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Benutzername: maggiterrine
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Bewertungen

Insgesamt 4 Bewertungen
Bewertung vom 02.02.2015
Was fehlt, wenn ich verschwunden bin
Lindner, Lilly

Was fehlt, wenn ich verschwunden bin


weniger gut

In dem Roman "Was fehlt wenn ich verschwunden bin" von Lilly Lindner geht es um zwei Schwestern, die durch eine Krankheit voneinander getrennt wurden: Die eine liegt wegen Magersucht im Krankenhaus, die andere versucht im zerütteten Elternhaus dadurch zu überleben, dass sie der anderen Briefe schreibt. So weit so gut.

Leider sind diese Briefe nur wenig interessant. Die meisten lassen sich mit wenigen Sätzen zusammenfassen: Du fehlst mir, Mama und Papa streiten schon wieder, In der Schule haben wir heute dieses oder jenes gemacht, alle vermissen dich.
Das Ganze wird gewürzt mit oberflächlichen Wortspielen und pseudotiefgründigen Sprüchen, wie man sie sonst nur auf Postkarten oder Kalendern finden würde und die bei mir leichte Übelkeit ausgelöst haben.

Immerhin, das Buch war schnell gelesen und die Idee der Autorin, dass Buch in zwei Hälften aufzuteilen war ganz nett. Empfehlen würde ich es aber nur Leuten, die sich auch Motivationsposter mit Sonnenuntergängen und "Weisheiten" wie "Zusammenhalten bedeutet, dass man zusammen mehr halten kann" ins Zimmer hängen würden...

1 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 24.05.2014
ZERO - Sie wissen, was du tust
Elsberg, Marc

ZERO - Sie wissen, was du tust


weniger gut

Willkommen in Paranoia. Das trifft es eigentlich ganz gut.

Das Thema Datensicherheit wird in unserer Gesellschaft von Tag zu Tag bedeutender. Jeden Tag fließen mehr unserer Daten in den Äther und wir werden noch "vernetzter". Dieses Thema hat sich nun also Herr Elsberg für sein Buch "Zero" ausgesucht und konfrontiert uns darin mit Cyn, einer ca. 40-jährigen Mutter, die mit Technik nichts anfangen kann und die langsam herausfindet das Datensicherheit schon lange ein Mythos ist.

Wäre ich eine 40-jährige Mutter, hätte ich dieses Buch vielleicht auch schockierend und spannend gefunden. Aber ich entspreche eher der Generation von Cyns Tochter und bin damit aufgewachsen, dass jeder jeden googlen kann und das man sich halt keinen Facebook Account anlegen sollte, wenn man nicht möchte, das irgendwer die Dinge weiß, die man da über sich preisgibt. Ich bin mir auch darüber im Klaren, dass mir der Supermarkt die Payback-Karte und ihre Vergünstigungen nicht aus reiner Nächstenliebe schenkt, sondern, dass die im Gegenzug meine Daten dafür möchten...Und das ist ok für mich!

Abgesehen davon, dass das Thema für mich zu sehr nach Technikhetze geschmeckt hat, fand ich auch die Ausführung mangelhaft.
Es wirkte alles ungemein konstruiert. Alles was es an technischen Neuerungen in diesem Bereich gibt, wurde auf Teufel komm raus in die Geschichte mit eingewebt. Die Charaktere waren platt und leicht durchschaubar und dadurch wurde die Geschichte sehr vorhersehbar. An diesem Buch hat mich nichts, aber auch garnichts überrascht und ich glaube, das ist für einen Thriller nicht so gut. Und obwohl es eigentlich gar nicht so viele Charaktere gab, war es mir nicht möglich zu verfolgen, wer da eigentlich was gerade macht (und normalerweise habe ich damit keine Probleme).

Da es auch ein paar interessante Stellen gab (Die "Terrorgruppe" Zero ist ein echt sympathischer Haufen und das Ende incl. Verfolgungsjagd, hat wenigsten ein bisschen gute alte Actionfilm-Spannung geboten), war ich trotzdem in der Lage, das Buch relativ zügig durchzulesen, würde es jedoch nicht weiterempfehlen.

4 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.