schon, dass Puppenmutter mir wieder einige wache, Nächte bescheren wird.
Und so war es auch, mit jeder Seite grübelte ich mehr, wie sich die Geheimnisse um Tessa lösen würden und was es mit den Liebesbriefen auf sich hat, die zwar die Leser zu Gesicht bekommen, der Adressat allerdings nicht und die immer bedrohlicher werden und natürlich gilt es das Geheimnis der Insassin im Zelle 13 zu lösen.
Astrid Korten gewährt ihren Lesern einen tiefen Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele. Ihre Protagonisten kommen ihren Lesern ganz nah, manchmal bedrohlich nah, es ist schwer zu beschreiben, aber man verliert beim Lesen die Distanz und spürt die Bedrohung fast körperlich, das macht den unverwechselbaren Schreibstil der Autorin aus. Natürlich habe ich beim Lesen überlegt, was hinter allem stecken könnte, mit dem Ende habe ich allerdings nicht gerechnet, wiedereinmal schaffte es die Autorin mich zu überraschen.
Ich vergebe eine Leseempfehlung für den 13 Thriller aus der Feder Astrid Kortens.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 26.09.2016
Die Nachtigall
Hannah, Kristin

Die Nachtigall


ausgezeichnet

Es geht sicher nicht nur mir so, ab einer gewissen Seitenzahl bin ich etwas skeptisch, schafft der Autor es mich über die gesamte Zeit zu unterhalten oder verliert er sich in endlosen und langweiligen Beschreibungen nur um die Seite zu füllen und trotzdem stürze ich mich in ein Buch sobald der Klappentext mich überzeugt und diesmal hatte ich Schwierigkeiten mich loszureißen, die Nächte sind zu kurz für dieses Buch, Kristin Hannah entführte mich in die jüngere Geschichte eines mir völlig fremden Landes das doch so eng mit der deutschen Geschichte verknüpft ist mir war natürlich klar das Frankreich recht früh kapitulierte aber die Folgen für die Bevölkerung waren mir nicht bewusst. Die hat mir die Autorin am Beispiel der Schwestern Vianne und Isabelle, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die als Kinder ihre Mutter verloren hatten und schon damals unterschiedlich auf den Verlust reagierten, während Vianne angepasst und ruhig wird, rebelliert Isabelle gegen alles und jeden und kämpft um die Liebe des Vaters und der Schwester.
So ist es nicht verwunderlich das auch der weitere Lebensweg der jungen Frauen verschieden ist, Vianne hält sich zurück, sie arrangiert sich mit den deutschen Besatzern, tut alles um nicht aufzufallen um ihre Tochter zu schützen. Isabelle hingegen setzt alles aufs Spiel um die Deutschen zu bekämpfen.
Trotz eingestreuter geschichtlicher Fakten, ist Die Nachtigall zu keiner Zeit langweilig im Gegenteil sie tragen viel zum Verständnis des Romans und den Handlungen der Frauen bei.
Trotz aller Emotionen ist Die Nachtigall niemals kitschig und das ist mir persönlich sehr sehr wichtig.
Ich gebe für dieses Buch eine absolute Leseempfehlung.

Bewertung vom 17.06.2014
Chronik eines Grenzgängers: Lucys Verwandlung
Buechili, Darius

Chronik eines Grenzgängers: Lucys Verwandlung


ausgezeichnet

Inhalt: Gero Schmidt versucht im Prolog sich an seine Erinnerungen zu erinnern: Erinnerungen an die Zukunft. Nachdem seine Seele oder sein Geist einfacher ausgedrückt sein ICH, im Körper von Darius Buecheli eine Welt kennengelernt hat, die fremder für ihn und den Leser kaum sein kann, eine Welt in der Emotionen durch einen ACI Blocker heruntergeregelt werden, eine Welt in der die Logik regiert unterstützt von einer Maschinenintelligenz, deren Fähigkeiten vom normalen Menschenverstand nicht ansatzweise erfasst werden können.

Die Menschen in der Stadt Anthrotopia, können wenn sie wollen, den natürlichen Alterungsprozess aufhalten und über Jahrzehnte jung und gesund bleiben, bis es zum Cellular Breakdown kommt, der unweigerlich zum Tode führt, aber auch dafür scheint eine Lösung gefunden worden zu sein, den Austausch der natürlichen Körperzellen gegen synthetische.

Meine Meinung:

Ich habe lange an einer Rezension gefeilt, die diesem Buch gerecht wird, ich wollte Worte finden, die zukünftigen Lesern dieses Buch nahe bringen ohne zu viel zu verraten und vor allem ohne mich in unverständlichen Sätzen zu verlieren.

Das habe ich dann mal aufgeben und schreibe die Rezension so wie alle meine anderen auch.

Das Buch hat mich zutiefst beeindruckt, selten hat mich ein Was wäre wenn Szenario so sehr zum Nachdenken angeregt wie der erste Band der Chroniken eines Grenzgängers. Würde ich in einer Welt leben wollen, in der Emotionen nicht in voller Stärke erlebt werden müssen, in der die Menschen nicht altern, im Moment würde ich sagen Nein aber gesetzt den Fall ich lebte in dieser Welt, wäre ich Imstande mich dem zu entziehen?

Der Autor Darius Buechili hat es verstanden das vor meinem inneren Auge nach und nach ein relativ klares Bild der örtlichen Gegebenheiten und den unterschiedlichen Gesellschaftsformen entstand.

Seine Wortwahl ist durchgängig sehr anspruchsvoll und verlangt dem Leser einiges ab, viele Fremdwörter und Begriffe drosseln das Lesetempo, hat man sich daran allerdings gewöhnt, ist auch das langsamere Lesen ein Vorteil, so hat man Zeit nachzudenken und zu sinnieren.

Fazit: Das Buch ist für Leser anspruchsvoller Science Fiction Literatur, meiner Meinung nach ein absolutes Muss aber auch Leser die wenig oder gar keine SF lesen, sich aber gerne in eine fremde Welt die nicht auf anderen Planeten angesiedelt ist, versetzen lassen will und keine Angst vor sehr hohem Niveau haben sind mit Lucys Verwandlung im richtigen Buch.

Ich auf jeden Fall freue mich auf den 2, Band, um mehr zu erfahren vom Leben in einer Zukunft, wie sie durchaus vorstellbar ist, denn es gibt ja noch den Rest der Welt außerhalb Anthrotopias zu entdecken.

5 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 24.09.2012
Böser Wolf / Oliver von Bodenstein Bd.6
Neuhaus, Nele

Böser Wolf / Oliver von Bodenstein Bd.6


ausgezeichnet

Die Leseprobe verspricht einen sehr spannenden Roman um das Ermittler Duo Kirchhoff/Bodenstein für die es diesmal wieder knüppeldick kommt, ihr ehemaliger Kollege Frank Behnke arbeitet mittlerweile in der Abteilung für Interne Ermittlungen und droht ganz offen damit so lange zu graben bis er in Bodensteins Abteilung etwas findet, ich bin sehr gespannt wie sich dieser Handlungsstrang entwickelt. Wie ich überhaupt gespannt bin, wie die verschiedenen Handlungsstränge zusammenfinden, wie die Vorfälle im Wald und der Mann im Wohnwagen zusammenfinden und dann ist da ja noch *Hanna Herzlos*, die in ihrer Talkshow das Leid anderer Gnadenlos vermarktet.Das alles zusammen könnte düster und deprimierend wirken wäre da nicht die sich anbahnende Beziehung zwischen Bodenstein und der Tierärztin Inka. Nele Neuhaus schafft es immer wieder ihre Leser an ihre Bücher zu fesseln. Eine spannende Story geschrieben in einer flüssigen Sprache ließ die Leseprobe noch kürzer erscheinen als sie mit ihren knapp 15 Seiten sowieso schon war. Ich freue mich sehr auf komplette Buch, würde ich es auf diesem Weg gewinnen, wäre das natürlich besonders toll.

8 von 14 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 22.09.2012
Schlangenfluch: Samuels Versuchung
Sasori, S. B.

Schlangenfluch: Samuels Versuchung


sehr gut

Klappentext:
Samuel Mac Laman ist ein faszinierender Mann. Und ein faszinierend schöner Mann. Als der Kunststudent Laurens Johannson ihm zum ersten Mal begegnet, möchte er ihn zunächst nur porträtieren. Aber der Mann mit den Honig farbenen Augen, der selbst im Sommer nur hochgeschlossene Kleidung trägt, weist ihn ab. Durch ein Unglück erkennt Laurens schließlich den Grund, warum Samuel zu jedem Fremden Distanz wahrt. Ein Teil seines Körpers ist mit einer hochsensiblen Schlangenhaut überzogen
Meine Meinung:
S. B. Sasoris, Roman Schlangenfluch scheint auf den ersten Blick nur eine hocherotische Liebesgeschichte zwischen zwei Männern zu sein, angesiedelt in der Fantasywelt, auf den zweiten Blick erkennt der Leser, das vielleicht doch mehr dahinter steckt. Der Kampf um Liebe und Aktzeptanz, das Verarbeiten von Missbrauch, das aufbauen von Vertrauen und das Bewahren der Liebe auch in schwierigen Situationen.
Mir gefällt der Schreibstil der Autorin und ich hätte mir gewünscht das sie ihren Figuren mehr Raum hätte geben können, denn die wirklich sympathischen Personen hätten das wirklich verdient und auch über die wenigen unsympathischen Menschen hätte ich gern mehr erfahren.
So freue ich mich auf den schon angekündigten 2 Teil.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.09.2011
Herr aller Dinge
Eschbach, Andreas

Herr aller Dinge


ausgezeichnet

Klappentext:
Als Kinder begegnen sie sich zum ersten Mal: Charlotte, die Tochter des französischen Botschafters, und Hiroshi, der Sohn einer Hausangestellten. Von Anfang an steht der soziale Unterschied spürbar zwischen ihnen. Doch Hiroshi hat eine Idee. Eine Idee, wie er den Unterschied zwischen Arm und Reich aus der Welt schaffen könnte. Um Charlottes Liebe zu gewinnen, tritt er an, seine Idee in die Tat umzusetzen – und die Welt damit in einem nie gekannten Ausmaß zu verändern.
Was mit einer bahnbrechenden Erfindung beginnt, führt ihn allerdings bald auf die Spur eines uralten Geheimnisses – und des schrecklichsten aller Verbrechen
Meine Meinung:
Hiroshi, Halbjapaner, Sohn einer Wäscherin wächst in bescheidenen Verhältnissen auf,seine Mutter arbeitet für den französischen Botschafter, in dessen Tochter Charlotte findet der intelligente Junge eine Freundin, eine Freundin die in einer ganz anderen Welt lebt als er, wohlbehütet und im Luxus und die eine besondere Gabe hat. Und dieser Unterschied ist es der Hiroshi auf eine geniale Idee bringt: Alle Menschen sollen gleich sein, jeder soll alles haben was er braucht, niemand soll mehr auf irgendetwas verzichten müssen.und schon als Kind hat er die perfekt Idee dazu und als Erwachsener ist auf dem besten Weg mit genialer Technik, diese Idee in die Tat umzusetzen.Und Charlotte für sich zu gewinnen.

Herr aller Dinge, ist meiner Ansicht nach einer der besten Romane Andreas Eschbachs, durch die Verknüpfung vieler verschiedener Themen spricht er eine breite Leserschicht an,das hat allerdings den kleinen Nachteil, das der flüchtige Leser vielleicht den einen oder anderen wichtigen Zusammenhang überliest, auch mir wurde erst im Dialog mit anderen Lesern bewusst, das so manches kleine Detail am Anfang des Buches extrem wichtig war um die am Ende in sich schlüssige Geschichte zu verstehen, z.b. Charlottes Gabe, von der man am Anfang und zwischendurch etwas hört und deren Wichtigkeit, erst zum Schluss des Buches so richtig zum Vorschein kommt.
Hervorheben möchte ich den wirklich guten Schreibstil, sogar die technischen Details wurden anschaulich und interessant erklärt, so das ich keinen Grund hatte Passagen zu überblättern, das ist etwas das mir bei zu langatmigen Erklärungen, noch dazu auf einem Gebiet von dem ich nicht viel verstehe schon mal passiert.

Mein Fazit: Kein Buch für zwischendurch, aber für alle Leser die sich auf Buch einlassen wollen, das Mysteriöses,Umweltprobleme, soziale Unterschiede und Sciencefiction, gekonnt miteinander verbindet ein absolutes Muss.

7 von 8 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.08.2009
Kuchen backen in Kigali
Parkin, Gaile

Kuchen backen in Kigali


ausgezeichnet

Zu diesem Roman fehlen mir fast die Worte, ich bin absolut begeistert und musste mich bremsen das Buch nicht an einem Stück zu lesen sondern es langsam und in Ruhe zu genießen.

Angel verdient mit dem Verkauf selbst gebackener Kuchen, etwas zum Lebensunterhalt ihrer großen Familie dazu, gemeinsam mit ihrem Mann, zieht sie ihre 5 Enkelkinder auf, deren Eltern, wie so viele andere dieser Generation schon gestorben sind. Sie verkauft aber nicht nur Kuchen an Einheimische und Ausländer, sie gibt auch theoretische und praktische Lebenshilfe, so sammelt sie Geld für ein Liebespaar die beide keine Familie mehr haben, um ihnen den Start ins Eheleben zu erleichtern.

Gaile Parkin hat es geschafft ernste und teilweise sehr traurige Geschehnisse in eine Rahmenhandlung einzubauen die locker und leicht erzählt wird. Ich habe einiges über Ruanda und den Bürgerkrieg erfahren das mir fremd war und mich, weil so weit weg, auch nicht sonderlich interessierte. Sie erzählt vom Tod und Leid in seinen unterschiedlichen Formen und schafft es doch das ich als Leserin am Ende mit einem Lächeln zuklappte, denn sie erzählt auch vom Sieg des Lebens und der Freude daran. Ich wünsche mir mehr Bücher von Gaile Parkin, mehr Geschichten die Hoffnung machen darauf das das Leben so schwer es auch sein mag immer etwas gutes in sich birgt.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 28.08.2009
Blut & Barolo
Henn, Carsten Sebastian

Blut & Barolo


ausgezeichnet

Giacomo und Niccolo
haben mich überzeugt, ich möchte mehr Abenteuer mit ihnen erleben dürfen.

Die Charaktere sind liebevoll und anschaulich beschrieben und man vergisst fast das es sich um Hunde handelt, die hier die Diebe des Turiner Grabtuches jagen, sie haben unterschiedliche Motive den Diebstahl aufzuklären.

Amadeus, ein Pharaonenhund, dessen Sippe seit Jahrhunderten das Tuch bewacht, hatte gerade seinen Dienst als Wächter angetreten als das Tuch gestohlen wird, versucht die Liebe und Achtung seiner Familie wiederzuerlangen die ihn nach dem Diebstahl, als Versager verstoßen hatte.

Und Giacomo und Niccole, deren *Mensch* Isabella, des Diebstahls bezichtigt wird, müssen den Raub aufklären um wieder mit ihr zusammen sein zu können, wobei Giacomo mehr an Wein, Trüffeln und Schokolade interessiert ist, dazu bärbeißig und grummelig wie ein alter Mann, mehr seinem besten Freund Niccolo zuliebe bei der Suche nach dem Dieb hilft.

Das Buch liest sich spannend und flüssig, ich war keine Sekunde gelangweilt und hatte nie das Bedürfnis die eine oder andere Seite zu überblättern um schneller zum Ziel zu kommen, das wäre auch unklug gewesen, denn auf jeder Seite konnte man in einen anderen Stadtteil Turins gelangen und eine wichtige oder spannende Wendung verpassen. Gut das es am Ende des Buches eine Karte Turins gibt, so das man immer nachsehen kann wo man gerade ist.

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